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Bundesverwaltungsgericht 07.04.2011 D-1957/2011

7 avril 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,292 mots·~6 min·2

Résumé

Nichteintreten auf Asylgesuch (Identitätstäuschung) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 23. März 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­1957/2011 Urteil   v om   7 .   Ap r i l   2011 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; Gerichtsschreiberin Regula Frey. Parteien A._______, geboren B._______ alias A._______, geboren C._______, Uganda, D._______ Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung  des BFM vom 23. März 2011 / N_______.

D­1957/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  sein  Heimatland  Uganda am 29. Januar 2011 verliess, auf dem Luftweg nach E._______  gelangte, seine Reise mit dem Zug fortsetzte und am 31. Januar 2011 in  die Schweiz gelangte, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte, dass  am  8.  Februar  2011  im  F._______  die  summarische  Befragung  stattfand, dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen geltend machte, nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2009  habe er ein Grundstück geerbt, worauf die Brüder seines Vaters versucht  hätten, ihn zu töten, dass diese Zauberei betreiben würden, weshalb er krank geworden sei,  dass  diese  Krankheit  seit  seiner  Anwesenheit  in  der  Schweiz  aber  nachgelassen habe, dass  das  BFM  am  10.  Februar  2011  eine  ärztliche  Knochenaltersbestimmung des Beschwerdeführers durchführen liess und  dieser gemäss dem vom gleichen Tag datierten medizinischen Bericht ein  Knochenalter von {…….} aufweise, dass  der  Beschwerdeführer  am  22.  Februar  2011  einer  ausführlichen  Anamnese durch den gleichen Experten unterzogen wurde, wobei dieser  in  seiner  Beurteilung  vom  1. März  2011  das  Ergebnis  der  Röntgenanalyse bestätigte, dass dem Beschwerdeführer zu diesem Abklärungsergebnis am 16. März  2011  das  rechtliche  Gehör  gewährt  wurde  und  er  dabei  am  geltend  gemachten Geburtsdatum festhielt, dass das BFM dem Beschwerdeführer am 17. März 2011 das rechtliche  Gehör  zu  einem  allfälligen  Nichteintretensentscheid  gewährte,  weil  er  keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere abgegeben und über sein Alter  getäuscht habe, dass das BFM mit Verfügung vom 23. März 2011 – eröffnet am 25. März  2011 –  in Anwendung  von Art.  32 Abs.  2 Bst.  b  des Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 

D­1957/2011 Beschwerdeführers  vom  31.  Januar  2011  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass  das  BFM  seinen  Nichteintretensentscheid  damit  begründete,  der  Beschwerdeführer  habe  im  Rahmen  des  Asylverfahrens  die  Behörden  über seine Identität getäuscht, dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  auf  die  geltende  Rechtsprechung  hinwies,  wonach  von  einer  Täuschungsabsicht  gesprochen werde, wenn die Differenz zwischen der Altersangabe eines  Gesuchstellers  und  derjenigen  der  Altersbestimmung  mittels  Handknochenanalyse drei Jahre, beziehungsweise dreieinhalb Jahre bei  Schwarzafrikanern, betrage, dass  die  Differenz  zwischen  dem  vom Beschwerdeführer  angegebenen  Alter  und  dem  vom  Experten  mittels  Handknochenanalyse  bestimmten  Alter mindestens {…….} betrage, dass,  nachdem die Expertise  von  einem Alter  von  {…….}  ausgehe,  die  erforderliche Zeitspanne von 3.5  Jahren Mindestdifferenz ohne weiteres  gegeben  seien,  womit  von  einer  Täuschungsabsicht  des  Beschwerdeführers ausgegangen werden könne, dass das BFM den Beschwerdeführer als volljährig betrachte,  dass  sein  anlässlich  des  ihm  zum  Befund  der  durchgeführten  Knochenalteranalyse gewährten rechtlichen Gehörs gemachter Einwand,  sein  Alter  von  seinem  Vater  erfahren  zu  haben,  das  Resultat  nicht  zu  entkräften vermöge, dass  aufgrund  der  vorstehenden  Ausführungen  feststehe,  der  Beschwerdeführer  habe  im  Rahmen  des  Asylverfahrens  die  Behörden  über seine Identität getäuscht, dass  somit  auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers  gemäss Art.  32  Abs. 2 Bst. b AsylG nicht einzutreten sei, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  sodann  zulässig,  zumutbar  und  möglich sei, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  31.  März  2011  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  erhob  und  dabei 

D­1957/2011 beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  die  vorinstanzliche Behörde anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten,  dass  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragt  wurde,  es  sei  die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  wieder  herzustellen  und  die  kantonalen  Vollzugsbehörden  seien  unverzüglich  anzuweisen,  von  Vollzugshandlungen einstweilen abzusehen,  dass er zudem um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne  von Art.  65 Abs.  1  des Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die  Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  4.  April  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art.  105 AsylG  i.V.m. Art. 31 ­ 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  vorab  die  Prozessfähigkeit  des  Beschwerdeführers  als  Sachurteilsvoraussetzung  von  Amtes  wegen  zu  prüfen  ist,  wobei  vorliegend  die  Fragen  der  Mündigkeit  und  der  Urteilsfähigkeit  beziehungsweise  Prozessfähigkeit  im  Vordergrund  stehen  (vgl.  dazu  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 3), dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Angaben  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdeerhebung  noch  nicht  G._______  und  damit  minderjährig  gewesen wäre, dass  er  seine  Altersangaben  indes  nicht  mit  amtlichen  Dokumenten  belegen konnte und auch die durchgeführte Handknochenanalyse gegen  die angebliche Minderjährigkeit spricht, dass  sich  aus  den  Akten  im  Übrigen  –  unabhängig  von  der  geltend  gemachten  Minderjährigkeit  respektive  der  vom  BFM  angenommenen  Volljährigkeit  –  in  keiner  Weise  Zweifel  an  der  Urteilsfähigkeit  des 

D­1957/2011 Beschwerdeführers  ergeben,  weshalb  nachfolgend  vom  Bestehen  der  Urteils­ und damit der Prozessfähigkeit auszugehen ist, dass eine urteilsfähige Person ferner höchstpersönliche Rechte auch bei  angenommener Unmündigkeit ausüben könnte, dass  das  Einreichen  eines  Asylgesuchs  und  die  Ergreifung  von  damit  zusammenhängenden  Rechtsmitteln  als  höchstpersönliche  Rechte  gelten,  weshalb  vorliegend  die  in  Frage  stehenden  Sachurteilsvoraussetzungen  unbesehen  der  Frage  des  genauen  Alters  des Beschwerdeführers zu bejahen sind, dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise Änderung  hat, weshalb  er  zur Einreichung  der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art.  48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37  VGG und Art. 52 VwVG), dass  der  Beschwerde  aufschiebende Wirkung  zukommt  (Art.  55 Abs.  1  VwVG)  und  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat  (Art. 55 Abs. 2 VwVG), dass  daher  auf  das  Eventualbegehren,  die  aufschiebende  Wirkung  sei  wiederherzustellen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide  praxisgemäss  auf  die  Überprüfung  der  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  die Beurteilungszuständigkeit  der Beschwerdeinstanz  somit  darauf  beschränkt  ist,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  die  weiterhin  massgebliche  Praxis gemäss EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

D­1957/2011 dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  sowie  deren  Vollzugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  einzig  diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  b  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  die  Behörden  über  ihre  Identität  täuschen  und  diese  Täuschung  aufgrund  der  Ergebnisse  der  erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht,  wobei  der  Begriff  der  Identität  Namen,  Vornamen,  Staatsangehörigkeit,  Ethnie,  Geburtsdatum,  Geburtsort  und  Geschlecht  des  Asylsuchenden  umfasst  (vgl. Art.  1a Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999  über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), dass somit die Altersangabe unter den Begriff der Identität fällt, dass  gestützt  auf  Art.  17  Abs.  3  Bst.  b  AsylG  unbegleiteten  minderjährigen  Asylsuchenden  bereits  für  die  Dauer  des  Aufenthalts  in  einem  Empfangs­  oder  Verfahrenszentrum  eine  Vertrauensperson  zugewiesen  werden  muss,  wenn  dort  entscheidrelevante  Verfahrensschritte durchgeführt werden, die über die Kurzbefragung nach  Art. 26 Abs. 2 AsylG hinausgehen, dass indessen die Prüfung des Alters vorfrageweise ohne die Ernennung  einer  Vertrauensperson  vorgenommen werden  kann  (vgl.  EMARK  2004  Nr. 30 E. 7.4), weshalb das BFM die Knochenaltersbestimmung zu Recht  in Auftrag gab, ohne vorher eine Vertrauensperson zu bestimmen, dass  es  aufgrund  der  Beweislastregelung  hinsichtlich  der  Identitätstäuschung und gemäss bisheriger Praxis (vgl. EMARK 2003 Nr.  27)  nicht  genügt,  die  gegenüber  den  schweizerischen  Behörden  geäusserten  Angaben  über  die  Identität  als  unwahrscheinlich  oder  unplausibel zu qualifizieren,

D­1957/2011 dass vielmehr die Falschheit der Angaben nachweislich feststehen muss,  weshalb  die  Behörde  vorliegend  den  Nachweis  der  Täuschung  des  Beschwerdeführers über seine Identität im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b  AsylG zu erbringen hat und vom Vorliegen einer  Identitätstäuschung  im  Sinne der genannten Nichteintretensbestimmung nur dann ausgegangen  werden  kann,  wenn  dies  aufgrund  der  vorhandenen  Beweismittel  ohne  vernünftige  Zweifel  feststeht  (vgl.  EMARK  2003  Nr.  27  E.  4a  und  dort  zitierte Urteile), dass  im  vorliegenden  Fall  die  durchgeführte  Knochenaltersbestimmung  vom 10. Februar 2011 beim Beschwerdeführer ein Knochenalter ergeben  hat, welches einem Alter von 19 Jahren oder mehr entspricht, dass  radiografische  Untersuchungen  des  Handknochens  einer  Person  zwar  nur  einen  beschränkten  Aussagewert  zur  Bestimmung  des  tatsächlichen Alters dieser Person aufweisen (vgl. dazu EMARK 2000 Nr.  19), dass  sich  diese  Aussagen  indessen  insbesondere  auf  die  Situation  beziehen, wonach das behauptete Alter  im Vergleich zum  festgestellten  Knochenalter  innerhalb  der  normalen  Abweichung  von  zweieinhalb  bis  drei Jahren liegt (vgl. EMARK 2000 Nr. 28 E. 5.a), dass  die  Handknochenanalyse  jedoch  gestützt  auf  die  bisherige  Rechtsprechung (vgl. EMARK 2005 Nr. 16 E. 2.3 und dort zitierte weitere  Praxis)  unter  bestimmten  Voraussetzungen  ­  nämlich  dann,  wenn  der  Unterschied  zwischen  dem  angegebenen  Alter  und  dem  festgestellten  Knochenalter  mehr  als  drei  Jahre  beträgt  ­  trotz  des  beschränkten  Aussagewertes  als  „anderes Beweismittel“  im Sinne  von Art.  32 Abs.  2  Bst. b AsylG gilt und damit die Identitätstäuschung belegen kann, dass aber gemäss nach wie vor geltender Praxis an solche "Gutachten"  zur Altersbestimmung gewisse formale und  inhaltliche Anforderungen zu  stellen sind (vgl. EMARK 2004 Nr. 31 E. 7), dass  die  durchgeführte  Analyse  den  von  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  stipulierten  und  vom  Bundesverwaltungsgericht übernommenen inhaltlichen Anforderungen an  Knochenaltersanalysen  insgesamt  weitgehend  zu  genügen  vermag  und  sich  insbesondere  auch  klarerweise  auf  die  Person  des  Beschwerdeführers bezieht,

D­1957/2011 dass  im vorliegenden Fall das BFM  in der angefochtenen Verfügung zu  Recht  feststellte, der Unterschied zwischen dem vom Beschwerdeführer  angegebenen Alter von (im Zeitpunkt der Analyse am 10. Februar 2011)  rund {…….} und dem festgestellten Knochenalter von {…….} sei grösser  als drei Jahre, dass die Knochenaltersbestimmung im Fall des Beschwerdeführers unter  den  vorliegenden  Umständen  als  Beweismittel  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 2 Bst. b AsylG tauglich ist und er demnach die Behörden über sein  Geburtsdatum getäuscht hat, dass  der  Beschwerdeführer  im Rahmen  des  ihm  gewährten  rechtlichen  Gehörs  zum  Ergebnis  der  Dokumentenanalyse  die  vorinstanzlichen  Schlussfolgerungen offensichtlich nicht zu widerlegen vermochte, dass  die  äusserst  knappen  und  rudimentären  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  an  diesem  Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen,  zumal darin zur  Identitätstäuschung beziehungsweise zum Ergebnis der  Handknochenanalyse nicht Stellung genommen wird, sondern lediglich in  pauschaler Art und Weise an der Wahrheit seiner Aussagen in Bezug auf  sein  Alter  festgehalten  wird,  ohne  indessen  in  substanziierter  und  detaillierter  Weise  zu  den  vorinstanzlichen  Erwägungen  Stellung  zu  nehmen, dass  ferner  die  Angabe  in  der  Beschwerde,  wonach  sich  die  angefochtene  Verfügung  auf  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  stütze,  offensichtlich aktenwidrig  ist  (die Verfügung des BFM stützt sich auf Art.  32  Abs.  2  Bst.  b  AsylG),  womit  die  diesbezüglichen  Erläuterungen,  welche  sich  in  keiner  Weise  mit  den  vorinstanzlichen  Erwägungen  befassen,  ebenfalls  zu  keiner  anderen  Betrachtungsweise  zu  führen  vermögen,  dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus der Schweiz zur Folge hat,  vorliegend die Beschwerdeführer weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  bestätigen  ist  (Art.  44  Abs.  1  AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

D­1957/2011 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass  auf  Beschwerdeebene  erstmals  geltend  gemacht  wird,  bei  einer  Rückkehr  nach  Uganda  würde  dem  Beschwerdeführer  Haft  und  im  schlimmsten Fall die Todesstrafe drohen, weil die ugandischen Behörden  glauben  würden,  er  sei  homosexuell,  da  einige  seiner  Freunde  homosexuell seien, dass es sicher ein grosser Fehler gewesen sei, dass er diese Gründe bei  der Befragung nicht angegeben habe, dass  diese  erstmals  auf  Beschwerdeebene  geltend  gemachten  Vorbringen als nachgeschoben und als unbeholfener Erklärungsversuch  zur Verhinderung eines drohenden Wegweisungsvollzugs zu qualifizieren  sind,  insbesondere  da  der  Beschwerdeführer  die  Wahrheit  seiner  gemachten  Angaben  unterschriftlich  bestätigte  und  anlässlich  des  ihm  gewährten  rechtlichen Gehörs am 17. März 2011 explizit  erklärte, wenn  er  die  Schweiz  zu  verlassen  hätte,  mache  ihn  dies  nicht  glücklich,  es  gebe aber  keine  anderen Gründe,  die  gegen eine  allfällige Rückkehr  in  sein Heimatland sprechen würden (vgl. A 4/12, S. 9, und A 14/2, S. 1),  dass  sich  aus  den  Akten  keine  Anhaltspunkte  ergeben,  aufgrund  derer  allenfalls  zu  schliessen  wäre,  das  Bundesamt  habe  den  Vollzug  der  Wegweisung  in  Verletzung  der  landes­  und  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  der  Schweiz,  insbesondere  der  Bestimmung  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101),  als  zulässig  bezeichnet, dass  es  nicht  Aufgabe  der  Asylbehörden  ist,  bei  fehlenden  Hinweisen  seitens  des  Beschwerdeführers  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  zu  forschen,  falls  dieser  –  wie  vorliegend –  seiner  Mitwirkungs­  und  Wahrheitspflicht  nicht  nachkommt  und  die  Behörden  zu  täuschen  sucht  (vgl.  EMARK  2004  Nr.  30  E.  9.2  S.  217,  EMARK  2005  Nr.  1),  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  als  unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu bezeichnen ist,

D­1957/2011 dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers auch möglich  ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und  es  dem  Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist, dass  aufgrund  der  voranstehenden  Erwägungen  die  Beschwerdebegehren  als  aussichtslos  erscheinen,  womit  es  an  den  materiellen  Voraussetzungen  zur  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung fehlt, dass  somit  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet einer allfälligen  Bedürftigkeit des Beschwerdeführers, abzuweisen ist, dass  mit  dem  Urteil  in  der  Hauptsache  das  Gesuch  um  Erlass  des  Kostenvorschusses hinfällig geworden ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­  (Art.  1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1  VwVG), (Dispositiv nächste Seite)

D­1957/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tage  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Regula Frey Versand:

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