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Bundesverwaltungsgericht 24.01.2012 C-7265/2008

24 janvier 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,009 mots·~10 min·1

Résumé

nach Auflösung der Familiengemeinschaft | Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung III C­7265/2008 Urteil   v om   2 4 .   J a nua r   2012 Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz), Richterin Marianne Teuscher, Richterin Ruth Beutler, Gerichtsschreiber Lorenz Noli. Parteien X._______, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,   Vorinstanz.  Gegenstand Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

C­7265/2008 Sachverhalt: A.  Die  Beschwerdeführerin,  eine  1961  geborene  brasilianische  Staatsangehörige,  kam  am  20.  Januar  2001  in  die  Schweiz  und  stellte  neun  Tage  später  beim Migrationsamt  des  Kantons  Zürich  ein  Gesuch  um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  zwecks  Vorbereitung  der  Heirat. Noch bevor die angegangene Behörde über den Antrag  förmlich  befinden  konnte,  schloss  die  Beschwerdeführerin  am  7.  Mai  2001  in  Y._______  die  Ehe  mit  einem  1954  geborenen,  niederlassungsberechtigten  spanischen Staatsangehörigen. Gestützt  auf  diesen  Eheschluss  wurde  ihr  eine  Aufenthaltsbewilligung  im  Kanton  Zürich erteilt und später mit Wirkung bis 6. Mai 2008 verlängert. B.  Am  17.  November  2001  erwirkte  der  Beschwerdeführerin  eine  Bewilligung  zur  Aufnahme  einer  Erwerbstätigkeit  als  selbständige  Masseuse  (Teilzeit,  7  Stunden  pro  Woche)  in  einem  Massagesalon  in  Zürich  und  am  3.  Dezember  2002  eine  solche  als  Reinigerin  in  einem  Anstellungsverhältnis  (Teilzeit,  6  Stunden  pro  Woche).  Im  Zusammenhang  mit  einem  beantragten  Stellenwechsel  als  Reinigungskraft  (beabsichtigt  war  offenbar  eine  Vollzeitbeschäftigung)  machte  die  kantonale  Migrationsbehörde  die  Beschwerdeführerin  in  einem Schreiben vom 16. Juni 2004 auf die für Angehörige von Bürgern  aus  EG/EFTA­Staaten  inzwischen  weggefallene  Bewilligungspflicht  aufmerksam. C.  Am  14.  Februar,  1.  Oktober  und  14.  November  2001,  13.  Mai  2002,  15. November 2003, 15. Oktober 2005 und 21. Dezember 2006 wurde die  Beschwerdeführerin  von  der  Stadtpolizei  Zürich  im  Milieu  kontrolliert,  wobei  es  wegen  Verstössen  gegen  ordnungspolizeiliche  Vorschriften  (Zuwiderhandlung  gegen  städtische  Vorschriften  über  die  Strassenprostitution) offenbar wiederholt zu Verzeigungen kam.  D.  Am  8. Oktober  2002 wurde  der  Beschwerdeführerin  der  Nachzug  ihres  vorehelichen Sohnes (geb. 1998) bewilligt. E.  Gemäss  ihren übereinstimmenden Angaben trennten sich die Ehegatten  im April 2005 und am 3. September 2007 wurde die Ehe geschieden. Am 

C­7265/2008 20. Juni 2008 übersteuerte die kantonale Migrationsbehörde einen Antrag  auf  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  an  die  Vorinstanz. F.  Am  18.  August  2008  teilte  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  mit,  dass  erwogen  werde,  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern.  Sie  sei  nach  ihrer  Heirat  der  gewerbsmässigen Prostitution nachgegangen, was mit dem Begriff einer  Ehegemeinschaft  im Sinne des Schweizerischen Zivilgesetzbuches nicht  vereinbar sei, vielmehr die Regelvermutung begründe, dass mit der Ehe  primär  andere  Zwecke  verfolgt  worden  seien,  als  eine  tatsächliche  und  auf Zukunft ausgerichtete eheliche Schicksalsgemeinschaft zu leben. G.  In  einer  Stellungnahme  vom  9.  September  2008  bestritt  die  inzwischen  anwaltlich  vertretene  Beschwerdeführerin  sinngemäss  die  Zulässigkeit  der  von  der  Vorinstanz  aus  ihrer  Tätigkeit  als  Masseuse  gezogenen  Schlüsse.  Prostitution  sei  als  Beruf  anerkannt  und  sie  erziele  damit  ein  Einkommen, das versteuert werde. Die Ausübung einer solchen Tätigkeit  sei  von  der  Gestaltungsfreiheit  gedeckt,  die  Ehegatten  bei  der  Verwirklichung ihrer Beziehung nach schweizerischem Recht zukomme.  Am  16.  September  2008  liess  die  Beschwerdeführerin  einen  handschriftlichen  Brief  des  geschiedenen  Ehemannes  vom  28.  August  2008  nachreichen,  in  dem  dieser  zum  Ausdruck  bringt,  dass  sie  ihre  eheliche Beziehung uneingeschränkt  gelebt  hätten und  sich auch heute  noch sehr nahe ständen. H.  Mit  Verfügung  vom  28.  Oktober  2008  verweigerte  die  Vorinstanz  ihre  Zustimmung zur Verlängerung der kantonalen Aufenthaltsbewilligung und  wies die Beschwerdeführerin aus der Schweiz weg.  I.  Die  Beschwerdeführerin  gelangte  am  13.  November  2008  durch  ihren  Vertreter  rechtsmittelweise  an  das  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragt die Aufhebung der vorgenannten Verfügung und die Erteilung  der Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

C­7265/2008 J.  Die  Vorinstanz  schliesst  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  5.  Februar  2009  auf Abweisung der Beschwerde. K.  Am  23.  März  2009  informierte  der  Rechtsvertreter  das  Bundesverwaltungsgericht  über  das  Erlöschen  seines  Mandates.  Die  Möglichkeit zur Einreichung einer Replik blieb unbenutzt. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021),  die  von  einer  der  in  Art.  33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen  des  BFM  betr.  Zustimmung  zur  Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung. 1.2.  Als  materielle  Verfügungsadressatin  ist  die  Beschwerdeführerin  durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und sie hat ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  (vgl.  Art. 48  VwVG).  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  daher  einzutreten (vgl. Art. 50 und Art. 52 VwVG). 2.  2.1.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechts­erheblichen  Sachverhaltes  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale  Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  49  VwVG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht von Amtes wegen an. Es  ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden  und  kann  die  Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den  geltend  gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich  die  Sachlage  zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2). 

C­7265/2008 2.2.  Am  1.  Januar  2008  traten  das  Bundesgesetz  vom  16.  Dezember  2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG, SR  142.20)  und  seine  Ausführungsverordnungen  in  Kraft  –  unter  anderem  die  Verordnung  vom  24.  Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201). Entsprechend der in Art. 126 AuG  niedergelegten  intertemporalen  Ordnung  ist  das  neue  Verfahrensrecht  auf  alle  Verfahren  anwendbar  (Abs.  2),  das  neue  materielle  Recht  hingegen  nur  auf  solche,  die  zum  Zeitpunkt  des  Inkrafttretens  nicht  bereits  rechtshängig  waren  (Abs.  1;  vgl.  dazu  BVGE  2008/1  E.  2  mit  Hinweisen).  Dem  vorliegenden  Verfahren  liegt  die  Eingabe  der  Beschwerdeführerin  vom  13.  April  2008  zu  Grunde,  mit  der  sie  um  Verlängerung ihrer kurz vor dem Ablauf stehenden Aufenthaltsbewilligung  ersuchte. Die Streitsache untersteht deshalb  in  formeller und materieller  Hinsicht dem neuen Recht. 3.  3.1. Gemäss Art. 40 AuG sind die Kantone zuständig für die Erteilung und  Verlängerung von Bewilligungen. Vorbehalten bleibt die Zuständigkeit des  Bundes  im  Zustimmungsverfahren,  zu  dessen  Ausgestaltung  der  Bundesrat in Art. 99 AuG ermächtigt wird. 3.2. Die  Notwendigkeit  der  Zustimmung  durch  das  BFM  ergibt  sich  im  Falle  der  Beschwerdeführerin  aus  Art.  85  Abs.  1  Bst.  a  VZAE  in  Verbindung  mit  Ziffer  1.3.1.4  Bst.  e  der  Weisungen  des  BFM  im  Ausländerbereich  in  der  Fassung  vom  30.  September  2011  (online  abrufbar  unter:  www.bfm.admin.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche  Grundlagen > Weisungen und Kreisschreiben >  I. Ausländerbereich > 1  Verfahren  und  Zuständigkeiten).  Danach  ist  die  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  einer  Ausländerin  oder  eines  Ausländers  nach  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  mit  dem  schweizerischen  oder  ausländischen  Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod,  falls  die  Ausländerin  oder der Ausländer nicht aus einem Mitgliedstaat der EG oder der EFTA  stammt, dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten. Nichts anderes galt  im Übrigen bereits unter der Herrschaft des alten Rechts (vgl. statt vieler  Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C­195/2008 vom 25. Mai 2011 E.  4.1). 3.3.  Das  BFM  kann  die  Zustimmung  verweigern,  den  kantonalen  Entscheid  einschränken  oder mit  Bedingungen  verbinden  (Art.  99  AuG,  Art.  86  Abs.  1  VZAE).  Es  verweigert  seine  Zustimmung  unter  anderem 

C­7265/2008 dann, wenn die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt  sind (Art. 86 Abs. 2 Bst. a und Bst. c Ziff. 2 VZAE). 4.  4.1.  Gemäss  Art.  43  Abs.  1  AuG  haben  ausländische  Ehegatten  von  Personen  mit  Niederlassungsbewilligung  Anspruch  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung,  wenn  sie  mit  diesen  zusammenwohnen.  Nach  einem  ordnungsgemässen  und  ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf  Jahren  haben  die  Ehegatten  Anspruch  auf  Erteilung  der  Niederlassungsbewilligung  (Art.  43  Abs.  2  AuG).  Der  Fortbestand  der  Bewilligung  hängt  hernach  nicht  mehr  vom  Zusammenleben  der  Eheleute  ab  (vgl.  Art.  34  Abs.  1  AuG).  Das  Erfordernis  des  Zusammenlebens  besteht  nicht,  wenn  für  getrennte  Wohnorte  wichtige  Gründe  geltend  gemacht  werden  und  die  familiäre  Gemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG  besteht  nach  Auflösung  der  Ehe  oder  der  Familiengemeinschaft  der  Anspruch  des  Ehegatten  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  weiter,  wenn  die  Ehegemeinschaft  mindestens  drei  Jahre  bestanden  hat  und  eine  erfolgreiche  Integration  gegeben  ist  (Bst.  a),  oder wichtige  persönliche Gründe  einen weiteren  Aufenthalt  in  der Schweiz erforderlich machen (Bst. b). Die Ansprüche aus Art. 43 und  50  AuG  erlöschen,  wenn  sie  rechtsmissbräuchlich  geltend  gemacht  werden,  namentlich  um  Vorschriften  dieses  Gesetzes  und  seiner  Ausführungsbestimmungen  über  die  Zulassung  und  den  Aufenthalt  zu  umgehen (Art. 51 Bs. 2 Bst. a AuG). 4.2.  Es  ist  soweit  unbestritten,  dass  sich  ein  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf  Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung  ausschliesslich aus Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG ergeben kann und dass  die Ehegatten länger als drei Jahre in häuslicher Gemeinschaft gelebt  haben.  Die  Vorinstanz  vertritt  nun  jedoch  den  Standpunkt,  dass  die  Ehegemeinschaft  im  Sinne  von  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  eine  bestimmte  Qualität  der  Beziehung  voraussetze,  welche  die  Beschwerdeführerin  wegen  ihrer  Prostitution  nicht  erfülle.  Die  Vorinstanz  beruft  sich  dabei  zum  Einen  auf  den  gesetzgeberischen  Willen,  der  in  der  Ausgestaltung  von  Art.  159  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  zum  Ausdruck komme, und zum Andern auf eine Rechtsprechung des Eidg.  Justiz­  und  Polizeidepartements  (EJPD)  im  Zusammenhang  mit  der  Erteilung  bzw.  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung.  Gemäss  Art.  159  Abs.  3  ZGB  schuldeten  sich  die  Ehegatten 

C­7265/2008 gegenseitig  Treue  und  Beistand.  Eheliche  Treue  bedinge  aber  eine  ungeteilte  Geschlechtsgemeinschaft,  welche  nicht  möglich  sei,  wenn  ein  Ehegatte  der  Prostitution  nachgehe.  Gemäss  einer  Rechtsprechung  des  EJPD  in  Fällen  erleichterter  Einbürgerung  rechtfertige die systematische oder gewerbsmässige Prostitution eines  Ehegatten sogar die Regelvermutung, dass mit der Eingehung der Ehe  primär  andere  Zwecke  verfolgt  worden  seien,  als  eine  tatsächlich  gelebte  und  auf  die  Zukunft  gerichtete  eheliche  Schicksalsgemeinschaft zu begründen. 4.3. Die Vorinstanz übersieht bei ihrer Argumentation, dass in den beiden  zum  Vergleich  herangezogenen  Rechtsbereichen  unterschiedliche  Ausgangslagen  bestehen.  Art.  27  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom  29. September  1952  (BüG,  SR  141.0)  stellt  insofern  besondere  Anforderungen  an  die  Qualität  einer  ehelichen  Gemeinschaft,  als  die  Rechtswohltat der erleichterten Einbürgerung auf die Zukunft ausgerichtet  ist  und die Einheit  des Bürgerrechts der Ehegatten  im Hinblick auf eine  gemeinsame  Zukunft  fördern  soll  (vgl.  BGE  128  II  97  E.  3.a  S.  99 mit  Hinweisen).  Entsprechend  wird  vorausgesetzt,  dass  die  eheliche  Gemeinschaft während der ganzen Dauer des Einbürgerungsverfahrens  gelebt wird und intakt ist. Die gewerbsmässige Ausübung der Prostitution  begründet  dabei  die  widerlegbare  Vermutung,  dass  eine  solche  intakte  und  auf  die  Zukunft  ausgerichtete  Ehe  nicht  besteht  (anstelle mehrerer  vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­1171/2006  vom  3.  März  2009 E.  3  bis  6). Die Regelung des Art.  50 AuG kommt dagegen nach  Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft  zum Tragen, d.h.  sie  setzt das faktische Ende der Beziehung notwendigerweise voraus. Schon  aus  diesem  Grund  rechtfertigt  es  sich  nicht,  den  Begriff  der  "Ehegemeinschaft"  gemäss  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  im  Sinne  der  Rechtsprechung zur erleichterten Einbürgerung auszulegen. 4.4.  Im  Kontext  des  Ausländerrechts  ist  die  Bedeutung  qualitativer  ehelicher  Elemente  dem Ausländergesetz  selbst  zu  entnehmen:  Art.  50  AuG  regelt  die  Voraussetzungen,  unter  denen  nach Auflösung  der  Ehe  oder der Familiengemeinschaft Rechtsansprüche aus Art. 42 und 43 AuG  fortbestehen. Das ist unter anderem der Fall, wenn die Ehegemeinschaft  mindestens  drei  Jahre  gedauert  hat  und  eine  erfolgreiche  Integration  vorliegt (Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG). Der Begriff der "Ehegemeinschaft" ist  dabei im Einklang mit Art. 42 und 43 AuG auszulegen. Es trifft somit zwar  zu,  dass  das  Ausländergesetz  eine  tatsächlich  gelebte  eheliche  Beziehung  und  einen  entsprechenden Ehewillen  voraussetzt  (Urteil  des 

C­7265/2008 Bundesgerichts  2C_803/2010  vom  14.  Juni  2011  E.  2.2.1).  Solange  jedoch  die  Ehegatten  zusammen  leben,  ist  von  einer  solchen  Ehegemeinschaft  auszugehen,  ohne  dass  die  Qualität  der  ehelichen  Beziehung  zu  prüfen  wäre  (Art.  42  Abs.  1  und  Art.  43  Abs.  1  AuG).  Anders verhält es sich  im Anwendungsbereich des Art.  49 AuG, wo ein  Zusammenleben  als  äusseres  Kennzeichen  einer  Ehegemeinschaft  gerade fehlt. Hier hat die Behörde nebst dem Vorliegen wichtiger Gründe  auch zu untersuchen, ob ein Familienleben trotz Trennung weiter besteht  und in diesem Rahmen auch qualitative Aspekte der Ehe einzubeziehen.  Im  Übrigen  kann  die  Qualität  der  Ehe  nur  im  engen  Rahmen  des  Rechtsmissbrauchsverbots  Bedeutung  erlangen,  das  der  Ausübung  der  Ansprüche aus Art. 42 ff. AuG allgemeine Grenzen setzt. 4.5. Gemäss  Art.  51  Abs.  1  Bst.  a  und  Abs.  2  Bst.  a  AuG  erlöschen  Ansprüche  aus  Art.  42  ff.  AuG,  wenn  sie  rechtsmissbräuchlich  geltend  gemacht werden, namentlich um Vorschriften des Ausländergesetzes und  seiner  Ausführungsbestimmungen  zu  umgehen.  Dazu  hat  das  Bundesgericht  in  einem  neuesten  Urteil  erwogen,  dass  das  Rechtsmissbrauchsverbot  unter  der  Herrschaft  des  AuG  stärker  auf  seinen  Kernbereich  zu  beschränken  sei,  d.h.  auf  eigentliche  Machenschaften, um die Behörden zu täuschen bzw. eine Bewilligung zu  erschleichen  (BGE  137  I  247  E.  5.1.1.  S.  252).  Zu  solchen  Machenschaften gehört eine eheliche Haushaltgemeinschaft, die nur dem  äusseren Schein nach besteht (BGE 136 II 113 E. 3.2 S. 116), sei es weil  die  Ehe  von  Anfang  an  ausschliesslich  ausländerrechtlich motiviert  war  (Scheinehe, vgl. BGE 137  I 247 E. 5.1.2. S. 252  f.), sei es weil die Ehe  mit der Zeit zu einer  inhaltsleeren Rechtshülle zerfiel, die ohne Aussicht  auf  Besserung  aufrecht  erhalten  wird,  um  eine  daran  anknüpfende  ausländerrechtliche Vorzugsbehandlung nicht zu verlieren. Indessen darf  Rechtsmissbrauch nicht leichthin angenommen werden. Verlangt werden  klare und eindeutige Indizien. Die Tatsache, dass einer der Ehegatten der  Prostitution  nachgeht,  genügt  in  diesem  Zusammenhang  nicht.  Es  müssen  andere  Indizien  hinzutreten,  die  in  ihrer Gesamtheit  den  klaren  Schluss  zulassen,  dass  eine  eheliche  Lebensgemeinschaft  in Wahrheit  nicht  oder  nicht  mehr  gewollt  ist  und  die  Ehe  nur  aus  ausländerrechtlichen Gründen besteht. 4.6.  In  der  vorliegenden  Streitsache  sind  solche  zusätzlichen  Indizien  nicht zu erkennen. In seinem Schreiben vom 28. August 2008 brachte der  geschiedene  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  zum Ausdruck,  dass  er  von  Anfang  an  Kenntnis  über  deren  berufliche  Tätigkeit  gehabt  und  er 

C­7265/2008 sich daran nie gestört habe. Das schlussendliche Scheitern der Ehe habe  andere  Gründe  gehabt.  Beide  Ehegatten  gaben  im  Übrigen  bereits  im  Vorverfahren übereinstimmend an, während Jahren eine durch Harmonie  und gegenseitiges Verständnis geprägte Ehe geführt zu haben. Die offen  kommunizierte  Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  als  Prostituierte  habe  dem  gegenseitigen  Ehewillen  zu  keiner  Zeit  einen  Abbruch  getan.  Den  Behörden  waren  die  beruflichen  Aktivitäten  der  Beschwerdeführerin  ebenfalls  bestens  bekannt,  bewilligte  ihr  doch  die  kantonale  Migrationsbehörde nur kurze Zeit nach der Eheschliessung im November  2001  diese  Art  selbständiger  Erwerbstätigkeit  in  einem  einschlägigen  Etablissement  (in  der  Bewilligung  euphemistisch  als  "Masseuse"  bezeichnet).  Zudem  wusste  die  Migrationsbehörde  aus  späteren  Verzeigungen  wegen  Ausübung  der  Prostitution  ausserhalb  des  ausländerrechtlich  und  ordnungspolizeilich  bewilligten  bzw.  zulässigen  Rahmens,  dass  die Beschwerdeführerin  auch  in  der  Folge  –  zumindest  gelegentlich – dieser Tätigkeit nachging. 4.7.  Im  Sinne  eines  Zwischenergebnisses  ist  festzuhalten,  dass  die  Beschwerdeführerin mit der mehr als dreijährigen Ehegemeinschaft eine  der  beiden  Anspruchsvoraussetzungen  in  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  erfüllt. Zur zweiten Anspruchsvoraussetzung in Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG  (erfolgreiche  Integration) äussert  sich die Vorinstanz nicht. Sie übergeht  auch  die  Frage,  ob  wichtige  persönliche  Gründe  einen  weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  erforderlich  machen  und  der  Beschwerdeführerin  deshalb  gestützt  auf Art.  50 Abs.  1 Bst.  b AuG ein  Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zusteht, und stellt  sich  auf  den  Standpunkt,  dass  mangels  einer  Anspruchsgrundlage  ein  Ermessensentscheid  zu  treffen  sei.  Sodann  nimmt  die  Vorinstanz  eine  Interessenabwägung vor, wobei sie sich bei der Gewichtung der privaten  Interessen  erkennbar  an  Härtefallkriterien  orientiert  und  in  diesem  Zusammenhang kurz auf die Integration der Beschwerdeführerin eingeht.  Diese  wird  gesamthaft  als  nicht  über  das  zu  erwartende  Mass  hinausgehend bewertet. Die Beschwerdeführerin habe zudem zu Klagen  Anlass  gegeben,  sei  sie  doch  wegen  unerlaubter  Ausübung  der  Prostitution bestraft worden. Zusammenfassend hält die Vorinstanz  fest,  dass das öffentliche  Interesse an einer  restriktiven Einwanderungspolitik  gegenüber ausländischen Personen aus dem Nicht­EU/EFTA­Raum dem  privaten  Interesse  der  Beschwerdeführerin  vorgehe,  weshalb  die  Zustimmung  zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern  sei. 

C­7265/2008 4.8. Die Integration bezweckt,  längerfristig und rechtmässig anwesenden  Ausländerinnen  und  Ausländern  die  Teilhabe  am  wirtschaftlichen,  sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen (Art. 4 Abs. 2 AuG; BGE  134  II  1 E.  4.1 S.  4). Nach Art.  77 Abs.  4 VZAE  liegt  eine  erfolgreiche  Integration  im  Sinne  von  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  vor,  wenn  die  ausländische  Person  namentlich  die  rechtsstaatliche  Ordnung  und  die  Werte  der  Bundesverfassung  respektiert  (Bst.  a)  und  den  Willen  zur  Teilnahme  am  Wirtschaftsleben  sowie  zum  Erwerb  der  am  Wohnort  gesprochenen  Landessprache  bekundet  (Bst.  b).  Nach  Art.  4  der  Verordnung  vom  24. Oktober  2007  über  die  Integration  von  Ausländerinnen  und  Ausländern  (VIntA,  SR  142.205)  zeigt  sich  der  Beitrag  einer  ausländischen  Person  zur  Integration  namentlich  in  der  Respektierung  der  rechtsstaatlichen  Ordnung  und  der  Werte  der  Bundesverfassung  (Bst.  a),  im Erlernen  der  am Wohnort  gesprochenen  Landessprache  (Bst.  b),  in  der  Auseinandersetzung  mit  den  Lebensbedingungen in der Schweiz (Bst. c) und im Willen zur Teilnahme  am  Wirtschaftsleben  und  zum  Erwerb  von  Bildung  (Bst.  d).  Die  Verwendung des Adverbs "namentlich" bringt den nicht abschliessenden  Charakter der Auflistungen in Art. 77 Abs. 4 VZAE und Art. 4 VIntA zum  Ausdruck  und  zeigt  zugleich,  dass  die  Beurteilung  der  erfolgreichen  Integration  eine  gesamthafte  Würdigung  der  Umstände  des  konkreten  Einzelfalles  verlangt  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_426/2011  vom  20.  November  2011  E.  3.2  mit  Hinweisen).  Dabei  schliessen  Defizite  auf  einzelnen  Integrationsfeldern  nicht  notwendigerweise  aus,  dass  gesamthaft betrachtet eine erfolgreiche  Integration zu bejahen  ist  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_426/2011  vom  20.  November  2011  E.  3.5  in  Bezug auf die soziale Integration). 4.9.  Allzu  hohe  Anforderungen  an  den  Integrationsgrad  dürfen  im  Anwendungsbereich von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG nicht gestellt werden.  Die  erfolgreiche  Integration  ist  hier  weder  ein  Aspekt  des  privaten  Interesses,  das  sich  im  Rahmen  der  Interessenabwägung  bei  einem  Ermessensentscheid  (vgl. Art. 54 Abs. 2 und Art. 96 Abs. 1AuG) gegen  das  zum  vornherein  erhebliche  Gewicht  des  öffentlichen  Interesses  an  der  Wahrung  einer  restriktiven  Migrationspolitik  durchsetzen  müsste,  noch stellt sie sich als ein Wertungskriterium bei der Konkretisierung der  restriktiv  auszulegenden  unbestimmten  Rechtsbegriffe  des  "schwerwiegenden  persönlichen Härtefalles"  nach Art.  30 Abs.  1  Bst.  b  AuG bzw. des  "wichtigen Grundes" nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG dar  (vgl.  Art.  31  Abs.  1  Bst.  a  VZAE).  Sie  ist  vielmehr  eine  eigenständige  Anspruchsvoraussetzung,  die  denjenigen  ausländischen  Personen  zu 

C­7265/2008 einem  Aufenthaltsrecht  verhelfen  will,  die  unter  Berücksichtigung  ihrer  konkreten  Situation  einen  ausreichenden  Beitrag  zum  Integrationsprozess geleistet  haben, wie er  in Art.  77 Abs.  4 VZAE und  Art.  4  VIntA  umschrieben  ist.  Das  ist  nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  regelmässig  schon  der  Fall,  wenn  die  ausländische  Person eine feste Arbeitsstelle hat, die wirtschaftliche Sozialhilfe nicht  in  Anspruch  nimmt,  die  öffentliche  Ordnung  achtet  und  die  am  Wohnort  gesprochene  Landessprache  spricht  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_426/2011  vom  20.  November  2011  E.  3.3 mit  Hinweisen).  Deshalb  kann der Erfolg der  Integration nicht mit dem Argument negiert werden,  der  Integrationsgrad  gehe  nicht  über  das  hinaus,  was  aufgrund  der  gesamten  Umstände  vernünftigerweise  erwartet  werden  dürfe.  Die  Erreichung  eines  Integrationsgrades,  der  in  Beachtung  der  gesamten  Umstände des konkreten Einzelfalles erwartet werden darf,  impliziert  im  Gegenteil das Vorliegen einer erfolgreichen Integration im Sinne von Art.  50 Abs. 1 Bst. a AuG. 4.10. Die spärlichen Feststellungen der Vorinstanzen zur  Integration der  Beschwerdeführerin,  die  allesamt  im  in  casu  unzutreffenden  rechtlichen  Kontext  einer  Interessenabwägung  im  Rahmen  eines  Ermessensentscheids  stehen,  lassen  vor  dem  Hintergrund  der  vorstehenden  Erwägungen  den  Schluss  auf  das  Fehlen  einer  erfolgreichen Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG nicht zu.  Namentlich  ist  der  Umstand,  dass  die  Beschwerdeführerin  der  Prostitution nachgeht und in diesem Zusammenhang – soweit bekannt –  in  den  Jahren  2002  und  2004  zwei  Mal  wegen  Verstössen  gegen  das  Ausländerrecht  bzw.  die  kantonalen  Vorschriften  über  die  Strassenprostitution gebüsst wurde,  für sich allein nicht geeignet, um ihr  den  verlangten  Respekt  gegenüber  der  rechtsstaatlichen  Ordnung  grundsätzlich  absprechen  zu  können.  Auf  der  anderen  Seite  kann  angesichts der lückenhaften Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz  auch  nicht  mit  hinreichender  Sicherheit  ausgeschlossen  werden,  dass  weitere  Erhebungen  rechtserhebliche  Integrationsdefizite  bei  der  Beschwerdeführerin aufdecken könnten. Es bleibt die Feststellung, dass  die  Streitsache  von  der  Vorinstanz  zu  Unrecht  nicht  unter  dem  Gesichtspunkt des Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG geprüft wurde (Art. 49 Bst. a  VwVG)  und  der  Sachverhalt  mit  Blick  auf  den  richtigerweise  anzuwendenden  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  mit  seiner  Anspruchsvoraussetzung  der  erfolgreichen  Integration  unzureichend  abgeklärt ist (Art. 49 Bst. b VwVG). 

C­7265/2008 5.  In  einer  Konstellation  wie  der  vorliegenden  kann  es  nicht  Aufgabe  des  Bundesverwaltungsgerichts  sein,  die  Entscheidsreife  der  Streitsache  herbeizuführen.  Die  Beschwerde  ist  daher  gutzuheissen,  die  Verfügung  vom 28. Oktober 2008 aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur  Neubeurteilung zurückzuweisen. Die Vorinstanz wird zu prüfen haben, ob  eine erfolgreiche Integration der Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 50  Abs. 1 Bst. a AuG gegeben  ist.  Ist das nicht der Fall, wird sie  in einem  zweiten  Schritt  zu  untersuchen  haben,  ob  sich  die  Beschwerdeführerin  auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG berufen kann.  6.  Entsprechend  dem  Verfahrensausgang  sind  der  Beschwerdeführerin  keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Für die  im Verfahren  vor dem Bundesverwaltungsgericht erwachsenen notwendigen Kosten ist  ihr zudem eine Parteientschädigung von Fr. 800.­ zuzusprechen (Art. 64  Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2]).  (Dispositiv Seite 13)

C­7265/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom  28. Oktober 2008 wird aufgehoben. 2.  Die Sache wird zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 3.  Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 800.­  wird  der  Beschwerdeführerin  zurückerstattet. 4.  Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von  Fr. 800.­ zu entrichten. 5.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz  (gegen Empfangsbestätigung;  Beilage:  Akten Ref­Nr.  ZEMIS […]) – das Migrationsamt des Kantons Zürich (Beilage: Akten ZH […]) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Andreas Trommer Lorenz Noli

C­7265/2008 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss  den Art. 82  ff., 90  ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-7265/2008 — Bundesverwaltungsgericht 24.01.2012 C-7265/2008 — Swissrulings