Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 28.09.2011 C-6168/2008

28 septembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,982 mots·~15 min·3

Résumé

nach Auflösung der Familiengemeinschaft | Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung / Wiedererwägung

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­6168/2008 Urteil   v om   2 8 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), Richter Andreas Trommer, Richter Jean­Daniel Dubey, Gerichtsschreiber Daniel Grimm. Parteien S._______, vertreten durch Anlaufstelle Baselland, handelnd durch  lic.iur. Johan Göttl, Oberfeldstrasse 11a, 4133 Pratteln, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der  Aufenthaltsbewilligung und  Wegweisung/Wiedererwägungsgesuch.

C­6168/2008 Sachverhalt: A.  Der aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer (geb. […]) reiste am  20. März 1996 erstmals in die Schweiz ein und ersuchte gleichentags um  Asyl.  Mit  Verfügung  vom  29. Juli  1997  lehnte  das  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF,  heute:  Bundesamt  für  Migration)  das  Asylgesuch  ab  und ordnete die Wegweisung des Betroffenen aus der Schweiz an. Seine  Ausschaffung erfolgte am 21. Januar 1998. Am 24. August 1998 gelangte  der  Beschwerdeführer  erneut  in  die  Schweiz  und  stellte  ein  zweites  Asylgesuch, welches von der Vorinstanz am 2. November 1999 ebenfalls  abgewiesen wurde.  In  der  Folge wurde  er  am  22. Februar  2000  erneut  ausgeschafft. B.  Am  15. März  2000  heiratete  der  Beschwerdeführer  im  Kosovo  eine  hierzulande  niedergelassene  Landsfrau  und  reiste  am  11. Juni  2000  wiederum  in  die Schweiz  ein. Gestützt  auf  die Bestimmungen über  den  Familiennachzug  erhielt  er  vom  Wohnkanton  Basel­Landschaft  eine  Aufenthaltsbewilligung,  die  regelmässig  verlängert  wurde,  letztmals  bis  zum 10. Juni 2006. Am 29. September 2000 kam das gemeinsame Kind  X._______  zur  Welt.  Es  ist  wie  die  Mutter  im  Besitze  der  Niederlassungsbewilligung. Nach wiederholten ehelichen Auseinandersetzungen (sie zogen u.a. eine  Strafanzeige  der  Ehefrau  wegen  häuslicher  Gewalt  nach  sich)  hat  sich  das  Paar  im  Dezember  2003  getrennt.  Im  daraufhin  eingeleiteten  Eheschutzverfahren  ordnete  das  Bezirksgericht  Liestal  mit  Urteil  vom  30. August 2004 an, dass der Sohn unter die elterliche Sorge der Ehefrau  gestellt  werde.  Wegen  der  nicht  einfachen  Beziehung  zwischen  den  Eltern  wurde  zur  Überwachung  des  persönlichen  Verkehrs  des  Beschwerdeführers  mit  seinem  Sohn  im  Rahmen  des  Besuchsrechts  (eine  Woche  pro  Monat,  zwei  Wochen  Ferien  pro  Jahr)  eine  Erziehungsbeistandschaft  errichtet.  Im  Weiteren  verpflichtete  das  Bezirksgericht Liestal den Beschwerdeführer,  rückwirkend ab Dezember  2003  Unterhaltsbeiträge  für  seine Gattin  und  das  gemeinsame  Kind  zu  bezahlen.  Zur  Sicherung  der  Zahlungen  ordnete  das  Gericht  einen  Direktlohnabzug  an.  In  den  fraglichen  Punkten  wurde  das  Urteil  des  Bezirksgerichts  Liestal  vom  Kantonsgericht  Basel­Landschaft  am  4. Januar 2005 bestätigt.

C­6168/2008 C.  Am 11. Juli 2006 unterbreitete das Amt für Migration des Kantons Basel­ Landschaft die anstehende Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung dem  BFM  zur  Zustimmung.  Nachdem  dem  Beschwerdeführer  das  rechtliche  Gehör  gewährt  worden  war,  verweigerte  die  Vorinstanz  mit  Verfügung  vom  20. Dezember  2006  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an.  Zur Begründung  führte sie  im Wesentlichen aus, dass mit der Trennung  der Eheleute vor Ablauf von fünf Jahren der Anspruch auf Verlängerung  der Aufenthaltsbewilligung dahingefallen sei. Des Weiteren habe sich der  Beschwerdeführer  Straftaten  zu  Schulden  kommen  lassen.  Zudem  sei  das  gemeinsame  Kind  unter  die  elterliche  Sorge  der  Ehefrau  gestellt  worden und die Vater­Sohn­Beziehung könne vom Ausland her sowie im  Rahmen  von  Kurzaufenthalten  gepflegt  werden,  weswegen  kein  schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliege. Dagegen  legte  der  damalige  Rechtsvertreter  am  22. Januar  2007  beim  Bundesverwaltungsgericht ein Rechtsmittel ein. In der Zwischenzeit hatte  die  Ex­Ehefrau  die  Anzeige  wegen  häuslicher  Gewalt  zurückgezogen.  Während  des  bundesverwaltungsgerichtlichen  Beschwerdeverfahrens  wurde  die  Ehe  des  Beschwerdeführers  am  29. März  2007  geschieden.  Das Kind blieb unter der alleinigen elterlichen Sorge der Mutter. Mit  Urteil  C­610/2007  vom  13. Dezember  2007  wies  das  Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde vom 22. Januar 2007 ab. D.  Am 21. Januar 2008 bzw. 27. Januar 2008 erklärte die ehemalige Gattin  gegenüber  dem  Amt  für  Migration  des  Kantons  Basel­Landschaft,  das  gemeinsame  Kind,  das  schon  immer  eine  sehr  starke  Beziehung  zum  Vater  gehabt  habe, wohne  nun  beim Beschwerdeführer  und werde  von  diesem  und  dessen  Mutter  (der  Grossmutter  von  X._______)  betreut.  Nach  erfolgter  Rücksprache  mit  dem  Beistand  habe  sie  sich  aus  persönlichen  und  finanziellen  Überlegungen  zu  diesem  Vorgehen  entschlossen. Aus Sicht des Kindeswohls erweise sich dies als die beste  Lösung. E.  Mit Eingabe vom 20. Februar 2008 ersuchte der jetzige Parteivertreter bei  der  kantonalen  Migrationsbehörde  unter  Hinweis  auf  die  enger  gewordene  Beziehung  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seinem 

C­6168/2008 niedergelassenen  Kind  darum,  die  Aufenthaltsbewilligung  gestützt  auf  Art. 8  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  oder  eventualiter  im Rahmen einer Härtefallregelung  zu  verlängern  bzw.  neu  zu erteilen und dem BFM einen entsprechenden zustimmenden Antrag zu  unterbreiten. Das Amt für Migration des Kantons Basel­Landschaft leitete  dieses Gesuch  am  27. Februar  2008  zur  direkten  Beantwortung  an  die  Vorinstanz weiter und hielt fest, nachdem es schon im Jahre 2006 für die  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  gewesen  sei,  fehle  es  jetzt  erst  recht  an  Argumenten  gegen  eine  Aufenthaltsregelung  im  Sinne  von  Art. 30  des  Ausländergesetzes  vom  16. Dezember  2005  (AuG,  SR  142.20) i.V.m. Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über  Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201). Die  Vorinstanz  teilte  dem  Beschwerdeführer  am  8. Mai  2008  mit,  dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  13. Dezember  2007  bereits  ausführlich  zu  Art. 8  EMRK  geäussert  habe,  weswegen  kein  Anlass  bestehe,  darauf  zurückzukommen.  In  Bezug  auf  eine  Härtefallregelung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG obläge es dem Amt für  Migration  des  Kantons  Basel­Landschaft,  dem  BFM  einen  formellen  Antrag  zu  unterbreiten.  Nachdem  dieser  vorlag,  signalisierte  die  Vorinstanz  gegenüber  dem  Beschwerdeführer  am  17. Juni  2008,  dass  erwogen  werde,  die  Zustimmung  zu  einer  Aufenthaltsregelung  in  obgenanntem Sinne zu verweigern. F.  Mit Eingabe vom 8. Juli 2008 äusserte sich der Parteivertreter zu der  in  Aussicht gestellten Zustimmungsverweigerung und verwies nochmals auf  die  inzwischen  veränderte Sachlage. Die Vorinstanz  nahm die  fragliche  Stellungnahme  als  Wiedererwägungsgesuch  bezüglich  der  ursprünglichen  Zustimmungsverfügung  vom  20. Dezember  2006  entgegen  und  wies  es  mit  Verfügung  vom  25. August  2008  ab.  Zur  Begründung  führte  sie  im  Wesentlichen  aus,  dass  die  veränderten  Betreuungsverhältnisse  Indizien  für eine  in wirtschaftlicher und affektiver  Hinsicht  besonders  enge  Beziehung  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seinem  Sohn  darstellten,  zumal  die  Kindsmutter  den  Wohnortswechsel des Kindes unterstütze. Allerdings sei der Umzug des  Kindes  zum  Vater  kurz  nach  dem  negativen  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  erfolgt,  was  im  Kontext  des  problembehafteten  Verhältnisses  unter  den  Eheleuten  den  Eindruck  erwecke,  das  Vorgehen  der  Ex­Ehefrau  bezwecke  die  positive 

C­6168/2008 Beeinflussung des Zustimmungsverfahrens. Ein Anspruch auf Aufenthalt  gestützt  auf  Art. 8  EMRK  setze  im  Übrigen  nicht  nur  eine  besonders  intensive  Beziehung  in  wirtschaftlicher  und  affektiver  Hinsicht  zwischen  einer  ausländischen  Person  und  ihrem  niedergelassenen  Kind  voraus,  sondern  auch  die  Unmöglichkeit,  die  Beziehung  vom  Ausland  her  aufrecht  zu  erhalten  sowie  ein  klagloses  Verhalten  der  ausländischen  Person.  Es  sei  aktenkundig,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz nicht klaglos verhalten habe, lägen doch mehrere Strafanzeigen  und  Verurteilungen  wegen  Verstössen  gegen  das  Strafgesetz  und  das  Strassenverkehrsgesetz  vor.  Zudem  habe  die  ehemalige  Gattin  einen  Strafantrag wegen häuslicher Gewalt und Drohung gestellt, den sie nach  Eröffnung  des  Zustimmungsverfahrens  zurückgezogen  habe.  Weil  das  Sorgerecht nach wie vor der Kindsmutter zukomme, bestünden überdies  keine objektiven und zwingenden Gründe für eine Betreuung des Kindes  durch  den  Vater  und  teilweise  die  Grossmutter  väterlicherseits.  Die  geltend  gemachten Wiedererwägungsgründe  hätten  deshalb  zu  keinem  anderen  Entscheid  geführt,  wenn  sie  bei  Erlass  der  in  Rechtskraft  erwachsenen  Verfügung  vom  20. Dezember  2006  bereits  bekannt  gewesen wären. G.  Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  24. September  2008  stellt  der  Beschwerdeführer  beim  Bundesverwaltungsgericht  die  Begehren,  der  angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Zustimmung zu der vom  Kanton  Basel­Landschaft  beantragten  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung sei zu erteilen. In formeller Hinsicht ersucht er um  Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Hierzu  lässt  er  vorbringen,  die  Situation  habe  sich  seit  dem  bundesverwaltungsgerichtlichen  Urteil  vom  13. Dezember  2007  grundlegend verändert. Der Betreuungswechsel sei einerseits wegen der  schon immer engen Beziehung des Kindes zum Vater, andererseits aber  auch  aufgrund  der  schwierigen  Lebenssituation  auf  Seiten  der  Kindsmutter  und  der  Reaktion  von  X._______  auf  die  drohende  Ausweisung  seines  Vaters  erfolgt.  Der  Vorwurf  der  Beeinflussung  des  Zustimmungsverfahrens erweise sich daher als haltlos. X._______ habe  sich  beim Beschwerdeführer  bereits  sehr  gut  eingelebt  und  er  besuche  am  neuen  Wohnort  die  Primarschule.  Würde  ihm  der  Vater  entrissen,  bedeutete  dies  für  ihn  eine  emotionale  Katastrophe.  In  einen  auf  Art. 8  EMRK  beruhenden  Anspruch  könne  eingegriffen  werden,  wenn  ein  Widerrufsgrund  gemäss  Art. 62  Bst.  b  oder  c  AuG  bestehe.  Der  Beschwerdeführer  sei  zwar  unbestrittenermassen  straffällig  gewesen. 

C­6168/2008 Allerdings  lägen  die  Delikte,  abgesehen  von  einer  Busse  von  Fr. 300.­  aus  dem  Jahre  2006,  weit  zurück.  Unter  dem  Gesichtspunkt  der  Unschuldsvermutung  erscheine  es  zudem  problematisch,  auf  offene  Verfahren  ohne  rechtskräftige  Verurteilungen  abzustellen.  Eine  erhebliche  oder wiederholte Gefährdung  der  öffentlichen  Sicherheit  und  Ordnung  lasse  sich  aus  der  vorliegenden  Delinquenz  jedenfalls  nicht  ableiten,  weshalb  der  Beschwerdeführer  durch  die  enge  Beziehung  zu  seinem  hier  niederlassungsberechtigten  und  bei  ihm  wohnhaften  Sohn  nun  einen  Anspruch  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  habe.  Andernfalls müsste die Frage der Verlängerung des Anwesenheitsrechts  nach  freiem  Ermessen  beurteilt  werden.  In  diesem  Zusammenhang  verweist der Parteivertreter auf den bald 8 ½­jährigen Voraufenthalt in der  Schweiz, die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Reintegration im  Kosovo,  die  enge  Beziehung  des  Beschwerdeführers  zum  Sohn  sowie  die sehr gute berufliche Integration und schliesst daraus, dass das private  Interesse  am  Verbleib  in  der  Schweiz  das  öffentliche  Interesse  am  Wegweisungsvollzug  und  der  Durchsetzung  einer  restriktiven  Zulassungspolitik hier überwiege. Dem Rechtsmittel war ein Arbeitszeugnis vom 8. Januar 2008 beigelegt. H.  Auf Beweisanordnung des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juni 2009  hin  ergänzte  der  Parteivertreter  die  Beschwerdeschrift  am  12. August  2009 und 21. August 2009 mit entsprechenden Beweismitteln  (u.a. zwei  Schreiben der Vormundschaftsbehörde der Stadt Winterthur vom 3. bzw.  4. August  2009  zum  Vorgehen  betreffend  Abänderung  der  elterlichen  Sorge  sowie  eine  Vereinbarung  zwischen  den  Eltern  vom  18. August  2009 über die Betreuung und den Unterhalt des Kindes). I.  Mit  Zwischenverfügung  vom  3. September  2009  wies  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Amt  für  Migration  des  Kantons  Basel­ Landschaft an, einstweilen auf Vollzugsmassnahmen zu verzichten. J.  Mit Nachträgen vom 29. September 2009 und 18. November 2009 reichte  der Parteivertreter zusätzliche Beweismittel ein (worunter Unterlagen zur  Aufhebung  der  bisherigen  Besuchsrechtsbeistandschaft,  der  Errichtung  einer Erziehungsbeistandschaft und deren Übertragung vom Wohnort der  Mutter an denjenigen des Vaters, der Ernennung einer neuen Beiständin 

C­6168/2008 sowie  den  Beschluss  der  Vormundschaftsbehörde  der  Stadt Winterthur  vom 21. Oktober 2009 betreffend Unterstellung von X._______ unter die  gemeinsame elterliche Sorge). K.  Die  Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  3. Dezember  2009 die Abweisung der Beschwerde. L.  Mit  verfahrensleitender  Anordnung  vom  19. Januar  2011  lud  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Beschwerdeführer  ein,  das  Rechtsmittel  zu aktualisieren. Der  Parteivertreter  machte  davon  mit  Eingabe  vom  18. Februar  2011  Gebrauch. Dazu  reichte er einen Bericht der Beiständin  vom 9. Februar  2011,  ein  aktuelles  Arbeitszeugnis  des  Arbeitgebers,  ein  Blatt  mit  handgeschriebenen Zeilen von X._______ und eine Kostennote ein. M.  Der  weitere  Akteninhalt  –  einschliesslich  der  beigezogenen  Akten  des  Amtes  für  Migration  des  Kantons  Basel­Landschaft  –  wird,  soweit  rechtserheblich, in den Erwägungen Berücksichtigung finden. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter  Vorbehalt  der  in  Art. 32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom  20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021),  welche  von  einer  in  Art. 33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Dazu  gehört  auch  das  BFM, das mit  der Ablehnung des Gesuches um wiedererwägungsweise  Aufhebung  der  Verfügung  vom  20. Dezember  2006  eine  Verfügung  im  erwähnten  Sinne  und  daher  ein  zulässiges  Anfechtungsobjekt  erlassen  hat  (vgl.  FELIX  UHLMANN,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 5 N 118 oder URSINA  BEERLI­BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel  in  der  Verwaltungsrechtspflege  des Bundes  und  der Kantone,  Zürich  1985,  S.  174).  Eine  Ausnahme  nach  Art. 32  liegt  nicht  vor. 

C­6168/2008 Wiedererwägungsgesuche  unterliegen  grundsätzlich  dem  gleichen  Rechtsmittelweg  wie  die  ursprüngliche  Verfügung  (vgl.  dazu  Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.109 E. 1d mit Hinweis). 1.2.  Gemäss  Art.  37 VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 1.3. Als Adressat des Wiedererwägungsentscheids vom 25. August 2008  ist der Beschwerdeführer zu dessen Anfechtung legitimiert (Art.48 Abs. 1  VwVG). Auf die frist­ und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit  einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG). 2.  Am  1. Januar  2008  traten  die  neuen  gesetzlichen  Bestimmungen  des  AuG  und  seine  Ausführungsbestimmungen  (u.a.  die  VZAE)  in  Kraft.  In  Verfahren,  die  vor  diesem  Zeitpunkt  anhängig  gemacht  wurden,  bleibt  nach  der  übergangsrechtlichen  Ordnung  des  AuG  das  alte  materielle  Recht  anwendbar,  wobei  es  ohne  Belang  ist,  ob  das  Verfahren  auf  Gesuch hin – so explizit Art. 126 Abs. 1 AuG – oder  von Amtes wegen  eröffnet wurde (vgl. BVGE 2008/1 E. 2). Dem  Beschwerdeführer  ist  zwar  noch  unter  dem  Geltungsbereich  des  Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  erstmals  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  worden,  das  dem  vorliegenden  Verfahren  zu  Grunde  liegende  Wiedererwägungsgesuch  wurde  jedoch  nach  dem  1. Januar  2008  eingereicht, weshalb das neue Recht Anwendung findet (vgl. Urteile des  Bundesgerichts  2C_638/2008  vom  16. Oktober  2008  E.  1  und  2C_706/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 1). 3.  3.1.  Das  Wiedererwägungsgesuch  ist  der  formlose  Rechtsbehelf,  mit  welchem eine betroffene Person die erstinstanzliche Verwaltungsbehörde  darum  ersucht,  auf  eine  formell  rechtskräftige  Verfügung  zurückzukommen  und  diese  abzuändern  oder  aufzuheben  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  vollständig  überarbeitete  Aufl.,  Zürich/St.  Gallen  2010,  Rz.  1828;  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI/MARKUS  MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3. Aufl.,  Bern  2009,  §  31  Rz.  46).  Im  Verwaltungsverfahren  des  Bundes  ist  die  Wiedererwägung  formell 

C­6168/2008 rechtskräftiger  Verfügungen  nicht  ausdrücklich  geregelt.  Die  Rechtsprechung  leitet  dieses  Institut  direkt  aus  Art. 29  der  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999  (BV,  SR  101)  sowie  insbesondere  aus  Art. 66  VwVG  ab,  welcher  die  Möglichkeit  der  Revision  von  Beschwerdeentscheiden  vorsieht  (vgl.  VPB 67.109 E. 3a mit Hinweisen). 3.2. Die  Verwaltungsbehörden  können  ihre  in  Rechtskraft  erwachsenen  Verfügungen  unter  bestimmten  Voraussetzungen  in  Wiedererwägung  ziehen.  Für  sie  besteht  die  Pflicht,  auf  ein  entsprechendes  Gesuch  einzutreten,  wenn  sich  die  Verhältnisse  seit  dem  ersten  Entscheid  erheblich  geändert  haben  oder  wenn  der  Gesuchsteller  erhebliche  Tatsachen und Beweismittel anführt, die ihm im früheren Verfahren nicht  bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich  oder  tatsächlich  unmöglich  war  oder  keine  Veranlassung  dazu  bestand  (Art. 66  Abs.  3  VwVG  analog;  vgl.  BGE  136  II  177  E.  2.1  S.  181  mit  Hinweisen). 3.3.  Der  Möglichkeit  der  Wiedererwägung  sind  Grenzen  gesetzt.  Aus  Gründen  der  Rechtssicherheit  ist  das Geltendmachen  neuer  Tatsachen  oder  Beweismittel  an  die  gleich  strengen Voraussetzungen  zu  knüpfen,  wie  sie  in  der  Praxis  bei  der  Bejahung  eines  Revisionsgrundes  in  den  gesetzlich geregelten Fällen gälten  (BGE 127  I 133 E. 6 S. 137  f.). Die  Wiedererwägung  darf  namentlich  nicht  dazu  dienen,  rechtskräftige  Verwaltungsentscheide  beliebig  in  Frage  zu  stellen  oder  Rechtsmittelfristen zu umgehen (BGE 136 II 177 E. 2.1 S. 181 oder Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­1446/2009  vom  26. Oktober  2010  E.  2.2). 3.4.  Die  Vorinstanz  ist  auf  das  Wiedererwägungsgesuch  des  Beschwerdeführers, mit welchem er sich auf eine nachträglich veränderte  Sachlage  berufen  hat,  eingetreten,  hat  es  materiell  geprüft  und  einen  neuen Sachentscheid gefällt. Das Bundesverwaltungsgericht kann daher  mit  voller  Kognition  prüfen,  ob  die  Verweigerung  der  Zustimmung  zur  Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sich im heutigen Zeitpunkt noch  als  bundes­  und  völkerrechtskonform  erweist  (zum  Ganzen  vgl.  auch  BVGE 2008/24 E. 2.2 mit Hinweisen). 4.  4.1.  Als  Anspruchsnormen  kommen,  wie  im  ursprünglichen  Zustimmungsverfahren,  vorab  Art. 8  EMRK  und  der  –  soweit  hier  von 

C­6168/2008 Interesse  –  inhaltlich  im Wesentlichen  übereinstimmende Art. 13 Abs.  1  BV in Betracht (siehe das in gleicher Angelegenheit ergangene Urteil des  Bundesverwaltungsgerichts C­610/2007 vom 13. Dezember 2007 E. 5.1),  die  beide  ein  Recht  auf  Achtung  des  Privat­  und  Familienlebens  gewährleisten.  Diese  Garantien  können  namentlich  dann  verletzt  sein,  wenn  einer  ausländischen  Person,  deren  Familienangehörige  in  der  Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame  Familienleben  vereitelt  wird.  Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK muss der sich hierzulande aufhaltende  Angehörige  über  ein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht  verfügen.  Dies  ist  insbesondere  der  Fall,  wenn  er  das  Schweizer  Bürgerrecht  oder  eine  Niederlassungsbewilligung  besitzt  oder  über  eine Aufenthaltsbewilligung  verfügt,  die  ihrerseits  auf  einem  gefestigten  Rechtsanspruch  beruht.  Zudem muss  diese  Person  zur  Kernfamilie  (Ehegatte  oder  im  gleichen  Haushalt  lebende,  minderjährige  Kinder)  gehören,  und  es  muss  eine  enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihr bestehen (vgl. BGE 135 I  143 E. 1.3.1 S. 145, BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 oder BGE 127 II 60 E.  1d/aa  S.  64  f.).  Der  Sohn  des  Beschwerdeführers  wurde  in  die  Niederlassungsbewilligung  seiner  Mutter  mit  einbezogen  und  besitzt  deshalb  ein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht  in  der  Schweiz.  Insofern  ist  der Schutzbereich von Art. 8 EMRK tangiert. 4.2. Eine nicht sorge­ bzw. obhutsberechtigte ausländische Person – wie  dies  beim  Beschwerdeführer  zum  Zeitpunkt  des  ursprünglichen  Entscheids  vom  20. Dezember  2006  und  bis  weit  in  das  Wiedererwägungsverfahren  hinein  der  Fall  war  –  kann  die  familiäre  Beziehung zu  ihrem Kind zum vornherein nur  im beschränkten Rahmen  des  ihr  eingeräumten  Besuchsrechtes  pflegen.  Hierzu  ist  es  nicht  unabdingbar, dass sie dauernd  im gleichen Land  lebt wie das Kind und  dort  über  eine Aufenthaltsbewilligung  verfügt. Ein  solches Besuchsrecht  gegenüber  einem  in  der  Schweiz  fest  anwesenheitsberechtigten  Kind  verschafft  dem  ausländischen  Elternteil  daher  im  Allgemeinen  noch  keinen  Anspruch  auf  dauernde  Anwesenheit;  den  Anforderungen  von  Art. 8 EMRK ist Genüge getan, wenn das Besuchsrecht  im Rahmen von  Kurzaufenthalten  vom  Ausland  her  ausgeübt  werden  kann,  wobei  allenfalls  dessen  Modalitäten  entsprechend  auszugestalten  sind.  Ein  weitergehender  Anspruch  kann  bestehen,  wenn  in  wirtschaftlicher  und  affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zu dem Kind besteht,  diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland der ausländischen  Person praktisch nicht aufrecht erhalten werden könnte und das bisherige  Verhalten der ausländischen Person  in der Schweiz zu keinerlei Klagen 

C­6168/2008 Anlass  gegeben  hat  (BGE  120  Ib  1  E.  3c  S.  5  f.;  vgl.  auch  Urteil  des  Bundesgerichts 2C_231/2008 vom 2. Juli 2008). Wesentlich ist, ob gegen  den  Ausländer  fremdenpolizeiliche  Entfernungs­  oder  Fernhaltegründe  sprechen,  insbesondere  ob  und  inwieweit  er  sich  massgebliches  strafrechtlich  oder  fremdenpolizeilich  verpöntes  Fehlverhalten  hat  zu  Schulden  kommen  lassen.  Was  das  Erfordernis  der  besonderen  gefühlsmässigen  Intensität der Beziehung betrifft,  ist dieses regelmässig  als erfüllt zu erachten, wenn ein grosszügig ausgestaltetes Besuchsrecht  eingeräumt  ist  und  dieses  kontinuierlich,  spontan  und  reibungslos  ausgeübt wird  (siehe dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_171/2009 vom  3. August 2009 mit Hinweisen). 4.3. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde der Stadt Winterthur vom  21. Oktober  2009  wurde  der  diesbezügliche  Passus  des  Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Liestal vom 29. März 2007 ersetzt  und das gemeinsame Sorgerecht der Eltern (wieder) errichtet. Bei dieser  Sachlage  steht  nunmehr  ausser  Frage,  dass  das  Verhältnis  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seinem  noch  minderjährigen  Sohn  X._______  vom  Schutzbereich  des  Art. 8  Ziff.  1  EMRK  erfasst  ist.  Das  Recht  auf  Achtung  des  Familienlebens  gemäss Art.  8  Ziff.  1 EMRK gilt  indessen nicht absolut. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff zulässig,  wenn er gesetzlich vorgesehen  ist und eine Massnahme darstellt, die  in  einer  demokratischen  Gesellschaft  für  die  nationale  Sicherheit,  die  öffentliche  Ruhe  und  Ordnung  und  zur  Verhinderung  von  strafbaren  Handlungen, zum Schutze der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte  und  Pflichten  anderer  notwendig  ist.  Die  Konvention  verlangt  insofern  eine Abwägung der sich gegenüberstehenden individuellen Interessen an  der Erteilung der Bewilligung einerseits und der öffentlichen Interessen an  deren  Verweigerung  andererseits,  wobei  Letztere  in  dem  Sinne  überwiegen  müssen,  dass  sich  der  Eingriff  als  notwendig  erweist  (vgl.  BGE 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147; BGE 122 II  1 E.  2 S.  6; BGE 116  Ib  353 E.  3 S.  357  ff.). Als  legitimes öffentliches  Interesse  im  Sinne  von  Art.  8  Ziff.  2  EMRK  gilt  unter  anderem  die  Durchsetzung einer  restriktiven Einwanderungspolitik. Eine solche  ist  im  Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer und  ausländischer  Wohnbevölkerung,  auf  die  Schaffung  günstiger  Rahmenbedingungen  für  die  Eingliederung  der  in  der  Schweiz  bereits  ansässigen  Ausländer  und  die  Verbesserung  der  Arbeitsmarktstruktur  sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung im Lichte von Art.  8 Ziff. 2 EMRK zulässig (BGE 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; BGE 135 I 143 

C­6168/2008 E. 2.2 S. 147). Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im  Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 Abs. 1 BV. 4.4. Im Rahmen der Beurteilung des Eingriffscharakters einer staatlichen  Massnahme  und  ihrer  Rechtfertigung  ist  zu  berücksichtigten,  dass  die  Konventionsgarantie  des  Art.  8  Ziff.  1  EMRK  das  Familienleben  als  solches schützt und nicht die  freie Wahl des Ortes, an dem es realisiert  werden soll (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285; BGE 126 II 335 E. 3a S. 342;  je  mit  Hinweisen;  vgl.  JENS  MEYER­LADEWIG,  Europäische  Menschenrechtskonvention,  Handkommentar,  3.  Aufl.,  Baden­Baden  2011, Rz. 68 zu Art. 8 mit Hinweisen). Muss deshalb eine ausländische  Person,  der  eine  ausländerrechtliche Bewilligung  verweigert wurde,  das  Land  verlassen,  haben  dies  ihre  Familienangehörigen  grundsätzlich  hinzunehmen, wenn es  ihnen "ohne Schwierigkeiten" möglich  ist, mit  ihr  auszureisen; eine Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK erübrigt  sich in diesem Fall bzw. es kann angenommen werden, dass im Falle der  Zumutbarkeit der Ausreise das allgemeine öffentliche  Interesse an einer  restriktiven  Einwanderung  im  Rahmen  der  Interessenabwägung  den  Ausschlag  gibt  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­ 1220/200 vom 4. August  2011 E. 5.4 mit Hinweisen). Anders  verhält  es  sich, falls die Ausreise für die Familienangehörigen "nicht von vornherein  ohne  Weiteres  zumutbar"  erscheint.  In  diesem  Fall  ist  immer  eine  Interessenabwägung  nach  Art.  8  Ziff.  2  EMRK  geboten,  welche  sämtlichen  Umständen  des  Einzelfalls  Rechnung  trägt  (zur  Publikation  bestimmtes Urteil des Bundesgerichts 2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E.  4.1.2). 4.5.  Bei  Kindern  im  anpassungsfähigen  Alter  geht  die  Rechtsprechung  vermutungsweise davon aus, dass es ihnen zugemutet werden kann, den  Eltern oder dem sorgeberechtigten Elternteil ins Ausland zu folgen, auch  wenn  der  ausländerrechtlichen  Zulassung  der  letzteren  lediglich  die  Durchsetzung der  restriktiven Migrationspolitik entgegensteht. Bei einem  Kleinkind  ist dies – besondere Umstände vorbehalten – regelmässig der  Fall.  Dahinter  steht  die  Überlegung,  dass  das  Kind  vorerst  keine  selbständigen  Beziehungen  zu  seinem  weiteren  Umfeld,  zu  einem  bestimmten  Land  hat,  sondern  solche  während  der  ersten  Lebensjahre  ausschliesslich  durch  Vermittlung  der  Eltern  entstehen.  In  neueren  Entscheiden hat  das Bundesgericht  diese Rechtsprechung mit Blick  auf  die  Vorgaben  des  Übereinkommens  vom  20.  November  1989  über  die  Rechte  des  Kindes  (KRK;  SR  0.107)  und  namentlich  die  verfassungsrechtlichen Gebote staatsbürgerrechtlicher Natur (vgl. Art. 24 

C­6168/2008 und 25 Abs. 1 BV) bei Schweizer Kindern  relativiert  (BGE 136  I 285  ff.;  BGE 135 I 153 ff.).  Ist ein Kind, wie es vorliegend der Fall  ist,  im Besitz  der  Niederlassungsbewilligung,  gilt  die  dargestellte  Rechtsprechung  grundsätzlich  weiter  (zur  Publikation  bestimmtes  Urteil  des  Bundesgerichts 2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E. 4.2.3). Diesfalls kann  die  Zumutbarkeit  der  Ausreise  weiterhin  für  eine  Bewilligungsverweigerung  an  den  sorge­  bzw.  obhutsberechtigten  Elternteil genügen. 5.  Bezogen auf den Verfahrensgegenstand gilt es primär zu prüfen, ob die  nach der Rechtskraft  der Zustimmungsverweigerung vom 20. Dezember  2006  hinzugekommenen  neuen  sachverhaltlichen  Elemente,  insbesondere  die  Beziehung  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seinem  Sohn  in  ihrer  heutigen  Ausgestaltung,  im  dargelegten  Kontext  einen Anspruch auf Aufenthalt zu begründen vermögen. 5.1. Das Kind X._______ ist mittlerweile 11­jährig. Der Beschwerdeführer  lebte mit  ihm und dessen Mutter während dreier Jahre in gemeinsamem  Haushalt in Pratteln. Nach erfolgter Trennung im Dezember 2003 zog die  Ehefrau  mit  dem  Sohn  in  die  Region  Winterthur.  Während  des  Eheschutzverfahrens stellte man ihn unter die elterliche Sorge der Mutter  und dem Beschwerdeführer wurde – unter gleichzeitiger Einrichtung einer  Beistandschaft  nach  Art. 308  Abs.  2  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  –  ein  Besuchsrecht  eingeräumt  (eine Woche pro Monat,  zwei Wochen Ferien  pro  Jahr).  Im  Scheidungsurteil  vom  29. März  2007  wurde  an  besagten  Regelungen  festgehalten.  Unbestritten  ist,  dass  nicht  zuletzt  im  Vorfeld  sowie  zu  Beginn  der  Trennungsphase  Konflikte  und  Streitereien  das  Verhältnis zwischen den Elternteilen erheblich belasteten. Aus den Akten  geht aber ebenso hervor, dass der Beschwerdeführer sein Besuchsrecht  regelmässig  wahrnahm,  wie  er  überhaupt  generell  auch  nach  der  Trennung  eine  enge  Beziehung  zum  Sohn  aufrecht  erhielt.  Auch  den  sonstigen Verpflichtungen  (Unterhaltszahlungen)  kam er stets nach. Die  Ex­Ehefrau äusserte sich denn wiederholt dahingehend, dass X._______  sehr  am  Beschwerdeführer  hänge  und  die  Beziehung  zu  seinem  Vater  ihm  wichtig  sei  (vgl.  beispielsweise  die  schriftlichen  Erklärungen  der  Mutter vom 27. November 2006, 21. Januar 2008 und 27. Januar 2008). Wie  sich  dem  Sachverhalt  entnehmen  lässt,  wohnte  das  gemeinsame  Kind  von  Mitte  Januar  2008  an  in  Pratteln  unter  der  Obhut  des 

C­6168/2008 Beschwerdeführers  (und der Grosseltern  väterlicherseits). Dieser Schritt  erfolgte in gegenseitigem Einvernehmen der Beteiligten (siehe Buchstabe  D  vorstehend).  Den  fraglichen  Veränderungen  haben  die  zuständigen  Vormundschaftsbehörden  in  der  Zwischenzeit  Rechnung  getragen.  So  hat  die  Vormundschaftsbehörde  der  Stadt  Winterthur  die  Besuchsrechtsbeistandschaft  mit  Beschluss  vom  18. August  2009  aufgehoben  und  stattdessen  eine  Erziehungsbeistandschaft  (Art. 308  Abs.  1  ZGB)  errichtet  und  diese  nach  Pratteln  übertragen.  Die  Vormundschaftsbehörde  der  Gemeinde  Pratteln  ihrerseits  hat  die  Erziehungsbeistandschaft  am  20. August  2009  übernommen  und  eine  Beiständin  ernannt.  Mit  Beschluss  vom  21. Oktober  2009  hat  die  Vormundschaftsbehörde  der  Stadt  Winterthur  das  Scheidungsurteil  des  Bezirksgerichts  Liestal  vom  29. März  2007  daraufhin  entsprechend  ersetzt, X._______ unter  die gemeinsame Sorge der Eltern gestellt  und  eine  von  ihnen  getroffene  Vereinbarung  vom  18. August  2009  über  die  Betreuung  und  den  Unterhalt  genehmigt.  Gemäss  dieser  Vereinbarung  hat  das  Kind  seinen  Hauptwohnsitz  bei  seinem  Vater  und  das  Besuchsrecht der Mutter wird einvernehmlich gehandhabt. Einem Bericht  der  Beiständin  vom  9. Februar  2011  zufolge  hat  sich  die  neue  Betreuungssituation bewährt und die persönliche Entwicklung des Kindes  verlaufe  positiv.  Inzwischen  hat  der  Sozialdienst  der  Gemeinde  Y._______ die Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft beantragt. Eine  Gesamtwürdigung  aller  Fakten  spricht  heute  mithin  für  eine  so  enge  Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem Sohn, dass daraus ein auf  Art. 8  EMRK  basierender  Anspruch  auf  Anwesenheit  in  der  Schweiz  entstehen könnte. Auch dass objektive Gründe für eine Neuregelung des  Sorgerechts  bestanden  haben  bzw.  eine  solche  im  Verlaufe  der  Zeit  notwendig  wurde,  kann  aufgrund  der  dargelegten  Entwicklung  und  insbesondere der Einschätzung der Vormundschaftsbehörden nicht mehr  ernsthaft  in Abrede gestellt werden. Es  ist daher  in mehrfacher Hinsicht  von einer wesentlich veränderten Sachlage auszugehen. 5.2.  Die  Vorinstanz  weist  allerdings  darauf  hin,  dass  der  Umzug  des  Kindes  zu  seinem  Vater  kurz  nach  Erlass  des  bundesverwaltungsgerichtlichen  Urteils  vom  13. Dezember  2007  erfolgt  sei, was den Eindruck erwecke, besagte Vorkehr sei bloss im Hinblick auf  die drohende Wegweisung des Beschwerdeführers getroffen worden.  In  der Tat bestanden anfänglich Anzeichen dafür, das Kind werde vorab als  Spielball der Interessen des Vaters benutzt (in diesem Sinne etwa die E­ Mail  der  Kreisschulpflege  Z._______  vom  23. Januar  2008  an  die  zuständige  Schulbehörde  in  Y._______).  Die  diesbezüglichen 

C­6168/2008 Vermutungen  haben  sich  ex  post  betrachtet  nicht  erhärtet.  So  bemühte  sich  der  Beschwerdeführer  anscheinend  von  Anfang  an  um  enge  Kontakte zu seinem Sohn. Auch nach der Trennung von der Ex­Gattin im  Dezember  2003  zeigte  er  ein  aktives  Engagement  für  die  Aufrechterhaltung  und  Pflege  dieser  Beziehung.  Die  Äusserungen  der  Kindsmutter betreffend das Verhältnis zwischen Vater und Sohn (siehe E.  5.1 erster Abschnitt in fine hiervor) sprechen für sich. Zu bedenken gilt es  ferner,  dass  die  damalige Ehefrau  bereits  am 27. November  2006  (also  vor  Erlass  der  ursprünglichen  Zustimmungsverweigerung)  sowohl  mündlich  wie  auch  schriftlich  auf  das  gute  Verhältnis  zwischen  den  beiden hingewiesen hat. Schon zu jener Zeit befand sich die Kindsmutter,  wie  sie  selber  einräumte,  in  schwierigen  Lebensumständen  (finanzielle  Schwierigkeiten  nach  Wiederverheiratung,  Betreuung  eines  Kindes  aus  dieser  zweiten  Beziehung).  Ihre  Situation  hat  sich  seither  nicht  verbessert.  Im  Gegenteil  lebt  sie  gemäss  Auszug  des  Protokolls  der  Vormundschaftsbehörde Y._______ vom 20. August 2009 mittlerweile "in  schwierigen  familiären  Verhältnissen".  Im  Protokoll  der  Vormundschaftsbehörde  der  Stadt  Winterthur  vom  18. August  2009  ist  ausserdem von einer konfliktreichen neuen Partnerschaft die Rede. Dass  sich  die  Beziehungsintensität  des  Kindes  vor  diesem  Hintergrund  im  Laufe  der  Zeit  –  unabhängig  vom  Zustimmungsverfahren  –  auf  den  Beschwerdeführer  verlagert  hat,  erscheint  zumindest  aus  heutiger Sicht  nachvollziehbar.  Es  handelt  sich  somit  um  bedeutsame  Veränderungen  der  Umstände,  die  zu  einer  anderen  Beurteilung  der  Angelegenheit  führen könnten. 5.3.  Eine  Wiedererwägung  der  Zustimmungsverweigerung  setzte  allerdings  wie  erwähnt  voraus,  dass  die  Ausreise  für  die  Familienangehörigen  nicht  ohne  weiteres  zumutbar  erscheint  (siehe  E.  4.4 und 4.5 hiervor). Der  in der Schweiz geborene Sohn X._______  ist  elf  Jahre alt  und seit  mehreren  Jahren  eingeschult.  Nach  anfänglichen  Schwierigkeiten  sind  seine Leistungen in der Schule gut und sein Sozialverhalten völlig normal  (vgl. Bericht  der Beiständin  vom 9. Februar  2011). Wohl  steht  er mit  elf  Jahren  noch  nicht  an  der  Schwelle  zur  Adoleszenz,  doch  würde  die  positiv verlaufene Entwicklung des Kindes durch die Trennung vom Vater  bzw. einen Wegzug mit ihm in den Kosovo in Anbetracht der besonderen  Begebenheiten  (Umzug,  Schulwechsel  und  Änderung  in  der  Betreuungssituation  bereits  im  Frühjahr  2008)  zweifelsohne  gefährdet,  sieht man einmal davon ab, dass X._______ allem Anschein nach Mühe 

C­6168/2008 bekundete, die elterliche Trennung zu überwinden (vgl. Auszug aus dem  Protokoll  der  Vormundschaftsbehörde  der  Stadt  Winterthur  vom  18. August  2009).  Im  Übrigen  kann  die  Möglichkeit  der  Ausübung  des  Besuchsrechts  des  in  der  Schweiz  anwesenheitsberechtigten  anderen  Elternteils  sachgerecht  mitberücksichtigt  werden  (siehe  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_327/2010  vom  19. Mai  2011  E.  4.2.3).  In  diesem  Zusammenhang  fällt  ins  Gewicht,  dass  die  Kindsmutter  zeitweilig  die  alleinige  elterliche Sorge  und Obhut  über  das Kind  inne  gehabt  und  es  immerhin  während  siebeneinhalb  Jahren  im  selben  Haushalt  wie  sie  gelebt  hat,  mit  entsprechend  intensiven  Beziehungen.  Gemäss  der  zwischenzeitlich genehmigten Vereinbarung über die Betreuung und den  Unterhalt steht der Mutter heute nebst dem gemeinsamen Sorgerecht ein  Besuchsrecht  zu,  das  sie  angesichts  ihrer  persönlichen und  finanziellen  Situation  realistischerweise  nur  in  der  Schweiz  wird  ausüben  können.  Unter den gegebenen Umständen kann keine Rede davon sein, dass es  dem  Sohn  ohne  Schwierigkeiten  möglich  wäre,  dem  Beschwerdeführer  ins  Ausland  zu  folgen.  Eine  umfassendere  Interessenabwägung  nach  Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist daher unerlässlich. 5.4.  Kann  dem  Sohn  des  Beschwerdeführers  nicht  ohne  weiteres  zugemutet werden,  ihm  ins Ausland zu  folgen, so  reicht das allgemeine  öffentliche  Interesse  an  einer  restriktiven  Einwanderungspolitik  für  sich  allein nicht aus, um im Rahmen der nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK geforderten  Interessenabwägung einen Eingriff in die Garantie des Familienlebens zu  rechtfertigen. Hierzu bedürfte es besonderer – namentlich ordnungs­ und  sicherheitspolizeilicher  –  Gründe,  welche  den  weiteren  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  als  "unerwünscht"  erscheinen  liesse  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts C­1220/2008 vom 4. August 2011 E. 5.7). Der  Beschwerdeführer  lebt  seit  elf  Jahren  mit  einer  Aufenthaltsbewilligung  in  der  Schweiz.  Schon  knapp  einen Monat  nach  der  Einreise  nahm  er  eine  Erwerbstätigkeit  auf.  Seither  arbeitet  er  mit  einem  Vollzeitpensum  als  Gebäudereiniger  im  selben  Unternehmen,  ist  finanziell  unabhängig  und  beruflich  gut  integriert  (vgl.  die  positiv  lautenden  Zwischenzeugnisse  des  Arbeitgebers).  Hingegen  ist  er  nicht  unbescholten.  Die  Vorinstanz  wirft  ihm  vor,  wiederholt  straffällig  geworden  zu  sein.  Zudem  habe  die  ehemalige  Ehefrau  einen  (später  zurückgezogenen)  Strafantrag  wegen  häuslicher  Gewalt  und  Drohung  gestellt.

C­6168/2008 Die  Verletzung  der  öffentlichen  Sicherheit  und  Ordnung  muss  eine  gewisse Schwere aufweisen, um das Recht des niedergelassenen Kindes  zu  überwiegen,  mit  dem  sorgeberechtigten  Elternteil  in  der  Schweiz  verbleiben zu dürfen  (vgl. BGE 136  I  285 E. 5.2 S. 287 oder Urteil  des  Bundesgerichts  2C_505/2009  vom  29. März  2010 E.  5.2  in  analogiam).  Entgegen der Auffassung des Parteivertreters bedarf  es allerdings nicht  der Voraussetzungen  von Art. 62 AuG,  geht  es  hier  doch  nicht  um den  Widerruf,  sondern die blosse Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung.  Der  Beschwerdeführer  wurde  insgesamt  zu  78  Tagen  Gefängnis  und  Bussen  von  total  Fr. 1'450.­  verurteilt.  Ungeachtet  dessen  ist  seine  Straffälligkeit  zu  relativieren.  So  fallen  die  Taten  mit  erhöhtem  Unrechtsgehalt (Ladendiebstähle, Diebstahlversuch, Hehlerei) allesamt in  die Zeitspanne von August 1996 bis September 1997 und wurden damals  mit  einer  bedingten  Gefängnisstrafe  von  75  Tagen  geahndet  (vgl.  Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Arlesheim vom 5. Juni 2001). Sie  liegen mit anderen Worten über 14 Jahre zurück und können nicht mehr  für  die  vorzunehmende  Interessenabwägung  herangezogen  werden.  Gleich verhält es sich mit der zweiten Freiheitsstrafe (3 Tage Haft wegen  geringfügigen  Diebstahls),  welche  auf  einen  Vorfall  im  Sommer  1999  zurückgeht  (vgl.  Urteil  des  Strafbefehlsrichters  Basel­Stadt  vom  18. August  1999).  Bei  den  seitherigen  Gesetzesverstössen  handelt  es  sich mit  einer  Ausnahme  um Bagatellen  (August  2002: Mitführen  eines  ungesicherten  Kindes  in  Personenwagen;  November  2002:  Geschwindigkeitsüberschreitung;  Dezember  2003:  Selbstunfall  mit  Motorrad),  die  lediglich Bussen nach  sich  zogen. Aber  auch die  im Mai  2004  begangene  Sachbeschädigung,  derentwegen  der  Beschwerdeführer  später  zu einer Busse von Fr. 500.­  verurteilt worden  ist  (siehe  Urteil  des  Strafgerichtspräsidiums  Basel­Landschaft  vom  15. August  2008),  weist  nicht  eine  solche  Schwere  auf,  dass  sie  zusammen  mit  den  Verstössen  gegen  die  Strassenverkehrsgesetzgebung  geeignet  erschiene,  den  Interessen  des  Kindes  und  seiner  Eltern  vorzugehen.  Wie  angetönt,  weist  das  BFM  schliesslich  darauf  hin,  dass  die  Ex­Gattin  während  bestehender  Ehe  Anzeige  wegen  häuslicher  Gewalt  und  Drohung  erstattet  habe.  Zwar  bedarf es keiner rechtskräftigen Verurteilung, wenn das zu Klagen Anlass  gebende  Verhalten  aktenmässig  als  erstellt  gilt.  Vorliegend  hat  der  Beschwerdeführer  jedoch  vehement  bestritten,  gegenüber  der  Kindsmutter  tätlich  geworden  zu  sein  oder  sie  je  geschlagen  zu  haben  (vgl. Einvernahmen der Polizei Basel­Landschaft vom 3. Dezember 2003  und 29. Juni 2005). Wegen des in dieser Hinsicht eher widersprüchlichen  Verhaltens der damaligen Ehefrau (Rückzug der Strafanzeige, versuchter 

C­6168/2008 bzw.  wirkungsloser  Rückzug  des  Scheidungsbegehrens)  konnte  die  Frage  im  Strafverfahren  nicht  geklärt  werden.  Die  diesbezüglichen  Vorwürfe sind daher aktenmässig nicht hinreichend erstellt. Alles  in  allem  erreichen  die  dem  Beschwerdeführer  anzulastenden  Verfehlungen den geforderten Schweregrad nicht, weshalb sein privates  Interesse  und  dasjenige  der Mitbetroffenen  das  öffentliche  Interesse  an  einer restriktiven Zulassungspolitik  im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK –  unter  den  heutigen  veränderten  Umständen  –  nunmehr  überwiegt.  Allerdings  handelt  es  sich  vorliegend  um  einen  Grenzfall.  Sollte  der  Beschwerdeführer  wieder  straffällig  werden,  könnte  später  immer  noch  eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung verfügt werden. 5.5.  Aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  gegen  Art. 8  EMRK  bzw.  Art.  13  Abs.  1  BV  verstösst.  Die  Beschwerde  gegen  die  am  25. August  2008  verfügte  Ablehnung  des  Wiedererwägungsgesuches  ist  daher  gutzuheissen  und  der Verlängerung der kantonalen Aufenthaltsbewilligung zuzustimmen. 6.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art.  63 Abs.  1 VwVG),  und es  ist  dem Beschwerdeführer  gestützt  auf Art. 64 VwVG zu Lasten der Vorinstanz eine angemessene  Parteientschädigung zuzusprechen. Diese ist in Anwendung von Art. 7 ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht und gestützt auf die  Kostennote vom 18. Februar 2011 auf Fr. 1'375.­ festzusetzen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen. 2.  Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben, und der Verlängerung der  Aufenthaltsbewilligung  durch  den  Kanton  Basel­Landschaft  wird  die  Zustimmung erteilt. 

C­6168/2008 3.  Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  am  29. Juni  2009  geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.­ wird zurückerstattet. 4.  Die  Vorinstanz  hat  den  Beschwerdeführer  für  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht mit Fr. 1'375.­ zu entschädigen. 5.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. ZEMIS […] retour) – das Amt  für Migration  des Kantons Basel­Landschaft mit  den Akten  […] (in Kopie) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Antonio Imoberdorf Daniel Grimm Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

C­6168/2008 Versand:

C-6168/2008 — Bundesverwaltungsgericht 28.09.2011 C-6168/2008 — Swissrulings