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Bundesverwaltungsgericht 18.11.2011 C-2731/2011

18 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,018 mots·~10 min·2

Résumé

Einreiseverbot | Einreiseverbot

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­2731/2011 Urteil   v om   1 8 .   No v embe r   2011 Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz), Richterin Marianne Teuscher, Richter Antonio Imoberdorf, Gerichtsschreiber Julius Longauer. Parteien A._______, Zustelladresse: B._______, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Einreiseverbot.

C­2731/2011 Sachverhalt: A.  Der  Beschwerdeführer  (geb.  1970)  ist  britischer  Staatsangehöriger.  Im  Jahr 1998 gelangte er erstmals in die Schweiz, wo er aufgrund seiner mit  einer Schweizerin geschlossenen Ehe eine Aufenthaltsbewilligung erhielt.  Die  Ehe  wurde  im  Jahr  2001  geschieden.  Mittlerweile  ist  der  Beschwerdeführer  mit  einer  in  der  Schweiz  niedergelassenen  mazedonischen  Staatsangehörigen  verheiratet,  mit  der  er  seit  Oktober  2000 einen gemeinsamen Sohn hat. B.  Wegen  diverser  strafrechtlicher  Verurteilungen  verweigerte  die  Migrationsbehörde des Kantons Bern dem Beschwerdeführer am 15. Juli  2009 eine Erneuerung seiner letztmals bis 24. Februar 2007 verlängerten  Aufenthaltsbewilligung  und  wies  ihn  aus  der  Schweiz  weg.  Die  vom  Beschwerdeführer  dagegen  eingereichten  Rechtsmittel  blieben  allesamt  ohne  Erfolg.  In  letzter  Instanz  lehnte  das  Bundesgericht  seine  Beschwerde am 18. Januar 2011 ab (Urteil 2C_680/2010).  C.  Am  28.  Februar  2011  setzte  der  Beschwerdeführer  die  kantonale  Migrationsbehörde  darüber  in  Kenntnis,  dass  er  die  Schweiz  am  24.  Februar 2011 verlassen habe. D.  Die  kantonale  Migrationsbehörde  gelangte  am  9.  März  2011  an  den  Beschwerdeführer  und  teilte  ihm  unter  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  mit,  dass  sie  beabsichtigte,  gegen  ihn  bei  der  Vorinstanz  ein  Einreiseverbot  zu  beantragen.  Von  der  Gelegenheit  zur  Stellungnahme  machte der Beschwerdeführer am 7. April 2011 Gebrauch. E.  Mit  Verfügung  vom  28.  April  2011  erliess  die  Vorinstanz  gegen  den  Beschwerdeführer  ein  bis  10.  April  2016  befristetes  Einreiseverbot  und  entzog  einer  allfälligen  Beschwerde  vorsorglich  die  aufschiebende  Wirkung. Damit sei dem Beschwerdeführer das Betreten schweizerischen  und  liechtensteinischen  Gebiets  ohne  ausdrückliche  Bewilligung  untersagt. F.  Gegen die vorgenannte Verfügung legte der Beschwerdeführer am 6. Mai 

C­2731/2011 2011  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  ein  und  beantragte  deren  Aufhebung,  eventualiter  deren  räumliche  Begrenzung  auf  das  Gebiet der Schweiz.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  ersuchte  der  Beschwerdeführer  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  und  um  Erlass  einer  Beweisanordnung,  die  es  ihm  gestatte,  sich  auf  eigene  Kosten  durch  seinen  Psychiater  in  der  Schweiz  zum  Vorliegen  einer  tatsächlichen,  gegenwärtigen  und  hinreichend  schweren  Gefährdung,  die  ein  Grundinteresse der Gesellschaft berühre, begutachten zu lassen.  G.  Mit  Zwischenverfügung  vom  17.  Juni  2011  lehnte  das  Bundesverwaltungsgericht die Verfahrensanträge des Beschwerdeführers  ab. H.   Auf  eine  gegen  diese  Zwischenverfügung  eingereichte  Beschwerde  trat  das Bundesgericht am 18. Juli 2011 nicht ein (Urteil 2C_591/2011). I.  Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 8. September 2011  die Abweisung der Beschwerde. J.  Mit  Replik  vom  4. Oktober  2011  hielt  der  Beschwerdeführer  an  seinem  Rechtsmittel fest. K.  Auf den weiteren Akteninhalt wird – soweit entscheidserheblich –  in den  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1.  Verfügungen  des  BFM  betreffend  Einreiseverbot  unterliegen  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art.  33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR  173.32]). 1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  dem Bundesgesetz  vom  20.  Dezember 

C­2731/2011 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs.  4 VwVG). 1.3. Der Beschwerdeführer  ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1  VwVG). Auf die frist­ und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher  einzutreten (Art. 49 ff. VwVG). 2.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale  Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist  gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend  gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE  2011/1 E. 2). 3.  Der  Beschwerdeführer  ist  als  Staatsangehöriger  Grossbritanniens  vom  persönlichen  Geltungsbereich  des  Abkommens  vom  21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen Gemeinschaft und  ihren Mitgliedstaaten andererseits über  die  Freizügigkeit  (Freizügigkeitsabkommen,  FZA,  SR  0.142.112.681)  erfasst  (Vertragsausländer). Der ordentlichen Ausländergesetzgebung  in  Gestalt  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  und  seiner  Ausführungsverordnungen  untersteht  er  nur  soweit,  als  das  Freizügigkeitsabkommen  keine  abweichende  Regelung  kennt  oder  die  ordentliche  Ausländergesetzgebung  eine  vorteilhaftere  Rechtsstellung  vermittelt (Art. 2 Abs. 2 AuG). 4.  4.1.  Landesrechtliche  Grundlage  der  angefochtenen  Verfügung  bildet  Art. 67  AuG.  Nach  dessen  Abs.  2  Bst.  a  kann  das  BFM  gegen  ausländische Personen, die gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung  in der Schweiz oder im Ausland verstossen haben oder diese gefährden, 

C­2731/2011 ein  Einreiseverbot  verfügen.  Die  Dauer  eines  Einreiseverbots  beträgt  höchstens  fünf  Jahre.  Es  kann  für  eine  längere  Dauer  angeordnet  werden,  wenn  von  der  ausländischen  Person  eine  schwerwiegende  Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht (Art. 67 Abs. 3  AuG).  Aus  humanitären  oder  anderen wichtigen Gründen  kann  von  der  Verhängung  eines  Einreiseverbots  abgesehen  oder  ein  Einreiseverbot  vollständig oder vorübergehend aufgehoben werden (Art. 67 Abs. 5 AuG).  4.2.  Vom  BFM  erlassene  Einreiseverbote  wirken  unmittelbar  für  die  Schweiz  und  das  Fürstentum  Liechtenstein. Das BFM  kann  jedoch  das  Fürstentum Liechtenstein  im Einzelfall aus dem Geltungsbereich solcher  Verfügungen  ausschliessen  (Art.  3  der  Vereinbarung  vom  6.  November  1963 zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein über die  Handhabung  der  Fremdenpolizei  für  Drittausländer  im  Fürstentum  Liechtenstein  und  über  die  fremdenpolizeiliche  Zusammenarbeit  [nachfolgend:  FL­Vereinbarung,  SR  0.142.115.143]).  Soweit  das  schweizerische  Ausländerrecht  und  das  Recht  des  Europäischen  Wirtschaftsraums  (EWR),  an  dem  das  Fürstentum  Liechtenstein  im  Gegensatz zur Schweiz teilnimmt, voneinander abweichen, findet für das  Fürstentum  Liechtenstein  im  Verhältnis  zu  den  Vertragspartnern  des  EWR­Abkommens  das  EWR­Recht  Anwendung  (Art.  2  Bst.  e  der  FL­ Vereinbarung). 4.3.  Das  Einreiseverbot  will  seiner  Natur  nach  nicht  vergangenes  Fehlverhalten sanktionieren, sondern der Gefahr einer künftigen Störung  der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorbeugen (BBl 2002 3813). Die  Feststellung  einer  solchen  Gefahr  ist  ein  Wahrscheinlichkeitsurteil,  das  sich  naturgemäss  auf  vergangenes  Verhalten  der  betroffenen  ausländischen Person abstützen muss. Stellt bereits dieses vergangene  Verhalten eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar, wird  die Gefahr künftiger Störungen von Gesetzes wegen vermutet (BBl 2002  3760; vgl. auch CATERINA NÄGELI  / NIK SCHOCH, Ausländische Personen  als  Straftäter  und  Straftäterinnen,  in:  Peter  Uebersax  /  Beat  Rudin  /  Thomas Hugi Yar  / Thomas Geiser  [Hrsg.], Ausländerrecht, Handbücher  für  die  Anwaltspraxis,  Band VIII,  2.  Aufl.,  Basel  2009, Rz.  22.177;  a.M.  PAUL­LUKAS  GOOD  /  PATRICK  SUTTER,  Einreiseverbot  als  Sanktion  für  vergangenes Verhalten oder Mittel zur Gefahrenabwehr?, in: Sicherheit &  Recht  3/2010,  S. 199  ff.;  zur  relativierten  Bedeutung  der  Rückfallgefahr  bei  ausländerrechtlichen  Administrativmassnahmen  gemäss  nationalem  Recht vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2 S. 20 mit Hinweisen). 

C­2731/2011 Das Gesetz lässt deshalb einen Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit  und Ordnung als Anlass  für  ein Einreiseverbot  genügen,  ohne dass die  Gefahr  einer  Störung  nachgewiesen  werden  müsste.  Ist  die  Vermutungsbasis  dagegen  nicht  erfüllt,  verlangt  Art. 80  Abs.  2  der  Verordnung  vom  24.  Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201)  konkrete  Anhaltspunkte,  dass  der  Aufenthalt  der  betreffenden  Person  in  der  Schweiz  mit  erheblicher  Wahrscheinlichkeit  zu  einem  Verstoss  gegen  die  öffentliche  Sicherheit  und Ordnung führt. 4.4.  Das  FZA  vermittelt  Vertragsausländern  eine  Reihe  von  Freizügigkeitsrechten, unter anderem das Recht auf Einreise (Art. 3 FZA  i.V.m.  Art.  1  Abs.  1  Anhang  I  FZA).  Die  Zulässigkeit  nationaler  Massnahmen,  die  –  wie  das  Einreiseverbot  nach  Art.  67  AuG  –  die  Ausübung  eines  Freizügigkeitsrechts  behindern,  macht  das  FZA  von  einer Rechtfertigung  durch Gründe  der  öffentlichen Ordnung,  Sicherheit  und  Gesundheit  abhängig  (Ordre­Public­Vorbehalt,  vgl.  Art.  5  Abs.  1  Anhang  I  FZA).  Im  Interesse  einer  einheitlichen  Anwendung  und  Auslegung  des  Ordre­Public­Vorbehaltes  auf  der  Grundlage  des  Gemeinschaftsrechts  verweist das FZA auf die Richtlinien 64/221/EWG,  72/194/EWG  und  75/35/EWG  in  ihrer  Fassung  zum  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  (Art. 5  Abs.  2 Anhang  I  FZA),  und  auf  die  einschlägige  Rechtsprechung  des  Gerichtshofs  der  Europäischen  Gemeinschaften  (nachfolgend  Gerichtshof  oder  EuGH)  vor  dem  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung (Art. 16 Abs. 2 FZA). In diesem Sinne schränkt das FZA  die  ausländerrechtlichen  Befugnisse  nationaler  Behörden  bei  der  Handhabung landesrechtlicher Massnahmen wie des Einreiseverbots ein. 5.  Nachfolgend  ist  in einem ersten Schritt  ist zu prüfen, ob das gegen den  Beschwerdeführer  verhängte  Einreiseverbot  in  rechtsfehlerfreier  Anwendung des Landesrechts ergangen ist. 5.1. Dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 67 Abs. 1 Bst. a AuG  gegen  die  öffentliche  Sicherheit  und  Ordnung  verstossen  und  solchermassen  einen  gesetzlichen  Fernhaltegrund  gesetzt  hat,  kann  vernünftigerweise  nicht  in  Abrede  gestellt  werden.  Es  ist  aktenkundig,  dass  er  seit  seiner  Jugendzeit  in  Österreich  bis  in  die  jüngste  Vergangenheit  immer  wieder  straffällig  geworden  ist  (vgl.  etwa  die  Zusammenstellung im Urteil Nr. 100.2010.123U des Verwaltungsgerichts  des  Kantons  Bern  vom  28. Juli  2010  in  der  Sache  des 

C­2731/2011 Beschwerdeführers  E.  3.1  bis  3.3).  Mehrheitlich  handelte  es  sich  um  Vermögens­,  Urkundenfälschungs­,  Strassenverkehrs­  und  Ausländerrechtsdelikte. Zuletzt wurde der Beschwerdeführer am 22. April  2009  vom  Kreisgericht  VIII  Bern­Laupen  des  mehrfachen,  teilweise  gewerbsmässigen  Betrugs,  der  mehrfacher  Urkundenfälschung,  der  versuchten  Erpressung,  der  Nötigung  und  der Widerhandlungen  gegen  das  Strassenverkehrsgesetz  schuldig  erklärt  und  zu  einer  unbedingten  Freiheitsstrafe  von  30  Monaten  unter  Anordnung  einer  ambulanten  psychotherapeutischen Behandlung während und nach dem Strafvollzug  verurteilt.  Die  Deliktsperiode  umfasste  die  Zeitspanne  von  Januar  2005  bis  März  2008  und  die  Deliktssumme  belief  sich  auf  rund  113'000  Franken  aus  25  Betrugsfällen  zum  Nachteil  von  Privaten.  Hinzu  kam  mehrfacher  Sozialhilfebetrug  mit  unbestimmtem  Deliktsbetrag  zum  Nachteil der Wohngemeinde. 5.2.  5.2.1.  Die  pflichtgemässe  Ausübung  des  Ermessens  impliziert  die  Beachtung  rechtlicher  Schranken.  Solche  können  sich  aus  übergeordnetem  Recht  und  aus  den  allgemeinen  Grundsätzen  des  Verwaltungshandelns  ergeben.  Im  vorliegenden  Fall  steht  die  Verhältnismässigkeit  des  Einreiseverbots  und  seine  Vereinbarkeit  mit  dem  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  Achtung  seines  Familienlebens  (Art.  8  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, SR 0.101] und  Art.  13  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101)  im  Vordergrund.  Unter  dem  Gesichtspunkt  der  Verhältnismässigkeit  ist  eine  wertende  Abwägung  vorzunehmen  zwischen  dem  öffentlichen  Interesse  an  der  Massnahme  einerseits  und  den  von  der  Massnahme  beeinträchtigten  privaten  Interessen  des  Betroffenen  andererseits.  Die  Stellung  der  verletzten  oder  gefährdeten  Rechtsgüter,  die  Besonderheiten  des  ordnungswidrigen  Verhaltens  und  die  persönlichen  Verhältnisse  des  Verfügungsbelasteten  bilden  dabei  den  Ausgangspunkt  der  Überlegungen  (vgl.  statt  vieler  ULRICH HÄFELIN  / GEORG MÜLLER  / FELIX  UHLMANN,  Allgemeines Verwaltungsrecht,  6. Aufl.,  Zürich  und St. Gallen  2010, S. 138 f.). 5.2.2. Das Verschulden  des Beschwerdeführer wiegt  schwer. Allein  seit  seinem  Zuzug  in  die  Schweiz  im  Jahr  1998  erwirkte  er  zahlreiche  Verurteilungen mit einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und einer  Gesamtdeliktssumme  von  mehreren  hunderttausend  Franken.  Die 

C­2731/2011 deliktische  Tätigkeit  des  Beschwerdeführers  erstreckte  sich  über  Jahre,  wobei  er  sich  immer  schwerere  Taten  zu  Schulden  kommen  liess.  Bei  den am 22. April 2009 abgeurteilten Straftaten fällt ins Gewicht, dass eine  grosse Anzahl  von Opfern  betroffen war.  Der  Beschwerdeführer  suchte  sich  gezielt  Personen  aus,  die  ihm unterlegen waren,  und  nützte  deren  Notlage  und  Abhängigkeit  aus  ausschliesslich  finanziellen  Gründen  schamlos  aus.  Konkret  diente  er  sich  hilfesuchenden  ausländischen  Personen als Rechtsberater auf dem Gebiet des Ausländerrechts an und  bezog  von  ihnen  Honorare  von  jeweils mehreren  tausend  Franken,  die  sich  diese  jeweils  von  Verwandten  und  Kollegen  zusammenleihen  mussten.  Die  versprochenen  Gegenleistungen  erbrachte  der  Beschwerdeführer  jedoch  nicht.  Parallel  dazu  gelang  es  dem  Beschwerdeführer,  durch  Vorspiegelung  einer  Krebserkrankung  und  Vorlage  gefälschter  Arztzeugnisse,  die  ihm  seine  angebliche  Arbeitsunfähigkeit  bescheinigten,  von  seiner  Wohngemeinde  die  Ausrichtung  von  Fürsorgeleistungen  zu  erwirken.  Die  Einkünfte  aus  seiner  Tätigkeit  als  "Rechtsberater"  im  Ausländerbereich  verschwieg  er  dabei. 5.2.3. Das  Bundesverwaltungsgericht  schliesst  sich  der  Beurteilung  der  mit der Sache bereits befassten Verwaltungs­ und Gerichtsinstanzen an,  dass  vom  Beschwerdeführer  eine  gegenwärtige  und  erhebliche  Gefahr  für  die  öffentliche  Sicherheit  und  Ordnung  ausgeht.  In  diesem  Zusammenhang  kann  auf  die  lange  kriminelle  Karriere  des  Beschwerdeführers  verwiesen werden.  Von  diesem  Lebenswandel  liess  er  sich  weder  durch  Strafermittlungen,  Verurteilungen,  Strafvollzug,  Probezeiten  oder  ausländerrechtliche  Verwarnungen  noch mit  Blick  auf  seine  familiäre  Situation  abbringen.  Dieses  Bild  wird  durch  diverse  Gutachten und Berichte gestützt, die beim Beschwerdeführer eine schwer  behandelbare,  kombinierte  Persönlichkeitsstörung  mit  histrionischen,  narzisstischen  und  dissozialen  Zügen  diagnostizieren  und  eine  Rückfallgefahr  auf  dem  Gebiet  der  Vermögensdelikte  klar  bejahen.  Zu  Unrecht nimmt der Beschwerdeführer  für sich  in Anspruch, dass er sich  seit  seiner  letzten Straftat  im März 2008 nichts mehr habe zu Schulden  kommen  lassen  und  dass  er  nach  seiner  bedingten  Entlassung  im Mai  2010  wegen  guter  Führung  knapp  ein  Jahr  lang  als  Buchhalter  ehrlich  sein  Geld  verdient  habe.  Dem  Wohlverhalten  im  Strafvollzug,  das  zu  seiner  bedingten  Entlassung  am  22.  Mai  2010  geführt  hat,  kommt  aus  ausländerrechtlicher Sicht nur beschränkte Aussagekraft zu und die seit  der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug vergangenen anderthalb  Jahre sind zu kurz, als dass sie die klar negative Prognose zu Gunsten 

C­2731/2011 des  Beschwerdeführers  beeinflussen  könnten.  Nur  nebenbei  sei  darauf  hingewiesen,  dass  der  Beschwerdeführer  im  September  2010  von  der  zuständigen  kantonalen  Behörde  ermahnt  werden  musste,  die  psychotherapeutischen  Behandlungstermine  einzuhalten,  und  seine  behandelnde Psychotherapeutin  sich  im Oktober  2010  gezwungen  sah,  das  Mandant  niederzulegen,  weil  der  Beschwerdeführer  mit  seinem  Verhalten  einer  guten  therapeutischen  Arbeitsbeziehung  die  Grundlage  entzogen hatte. 5.2.4.  Im  Sinne  eines  Zwischenergebnisses  ist  festzustellen,  dass  vom  Beschwerdeführer  eine  erhebliche  Gefahr  künftiger,  schwer  wiegender  Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeht. Für weitere  Erhebungen zu diesem Thema besteht angesichts der klaren Beweislage  kein  Anlass.  Namentlich  kann  in  antizipierter  Beweiswürdigung  ohne  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  darauf  verzichtet  werden  (vgl.  BGE  134 I 140 E. 5.3 S. 148), dem mit Zwischenverfügung vom 17. Juni 2011  bereits  abschlägig  beurteilten  und  mit  der  Replik  erneuerten  Beweisantrag  zu  entsprechen  und  dem  Beschwerdeführer  die  Gelegenheit  zu  geben,  sich  in  der  Schweiz  durch  einen  von  ihm  gewählten  Psychiater  zur  Frage  der  Rückfallgefahr  begutachten  zu  lassen. Es besteht mithin ein erhebliches öffentliches  Interesse an einer  langfristigen  Fernhaltung  des  Beschwerdeführers,  das  nach  Massgabe  von Art. 67 Abs. 3 AuG auch ein Einreiseverbot von mehr als fünf Jahren  Dauer zu rechtfertigen vermag. 5.2.5. Was die gegenläufigen privaten Interessen des Beschwerdeführers  angeht,  so  fällt  nur  seine  Beziehung  zu  Ehefrau  und  Kind  ins Gewicht.  Denn obwohl er sich seit dem Jahr 1998  in der Schweiz aufhielt, war er  schlecht  integriert. Dieser Schluss  ergibt  sich  bereits  aus  der Tatsache,  dass der Beschwerdeführer während seines Aufenthaltes in der Schweiz  fortwährend  delinquierte  und  mehrere  Jahre  im  Strafvollzug  verbringen  musste. Trotz verschiedener Anläufe gelang es ihm nicht, beruflich Fuss  zu  fassen.  Stattdessen  lebte  er  zusammen  mit  Ehefrau  und  Kind  jahrelang  von  der  Sozialhilfe  und  häufte  in  beträchtlichem  Umfang  Schulden an. Schliesslich wurde weder dargetan noch ist ersichtlich, dass  der  Beschwerdeführer  über  ein  nennenswertes  Beziehungsnetz  in  der  Schweiz verfügt. Die familiäre Situation des Beschwerdeführers hingegen  begründet  durchaus  ein  nicht  unerhebliches  Interesse  an  Einreisen.  Allerdings  ist  es  nicht  ausschlaggebend,  da  die mit  dem Einreiseverbot  verbundene  Beeinträchtigung  des  Familienlebens  die  entsprechende  Garantie  des  Art.  8  EMRK  und  Art.  13  Abs.  1  BV  nicht  verletzt.  Denn 

C­2731/2011 soweit im Einreiseverbot überhaupt ein rechtfertigungsbedürftiger Eingriff  in  das  genannte  Rechtsgut  erblickt  werden  kann,  wiegt  er  vergleichsweise leicht. Die Beeinträchtigung besteht in der Notwendigkeit,  vor  jedem  familiär  motivierten  Besuchsaufenthalt  in  der  Schweiz  eine  Suspension  der  Massnahme  einzuholen  (vgl.  dazu  etwa  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts C­4509/2009 vom 7. Januar 2010 E. 7.3 mit  Hinweisen).  Eine  solche  administrative  Erschwerung  des  Besuchsverkehrs  wird  im  vorliegenden  Fall  nach  Massgabe  von  Art.  8  Ziff.  2  EMRK  bzw.  Art.  36  BV  ohne  weiteres  durch  das  öffentliche  Fernhalteinteresse gerechtfertigt. 5.2.6.  Zusammenfassend  lässt  sich  feststellen,  dass  ein  erhebliches  öffentliches  Interesse  an  einer  längerfristigen  Fernhaltung  des  Beschwerdeführers besteht. Dem öffentlichen Fernhalteinteresse  stehen  nicht  unerhebliche  Auswirkungen  der  Massnahme  in  der  Interessensphäre  des  Beschwerdeführers  gegenüber.  Den  berechtigten  Interessen des Beschwerdeführers  trug die Vorinstanz  jedoch durch die  Begrenzung  des  Einreiseverbots  auf  fünf  Jahre  Dauer  hinreichend  Rechnung.  Die  angefochtene  Massnahme  erweist  sich  somit  als  verhältnismässige  und  angemessene  Massnahme  zum  Schutz  der  öffentlichen Sicherheit und Ordnung. 6.  Im zweiten Schritt ist zu untersuchen, ob sich das Einreiseverbot mit den  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  der  Schweiz  aus  dem  Freizügigkeitsabkommen und denen des Fürstentums Liechtenstein aus  dem EWR­Abkommen vereinbaren lässt. 6.1. Nach  der  an  die  Praxis  des  EuGH  angeglichenen Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  zu  Art.  5  Anhang  I  FZA  setzt  die  Anordnung  einer  freizügigkeitsrechtsbeschränkenden  Massnahme  voraus,  dass  eine  gegenwärtige  und  hinreichend  schwere  Gefährdung  der  öffentlichen  Sicherheit und Ordnung vorliegt, die ein Grundinteresse der Gesellschaft  berührt.  Eine  strafrechtliche  Verurteilungen  darf  dabei  nur  insofern  zum  Anlass genommen werden, als die ihr zugrunde liegenden Umstände ein  persönliches Verhalten erkennen lassen, das eine solche Gefahr darstellt.  Art. 5 Anhang I FZA steht somit Massnahmen entgegen, die (allein) aus  generalpräventiven Gründen verhängt werden. Der notwendige Grad der  Wahrscheinlichkeit künftiger Störungen bestimmt sich dabei nach der Art  der  gefährdeten  Rechtsgüter  und  dem Mass  ihrer  Beeinträchtigung.  Je  schwerer  eine  mögliche  Rechtsgüterverletzung  wiegt,  desto  kleineres 

C­2731/2011 Risiko ihrer Realisierung darf in Kauf genommen werden (BGE 136 II 5 E.  4.2 S. 20 mit Hinweisen).  Die  erwähnten  Voraussetzungen  sind  in  casu  allesamt  erfüllt.  Diesbezüglich  kann  im  Wesentlichen  auf  die  Erwägungen  weiter  oben  verwiesen  werden.  Ergänzend  sind  zwei  Punkte  hervorzuheben.  Dass  der  Beschwerdeführer  nicht  ein  Gewalttäter  ist,  sondern  "bloss"  wegen  Vermögensdelikten  verurteilt  wurde,  steht  Fernhaltemassnahmen  im  Anwendungsbereich  des  FZA  nicht  entgegen.  Darauf  wurde  er  bereits  vom  Bundesgericht  aufmerksam  gemacht  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_680/2010 vom 18. Januar 2011 in der Sache des Beschwerdeführers  E.  2.3 mit  Hinweis  auf  BGE  134  II  25  E.  4.3.1  S.  29).  Soweit  sich  der  Beschwerdeführer sodann darüber zu beklagen scheint, dass das Verbot,  das Territorium der Schweiz  zu  betreten,  die Richtlinie  2004/38/EG des  Europäischen  Parlaments  und  des  Rates  vom  29.  April  2004  (nachfolgend: Unionsbürgerrichtlinie)  verletzt,  ist  ihm wiederum mit  dem  Bundesgericht  entgegenzuhalten,  dass  der  genannte  Rechtsakt  die  Schweiz  nicht  bindet  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_680/2010  vom  18.  Januar 2011 in der Sache des Beschwerdeführers E. 2.1 mit Hinweisen). 6.2. Das Fürstentum Liechtenstein ist EWR­Staat und wird als solcher im  Gegensatz  zur  Schweiz  durch  die  Unionsbürgerrichtlinie,  wie  durch  Beschluss  des  Gemeinsamen  EWR­Ausschusses  Nr.  158/2007  vom  7.  Dezember  2007  an  das  EWR­Abkommen  angepasst,  verpflichtet  (Kundmachung vom 20. Januar 2009 des Beschlusses Nr. 158/2007 des  Gemeinsamen  EWR­Ausschusses,  Liechtensteinisches  Landesgesetzblatt  [LGBL]  2009  Nr.  13).  Stünde  das  angefochtene  Einreiseverbot  im  Widerspruch  zur  angepassten  Unionsbürgerrichtlinie,  müsste  das  Gebiet  des  Fürstentums  Liechtenstein  von  seinem  räumlichen Geltungsbereich ausgenommen werden (vgl. Art. 2 Bst. e und  Art.  3  FL­Vereinbarung).  Entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  ist  das  jedoch  nicht  der  Fall.  Soweit  der  Beschwerdeführer den qualifizierten Schutz vor Ausweisung in Anspruch  nimmt,  den  Art.  28  der  angepassten  Unionsbürgerrichtlinie  Staatsangehörigen  der  EG  und  EFTA  vermittelt,  so  übersieht  er  Mehreres:  Zum  einen  wurde  er mit  der  angefochtenen  Verfügung  nicht  aus dem Fürstentum Liechtenstein ausgewiesen. Zum anderen gehört er  nicht  zur  Personenkategorie,  die  Art.  28  der  Unionsbürgerrichtlinie  besonders  schützt:  Weder  genoss  der  Beschwerdeführer  jemals  das  Recht  auf  Daueraufenthalt  im  Fürstentum  Liechtenstein  (Art.  28  Abs.  2  Unionsbürgerrichtlinie), noch hat er dort während der  letzten zehn Jahre 

C­2731/2011 gelebt  (Art.  28  Abs.  3  Bst.  a  Unionsbürgerrichtlinie),  noch  ist  er  minderjährig (Art. 28 Abs. 3 Bst. b Unionsbürgerrichtlinie). 7.  Abschliessend ist auf das Argument des Beschwerdeführers einzugehen,  die  Ausdehnung  des  Einreiseverbots  auf  das  Gebiet  des  Fürstentums  Liechtenstein  stehe  im  Widerspruch  zum  Schengen­Recht,  das  sowohl  für  die  Schweiz  als  auch  für  das  Fürstentum  Liechtenstein  gelte.  Nach  Massgabe des Schengen­Rechts seien nationale Einreiseverbote nur mit  Wirkung für das eigene Land, nicht  jedoch für einen anderen Schengen­ Staat  wie  das  Fürstentum  Liechtenstein  zulässig.  Der  Einwand  des  Beschwerdeführers  ist  offensichtlich  unbegründet.  Tatsache  ist,  dass  Einreiseverbote  gegen  Unionsbürger  nicht  Gegenstand  des  Schengen­ Rechts  sind,  sodass  sich  dieses  zu  der  vom  Beschwerdeführer  aufgeworfenen  Frage  nicht  und  schon  gar  nicht  im  negativen  Sinn  äussert. Inwieweit ausländerrechtliche Massnahmen gegen Unionsbürger  zulässig  sind,  beurteilt  sich  im  Verhältnis  zur  Schweiz  nach  Massgabe  des  Freizügigkeitsabkommens  und  im  Verhältnis  zum  Fürstentum  Liechtenstein  nach  Massgabe  des  EWR­Abkommens.  Beiden  Vertragswerken  lässt sich nichts entnehmen, was der Schweiz und dem  Fürstentum Liechtenstein grundsätzlich verbieten würde, auf dem Gebiet  des  Ausländerrechts  in  der  bilateral  vereinbarten  Weise  zusammenzuarbeiten. 8.  Aus  diesen  Erwägungen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfügung  unter  dem  Gesichtspunkt  von  Art.  49  VwVG  nicht  zu  beanstanden  ist.  Die  Beschwerde  ist  daher  abzuweisen. Mit  diesem Urteil  ist  der Antrag  des  Beschwerdeführers  gegenstandslos  geworden,  es  sei  die  Vorinstanz  anzuweisen,  ihm bis zum Abschluss des Verfahrens den Besuch seiner  Familie in der Schweiz zu gestatten. 9.  Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende  Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Verfahrenskosten sind auf Fr. 1'000.­ festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art.  3  Bst. b  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).

C­2731/2011 Dispositiv S. 13

C­2731/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  im  Betrag  von  Fr.  1'000.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Sie  sind  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (…) – die Vorinstanz (…) – den Migrationsdienst des Kantons Bern (…) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Andreas Trommer Julius Longauer

C­2731/2011 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in  Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-2731/2011 — Bundesverwaltungsgericht 18.11.2011 C-2731/2011 — Swissrulings