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Bundesverwaltungsgericht 26.08.2011 D-4026/2009

26 août 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,046 mots·~5 min·3

Résumé

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. Mai 2009

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4026/2009/sed Urteil   v om   2 6 .   Augus t   2011   Besetzung Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), Maurice Brodard  und Thomas Wespi; Gerichtsschreiber Daniel Merkli. Parteien A.______ geboren am (…), Gambia, vertreten durch Berner Rechtsberatungsstelle für  Menschen in Not, Dr. iur. Regula Gerber Jenni,  Fürsprecherin, Eigerplatz 5, 3007 Bern Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Vollzug der Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 20. Mai 2009 / N_______

D­4026/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer  am  15.  Januar  2009  im  B.______  ohne  Einreichung von Identitätsdokumenten um Asyl nachsuchte,  dass er geltend machte, "etwas mehr als 15­jährig" (vgl. BFM­Protokoll  A4 S. 1) und damit noch minderjährig zu sein, dass  im B._______ am 23. Januar 2009 die Erstbefragung und am 6.  April 2009 –  im Beisein seiner Rechtsvertreterin – beim BFM in Bern­ Wabern  eine  ergänzende  Bundesanhörung  nach  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) stattfand,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  dieser  Anhörungen  zur  Begründung seines Asylgesuches  im Wesentlichen angab,  sein Vater  C._______  habe  als  Journalist  der  Zeitung  D._______  Artikel  geschrieben,  sei  am  1.  Februar  2006  festgenommen  worden  und  seither unbekannten Aufenthalts,  dass Angehörige des gambischen Geheimdienstes E.______ nach der  Festnahme  mehrere  Male  nach  Hause  gekommen  seien  und  von  seiner  Mutter  –  nach  Drohung  schliesslich  erfolgreich  –  die  Herausgabe der Dokumente für das Haus verlangt hätten, dass  sich  der  Beschwerdeführer  im  August  2008  bei  einem  Freund  seines Vaters namens F.______  in G._______  in Sicherheit  gebracht  habe  und  seine  aus  Guinea  stammende  Mutter  nach  Guinea  gereist  sei, dass  er  sich  auf  Anraten  von  F.______  nach Senegal  begeben  habe  und  von  dort  mit  dem  Schiff  nach  Spanien  und  mit  dem  Zug  in  die  Schweiz  gelangt  sei,  wobei  er  die  Reise  ohne  Reisedokumente  bewältigt habe, dass  das BFM mit  Entscheid  vom  20. Mai  2009  das Asylgesuch  des  Beschwerdeführers vom 15. Januar 2009 wegen Unglaubhaftigkeit der  geltend  gemachten  Vorbringen  abwies,  dessen  Wegweisung  anordnete  und  den  Vollzug  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtete, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom  23. Juni 2009 an das Bundesverwaltungsgericht eine auf den Vollzug 

D­4026/2009 der  Wegweisung  beschränkte  Beschwerde  einreichte  und  dabei  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  unter  anderem  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  um Verzicht  auf  das  Erheben eines Kostenvorschusses ersuchte, dass  mit  Verfügung  des  H._______  vom  28. Mai  2009  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  als  dessen  Beiständin  eingesetzt wurde,  dass  der Beschwerdeführer mit Strafmandat  vom  (…)  vom  I._______  wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Anstalten treffen  zum  Verkauf  von  Marihuana,  Handel  mit  Marihuana,  Erwerb,  Besitz  und  Konsum  von  Marihuana,  begangen  am  (…)  in  Bern)  zu  einer  Busse von Fr. 150.­ verurteilt wurde, dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  3. Juli  2009  antragsgemäss  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses verzichtete mit dem Hinweis, über das Gesuch um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs. 1 VwVG werde im Endentscheid befunden,  dass  das  BFM  in  seiner  Vernehmlassung  vom  14.  Juli  2009  die  Abweisung der Beschwerde beantragte, dass  die  Rechtsvertreterin  in  ihrer  Replik  vom  27.  Juli  2011  insbesondere  zur  Argumentation  des  BFM  hinsichtlich  der  Straffälligkeit des Beschwerdeführers Stellung bezog, und zieht in Erwägung, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM entscheidet,  ausser  bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art.  105  Abs.  1  AsylG  i.V.m.  Art.  31  –  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17  Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),

D­4026/2009 dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG sowie 48  Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  1  AsylG  und  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG sowie Art. 52 VwVG), dass  sich  die  Beschwerde  vom  23.  Juni  2009  nur  gegen  die  Anordnung  des  Vollzugs  der  Wegweisung  richtet,  weshalb  die  Verfügung  des BFM  vom  20. Mai  2009  in Rechtskraft  erwachsen  ist,  soweit sie die Fragen des Asyls und der Flüchtlingseigenschaft betrifft,  und auch die Wegweisung als solche nicht mehr zu überprüfen ist, dass deshalb zu prüfen bleibt, ob der Vollzug des Beschwerdeführers  als zulässig, zumutbar und möglich zu erachten ist, dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung  von Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass, ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder  nicht  möglich,  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrecht­ liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder  des  Ausländers  in  den Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen Drittstaat  entge­ genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  die  Verneinung  der  Flüchtlingseigenschaft  rechtskräftig  festgestellt  ist  und  somit  das  in  Art.  5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  vorliegend  keine  Anwendung  findet, 

D­4026/2009 dass  gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101),  Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder Strafe  (FoK, SR 0.105) und der Praxis  zu Art.  3 der Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung  unterworfen werden darf, dass aufgrund der  vom BFM mit  überzeugender Argumentation – auf  welche  die  Beschwerdeschrift  keinen  Bezug  nimmt  –  als  nicht  glaubhaft  erachteten  Vorbringen,  als  angeblicher  Sohn  des  Journalisten  C.______Behelligungen  seitens  der  gambischen  Sicherheitsbehörden  zu  fürchten,  keine  Anhaltspunkte  darauf  bestehen,  dieser  werde  bei  einer  Rückkehr  nach  Gambia  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt,  dass  auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Gambia  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht  als  unzulässig  erscheinen lässt, dass  somit  der  Wegweisungsvollzug  im  Sinne  der  völkerrechtlichen  Bestimmungen zulässig ist, dass  in  der  Beschwerdeschrift  geltend  gemacht  wird,  die  Vorinstanz  habe  sich über  die  von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze  zur  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  von  unbegleiteten  minderjährigen  Asylsuchenden  (vgl.  EMARK  1998  Nr.  13)  hinweggesetzt,  indem  sie  nicht  konkret  abgeklärt  habe,  ob  der  Beschwerdeführer  bei  einer  Rückkehr  in  seinen  Heimatstaat  von  Familienangehörigen  oder  von  einer  Behörde  oder  Institution,  die  in  der  Lage  sei,  dem  Beschwerdeführer  bei  seiner  Ankunft  weiterzuhelfen, in Empfang genommen werde,  dass  dem Beschwerdeführer  angesichts  der  allgemeinen  schwierigen  Situation  der  Kinder  und  Jugendlichen  in  Gambia  eine  Rückkehr  in  seinen  Heimatstaat  nicht  zuzumuten  sei,  sollten  die  Asylbehörden  nicht  gewährleisten  können,  dass  bei  seiner  Rückkehr  in  Gambia  seinem Alter entsprechend untergebracht und versorgt werde,

D­4026/2009 dass  es  hierzu  festzuhalten  gilt,  dass  der  Beschwerdeführer  bis  zum  heutigen  Zeitpunkt  keine  rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente  eingereicht  hat,  weshalb  seine  wahre  Identität  und  somit  auch  die  Angabe  im Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuches, "etwas mehr  als  15  Jahre  alt"  –  und  damit  auch  zum  heutigen  Zeitpunkt mit  zirka  siebzehneinhalb  Jahren  noch  knapp  minderjährig  zu  sein  –  nicht  zweifelsfrei feststehen, dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zwar  von  der  Minderjährigkeit des Beschwerdeführers ausging, indessen gleichzeitig  festhielt,  dass  dieser  "nicht  mehr  in  einem  Alter  sei,  in  dem  er  der  ständigen  Unterstützung  und  Betreuung  Erwachsener  bedürfe",  eine  Einschätzung, die durch die Tatsache, dass er alleine vom Heimatstaat  in die Schweiz gereist sei, gestützt werde,  dass es  indessen zu berücksichtigen gilt,  dass der Beschwerdeführer  im  Zeitpunkt  des  Entscheides  eigenen  Angaben  zufolge  zirka  fünfzehneinhalb  Jahre  alt  war  und  damit  nicht  über  die  Reife  und  Selbständigkeit eines Erwachsenen verfügen konnte,  dass  er  jedoch  zum heutigen Zeitpunkt mit  ungefähr  siebzehneinhalb  Jahren  nahezu  über  die  Erfahrung  und  Selbstständigkeit  eines  Erwachsenen  verfügt,  was  bei  der  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs von gewichtiger Bedeutung ist,  dass  nämlich  vom  BFM  nur  insoweit  vorgängig  geeignete  Massnahmen  hinsichtlich  der  Rückkehr  des  unbegleiteten  Minderjährigen  in  ein  hinreichend  unterstützendes  Umfeld  vorzunehmen  sind,  als  dies  in Anbetracht  des Alters  des Betroffenen  erforderlich erscheint (vgl. EMARK 1998 Nr. 13), dass  im  Weiteren  ­  wie  vom  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  festgehalten  ­  die  behördliche  Aufklärungspflicht  durch  die  Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden begrenzt wird,  dass demnach auch der unbegleitete Minderjährige die Pflicht hat, an  der  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  mitzuwirken  (Art. 8  Abs.  1  AsylG)  und  nach  der  Bestimmung  von  Art.  8  des  Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR  210)  bei  pflichtwidriger  Unterlassung  der  zumutbaren  Mitwirkung  die  Folgen  der  Beweislosigkeit  in  Bezug  auf  die  unter  dem  Aspekt  des 

D­4026/2009 Kindeswohls  gegebenenfalls  zu  berücksichtigenden  Tatsachen  zu  tragen hat, dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner  individuellen und  familiären  Situation  im  Heimatstaat  und  den  Reiseumständen  auffallend unbestimmt und realitätsfremd ausgefallen sind, dass der Beschwerdeführer, wie bereits festgehalten, ohne stichhaltige  Begründung  bis  heute  keine  rechtsgenüglichen  Identitätsdokumente  eingereicht hat, dass  es  vor  diesem  Hintergrund  den  Asylbehörden  im  Rahmen  des  Untersuchungsgrundsatzes  (Art.  12  VwVG)  nicht  möglich  war,  im  Heimatstaat des Beschwerdeführers Abklärungen ­ auch  in Bezug auf  die  im  Rahmen  des  Kindeswohls  zu  berücksichtigenden  Aspekte  ­  vorzunehmen, dass  schliesslich  in  der  Beschwerdeschrift  –  ohne  die  Einschätzung  der  Vorinstanz  zu  widerlegen  –    lediglich  die  als  unglaubhaft  erachteten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  wiederholt  und  ohne  konkreten  Bezug  auf  den  Beschwerdeführer  bloss  allgemeine  Ausführungen zur Situation  von Kindern und Jugendlichen  in Gambia  gemacht werden,  dass daher keine genügend konkreten Anhaltspunkte dafür bestehen,  der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat  in  eine  existenzielle  Notlage,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  unter  Berücksichtigung  des  Kindeswohls  als  zumutbar  zu  erachten ist, dass sich  im Weiteren der Vollzug der Wegweisung auch als möglich  im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG erweist, dass bei dieser Sachlage kein Anlass besteht, die Sache zur erneuten  Abklärung  des  Sachverhalts  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  weshalb der entsprechende Eventualantrag abzuweisen ist,  dass  der  Wegweisungsvollzug  somit  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich im Sinne von Art. 83 AuG zu erachten ist, dass  die  angefochtene  Verfügung,  da  diese  weder  Bundesrecht  verletzt noch unangemessen  ist und der  rechtserhebliche Sachverhalt 

D­4026/2009 von der Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt wurde  (vgl. Art.  106 AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist, dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  3. Juli  2009  antragsgemäss  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses verzichtete mit dem Hinweis, über das Gesuch um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs. 1 VwVG werde im Endentscheid befunden, dass die auf den Vollzug der Wegweisung beschränkte Beschwerde im  Zeitpunkt  der  Einreichung  nicht  aussichtslos  erschien  und  der  Beschwerdeführer  mit  Fürsorgebestätigung  vom  23.  Juni  2009  seine  Bedürftigkeit, von welcher nach wie vor auszugehen ist, nachgewiesen  hat,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen ist, dass somit keine Verfahrenskosten erhoben werden. (Dispositiv nächste Seite)

D­4026/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.  2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.  3.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4.  Dieses Urteil geht an die Rechtsvertreterin, das BFM und die zuständige  kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Daniel Merkli Versand

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