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Bundesverwaltungsgericht 21.09.2011 B-4568/2011

21 septembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·350 mots·~2 min·2

Résumé

Arbeitsleistung im öffentlichen Interesse (Zivildienst) | Zulassung zum Zivildienst (Rückzug Zulassungsgesuch nach dem Zulassungsentscheid)

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung II B­4568/2011 Urteil   v om   2 1 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Maria Amgwerd, Gerichtsschreiber Roger Mallepell. Parteien A.______, Beschwerdeführer, gegen Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI Zentralstelle, Malerweg 6, 3600 Thun, Vorinstanz.  Gegenstand Zulassung zum Zivildienst (Rückzug Zulassungsgesuch nach  dem Zulassungsentscheid).

B­4568/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  die  Vorinstanz  am  11. August  2011  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers um Zulassung zum Zivildienst vom (…) guthiess und  verfügte,  der  Beschwerdeführer  werde  zum  Zivildienst  zugelassen  und  die  Gesamtdauer  seiner  ordentlichen  Zivildienstleistung  betrage  168  Tage, dass  der  Beschwerdeführer  am  16. August  2011  (Poststempel:  18. August  2011)  gegen  seine  Zulassung  zum  Zivildienst  Beschwerde  beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat, dass  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  beantragt,  die  Verfügung  vom  11. August 2011 sei aufzuheben, und er selber sei – statt zum Zivildienst  – wieder zum ordentlichen Militärdienst zuzulassen, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Beschwerdeführer  mit  Schreiben vom 24. August 2011 über die Rechtslage nach der Änderung  von Artikel 18a des Zivildienstgesetzes vom 6. Oktober 1995 orientiert hat  (in  der  Fassung  vom  3. Oktober  2008,  in  Kraft  seit  dem  1. April  2009;  ZDG, SR 824.0), dass  der  Beschwerdeführer  namentlich  darüber  informiert  wurde,  dass  ein  Gesuch  um  Zulassung  zum  Zivildienst  nicht  mehr  zurückgezogen  werden kann, wenn die Vollzugsstelle den Zulassungsentscheid eröffnet  hat (Art. 18a Abs. 2 ZDG), dass  das  Bundesverwaltungsgericht  zudem  darlegte,  wie  der  Beschwerdeführer  nach  dem Willen  des Gesetzgebers  vorgehen muss,  wenn  er  nach  erfolgter  Zulassung  zum Zivildienst  dennoch Militärdienst  leisten will (d.h. Einreichung eines Gesuchs um vorzeitige Entlassung aus  dem Zivildienst und Wiedereinteilung  in die Armee  im Sinne von Art. 11  Abs.  3  Bst. b  ZDG  i.V.m.  Art.  19  der  Zivildienstverordnung  vom  11.  September  1996  [ZDV,  SR  824.01]  bei  der  Vorinstanz  zu  Handen  des  Führungsstabs der Armee, dies grundsätzlich erst nach der ordentlichen  Beendigung des ersten Zivildiensteinsatzes; mit Hinweis auf die Botschaft  vom 27. Februar 2008 zur Änderung der Bundesgesetze über den zivilen  Ersatzdienst  und  über  die  Wehrpflichtersatzabgabe,  BBl  2008  2707,  2743),  dass  der  Beschwerdeführer  im  selben  Schreiben  ersucht  wurde,  dem  Bundesverwaltungsgericht  innert  Frist  schriftlich  mitzuteilen,  ob  er 

B­4568/2011 angesichts der beschriebenen Situation an der Beschwerde festhält oder  diese zurückzieht,  dass sich der Beschwerdeführer in der Folge nicht mehr vernehmen liess, dass  Verfügungen  der  Vorinstanz  im  Bereich  der  Zulassung  zum  Zivildienst vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind, dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Beschwerdeschrift  zwar  betont,  ein  Leisten  der  vorinstanzlich  festgelegten  Gesamtdauer  des  Zivildienstes  würde ihm beruflich einen enormen Schaden zufügen,  dass  aber  keine  Gründe  oder  Rechnungsfehler  angegeben  werden,  weshalb  die Berechnung  der Gesamtdauer  der  Zivildienstleistung  durch  die Vorinstanz falsch sein sollte bzw. inwiefern der Beschwerdeführer die  Berechnung  der  Gesamtdauer  des  zu  leistenden  Zivildienstes  als  unzutreffend erachtet, dass  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  vielmehr  darauf  abzielt,  das  Gesuch  um  Zulassung  zum  Zivildienst  nach  Kenntnisnahme  des  vorinstanzlichen Zulassungsentscheids zurückzuziehen und wieder in die  Armee eingeteilt zu werden,  dass das Bundesverwaltungsgericht – wie im Schreiben vom 24. August  2011 ausführlich dargelegt – nicht zuständig ist, über ein solches Gesuch  um Wiedereinteilung in die Armee zu entscheiden,  dass  unter  diesen  Umständen  im  einzelrichterlichen  Verfahren  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist  (Art. 23  Abs. 1  Bst. b  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG; SR 173.32]), dass  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  Zivildienst  kostenlos  ist,  sofern  es  sich  nicht  um  eine  mutwillige  Beschwerdeführung handelt (Art. 65 Abs. 1 ZDG), dass  es  sich  vorliegend  nicht  rechtfertigt,  dem  Beschwerdeführer  Verfahrenskosten zu auferlegen,  dass  Entscheide  auf  dem  Gebiet  des  Zivildienstes  nicht  beim  Bundesgericht  angefochten  werden  können  und  das  vorliegende  Urteil  daher  endgültig  ist  (Art.  83  Bst.  i  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

B­4568/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Beschwerdebeilagen  zurück) – die Vorinstanz (Ref­Nr. […]); Einschreiben) Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Maria Amgwerd Roger Mallepell

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