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Bundesverwaltungsgericht 22.12.2011 C-2242/2010

22 décembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·4,428 mots·~22 min·3

Résumé

nach Auflösung der Familiengemeinschaft | Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der kantonalen Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­2242/2010 Urteil   v om   2 2 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Antonio Imoberdorf, Richter Jean­Daniel Dubey,    Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger. Parteien X._______, vertreten durch Michelle Wahl, Advokatin, Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der  kantonalen Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung.

C­2242/2010 Sachverhalt: A.  Die  Beschwerdeführerin  (geb.  1983)  reiste  am  31. Oktober  2003  in  die  Schweiz  ein,  wo  sie  gleichentags  ein  Asylgesuch  einreichte.  Dieses  wurde  mit  Verfügung  des  damaligen  Bundesamts  für  Flüchtlinge  (BFF;  heute:  BFM)  vom  17. Juni  2004  abgewiesen  und  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin aus der Schweiz angeordnet. Auf eine gegen diesen  Entscheid  erhobene  Beschwerde  trat  die  damalige  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  mit  Urteil  vom  10. August  2004  zufolge  unterlassener  Beschwerdeverbesserung  nicht  ein.  Die  der  Beschwerdeführerin  neu bis  zum 15. Oktober  2004 angesetzte Frist  zur  Ausreise liess sie ungenutzt verstreichen. B.  In  der  Nacht  vom  30. September  auf  den  1. Oktober  2005  wurde  die  Beschwerdeführerin  in  Basel  anlässlich  einer  im  Prostitutionsmilieu  durchgeführten Kontrolle angehalten. In der Folge wurde die Verhängung  einer Fernhaltemassnahme geprüft. C.  Am 8. Dezember 2005 verheiratete sich die Beschwerdeführerin mit dem  Schweizer Bürger Y._______ (geb. 1973), woraufhin ihr am 10. Juli 2006  im Kanton Basel­Landschaft eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei  ihrem Ehemann erteilt wurde. Erstmalig hatte diese Bewilligung Gültigkeit  bis zum 7. Dezember 2006, in der Folge wurde sie bis zum 7. Dezember  2007  verlängert.  Seit  Mai  2006  hatten  die  Ehegatten  getrennte  Wohnsitze. Im  Hinblick  auf  eine  eventuelle  Nichtverlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  (im  Zusammenhang  mit  einer  allfälligen  rechtsmissbräuchlichen  Berufung  auf  eine  nur  noch  formell  bestehende  Ehe)  und  Wegweisung  aus  der  Schweiz  unterbreitete  die  kantonale  Migrationsbehörde  der  Beschwerdeführerin  am  16. Januar  2008  schriftlich  Fragen  zur  ehelichen  Gemeinschaft  und  gewährte  ihr  das  rechtliche Gehör. Zudem nahm sie weitere Abklärungen vor.  Im Frühjahr 2008 reichte der Ehemann eine Scheidungsklage ein, welche  er  jedoch  anlässlich  der  daraufhin  anberaumten  Gerichtsverhandlung  vom  12. Juni  2008  (unter  Erklärung  seiner  Bereitschaft  zur  Wiederaufnahme  der  ehelichen  Gemeinschaft)  wieder  zurückzog.  Am  8. Juli  2008  reichte  er  (unter  Hinweis  darauf,  die  Beschwerdeführerin 

C­2242/2010 verweigere sich einer Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens  sowie  überhaupt  jeglicher  Kontaktaufnahme)  erneut  eine  Scheidungsklage ein. D.  In  einer  Stellungnahme  vom  31. Oktober  2008  führte  die  Beschwerdeführerin  namentlich  aus,  Opfer  häuslicher  Gewalt  seitens  ihres  (unter  einer  psychischen  Krankheit  leidenden)  Ehemannes  geworden zu sein, was sie dazu veranlasst habe, im Frauenhaus Zuflucht  zu suchen. Eine Fortführung der Ehe sei ihr nicht zumutbar gewesen. Sie  versuche  nun,  sich  von  ihrem  Ehemann  zu  lösen.  Dieser  seinerseits  versuche mit  allen Mitteln,  sie  unter  Druck  zu  setzen,  um  die  Kontrolle  über  sie  zu  behalten.  Eine Wiedereingliederung  in  ihrem  Herkunftsland  würde sich – nach der Entwurzelung durch die notgedrungene Ausreise  im  Alter  von  20  Jahren  und  aufgrund  ihrer  gescheiterten  Ehe  –  sehr  schwierig  gestalten  bzw.  eine  Rückkehr  sei  aufgrund  der  gesamten  Umstände  als  unzumutbar  zu  betrachten.  Sie  wäre  einer  geschlechtsspezifischen Verfolgung ausgesetzt. E.  Am  10. Dezember  2008  zog  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  die  von ihm im Juli 2008 eingereichte Scheidungsklage wiederum zurück. Mit  Schreiben vom gleichen Tag an die kantonale Migrationsbehörde teilte er  mit,  sie  beabsichtigten  eine  Wiederaufnahme  des  ehelichen  Zusammenlebens,  sobald  es  ihm  gesundheitlich  besser  gehe.  Am  30. Januar 2009 verlängerte deshalb die kantonale Migrationsbehörde die  Aufenthaltsbewilligung  der Beschwerdeführerin  erneut, mit Gültigkeit  bis  7. Dezember 2009. F.  Mit  Gesuch  vom  12. November  2009  (Eingang)  ersuchte  die  Beschwerdeführerin  die  kantonale  Migrationsbehörde  um  weitere  Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung.  Die  Behörde  erachtete  die  hierfür  erforderlichen Voraussetzungen  als  erfüllt  und  unterbreitete  dem  BFM am 23. Dezember 2009 ein Gesuch um Erteilung der Zustimmung  zur beabsichtigten Verlängerung. G.  Da das BFM in Erwägung zog, die beantragte Zustimmung zu verweigern  und die Gesuchstellerin aus der Schweiz wegzuweisen, gewährte es  ihr  hierzu mit Schreiben vom 14. Januar 2010 das rechtliche Gehör.

C­2242/2010 Die Beschwerdeführerin verzichtete darauf, sich vernehmen zu lassen. H.  Mit  Verfügung  vom  25. Februar  2010  verweigerte  die  Vorinstanz  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung.  Gleichzeitig  ordnete  sie  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  an  und  räumte  dieser eine Ausreisefrist von 8 Wochen ab Eintritt der Rechtskraft dieser  Verfügung  ein.  Zur  Begründung  führte  das  BFM  aus,  die  Ehegemeinschaft der Beschwerdeführerin habe weniger als  fünf Monate  gedauert,  mithin  deutlich  weniger  als  die  in  Art. 50  Abs. 1  Bst. a  des  Ausländergesetzes  vom  16. Dezember  2005  (AuG,  SR  142.20)  vorausgesetzten drei Jahre. Auch wichtige persönliche Gründe  im Sinne  von  Art.  50  Abs. 1  Bst. b  AuG,  welche  einen  weiteren  Aufenthalt  der  Beschwerdeführerin  in  der  Schweiz  erforderlich  machen  würden,  lägen  nicht  vor.  Hinsichtlich  des  von  ihr  gegen  ihren  Ehemann  erhobenen  Vorwurfs  der  Ausübung  häuslicher  Gewalt  würden  keinerlei  diese  belegende  bzw.  dokumentierende  Beweismittel  im  Sinne  von  Art. 77  Abs. 6 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201)  – wie  beispielsweise  Polizeirapporte,  Strafanzeigen  bzw.  strafrechtliche  Verurteilungen  oder  dergleichen –  vorliegen.  Einzig  eine  Bestätigung  des  Frauenhauses  Basel­Stadt  liege  vor.  Zwar  bestünden  Hinweise,  dass  der  Ehemann  psychisch  krank  sei  und  allenfalls  gewalttätige  Energien  habe.  Ohne  amtliche  Beweismittel  könne  das  Ausmass  und  die  Intensität  der  behaupteten  ehelichen  Gewalt  jedoch  nicht  beurteilt  werden.  Andere  ehespezifische Elemente, welche geeignet wären, die Anforderungen an  die  private  Interessenlage  entscheidend  herabzusetzen,  seien  nicht  ersichtlich; deshalb rechtfertige sich bei der Beurteilung der Frage, ob der  Beschwerdeführerin  zuzumuten  sei,  ihren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  aufzugeben  und  anderswo  (namentlich  in  ihrer  Heimat)  zu  leben,  ein  strenger  Massstab.  Eine  Wiederaufnahme  der  ehelichen  Gemeinschaft  stehe  nicht  (hinreichend)  konkret  fest;  im Gegenteil  habe  der  Ehemann  mehrmals  Scheidungsbegehren  eingereicht  (diese  in  der  Folge  jedoch  jeweils  wieder  zurückgezogen).  In  sozialer  Hinsicht  erweise  sich  ihre  Integration nicht als aussergewöhnlich; sie habe jedenfalls nicht zu einer  Verwurzelung  hierzulande  geführt,  welche  eine  Rückkehr  in  ihren  Herkunftsstaat  unzumutbar  machen  würde.  In  wirtschaftlicher  Hinsicht  könne aufgrund der bezogenen – in erster Linie aufgrund der Verletzung  von Mitwirkungspflichten eingestellten – Sozialhilfeleistungen, der offenen  Betreibungsverfahren und der Erwerbssituation nicht  von einer erfolgten  Integration  ausgegangen  werden.  Es  lägen  somit  keine  wichtigen 

C­2242/2010 persönlichen Gründe  im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG vor. Auch würde  die  Verweigerung  der  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nicht  zu  einer  besonderen  Härte  im  Sinne  von  Art. 31 VZAE führen. Die Beschwerdeführerin sei im Alter von 20 Jahren  in  die  Schweiz  eingereist  und  lebe  mithin  erst  seit  6  Jahren  und  4  Monaten  hier.  Den  grössten  Teil  ihres  Lebens,  einschliesslich  der  prägenden Jugendjahre, habe sie in ihrem Herkunftsland verbracht. Dem  Wegweisungsvollzug  schliesslich  würden  keine  Hindernisse  entgegenstehen. I.  Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  6. April  2010  hat  die  Beschwerdeführerin  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  erhoben mit  den Anträgen,  diese  sei  aufzuheben und der Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung  die  Zustimmung  zu  erteilen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  ersuchte  sie  um  Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung. Zur Begründung bringt  sie  zunächst  vor,  die  Vorinstanz  habe  mit  ihrer  schematischen  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  die  Begründungspflicht  und  mithin  den  durch  Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101)  garantierten  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf  rechtliches  Gehör  verletzt.  Im Wesentlichen macht sie weiter geltend, die Vorinstanz habe  die  konkreten  Umstände  bzw.  ihre  persönlichen  Verhältnisse  zu  wenig  gewürdigt  und  zu  Unrecht  das  Vorliegen  eines  wichtigen  persönlichen  Grundes nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG verneint. Ihr an einer  schweren  psychischen  Krankheit  leidender  Ehemann  habe  sich  ihr  gegenüber gewalttätig  verhalten. Aus diesem Grund sei  sie  im Frühjahr  2006 gezwungen gewesen,  im Frauenhaus in Basel Zuflucht zu suchen.  Die  Wiederaufnahme  des  ehelichen  Zusammenlebens  sei  aufgrund  seines  labilen  Gesundheitszustands  stets  ungewiss  geblieben.  Der  Vorwurf  der  häuslichen  Gewalt  werde  vom  Ehemann  nicht  bestritten.  Dass  sie  in  der  Vergangenheit  von  ihm  misshandelt  und  massiv  unter  Druck  gesetzt  worden  sei,  sei  zudem  aktenkundig.  Auf  eine  Anzeigeerstattung  bei  der  Polizei  habe  sie  aus  Angst  vor  weiteren  Gewaltausbrüchen seitens ihres Ehemannes verzichtet. Eine Fortführung  der  ehelichen  Gemeinschaft  sei  unter  diesen  Umständen  unzumutbar  gewesen. Angesichts dessen, dass der Ehemann selbst den Vorwurf der  häuslichen  Gewalt  anerkannt  habe,  erscheine  es  willkürlich,  dass  die  Vorinstanz  darüber  hinaus  die  Beibringung  amtlicher  Beweismittel  wie  Polizeirapporte  und  strafrechtliche  Verurteilungen  verlange.  Im  Übrigen 

C­2242/2010 lägen eine Bestätigung des Frauenhauses und ein ausführlicher Bericht  der Frauenhaus­Beratungsstelle Basel vor. Weiter erweise sich auch ihre  soziale Wiedereingliederung  in  ihrem Herkunftsland  als  stark  gefährdet.  Sie  sei  vor  ihrer  Ausreise  von  ihrem  Bruder  und  dessen  Bekannten  vergewaltigt  worden  und  müsse  bei  einer  Rückkehr  weitere  Misshandlungen gewärtigen.  Zudem verfüge  sie  im Herkunftsstaat  nicht  über Familienangehörige und habe eine gescheiterte Ehe hinter sich, was  dazu  führe,  dass  sie  sozial  nicht  wiedereingegliedert  werden  könne.  Schliesslich  sei  gemäss  den  Kriterien  von  Art. 31  VZAE  auch  vom  Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles auszugehen.  Die  Vorinstanz  nehme  zu  Unrecht  an,  die  Beschwerdeführerin  sei  hierzulande  sozial  und  wirtschaftlich  nicht  integriert.  Mit  ihrer  Teilzeiterwerbstätigkeit  erziele  sie  ein  Einkommen,  welches  ihr  die  Bestreitung  ihrer  Lebenshaltungskosten  erlaube.  Während  ihrer  Anwesenheit in der Schweiz habe sie sich zudem stets wohl verhalten.  J.  Mit Verfügung vom 6. Mai 2010 hiess das Bundesverwaltungsgericht das  Gesuch  der  Beschwerdeführerin  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege und Verbeiständung gut. K.  In ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2010 spricht sich die Vorinstanz für  die Abweisung der Beschwerde aus, wobei sie die äusserst kurze Dauer  der Ehegemeinschaft hervorhebt. L.  Mit  Replik  vom  16. August  2010  hält  die  Beschwerdeführerin  an  den  gestellten Anträgen und deren Begründung fest.  Insbesondere bringt sie  erneut  vor,  die  Vorinstanz  habe  die  Umstände  des  kurzen  Zusammenlebens  –  insbesondere  die  Gewalttätigkeit  des  Ehemannes,  welche eine Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens bis heute  verunmöglicht  habe  –,  nicht  hinreichend  gewürdigt  und  in  der  Folge  zu  Unrecht einen wichtigen persönlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 2  AuG verneint.  M.  Auf  Aufforderung  des  Bundesverwaltungsgerichts  hin  reichte  die  Beschwerdeführerin mit  Eingabe  vom  7. Oktober  2011 weitere,  aktuelle  Beweismittel  (insbesondere  betreffend  ihre  finanziellen  Verhältnisse 

C­2242/2010 sowie  ein  gegen  sie  wegen  Tätlichkeiten  ergangener  Strafbefehl  der  Staatsanwaltschaft Basel­Stadt vom 2. März 2011) zu den Akten. N.  Der weitere Inhalt der vorinstanzlichen und der beigezogenen kantonalen  Akten  wird  –  soweit  rechtserheblich  –  in  den  Erwägungen  Berücksichtigung finden. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33  aufgeführten  Behörden  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen  des  BFM,  welche  sowohl  die  Zustimmung  zur  Erteilung  bzw.  Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  als  auch  die  Wegweisung  betreffen.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig,  soweit  nicht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  an  das  Bundesgericht  offen  steht  (vgl.  Art.  83  Bst.  c  Ziff.  2  und  4  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Gesetz  nichts  anderes bestimmt. 1.3. Als  Adressatin  der  Verfügung  ist  die  Beschwerdeführerin  zu  deren  Anfechtung  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die  frist­  und  formgerechte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG). 2.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale  Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 

C­2242/2010 Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist  gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend  gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE  2011/1 E. 2, BVGE 2007/41 E. 2). 3.  In  formeller  Hinsicht  rügt  die  Beschwerdeführerin  insbesondere  eine  Verletzung  ihres  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör.  Sie  macht  geltend  (vgl.  Beschwerdeschrift  S. 9),  mit  der  schematischen  Begründung  ihrer  Verfügung  habe  die  Vorinstanz  die  Begründungspflicht,  mithin  den  Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin, verletzt. 3.1.  Gemäss  Art.  35  Abs.  1  VwVG  sind  die  Behörden  verpflichtet,  schriftliche  Verfügungen  zu  begründen.  Die  Begründungspflicht  ist  Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs.  2  BV.  Sie  soll  verhindern,  dass  die  Behörden  sich  von  unsachlichen  Motiven  leiten  lassen,  und  es  der  betroffenen  Person  ermöglichen,  die  Verfügung  gegebenenfalls  sachgerecht  anzufechten.  Eine  sachgerechte  Anfechtung  ist  nur  möglich,  wenn  sich  sowohl  die  Partei  wie  auch  die  Rechtsmittelinstanz über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen  können.  In  diesem  Sinn  müssen  wenigstens  kurz  die  Überlegungen  genannt werden,  von denen sich die Behörde hat  leiten  lassen und auf  welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie  sich  ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlichen  Behauptung  und  jedem  rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken.  Die  Anforderungen  an  die  Begründung  sind  umso  höher,  je  weiter  der  Entscheidungsspielraum der  entscheidenden Behörde und  je  komplexer  die Sach­ und Rechtslage ist (vgl. BVGE 2007/27 E. 5.5.2 und BGE 133 I  270  E. 3.1  S. 277  je  mit  Hinweisen,  sowie  FELIX  UHLMANN/ALEXANDRA  SCHWANK,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, N 17 ff. zu Art. 35; ebenso LORENZ  KNEUBÜHLER,  in:  Christoph  Auer/Markus  Müller/Benjamin  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 4 ff. zu Art. 35 VwVG).  3.2.  Die  Vorinstanz  hat  in  der  angefochtenen  Verfügung  die  für  ihren  Entscheid  massgeblichen  Überlegungen  auf  nachvollziehbare  Weise  dargelegt  und  die wesentlichen Aspekte  des Einzelfalls,  soweit  sie  sich 

C­2242/2010 aus  den Akten  erschliessen  liessen,  konzis,  aber  vollständig  gewürdigt.  Offenkundig  war  der  Beschwerdeführerin  denn  auch  eine  sachgerechte  Anfechtung  – gestützt  auf  diese  Begründung –  ohne  weiteres  möglich.  Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich damit als unbegründet. 4.  Am  1. Januar  2008  traten  die  neuen  gesetzlichen  Bestimmungen  des  AuG und seine Ausführungsbestimmungen  in Kraft – unter anderem die  VZAE. In Verfahren, die vor diesem Zeitpunkt anhängig gemacht wurden,  bleibt  nach  der  übergangsrechtlichen  Ordnung  des  AuG  das  alte  materielle Recht anwendbar, wobei es ohne Belang ist, ob das Verfahren  auf  Gesuch  hin  –  so  explizit  Art.  126  Abs.  1  AuG  –  oder  von  Amtes  wegen eröffnet wurde (vgl. BVGE 2008/1 E. 2). Der  Beschwerdeführerin  ist  zwar  noch  unter  der  Geltung  des  Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  erstmalig  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  worden;  da  sie  jedoch  mit  am  12. November  2009  bei  der  kantonalen  Migrationsbehörde  eingegangenen  Gesuch  die  weitere  Verlängerung  dieser  Bewilligung  beantragt  hat,  ist  im  vorliegenden  Verfahren neues Recht anwendbar. 5.  Gemäss  Art.  40  AuG  sind  die  Kantone  zuständig  für  die  Erteilung  und  Verlängerung  von  Bewilligungen.  Vorbehalten  bleibt  jedoch  die  Zustimmung durch das BFM. Dessen Zustimmungserfordernis ergibt sich  im vorliegenden Fall aus Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 Bst. a VZAE.  Letztgenannte Bestimmung wird präzisiert durch die Weisungen des BFM  im  Ausländerbereich  in  der  Fassung  vom  30. September  2011  (www.bfm.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche  Grundlagen  >  Weisungen  und  Kreisschreiben  >  I.  Ausländerbereich  >  1  Verfahren  und  Zuständigkeiten).  Sie  sehen  in  Ziffer  1.3.1.4  Bst. e  vor,  dass  die  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach  der  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  mit  dem  schweizerischen  oder  ausländischen  Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod  dem  BFM  zur  Zustimmung  zu  unterbreiten ist, falls die betroffene ausländische Person nicht aus einem  Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt. 6. 

C­2242/2010 6.1.  Gemäss  Art.  42  Abs.  1  AuG  haben  ausländische  Ehegatten  von  Schweizerinnen  und  Schweizern,  wenn  sie  mit  diesen  zusammenwohnen,  Anspruch  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  sowie  – nach  einem  ordnungsgemässen  und  ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf  Jahren  –  Anspruch  auf  Erteilung  einer  Niederlassungsbewilligung  (Art.  42  Abs.  3  AuG).  Nach  Auflösung  der  Ehe  oder  Familiengemeinschaft  –  mitgemeint  ist  auch  die  eheliche  Gemeinschaft – besteht der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der  Aufenthaltsbewilligung  (u.a.  nach  Art. 42  Abs. 1  AuG)  weiter,  wenn  die  Ehegemeinschaft  mindestens  drei  Jahre  bestanden  hat  und  eine  erfolgreiche Integration besteht (vgl. Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG) oder wenn  wichtige  persönliche  Gründe  einen  weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  erforderlich machen (vgl. Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG).  6.2. Der Begriff der Ehegemeinschaft  im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. a  AuG ist nicht  identisch mit demjenigen der Ehe. Während diese lediglich  formell  bestehen kann,  setzt Erstere grundsätzlich das Zusammenleben  voraus  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_565/2009  vom  18. Februar  2010  E. 2.1.1,  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­1992/2010  vom  31. Mai  2011  E. 5.1).  Vom  Erfordernis  des  Zusammenwohnens  kann  jedoch  gemäss  Art. 49  AuG  abgesehen  werden,  wenn  für  getrennte  Wohnorte  wichtige  Gründe  geltend  gemacht  werden  und  die  Familien­  bzw.  Ehegemeinschaft  weiter  besteht.  Als  wichtige  Gründe  können  insbesondere  berufliche  Verpflichtungen  oder  eine  vorübergehende  Trennung  wegen  erheblicher  familiärer  Probleme  gelten  (vgl.  Art.  76  VZAE;  Hervorhebung  nicht  im  Original).  Erhebliche  familiäre  Probleme  sind beispielsweise dann gegeben, wenn ein vorübergehender Aufenthalt  in  einem Frauenhaus  erfolgt  oder wenn ein Ehegatte  zeitweise  aus  der  gemeinsamen  Wohnung  weggewiesen  wird  (vgl.  ESTER  S. AMSTUTZ  in:  Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  Stämpflis  Handkommentar  zum  Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 20  und 25 zu Art. 49; MARC SPESCHA/HANSPETER THÜR/ANDREAS ZÜND/PETER  BOLZLI, Migrationsrecht, 2. Aufl., Zürich 2009, N 3 zu Art. 49 AuG). Eine  (relevante) Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG liegt  vor,  solange  die  eheliche  Beziehung  tatsächlich  gelebt  wird  und  ein  gegenseitiger Ehewille besteht (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; vgl.  auch  AMSTUTZ,  a.a.O.,  N 29  zu  Art. 49).  Wann  eine  eheliche  Gemeinschaft  als  definitiv  aufgelöst  zu  gelten  hat,  ist  im  Einzelfall  aufgrund sämtlicher Umstände zu bestimmen, wobei im Wesentlichen auf  die  Dauer  der  nach  aussen  wahrnehmbaren  ehelichen  Wohngemeinschaft  abzustellen  ist  (vgl.  BGE  137  II  345 E. 3.1.2  S. 347 

C­2242/2010 mit weiterem Hinweis,  vgl.  auch Urteil  2C_431/2011  vom 10. November  2011 E. 3 sowie MARC SPESCHA, a.a.O., N 3 zu Art. 49). 7.  Die  Vorinstanz  hält  in  der  angefochtenen  Verfügung  fest,  die  Ehegemeinschaft  der  Beschwerdeführerin  habe  lediglich  5  Monate  und  damit deutlich weniger als die in Art. 50 Abs. 1 Bst. a erster Halbsatz AuG  vorausgesetzten  drei  Jahre  bestanden.  Die  Beschwerdeführerin  hat  die  Verfügung in diesem Punkt nicht beanstandet. Offenkundig geht auch sie  – zu  Recht –  davon  aus,  diese  Bestimmung  komme  als  Anspruchsgrundlage  für  eine  Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung  nicht in Frage. Der Vollständigkeit halber ist Folgendes festzuhalten: Die Aufnahme des  Getrenntlebens  durch  die Ehegatten  erfolgte  per Anfang Mai  2006  (vgl.  die  entsprechenden  – seitens  der  Beschwerdeführerin  unbestritten  gebliebenen –  Angaben  des  Ehemannes  [Aktennotiz  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  14. Dezember  2006]  und  seiner  Eltern  [Bestätigung  vom  13. Juli  2008]).  Seither  ist  es  nicht  zu  einer  Wiederaufnahme  des  Zusammenlebens  gekommen.  Zwar  ist  in  den  Akten gelegentlich davon die Rede; konkrete Hinweise, dass eine solche  jemals  tatsächlich  und  ernsthaft  in  Aussicht  genommen  worden  wäre,  enthalten  sie  jedoch  nicht.  Vorliegend  kann  demnach  aufgrund  der  Umstände  von  einer  vorübergehenden  Trennung  keine  Rede  sein,  weshalb nach dem Dargelegten (vgl. E. 6.2 in fine) Art. 49 AuG nicht zur  Anwendung  kommen  kann.  Die  Beschwerdeführerin  selbst  beruft  sich  denn auch zu Recht nicht auf diese Bestimmung. Bei dieser Sachlage kann die Frage nach der  (erfolgreichen)  Integration  der  Beschwerdeführerin  (nach  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  zweiter  Halbsatz  AuG) im vorliegenden Zusammenhang offen bleiben. 8.  Gemäss  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  besteht  –  unabhängig  von  der  bisherigen Dauer der Familien­ bzw. Ehegemeinschaft – auch dann der  Anspruch  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  weiter,  wenn  wichtige  persönliche  Gründe  einen  weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  erforderlich machen. Solche Gründe können namentlich – so explizit Art.  50  Abs.  2  AuG  –  vorliegen,  wenn  der  betreffende  Ehegatte  Opfer  ehelicher  Gewalt  wurde  und  seine  soziale  Wiedereingliederung  im  Herkunftsland stark gefährdet erscheint.

C­2242/2010 Bei  der  Anwendung  von  Art.  50  Abs. 1  Bst. b  AuG  geht  es  darum,  Härtefälle  bei  der  Bewilligungsverlängerung  nach  der  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  zu  vermeiden.  Massgeblich  ist,  wie  sich  die  Verpflichtung  der  ausländischen  Person,  nach  der  Ehe  die  Schweiz  zu  verlassen,  auf  ihre  persönliche  Situation  auswirkt  bzw.  ob  sie  für  die  betroffene  Person  aufgrund  der  konkreten  Umstände  einen  Härtefall  darstellt. Ein weiterer Verbleib in der Schweiz kann sich nach dem Gesetz  und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung etwa dann als erforderlich  erweisen,  wenn  die  ausländische  Person  mit  abgeleitetem  Aufenthaltsrecht  Opfer  ehelicher  Gewalt  geworden  ist  oder  wenn  aufgrund  der  gescheiterten  Ehe  die  familiäre  und  soziale  Wiedereingliederung  im Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Sowohl  die  eheliche  Gewalt  als  auch  die  starke  Gefährdung  der  sozialen  Wiedereingliederung  im Herkunftsland  können  ihrem Ausmass  und  den  Gesamtumständen  entsprechend  bei  der  Beurteilung  je  für  sich  allein  bereits  einen  wichtigen  persönlichen  Grund  darstellen;  beide  Bedingungen müssen somit nicht kumulativ erfüllt sein (BGE 136 II 1 E.  5.3  S. 3 ff.).  Ein  weiterer  Anwendungsfall  eines  wichtigen  persönlichen  Grundes kann sich beispielsweise ergeben, wenn der Ehegatte, von dem  sich  die  Aufenthaltsberechtigung  ableitet,  verstirbt  (vgl.  BGE  137  II  1  E. 3 f. S. ). Ebenso ist den Interessen gemeinsamer Kinder Rechnung zu  tragen,  falls  eine  enge  Beziehung  zu  ihnen  besteht  und  sie  in  der  Schweiz  gut  integriert  sind,  und  stets  sind  auch  die  Umstände,  die  zur  Auflösung der Ehe geführt haben, zu berücksichtigen. Steht fest, dass die  im Familiennachzug  zugelassene Person  durch  das Zusammenleben  in  ihrer  Persönlichkeit  ernstlich  gefährdet  ist  und  ihr  eine  Fortführung  der  ehelichen Beziehung nicht  länger zugemutet werden kann,  ist dies beim  Entscheid  besonders  in  Rechnung  zu  stellen  (vgl.  Botschaft  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8. März  2002,  BBl  2002  3754  Ziff. 1.3.7.6,  sowie  bspw.  Urteile  des  Bundesgerichts  2C_647/2010  vom  10. Februar  2011  E.  3.4  und  2C_635/2009  vom  26. März  2010  E. 5.3.1).  Ein  wichtiger  persönlicher  Grund  kann  sich  aber  auch  aus  anderen Umständen  oder Aspekten  im  In­  oder  Herkunftsland  der  betroffenen  Person  ergeben.  Die  in  Art.  31  Abs. 1 VZAE erwähnten Gesichtspunkte können bei der Beurteilung eine  Rolle spielen, auch wenn sie einzeln betrachtet grundsätzlich noch keinen  Härtefall zu begründen vermögen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2 f. S. 349 f.  mit  weiterem  Hinweis).  Es  handelt  sich  hierbei  um  den  Grad  der  Integration,  die  Respektierung  der  Rechtsordnung,  die  Familienverhältnisse,  die  finanziellen  Verhältnisse,  die  Dauer  der  Anwesenheit  in  der  Schweiz  und  der  Gesundheitszustand.  Hat  der  https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 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C­2242/2010 Aufenthalt  in  der  Schweiz  nur  kürzere  Zeit  gedauert  und  wurden  keine  engen  Beziehungen  zur  Schweiz  geknüpft,  lässt  sich  ein  Anspruch  auf  weiteren  Verbleib  nicht  begründen,  wenn  die  erneute  Integration  im  Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt  (vgl. zum Ganzen BGE  137  II  1  E.  4.1  S. 7  sowie  BGE  137  II  345  E. 3.2.1 ff.  S. 348 ff.  je  mit  Hinweisen  sowie  bspw.  Urteile  des  Bundesgerichts  2C_236/2011  vom  2. September 2011 E. 2.1 f. und 2C_150/2011 vom 5. Juli 2011 E. 2.3). 9.  9.1. Die  Beschwerdeführerin  bringt  vor,  Opfer  ehelicher  Gewalt  seitens  ihres  an  einer  schweren  psychischen  Krankheit  leidenden  Ehemannes  geworden zu sein. Sie macht damit  in erster Linie  spezifische, auf  ihrer  Ehe  beruhende  Gründe  geltend,  welche  ihr  einen  Anspruch  auf  Verlängerung  ihrer Aufenthaltsbewilligung gestützt  auf  die  vorerwähnten  Bestimmungen verleihen würden. 9.1.1. Nicht jede Form häuslicher bzw. ehelicher Gewalt vermag nach der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1  Bst. b  und Abs. 2  AuG  zu  begründen.  Im  vorliegenden  Zusammenhang  muss sie vielmehr eine bestimmte  Intensität aufweisen: Sie muss derart  intensiv sein, dass die physische oder psychische Integrität des Opfers im  Falle der Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft bzw. durch das  Zusammenleben  schwer  beeinträchtigt  würde.  Zumindest  muss  erstellt  sein,  dass  von  der  betroffenen  ausländischen  Person  nicht  verlangt  werden  kann,  mit  dem  Ehepartner  zusammen  zu  bleiben  (vgl.  insbesondere Urteile des Bundesgerichts 2C_155/2011 vom 7. Juli 2011  E. 4.3,  2C_35/2011  vom  24. Mai  2011  E. 2.2,  2C_590/2010  vom  29. November  2010  E.  2.5.3  und  2C_122/2010  vom  4. Oktober  2010  E. 2.3.1 sowie BGE 136 II 1 E. 5.3 S. 4). Gelegentliches Anschreien bzw.  verbale  Konflikte  in  ehelichen  Krisensituationen  sowie  eine  einzige  Ohrfeige begründen danach prinzipiell noch keine derartige Situation (vgl.  erwähntes Urteil des Bundesgerichts 2C_155/2011 E. 4.3 mit Verweis auf  BGE 136 II 1 E. 5 S. 3 ff. sowie zahlreichen weiteren Hinweisen). Je nach  Intensität kann jedoch auch ein einziger Vorfall genügen (vgl. erwähntes  Urteil  2C_590/2010  E. 2.5.2,  welches  als  Beispiel  einen  Mordversuch  erwähnt).  In zeitlicher Hinsicht kann sich  im Rahmen von Art. 50 Abs. 1  Bst. b  und  Abs. 2  AuG  die  Ausübung  von  Gewalt  eines  Ehepartners  gegen  den  anderen  lediglich  solange  als  relevant  erweisen,  als  bei  der  Gewaltanwendung oder unmittelbar davor noch ein Aufenthaltsanspruch  nach  Art. 42  oder  Art. 43  AuG  gegeben  war,  die  Ehegatten  also  noch  https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1 https://expert.bger.ch/php/expert/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Art.+50+Abs.+1+lit.+b+AuG%22+eheliche+Gewalt&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1

C­2242/2010 zusammenlebten  oder  ein  wichtiger  Grund  nach  Art. 49  AuG  für  das  Getrenntleben  bestand.  Wird  ein  Ehegatte  dagegen  erst  nachträglich –  mithin  nach  Aufnahme  des Getrenntlebens  ohne wichtigen Grund  nach  Art. 49  AuG  –  Opfer  von  Gewalt  durch  den  anderen,  kommt  ein  Wiederaufleben des Aufenthaltsanspruchs nach Art. 42 oder Art. 43 AuG  nicht in Betracht (vgl. erwähntes Urteil 2C_590/2010 E. 2.5.3). Wird das Vorliegen ehelicher Gewalt geltend gemacht, sind die Behörden  befugt,  entsprechende  Nach­  bzw.  Hinweise  wie  Arztzeugnisse,  Polizeirapporte oder Strafanzeigen zu verlangen (vgl. Art. 77 Abs. 5 und 6  VZAE sowie  insbesondere Urteil  des Bundesgerichts 2C_803/2010 vom  14. Juni 2011 E. 2.3.2). 9.1.2.  Die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  zur  von  ihr  angeblich  erlittenen  ehelichen  Gewalt  erweisen  sich  als  äusserst  vage.  Erwähnt  werden  Misshandlungen  sowie,  dass  sie  "massiv  unter  Druck  gesetzt"  worden  sei  (vgl. Beschwerde S. 7). Es  unterbleiben  jedoch  sowohl  eine  Konkretisierung  dieser  pauschalen  Vorwürfe  als  auch  eine  zeitliche  Situierung  angeblicher  Vorkommnisse.  Die  Beschwerdeführerin  beschränkt sich auf die Ausführung, der Vorwurf der ehelichen Gewalt sei  seitens ihres Ehemannes nicht bestritten worden. Dies ändert jedoch zum  einen an der Unsubstantiiertheit  ihrer Vorbringen nichts und erweist sich  zum anderen ohnedies nur als zum Teil  zutreffend: Es  finden sich zwar  Aktenstücke,  in  welchen  sich  der  Ehemann  zu  seiner  (langjährigen)  psychischen Erkrankung äussert;  verschiedentlich  spricht  er  zudem von  "aggressivem Verhalten"  seinerseits  der  Beschwerdeführerin  gegenüber  (vgl.  bspw.  Aktennotiz  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  14. Dezember  2006,  E­Mail  des  Ehemannes  vom  3. Dezember  2009),  doch  ist  gestützt  darauf  kein  Schluss  auf  die  konkrete  Natur,  Intensität  und  den  Zeitpunkt  solchen  Verhaltens  möglich.  Ein  einzelner  Hinweis  darauf  findet  sich  in  einer  Erklärung  seiner  Eltern,  wonach  er  die  Beschwerdeführerin  im  Juli  2006  im  Rahmen  einer  Meinungsverschiedenheit  zwischen  den  Ehegatten  einmal  "geschubst"  habe  (vgl.  Bestätigung  der Eltern  betreffend Getrenntleben  vom 13. Juli  2008). Mit diesem Vorfall erweist sich die Schwelle zur ehelichen Gewalt  im Sinne der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung  vor  dem Hintergrund  des  Dargelegten  jedoch  nicht  als  überschritten.  Weitere  konkrete  Hinweise auf tatsächliche Vorkommnisse bzw. Übergriffe des Ehemannes  gegen die Beschwerdeführerin liegen nicht vor.

C­2242/2010 Einschlägige  Belege,  wie  sie  Art. 77  Abs. 6  VZAE  beispielhaft  aufzählt,  finden  sich  keine  bei  den  Akten.  Ein  Schreiben  der  Frauenhaus­ Beratungsstelle  der  Stiftung  Frauenhaus  beider  Basel  zuhanden  der  Polizei  vom  8. Juli  2006  (mit  dem  Betreff  "Anzeige  erstatten  gegen  Y._______  wegen  häuslicher  Gewalt")  enthält  die  Angaben,  die  Beschwerdeführerin  werde  seit  Juni  2006  "begleitet",  sie  sei  an  jenem  Tag  "notfallmässig"  bei  ihnen gewesen und es werde  ihr  ab  jenem Tag  ein  Platz  im  Frauenhaus  freigehalten.  Im  Übrigen  besteht  es  in  einer  Wiedergabe  von  Vorwürfen  der  Beschwerdeführerin  gegen  ihren  Ehemann:  Er  bedrohe  sie  nachts,  würge  sie  oder  zwinge  sie  zum  Geschlechtsverkehr.  Dieses  Schreiben  hat  die  Polizei  offenbar  nie  erreicht:  Das  Dossier  enthält  keine  Polizeiakten  und  die  Beschwerdeführerin  selbst  gibt  an  (vgl.  Beschwerde  S. 7),  auf  eine  Anzeigeerstattung  verzichtet  zu  haben.  Offenbar  wurde  es  erst  im  Rahmen  des  ersten  Scheidungsverfahrens  dem  Zivilgericht  eingereicht.  Die  dem  Ehemann  so  zur  Kenntnis  gebrachten  Vorwürfe  wurden  von  diesem  vehement  bestritten  (vgl.  [zweite]  Scheidungsklage  vom  8. Juli  2008, E­Mail  an  das  kantonale Migrationsamt  vom 29. Juli  2008).  Einer  Bestätigung  des  Frauenhauses  Basel­Stadt  vom  31. März  bzw.  21. August 2008  ist nichts weiter  zu entnehmen als eine Bescheinigung  ihres Aufenthalts vom 8. August bis 20. September 2006 (mit dem wenig  aussagekräftigen  Hinweis  "wegen  häuslicher  Gewalt").  Auch  nach  dem  Eintritt  ins  Frauenhaus  hat  sie  keinen  Arzt  aufgesucht,  um  ihn  wegen  allfälliger  physischer  Verletzungen  zu  konsultieren  und  über  konkrete  Vorfälle  sowie  ihr  Befinden  zu  sprechen  (vgl.  diesbezüglich  das  bereits  erwähnte  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_35/2011  E. 2.2  zweiter  Abschnitt).  Auch  hat  die  Beschwerdeführerin  weder  eine  Massnahme  nach  § 26a  des  Polizeigesetzes  vom  28. November  1996  (SGS  [Systematische  Gesetzessammlung]  700)  oder  nach  Art. 28b  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  noch  eine  Eheschutzmassnahme  (vgl.  Art. 175 ff.  ZGB)  beantragt  (vgl.  demgegenüber  den  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­1992/2010  vom  31. Mai  2011  zugrundeliegenden  Fall  [vgl.  insb.  Sachverhalt sowie E. 5.4]). Damit  liegen  keinerlei  objektive  Anhaltspunkte  hinsichtlich  der  von  der  Beschwerdeführerin  behaupteten  ehelichen Gewalt  vor.  Auch wenn  der  Ehemann  selbst  gelegentliches,  aggressives  Verhalten  der  Beschwerdeführerin  gegenüber  nicht  in  Abrede  gestellt  hat,  lassen  die  Akten nicht den Schluss zu, es sei in der ehelichen Beziehung tatsächlich  (physische bzw. psychische) Gewalt ausgeübt worden, geschweige denn 

C­2242/2010 in  der  im  vorliegenden  Kontext  gemäss  Rechtsprechung  verlangten  Intensität. 9.1.3.  Zudem  zeigt  sich,  dass  selbst  allenfalls  ausgeübte  Gewalt  im  vorliegenden  Zusammenhang  aufgrund  der  zeitlichen  Abfolge  der  Ereignisse keine Berücksichtigung finden könnte. Der  Auszug  der  Beschwerdeführerin  aus  der  ehelichen Wohnung  fand,  wie erwähnt, unbestrittenermassen Ende April 2006 statt, wobei sie sich  zunächst  für  ein  paar Wochen  bei  den  Eltern  des  Ehemannes  aufhielt,  bevor  sie  –  offenbar  Mitte  Juli  2006  –  auch  dort  definitiv  auszog  (vgl.  erwähnte  Bestätigung  der  Eltern  betreffend  Getrenntleben  vom  13. Juli  2008  sowie auch  [zweite] Scheidungsklage des Ehemannes  vom 8. Juli  2008).  Das  erwähnte  Schreiben  der  Frauenhaus­Beratungsstelle  vom  8. Juli  2006,  welches  überhaupt  den  ersten  Hinweis  auf  (angebliche)  eheliche  Gewalt  enthält,  erlaubt  zugleich  eine  zeitliche  Situierung  von  deren  Ausübung:  Es  wird  dort  angegeben,  die  Beschwerdeführerin  sei  am  selben  Tag  "notfallmässig"  bei  ihnen  gewesen  und  werde  seit  Juni  2006 von ihnen "begleitet". Nachweislich  erfolgte  sodann  die  erste  Kontaktaufnahme  der  Beschwerdeführerin  mit  dem  Frauenhaus  (im  Juni  2006)  zu  einem  Zeitpunkt,  als  sie  bereits  aus  der  ehelichen Wohnung  ausgezogen war.  Es  besteht  keinerlei  früherer  Hinweis  auf  ein  angebliches  gewalttätiges  Verhalten  seitens  des  Ehemannes  und  darauf,  dass  die  Auflösung  der  Ehegemeinschaft  mit  ehelicher  Gewalt  im  Zusammenhang  stehen  könnte. Auch anfangs des Jahres 2008 gab die Beschwerdeführerin als  Grund  für  die  Trennung  die  Krankheit  ihres  Ehemannes  an  (vgl.  rechtliches Gehör vom 16. Januar 2008). Auch die  in den Eingaben der  Beschwerdeführerin  bezeichnenderweise  vollkommen  ausgebliebene  zeitliche  Situierung  der  angeblichen  Gewaltausübung  erweist  sich  in  diesem Zusammenhang als bezeichnend. Aufgrund dieser Umstände  ist  davon  auszugehen,  dass  – sollte  es  in  der  Beziehung  zwischen  der  Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann überhaupt je zur Ausübung von  Gewalt  gekommen  sein  –  diese  höchstens  nach  bereits  erfolgter  Auflösung  der Ehegemeinschaft  stattgefunden haben könnte  (und damit  für  diese  nicht  ursächlich  gewesen  wäre  [vgl.  dazu  E. 9.2.2]).  Solcher  nachträglicher Gewalt könnte nach dem Dargelegten (vgl. E. 9.1.1 in fine)  im vorliegenden Zusammenhang keine Bedeutung zukommen.

C­2242/2010 9.1.4. Zusammenfassend  kann  nicht  davon  ausgegangen werden,  dass  es seitens des Ehemannes der Beschwerdeführerin gegenüber zu nach  Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG (in zeitlicher Hinsicht sowie in Bezug  auf die Intensität) relevanter ehelicher Gewalt gekommen ist.  9.2. Zu untersuchen ist im Folgenden, welche Bedeutung im vorliegenden  Zusammenhang der psychischen Erkrankung des Ehemannes als solcher  zukommt. 9.2.1.  Es  erweist  sich  als  angezeigt,  zunächst  auf  die  Umstände  zum  Zeitpunkt des Eheschlusses und auf den zeitlichen Ablauf der relevanten  Ereignisse einzugehen: Die  Beschwerdeführerin  hielt  sich  nach  Abschluss  des  Asylverfahrens  bzw.  dem  Ablauf  der  (auf  den  15. Oktober  2004  angesetzten)  Ausreisefrist noch immer (mithin rechtswidrig; vgl. E. 11.1) in der Schweiz  auf, als ihr späterer Ehemann und sie sich im September 2005 in Basel in  einer  Diskothek  kennenlernten  (vgl.  Stellungnahme  der  Beschwerdeführerin  vom  31. Oktober  2008).  Ende  September  2005  wurde sie im dortigen Prostitutionsmilieu angehalten und in der Folge die  Verhängung einer Fernhaltemassnahme gegen sie geprüft  (vgl. Rapport  der  Kantonspolizei  Basel­Stadt  vom  6. Oktober  2005).  Wenige  Tage  später  wurden  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  Zivilstandsamt,  anschliessend  vom  zukünftigen  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  ihre  Heiratsabsichten  mitgeteilt  (vgl.  Aktenbericht  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  20. Oktober  2005).  Bereits  Ende  April  2006  nahmen  die  Ehegatten  unbestrittenermassen  das  Getrenntleben  auf,  wobei  sich  die  Beschwerdeführerin  –  wie  erwähnt  –  zunächst  bei  den  Eltern  des  Ehemannes  aufhielt  und  ein  paar Wochen  später  auch  dort  definitiv  auszog.  Im  Juni  2006  wandte  sie  sich  erstmals  an  das  Frauenhaus, eine  "notfallmässige" Betreuung  fand am 8. Juli 2006 statt;  zu einem Aufenthalt dort  (angeblich  "wegen häuslicher Gewalt") kam es  schliesslich vom 8. August bis zum 20. September 2006  (vgl. Schreiben  vom  8. Juli  2006  sowie  Bestätigungen  vom  31. März  bzw.  21. August  2008).  Es  war  jedoch  der  Ehemann,  welcher  offenbar  zu  Beginn  des  Jahres  2007  ein  Eheschutzverfahren  einleitete  (vgl.  rechtliches  Gehör  vom 16. Januar 2008, wo eine entsprechende Verfügung des Zivilgerichts  Basel­Stadt  vom  15. März  2007  Erwähnung  findet).  Im  Frühjahr  2008  sowie  (nach erfolgtem Rückzug anlässlich der daraufhin durchgeführten  Verhandlung;  vgl.  Verfügung  des  Bezirksgerichts  Liestal  vom  12. Juni  2008) erneut am 8. Juli 2008 reichte er eine Scheidungsklage ein (wobei 

C­2242/2010 er auch diese zweite Klage in der Folge wieder zurückzog [vgl. Schreiben  vom 10. Dezember 2008]). In einer E­Mail­Nachricht vom 29. Juli 2008 an  die  kantonale  Migrationsbehörde  gab  er  an,  die  Eheschliessung  im  Dezember 2005 sei zum Zwecke des Erhalts einer Aufenthaltsbewilligung  erfolgt.  Zu  einer  Wiederaufnahme  des  Zusammenlebens  kam  es  nie,  wobei der Ehemann mehrfach entsprechende Bereitschaft und Hoffnung  seinerseits  zum  Ausdruck  brachte  (vgl.  bspw.  Schreiben  vom  10. Dezember  2008  an  das  Bezirksgericht  und  die  kantonale  Migrationsbehörde, E­Mail vom 3. Dezember 2009). Fest  steht  zudem,  dass  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  zum  Zeitpunkt der Heirat im Dezember 2005 bereits seit längerem unter einer  psychischen  Krankheit  litt.  Seinen  eigenen  Angaben  zufolge  befand  er  sich deswegen seit dem Jahre 2003  in psychiatrischer Behandlung  (vgl.  Aktennotiz der  kantonalen Migrationsbehörde vom 14. Dezember 2006).  Das  ihm  in diesem Zusammenhang offenbar verschriebene Medikament  (Seroquel [vgl. E­Mail vom 3. Dezember 2009]) wird zur Behandlung von  Schizophrenie  und  depressiven  respektive  (diesfalls  zeitlich  begrenzt)  manischen Episoden bei bipolaren Störungen eingesetzt.  9.2.2.  Wie  erwähnt  (vgl.  E. 9.1.3)  gab  die  Beschwerdeführerin  noch  anfangs  des  Jahres  2008  an,  die  Krankheit  des  Ehemannes  habe  die  Ursache  für  die  Trennung  dargestellt  (vgl.  rechtliches  Gehör  vom  16. Januar  2008).  In  den  Akten  findet  sich  die  auf  Anfrage  der  Migrationsbehörde erteilte Behördenauskunft, schon kurz nach der Heirat  habe  sich  herausgestellt,  dass  die  Ehe  nicht  funktioniere  (vgl.  Aktenbericht  vom  15. Dezember  2006),  was  ebenfalls  eher  auf  grundlegende  Schwierigkeiten  im  ehelichen  Zusammenleben  denn  auf  Gewaltausübung eines Ehepartners schliessen lässt. Zwar  hat  die  Beschwerdeführerin  gegenüber  der  kantonalen  Migrationsbehörde geltend gemacht, von der psychischen Krankheit ihres  Ehemannes zum Zeitpunkt des Eheschlusses keine Kenntnis gehabt zu  haben  (vgl.  Stellungnahme  vom  31. Oktober  2008  S. 3).  Dies  erscheint  jedoch  nicht  plausibel,  zumal  er  aufgrund  dieser  Gesundheitsstörung  ohne Erwerbstätigkeit bzw. arbeitsunfähig war und infolgedessen seitens  der  Invalidenversicherung  eine  Rente  erhielt.  Dies  war  der  Beschwerdeführerin bekannt (vgl. Stellungnahme S. 2). Sodann mussten  ihr  auch die Schwierigkeiten,  die  sich aller Wahrscheinlichkeit  nach aus  einer solchen Verbindung bzw.  im ehelichen Zusammenleben mit einem  psychisch kranken Ehemann ergeben würden, von Beginn weg bewusst 

C­2242/2010 sein.  In  der  nachmaligen  Entwicklung  ihrer  Ehegemeinschaft  hat  sich  insofern  höchstens  ein  von  Beginn  weg  voraussehbares  "Risiko"  realisiert.  Ist die Beschwerdeführerin mit dem Abschluss der Ehe dieses  "Risiko" jedoch bewusst eingegangen, rechtfertigt sich ihre Privilegierung  in der Form einer Zuerkennung eines Anspruchs auf Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung nicht. 9.3.  Vor  dem  Hintergrund  der  obigen  Ausführungen  (rechtswidriger  Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz zum Zeitpunkt, als sie  ihren Ehemann kennenlernte, äusserst kurze Bekanntschaftszeit vor der  Eheschliessung,  Krankheit  des  Ehemannes,  welche  der  Beschwerdeführerin  bekannt  gewesen  sein  musste,  Auflösung  der  Ehegemeinschaft  bereits  wenige  Monate  später,  ohne  dass  zu  diesem  Zeitpunkt von ehelicher Gewalt die Rede gewesen wäre) ergibt sich, dass  die  ehespezifischen Umstände  keinen wichtigen  persönlichen Grund  im  Sinne  von  Art. 50  Abs. 1  Bst. b  AuG  zu  begründen  vermögen,  welcher  den weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz gebieten  würde. 10.  Hinsichtlich  der  Frage,  ob  sich  vorliegend  ein  wichtiger  persönlicher  Grund aufgrund einer als ernsthaft  gefährdet  zu betrachtenden sozialen  Wiedereingliederung  der  Beschwerdeführerin  im  Herkunftsland  ergibt  (vgl.  Art. 50  Abs. 2  AuG  sowie  auch  Art. 31  Abs. 1  Bst. g  VZAE),  ist  Folgendes festzuhalten: 10.1. Die Beschwerdeführerin  ist  im Alter von 20 Jahren  in die Schweiz  eingereist und weilt damit seit insgesamt acht Jahren hier (vgl. dazu auch  E. 11.1).  Sie  ist  in  Addis  Abeba  geboren  und  aufgewachsen,  hat  dort  während 12 Jahren die Schulen besucht (8 Jahre Primarschule, 4 Jahre  Sekundarschule)  und bis  zu  ihrer Ausreise  am 29. Oktober  2003 gelebt  (vgl.  Anhörungsprotokolle  vom  4. November  2003,  S. 1,  sowie  vom  13. Januar 2004, S. 2 f.). Die prägenden Kinder­ und Jugendjahre hat sie  somit  durchwegs  in  ihrem  Herkunftsland  verbracht.  Zudem  ist  davon  auszugehen, dass ihre Eltern (ihre Angaben im Asylverfahren, wonach es  sich  um  Pflegeeltern  handle,  wurden  als  unglaubhaft  beurteilt  [vgl.  Verfügung des BFM vom 17. Juni 2004 E. 3]), zumindest aber ihr Bruder  (geb. 1982) und ihre jüngere Schwester (geb. 1987) nach wie vor in Addis  Abeba leben (vgl. Beschwerdeschrift S. 9).

C­2242/2010 10.2.  Die  Beschwerdeführerin  hat  es  unterlassen,  die  sie  bei  einer  Rückkehr  in  ihr  Herkunftsland  erwartende  Situation  (namentlich  die  angeblichen  Schwierigkeiten  aufgrund  ihrer  gescheiterten  Ehe)  zu  konkretisieren.  Ihre  diesbezüglichen  Vorbringen  erweisen  sich  als  unsubstantiiert  und äusserst  vage  (vgl. Beschwerde S. 9 am Ende). Sie  beschränkt  sich  im  Wesentlichen  darauf,  ihre  bereits  im  Asylverfahren  vorgebrachten Behauptungen hinsichtlich angeblicher  (von  ihrem Bruder  und  dessen  Bekannten  verübten)  Vergewaltigungen,  deren  sie  Opfer  geworden  sei,  sowie  der  im  Falle  einer  Rückkehr  befürchteten  Repressalien  (vgl.  Beschwerdeschrift  S. 6 f.  und  9)  zu  wiederholen.  Mit  diesen  Behauptungen  hat  sich  die  Vorinstanz  bereits  im  Rahmen  des  Asylverfahrens  auseinandergesetzt:  Ihre  Aussagen  wurden  dabei  durchwegs  als  unglaubhaft  beurteilt  (vgl.  Verfügung  des  BFM  vom  17. Juni 2004 E. 1 – 3). Die in ihren Eingaben nun lediglich wiederholten  Behauptungen  sind  nicht  geeignet,  das  Gericht  zu  einer  anderen  Einschätzung kommen zu lassen. Ohnedies ist davon auszugehen, dass  sie  zumindest  den  Kontakt  mit  Mutter  und  Schwester,  zu  denen  sie  anscheinend  ein  gutes  Verhältnis  pflegte,  wieder  aufnehmen  kann.  Dasselbe  gilt  hinsichtlich  ehemaliger  Kollegen  aus  Schulzeiten.  Diese  familiären  und  sonstigen  sozialen  Kontakte  dürften  ihr  die  Wiedereingliederung wesentlich erleichtern. 10.3.  Ganz  allgemein  ist  festzuhalten,  dass  in  Äthiopien  regionale  Unterschiede  und  insbesondere  ein  grosses  Stadt­Land­Gefälle  herrschen.  Die  in  ländlichen  Regionen  dominierenden  patriarchalen,  rigiden  sozialen  Normen  sind  in  den  Städten  weit  weniger  stark  ausgeprägt  und  alleine  lebende  Frauen  verfügen  daher  über  mehr  persönliche  Freiheiten;  auch  erwerbstätige  Frauen  werden  in  Städten  gesellschaftlich  besser  akzeptiert.  Die  äthiopische  Verfassung  sieht  gleichen Schutz und gleiche Rechte für Frauen und Männer vor und zur  Verbesserung  der  Situation  der  aufgrund  der  überlieferten  Normen  und  Strukturen  traditionell  benachteiligten  Frauen  wurden  in  den  letzten  Jahren  zahlreiche  Gesetzesbestimmungen  erlassen  sowie  Institutionen  und Programme  zur  Implementierung  ins  Leben  gerufen  (vgl.  (vgl.  zum  Ganzen U.S. Department of State, 2010 Human Rights Reports: Ethiopia,  www.state.gov/documents/organization/160121.pdf,  S. 41 ff.,  sowie  UN  Habitat, Ethiopia: Addis Ababa Urban Profile, 2008, S. 14 f., online unter:  www.unhabitat.org  >  Countries  >  Publications  [beide  aufgerufen  am  14. November  2011]).  Nachdem  in  der  Beschwerdeschrift,  wie  bereits  erwähnt, keine substantiierten Vorbringen gemacht werden, die plausibel  erscheinen liessen, dass sich die konkreten Lebensumstände für die (erst 

C­2242/2010 28­jährige,  kinderlose  und  sich  in  guter  physischer  Verfassung  befindende [vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. c und f VZAE]) Beschwerdeführerin –  trotz  der  dargelegten  günstigen  gesetzlichen  Rahmenbedingungen –  tatsächlich  schwierig  darstellen  würden,  ist  sodann  nicht  davon  auszugehen,  dass  ihre  soziale Wiedereingliederung  in Addis Abeba mit  erheblichen  Schwierigkeiten  verbunden  wäre  –  zumal  ihr  die  in  der  Schweiz  erworbenen  Deutschkenntnisse  nebst  ihrer  soliden,  vor  Ort  genossenen Schulbildung auf dem dortigen Arbeitsmarkt zugutekommen  dürften. 10.4.  Die  soziale  Wiedereingliederung  der  Beschwerdeführerin  im  Herkunftsland  erscheint  damit  nicht  als  ernsthaft  in  Frage  gestellt,  weshalb  auch  insofern  das  Vorliegen  eines  wichtigen  persönlichen  Grundes im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG zu verneinen  ist. 11.  Schliesslich stellt sich die Frage, ob sich ein wichtiger persönlicher Grund  aufgrund  anderer  Aspekte  oder  Umstände  im  Inland  oder  im  Herkunftsland der Beschwerdeführerin ergibt. Die  Beschwerdeführerin  beruft  sich  in  diesem  Kontext  in  erster  Linie  darauf, dass sie sowohl wirtschaftlich wie sozial integriert sei und sich seit  ihrer Einreise in die Schweiz wohl verhalten habe (Beschwerde S. 5 f.). 11.1.  Die  Beschwerdeführerin  hält  sich  seit  Ende  Oktober  2003  hierzulande auf. Ihr Verbleib in der Schweiz ab 16. Oktober 2004 bis zur  Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs  im  Juli  2006  (wie  erwähnt  hatte  sie  sich  im Dezember  2005 mit  einem  Schweizer  Bürger  verheiratet)  ist  als  rechtswidriger  Aufenthalt  (vgl.  Art. 115 Abs. 1 Bst. b AuG) zu qualifizieren (vgl. E. 9.2.1). Die Dauer ihrer  – nach  Art. 31  Abs. 1  Bst. e  VZAE  einzig  relevanten  –  rechtmässigen  Anwesenheit in der Schweiz beläuft sich daher auf etwas mehr als sechs  Jahre,  was  an  sich  noch  keine  ausserordentlich  lange  Zeitspanne  darstellt. 11.2. Bezüglich der gesellschaftlichen Integration der Beschwerdeführerin  kann  den  Akten  wenig  entnommen  werden.  Auf  einen  besonderen  Bekannten­  bzw.  Freundeskreis,  nennenswerte  Teilnahme  am  gesellschaftlichen Leben, Engagement in sozialer Hinsicht oder ähnliches  kann  nicht  geschlossen werden.  Jedoch  ist  sie  immerhin  seit  längerem 

C­2242/2010 festes  Mitglied  in  einem  Sport­  bzw.  Fitnessclub  in  Basel  (vgl.  Beschwerde  S. 5  sowie mit  Eingabe  vom  7. Oktober  2011  eingereichte  Kontoauszüge).  Lediglich  beschränkte  Schlüsse  sind  auch  hinsichtlich  ihrer  Sprachkenntnisse  möglich.  Dass  sie  während  der  Dauer  ihrer  Anwesenheit  irgendwelche  Sprachkurse  besucht  hätte  (abgesehen  von  einem  solchen  bereits  während  des  Asylverfahrens  [vgl.  Anhörungsprotokoll  vom  13. Januar  2004  S. 6]),  kann  den  Akten  nicht  entnommen werden.  Aufgrund  ihrer  Kenntnisse  der  deutschen  Sprache  war es ihr immerhin möglich, ab 1. Oktober 2006 – augenscheinlich ohne  weitere Probleme bzw. Kommunikationsschwierigkeiten –  in einem Café  (bei  der  Z._______  AG  in  Reinach  [BL])  als  Kellnerin  tätig  zu  sein.  Es  kann  somit  davon  ausgegangen  werden,  dass  sich  die  Beschwerdeführerin  verständlich  machen  kann  und  ihre  Sprachkenntnisse in etwa dem sozio­ökonomischen Umfeld entsprechen,  in welchem  sie  sich  bewegt  (vgl.  diesbezüglich  insbesondere Urteil  des  Bundesgerichts 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2  [betreffend  Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG; vgl. diesbezüglich E. 11.4]).  In wirtschaftlicher  Hinsicht  ist der Beschwerdeführerin zugute zu halten, dass sie während  des weit  überwiegenden Teils  ihrer  (rechtmässigen) Anwesenheit  in der  Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Bei der Z._______ AG,  bei  welcher  sie  von  1. Oktober  2006  bis  31. Oktober  2008  tätig  war,  wurde sie als Arbeitnehmerin offenbar geschätzt (vgl. Arbeitszeugnis vom  31. Oktober  2008).  Ab  November  2008  war  sie  ohne  Erwerbstätigkeit  (vgl.  Abrechnungen  der  Arbeitslosenkasse  Baselland  vom  November  2008 bis August 2009 [Beschwerdebeilage 15]), weshalb sie von Januar  bis  Juli  2009 von der Sozialhilfebehörde mit Leistungen  im Umfang von  knapp  CHF 9'000.­  unterstützt  wurde  (vgl.  Führungsbericht  vom  23. November  2009).  Seit  20. Juli  2009  hat  sie  eine  (unbefristete)  Teilzeitstelle  mit  einem  50%­Pensum  als  "Site  Assistant"  bei  einer  Tankstelle  inne  (vgl.  Arbeitsvertrag  vom  22./26. Juni  2009),  womit  sie  derzeit  ein  monatliches  Nettoeinkommen  von  durchschnittlich  knapp  CHF 2'600.­  erzielt  (vgl.  die  aktuellsten  Angaben  und  Belege  gemäss  Eingabe  vom  7. Oktober  2011).  Bemühungen,  sich  über  Aus­  oder  Weiterbildungen  bzw.  allenfalls  ein  stärkeres  berufliches  Engagement  bessere  Einkommensmöglichkeiten  zu  erschliessen,  sind  aufgrund  der  Akten  keine  zu  erkennen  (vgl.  Art. 31  Abs. 1  Bst. d  VZAE).  Doch  reicht  das  erzielte  Einkommen  (den Angaben  der  Beschwerdeführerin  zufolge  [vgl.  Aktennotiz  der  kantonalen  Migrationsbehörde  vom  22. Dezember  2009  sowie  Eingabe  vom  7. Oktober  2011])  offenbar  aus,  um  ihren  Lebensbedarf  zu  decken. Dafür  spricht,  dass  die  Forderungen  (in  einer  Höhe von insgesamt knapp CHF 5'400.­), derentwegen im Zeitraum vom 

C­2242/2010 1. Januar  2007  bis  Dezember  2009  Betreibungen  gegen  sie  eingeleitet  worden waren, offenbar bis Dezember 2009 getilgt wurden (vgl. Auszug  aus  dem  Betreibungsregister  des  Betreibungsamts  Arlesheim  vom  9. Dezember  2009  [Beschwerdebeilage  17])  und  keine  seither  eingeleiteten  Betreibungsverfahren  aktenkundig  sind.  Zurzeit  erscheint  daher ihre wirtschaftliche Selbsterhaltungsfähigkeit gewährleistet. 11.3. Hinsichtlich des Kriteriums der Beachtung der Rechtsordnung (vgl.  Art. 31 Abs. 1 Bst. b VZAE) ist den Akten Folgendes zu entnehmen: Die  Beschwerdeführerin  wurde  unlängst  (vgl.  Strafbefehl  der  Staatsanwaltschaft  Basel­Stadt  vom  2. März  2011)  wegen  Tätlichkeiten  zu einer Busse von CHF 500.­ verurteilt. Dem von ihr auf entsprechende  Aufforderung  des  Bundesverwaltungsgerichts  hin  beigebrachten  Strafbefehl zufolge hat sie aus einem nichtigen Anlass in einem Geschäft  auf  eine  Sicherheitsangestellte  eingeschlagen  und  diese  dabei  unter  anderem im Gesicht getroffen. Als Folge dieser Tätlichkeit erlitt das Opfer  eine Schwellung sowie eine kleine Platzwunde.  Weiter  ist  der  Beschwerdeführerin  ein  rechtswidriger  Aufenthalt  hierzulande  von  weit  über  einem  Jahr  (ab  16. Oktober  2004  bis  zur  Erteilung  der  Aufenthaltsbewilligung  im  Zuge  der  Eheschliessung)  anzulasten (vgl. E. 11.1). Dass es insofern nicht zu einer strafrechtlichen  Verurteilung gekommen ist, ist im vorliegenden Kontext unerheblich. Schliesslich brachte die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem  Vollzug der  im Oktober 2004 angeordneten Wegweisung mehrfach zum  Ausdruck, nicht bereit zu sein, freiwillig aus der Schweiz auszureisen, und  verletzte ihr nach Art. 8 Abs. 1 und 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998  (AsylG, SR 142.31)  im Rahmen des Asyl­ bzw. Wegweisungsverfahrens  obliegende  Mitwirkungspflichten  (vgl.  Bericht  über  das  Heimreisegespräch  vom  2. September  2004,  Schreiben  der  kantonalen  Migrationsbehörde an das BFM vom 19. August 2005). Die Ausrichtung  von  Sozialhilfeleistungen  (ab  Januar  2009)  wurde  per  Ende  Juli  2009  (entgegen  der  etwas  anderen  Darstellung  der  Beschwerdeführerin  [Beschwerde  S. 5])  ebenfalls  aufgrund  einer  Verletzung  von  Mitwirkungspflichten  sowie  der  – pflichtwidrig –  nicht  erfolgten  Offenlegung  gewisser  Einkünfte  eingestellt  (vgl.  Verfügung  der  Sozialhilfebehörde Münchenstein vom 11. August 2009). 

C­2242/2010 Demzufolge kann von einer durchgehenden Respektierung der hiesigen  Rechtsordnung  seitens  der  Beschwerdeführerin  nicht  die  Rede  sein,  wobei  immerhin  festzuhalten  ist, dass sich nicht sämtliche Verstösse als  eine gleich erhebliche Missachtung der Rechtsordnung darstellen. 11.4. Zusammenfassend  ist der Beschwerdeführerin somit eine gewisse  Integrationsleistung  zugute  zu  halten  und  von  einer  soweit  gelungenen  Eingliederung auszugehen. Dies kann auch für den wirtschaftlichen bzw.  beruflichen  Bereich  gelten  (vgl.  diesbezüglich  die  –  im  Zusammenhang  mit Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG ergangenen – Urteile  des Bundesgerichts  2C_427/2011  vom  26. Oktober  2011  E. 5.3  und  2C_430/2011  vom  11. Oktober  2011  E. 4.2  je  mit  Hinweis  auf  bereits  erwähntes  Urteil  2C_839/2010 E. 7.1). Im Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG sind an den Grad der  Eingliederung  der  betroffenen  Person  jedoch  höhere  Anforderungen  zu  stellen als im Anwendungsbereich von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG, welcher  neben  der  dreijährigen  Ehegemeinschaft  eine  "erfolgreiche  Integration"  verlangt  (vgl.  insbesondere 2C_635/2009  vom 26. März 2010 E. 5.3;  im  zugrundeliegenden Fall hatte das Bundesgericht die Integration des – im  Unterschied  zum  vorliegenden  Fall  –  weder  strafrechtlich  verurteilten  noch  je  von  der  Sozialhilfe  unterstützten  Beschwerdeführers  als  für  die  Annahme  eines  wichtigen  persönlichen  Grundes  nicht  ausreichend  betrachtet). Es erweist sich mithin, dass auch die übrigen Aspekte bzw. die weiteren  Umstände des vorliegenden Falles keinen wichtigen persönlichen Grund  nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG zu begründen vermögen. Insbesondere ist  dazu  auch  die  bisherige  Integration  der  Beschwerdeführerin  nicht  geeignet. 12.  Im  Ergebnis  besitzt  die  Beschwerdeführerin  somit  weder  gestützt  auf  Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG (dreijährige Ehegemeinschaft und erfolgreiche  Integration)  noch  gestützt  auf  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  (wichtige  persönliche  Gründe)  einen  Anspruch  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung.  Dafür,  dass  die  Vorinstanz  innerhalb  des  Beurteilungsspielraums  der  Art.  18  –  30  AuG  einen  fehlerhaften  Ermessensentscheid  getroffen  haben  könnte,  bestehen  keine  Anhaltspunkte;  insbesondere  wäre  in  diesem  Rahmen  auch  keine  Härtefallregelung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG in Betracht gekommen 

C­2242/2010 (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­6133/2008  vom  15. Juli  2011  E. 8).  Dass  die  Vorinstanz  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  verweigert  hat,  kann  daher  nicht  beanstandet  werden. 13.  Als gesetzliche Folge der nicht mehr verlängerten Aufenthaltsbewilligung  hat  die  Beschwerdeführerin  die  Schweiz  zu  verlassen  (Art. 64  Abs. 1  Bst. c  AuG).  Es  bleibt  zu  prüfen,  ob Hinderungsgründe  für  den  Vollzug  der Wegweisung anzunehmen sind (vgl. Art. 83 Abs. 2 – 4 AuG) und das  BFM gestützt hierauf die vorläufige Aufnahme hätte verfügen müssen. Die  Möglichkeit  und  Zulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  stehen  im  vorliegenden  Fall  ausser  Frage.  Zu  prüfen  bleibt  demnach,  ob  die  zwangsweise  Rückkehr  für  die  Beschwerdeführerin  eine  konkrete  Gefährdung mit sich brächte und damit nicht zumutbar wäre.  Der  Wegweisungsvollzug  kann  für  die  betroffene  Person  unzumutbar  sein,  wenn  sie  in  ihrem  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  Situationen  wie  Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage  ausgesetzt  wäre.  Wirtschaftliche  Schwierigkeiten,  von  welchen  die  ansässige Bevölkerung regelmässig betroffen ist, wie Wohnungsnot oder  ein  schwieriger  Arbeitsmarkt,  vermögen  jedoch  keine  konkrete  Gefährdung  zu  begründen.  Dagegen  ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zumutbar,  wenn  dieser  für  die  ausländische  Person  höchstwahrscheinlich  zu  einer  existenziellen  Bedrohung  führen  würde,  beispielsweise  dann,  wenn  sie  sich  nach  ihrer  Rückkehr  mit  völliger  Armut, Hunger, Invalidität oder Tod konfrontiert sähe (vgl. zur Publikation  bestimmtes  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  E­6220/2006  vom 27. Oktober 2011 E. 11.1). Die Beschwerdeführerin hat vorliegend  (von den  im Zusammenhang mit  dem  nachehelichen  Härtefall  bereits  geprüften  Vorbringen  abgesehen  [vgl.  E. 10.6  sowie  BGE 137  II  345  E. 3.3.2  S. 351 f.  und  Urteile  2C_316/2011  vom  17. Oktober  2011  E. 4.2  und  2C_236/2011  vom  2. September  2011  E. 2.2  mit  Hinweisen])  nichts  angeführt,  was  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sprechen  würde,  und  die  vorliegenden Akten  lassen nicht darauf schliessen, dass der Vollzug der  Wegweisung  sie  in  eine  existenzbedrohende  Situation  führen  könnte.  Dass  die  Beschwerdeführerin  in  Äthiopien  andere  wirtschaftliche  und  soziale Bedingungen als in der Schweiz antreffen wird, ist, wie dargelegt, 

C­2242/2010 nicht ausschlaggebend. Der Vollzug der Wegweisung  ist  somit auch als  zumutbar zu erachten. 14.  Aus  diesen  Darlegungen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfügung  als  rechtsmässig  zu bestätigen  ist  (vgl. Art.  49 VwVG). Die Beschwerde  ist  demzufolge abzuweisen. 15.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  würde  die  Beschwerdeführerin  grundsätzlich  kostenpflichtig  (vgl.  Art.  63  Abs. 1  Satz  1  VwVG  in  Verbindung mit Art.  1,  2 und 3 Bst. b  des Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Da  ihr  mit  Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Mai 2010 die  unentgeltliche  Rechtspflege  gewährt  wurde,  ist  sie  jedoch  von  der  Bezahlung von Verfahrenskosten zu befreien (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG). Das Gericht setzt die Parteientschädigung und die Entschädigung für die  amtlich  bestellten  Anwältinnen  und  Anwälte  auf  Grund  der  Kostennote  fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Eine solche wurde mit Datum vom 7. Oktober  2011  eingereicht.  Die  Rechtsvertreterin  weist  darin  einen  Zeitaufwand  von insgesamt 16.5 Stunden aus. In Berücksichtigung des Umfanges und  der  Notwendigkeit  der  Eingaben,  der  Schwierigkeit  der  Streitsache  in  rechtlicher  und  tatsächlicher  Hinsicht  sowie  der  aktenkundigen  Bemühungen  ist  das  Honorar  der  amtlichen  Rechtsbeiständin  nach  Massgabe  der  einschlägigen  Bestimmungen  auf  CHF 3'168.­  (inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer),  entsprechend  einem  Zeitaufwand  von  13.5 Stunden à Fr. 200.­, festzusetzen (vgl. Art. 65 Abs. 2 und 3 VwVG in  Verbindung mit Art. 9, 10, 12 und 14 VGKE). Die Zugrundelegung eines  geringeren  Zeitaufwands  als  der  in  der  Kostennote  ausgewiesene  rechtfertigt  sich  insbesondere  angesichts  des  Umstands,  dass  die  Rechtsvertreterin  im  Zusammenhang  mit  der  Erstellung  der  Beschwerdeschrift  auf  die  im  Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs  dem  kantonalen  Migrationsamt  eingereichte  Stellungnahme  vom  31. Oktober  2008  zurückgreifen  konnte.  Die  Entschädigung  für  die  unentgeltliche  Rechtsbeiständin  ist  von  der  Beschwerdeführerin  zurückzuerstatten,  sollte  sie  später  zu  hinreichenden  Mitteln  gelangen  (Art.  65  Abs.  4  VwVG). (Dispositiv S. 27)

C­2242/2010 C­2242/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3.  Der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der Beschwerdeführerin  ist  für das  Rechtsmittelverfahren aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar  von  CHF 3'168.­ (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. […] retour) – das  Amt  für  Migration  des  Kantons  Basel­Landschaft  (Ref­Nr.  […];  Akten retour) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Ruth Beutler Viviane Eggenberger

C­2242/2010 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-2242/2010 — Bundesverwaltungsgericht 22.12.2011 C-2242/2010 — Swissrulings