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Bundesverwaltungsgericht 25.10.2011 C-5780/2008

25 octobre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·4,346 mots·~22 min·3

Résumé

Aufsichtsmittel | Massnahmen der Aufsichtsbehörde; Verfügung des Amtes für die Aufsicht über die Stiftungen und die berufliche Vorsorge des Kantons Freiburg vom 5. August 2008 (Nr. 226)

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung III C­5780/2008 Urteil   v om   2 5 .   O k t ob e r   2011 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig­Vouilloz,  Richter Francesco Parrino, Richterin Elena Avenati Richter Stefan Mesmer Gerichtsschreiber Daniel Stufetti. Parteien Personalfürsorgestiftung der Firma D._______ AG,   vertreten durch lic. iur. Armin Sahli, Rechtsanwalt,  rue de Romont 35, Postfach 1447, 1701 Fribourg, Beschwerdeführerin,  gegen Amt für die Aufsicht über die Stiftungen und die  berufliche Vorsorge, Reichengasse 27, Postfach,  1701 Fribourg,    Vorinstanz.  Gegenstand Massnahmen der Aufsichtsbehörde; Verfügung des Amtes  für die Aufsicht über die Stiftungen und die berufliche  Vorsorge des Kantons Freiburg vom 5. August 2008 (Nr.  226).

C­5780/2008 Sachverhalt: A.  Die  Personalfürsorgestiftung  der  Firma  D._______AG   (nachfolgend  Personalfürsorgestiftung)  ist  eine  im  Handelsregister  des  Kantons  Freiburg  eingetragene  Stiftung  im  Sinne  von  Art.  80  ff.  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10.  Dezember  1907  (ZGB,  SR  210) mit Sitz  in D_______ (Vorakten/1). Sie bezweckt  laut Art. 2 Abs. 1  Stiftungsurkunde (act. 1/3 und 1/5) im Wesentlichen die Fürsorge für die  Arbeitnehmer  der  Stifterfirma  (die  Firma  D._______AG  )  und  ihre  Angehörigen  und  Hinterlassenen,  sowie  Personen,  für  die  der  Arbeitnehmer  nachweisbar  bis  zuletzt  gesorgt  hat,  gegen  die  wirtschaftlichen Folgen von Alter, Tod, Invalidität, Krankheit, Unfall und in  besonderen  Notlagen.  Gemäss  Statutenänderung  vom  18.  Dezember  1984  wird  der  Stiftungszweck  auch  verfolgt  durch  Zuweisung  von  Beiträgen  aus  der  Arbeitgeber­Beitragsreserve  an  die  Personalvorsorgeeinrichtung  der  Stifterfirma  (im  Einzelnen  vgl.  unten  E  2.2.2) Die Personalfürsorgestiftung untersteht der Aufsicht des Amtes für  die Aufsicht über die Stiftungen und die berufliche Vorsorge des Kantons  Freiburg (Vorinstanz). B.  Mit  Verfügung  vom  5.  August  2008  (act.  1/2)  hat  die  Vorinstanz  unter  anderem festgestellt, dass die Personalfürsorgestiftung in Verletzung der  gesetzlichen  Bestimmungen  ein  Darlehen  an  die  Arbeitgeberfirma  D._______AG  gewährt  und  Arbeitgeberbeiträge  aus  den  freien  Mitteln  der  Personalfürsorgestiftung  finanziert  hat  (Dispositivziffer  III).  Die  Mitglieder des Stiftungsrates der Personalfürsorgestiftung G._______ und  S._______ wurden persönlich aufgefordert, bis zum 30. September 2008  die  nötigen  Schritte  zu  unternehmen  in  der  Erstellung  eines  Rückzahlungsplanes, damit die Personalfürsorgestiftung den Betrag von  Fr. 214'740.90 per 31. Dezember 2004, zuzüglich einem marktkonformen  Zins  und  abzüglich  der  Rückzahlung  von  Fr.  45'000.­,  Valuta  28.  Dezember  2006,  von  der  Arbeitgeberfirma D._______AG   zurückerhält.  Zudem  wurden  diese  Mitglieder  des  Stiftungsrates  aufgefordert,  innert  derselben  Frist  die  Jahresrechnung  2007  gemäss  den  Fachempfehlungen  zur  Rechnungslegung  von  Personalvorsorgeeinrichtungen Swiss GAAP FER 26 zu erstellen und der  Aufsichtsbehörde einzureichen (Dispositivziffer IV). Des Weiteren hat die  Vorinstanz  im  Falle  einer  Widerhandlung  gegen  die  vorliegende  Verfügung  die  Strafverfolgung  gemäss  Art.  292  des  Schweizerischen 

C­5780/2008 Strafgesetzbuchs  vom 21. Dezember  1937  (StGB, SR 311.0)  sowie  die  Amtsenthebung der Mitglieder des Stiftungsrates unter Einsetzung eines  kommissarischen  Verwalters  auf  Kosten  der  Personalfürsorgestiftung  angedroht  (Dispositivziffer  V).  Schliesslich  wurden  die  Personalfürsorgestiftung  bzw.  deren Organe  auf  die Strafbestimmungen  gemäss  Art.  158  StGB  sowie  des  Bundesgesetzes  vom  25.  Juni  1982  über die berufliche Alters­, Hinterlassenen­ und Invalidenvorsorge (BVG,  SR 831.40) und die Verantwortlichkeit gemäss Art. 52 BVG hingewiesen.  Einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  wurde  die  aufschiebende  Wirkung  entzogen  (Dispositivziffer  VII).  Die  Vorinstanz  führte  dazu  aus,  das  1995  von  der  Beschwerdeführerin  der  Arbeitgeberfirma gewährte Darlehen von Fr. 63'000.­ sei in der Folge Jahr  für  Jahr  angestiegen  und  habe  am  31.  Dezember  2004  Fr.  171'576.80  betragen,  was  60 %  der  Bilanzsumme  ausmache.  Die  Vorinstanz  habe  von  der  Beschwerdeführerin  bzw.  deren  Stiftungsrat  am  14.  Juni  1999  eine  Sicherstellung  des  Darlehens  und  am  23.  August  2006  die  Rückzahlung  des  Darlehens  aufgrund  eines  Rückzahlungsplanes  verlangt.  Dieser  Aufforderung  sei  die  Beschwerdeführerin  trotz  verschiedenen  Aufforderungen,  Korrespondenzen  und  Besprechungen  nicht nachgekommen. Zudem habe die Beschwerdeführerin im Jahr 2004  die  Arbeitgeberbeiträge  in  der  Höhe  von  Fr.  43'164.10,  mangels  einer  Arbeitgeberbeitragsreserve,  unerlaubterweise  aus  dem  freien  Stiftungsvermögen bezahlt. Diese Mängel seien im Übrigen auch von der  Kontrollstelle,  der  V._______,  sowie  aufgrund  der  von  der  Vorinstanz  angeordneten  Wirtschaftsprüfung  durch  die  Firma  E._______  bestätigt  worden.  Den  angeordneten  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung  einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  ihre  genannte  Verfügung  begründet  die  Vorinstanz  dahingehend,  die  gegebene  Situation  verlange,  dass  unverzüglich  angemessene  Massnahmen  zur  Wahrung  der  Interessen  der Personalfürsorgestiftung und ihrer Destinatäre getroffen würden. C.  Gegen diese Verfügung erhob die Personalfürsorgestiftung (nachfolgend  Beschwerdeführerin oder Stiftung) am 10. September 2008 Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  (act.  1).  Dabei  beantragte  sie  die  Aufhebung der Dispositivziffern III – VI der angefochtenen Verfügung und  die  Feststellung,  dass  die  Beschwerdeführerin  berechtigt  sei,  die  Arbeitgeberbeiträge  der  Stifterfirma  D._______AG  aus  dem  freien  Stiftungsvermögen  zu  bezahlen.  Zudem  ersuchte  sie  bezüglich  der  angefochtenen  Dispositivziffern,  die  aufschiebende  Wirkung  der  vorinstanzlichen Verfügung wieder herzustellen. Zur Begründung machte 

C­5780/2008 sie im Wesentlichen geltend, mit dem Inkrafttreten des BVG, mithin per 1.  Januar  1985,  habe  sich  die  Arbeitgeberfirma  für  die  Durchführung  der  beruflichen  Vorsorge  der  Sammelstiftung  der  B._______  Lebensversicherung  angeschlossen.  Dies  habe  dazu  geführt,  dass –  entgegen  dem  ursprünglichen  Stiftungszweck  –  den Destinatären  keine  Rechtsansprüche  mehr  auf  Leistungen  der  Personalfürsorgestiftung  zugestanden  seien.  In  Anbetracht  dieser  Zweckänderung  habe  der  Stiftungsrat  am  18.  Dezember  1984  beschlossen,  die  Personalfürsorgestiftung  als  reine  patronale  Finanzierungsstiftung  weiterzuführen, welche nicht dem BVG unterstellt sei. Da die freien Mittel  nunmehr  vollständig  für  die  Bezahlung  der  Arbeitgeberbeiträge  der  Stifterfirma  an  die  Sammelstiftung  der  B._______  Lebensversicherung  hätten  verwendet  werden  dürfen,  sei  Art.  2  der  Stiftungsurkunde  dahingehend  ergänzt  worden.  Von  dieser  neuen  Finanzierungsmöglichkeit  habe  die  Arbeitgeberfirma  indes  erst  ab  1995  Gebrauch gemacht,  nachdem sie  in  einen  finanziellen Engpass geraten  sei.  So  habe  sie  die  Bezahlung  der  Arbeitgeberbeiträge  in  den  Jahren  1995  und  2004  nicht  aus  den  freien  Stiftungsmitteln,  sondern  mittels  Darlehen  der  Personalfürsorgestiftung  vorgenommen.  Diese  Darlehen  seien in der Folge teilweise zurückbezahlt worden. Anschliessend hätten  die Arbeitgeberbeiträge  in den Jahren 2004 – 2007 infolge der weiterhin  angespannten  Finanzlage  der  Arbeitgeberfirma  dennoch  aus  den  freien  Stiftungsmitteln  bezahlt  werden  müssen.  Die  von  der  Vorinstanz  angeordnete  Rückzahlung  der  Darlehen,  welche  sofort  zu  vollziehen  wäre,  würde  die  Existenz  der  D._______AG  und  damit  zahlreicher  Arbeitsplätze in Frage stellen. Die Wiederherstellung der aufschiebenden  Wirkung der Beschwerde dränge sich im Interesse der Destinatäre auf. D.  Mit  Zwischenverfügung  vom  22.  September  2008  trat  das  Bundesverwaltungsgericht auf das Ersuchen der Beschwerdeführerin um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden Wirkung  ihrer  Beschwerde  nicht  ein (act. 4). E.  In  ihrer  Vernehmlassung  vom  29.  Januar  2009  (act.  13)  beantragte  die  Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Bei der Beschwerdegegnerin  handle es sich nicht um eine Finanzierungsstiftung. Zwar verfolge sie seit  1984  mehrere  Ziele,  bezwecke  aber  immer  noch  das  Ausrichten  von  Ermessensleistungen  im  weiteren  Sinne  der  beruflichen  Vorsorge.  Bis  Ende 1984 hätte sie Gelegenheit gehabt, eine Arbeitgeberbeitragsreserve 

C­5780/2008 auszusondern, was aber nicht geschehen sei. Darüber hinaus dürfe das  Vermögen  nicht  mehr  zur  Finanzierung  von  Arbeitgeberbeiträgen  verwendet  werden.  Die  Beschwerdeführerin  habe  auf  diesen  Zeitpunkt  hin  einzig  einen  zusätzlichen  Zweck  für  die  Verwendung  des  Stif­ tungsvermögens  in  die  Stiftungsurkunde  aufgenommen.  Eine  Überführung  in  eine  neue  patronale  Stiftung  habe  aber  nicht  stattgefunden. Was  die  angeordneten Aufsichtsmassnahmen  anbelangt,  verweist  die  Vorinstanz  auf  den  Grundsatz  der  Sicherheit  der  Vermögensanlage, welchen die Beschwerdeführerin zu beachten habe. F.  In  ihrer Replik vom 20. April 2009 (act. 19) hielt die Beschwerdeführerin  an ihren Anträgen und deren Begründung gemäss ihrer Beschwerde vom  10. September 2008 weitgehend fest. G.  Mit  Verfügung  vom  27.  April  2009  (act.  21)  forderte  das  Bundesverwaltungsgericht  bei  der  Beschwerdeführerin  weitere  Unterlagen  an,  welche  sie  mit  Eingabe  vom  24.  Juni  2009  (act.  26)  einreichte. H.  Mit  Schreiben  vom  7.  Juli  2009  forderte  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerdeführerin  auf,  zu  ihrer  genannten  Eingabe  ergänzende  Fragen  zu  beantworten  und  allfällige  Beweismittel  einzureichen.  Dieser  Aufforderung kam sie mit Schreiben vom 28. August 2009 (act. 34) nach. I.  Mit Schreiben vom 7.  Juli  2009 ersuchte das Bundesverwaltungsgericht  die  B._______  Lebensversicherungsgesellschaft,  verschiedene  Fragen  im  Zusammenhang  mit  dem  Gruppenversicherungsvertrag  zu  beantworten,  welchen  diese  mit  der  Stiftung  abgeschlossen  hatte.  Zu  diesen Fragen liess sich die B._______ Lebensversicherungsgesellschaft  am  13.  Juli  2009  unter  Einreichung  von  weiteren  Beweismitteln  vernehmen (act. 31). J.  Mit  Verfügung  vom  15.  September  2009  (act.  35)  stellte  das  Bundesverwaltungsgericht  der  Vorinstanz  ein  Doppel  der  Replik  der  Beschwerdeführerin vom 20. April 2009, der ergänzenden Stellungnahme  vom  24.  Juni  2009,  der  Eingabe  der  B._______ 

C­5780/2008 Lebensversicherungsgesellschaft  vom  13.  Juli  2009  sowie  der  Eingabe  der Beschwerdeführerin vom 28. August 2009 zu und gab ihr Gelegenheit  zur Stellungnahme. Mit Eingabe vom 15. Oktober 2009 (act. 36) erklärte  die Vorinstanz, von diesen Unterlagen Kenntnis genommen zu haben und  verwies  auf  ihre  angefochtene  Verfügung  sowie  ihre  Vernehmlassung  vom 29. Januar 2009. K.  Mit  Verfügung  vom  20.  Oktober  2009  (act.  37)  wurde  der  Schriftenwechsel geschlossen. L.  Den mit Zwischenverfügung vom 25. September 2008 (act. 5) erhobenen  Kostenvorschuss  von  Fr.  4'000.­  zahlte  die  Beschwerdeführerin  am  15.  Oktober 2008 ein (act. 9). M.  Auf  die  Ausführungen  der  Parteien  wird  –  sofern  erforderlich  –  in  den  nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG; SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), sofern keine  Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art.  33 VGG genannten Behörden 1.2.  Zu  den  beim  Bundesverwaltungsgericht  anfechtbaren  Verfügungen  gehören  jene  der  Aufsichtsbehörden  im  Bereiche  der  beruflichen  Vorsorge  nach  Art.  74  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  25.  Juni  1982  über die berufliche Alters­, Hinterlassenen­ und Invalidenvorsorge (BVG;  SR 831.40), dies in Verbindung mit Art. 33 Bst. i VGG. Eine Ausnahme im  Sinne von Art. 32 VGG liegt in casu nicht vor.. 1.3.  Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  der  Verwaltungsakt  der  Vorinstanz  vom  5.  August  2008,  welcher  eine  Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG darstellt.

C­5780/2008 1.4.  Zur  Beschwerdeführung  berechtigt  ist,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art.  48  lit.  a,  b  und  c  VwVG).  Als  schutzwürdig  in  diesem  Sinne  gilt  jedes  faktische  und  rechtliche  Interesse,  welches  eine  von  der  Verfügung  betroffene Person  an  deren Änderung oder Aufhebung  geltend machen  kann.  Die  Beschwerdeführerin  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen,  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  als  Adressatin  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Anfechtung  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Sie  ist  daher  zur  Beschwerde  legitimiert. 2.  2.1. Unter den Parteien  ist  sinngemäss streitig und vorab zu prüfen, ob  die Beschwerdeführerin eine auf dem Gebiet der Alters­, Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  tätige  Personalfürsorgestiftung  gemäss  Art.  89bis  Abs. 6 ZGB ist und – gegebenenfalls – inwieweit die in dessen Ziffern 1 –  23 aufgeführten Bestimmungen des BVG in casu Anwendung finden. Von  der  Beantwortung  dieser  Frage  hängt  daher  primär  ab,  ob  das  Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde  gegen  die  Verfügung  der  Vorinstanz  zuständig  ist  (89bis  Abs.  6  Ziff.  19  ZGB  i.V.m. Art.  74 Abs.  1 BVG),  und  ob  –  in materieller Hinsicht  –  die  Bestimmungen  über  die  Aufsicht  gemäss  Art.  61,  62  und  64  BVG  (Art.  89bis Abs. 6 Ziff. 12 ZGB) sowie über die Vermögensverwaltung gemäss  Art. 71 BVG (Art. 89bis Abs. 6 Ziff. 18 ZGB) anwendbar sind. 2.2.  2.2.1.  Gemäss  Randtitel  G  zu  Art.  89bis  ZGB  ist  die  Personalfürsorgestiftung eine besondere Art einer Stiftung  im Sinne von  Art.  80  ff.  ZGB.  Gemäss  Lehre  und  Rechtsprechung  zeichnet  sich  die  Personalfürsorgestiftung  durch  ihren  besonderen  Destinatärkreis  sowie  Zweck aus: So umfasst der Destinatärkreis die Arbeitnehmer eines oder  mehrerer  Unternehmen,  d.h.  diejenigen  Personen,  die  in  einem  Arbeitsverhältnis  (Art.  319  ff.  OR  i.V.m.  Art.  331  OR)  zum  Arbeitgeber  stehen  oder  gestanden  sind  und  ihre  Angehörigen.  Der  Zweck  umfasst  sodann  die  Personalvorsorge.  Darunter  fallen  Leistungen  für  bestimmte  Wechselfälle  des  Lebens, wie  insbesondere  (aber  nicht  ausschliesslich)  für  Alter,  Tod  und  Invalidität.  Dabei  kann  (muss  aber  nicht)  die  Ausrichtung  dieser  Leistungen  vom  Vorliegen  einer  wirtschaftlichen 

C­5780/2008 Notlage  des  Arbeitnehmers  abhängig  gemacht  werden.  Was  letzteres  anbelangt,  gehört  zu  den  typischen  Wesensmerkmalen  einer  Personalfürsorgestiftung im Sinne von Art. 89bis Abs. 6 ZGB, dass sie den  beitragspflichtigen  Destinatären  planmässig  Rechtsansprüche  auf  versicherungsmässige Leistungen  (Renten, Kapital oder Kombinationen)  beim  Eintritt  versicherter  Risiken  gewährt  (Einrichtungen  mit  Versicherungscharakter).  Werden  hingegen  den  Destinatären  ohne  Beitragspflicht blosse Ermessensleistungen (in Kapital­ oder Rentenform)  ohne  festen  Plan,  ohne  versicherbare  Risikodeckung  und  ohne  Rechtsanspruch  gewährt,  welche  allein  durch  die  Stifterfirma  finanziert  werden, handelt es sich um einen patronalen Wohlfahrtsfonds, (vgl. zum  Ganzen  CHRISTINA   RUGGLI­WÜEST,  Wohlfahrtsfonds  heute:  Ein  Auslaufmodell,  oder  …?,  in:  BVG­Tagung  2009,  Aktuelle  Fragen  der  beruflichen Vorsorge  [René Schaffhauser  / Hans­Ulrich Stauffer,  Hrsg.],  S.  158  ff.;  HANS MICHAEL RIEMER  / GABRIELA RIEMER­KAFKA,  Das  Recht  der beruflichen Vorsorge in der Schweiz, 2. Auflage, Bern 2006, S. 31 ff.;  HANS MICHAEL RIEMER,  in: Berner Kommentar  zum ZGB, Bern  1975, S.  210 N. 297 – 305; JÜRG BRÜHWILER, Die betriebliche Personalvorsorge in  der Schweiz, Bern 1989, S. 64 ff. § 5; CARL HELBLING, Personalvorsorge  und BVG, 8. Auflage, Bern/Stuttgart/Wien 2006, S. 92 Ziff. 3.23; ISABELLE  VETTER­SCHREIBER,  Kommentar  zum  BVG,  Zürich  2009,  S.  224  N.  11;  JACQUES­ANDRÉ  SCHNEIDER,  Attributions  volontaires  de  prévoyance  de  l'employeur; fiscalité et cotisations AVS/AI, in: SZS 2009 S. 437; HAROLD  GRÜNINGER,  Kommentar  zum  ZGB,  Honsell/Vogt/Geiser  [Hrsg.],  Basel  2006, N. 17 zu Art. 89bis ZGB; FRANZISKA BUR BÜRGIN, Wohlfahrtsfonds,  Vorsorgeeinrichtungen  im  luftleeren  Raum?  in:  Festschrift  "25  Jahre  BVG",  Hans­Ulrich  Stauffer  [Hrsg.],  S.  56;  Urteile  des  Bundesgerichts  9C_193/2008 vom 2. Juli 2008 E. 2; BGE 130 V 80 E. 3.3.3; BGE 117 V  214  E.  1,  jeweils  mit  weiteren  Hinweisen;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­2365/2006  vom  19.  Februar  2008  E.  3).  Wie unten in E 2.2.7 näher dargelegt wird, handelt es sich vorliegend bei  der Beschwerdeführerin um einen patronalen Wohlfahrtsfonds. Das  Bundesgericht  hat  im  erwähnten  Urteil  9C_193/2008  im  Weiteren  präzisiert,  die  Rechtsfrage,  ob  eine  Personalfürsorgestiftung  ein  patronaler Wohlfahrtsfonds  oder  eine Vorsorgeeinrichtung  im Sinne  von  Art.  73  Abs.  1  BVG  sei,  beurteile  sich  nicht  nach  den  dazu  von  den  Stiftungsorganen  oder  den  Revisoren  in  den  Jahres­  und  Revisionsberichten  oder  korrespondenzweise  abgegebenen  Verlautbarungen,  sondern  nach  dem  reglementarisch  umschriebenen  Stiftungszweck und der stiftungsrechtlich vorgesehenen Finanzierung der 

C­5780/2008 Stiftungsaufgaben  (E.  3.2).  Im  gleichen  Sinne  ist  auch  im  vorliegenden  Fall zu verfahren, zumal die Rechtspflegebestimmungen gemäss Art. 73  und  74  BVG  auch  für  die  Personalfürsorgestiftungen  im  Sinne  von  Art.  89bis Abs. 6 Anwendung  finden  (Ziff.  19 dieser Bestimmung) und es bei  der  hier  zu  beurteilenden  Rechtsfrage  um  die  Anwendbarkeit  der  Rechtswege – vorliegend nach Art. 74 BVG – geht. 2.2.2. Bei der Personalfürsorgestiftung der Firma D._______AG handelt  es sich um eine nicht registrierte Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. ZGB. In  deren  Stiftungsurkunde  lauten  die  entsprechenden  Bestimmungen  wie  folgt (vgl. act. 1.3 und 1.5): "Art. 2 [1.]  Die  Stiftung  bezweckt  die  Fürsorge  für  die  nachstehend  bezeichneten  Destinatäre  gegen  die  wirtschaftlichen  Folgen  von  Alter,  Tod,  Invalidität,  Krankheit,  Unfall  und  in  besonderen Notlagen.  Destinatäre  sind  die  Arbeit­ nehmer  der  Stifterfirma  und  ihre  Angehörigen  und  Hinterlassenen,  sowie  Personen, für die der Arbeitnehmer nachweisbar bis zuletzt gesorgt hat. Aus  dem Stiftungsvermögen dürfen jedoch keine Leistungen erbracht werden, zu  welchen  die Stifterfirma  rechtlich  verpflichtet  ist,  oder  die  sie  zusätzlich  als  Entgelt  für  geleistete  Dienste  üblicherweise  ausrichtet  (wie  Teuerungszulagen, Gratifikationen, Dienstaltersgeschenke u.s.w.).  [2.]  Der  Stiftungszweck  wird  auch  verfolgt  durch  Zuweisung  von  Beiträgen  aus der Arbeitgeber­Beitragsreserve an die Personalvorsorgeeinrichtung der  Stifterfirma. Diese Beiträge gelten als Beiträge der Firma  im Sinne von Art.  331 OR bzw. Art. 66 BVG.  [3.] Die Stiftung  kann mit  bestehenden oder neuen Mitteln  zugunsten steu­ erbefreiter  Personalvorsorge­Einrichtungen  der  Stifterfirma  eine  Beitragsreserve gemäss Art. 331 OR errichten.  [4.] Die Stiftung kann Zuwendungen oder Leistungen gemäss Art. 338, 339  OR  direkt  an  andere  steuerbefreite  Personalvorsorge­Einrichtungen  einer  Firma erbringen.  Art. 3 [1.]  Das  Vermögen  der  Stiftung  wird  durch  Widmung  eines  Gründungskapitals  von  Fr.  10'000.­,  durch  weitere  freiwillige  oder  reglementarisch festgelegte Zuwendungen der Stifterfirma oder Dritter, durch  allfällige Gewinne aus Versicherungsverträgen und durch Kapitalerträgnisse  gebildet. [2.] Das Stiftungsvermögen kann ganz oder  teilweise  in einer Forderung an  die Stifterfirma bestehen. Eine solche Forderung  ist von der Stifterfirma an­

C­5780/2008 gemessen  zu  verzinsen  und  in  dem  den  Beiträgen  der  Arbeitnehmer  ent­ sprechenden Verhältnis sicherzustellen. [3.]  Die  Stiftung  hat  das  Recht,  ihr  Vermögen  ganz  oder  teilweise  zu  verwenden, soweit dies die Erfüllung des Stiftungszwecks es erfordert. [4.]  Für  die Verbindlichkeiten der Stiftung  haftet  ausschliesslich  ihr  eigenes  Vermögen." 2.2.3.  Aus  diesen  statutarischen  Bestimmungen  geht  hervor,  dass  das  Stiftungsvermögen  u.a.  durch  Zuwendungen  der  Stifterfirma  geäufnet  wird,  welche  freiwillig  oder  reglementarisch  erfolgen  können.  Hingegen  werden keine Beiträge der Arbeitnehmer  vorgesehen. Den Destinatären  werden  im  Weiteren  auch  keine  rechtsverbindlichen  Ansprüche  auf  im  Stiftungszweck vorgesehene Leistungen eingeräumt, auch für jene für die  Vorsorge  im  engeren  Sinne  für  Alter,  Tod  und  Invalidität  nicht.  Diese  Regelung geht, wie die Beschwerdeführerin geltend macht und auch den  Akten  entnommen  werden  kann,  aus  einer  Zweck­  und  Organisationsänderung  per  31.  Dezember  1984  hervor,  welche  der  Stiftungsrat am 18. Dezember 1984 beschloss (vgl. Sitzungsprotokoll act.  1/5 = act. 38) und am 8. Januar 1985 von der Umwandlungsbehörde (hier  Gesundheits­  und  Sozialfürsorgedirektion  des  Kantons  Freiburg)  mit  konstitutiver  Wirkung  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­ 903/2007  vom 3. November  2010 E.  6.2 m.w.H.)  genehmigt worden  ist  (act. 40). Dabei wurde der bis zu diesem Zeitpunkt geltende Abs. 2 von  Art. 2 der Stiftungsurkunde aufgehoben und mit den zitierten Absätzen 2  bis 4 ersetzt. Diese frühere Bestimmung sah folgende Regelung vor: "Art. 2 [2] Sofern die Stiftung Destinatären Rechtsansprüche gewährt, stellt sie ein  Reglement auf, welches  im Rahmen dieser Stiftungsurkunde den Kreis der  Destinatäre, deren Rechtsstellung, Art und Umfang der Fürsorgeleistungen,  sowie  alle  sonst  erforderlichen Modalitäten  umschreibt.  Sie  hat  das Recht,  dieses Reglement unter Wahrung bereits bestehender Rechtsansprüche von  Destinatären jederzeit ganz oder teilweise abzuändern, wobei der Stifterfirma  vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden soll." In  der Folge wurde auf  den 31. Dezember  1984 hin  auch das geltende  "Reglement  über  die  Versicherung  des  Personals  der  Firma  D._______AG"  (Reglement  Nr.  1253)  aufgehoben,  welches  unter  anderem den Destinatären konkrete Leistungsansprüche nach Massgabe  des  statutarischen  Zwecks  gewährte  (Art.  1  sowie  10  –  12  des  Reglements),  welche  durch  Beiträge  der  Stifterfirma  und  Destinatäre 

C­5780/2008 gemeinsam zu finanzieren waren (Art. 13 des Reglements). Aufgehoben  wurde  auch  der  gemäss  Art.  2  des  Reglements  dafür  errichtete  Gruppenversicherungsvertrag  mit  der  B._______  Lebensversicherungsgesellschaft  vom  15.  bzw.  18.  Mai  1962.  Die  sich  daraus  ergebenden  Rechte  und  Pflichten  wurden  der  Gemeinschaftsstiftung als neue Versicherungsnehmerin übertragen  (act.  31 und 31/4).  2.2.4.  Die  Beschwerdeführerin  begründet  diese  Zweck­  und  Organisationsänderung  dahingehend,  dass  sich  die Stifterfirma mit  dem  Inkrafttreten  des  BVG  der  Sammelstiftung  der  B._______  Lebensversicherungsgesellschaft  zur  Durchführung  der  beruflichen  Vorsorge  gemäss  BVG  angeschlossen  habe  (vgl.  Protokoll  der  Sitzung  des Stiftungsrates vom 18. Dezember 1984, a.a.O.) Dies geht auch aus  den  Akten  hervor,  so  aus  dem  Kollektivversicherungsvertrag  zwischen  der  Gemeinschaftsstiftung  der  B._______  Lebensversicherungsgesellschaft zur Förderung der Personalfürsorge im  Kanton F._______ und der B._______ Lebensversicherungsgesellschaft  vom 13. Oktober 1986 (act. 26/1) sowie aus dem Anschlussvertrag vom  8.  Dezember  2008  (act.  26/2).  Wie  die  B._______  Versicherungsgesellschaft  in  ihrer  Eingabe  vom  13.  Juli  2009  (act.  31)  bestätigt,  wurde  mit  dieser  Umwandlung  die  Vorsorge  konzeptionell  komplett  geändert,  indem  neu  die  (nunmehr  gesetzlich  verlangte)  Vorsorge durch eine Vorsorgekasse innerhalb der Gemeinschaftsstiftung  der  B._______  und  nicht  mehr  durch  die  firmeneigene  Personalfürsorgestiftung sichergestellt worden sei. 2.2.5. Damit kann kein Zweifel daran bestehen, dass der Stiftungsrat mit  der  fraglichen  Zweck­  und  Organisationsänderung  auch  tatsächlich  die  Absicht  verfolgte,  den  Destinatären  keine  versicherungsmässigen  Leistungen mehr zu gewähren, auf welche ein Rechtsanspruch bestehen  würde. Dies wird von der Vorinstanz übersehen, geht sie doch davon aus,  bei  der  erfolgten  Statutenänderung  handle  es  sich  nicht  um  eine  Zweckänderung; vielmehr habe die Stiftung  ihren ursprünglichen Zweck,  das  Ausrichten  von  Ermessensleistungen  an  die  Destinatäre  für  die  Vorsorge  im  weiteren  Sinne,  mit  der  per  31.  Dezember  1984  erfolgten  Statutenänderung  beibehalten  und  um  einen  weiteren  Zweck  erweitert,  nämlich die Zuweisung von Beiträgen an die Arbeitgeberbeitragsreserve  der  Personalvorsorgestiftung  der  Stifterfirma  (vgl.  Vernehmlassung  act.  13 Ziff. 3, 4 und 7). 

C­5780/2008 2.2.6.  Unerheblich  in  diesem  Zusammenhang  und  kein  stichhaltiger  Hinweis auf den Versicherungscharakter ist, dass die Stiftung ab 1985 bis  1992  die  Einnahme  von  Beiträgen  der  Arbeitgeber  und  Arbeitnehmer  verbuchte, benötigte sie diese – wie aus den Bilanzen der betreffenden  Jahre  hervorgeht  (vgl.  act.  13/4­11)  –  denn  auch  nicht  für  die  Finanzierung  ihrer  Leistungen,  sondern  leitete  diese  an  die  Sammelstiftung der B._______ Lebensversicherung weiter. Selbst wenn  die  Beschwerdeführerin  damit  für  besagte  Zeitspanne  in  "treuhänderischer"  Geschäftsbesorgung  die  Erhebung  der  Beiträge  der  Arbeitnehmer  für  die  Durchführung  der  beruflichen  Vorsorge  übernahm  (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts B 137/06 vom 14. Dezember 2007  E.  4.4),  ist  darin  keine  Weiterführung  der  am  1.  Januar  1985  an  die  Sammelstiftung  der  B._______  Lebensversicherungsgesellschaft  übertragenen  Aufgabe  der  Durchführung  der  beruflichen  Vorsorge  zu  erkennen.  Unzweifelhaft  ist  damit,  dass  die  Stiftung,  wie  die  Beschwerdeführerin  richtig  darlegt,  in  einen  patronalen Wohlfahrtsfonds  überführt worden ist. 2.2.7.  Somit  fehlen  der  Stiftung  die  genannten  typischen  Wesensmerkmale, welche sie als Personalfürsorgestiftung  im Sinne von  Art.  89bis  Abs.  6  ZGB  qualifizieren,  nämlich  die  Gewährung  von  Rechtsansprüchen an die Destinatäre auf Versicherungsleistungen beim  Eintritt  versicherter  Risiken  (Urteil  des  Bundesgerichts  9C_193/2008  E.  3.3  in  fine,  ferner BGE 117 V 214 E.  1c). Vielmehr  handelt  es  sich  um  einen patronalen Wohlfahrtsfonds im Sinne von Art. 89bis Abs. 1 – 3 und 5  ZGB.  Daran  ändert  auch  nichts,  dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Zwecksetzung  neben  der  Ausrichtung  von  Vorsorgeleistungen  auch  die  Gewährung  von  Beiträgen  an  die  Arbeitgeberbeitragsreserve  der  Vorsorgeeinrichtung der D._______AG vorsieht, finden sich in der Praxis  auch Wohlfahrtsfonds mit gemischten Zwecksetzungen, bei denen – wie  hier  –  der  primäre  Zweck  in  der  freiwilligen  Erbringung  von  Vorsorgeleistungen besteht. Da somit die Finanzierung von Beiträgen des  Arbeitgebers an die verbundene registrierte Vorsorgeeinrichtung nicht der  einzige  Zweck  der  Beschwerdeführerin  bildet,  kann  es  sich  –  entgegen  ihrer  Ansicht  –  auch  nicht  um  reine  Finanzierungsstiftung  handeln, was  die  Vorinstanz  im  Übrigen  denn  auch  zu  Recht  festgestellt  hat  (zur  Terminologie vgl. RUGGLI­WÜEST, a.a.O. S. 160 – 162).  2.3. Nach der Lehre und Rechtsprechung unter der Rechtslage, wie sie  vor der 1. BVG­Revision per 1. Januar 2006 (3. Paket) bestand, wurden  für  patronale  Wohlfahrtsfonds  wegen  des  engen  Bezugs  (Zweck  und 

C­5780/2008 Destinatärkreis)  zu  den  Personalfürsorgestiftungen  –  neben  den  vorerwähnten Art. 89bis Abs. 1 – 3, 5 ZGB – einzelne Bestimmungen aus  dem  Katalog  gemäss  Art.  89bis  Abs.  6  ZGB  analog  angewendet,  so  insbesondere  bezüglich  Aufsicht,  Rechtsweg,  Teilliquidation  (vgl.  hierzu  HANS  MICHAEL  RIEMER,  a.a.O.,  SZS  2007  S.  550  Ziff.  II;  CHRISTINA  RUGGLI­WÜEST,  a.a.O.  S.  163;  FRANZISKA  BUR  BÜRGIN,  a.a.O.,  S.  64;  Urteile des BGer   9C_954/2010 vom 15. Mai 2011 E. 5.1 mit Hinweisen;  2A.189/2002 vom 10. Oktober 2001 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteile BVGer  C­2354/2006  vom  27.  April  2007  E.  4;  C­2365/2006  vom  19.  Februar  2008 E. 3). 2.4.  Mit  der  1.  BVG­Revision  per  1.  Januar  2006  ist  für  Personalfürsorgestiftungen  insofern  eine  Änderung  der  Rechtslage  eingetreten,  als  der Gesetzgeber mit  der  Aufnahme  von  Ziffer  1  in  Art.  89bis Abs. 6 ZGB neu die  "Geltung der Definitionen und Grundsätze der  beruflichen  Vorsorge  sowie  des  versicherbaren  Lohnes  oder  des  versicherbaren  Einkommens  (Art.  1,  33a  und  33b  [BVG])"  auf  die  Personalfürsorgestiftungen ausdehnte. Nach Art. 1 BVG sowie Art. 1 – 1i  BVV  2  gehört  zu  diesen  Grundsätzen  auch  das  Versicherungsprinzip  (Grundprinzip  der  kollektiven  Risikoübernahme,  vgl.  Art.  1h  BVV  2).  Dieses  schreibt  vor,  dass  die  Risiken  Tod  und  Invalidität  nach  versicherungstechnischen  Grundsätzen  berechnet  und  abgesichert  sein  müssen  (Bundesamt  für  Sozialversicherungen,  Erläuterungen  zur  Änderung  der  BVV  2  ad  Art.  1h,  in:  Mitteilungen  über  die  berufliche  Vorsorge  Nr.  83  vom  16.  Juni  2005  S.  18).  Damit  fragt  sich,  ob  für  patronale  Wohlfahrtsfonds  Art.  89bis  Abs.  6  ZGB  weiterhin  analog  anwendbar  ist  oder  ob  in  Anbetracht  der  Verstärkung  der  Geltung  der  BVG­Grundlagen  in  Ziff.  1  für  eine  Analogie  kein  Raum  mehr  bleibt.  Letzteres  hätte  zur  Folge,  dass  die  patronalen  Wohlfahrtsfonds  ausschliesslich wie Personalfürsorgestiftungen  nach den Bestimmungen  von Art. 89bis Abs. 1 – 3, 5 ZGB zu behandeln wären, für welche sich die  Aufsicht  und  der  Rechtsweg  nicht  nach  dem  BVG  (so  für  die  Aufsicht  nach Art.  61, 62, 64, BVG und  für den Rechtsweg nach Art.  73 und 74  BVG)  sondern  wie  für  klassische  Stiftungen  nach  den  allgemeinen  Bestimmungen des ZGB (so für die Aufsicht Art. 84 ZGB) richten würden. 2.4.1. Aus dem Wortlaut von Art. 89bis ZGB, welcher sich gegenüber der  bis zum 31. Dezember 2005 geltenden Fassung einzig im Katalog der in  Abs.  6  aufgeführten  anwendbaren  BVG­Bestimmungen  unterscheidet,  lassen sich keine Hinweise für die zu  interessierende Frage entnehmen.  Solche lassen sich ebenso wenig aus den parlamentarischen Beratungen 

C­5780/2008 zur  BVG­Revision  entnehmen,  wurde  doch  die  Frage  nach  den  patronalen  Wohlfahrtsfonds,  wie  Riemer  zu  Recht  erwähnt  (vgl.  HANS­ MICHAEL RIEMER, a.a.O. S. 550 in fine), nicht diskutiert (vgl. auch AB 2003  N  631,  AB  2003  S  543,  wo  die  Änderung  von  Art.  89bis  Abs.  6  ZGB  diskussionslos genehmigt wurde). Immerhin lässt sich den Beratungen zu  Art. 1 BVG entnehmen, dass es darum ging, klar zu definieren, was die  berufliche  Vorsorge  im  Rahmen  der  zweiten  Säule  nach  dem  Verfassungsauftrag  sei,  und  diese  gegenüber  der  dritten  Säule  abzugrenzen  (AB  2002  S  1036,  AB  2002  N  504).  Auch  das  Bundesgericht  hat  zur  vorliegenden  Frage  bisher  nicht  Stellung  genommen.  2.4.2. In der Lehre wird die Problematik kontrovers diskutiert: So vertreten  einzelne Autoren  (HANS MICHAEL RIEMER, a.a.O., S. 550; RIEMER­KAFKA,  a.a.O.  S.  35;  JAQUES­ANDRÉ  SCHNEIDER,  a.a.O.  S.  437;  VIKTOR  ACKERMANN,  Verwendung  der  freien  Mittel  bei  patronalen  Wohlfahrtsfonds,  in:  Schweizer  Personalvorsorge  2009  S.  57;  THOMAS  GEISER,  Teilliquidation  bei  Pensionskassen,  in:  Der  Schweizer  Treuhänder  2007  S.  83)  die  Meinung,  die  Gesetzesänderung  habe  im  Ergebnis  dazu  geführt,  dass  für  die  patronalen  Wohlfahrtsfonds  nun  ausschliesslich  die  Bestimmungen  von  Art.  89bis  Abs.  1  –  5  ZGB  anwendbar seien und sie damit von den weiteren Bestimmungen in Abs.  6  insofern  "abgekoppelt"  (so  RIEMER)  worden  seien,  als  diese  weder  direkt  noch  analog  anwendbar  seien;  dies  allerdings  nicht  ohne  Kritik  zugunsten  der  bisherigen Praxis  (so  insbesondere RIEMER).  Für  andere  Autoren  (CHRISTINA  RUGGLI­WÜEST,  a.a.O.  S.  166  ff.;  FRANZISKA  BUR  BÜRGIN,  a.a.O.,  S.  64  ff.;  UELI  KIESER,  in:  Schneider/Geiser/Gächter,  Handkommentar  zum  BVG  und  FZG,  Art.  53b  N.  6;  Merkblatt  der  Konferenz  der  kantonalen  BVG­  und  Stiftungsaufsichtsbehörden,  Teilliquidation von Wohlfahrtsfonds, in: Schweizer Personalvorsorge 2010  S. 81; HANS­ULRICH STAUFFER, Berufliche Vorsorge, Zürich 2005, N. 401)  haben  die  patronalen Wohlfahrtsfonds  als  urtümliche  Einrichtungen  der  beruflichen Vorsorge  nach  ihrer  Zwecksetzung und dem Destinatärkreis  auch  nach  der  BVG­Revision  immer  noch  einen  Bezug  zur  beruflichen  Vorsorge, weshalb diese einer Personalvorsorgestiftung im Sinne von Art.  89bis  Abs.  6  ZGB  näher  als  einer  klassischen  Stiftung  stünden.  Daher  rechtfertige es sich nach der  ratio  legis nach wie vor, die  in Absatz 6  in  den Ziffern 1 – 23 aufgeführten BVG­Bestimmungen wie in der bisherigen  Praxis  analog  anzuwenden,  wobei  RUGGLI­WÜEST  diesbezüglich  eine  Differenzierung im Einzelnen vornimmt (vgl. S. 166). 

C­5780/2008 Für  das  Bundesverwaltungsgericht  spricht  nichts  gegen  letztere  Auffassung, welche überzeugend ist: So hat zum einen der Gesetzgeber  mit der Änderung von Art. 89bis Abs. 6 ZGB (mithin der Verankerung der  Grundsätze  über  die  berufliche  Vorsorge  im  BVG  und  ZGB)  zumindest  explizit keine Praxisänderung hinsichtlich der patronalen Wohlfahrtsfonds  angestrebt. Ein Anhaltspunkt dafür lässt sich auch aus der per 1. Januar  2009  erfolgten  Änderung  der  BVV  2  entnehmen,  wo  der  Verordnungsgeber hinsichtlich der Anwendbarkeit der Anlagevorschriften  des BVG in Art. 59 Abs. 1 Bst. b BVV 2 die patronalen Wohlfahrtsfonds  unter  den  "anderen  Einrichtungen  der  beruflichen  Vorsorge"  (vgl.  Randtitel)  aufführt  (im  Einzelnen  s.  hierzu  hinten  E.  3.2).  Zum  anderen  bleiben  auch  nach  der  besagten  Gesetzesänderung  die  patronalen  Wohlfahrtsfonds,  selbst  wenn  sie  Ermessensleistungen  erbringen,  aufgrund  ihrer  Zwecksetzung  sowie  ihres  auf  die  Arbeitgeber­  bzw.  Stifterfirma  beschränkten  Destinatärkreises  auf  dem  Gebiet  der  beruflichen  Vorsorge  tätig.  Dabei  üben  sie  eine  Ergänzungs­  beziehungsweise Auffangfunktion aus  im Rahmen der Durchführung der  beruflichen  Vorsorge  des  Arbeitgebers  für  seine  Arbeitnehmenden,  für  welche er sich bei einer registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlossen  hat (vgl. hierzu RIEMER, a.a.O. S. 550, RUGGLI­WÜEST, a.a.O. S. 155 ff.).  Nicht  anders  ist  es  auch  im  vorliegenden  Fall,  wo  die  Arbeitgeberfirma  D._______AG  für  die  berufliche  Vorsorge  ihrer  Arbeitnehmenden  im  Rahmen  des  BVG  bei  einer  registrierten  Vorsorgeeinrichtung  (Sammelstiftung  der  B._______  Lebensversicherungsgesellschaft)  angeschlossen  ist  und  die  Beschwerdeführerin  in  diesem  Zusammenhang  insoweit  eine  Ergänzungsfunktion  ausübt,  als  sie  Vorsorgeleistungen  an  die  Arbeitnehmenden  und  ihre  Angehörigen  ausrichtet  (primärer  Stiftungszweck)  und  Beiträge  an  die  Arbeitgeberbeitragsreserve  in  der  Vorsorgeeinrichtung  erbringt  (sekundärer Stiftungszweck). Gleiches  ergibt  sich  für  den  Rechtsweg:  Sind  Entscheidungen  des  Stiftungsrats  durch  die  Aufsichtsbehörde  zu  prüfen  und/oder  zu  genehmigen,  aufsichtsrechtliche  Massnahmen  anzuordnen  und  –  im  Beschwerdefall  –  Entscheide  der  Aufsichtsbehörden  gerichtlich  zu  überprüfen,  steht  für  die  rechtliche  Beurteilung  der  Zulässigkeit  und  Angemessenheit der Massnahmen die Einbettung der Wohlfahrtsfonds in  den BVG­Kontext  im Vordergrund, weshalb  eine Überprüfung  durch  die  für rein vermögensrechtlichen Stiftungen im Sinne von Art. 80 – 89 ZGB  zuständigen  Aufsichtsbehörden  und  Gerichte  der  ratio  legis  nicht 

C­5780/2008 entspricht  und  zu  verwerfen  ist.  Nichts  anderes  lässt  sich  hierzu  den  parlamentarischen Beratungen zur BVG­Revision entnehmen. 2.5.  Zusammenfassend  lässt  sich  somit  feststellen,  dass  die  Beschwerdeführerin,  wie  erwähnt  (E.  2.2.7),  als  patronaler  Wohlfahrtsfonds zwar keine auf dem Gebiet der Alters­, Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  tätige  Personalfürsorgestiftung  gemäss  Art.  89bis  Abs.  6  ZGB mehr  ist,  was  indes  die  analoge Anwendung  der  eingangs  aufgeführten Bestimmungen  in Art. 89bis Abs. 6 ZGB (vgl. E. 2.1)  für die  formelle und materielle Prüfung der Rechtmässigkeit  der angefochtenen  Aufsichtsmassnahmen  nicht  ausschliesst. Damit  ist  auch  die  Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben (Art. 89bis Abs. 6 Ziff.  19  ZGB  i.V.m.  Art.  74  Abs.  1  BVG)  und  die  bisherige  Praxis  zu  bestätigen. 3.  3.1. Die  Vorinstanz  beanstandet  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung,  die  Beschwerdeführerin  habe  aus  dem  Stiftungsvermögen  der  Arbeitgeberfirma  D._______AG  in  den  Jahren  1995,  2002,  2003  und  2004  jeweils  ein  ungesichertes  Darlehen  gewährt,  welches  per  31.  Dezember  2005  Fr.  136'631.20  betragen  habe.  Dieses  sei  von  der  Kontrollstelle  im  Rahmen  der  jährlichen  Prüfung  der  Jahresrechnung  beanstandet  worden,  da  es  die  Limite  gemäss  Art.  57  BVV  2  überschritten habe. Dementsprechend wurde die Beschwerdeführerin von  der Vorinstanz angewiesen, das Darlehen bei der D._______AG bis auf  die  gesetzliche  Limite  zurückzufordern.  Demgegenüber  stellt  sich  die  Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, die gesetzlichen Limiten für die  Vermögensanlage  würden  in  ihrem  Fall  nicht  zutreffen,  da  sie  –  über  ihren  Charakter  als  Wohlfahrtsstiftung  hinaus  –  eine  reine  Finanzierungsstiftung sei. 3.2. Gemäss Art.  89bis Abs.  6 Ziff.  18 ZGB sind die Bestimmungen des  BVG  über  die  Vermögensverwaltung  (Art.  71  BVG)  für  die  Personalfürsorgestiftungen  anwendbar.  Bei  der  Beschwerdeführerin  handelt es sich, wie dargelegt  (vgl. vorne E. 2.2.7) um einen patronalen  Wohlfahrtsfonds, dessen Vermögen nach der primären Zwecksetzung der  Erbringung  von  Vorsorgeleistungen  an  die  Destinatäre  der  Stifterfirma  dient. Daher rechtfertigt es sich, nach dem in E. 2.5 Gesagten die BVG­ Bestimmungen über die Vermögensverwaltung analog und entsprechend 

C­5780/2008 der  bisherigen Praxis  anzuwenden  (CHRISTINA RUGGLI­WÜEST,  a.a.O. S.  166; FRANZISKA BUR BÜRGIN, a.a.O. S. 65). Dafür spricht im Übrigen auch  die Bestimmung von Art. 59 Abs. 1 Bst. b BVV 2, wonach  für patronale  Wohlfahrtsfonds die Anlagevorschriften des BVG analog anwendbar sind.  Diese Bestimmung ist zwar erst am 1. Januar 2009 in Kraft getreten und  vorliegend  nicht  direkt  anwendbar,  jedoch  spricht  nichts  gegen  ihre  Berücksichtigung,  insoweit als damit die bisherige Praxis hinsichtlich der  patronalen  Wohlfahrtsfonds  explizit  verankert  worden  ist  (vgl.  Erläuterungen des Bundesamtes  für Sozialversicherungen zur Änderung  der BVV 2, ad Art. 59 BVV 2, in: Mitteilungen über die berufliche Vorsorge  Nr. 108 vom 27. Oktober 2008, Rz 663). 3.3.  Was  die  vorliegend  bestrittenen  Vermögensanlagen  beim  Arbeitgeber betrifft,  schreibt Art. 57 BVV 2 vor, dass das Vermögen der  Vorsorgeeinrichtung,  vermindert  um  Verbindlichkeiten  und  passive  Rechnungsabgrenzung,  nicht  ungesichert  beim  Arbeitgeber  angelegt  werden  darf,  soweit  es  zur Deckung  der  Freizügigkeitsleistungen  sowie  zur Deckung der  laufenden Renten gebunden  ist  (Abs. 1),  ungesicherte  Anlagen und Beteiligungen beim Arbeitgeber  zusammen das Vermögen  um 20 % (Fassung bis zum 31. Dezember 2005) bzw. 5 % (Fassung ab  1.  Januar  2006)  nicht  übersteigen dürfen  (Abs.  2)  und die Forderungen  der  Vorsorgeeinrichtung  gegenüber  dem  Arbeitgeber  zu  marktüblichen  Ansätzen zu verzinsen sind (Abs. 3).  Der Beschwerdeführerin kann  insoweit beigepflichtet werden, als sie als  patronaler  Wohlfahrtsfonds  weder  für  die  Deckung  von  Freizügigkeitsleistungen  noch  von  laufenden  Renten  einstehen  muss.  Das  bedeutet  aber  nicht,  dass  die  Anlagen  beim  Arbeitgeber  in  vollem  Umfang  nicht  gesichert  zu  sein  brauchen.  Denn  eine  vollumfänglich  ungesicherte Anlage steht nicht im Einklang mit dem Grundsatz, wonach  bei der Anlage des Vermögens auf die Sicherheit und die Erfüllung des  Vorsorgezweckes  zu  achten  ist  (Art.  50 Abs.  2 BVV 2). Nichts  anderes  ergibt sich aus Art. 50 Abs. 2 und 57 BVV 2 in  ihrer seit 1. Januar 2009  geltenden Fassung. 3.4.  3.4.1. Aus den aktenkundigen Jahresrechnungen 1995 ­ 2006 (Vorakten  14  –  26)  geht  hervor,  dass  die  Beschwerdeführerin  gegenüber  der  D._______AG  (Arbeitgeber­  und  Stifterfirma)  ein  Darlehen  aufweist,  für  welches  keine  Sicherheiten  aufgeführt  werden.  Dieses  Darlehen  betrug  erstmals  im  Jahr  1995  Fr.  63'000.­,  entsprechend  25,3  %  des 

C­5780/2008 Nettovermögens  (freies  Stiftungsvermögen),  nahm  in  den  folgenden  Jahren zu, bis es im Jahr 2005 Fr. 136'631.20, entsprechend 52,9 % des  Nettovermögens,  betrug.  Im  Jahr  2006  wurde  das  Darlehen  teilweise  zurückbezahlt und betrug noch Fr. 60'645.90, entsprechend 26,4 % des  Nettovermögens.  Die  Höhe  dieses  Darlehens  überstieg  während  der  gesamten  Zeitspanne  die  gesetzlichen  Begrenzungen  für  ungesicherte  Anlagen  beim  Arbeitgeber  gemäss  Art.  57  BVV  2  von  20  %  des  Nettovermögens  bis  zum  31.  Dezember  2005  und  5  %  des  Nettovermögens ab 1. Januar 2006 bei Weitem. Dies beanstandete auch  die  Kontrollstelle,  V._______,  in  ihren  Berichten  zu  den  genannten  Jahresrechnungen,  allerdings  erst  ab  der  Jahresrechnung  2002  (Vorakten 21 – 26).  3.4.2.  Dies  veranlasste  die  Vorinstanz,  erstmals  aufsichtsrechtlich  einzuschreiten, indem sie die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 23.  August 2006  (Vorakten 26) aufforderte, die Rückzahlung des Darlehens  zu veranlassen. Dem kam die Beschwerdeführerin im Jahr 2006 teilweise  nach,  indem  sie  laut  Bilanz  per  31.  Dezember  2006  (Vorakten  25)  die  Höhe  des  Darlehens  teilweise  abbaute.  Nachdem  die  Kontrollstelle  in  ihrem Bericht an die Vorinstanz vom 26. Januar 2007 festhielt (Vorakten  28),  dass  das Darlehen  von  der D._______AG mangels  Liquidität  nicht  weiter zurückbezahlt werden könne, und die Beschwerdeführerin den von  der  Vorinstanz  verlangten  Bonitätsnachweis  der  D._______AG  nicht  erbracht  hatte,  untersagte  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  vom  8.  Februar  2007  (Vorakten  29),  weitere  Überweisungen  an die Stifterfirma zulasten des Darlehens vorzunehmen, und   verlangte  mit Schreiben vom 22. Februar 2007 (Vorakten 31) die Rückzahlung des  Darlehens. Dies  hat  die  Vorinstanz  in  der  Folge mit  der  angefochtenen  Verfügung nochmals gerügt und die Beschwerdeführerin aufgefordert, bei  der  D._______AG  die  Rückzahlung  des  Darlehens,  gegebenenfalls  mittels  eines  Rückzahlungsplanes,  zu  veranlassen  (vgl.  Dispositivziffer  IV).  3.4.3. Die Vorinstanz  hat  in  der  angefochtenen Verfügung aufgrund der  geprüften  Jahresrechnungen  2004  –  2006  den  Stichtag  für  ihre  angeordneten  Massnahmen  auf  den  31.  Dezember  2006  festgelegt.  Dieses Vorgehen  ist  aus  folgenden Gründen nicht  zu beanstanden: Die  Jahresrechnungen  2005  und  2006  sowie  die  jeweiligen  Kontrollstellenberichte  lagen  nach mehrmaliger Mahnung  (vgl.  Vorakten  29 und 31) der Vorinstanz erst Anfang 2007 vor. Anschliessend liess sie  diese durch die E._______ begutachten. Die Ergebnisse der Gutachterin 

C­5780/2008 in  ihrem  Bericht  vom  25.  Februar  2008  (Vorakten  38),  welche  sich  auf  den Vermögensstand per 31. Dezember 2006 bezogen,  bildeten  für  die  Vorinstanz  –  neben  den Berichten  der  Kontrollstelle  –  eine wesentliche  Grundlage für den Erlass der angefochtenen Verfügung. 3.4.4.  Die  Beschwerdeführerin  macht  demgegenüber  die  finanzielle  Notlage  der  D._______AG  geltend  und  die  Gefahr,  dass  Arbeitsplätze  verloren  gingen  (vgl.  auch  Vorakten  34).  Das  entbindet  sie  indes  nicht  von  ihrer  Verpflichtung,  jederzeit  dafür  zu  sorgen,  dass  der  Zweck  der  Stiftung  erreicht  werden  kann.  Trotz  teilweiser  Rückzahlung  betrug  das  ungesicherte  Darlehen  an  die  D._______AG  laut  Bilanz  per  31.  Dezember  2006  noch  immer  26,  3  %  der  Aktiven,  wodurch  der  Stiftungszweck gefährdet wird. Unter diesen Umständen erweist sich die  von der Vorinstanz angeordnete Rückzahlung des Darlehens bis auf die  gesetzliche  Limite  unter  Erstellung  eines  Rückzahlungsplanes  verhältnismässig und ist nicht zu beanstanden.  3.5. Die Vorinstanz moniert des Weiteren, das Darlehen sei nicht verzinst  worden  (angefochtene  Verfügung  E.  DD),  weshalb  die  Beschwerdeführerin  von  der  D._______AG  auch  die  marktkonformen  Zinsen zu fordern habe. Die Beschwerdeführerin wendet sich nicht gegen  eine marktkonforme  Verzinsung,  macht  aber  geltend,  das  Darlehen  sei  mit Ausnahme des Jahres 2002 verzinst worden, was der Buchhaltung zu  entnehmen sei. Aus  den  genannten  Jahresrechnungen  (Bilanz  und Erfolgsrechnung)  ist  jedoch  keine  Verzinsung  des  Darlehens  ersichtlich,  worauf  sich  die  Vorinstanz  zu  Recht  beruft.  Die  Beschwerdeführerin  hat  auch  nicht  dargetan, aus welchen Buchhaltungsbelegen eine Verzinsung resultiere.  Die entsprechende Anordnung der Vorinstanz ist daher zu bestätigen. 4.  Die Vorinstanz beanstandet des Weiteren, die Beschwerdeführerin habe  die  Jahresrechnung  2007  nicht  nach  den  Fachempfehlungen  zur  Rechnungslegung  von  Personalvorsorgeeinrichtungen  gemäss  Swiss  GAAP  FER  26  erstellt,  was  gemäss  der  angefochtenen  Verfügung  von  der  Beschwerdeführerin  nachzuholen  ist  (Dispositivziffer  IV  in  fine).  Die  Beschwerdeführerin wendet sich dagegen, insoweit sie beschwerdeweise  die  Aufhebung  der  Dispositivziffer  IV  der  angefochtenen  Verfügung  beantragt (act. 1 S. 4 Ziff. 1), ohne dies zu begründen. Der Beschwerde  lässt  sich  vielmehr  –  e  contrario  –  entnehmen,  dass  diese  Frage  nicht 

C­5780/2008 zum Streitgegenstand  im vorliegenden Verfahren gehört (vgl. act. 1 S. 8  Ziff.  11,  wo  der  Streitgegenstand  dargelegt  wird),  weshalb  sich  diesbezüglich weitere Erörterungen erübrigen.  5.  5.1.  Schliesslich  beanstandet  die  Vorinstanz,  die  Beschwerdeführerin  habe  in  den  Jahren  2004  bis  2006  zulasten  des  freien  Stiftungsvermögens  die  Arbeitgeberbeiträge  an  die  Vorsorgeeinrichtung  der D._______AG bezahlt, ohne dass dafür  in der Jahresrechnung eine  gesonderte  Arbeitgeberbeitragsreserve  ausgeschieden  worden  sei,  weshalb  dies  eine  unzulässige  Verwendung  von  Stiftungsmitteln  darstelle.  Demgegenüber  stellt  sich  die  Beschwerdeführerin  auf  den  Standpunkt,  die Mittelverwendung  sei  rechtens  erfolgt.  Eine  gesonderte  Reserve auszuscheiden sei nicht notwendig. Vielmehr stehe das gesamte  freie  Stiftungsvermögen  als  Arbeitgeberbeitragsreserve  zur  Verfügung,  nachdem die Stiftung nur noch Ermessensleistungen erbringe und so als  Finanzierungsstiftung diene. 5.2.  Aus  den  aktenkundigen  Jahresrechnungen  ergibt  sich  Folgendes:  Die  Beschwerdeführerin  hatte  in  der  Zeit  bis  zum  31.  Dezember  1984  (Vorakten. 2 – 3) , mithin vor der Organisations­ und Zweckänderung, als  Einnahmen Mutationsgewinne  aus  der  Versicherungsgesellschaft  (1983  Fr.  142'340.­),  Arbeitnehmerbeiträge  (1983  Fr.  24'030.95,  1984  Fr.  19'094.­  )  Arbeitgeberbeiträge  (1983  Fr.  25'313.95,  1984  Fr.  20'113.40)  und Kapitalzinserträge  (1983  Fr.  5'567.15,  1984  Fr.  7'342.15)  verbucht.  Aus  den  Arbeitgeber­  und  Arbeitnehmerbeiträgen  bezahlte  sie  die  Prämien  an  die  B._______  Versicherungsgesellschaft,  welche  aufgrund  des Gruppenversicherungsvertrags die Vorsorgeleistungen bei Alter, Tod  und  Invalidität  der  Destinatäre  versicherte.  Der  Einnahmenüberschuss  (1983  Fr.  77'746.95,  1984  Fr.  6'692.15  wurde  dem  freien  Stiftungsvermögen  zugeführt,  welches  sich  per  31.  Dezember  1984  auf  Fr.  175'847.60  belief.  Besondere  Reserven  waren  in  der  Bilanz  keine  vorgesehen.  Nach  per  1.  Januar  1985  erfolgter  Organisations­  und  Zweckänderung  wurden  das  freie  Stiftungsvermögen  als  Passivposten  sowie  alle  weiteren  Aktiven  unverändert  in  der  Bilanz  weitergeführt.  Besondere  Reserven  waren  weiterhin  keine  vorgesehen.  Das  freie  Stiftungsvermögen  wuchs  jeweils  nur  noch  um  die  Kapitalzinserträge,  vermindert um die Verwaltungskosten, und belief sich per 31. Dezember  2003 auf Fr. 321'672.35 (Vorakten 23). Daraus wurden in den folgenden  Jahren  die  Arbeitgeberbeiträge  der  D._______AG  bezahlt  (2004  Fr.  43'164.10,  2005  Fr.  40'095.60,  2006  Fr.  34'062.30;  Vorakten  23  –  25) 

C­5780/2008 sodass  das  freie  Stiftungsvermögen  per  31.  Dezember  2006  auf  Fr.  229'070.65  abnahm.  Wie  die  Kontrollstelle  in  ihrem  Bericht  an  die  Vorinstanz vom 26.  Januar 2007  festhielt,  habe die Beschwerdeführerin  jeweils eine Reserve gebildet, um daraus bei schlechter finanzieller Lage  die  Beiträge  an  die  Versicherungsgesellschaft  bezahlen  zu  können  (Vorakten  28).  Aus  den  Jahresrechnungen  ab  dem  1.  Januar  1985  ist  ferner  ersichtlich,  dass  die  Beschwerdeführerin  Leistungen  an  Destinatäre  einzig  im  Jahr  1995  (Fr.  7'000.­)  sowie  1996  Fr.  (4'000.­)  ausgerichtet hat.  5.3. Der Geltungsbereich von Art. 89bis ZGB erstreckt sich gemäss Abs. 1  auf  Personalfürsorgeeinrichtungen,  die  gemäss  Art.  331  des  Obligationenrechts  vom  30.  März  (OR,  SR  220)  errichtet  worden  sind.  Nach  Art.  331  Abs.  3  OR  ist  der  Arbeitgeber,  wenn  der  Arbeitnehmer  Beiträge  an  eine  Vorsorgeeinrichtung  zu  leisten  hat,  verpflichtet,  zur  gleichen Zeit mindestens gleich hohe Beiträge wie die gesamten Beiträge  aller Arbeitnehmer zu entrichten; er erbringt seine Beiträge aus eigenen  Mitteln  oder  aus Beitragsreserven  der Vorsorgeeinrichtung,  die  von  ihm  vorgängig hierfür geäufnet worden und gesondert ausgewiesen sind. Der  entsprechende Wortlaut  von  Art.  331  Abs.  3  OR  wurde  zusammen mit  dem BVG erlassen und  trat am 1. Januar 1985  in Kraft. Art. 331 Abs. 3  OR  gilt  im  gesamten  Bereich  der  beruflichen  Vorsorge,  also  sowohl  im  obligatorischen  als  auch  im  überobligatorischen  Bereich,  für  registrierte  und  nicht  registrierte  Vorsorgeeinrichtungen.  Dabei  handelt  es  sich  um  eine relativ zwingende Norm, von der durch Abrede, Normalarbeitsvertrag  oder  Gesamtarbeitsvertrag  nicht  zuungunsten  des  Arbeitnehmers  abgewichen werden darf. Vor Erlass des BVG konnte der Arbeitgeber zur  Erfüllung  seiner  Beitragspflicht  auf  freie  Mittel  der  Vorsorgeeinrichtung  greifen, und zwar unabhängig davon, aus welcher Quelle sie stammten.  Die Vorsorgeeinrichtungen waren bis Ende 1984 berechtigt,  nach altem  Recht  und  früherer  Praxis  entstandenes  freies  Vermögen  als  Arbeitgeberbeitragsreserve auszuscheiden, sei es durch Abspaltung aus  dem  vorbestandenen  freien  Stiftungskapital  in  eine  separate  Bilanzposition  (sogenannte  "Arbeitgeberbeitragsreserve"),  sei  es  durch  Aussonderung  aus  dem  vorbestandenen  freien  Stiftungskapital  unter  gleichzeitiger Überführung in einen rechtlich verselbständigten patronalen  Wohlfahrtsfonds (vgl. hierzu Urteile des BGer 2A.605/2005 vom 26. April  2005 E. 2.1, mit Hinweisen auf die Literatur und Judikatur; 9C_804/2010  vom 20. Dezember 2010 E. 3.4 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat im  Urteil  9C_804/2010  vom  20.  Dezember  2010  präzisiert,  dass  Art.  331  Abs.  3  OR  nur  gilt,  wenn  der  Arbeitnehmer  Beiträge  an  eine 

C­5780/2008 Vorsorgeeinrichtung  zu  leisten  hat  (E.  3.3). Der Sinn  und Zweck  dieser  Bestimmung  liege  darin  zu  verhindern,  dass  von  den  Arbeitnehmern  mitfinanziertes  freies  Stiftungsvermögen  einzig  dem  Arbeitgeber  zugute  komme.  Weil  die  freien  Mittel  von  Arbeitgeber  und  Arbeitnehmer  gemeinsam  erwirtschaftet  würden,  müssten  grundsätzlich  beide  nach  Massgabe  ihrer  Beitragsverhältnisse  an  den  freien Mitteln  partizipieren;  mithin  sei  es  ausgeschlossen,  aus  diesen  Mitteln  einseitig  die  Arbeitgeberbeiträge zu bezahlen (vgl. E. 3.4.4 mit Hinweisen). 5.4.  Im  vorliegenden  Fall  unterstand  die  Vorgängerstiftung  der  Beschwerdeführerin bis zum 31. Dezember 1984 den Bestimmungen von  Art. 331 OR, da nach Massgabe der damals geltenden Statuten auch die  Arbeitnehmer  Beiträge  zu  leisten  hatten.  Aus  dem  freien  Stiftungsvermögen  wurde  keine  Arbeitgeberbeitragsreserve  ausgesondert. Mit  der  per  1.  Januar  1985  erfolgten Organisations­  und  Zweckänderung  hatten  die  Arbeitnehmer  keine  Beiträge  mehr  an  die  Stiftung  zu  leisten.  Diese  wurde  lediglich  durch  die  Kapitalerträge  finanziert.  Somit  ist  Art.  331  Abs.  3  OR  nicht  anwendbar.  Das  per  31.  Dezember  1984  vorhandene  freie  Stiftungskapital  wurde  jedoch  durch  den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer gemeinsam finanziert und ging per  1.  Januar  1985  unverändert  in  die  neue  Organisationsform  und  Zweckgebung  über,  was  aus  der  Jahresrechnung  1985  ersichtlich  ist.  Damit ging die Übernahme der Arbeitgeberbeiträge in den Jahren 2004 –  2006 im Betrag von insgesamt Fr. 117'322.­ vollumfänglich zulasten des  freien  Stiftungskapitals  bzw.  entspricht  der  Auflösung  von  freien  Stiftungsmitteln.  5.5. Die Beschwerdeführerin wendet  dabei  ein,  die Aussonderung  einer  speziellen  Arbeitgeberbeitragsreserve  sei  in  ihrem  Fall  nicht  notwendig  gewesen,  habe  sie  doch  nach  der  erfolgten  Organisations­  und  Zweckänderung  keine  reglementarischen  Vorsorgeleistungen  mehr  zu  erbringen gehabt und sei die Finanzierung der Arbeitgeberbeiträge in der  Stiftungsurkunde als weiterer Zweck ausdrücklich aufgenommen worden,  wofür  ihr  hierzu  das  gesamte  freie  Stiftungsvermögen  zur  Verfügung  stehe. 5.6.  Nach  der  genannten  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  erübrigt  sich  eine  gesonderte  Bilanzierung  als  Arbeitgeberbeitragsreserve  dann,  wenn  es  sich  um  eine  reine  Finanzierungsstiftung  handelt,  die  schon  nach  ihrem  Zweck  einzig  die  Alimentierung  von  Vorsorgeeinrichtungen  bezweckt (Urteil des BGer 9C_804/2010, a.a.O. E. 3.5, mit Hinweisen auf 

C­5780/2008 die  Literatur  und  Judikatur).  Dies  trifft  bei  der  Beschwerdeführerin  nicht  zu, besteht doch  ihr primärer Zweck  in der Fürsorge an die Destinatäre  der  Stifterfirma  und  deren  Angehörige  (vgl.  vorne  E.  2.2.2).  Erst  als  sekundärer  Zweck  ist  die  Zuweisung  von  Beiträgen  an  die  Personalvorsorgeeinrichtung  der  Stifterfirma  im  Sinne  von  Art.  331  OR  vorgesehen,  welche  allerdings  ausdrücklich  aus  der  Arbeitgeberbeitragsreserve zu erbringen ist. Eine solche Reserve hat die  Beschwerdeführerin  indes  in  ihrer  Jahresrechnung,  wie  erwähnt,  zu  keinem  Zeitpunkt  vorgesehen.  Daher  ist  die  erfolgte  Ausrichtung  der  Arbeitgeberbeiträge an die Stifterfirma vom Stiftungszweck nicht gedeckt.  Ebenso  wenig  kann  letztere  als  Fürsorgeleistung  an  die  Destinatäre  qualifiziert  werden.  Fehl  geht  schliesslich  das  Argument  der  Beschwerdeführerin,  beim  per  1.  Januar  1985  von  der  bisherigen  zur  neuen  Organisation  und  Zwecksetzung  übertragenen  freien  Stiftungsvermögen  handle  es  sich  ausschliesslich  um  Vorsorgemittel  zugunsten  der  Stifterfirma,  geht  doch  aus  den  genannten  Jahresrechnungen  (vgl.  vorne  E.  5.2)  zweifelsfrei  hervor,  dass  an  der  Äufnung des  freien Stiftungsvermögens per 31. Dezember 1984 sowohl  der  Arbeitgeber  als  auch  die  Arbeitnehmer  beigetragen  haben.  Damit  handelt  es sich vorliegend nicht – wie  in der Konstellation  im Urteil  des  BGer  9C_804/2010  –  um  Stiftungsmittel,  die  der  früheren  Stiftung  rein  patronal zugewendet worden sind bzw. an denen die Arbeitnehmer nicht  partizipiert  haben  und  die  in  der  neuen  Stiftung  nach  Massgabe  des  Stiftungszwecks  für  die  Finanzierung  der  Arbeitgeberbeitragsreserve  herangezogen werden können.  5.7.  5.7.1.  Die  Vorinstanz  beziffert  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  (vgl.  Dispositivziffer IV) den von der Beschwerdeführerin bei der D._______AG  einzufordernden  Rückzahlungsbetrag  infolge  des  gewährten  Darlehens  und  der  erbrachten  Finanzierung  der  Arbeitgeberbeiträge  einerseits  mit  insgesamt  Fr.  214'740.90  per  31.  Dezember  2004  (Darlehen  Fr.  171'576.80   +  Arbeitgeberbeitrag  Fr.  43'164.10  =  Fr.  214'740.90  [vgl.  Sachverhalt  L]),  abzüglich der Rückzahlung von Fr. 45'000.­, Valuta 28.  Dezember  2006  [vgl.  Vorakten  34]  und  somit  per  31.  Dezember  2006  netto Fr. 169'740.90 zuzüglich Zins. Anderseits moniert die Vorinstanz die  zurückzuverlangenden  Darlehen  und  Arbeitgeberbeiträge  per  31.  Dezember 2006 (vgl. Erwägung 13).  Aufgrund  der  Jahresrechnungen  per  31.  Dezember  2004  –  2006  sowie  der Kontrollstellenberichte ergibt sich folgendes Bild:

C­5780/2008 a) Bezüglich der ausgerichteten Arbeitgeberbeiträge: Im Jahr 2004: Fr. 43'164.10 Im Jahr 2005: Fr. 40'095.60 Im Jahr 2006: Fr. 34'062.30 Dies ergibt per 31. Dezember 2006 ein Total von Fr. 117'322.­. zuzüglich  Zinsen.    b) Bezüglich dem Darlehen an die D._______AG Im Jahr 2004: Darlehensstand Fr. 171'576.80, zulässige Limite von 20 %  des Vermögens (von Fr. 286'405.50): Fr. 57'281.10, Überschreitung somit  Fr. 114'295.70. Im Jahr 2005: Darlehensstand Fr. 136'631.20, zulässige Limite von 20 %  des Vermögens (von Fr. 259'135.65): Fr. 51'827.15, Überschreitung somit  Fr. 84'804.05. Im Jahr 2006: Darlehensstand Fr. 60'645.90, zulässige Limite von 5 % Fr.  des Vermögens (von Fr. 230'570.65): 11'528.55, Überschreitung somit Fr.  49'117.35. Dies ergibt per 31. Dezember 2006 eine rückzufordernde Überschreitung  von Fr. 49'117.35 (Kontrollstelle gerundet: Fr. 49'117.­) zuzüglich Zinsen. Was die von der Vorinstanz berücksichtigte Rückzahlung von Fr. 45'000.­  per  28.  Dezember  2006  (vgl.  vorne  E.  5.7.2)  anbelangt,  welche  laut  Schreiben vom 17. April 2007 der Firma D._______AG (vgl. Vorakten 34)  für  die  Rückzahlung  des  Darlehens  bestimmt  gewesen  sei,  lässt  sich  aufgrund  der  Jahresrechnung  2006  feststellen,  dass  dieser  Zahlungseingang  berücksichtigt  wurde  (vgl.  Bilanzposten  Aktiven  "Freiburger Kantonalbank") und das offene Darlehen von Fr. 136'631.20  im  Vorjahr  auf  die  erwähnten  Fr.  60'645.90  per  31.  Dezember  2006  abgenommen  hat,  womit  die  Zahlung  der  D._______AG  zweckkonform  verwendet wurde. c) Rückforderungsbetrag per 31. Dezember 2006 Dieser  beläuft  sich  somit  (korrigiert)  auf  Fr.  166'439.35  (Fr.  117'322.­ 

C­5780/2008 [Beiträge] + Fr. 49'117.35 [Darlehen] zuzüglich Zinsen ab 31. Dezember  2006 (Fälligkeit). 5.7.2.  Dispositivziffer  IV  der  angefochtenen  Verfügung  ist  daher  zugunsten der Beschwerdeführerin auf den Rückzahlungsbetrag von Fr.  166'439.35  zuzüglich  Zinsen  ab  31. Dezember  2006  zu  korrigieren  und  ihr  –  soweit  aus  heutiger  Sicht  noch  erforderlich  –  zur  Rückzahlung  dieses Betrags eine neue Frist zu setzen. 6.  6.1. Die Vorinstanz droht der Beschwerdeführerin  für den Fall,  dass die  angeordneten Massnahmen nicht befolgt werden, in ihrer angefochtenen  Verfügung  (Dispositivziffer  V)  die  Strafen  gemäss  Art.  292  des  Schweizerischen  Strafgesetzbuches  (StGB,  SR  311.0)  sowie  Ordnungswidrigkeiten  gemäss  Art.  79  BVG  an.  Zudem  stellt  sie  die  Amtsenthebung  der  Mitglieder  des  Stiftungsrates  und  die  Anordnung  einer  kommissarischen Verwaltung  in Aussicht.  Ferner weist  sie auf  die  Straffolgen  gemäss  Art.  158  StGB  sowie  die  Strafbestimmungen  des  BVG, insb. dessen Art. 52, hin.  6.2.  Dagegen  wendet  sich  die  Beschwerdeführerin,  indem  sie  geltend  macht,  die  verfügten  Strafandrohungen  seien  in  ihrem  Fall  nicht  anwendbar,  da  sie  keine  patronale  Stiftung  sei.  Diese  Rüge  erfolgt  zu  Unrecht, sind doch die Anwendung der Strafbestimmungen des BVG (Art.  75 – 79 BVG) in Art. 89bis Abs. 6 Ziff. 20 ZGB vorgesehen, was ebenfalls  für patronale Wohlfahrtsfonds gelten muss. Zudem steht Art. 292 StGB,  welcher vorsieht, dass mit Busse bestraft wird, wer von einer zuständigen  Behörde  oder  einem  zuständigen Beamten  auf  die Strafdrohung  dieses  Artikels hin der an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, in engem  Zusammenhang  mit  der  Durchführung  der  Aufsicht  gemäss  Art.  62  ff.  BVG,  welcher  i.V.m.  Art.  89bis  Abs.  6  Ziff.  12  ZGB  (Aufsicht)  ebenfalls  anwendbar ist.  6.3.  Auch  die  verfügungsweise  angedrohten  Strafbestimmungen  der  Vorinstanz lassen sich somit nicht beanstanden.  7.  Zusammenfassend  ergibt  sich  nach  dem  Gesagten,  dass  die  von  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  aufsichtsrechtlich  angeordnete  Rückzahlung  sowohl  des  Darlehens  an  die  Stifterfirma,  soweit  es  die  gesetzliche  Limite  übersteigt,  als  auch  der  in  den  Jahren 

C­5780/2008 2004  bis  2006  gesetzes­  und  statutenwidrig  erfolgten  Bezahlung  der  Arbeitgeberbeiträge  an  die  Stifterfirma,  rechtens  ist  (Dispositivziffer  IV),  jedoch  in  ihrer  Höhe  auf  Fr.  166'439.35  zuzüglich  Zinsen  ab  31.  Dezember 2006 zu korrigieren und eine neue Frist anzusetzen  ist. Nicht  zu beanstanden sind ebenfalls die angedrohten Straffolgen  im Falle der  Widerhandlung  gegen  die  Verfügung  (Dispositivziffer  V)  und  auch  nicht  der Hinweis auf die Strafbestimmungen (Dispositivziffer VI). Demgegenüber  ist  die  Beschwerdeführerin  mit  ihren  Rügen  einzig  hinsichtlich  der Höhe  des  zurückzufordernden Betrags  durchgedrungen,  weshalb  ihre  Beschwerde  dahingehend  teilweise  gutzuheissen  ist.  Im  Übrigen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen. 8.  8.1. Dieser Ausgang des Verfahrens hat nach Art. 63 Abs. 1 VwVG zur  Folge,  dass  die  grossmehrheitlich  unterliegende  Beschwerdeführerin  kostenpflichtig wird. Die Verfahrenskosten sind nach dem Reglement vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  festzulegen.  Sie  werden  vorliegend  auf  Fr.  4'000.­  festgelegt.  Sie  werden  der  Beschwerdeführerin  nach  Massgabe  ihres  Unterliegens  mit  Fr.  3'500.­  auferlegt  und  mit  dem  einbezahlten  Kostenvorschuss  von  Fr.  4'000.­  verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 500.­  ist  ihr nach Rechtskraft dieses  Urteils  zurückzuerstatten.  Der  Vorinstanz  werden  im  Rahmen  ihres  Unterliegens keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 8.2. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz  oder  teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren  eine  Entschädigung  für  erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zusprechen.  Der  Beschwerdeführerin,  welche  durch  einen  Anwalt  vertreten  ist,  wird  im  Rahmen  ihres  Obsiegens  eine  nach  Ermessen  auf  insgesamt  Fr.  800.­  (inkl.  MWSt.)  festgelegte  Parteientschädigung zugesprochen. Diese geht zulasten der Vorinstanz. 8.3.  Die  Vorinstanz  hat  als  verfügende  Behörde  keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

C­5780/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird,  soweit  darauf  eingetreten  wird,  teilweise  gutgeheissen. 2.  Dispositivziffer IV der Verfügung der Vorinstanz vom 5. August 2008 wird  dahingehend geändert,  als  die Beschwerdeführerin  verpflichtet wird,  die  nötigen Schritte zu unternehmen, gegebenenfalls  in der Erstellung eines  Rückzahlungsplanes, damit  ihr der Betrag von Fr. 166'439.35, zuzüglich  marktkonformen  Zins  ab  31.  Dezember  2006,  nötigenfalls  unter  Ansetzung  einer  neuen  Frist,  von  der  Arbeitgeberfirma  D._______AG  zurückbezahlt  wird.  Im  Übrigen  wird  die  angefochtene  Verfügung  bestätigt.  3.  Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 4'000.­  festgesetzt. Davon werden  der  Beschwerdeführerin  Fr.  3'500.­  auferlegt  und  mit  dem  vor  ihr  bezahlten  Kostenvorschuss  von  Fr.  4'000.­  verrechnet.  Der  Restbetrag  von Fr. 500.­ ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils  zurückzuerstatten.  Der  Vorinstanz  werden  keine  Verfahrenskosten  auferlegt.  4.  Der  teilweise  obsiegenden  Beschwerdeführerin  wird  zulasten  der  Vorinstanz  eine  Parteientschädigung  von  Fr.  800.­  (inkl.  MwSt.)  zugesprochen.  Weitere  Parteientschädigungen  werden  nicht  zugesprochen. 5.  Dieses Urteil geht an: – die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Formular  Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref­Nr. Nr._______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen

C­5780/2008 Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Beat Weber Daniel Stufetti Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-5780/2008 — Bundesverwaltungsgericht 25.10.2011 C-5780/2008 — Swissrulings