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Bundesverwaltungsgericht 05.08.2011 D-4298/2011

5 août 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,033 mots·~5 min·2

Résumé

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 26. Juli 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4298/2011 Urteil   v om   5 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;   Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), Eritrea,  (…),   Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 26. Juli 2011 / N (…).

D­4298/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführenden  Eritrea  eigenen  Angaben  zufolge  im  Jahre  2009  beziehungsweise  am  1. Mai  2010  verliessen  und  am  5.  Oktober 2010 in der Schweiz erstmals um Asyl nachsuchten, dass  das  BFM  auf  die  ersten  Asylgesuche  mit  Verfügung  vom  9.  November 2010 gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom  26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat, die Beschwerdeführenden  aus  der  Schweiz  nach  Italien  wegwies  und  diese  verpflichtete,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  eine  gegen  diese  Verfügung  gerichtete Beschwerde vom 16. November 2010 mit Urteil D­8018/2010  vom 24. November 2010 abwies, dass  die  Beschwerdeführenden  am  9.  März  2011  nach  Italien  ausgeschafft wurden, dass  die  Beschwerdeführenden  am  6.  April  2011  von  Italien  aus  in  die  Schweiz  zurückkehrten  und  gleichentags  zum  zweiten  Mal  um  Asyl  nachsuchten, dass  die  Beschwerdeführerin  bei  der  Befragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  Vallorbe  vom  11.  April  2011  geltend  machte,  man  habe  ihr bei  ihrer Rückkehr nach Italien geraten, nach Sizilien zu gehen  und dort ein Asylgesuch zu stellen, dass sie den italienischen Behörden gesagt habe, sie wolle dies nicht, dass sie nicht wolle, dass  ihr Sohn  in  Italien aufwachse, und sie zudem  an Diabetes leide, dass sie zuerst  in einem Camp gewesen sei, dieses aber verlassen und  danach auf der Strasse gelebt habe, dass sie nicht nach Italien zurückkehren wolle, da die Migranten in Italien  viel leiden müssten und man ihren Sohn habe stehlen wollen, dass  sie  in  Italien  keinen  Zugang  zu  den  von  ihr  benötigten  Medikamenten habe,

D­4298/2011 dass das BFM die Beschwerdeführerin am 3. Juni 2011 aufforderte, bis  zum 23. Juni 2011 einen ärztlichen Bericht einzureichen, dass  dem  BFM  am  9.  Juni  2011  ein  vom  gleichen  Tag  datierender  Arztbericht übermittelt wurde (act. B14/5), dass das BFM am 28. Juni 2011 an Italien ein Ersuchen um Übernahme  der Beschwerdeführenden  im Sinne  von Art.  10 Abs.  2  der Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  [Dublin­II­ Verordnung] zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist, stellte (act. B15/5), dass  die  italienischen  Behörden  jedoch  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum Übernahmeersuchen keine Stellung nahmen, dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  26.  Juli  2011  –  eröffnet  am  28.  Juli  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  zweiten  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  vom  6.  April  2011  nicht  eintrat,  die Wegweisung nach Italien verfügte, die Beschwerdeführenden – unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  C._______  verpflichtete,  die  Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  den  Beschwerdeführenden  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  aushändigte,  und  feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  habe  keine  aufschiebende Wirkung, dass  das  BFM  festhielt,  die  Beschwerdeführenden  hätten  gemäss  Abgleich  ihrer  Fingerabdrücke  mit  der  Zentraleinheit  Eurodac  am  17.  September 2010 in Italien um Asyl nachgesucht, dass  die  italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum  Übernahmeersuchen  des  BFM  keine  Stellung  bezogen  hätten,  weshalb  gemäss  dem  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen, SR  0.142.392.689)  und Art.  20 Abs.  1 Bst.  c Dublin­II­VO die Zuständigkeit 

D­4298/2011 für  das  Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  am  13.  Juli  2011  an  Italien  übergegangen sei, dass  die  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  im  Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs  die  Zuständigkeit  Italiens  nicht  zu  widerlegen  vermöchten, dass die Tatsache, wonach die Beschwerdeführerin einen Sohn habe und  unter Diabetes leide, schon während ihres ersten Asylverfahrens bekannt  gewesen sei, dass dem zweiten Asylgesuch keine neuen Fakten zu entnehmen seien, dass  die  Beschwerdeführerin  dem  Rat  der  italienischen  Behörden,  ein  Asylgesuch  einzureichen,  nicht  gefolgt  sei,  weshalb  der Umstand,  dass  sie  keinen  Zugang  zu  Medikamenten  gehabt  habe,  nicht  dem  italienischen Staat angelastet werden könne, dass  jedenfalls  nicht  ersichtlich  sei,  dass  sich  Italien  seinen  Verpflichtungen gegenüber der Beschwerdeführerin entziehen würde, dass  die  Überstellung  an  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung oder Verlängerung (Art. 19f Dublin­II­VO) – bis spätestens  am 13. Januar 2012 zu erfolgen habe, dass die Beschwerdeführenden gegen diese Verfügung mit Eingabe vom  3.  August  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und dabei beantragten, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben,  der  Vollzug  der  Wegweisung  sei  im  Sinne  einer  superprovisorischen  Wegweisung  zu  stoppen,  die  aufschiebende  Wirkung  sei  wiederherzustellen (recte: zu erteilen), das Asylgesuch sei zur materiellen  Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei festzustellen,  dass  der  Vollzug  unzumutbar  sei  und  das  BFM  anzuweisen,  ihren  weiteren  Aufenthalt  nach  den  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme zu regeln, und es sei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege zu  bewilligen sowie von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen, dass  für  die  Begründung  der  Beschwerde  auf  die  Akten  zu  verweisen  und, soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  4.  August  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

D­4298/2011 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  und  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 52  VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde,

D­4298/2011 dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  sich  die  Beschwerdeführenden  eigenen  Angaben  zufolge  vom  August 2010 bis zum 5. Oktober 2010 und vom 9. März 2011 bis zum 6.  April 2011 in Italien aufhielten (act. A1/8 S. 5 f. und B5/8 S. 4 ff.), dass  im  Weiteren  angesichts  des  Umstands,  wonach  die  italienischen  Behörden  es  unterliessen,  sich  innert  Frist  zu  einer  Übernahme  der  Beschwerdeführenden vernehmen zu lassen, davon auszugehen ist, dem  Ersuchen  des  BFM  vom  28.  Juni  2011  sei  zugestimmt  worden (Art. 18 Abs. 7 Dublin­II­VO), dass  das  BFM  bei  dieser  Sachlage  zu  Recht  von  der  Zuständigkeit  Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens ausging, dass  diese  Zuständigkeit  im  Rahmen  des  ersten  Asylverfahrens  der  Beschwerdeführenden  sowohl  vom  BFM  als  auch  vom  Bundesverwaltungsgericht  bejaht  wurden  und  diese  keine  veränderte  Sachlage  geltend  machten,  die  es  rechtfertigen  würde,  eine  von  der  bisherigen Würdigung abweichende Beurteilung vorzunehmen, dass  in  der  Beschwerde  umfangreich  auf  mannigfache  Probleme  für  Asylsuchende, die sich in Italien aufhalten, hingewiesen wird, dass die Beschwerdeführerin allerdings der Empfehlung der italienischen  Behörden, in Italien ein Asylgesuch einzureichen (und sich registrieren zu  lassen), nicht gefolgt ist und somit den Umstand, dass ihr keine staatliche  Hilfe zuteilwurde, selbst zu verantworten hat, dass sie offenbar auch der Verfügung des BFM vom 9. November 2010  und dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. November 2010,  in  denen  ihr  unmissverständlich  die  Zuständigkeit  Italiens  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  mitgeteilt  wurde,  keine Beachtung schenkte, und nur einen Monat nach ihrer Ausschaffung  aus der Schweiz wieder hierher zurückkehrte, dass  den  italienischen  Behörden  im  vorliegenden  Fall  jedenfalls  nicht  vorgeworfen werden kann, sie hätten ihre Verpflichtungen gegenüber den  Beschwerdeführenden nicht Rechnung getragen,

D­4298/2011 dass die in der Beschwerde geäusserten Einwände an der Zuständigkeit  Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens nichts ändern und auch  keinen Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3  Abs. 2 Dublin­II­Verordnung, Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV  1,  SR  142.311])  begründen, dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der  Schweiz  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­Verordnung)  ersichtlich  sind,  zumal  Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  EMRK  und  des  Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105)  ist,  und  sich  aus  den Akten  keine  konkreten Hinweise  ergeben,  wonach  Italien  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten  würde, dass  demzufolge  –  entgegen  anderslautender  Befürchtung  der  Beschwerdeführenden  –  nicht  davon  auszugehen  ist,  die  italienischen  Behörden würden  sie  direkt  in  ihr Heimatland überstellen und  sie  damit  allenfalls  einer  gegen  Art.  3  EMRK  verstossenden  unmenschlichen  Behandlung aussetzen, ohne zuvor ihr Asylgesuch zu prüfen, dass die Beschwerdeführerin sich vielmehr an die italienischen Behörden  zu wenden hat,  die  damit  die Möglichkeit  haben,  sich um sie  und  ihren  Sohn gebührend zu kümmern und das Asylverfahren durchzuführen, dass sie hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Probleme die Möglichkeit hat,  sich  an  die  dafür  zuständigen  Behörden  beziehungsweise  karitativen  Organisationen zu wenden, dass  auch  die  in  der  Beschwerde  vertretene  Auffassung,  eine  Überstellung  nach  Italien  verstosse  gegen  das  Kindeswohl,  nicht  zu  überzeugen vermag, da  Italien vorliegend keine konkreten Verfehlungen  gegenüber den Beschwerdeführenden angelastet werden können und der  bald  fünf­jährige  Sohn  der  Beschwerdeführerin  wohl  ausschliesslich  an  sie gebunden ist und somit vor allem ihrer Betreuung bedarf, dass  es  somit  an  der  Beschwerdeführerin  liegt,  ihre  Verantwortung  gegenüber  ihrem  Sohn  wahrzunehmen  und  mit  den  italienischen 

D­4298/2011 Behörden zu kooperieren, damit für beide eine möglichst gute Betreuung  organisiert werden kann, dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu  Recht  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs.  1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), dass eine entsprechende Prüfung – soweit notwendig – vielmehr bereits  im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss, dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach  Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass mit dem Urteil in der Hauptsache die Gesuche um Anordnung einer  superprovisorischen Massnahme, Erteilung der aufschiebenden Wirkung  der Beschwerde und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses  gegenstandslos geworden sind, dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aussichtslos  erweist,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der 

D­4298/2011 unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  unbesehen  einer allfälligen Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­ (Art. 1  ­  3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­4298/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  abgewiesen. 3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Hans Schürch Christoph Basler Versand:

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