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Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 C-3729/2009

30 janvier 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,871 mots·~14 min·2

Résumé

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung | Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­3729/2009 Urteil   v om   3 0 .   J a nua r   2012   Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), Richterin Marianne Teuscher,  Richterin Elena Avenati­Carpani, Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. Parteien X._______, vertreten durch Emil Robert Meier, Rechtsanwalt,  Regensbergstrasse 3, Postfach 153, 8157 Dielsdorf, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

C­3729/2009 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer (Jahrgang 1966) ist polnischer Herkunft. Erstmals  reiste er gemäss seinen Angaben am 27. August 1987 in die Schweiz ein  und stellte am folgenden Tag ein Asylgesuch. Dieses lehnte der damalige  Delegierte für das Flüchtlingswesen mit Verfügung vom 11. Juli 1988 ab  und wies den Beschwerdeführer an, die Schweiz bis zum 30. September  1988  zu  verlassen.  Eine  dagegen  erhobene  Beschwerde  wurde  vom  Eidgenössischen  Justiz­  und Polizeidepartement mit  Entscheid  vom  11.  Dezember  1990  abgewiesen.  Am  13.  März  1991  kehrte  der  Beschwerdeführer  termingerecht  in  sein  Heimatland  zurück.  Gemäss  seinen Angaben  absolvierte  er  in  der Schweiz  in  den  Jahren  1995  und  1996  ein  Informatikpraktikum.  Mittels  eines  von  ihm  initiierten  Zeitungsinserats  lernte  er  im  November  1998  die  Schweizer  Staatsangehörige Y._______ (geb. Z._______, Jahrgang 1971), kennen.  Am 19. März 1999 heirateten sie  in C._______, wodurch er  in der Folge  eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Rund eineinhalb Monate  später  fand  er  eine  Stelle  als  Informatiker  bei  der  A._______  in  B._______.  Die  Ehefrau  reichte  Ende  1999  (Vorladung  vom  12. Oktober  1999  zur  Sühnverhandlung),  am  9.  Mai  2003  und  am  19.  Januar  2004  beim  Bezirksgericht  C._______  je  ein  Eheschutzgesuch  ein  und  zog  diese  jeweils wieder zurück. B. Gestützt  auf  seine  Ehe  stellte  der  Beschwerdeführer  am  13. April  2004  ein  Gesuch  um  erleichterte  Einbürgerung  nach  Art. 27  des  Bürgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0). Zu  Handen  des  Einbürgerungsverfahrens  unterzeichneten  die  Eheleute  am  20. August  2004  eine  gemeinsame  Erklärung,  wonach  sie  in  einer  tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  an  derselben  Adresse  zusammenlebten  und  weder  Trennungs­  noch  Scheidungsabsichten  bestünden.  Ferner  nahmen  sie  unterschriftlich  zur  Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht möglich  ist, wenn vor  oder  während  des  Einbürgerungsverfahrens  einer  der  Ehegatten  die  Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht,  und  dass  die  Verheimlichung  dieser  Umstände  zur  Nichtigerklärung  der  Einbürgerung  nach  Art. 41  BüG  führen kann.

C­3729/2009 Am  13. September  2004  wurde  der  Beschwerdeführer  erleichtert  eingebürgert  und  erwarb  nebst  dem  Schweizer  Bürgerrecht  das  Kantonsbürgerrecht  von  Bern  und  das  Gemeindebürgerrecht  von  D._______. C. Sechs  Tage  vor  der  erleichterten  Einbürgerung  vereinbarten  die  Ehegatten beim Notariat C._______ den Güterstand der Gütertrennung. D. Bereits  am  3.  Oktober  2004  ­  drei  Wochen  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  ­  reichte  die  Ehefrau  beim  Bezirksgericht  C._______  ihr  viertes  Eheschutzgesuch  ein,  welches  sie  kurze Zeit  später wieder  zurückzog. Am 16. Oktober  2004  ersuchte  sie  erneut um Eheschutz. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2004 ordnete das  Bezirksgericht  C._______ mit  sofortiger Wirkung  das Getrenntleben  an.  Der Beschwerdeführer zog am 16. Februar 2005 aus der gemeinsamen  Wohnung aus. E. Mit  Eingabe  vom  14.  Dezember  2006  stellten  die  Eheleute  beim  Bezirksgericht  C._______  ein  gemeinsames  Scheidungsbegehren.  Die  kinderlos gebliebene Ehe wurde am 12. April 2007 geschieden. Das Urteil  erwuchs am 15. Mai 2007 in Rechtskraft. F. Am  4. Juli  2008  eröffnete  das  BFM  gegen  den  Beschwerdeführer  ein  Verfahren  betreffend Nichtigerklärung  seiner  erleichterten Einbürgerung.  Mit  gleichem  Schreiben  wurde  der  Beschwerdeführer  zu  einer  Stellungnahme aufgefordert. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers  nahm  hierzu  mit  Schreiben  vom  18.  August  2008  Stellung  und  erteilte  zugleich  die  schriftliche  Zustimmung  zur  Einsichtnahme  in  die  Scheidungsakten.  Mit  Schreiben  vom  17.  Oktober  2008  wurde  der  Beschwerdeführer  zur  Beantwortung  von  Abschlussfragen  aufgefordert.  Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantwortete die Fragen mit  Schreiben vom 15. De­zember 2008.  G. Auf Ersuchen der Vorinstanz erteilte der Kanton Bern am 24. April 2009  die Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

C­3729/2009 H. Am 6. Mai 2009 erklärte die Vorinstanz die erleichterte Einbürgerung des  Beschwerdeführers für nichtig. I. Der  Beschwerdeführer  gelangte  mit  Rechtsmitteleingabe  vom  8. Juni  2009  an  das Bundesverwaltungsgericht  und  ersucht  um Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  eventualiter  um  Rückweisung  zu  neuem  Entscheid.  In  prozessualer  Hinsicht  beantragt  er  die  Gewährung  von  Akteneinsicht, die Befragung seiner Ex­Ehefrau als Zeugin; überdies sei  die Ex­Ehefrau aufzufordern, ihre ehemalige gemeinsame Ehetherapeutin  von der beruflichen Schweigepflicht zu entbinden, und es sei ein Bericht  bei  ihrer  ehemaligen  Ehetherapeutin  einzuholen  sowie  diese  gegebenenfalls als Zeugin zu befragen.  J. Mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  21.  Juli  2009  wurde  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  vollumfängliche  Einsicht  in  die  von  der  Vorinstanz  als  vertraulich  bezeichneten  Akten  teilweise gutgeheissen. K. Der  Beschwerdeführer  ergänzte  mit  Schreiben  vom  20.  August  2009  seine Beschwerde und reichte diverse Beweismittel zu den Akten. L. Mit Vernehmlassung  vom 30. September  2009 beantragt  die Vorinstanz  die Abweisung der Beschwerde. M. Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 20. November 2009 an seinen  Begehren  fest  und  beantragte  in  prozessualer  Hinsicht  zusätzlich  die  Befragung der Ehefrau seines besten Freundes, der verstorbenen sei, als  Zeugin.  N. Mit  Schreiben  vom  1.  Dezember  2009  teilte  das  Bundesverwaltungsgericht  der  Ex­Ehefrau  des  Beschwerdeführers  mit,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Einholung  eines  Berichts  bei  ihrer  ehemaligen  Ehetherapeutin  beantragt  habe  und  stellte  ihr  eine  Entbindungserklärung zur Unterschrift zu. 

C­3729/2009 O. Das  Bundesverwaltungsgerichts  gab  dem  Beweisantrag  auf  Durchführung  der  Zeugenbefragung  der  neu  genannten  Drittperson  mit  Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2009 nicht statt.  P. Der Beschwerdeführer reichte mit Schreiben vom 4. Januar 2010 weitere  Beweismittel zu den Akten. Q. Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  Erwägungen eingegangen.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom  20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33  VGG  aufgeführten  Behörden  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  gemäss  Art.  51  Abs.  1  BüG  Verfügungen  des  BFM  betreffend  Nichtigerklärung  einer erleichterten Einbürgerung nach Art. 41 Abs. 1 BüG. 1.2  Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  gemäss Art. 37 VGG nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichts­ gesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG). 1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Ergreifung des  Rechtsmittels  legitimiert.  Auf  seine  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG). 2.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale  Behörde  als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 

C­3729/2009 Beschwerde­verfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist  gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend  gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE  2011/1 E. 2 mit Hinweis). 3. 3.1  Hinsichtlich  der  vom  Beschwerdeführer  als  Beweismassnahme  beantragten  gerichtlichen  Befragung  von  drei  Zeugen  ist  Folgendes  festzuhalten:  Der  Behörde  kommt  grundsätzlich  die  Pflicht  zu,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  von  Amtes  wegen  zu  ermitteln  (Art.  12  VwVG).  Die  Behörden  sind  verpflichtet,  die  von  den  Parteien  angebotenen  Beweise  abzunehmen,  sofern  diese  geeignet  sind,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  zu  erhellen.  Kommt  die  Behörde  bei  pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, die Akten erlaubten  die  richtige  und  vollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts oder die behauptete Tatsache sei für die Entscheidung der  Streitsache  nicht  von  Bedeutung,  kann  sie  auf  die  Erhebung  weiterer  Beweise verzichten, ohne durch diese antizipierte Beweiswürdigung den  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  gemäss  Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) zu verletzen (vgl. zum Ganzen BGE 136 I 229 E. 5.3  S.  236  mit  Hinweis).  Überdies  handelt  es  sich  bei  der  Zeugeneinvernahme  gemäss  Art.  14  VwVG  um  ein  subsidiäres  Beweismittel;  eine  solche  darf  –  der  besonderen  Voraussetzungen  und  Folgen wegen – nur ausnahmsweise angeordnet werden (vgl. dazu Urteil  des Bundesgerichts 1C_427/2008 vom 2. Februar 2009 E. 2.2). Bei nicht  anfechtbaren Entscheiden kann der Entscheid über die Beweisanträge im  Endurteil  erfolgen  (BERNHARD  WALDMANN/JÜRG  BICKEL,  in:  Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009,  Art. 33 N 36). 3.2  Der  entscheiderhebliche  Sachverhalt  erschliesst  sich,  wie  nachfolgend zu zeigen sein wird,  in hinreichender Weise aus den Akten.  Von  der  beantragten  Zeugeneinvernahme  kann  daher  in  antizipierter  Beweiswürdigung ohne Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör  abgesehen  werden.  Das  Verwaltungsrechtspflegeverfahren  ist  sodann  vom  Grundsatz  der  Schriftlichkeit  geprägt  (siehe  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Lausanne/Zürich/Bern  2008,  Rz. 

C­3729/2009 3.85/3.86 S. 143  ff.) und ein Anspruch auf mündliche Anhörung besteht  nicht  (BGE  134  I  140  E.  5.3  S.  148).  Zudem  hat  sich  der  Beschwerdeführer  zu  den  relevanten  strittigen  Fragen  wiederholt  schriftlich  äussern  können.  Dem  Antrag  auf  Zeugeneinvernahmen  ist  deshalb nicht stattzugeben.  4. 4.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach der  Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte  Einbürgerung  stellen,  wenn  sie  insgesamt  fünf  Jahre  in  der  Schweiz  gewohnt  hat  (Bst.  a),  seit  einem  Jahr  hier  wohnt  (Bst.  b)  und  seit  drei  Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt (Bst. c).  Nach  dem  Wortlaut  und  Wortsinn  der  Bestimmung  müssen  sämtliche  Voraussetzungen sowohl  im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch  anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es insbesondere  im  Zeitpunkt  des  Entscheids  an  der  ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die  erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden  (BGE 135  II 161     E. 2 S. 164 f., BGE 130 II 482 E. 2 S. 484, BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403). 4.2  Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  bedeutet  nach  der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen  einer Ehe. Verlangt wird eine tatsächliche Lebensgemeinschaft, getragen  vom Willen,  die Ehe auch  künftig  aufrecht  zu erhalten  (BGE 135  II  161  E. 2 S. 165 mit Hinweisen). Der Gesetzgeber wollte dem ausländischen  Ehegatten  einer  Schweizer  Bürgerin  die  erleichterte  Einbürgerung  ermöglichen,  um  die  Einheit  des  Bürgerrechts  im  Hinblick  auf  ihre  gemeinsame  Zukunft  zu  fördern  (vgl.  Botschaft  des  Bundesrats  zur  Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, BBl 1987  III  293 ff.  310).  Ein  Hinweis  auf  den  fehlenden  Willen  der  Eheleute,  die  eheliche  Gemeinschaft  aufrecht  zu  erhalten,  kann  im  Umstand  liegen,  dass kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt  oder  die  Scheidung  eingeleitet  wird  (BGE  135  II  161  E. 2  S. 165  mit  Hinweis). 4.3  Die  erleichterte  Einbürgerung  kann mit  Zustimmung  der  Behörde  des  Heimatkantons  innert  der  vom  Gesetz  vorgesehenen  Frist  für  nichtig  erklärt  werden,  wenn  sie  durch  falsche  Angaben  oder  Verheimlichung  erheblicher  Tatsachen  erschlichen,  d.h.  mit  einem  unlauteren  und  täuschenden  Verhalten  erwirkt  worden  ist  (vgl.  die  revidierte Bestimmung von Art. 41 Abs. 1 und 1bis BüG in der Fassung  vom  25. September  2009,  in  Kraft  seit  1.  März  2011  [AS  2011  347] 

C­3729/2009 bzw.  aArt.  41  Abs.  1  BüG  [AS  1952  1087],  gültig  bis  28.  Februar  2011).  Arglist  im Sinne  des  strafrechtlichen Betrugstatbestandes wird  nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der  Betroffene  bewusst  falsche  Angaben  macht  bzw.  die  mit  dem  Einbürgerungsbegehren  befasste  Behörde bewusst in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf  auf sich zieht, es unterlassen zu haben, über eine erhebliche Tatsache  zu  informieren  (vgl.  BGE 135  II  161 E.  2 S.  165 mit Hinweis). Weiss  der  Betroffene,  dass  die  Voraussetzungen  für  die  erleichterte  Einbürgerung  auch  im Zeitpunkt  der Verfügung  vorliegen müssen,  so  muss er die Behörde unaufgefordert über eine nachträgliche Änderung  in  seinen  Verhältnissen  orientieren,  von  der  er  weiss  oder  wissen  muss,  dass  sie  einer  Einbürgerung  entgegensteht.  Die  Pflicht  dazu  ergibt  sich  aus  dem  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  und  aus  der  verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a  VwVG.  Die  Behörde  darf  sich  ihrerseits  darauf  verlassen,  dass  die  vormals  erteilten  Auskünfte  bei  passivem  Verhalten  des  Gesuchstellers  nach  wie  vor  der  Wirklichkeit  entsprechen  (vgl.  BGE  132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.). 5. 5.1  Im  Verfahren  betreffend  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Ein­ bürgerung gilt, wie  in der Bundesverwaltungsrechtspflege allgemein, der  Untersuchungsgrundsatz  (Art.  12  VwVG)  und  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom  4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess  [BZP, SR 273]). Frei  ist  die Beweiswürdigung vor allem darin, dass sie nicht an bestimmte starre  Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter genau vorschreiben, wie ein  gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die einzelnen  Beweismittel  im  Verhältnis  zueinander  haben  (FRITZ  GYGI,  Bundes­ verwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983,  S. 278 f.;  zu  den  Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid – wie im  vorliegenden  Fall  –  zum Nachteil  des  Betroffenen  in  seine  Rechte  ein­ greift, liegt die Beweislast bei der Behörde. 5.2  Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten  Einbürgerung  ist  von  der  Verwaltung  zu  untersuchen,  ob  die  Ehe  im  Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung  und  der  Einbürgerung  tatsächlich  gelebt wurde. Hierbei geht es im Wesentlichen um innere Vorgänge, die  der  Behörde  oft  nicht  bekannt  und  schwierig  zu  beweisen  sind.  In  derartigen  Situationen  ist  es  zulässig,  von  bekannten  Tatsachen  (Vermutungsbasis)  auf  unbekannte  (Vermutungsfolge)  zu  schliessen 

C­3729/2009 (BGE  135  II  161  E. 3  S. 166  mit  Hinweis).  Solche  tatsächlichen  Vermutungen  können  sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung  ergeben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um  Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  auf  Grund  der  Lebenserfahrung  gezogen werden (ULRICH HÄFELIN, Vermutungen im öffentlichen Recht, in:  Festschrift für Kurt Eichenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. auch  PETER SUTTER, Die Beweislastregeln unter besonderer Berücksichtigung  des verwaltungsrechtlichen Streitverfahrens, Diss. Zürich 1988, S. 56  ff.  und 178 ff., und GYGI, a.a.O., S. 282 ff; zu Art. 8 ZGB vgl. MAX KUMMER,  Berner Kommentar, N. 362 f.). 5.3 Als Problem der Beweiswürdigung berührt die tatsächliche Vermutung  weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherrschende  Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Verwaltung auch  nach entlastenden, das heisst die Vermutung erschütternden Elementen  sucht.  Bei  Konstellationen  im  Zusammenhang  mit  der  erleichterten  Einbürgerung  liegt  es  aber  in  der  Natur  der  Sache,  dass  solche  entlastenden Elemente der Verwaltung oft nicht bekannt sein dürften und  nur  die  Betroffenen  darüber  Bescheid wissen  können.  Es  obliegt  daher  dem  erleichtert  Eingebürgerten,  der  dazu  nicht  nur  aufgrund  seiner  Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet ist, sondern daran auch ein  Eigeninteresse  haben  muss,  die  Vermutung  durch  den  Gegenbeweis  bzw.  erhebliche  Zweifel  umzustürzen,  indem  er  Gründe  oder  Sachumstände  aufzeigt,  die  es  als  überzeugend  (nachvollziehbar)  erscheinen  lassen,  dass  eine  angeblich  noch  wenige  Monate  zuvor  bestandene,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der  Zwischenzeit  dergestalt in die Brüche gegangen ist, dass es zur Scheidung kam (BGE  135 II 161 E. 3 S. 166 mit Hinweisen). 6. Die  formellen  Voraussetzungen  der  Nichtigerklärung  sind  vorliegend  erfüllt.  Der  Kanton  Bern  als  Heimatkanton  hat  die  Zustimmung  zur  Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung erteilt und die Verfügung  betreffend  Nichtigerklärung wurde  dem Beschwerdeführer  innerhalb  der  gesetzlichen Frist von Art. 41 Abs. 1bis bzw. aArt. 41 Abs. 1 BüG eröffnet  (zur Fristberechnung  vgl. Urteil  des Bundesgerichtes  1C_336/2010  vom  28. September 2010 E. 3.3). 7. 7.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer erstmals  im  Jahre  1997  in  die  Schweiz  einreiste.  In  der  Folge  stellte  er  ein 

C­3729/2009 Asylgesuch,  welches  vom  damaligen  Delegierten  für  das  Flüchtlingswesen  abgewiesen  wurde.  Eine  dagegen  erhobene  Beschwerde wurde vom Eidgenössischen Justiz­ und Polizeidepartement  mit  Entscheid  vom  11.  Dezember  1990  abgewiesen.  Der  Beschwerdeführer  kehrte  am  13.  März  1991  termingerecht  in  sein  Heimatland  zurück.  Am  19.  März  1999  heiratete  er  eine  Schweizer  Bürgerin. Dadurch verschaffte er sich ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in  der  Schweiz.  Seine  Ehefrau  stellte  in  der  Folge  beim  Bezirksgericht  C._______  drei  Eheschutzgesuche  (Ende  1999,  9.  Mai  2003  und  19.  Januar  2004),  welche  sie  jeweils  wieder  zurückzog.  Am  13. April  2004  stellte  der  Beschwerdeführer  ein Gesuch  um Erteilung  der  erleichterten  Einbürgerung.  Nachdem  die  Eheleute  am  20. August  2004  die  gemeinsame  Erklärung  zum  Bestand  der  ehelichen  Gemeinschaft  abgegeben hatten, wurde der Beschwerdeführer am 13. September 2004  erleichtert  eingebürgert.  Bereits  drei Wochen  später  reichte  die Ehefrau  erneut  ein Eheschutzgesuch  ein, welches  sie  jedoch wieder  zurückzog.  Am  16. Oktober  2004  stellte  die  Ehefrau  ein  fünftes  Gesuch  um  Aufhebung  des  gemeinsamen  Haushalts.  Mit  Verfügung  des  Bezirksgerichts Bülach vom 6. Dezember 2004 wurde das Getrenntleben  mit  sofortiger  Wirkung  bewilligt.  Der  Beschwerdeführer  zog  am  16. Februar  2005  aus  der  gemeinsamen  Wohnung  aus.  Am  14. Dezember  2006  reichten  die  Eheleute  ein  gemeinsames  Scheidungsbegehren ein, worauf die Ehe am 12. April 2007 geschieden  wurde. 7.2  Der  geschilderte  Sachverhalt  zeigt  auf,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  nur  mittels  Heirat  einer  Schweizer  Bürgerin  einen  geregelten  Aufenthalt  verschaffen  konnte  (Polen  ist  erst  seit  dem  1.  Mai 2004 Mitglied der EU und die volle Freizügigkeit  trat bloss am 1.  Mai 2011  in Kraft). Dieser Umstand begründet  im Zusammenhang mit  der  chronologischen  Abfolge  der  Ereignisse  –  das  nur  rund  einen  Monat  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  eingereichte  Gesuch  um  Aufhebung  des  gemeinsamen  ehelichen  Haushalts,  die  anschliessende  Trennung  und  die  erfolgte  Scheidung  auf  gemeinsames  Begehren  –  ohne  Zweifel  die  tatsächliche  Vermutung,  der  Beschwerdeführer  habe  bereits  zum  Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung nicht mehr in einer stabilen, intakten und auf die Zukunft  gerichteten ehelichen Gemeinschaft mit seiner Ehefrau gelebt. 7.3 Es  ist  daher  zu  prüfen,  ob der Beschwerdeführer  in  der  Lage  ist,  die Vermutung zu widerlegen. Dazu braucht er nicht den Nachweis zu 

C­3729/2009 erbringen,  dass  die  Ehe  mit  der  Schweizer  Bürgerin  zum  massgeblichen Zeitpunkt intakt war, denn eine tatsächliche Vermutung  führt  nicht  zur  Umkehr  der  Beweislast.  Es  genügt,  wenn  der  Beschwerdeführer  eine  plausible  Alternative  zu  der  dargestellten  Vermutungsfolge  präsentieren  kann.  Er  kann  den  Gegenbeweis  erbringen,  indem  er  glaubhaft  den  Eintritt  eines  ausserordentlichen  Ereignisses dartut, das geeignet ist, den raschen Verfall der ehelichen  Bande  zu erklären,  oder  indem er  glaubhaft  darlegt,  dass er  sich der  ehelichen  Probleme  nicht  bewusst  gewesen  war  und  er  demzufolge  zum  Zeitpunkt,  als  er  die  Erklärung  unterzeichnete,  den  wirklichen  Willen  hatte,  weiterhin  eine  stabile  eheliche  Beziehung  aufrecht  zu  halten (vgl. BGE 135 II 161 E. 3 S. 166 mit Hinweisen). 8. 8.1 Der Beschwerdeführer wendet in materieller Hinsicht ein, seine Ex­ Ehefrau  habe  die  Eheschutzbegehren  allesamt  aufgrund  von  Bagatellen eingereicht. Weil er sie zu einem Wechsel des Psychiaters  habe  bewegen  wollen,  habe  ihr  damaliger  Psychiater  sie  zur  Einreichung des Eheschutzbegehren vom 22. Oktober 1999 überredet.  Dieses habe sie  jedoch wieder zurückgezogen. Am 9. Mai 2003 habe  sie  ein  Eheschutzgesuch  eingereicht,  weil  er  einen  falschen  Zug  genommen  habe  und  vermutlich  auch,  weil  sie  sich  in  einem  psychischen  Tief  befunden  habe.  Dieses  Gesuch  habe  sie  ebenfalls  zurückgezogen. Nachdem er eines Abends eine Stunde zu spät nach  Hause  gekommen  sei,  habe  sie  am  19.  Januar  2004  erneut  ein  Eheschutzgesuch eingereicht, welches sie nach der Versöhnung rasch  wieder  zurückgezogen habe. Die Eheschutzbegehren  vom 3.  und 16.  Oktober  2004  habe  sie  eingereicht,  weil  eine  bereits  gebuchte  Jordanienreise  geplatzt  sei  und  aus  unberechtigter  Angst,  ihr  Pensionskassenguthaben verlieren zu können. Am 7. September 2004  sei  ein  Ehevertrag  (Güterstandswechsel  zur  Gütertrennung)  abgeschlossen  worden,  weil  die  Ehefrau  finanzielle  Lasten  aufgrund  des  Studiums  seines  Sohnes  in  Polen  befürchtet  habe.  Trotz  dieser  Vorkommnisse habe es sich um eine gelebte Ehe gehandelt,  in deren  Verlauf die Ehegatten sich gegenseitig beigestanden hätten, wobei die  Hauptlast  bei  ihm  gelegen  habe,  da  seine  Ex­Ehefrau  psychische  Probleme  gehabt  habe.  Er  habe  sein  Leben  weiterhin mit  seiner  Ex­ Ehefrau  teilen wollen und habe nicht nachvollziehen können, weshalb  sich  seine  Ex­Ehefrau  im  Zusammenhang  mit  der  Jordanienreise  entschlossen  habe,  die  Trennung  ernsthaft  anzustreben.  Zum 

C­3729/2009 Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  der  Erklärung  am  20.  August  2004  hätten sie keinerlei Trennungsabsicht gehabt.  Die  Vorinstanz  gehe  zu  Unrecht  davon  aus,  dass  aufgrund  eines  Besuchs  einer  Ehetherapie  am  20.  August  2004  keine  stabile  und  zukunftsgerichtete  Ehe  mehr  bestanden  habe.  Sie  hätten  einen  Therapeuten aufgesucht, um den Kinderwunsch seiner Ex­Ehefrau zu  besprechen  und  sich  von  dritter  Seite  beraten  zu  lassen.  Inhalt  der  Therapie  sei  nicht  gewesen,  einer  Trennung  entgegenzuwirken.  Der  Wunsch der Ex­Ehefrau, mit ihm ein Kind zu zeugen, zeige gerade das  Gegenteil  auf.  Demzufolge  sei  der  Sachverhalt  unrichtig  festgestellt  worden. Seine Ex­Ehefrau sei aufgrund vorehelicher Erlebnisse  traumatisiert und  psychisch  angeschlagen  gewesen,  habe  sich  in  psychiatrischer  Behandlung  befunden  und  unterschiedliche,  zum  Teil  starke  Medikamente  wie  Psychopharmaka  einnehmen  müssen.  Regelmässige  Stimmung­schwankungen  und Krisen  hätten  dazu  geführt,  dass  sie  aus  Bagatellgründen  Eheschutzbegehren  eingereicht  habe.  Seine  Ehefrau  habe zum Zeitpunkt der annullierten Ferienreise nach Jordanien an einer  reaktiven Depression mit Somatisierungstendenzen bzw. einer schweren  Depression  gelitten.  Diese  stehe  demzufolge  mit  der  geplatzten  Reise  und  somit  auch  mit  dem  Eheschutzbegehren  in  Verbindung.  Die  annullierte  Ferienreise  sei  jedoch  weder  zum  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  der  gemeinsamen  Erklärung  noch  zum  Zeitpunkt  der  Einbürgerung  von  einem der Ehegatten  voraussehbar  oder  beabsichtigt  gewesen.  8.2 Mit  vorinstanzlichem Schreiben  vom 17. Dezember  2008 wurde  die  Schweizer  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  zur  schriftlichen  Stellungnahme  aufgefordert.  Sie  machte  geltend,  der  Impuls  zur  Heirat  sei von ihrem Ex­Ehemann aus gekommen. Das Eheleben habe sie sich  anders vorgestellt. Es habe einige Geheimnistuereien gegeben. Sie seien  beide  ihrer  Arbeit  nachgegangen  und  ihr  Ex­Ehemann  habe  darauf  bestanden, dass jeder seine Kosten vollumfänglich selber getragen habe.  Abends  sei  er  jeweils  um  19.45 Uhr  nach Hause  gekommen  und  habe  nach dem gemeinsamen Essen wie auch am Wochenende beinahe die  ganze  Zeit  vor  dem  PC  verbracht.  Sie  hingegen  habe  aufgrund  ihres  Arbeitsweges  jeden  zweiten  Tag  sehr  früh  aufstehen  müssen.  Vor  der  Ehe  habe  er  immer  von  einer  Familie  geschwärmt.  Sie  habe  unbedingt  Kinder gewollt und es ihm immer wieder gesagt. Darüber reden habe sie  mit  ihm  jedoch  nicht  können.  Deshalb  habe  sie  sich  scheiden  lassen  wollen.  Die  Ehe  sei  von  Anfang  an  nicht  gut  gelaufen.  Sie  habe  sich 

C­3729/2009 schon im ersten Jahr beim Friedensrichter in C._______ gemeldet. Immer  wenn  sie  sich  von  ihm  habe  trennen  wollen,  habe  er  sich  besonders  Mühe  gegeben,  so  dass  sie  ihre  Meinung  wieder  geändert  habe.  Sie  hätten  zwei  verschiedene Ehetherapeuten  aufgesucht,  die  ihnen  jedoch  nicht hätten helfen können. Er habe viel Alkohol getrunken und sie hätten  sich oft und heftig gestritten, was beiden gesundheitlich zugesetzt habe.  Die Eheschutzgesuche habe sie zurückgezogen, weil ihr Ex­Ehemann sie  jeweils eingeschüchtert habe, nachdem er vom Gericht Post bekommen  habe. 8.3  In  seiner  Beschwerdeergänzung  vom  20.  August  2009  führte  der  Beschwerdeführer  aus,  die  Darstellung  seiner  Ex­Ehefrau,  die  Ehe  sei  von Anfang an problematisch verlaufen, sei nicht zutreffend. So habe sie  noch nach der Trennung Ferien mit  ihm  in Australien verbringen wollen,  was  er  aufgrund  seines  Arbeitsplatzes  jedoch  habe  ablehnen  müssen.  Sie  sei  dann  alleine  verreist  und  habe  ihm  häufig  E­Mails  gesendet.  Sowohl  die  Anrede  ("Hallo  Schatz")  wie  auch  die  Grussformel  ("Liebe  Grüsse")  würden  aufzeigen,  dass  noch  ein  halbes  Jahr  nach  der  Trennung  eine  enge  Beziehung  bestanden  habe.  Im  E­Mail  vom  26.  Januar 2005 habe sie geschrieben, dass er immer noch ihr Mann sei und  sie extrem viel an  ihn denken und  ihn vermissen würde. Am 27. Januar  2005  habe  sie  ihm mitgeteilt,  dass  ihr  die  Trennung  weh  tue,  dass  sie  schlechter  Laune  sei  und  bedaure,  dass  es  so  weit  habe  kommen  müssen.  Diese  E­Mails  würden  aufzeigen,  dass  seine  Ex­Ehefrau  erhebliche Stimmungsschwankungen gehabt habe, die  teilweise auf den  Konsum von Alkohol und Medikamenten zurückzuführen gewesen seien  und  er  die  Einbürgerung  nicht  erschlichen  habe.  Der  Vorschlag  zum  Heiraten sei entgegen der Aussage seiner Ex­Ehefrau nicht von ihm aus  gekommen.  Im Gegensatz zu seiner Ex­Ehefrau habe er keinen Alkohol  konsumiert  und  extra  sein  Arbeitspensum  auf  80  Prozent  reduziert,  um  mehr Zeit mit ihr verbringen zu können. Seine Ex­Ehefrau habe schwere  Depressionen  gehabt,  die  in  Verbindung  mit  einem  zu  hohen  Alkoholkonsum  und  Tabletten  belastend  gewirkt  hätten.  Er  habe  ihr  jedoch immer beigestanden, auch noch nach der Trennung. Weiter legt er  dar, er habe Kinder gewollt, seine Ex­Ehefrau jedoch erst später. Es habe  dann  jedoch  nicht  geklappt  und  deshalb  hätten  sie  eine  Ehetherapie  besucht.  Die Gütertrennung  habe  sich  seine  Ex­Ehefrau  gewünscht.  Er  habe  sie  zudem  nie  eingeschüchtert,  was  auch  im  Widerspruch  zur  Aussage stehe, er hätte sich immer besonders Mühe gegeben, wenn sie  sich habe trennen wollen.

C­3729/2009 8.4  In  seiner  Replik  vom  20.  November  2009  führte  der  Beschwerdeführer aus, seine Ex­Ehefrau sei aufgrund  ihrer psychischen  Probleme  und  ihrer  Vorgeschichte  sowie  ihrer  finanzieller  Ängste  in  Verbindung mit Medikamenten  und Alkohol  nicht  in  der  Lage  gewesen,  eine lineare Beziehung zu führen, sondern habe mit Hochs und Tiefs zu  kämpfen gehabt. Für  ihn sei diese Ehe zum Zeitpunkt der Erklärung wie  auch  der Einbürgerung  jedoch  stabil  gewesen. Weiter  führte  er  aus,  im  Sommer  2007  hätte  er  mit  seiner  Ex­Ehefrau  erhebliche  Differenzen  wegen  einer  Steuerrückvergütung  gehabt.  Seine  Ex­Ehefrau  habe  ihm  gedroht,  sie  würde  dafür  sorgen,  dass  ihm  sein  Schweizer  Bürgerrecht  entzogen werde. 8.5 Mit Schreiben vom 4. Januar 2010 teilte der Beschwerdeführer mit,  er  habe  sich  als  medizinischer  Laie  im  Krankheitsbild  seiner  Ex­ Ehefrau  getäuscht.  Bei  der  Erkrankung  handle  es  sich  nicht  um  ein  Burnout­Syndrom  sondern  richtigerweise  um  ein  Borderline­Syndrom.  In  diesem  Krankheitsbild  würde  sich  eine  Erklärung  für  das  wechselhafte  Verhalten  seiner  Ex­Ehefrau  finden.  Er  reichte  ein  Schreiben seiner Ex­Ehefrau vom 25. November 1998 zu den Akten, in  welchem steht, dass sie Kinder ausgesprochen gerne möge, aber nicht  wisse,  ob  sie  eigene  haben  möchte.  Er  bringt  weiter  vor,  die  am  27. September  2004  von  seiner  Ex­Ehefrau  gebuchte  Reise  nach  Jordanien würde beweisen, dass die Ehe kurz vor der Trennung nicht  gekriselt habe. 8.6  8.6.1 Die  Darstellung  der  Ereignisse  des  Beschwerdeführers  kann  in  mehrfacher  Hinsicht  nicht  überzeugen.  Seine  Ex­Ehefrau  stellte  nur  gerade  einen  Monat  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  ein  Gesuch  um  Aufhebung  des  gemeinsamen  ehelichen  Haushaltes.  Zur  Begründung  des Gesuchs  gab  sie  an,  sie  habe  festgestellt,  dass  sich  ihr  Ehemann  nie  ändern  würde  und  dies  auch  nicht  wolle.  Er  habe  aggressive  Wutausbrüche  und  sei  an  ihr  nicht  interessiert.  Die  Wutausbrüche  würden  für  sie  eine  ernst  zu  nehmende Gesundheitsgefahr darstellen.  "Das ewige Anschreien und  Ausflippen",  wenn  beispielsweise  über  Geld  gesprochen  werden  müsse, sei unglaublich. Es sei wichtig, dass sie so schnell wie möglich  einen  Termin  bekomme,  weil  ihr  Ehemann,  sobald  er  vom  Trennungsbegehren  hören  werde,  mit  allen  Mitteln  versuche  würde,  sie davon abzuhalten.

C­3729/2009 Am 14. Dezember 2006, zwei Jahre nach der erleichterten Einbürgerung  des  Beschwerdeführers,  stellten  die  Parteien  ein  gemeinsames  Scheidungsbegehren.  Anlässlich  der  getrennten  Anhörung  vom  1.  Februar  2007  durch  den  Richter  erklärten  beide  Parteien,  aus  freiem  Willen  am  Scheidungsbegehren  und  an  der  Vereinbarung  festzuhalten.  Der  Beschwerdeführer  fügte  hinzu,  dass  seine  Ehefrau  die  Scheidung  gewollt habe und er sich ihrem Wunsch nicht widersetze.  8.6.2  Bei  den  von  der  Ex­Ehefrau  geäusserten  Gründen  (massive  Eheprobleme,  Kommunikations­  und  Geldprobleme),  mit  denen  sie  ihr  Gesuch um Regelung der Trennungsfolgen begründete, handelt es sich  nicht  um  Umstände,  die  innert  kurzer  Zeit  nach  der  Einbürgerung  aufgetreten  sein  können  und  folglich  zur  Zerrüttung  der  Ehe  führten.  Vielmehr weisen diese Gründe darauf hin, dass die Eheprobleme schon  seit  längerer  Zeit  bestanden.  Auch  wenn  die  Beweggründe  der  Ex­ Ehefrau  zur  Trennung  vom  Beschwerdeführer  grösstenteils  bestritten  bzw.  anders  dargestellt  werden  (Grund  des  Ehevertrages,  Grund  der  Ehetherapie,  das  Eheleben,  Kinderwunsch,  Streit,  Gründe  der  Eheschutzgesuche  und  Gründe  über  deren  jeweiligen  Rückzug)  kann  nach  der  allgemeinen  Lebenserfahrung  davon  ausgegangen  werden,  dass  der  Entschluss  eines  Ehepartners  zur  Trennung  und  deren  gerichtlichen  Regelung  bzw.  zur  Scheidung  –  ohne  Vorliegen  eines  ausserordentlichen  Ereignisses  und  bei  einer  anhin  glücklichen  Ehe –  nicht plötzlich gefällt wird, sondern vielmehr den Endpunkt eines längeren  Zerrüttungsprozesses in einer Beziehung darstellt. Denn wenn auch ohne  Zweifel das Ansammeln von Kleinigkeiten zu Eheproblemen und allenfalls  sogar zu einer Scheidung führen kann, so münden diese – bei einer bis  anhin  glücklichen  Ehe  –  nicht  von  einem  Tag  auf  den  anderen  zum  Entschluss,  sich  vom  Ehepartner  trennen  zu  wollen.  In  Anbetracht  der  geschilderten, engen zeitlichen Abfolge zwischen der Einbürgerung, dem  Auftreten der Eheprobleme und der Anrufung des Eheschutzrichters zur  gerichtlichen  Regelung  der  Trennungsfolgen  liegt  die  Vermutung  nahe,  die  Ehe  sei  bereits  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  (20. August  2004)  bzw.  der  erleichterten  Einbürgerung  (13. September  2004)  nicht mehr  intakt  gewesen.  Für  diese Beurteilung  sprechen  auch  die  zahlreichen  vorgängig  eingereichten  Eheschutzbegehren  und  die  fehlenden  Versuche  bzw.  das  nicht  sichtbare  Engagement  des  Beschwerdeführers,  die  Ehe  wirklich  retten  zu  wollen  (Erklärung  des  gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  mit  Bestätigung  des  Scheidungswillens  nach  zwei  Monaten  Wartefrist).  Zudem  ist  dem 

C­3729/2009 Anhörungsprotokoll des Bezirksgerichts Bülach vom 1. Februar 2007 zu  entnehmen, dass der Beschwerdeführer in Polen eine Tochter hat, für die  er  monatliche  Unterhaltsbeiträge  von  Fr.  500.­­  inkl.  Kinderzulage  entrichte. Diese Tatsache deutet darauf hin, dass er sich bereits vor der  Einreichung  des  gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  im  Dezember  2006, spätestens im Mai 2006 anderweitig orientiert haben muss und an  seiner  Ehe  nicht  mehr  ernsthaft  festhalten  wollte.  So  gab  er  auch  anlässlich  der  Anhörung  vom  1.  Februar  2007  nicht  an,  Bemühungen  unternommen  zu  haben,  um  wieder  mit  seiner  Ex­Ehefrau  zusammenzukommen,  sondern  sagte  aus,  sie  hätten  noch  Kontakt.  Es  sei  jedoch  klar,  dass  sie  sich  scheiden  lassen  wollen.  Daran  ändert  nichts, dass gewisse Umstände erst nach der erleichterten Einbürgerung  zu  Tage  getreten  sind.  Sie  stellen  die Weiterentwicklung  von Ursachen  dar, welche bereits früher gründen. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Eheschutzgesuche habe die  Ex­Ehefrau  aufgrund  von  Stimmungsschwankungen  und  psychischen  Problemen jeweils aufgrund von Bagatellen eingereicht, kann nämlich die  Vermutung,  dass  die  Ehe  bereits  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung bzw. der erleichterten Einbürgerung nicht mehr intakt gewesen  war,  nicht  entkräften.  Der  Beschwerdeführer  gab  an,  seine  Ex­Ehefrau  habe bereits vor der Heirat psychische Probleme gehabt und sei aufgrund  ihrer Hochs und Tiefs nicht in der Lage gewesen, eine lineare Beziehung  zu  führen. Der Beschwerdeführer  verkennt dabei die Tatsache, dass es  für eine Beziehung immer zwei Personen braucht. Demzufolge kann der  Beschwerdeführer, auch wenn die Ehe wegen der schweren Depression  seiner  Ex­Ehefrau  schwierig  gewesen  sei  soll,  die  Eheprobleme  nicht  gänzlich auf seine Ex­Ehefrau abwälzen. Zudem musste er aufgrund der  drei  Eheschutzgesuche,  welche  seine  Ex­Ehefrau  während  ihrer  Ehe  eingereicht hat, davon ausgehen, dass sie beim nächsten Konflikt erneut  ein  Eheschutzgesuch  einreichen  könnte,  zumal  sie  das  letzte  Eheschutzgesuch  gerade  erst  drei  Monate  bevor  er  ein  Gesuch  um  erleichterte  Einbürgerung  stellte,  eingereicht  hatte.  Dies  lässt  darauf  schliessen,  dass  die  Ehegemeinschaft  bereits  vor  der  gemeinsamen  Erklärung und der anschliessenden erleichterten Einbürgerung massiven  Belastungen ausgesetzt war. In einer solchen Situation von einer stabilen  Ehe  zu  sprechen  entbehrt  jeglicher  Grundlage.  Das  erste  Eheschutzgesuch erfolgte bereits im ersten Ehejahr. Es kann demzufolge  davon ausgegangen werden, dass eheliche Probleme bereits zu Beginn  der Ehe bestanden haben.

C­3729/2009 Bezüglich  der  E­Mails  der  Ex­Ehefrau  an  den  Beschwerdeführer  kann  Folgendes  festgehalten  werden:  Die  Ex­Ehefrau  schrieb  dem  Beschwerdeführer am 26. Januar 2005, er sei  immer noch  ihr Ehemann  und  sie  würde  extrem  viel  an  ihn  denken.  Daraus  kann  geschlossen  werden,  dass  die  Ex­Ehefrau  zu  jenem  Zeitpunkt  tatsächlich  noch  Gefühle  für  den  Beschwerdeführer  gehabt  haben muss.  Dennoch  kann  deshalb nicht auf einen fehlenden Trennungswillen geschlossen werden,  schrieb sie doch am folgenden Tag, dass  ihr die Trennung weh tue und  sie  bedaure,  dass  es  soweit  habe  kommen  müssen.  Aus  dem  E­Mail  Verkehr  ist  demzufolge  nicht  ersichtlich,  dass  die  Ex­Ehefrau  noch  an  eine  gemeinsame  Zukunft  glaubte,  sondern  vielmehr,  dass  sie  die  Trennung gewollt hat, wenn sie diese auch bedauerte. 8.7  Was  die  zu  den  Akten  gelegten  Unterstützungsschreiben  von  Drittpersonen anbelangt, so versteht es sich von selbst und bedarf keiner  besonderen Erläuterungen, dass damit der Beweis einer intakten, auf die  Zukunft gerichteten Ehe nicht zu erbringen ist. Vielmehr beschränken sich  diesbezügliche  Aussagen  naturgemäss  auf  die  Wahrnehmung  eines  äusseren Erscheinungsbildes. Für die Beurteilung der hier wesentlichen  Frage,  ob  die  Ehe  im  fraglichen  Zeitpunkt  stabil  und  auf  die  Zukunft  gerichtet war, erweisen sich solche Bestätigungen  regelmässig nicht als  besonders  aufschlussreich  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­378/ 2008 vom 29. November 2011 E. 7.2.6 mit Hinweis). 9. Dem  Beschwerdeführer  ist  es  somit  nicht  gelungen,  die  gegen  ihn  sprechende  Vermutung  überzeugend  in  Frage  zu  stellen,  dass  zum  Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  vom  20. August  2004  und  der  erleichterten  Einbürgerung  am  13. September  2004  zwischen  ihm  und  seiner Schweizer Ehefrau keine stabile und auf die Zukunft ausgerichtete  eheliche Gemeinschaft bestanden hat. Aufgrund der gesamten Umstände  muss  im  Gegenteil  davon  ausgegangen  werden,  dass  der  Ehewille,  bereits einige Zeit  vorher erloschen war und an der Ehe schlussendlich  nur  festgehalten  wurde,  um  dem  Beschwerdeführer  zum  Schweizer  Bürgerrecht  zu  verhelfen.  Indem  der  Beschwerdeführer  in  der  gemeinsamen  Erklärung  den  Bestand  einer  intakten  und  stabilen  Ehe  versicherte  bzw.  einen  Sachverhalt  (insbesondere  die  mehrmaligen  Eheschutzgesuche) nicht anzeigte, hat er die Behörden über wesentliche  Tatsachen  getäuscht  und  die  erleichterte  Einbürgerung  im  Sinne  von 

C­3729/2009 Art. 41  Abs. 1  BüG  erschlichen.  Denn  hätte  die  Vorinstanz  um  den  Zustand  der Ehe  – wie  ihn  die Ehegatten  im Nachhinein  beschrieben –  gewusst, hätte sie die erleichterte Einbürgerung zweifelsfrei nicht verfügt,  bzw.  damit  zugewartet.  Die  materiellen  Voraussetzungen  für  die  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  sind  folglich  ebenfalls  erfüllt.  10. Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  demnach  als  rechtmässig  (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 11. Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende  Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Verfahrenskosten sind auf Fr. 1'000.­­ festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art.  3  Bst.  b  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite)

C­3729/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1'000.­­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss verrechnet. 3.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. […] und […] retour) – den  Zivilstands­  und  Bürgerrechtsdienst  des  Kantons  Bern  (Akten  Ref­Nr. […] retour) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-3729/2009 — Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 C-3729/2009 — Swissrulings