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Bundesverwaltungsgericht 22.07.2011 D-3856/2011

22 juillet 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·931 mots·~5 min·2

Résumé

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 16. Mai 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­3856/2011/sed Urteil   v om   2 2 .   Juli   2011 Besetzung Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), Richterin Jenny de Coulon Scuntaro, Richter Hans Schürch, Gerichtsschreiber Martin Scheyli Parteien A._______ B._______, geboren [...], Eritrea,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,  Vorinstanz Gegenstand Einreisebewilligung und Asyl;  Verfügung des BFM vom 16. Mai 2011

D­3856/2011 Sachverhalt: A.  Der  Beschwerdeführer  ist  eritreischer  Staatsbürger  und  stammt  aus  C._______  (Region  Anseba).  Am  21.  Oktober  2009  reiste  er  gemäss  seinen eigenen Angaben in den Sudan aus, wo er seither lebt.  B.  Mit  Schreiben  vom  22. Januar  2010 wandte  sich  der  Beschwerdeführer  an  die  schweizerische  Botschaft  im  Sudan  (Khartum)  und  ersuchte  um  Asyl in der Schweiz. C.  Mit  Schreiben  vom  28. Juni  2010  teilte  das  Bundesamt  für  Migration  (BFM)  dem  Beschwerdeführer  mit,  aufgrund  einer  summarischen  Beurteilung seines Gesuchs seien seine Aussichten, eine Bewilligung zur  Einreise  in  die Schweiz  zu erlangen,  sehr  gering. Für  den Fall,  dass er  dennoch  an  seinem  Asylgesuch  festhalten  wolle,  wurde  der  Beschwerdeführer  aufgefordert,  bei  der  schweizerischen  Botschaft  in  Khartum eine entsprechende schriftliche Erklärung einzureichen.  D.  Mit  Eingabe  an  die  Botschaft  vom  29.  Juli  2010  teilte  der  Beschwerdeführer unter anderem mit, er halte an seinem Gesuch fest. E.  Mit  Schreiben  vom  29.  November  2010  forderte  das  BFM  den  Beschwerdeführer  auf,  sein  Gesuch  mit  detaillierten  Angaben  zu  den  geltend  gemachten  Asylgründen  zu  ergänzen  sowie  Beweismittel  und  Identitätspapiere einzureichen. F.  Mit  undatierter  Eingabe  an  die  Botschaft  (dortiger  Eingang  am  27. Dezember 2010) machte der Beschwerdeführer weitere Angaben zu  den Gründen seines Asylgesuchs. G.  Mit Verfügung vom 16. Mai 2011 verweigerte das BFM die Einreise des  Beschwerdeführers in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch ab. H.  Mit  Eingabe  an  die  schweizerische  Botschaft  in  Khartum  vom  26. Juni 

D­3856/2011 2011  focht  der  Beschwerdeführer  die  Verfügung  des  BFM  beim  Bundesverwaltungsgericht an. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Über  Beschwerden gegen Verfügungen,  die  gestützt  auf  das Asylgesetz  vom  26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das BFM erlassen worden sind,  entscheidet das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich  (mit Ausnahme  von Verfahren betreffend Personen, gegen die ein Auslieferungsersuchen  des Staates vorliegt, vor welchem sie Schutz suchen) endgültig (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  VGG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich  Missbrauch  und  Überschreitung  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 2.  2.1.  Im  vorinstanzlichen  Aktendossier  sind  weder  Angaben  dazu  enthalten, wann die Verfügung des BFM dem Beschwerdeführer zuging,  noch  liegt  eine  Empfangsbestätigung  vor.  Der  genaue  Zeitpunkt  der  Eröffnung der angefochtenen Verfügung steht somit nicht  fest.  Indessen  trägt  die  Beweislast  für  die  erfolgte  Zustellung  und  deren  Zeitpunkt  die  Behörde,  welche  die  Zustellung  veranlasst  hat  (vgl.  FELIX  UHLMANN/ALEXANDRA  SCHWANK,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG,  Zürich/Basel/Genf  2009,  Art.  34,  N  10).  Unter  der  Voraussetzung,  dass  die  vom  16.  Mai  2011  datierende  Verfügung  dem  Beschwerdeführer  erst  nach  dem  24.  Mai 2011 eröffnet wurde – was unter den gegebenen Umständen eines  Asylverfahrens  im  Ausland  plausibel  erscheint  –,  ist  die  30­tägige  Beschwerdefrist  eingehalten.  Ein  früheres  Eröffnungsdatum  ist  nach 

D­3856/2011 Aktenlage  nicht  nachgewiesen.  Somit  ist  im  vorliegenden  Fall  davon  auszugehen, dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist (Art. 108  Abs. 1 AsylG) erhoben worden ist. 2.2. Die  Beschwerde  ist  in  englischer  Sprache  und  somit  nicht  in  einer  Amtssprache  des  Bundes  abgefasst.  Auf  die  Ansetzung  einer  Frist  zur  Beschwerdeverbesserung  kann  indessen  aus  prozessökonomischen  Gründen  verzichtet  werden,  da  der  Eingabe  genügend  klare,  sinngemässe  Rechtsbegehren  und  deren  Begründung  zu  entnehmen  sind und ohne weiteres darüber befunden werden kann. 2.3. Die  Beschwerde  ist  somit  als  frist­  und  formgerecht  eingereicht  zu  erachten; der Beschwerdeführer ist legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art.  105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG sowie Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG).  Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten. 3.  Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wird  auf  die  Durchführung  des  Schriftenwechsels verzichtet. 4.  4.1. Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch  im Ausland bei  einer  schweizerischen  Vertretung  gestellt  werden,  welche  es mit  einem  Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). 4.2. Die schweizerische Vertretung führt mit der asylsuchenden Person in  der  Regel  eine  Befragung  durch  (Art.  10  Abs.  1  der  Asylverordnung 1  vom 11. August  1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]).  Ist  dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertretung  aufgefordert,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art. 10  Abs. 2  AsylV 1). Die  schweizerische Vertretung überweist  dem Bundesamt das  Befragungsprotokoll  oder  das  schriftliche  Asylgesuch  sowie  weitere  zweckdienliche  Unterlagen  und  einen  ergänzenden  Bericht,  der  ihre  Beurteilung des Asylgesuchs enthält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1). 4.3. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn  die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder  ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl. Art. 3,  Art. 7 und Art.  52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt  das  Bundesamt  Asylsuchenden  die  Einreise  zur  Abklärung  des  Sachverhaltes, wenn  ihnen nicht  zugemutet werden kann,  im Wohnsitz­  oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen.

D­3856/2011 4.4. Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer  Einreisebewilligung  grundsätzlich  restriktiv  zu  umschreiben,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum  zukommt.  Neben  der  erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die  Beziehungsnähe  zur  Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  der  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  (vgl.  Entscheidungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997  Nr. 15,  insbesondere  S. 131 ff.,  welcher  angesichts  bloss  redaktioneller  Änderungen bei der  letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor  Gültigkeit hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung  ist dabei die Schutzbedürftigkeit  der betroffenen Personen  (vgl. EMARK  1997  Nr. 15  E. 2c  S. 130),  mithin  die  Prüfung  der  Fragen,  ob  eine  Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der  Verbleib  am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung  zugemutet werden kann. 5.  5.1. Der Beschwerdeführer machte  im Rahmen  seiner Eingaben  an  die  schweizerische  Botschaft  in  Khartum  im  Wesentlichen  Folgendes  geltend:  Im  Juni  1996  sei  er  durch  das  eritreische  Regime  zum  Militärdienst  eingezogen  worden.  In  der  Folge  habe  er  gegen  seinen  Willen während rund dreizehn Jahren in unterschiedlichen Einheiten und  Funktionen der eritreischen Armee Dienst geleistet. Seine Gesuche, aus  dem  Militärdienst  entlassen  zu  werden,  seien  allesamt  erfolglos  geblieben. Lediglich alle zwei Jahre habe er die Erlaubnis erhalten, seine  Familie  zu  besuchen.  Da  er  sich  dagegen  gewehrt  habe,  dass  Minderjährige  zum  Militärdienst  eingezogen  worden  seien,  sei  er  mehrfach  inhaftiert  worden.  Aus  Verzweiflung  über  seine  endlose  Dienstpflicht  und  seine  schlechte  Behandlung  durch  die  Armee  sei  er  schliesslich am 21. Oktober 2009 desertiert und  in den Sudan geflohen.  Im Sudan sei er zwar durch das UNHCR als Flüchtling registriert worden.  Er könne dort jedoch nicht bleiben, da er fürchte, durch eritreische Spione  entführt  und  nach  Eritrea  zurückgeschafft  zu  werden.  Zu  dieser  Befürchtung trage bei, dass er im Flüchtlingslager einem Journalisten von  den Menschenrechtsverletzungen in Eritrea berichtet habe. Zudem werde  er  im Sudan durch die Polizei und Private diskriminiert und belästigt; so  sei  er  im Mai  2010  in  Khartum  grundlos während  dreier  Tage  inhaftiert  und erst nach Zahlung einer Geldsumme wieder freigelassen worden. Die 

D­3856/2011 Sicherheitslage  habe  sich  ausserdem  aufgrund  der  Sezession  des  Südsudan vom Staat Sudan verschlechtert.  5.2. Das BFM begründete die Verweigerung der Einreise  in die Schweiz  und die Ablehnung des Asylgesuchs  im Wesentlichen  folgendermassen:  Zwar  sei  aufgrund  der  gemachten  schriftlichen  Eingaben  darauf  zu  schliessen,  dass  die  Schwierigkeiten  des  Beschwerdeführers  mit  den  eritreischen Behörden asylrechtlich relevant seien. Indessen befinde sich  der Beschwerdeführer im Sudan, wo er durch das UNHCR als Flüchtling  registriert worden sei. Angesichts der Anwesenheit von ­  im Jahr 2009 ­  mehr als 160'000 eritreischen Flüchtlingen  im Sudan sei dabei die Lage  vor  Ort  nicht  als  einfach  zu  bezeichnen.  Es  bestünden  jedoch  keine  konkreten Anhaltspunkte für die Annahme, dass ein weiterer Verbleib des  Beschwerdeführers  im  Sudan  nicht  zumutbar  wäre.  Die  Gefahr,  durch  eritreische  Agenten  nach  Eritrea  verschleppt  zu  werden,  sei  als  sehr  gering  zu  bezeichnen,  zumal  der  Beschwerdeführer  kein  auffälliges  persönliches Profil aufweise. Das Vorbringen, dass er im Flüchtlingslager  einem  Journalisten  Auskünfte  gegeben  habe,  vermöge  daran  nichts  zu  ändern.  Bezüglich  der  geltend  gemachten  Schwierigkeiten  mit  den  sudanesischen  Behörden  sei  festzuhalten,  dass  Flüchtlinge  im  Sudan  nicht  über  ein  freies  Aufenthaltsrecht  im  gesamten  Land  verfügen  würden.  Vielmehr  seien  vom  UNHCR  registrierte  Flüchtlinge  einem  bestimmten  Flüchtlingslager  zugeteilt.  Es  sei  dem  Beschwerdeführer  zuzumuten, an diesen Ort zurückzukehren, wenn er  in Khartum mit den  Behörden Schwierigkeiten habe.  5.3.  In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  ist  zunächst  festzustellen,  dass  angesichts  der  geltend  gemachten  Desertion  aus  der  eritreischen  Armee  ­  die  als  solche  nicht  unglaubhaft  erscheint  ­  nicht  auszuschliessen ist, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach  Eritrea einer asylrelevanten Gefährdung ausgesetzt sein könnte. Jedoch  befindet sich der Beschwerdeführer heute im Sudan, was hinsichtlich der  bei einem  im Ausland gestellten Asylgesuch weiter zu prüfenden Frage,  ob  dem Beschwerdeführer  die  Aufnahme  in  einem Drittstaat  zugemutet  werden  kann,  zu  berücksichtigen  ist.  Im  Sudan  ist  er  gemäss  seinen  eigenen  Angaben,  die  mittels  Einreichung  einer  Kopie  eines  entsprechenden Ausweisdokuments belegt sind, seit Oktober 2009 durch  das  UNHCR  als  Flüchtling  registriert  und  verfügt  als  solcher  über  eine  temporäre  Aufenthaltsbewilligung.  Dabei  machte  er  zwar  verschiedene  Bedrohungen geltend, so die Gefahr einer Entführung nach Eritrea durch  eritreische Agenten, eine Diskriminierung durch sudanesische Behörden 

D­3856/2011 und  Privatpersonen  sowie  eine  Verschlechterung  der  Sicherheitslage  aufgrund  der  Sezession  des  Südsudan.  Diese  Vorbringen  sind  jedoch  nicht derart,  dass es als  für den Beschwerdeführer objektiv unzumutbar  erscheint,  den  im  Sudan  gegenüber  der  Verfolgungsgefahr  in  seinem  Heimatstaat  bestehenden  Schutz  weiterhin  in  Anspruch  zu  nehmen.  Diesbezüglich  ist  im Einzelnen  auf  die  Ausführungen  der  Vorinstanz  zu  verweisen,  die  im  Wesentlichen  als  zutreffend  zu  erachten  sind.  Ergänzend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Ausführungen  gegenüber  der  Vorinstanz  mit  anderen  Flüchtlingen  aus  Eritrea ­ unter  ihnen seine Ehefrau ­  in einem gemieteten Haus lebt und  zumindest gelegentlich als Hausangestellter arbeitet. Insofern ist es dem  Beschwerdeführer offensichtlich möglich, sich im Sudan auch ausserhalb  des  ihm  zugewiesenen  Flüchtlingslagers  eine  Unterkunft  und  ein  Einkommen zu verschaffen, wobei er auch auf die Unterstützung seiner  Ehefrau  und  der  mit  ihm  zusammenlebenden  Landsleute  wird  zählen  können.  Eine  Schutzgewährung  durch  die  Schweiz  aufgrund  einer  entsprechenden  Schutzbedürftigkeit  erscheint  somit  gestützt  auf  Art. 52  Abs. 2  AsylG  unter  Berücksichtigung  aller  wesentlichen  Umstände,  welche mit dem Aufenthalt des Beschwerdeführers im Sudan und seinem  dortigen Status  als  vom UNHCR  registrierter Flüchtling  verbunden  sind,  nicht als erforderlich. 5.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM zutreffend festgestellt  hat, der Beschwerdeführer sei nicht schutzbedürftig im Sinne des AsylG.  Unter diesen Umständen hat das Bundesamt zu Recht die Erteilung der  Einreisebewilligung verweigert und das Asylgesuch abgelehnt. 6.  Aus  den  angestellten  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  Beschwerde ist folglich abzuweisen. 7.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art. 63  Abs. 1  in  fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  indessen  auf  die  Erhebung der Verfahrenskosten zu verzichten.

D­3856/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  schweizerische Botschaft in Khartum. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Martin Scheyli Versand:

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