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Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-4692/2011

17 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,851 mots·~9 min·3

Résumé

Nichteintreten auf Asylgesuch (Papierlosigkeit) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 17. August 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­4692/2011 / sps Urteil   v om   1 7 .   No v embe r   2011 Besetzung Richterin Contessina Theis (Vorsitz), Richter Bendicht Tellenbach, Richter Robert Galliker,    Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren am (…), Nigeria,   vertreten durch Annaïse Hilaire, Service d'Aide Juridique  aux Exilé­e­s (SAJE), (…), Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz,  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 17. August 2011 / N (…).

D­4692/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  I. dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  im  Dezember  2007  verliess  und  in  der  ersten  oder  zweiten  Januarhälfte  2008  nach  Griechenland  gelangte,  wo  er  am  28.  März  2008  ein  Asylgesuch einreichte, dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  10.  Oktober  2010 Griechenland  verliess, mit  dem Schiff  am  19. Oktober  2010  nach  Italien  (Ancona)  gelangte  und  gleichentags  mit  dem  Zug  in  rund  zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden weiter in die Schweiz reiste, wo er in  Vallorbe um Asyl nachsuchte,  dass  er  am  19.  Oktober  2010  mit  einem  Informationsblatt  zur  Abgabe  sämtlicher  verfügbarer  Identitätsdokumente  innerhalb  von  48 Stunden  aufgefordert wurde (vgl. A 2 S. 2), dass  der  Beschwerdeführer  am  2.  November  2010  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ summarisch zum Reiseweg und zu  den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wurde, dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  im  Wesentlichen  geltend  machte, sein Vater, ein Chief (eine Art Richter)  in C._______, habe sich  gegen  die  Entführungen  von  Weissen  im  erdölreichen  River  State  ausgesprochen, dass  er  sich  dadurch  den  Zorn  eines  anderen  Chiefs  (A.)  auf  sich  gezogen  habe,  der  zudem  einige  Zeit  später  die  lokalen  Wahlen  gegenüber seinem Vater verloren habe,  dass  A.  aus  Rache  seinen  Vater  im  Sommer  2007  habe  umbringen  lassen und durch Drittpersonen nach ihm (dem Beschwerdeführer) an der  Universität in C._______ gesucht habe, dass er die Universität nicht mehr länger habe besuchen können und vor  diesem Hintergrund im Dezember 2007 sein Heimatland über D._______  verlassen habe,

D­4692/2011 dass  die  Lebensbedingungen  in  Griechenland  schlecht  gewesen  seien,  weshalb er sein Asylgesuch dort zurückgezogen habe, um nach Nigeria  zurückzukehren,  dass  er  indes  erfahren  habe,  dass  A.  immer  noch  nach  ihm  fahnde,  weshalb  er  sich  zur  Ausreise  in  ein  anderes  europäisches  Land  entschlossen habe, dass  der  Beschwerdeführer  ansonsten  irgendwelche  Konflikte  mit  Behörden oder Organisationen seines Heimatlands sowie politische oder  religiöse Aktivitäten verneinte, II. dass das BFM mit Verfügung vom 25. November 2010 in Anwendung von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  im  Rahmen  eines  Dublin­Verfahrens die Wegweisung nach Griechenland sowie den Vollzug  anordnete, dass  es  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am Tag  nach Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  und  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine  aufschiebende Wirkung, dass hinsichtlich der Begründung auf die Akten zu verweisen ist, dass  der  Beschwerdeführer  am  5.  Dezember  2010  aus  dem  EVZ  B._______  verschwand,  mithin  ab  diesem  Zeitpunkt  unbekannten  Aufenthalts war, dass  der  Beschwerdeführer  am  17.  Dezember  2010  dem  Kanton  E._______ zugewiesen wurde, dass  das  BFM  dem  mittlerweile  vertretenen  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  26.  Mai  2011  mitteilte,  aufgrund  diverser  Probleme  in  Griechenland sei der Asylentscheid vom 25. November 2010 aufgehoben  worden  und  das  nationale  Verfahren  werde  in  der  Schweiz  wiederaufgenommen,

D­4692/2011 III. dass das BFM den Beschwerdeführer am 15. August 2011 direkt zu den  Asylgründen anhörte, dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  grundsätzlich  den  bereits  im EVZ angeführten Sachverhalt wiederholte  und die Frage des  Nachreichens von Dokumenten und Beweismittel verneinte, dass für die übrigen Vorbringen auf die Akten zu verweisen ist, dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  17.  August  2011  –  eröffnet  am  18.  August  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  sowie  den  Vollzug  anordnete, dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe  keine  Reise­  oder  Identitätspapiere  abgegeben,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien  zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  seinem  Fall  aufgrund  der  Aktenlage nicht erforderlich, dass das BFM teilweise unter Angabe der Fundstellen  in den  jeweiligen  Protokollen  die  diversen  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  auflistete,  welche  es  zum  Schluss  kommen  liessen,  wonach  keine  entschuldbaren Gründe  für  die  Nichtabgabe  von  Reise­  oder  Identitätspapieren  vorliegen  würden  (widersprüchliche  Angaben  zum  Reisepass,  Ausreisezeitpunkt  und  den  –umständen;  fehlende  Angaben  zur  Reisroute;  zweidreivierteljähriger  Aufenthalt  in  Griechenland  ohne  Identitätspapiere;  Nichtausstellung  entsprechender  Ersatzidentitätspapiere durch die heimatliche Vertretung in diesem Land;  ungereimte, unsubstanziierte und realitätsfremde Angaben zum Tod des  Vaters  und  zum  familiären  respektive  verwandtschaftlichen  Beziehungsnetz;  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  aufgrund  des  nicht  Vorlegens von Reise­ und Identitätspapieren),  dass  es  im  Zusammenhang mit  der  Prüfung  der  Flüchtlingseigenschaft  ebenfalls unter Angabe der Fundstellen in den Protokollen festhielt, dass  die Vorbringen über den Tod des Vaters sowie die Verfolgung seitens A. 

D­4692/2011 widersprüchlich  und  wenig  detailliert  ausgefallen  seien  (Zeitpunkt  des  Todes sowie der Beerdigung des Vaters; Umstände der Ermordung des  Vaters;  Angaben  zum  Zeitpunkt  respektive  Ort  der  erlittenen  Handverletzung),  dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass  der  Beschwerdeführer  am  25.  August  2011  (Poststempel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichen  und  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft,  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  und  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  sowie  sinngemäss  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses beantragen liess, dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in  den Erwägungen einzugehen ist, dass mit  Instruktionsverfügung  vom  31.  August  2011  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  verzichtet  und  der  Beschwerdeführer  aufgefordert wurde,  innert anzusetzender Frist einen aktuellen ärztlichen  Bericht  hinsichtlich  der  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Probleme  sowie  eine  Erklärung  über  die  Entbindung  von  der  ärztlichen  Schweigepflicht gegenüber den Asylbehörden einzureichen, dass  der  Beschwerdeführer  der  Aufforderung  mit  Eingabe  vom  13.  September 2011 fristgemäss nachkam und ein ärztliches Zeugnis von Dr.  med. M.W. vom 12. September 2011 zu den Akten reichte, dass  das  BFM  in  seiner  Vernehmlassung  vom  27.  September  2011  an  seiner  Verfügung  festhielt  und  die  Abweisung  der  Beschwerde  beantragte, dass es zur Begründung  im Wesentlichen ausführte, gemäss ärztlichem  Bericht  klage der Beschwerdeführer  über  gelegentliche Atemnotgefühle,  Missempfindungen  im  Brustbereich  sowie  im  letzten  (recte:  letzten  halben)  Jahr  über  zwei  kurze Bewusstlosigkeiten, wobei  die  allgemeine  und spezialärztliche Abklärung  jedoch keinen Hinweis auf ein organisch  fassbares Leiden ergäbe,

D­4692/2011 dass der Verdacht bestünde, dass die Atem­ und Bewusstseinsstörungen  durch  eine  Hyperventilation  zustande  kämen,  wobei  letztere  wahrscheinlich ein Resultat von psychischer Anspannung sei, dass  das  BFM  unter  Hinweis  auf  die  Praxis  der  Asylbehörden  im  Zusammenhang  mit  einer  vorläufigen  Aufnahme  aus  medizinischen  Gründen  alsdann  weiter  ausführte,  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  stellten  keine  lebensbedrohliche Situation im Sinne der Praxis dar, dass  die  medizinischen  Abklärungen  zudem  keinen  Hinweis  auf  ein  organisch fassbares Leiden ergeben hätten, dass  die  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  seinen  angestammten  Sprach­ und Kulturkreis  in mancherlei Hinsicht positive Folgen auf seine  Lebenssituation und damit auch seine Gesundheit haben dürfte, dass gemäss Asylentscheid vom 17. August 2011 von der Existenz eines  familiären­  und  verwandtschaftlichen  Beziehungsnetzes  des  Beschwerdeführers  in  Nigeria  auszugehen  sei,  welches  sich  ebenfalls  lindernd auf eine mögliche psychische Anspannung auswirken werde,  dass das BFM nicht gehalten gewesen sei, einen ärztlichen Bericht über  den  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  einzuholen  beziehungsweise  durch  die  Nichteinholung  desselben  seinen  Anspruch  auf rechtliches Gehör nicht verletzt habe, dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Instruktionsverfügung  vom  28.  September 2011 die Vernehmlassung des BFM vom 27. September 2011  unter Fristansetzung zur Replik zugestellt wurde, dass  der  Beschwerdeführer  die  Frist  zur  die  Stellungnahme  unbenutzt  verstreichen liess, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 

D­4692/2011 Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde –  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer  selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE  2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 

D­4692/2011 Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass  der  Beschwerdeführer  vorliegend  das  Begehren  stellt,  es  sei  ihm  der Flüchtlingsstatus zu gewähren, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  jedoch  im  Rahmen  der  ihm  zustehenden Prüfungsbefugnis im für den Beschwerdeführer günstigsten  Fall  zum Schluss  gelangen  kann,  das BFM  sei  deshalb  zu Unrecht  auf  sein  Asylgesuch  nicht  eingetreten,  weil  es  bereits  aufgrund  einer  summarischen Prüfung hätte  erkennen  sollen,  dass er  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), dass  jedoch  auch  in  diesem  Fall  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  nicht  selber  im  Dispositiv  seines  Urteils  feststellen  kann,  sondern  die  angefochtene  Nichteintretensverfügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid  im Sinne der Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S.  90 f.) an das BFM zurückzuweisen hat, dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit  darin  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  durch  das  Bundesverwaltungsgericht beantragt wird, dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate­ riell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  volle  Kognition zukommt, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den  Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs  Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  Asylsu­ chende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  aufgrund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und 7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder  sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art. 32  Abs. 3  Bst. c  AsylG),

D­4692/2011 dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von Reise­  oder  Identitätspapieren  im  Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48  Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig erstellt  ist, dass  es  der  Beschwerdeführer  unterliess,  im  Moment  der  Einreichung  seines  Asylgesuches  beziehungsweise  in  den  48  Stunden  nach  der  diesbezüglichen  Aufklärung  durch  Vorhalt  eines  Informationsblattes  ein  Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien  Identifizierung  (vgl.  BVGE  2007/7  E. 5.1­5.2 S. 65 ff.) abzugeben, dass  damit  die  in  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  statuierte  Grundvoraussetzung  für  ein  Nichteintreten  wegen  fehlender  Papiere  somit vorliegend erfüllt ist, dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die  Nichtabgabe eines beweistauglichen  Identitätsdokuments  (Art. 32 Abs. 3  Bst. a  AsylG;  vgl.  BVGE  2007/8  E. 3.2),  innerhalb  der  Frist  von  48  Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermag, dass  hierzu  weitgehend  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  in  der  ange­ fochtenen Verfügung (vgl. daselbst, Ziff. I/1 S. 2 bis 4) verwiesen werden  kann, dass  insbesondere  nochmals  auf  die  Erwägungen  des  BFM  im  Zusammenhang  mit  der  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  hinzuweisen  ist,  welche  eine  ausdrückliche  Bestätigung  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  erfahren  haben  (vgl.  BVGE  2010/2  E.  6.2  S.11),  dass gemäss besagtem Urteil eine asylsuchende Person gestützt auf Art.  8  Abs.  1  Bst. d  AsylG  in  jedem  Fall  verpflichtet  ist,  ihre  Reise­  und  Identitätspapiere  innert  angemessener  Frist  zu  beschaffen,  soweit  dies  zumut­bar und mithin möglich ist, dass  falls  es  der  asylsuchenden  Person  nicht  gelingt,  glaubhaft  zu  machen,  dass  sie  ihre  Reise­  oder  Identitätspapiere  aus  zwingenden  Gründen zurücklassen musste beziehungsweise nicht mitnehmen konnte,  und  kommt  sie  ihrer  Verpflichtung  nicht  nach,  diese  nachträglich  zu  beschaffen,  aufgrund  ihres  untätigen  Verhaltens  geschlossen  werden  kann,  dass  sie  ihre  Reise­  oder  Identitätspapiere  in  der  Absicht 

D­4692/2011 zurückgelassen hat, eine allfällige Rückführung zu erschweren und damit  den Aufenthalt in der Schweiz unrechtmässig zu verlängern, dass  nach  dem  Gesagten  das  in  der  Rechtsmitteleingabe  im  Zusammenhang mit der Nichtabgabe von Reise­ oder  Identitätspapieren  Vorgebrachte  keine  Änderung  bewirkt  und  als  unbehelflicher  Erklärungsversuch zu qualifizieren ist, dass  sodann  im  vorliegenden Fall  aufgrund  der Aktenlage, wie  sie  sich  nach  der  Direktanhörung  vom  15.  August  2011  präsentierte,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden  konnte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und  ebenso  offenkundig  stünden  einem  Vollzug  der  Wegweisung  keine  Hindernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c  AsylG;  vgl.  BVGE  2007/8 E. 5.5 und 5.6), dass  hinsichtlich  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  ergänzend  auf  die Rechtsprechung zu verweisen ist, dass  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  8.  Dezember  2009  festgehalten  wurde,  dass  als  "Wegweisungshindernisse"  nach  Art.  32  Abs. 3 Bst. c AsylG nur Hindernisse gelten, die sich auf die Zulässigkeit  des  Vollzugs  auswirken  können,  nicht  aber  solche,  welche  die  Zumutbarkeit oder Möglichkeit des Vollzugs betreffen (BVGE 2009/50 E.  5­8), dass  aus  den  vom  Beschwerdeführer  anlässlich  der  direkten  Bundesanhörung  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  (A  37  S.  12)  indes  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  von  ganz  aussergewöhnlichen  Umständen  zu  entnehmen  sind,  unter  denen  sich  Gesundheitsprobleme  auf  die  Zulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  auswirken können, dass  diese  Abklärungen  die  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs betreffen und demnach unter dem Blickwinkel von  Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht relevant sind, dass  im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen wiederum auf die  zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. daselbst,  Ziff. I/2 S. 4) zu verweisen ist,

D­4692/2011 dass die Entgegnungen in der Beschwerde die Gesuchsbegründung des  Beschwerdeführers nicht in einem anderen Licht erscheinen lassen, dass  die  Vorhalte  des  BFM  zur  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  einer  Überprüfung  durch  das  Bundesverwaltungs­ gericht standhalten, dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  zum  einen  lediglich  den  Sachverhalt  wiederholt  und  zum  anderen  durch  eine  nachträgliche  Anpassung  versucht,  die  diversen  ihm  vorgeworfenen  Unstimmigkeiten  unter  anderem  auch  mit  der  Berufung  auf  Missverständnisse als plausibel darzustellen, dass  für  die  namhaften  in  der  angefochtenen  Verfügung  aufgezeigten  Divergenzen  vor  dem  Hintergrund  des  geltend  gemachten  (einschneidenden) Sachverhalts, welcher bei  ihm derart massive Ängste  vor  künftigen  nachteiligen Massnahmen  hervorgerufen  haben  soll,  dass  er  für  sich nur  noch den Ausweg  in  der Flucht  ausser  Landes gesehen  haben  will,  keine  überzeugenden  Erklärungen  gefunden  werden, mithin  die  ihm  vom  BFM  vorgehaltenen  Unglaubhaftigkeitselemente  weder  entkräftet noch beseitigt werden, dass  an  dieser  Feststellung  auch  die  Hinweise  auf  verschiedene  Publikationen (Country of Origin  Information Report sur  le Nigéria du 13  novembre  2007  du  UK  Border  Agency;  Rapport  du  Congressional  Research Service, Nigeria: Elections and Issues of Congress du 1er avril  2011; Ausschnitte aus Berichten von Human Rights Watch und SFH über  das  Justizsystem  in  Nigeria)  keine  Änderung  der  angefochtenen  Verfügung  bewirken,  da  ihnen  mangels  konkret  auf  die  Person  des  Beschwerdeführers  bezogenen  Ausführungen  sowie  teils  mangels  Aktualitätsbezug  beweisrechtlich  keine weitere  Bedeutung  beizumessen  ist respektive der Beschwerdeführer aus ihnen nichts zu seinen Gunsten  ableiten kann, dass er ausserdem die Verständigung mit den Dolmetschern  jeweils als  gut  (A  1  S.  2  und  12;  A  37  S.  1)  bezeichnete  und  die  Richtigkeit  und  Vollständigkeit  (Bundesanhörung)  der  entsprechenden  Anhörungsprotokolle  unterschriftlich  bestätigte,  weshalb  er  sich  bei  seinen Aussagen zu behaften lassen hat, dass dieser Umstand insbesondere noch dadurch an Gewicht erfährt, als  dass  die  an  der  Anhörung  anwesende  Hilfswerkvertreterin  keinerlei 

D­4692/2011 Einwände anzumelden beziehungsweise weitere Abklärungen anzuregen  hatte, dass  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  –  wie  oben  bereits  erwähnt –  demnach  als  richtig  und  vollständig  festgestellt  zu  gelten  hat,  weshalb  sich  der  Einwand  in  der  Beschwerde  (Ziff.  22,  S.  5)  gemäss  Rechtsprechung als verfehlt erweist (vgl. EMARK 1994 Nr. 13), dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,  dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  i.V.m.  Art. 32  Abs. 3  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9;  EMARK 2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der  strikte  Beweis  möglich  ist  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser  [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

D­4692/2011 dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser  massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im  Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer im Heimat­ oder Herkunftsland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaat  des  Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass  in  den  Akten  auch  nichts  darauf  hindeutet,  der  Beschwerdeführer  geriete  im  Falle  der  Rückkehr  in  die  Heimat  aus  individuellen Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende Situation, dass es sich hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  rechtfertigt,  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen,  auf  die  zutreffenden Ausführungen  des BFM  in  seiner 

D­4692/2011 Vernehmlassung  vom  27.  September  2011  zu  verweisen,  wozu  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  Replikrechts  keine  Stellung nahm, dass aufgrund der ausgezeichneten Schulbildung (vgl. A 1 S. 3) und den  seit  seiner  Landesabwesenheit  gesammelten  Erfahrungen  davon  auszugehen ist, er bringe gute Voraussetzungen mit, um in seiner Heimat  aus eigenen Kräften ein Auskommen zu finden, dass  unter  diesen  Aspekten  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers nach Nigeria als zumutbar zu erachten ist, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ­ 515), dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung zu bestätigen ist, dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem  Beschwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass der Beschwerdeführer indes gemäss den vorliegenden Akten aktuell  nicht erwerbstätig  ist und somit davon ausgegangen werden kann, dass  er prozessual bedürftig ist, dass  gleichzeitig  die  Beschwerdebegehren  als  im  Zeitpunkt  der  Einreichung als nicht aussichtslos bezeichnet werden müssen, dass  demnach   das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG  gutzuheissen  und  auf  die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist,

D­4692/2011 dass trotz Unterliegens des Beschwerdeführers demzufolge keine Kosten  aufzuerlegen sind. (Dispositiv nächste Seite)

D­4692/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65  Abs. 1 VwVG) wird gutgeheissen. 3.   Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Contessina Theis Alfred Weber Versand:

D-4692/2011 — Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-4692/2011 — Swissrulings