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Bundesverwaltungsgericht 20.02.2012 B-2687/2011

20 février 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·4,535 mots·~23 min·3

Résumé

Absolute Ausschlussgründe | Verfügung vom 30. April 2011 betreffend IR Marke Nr. 976'148 NORMA

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung II B­2687/2011 Urteil   v om   2 0 .   Februar   2012 Besetzung Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richter Bernard Maitre, Richter Marc Steiner,    Gerichtsschreiberin Kathrin Bigler Schoch. Parteien Norma Lebensmittelbetrieb GmbH & Co. KG,  Heisterstrasse 4, DE­90441 Nürnberg,   vertreten durch RA Donald Schnyder, Wild Schnyder AG,  Forchstrasse 30, Postfach 1077, 8032 Zürich, Beschwerdeführerin,  gegen Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,  Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Verfügung vom 30. April 2011 betreffend IR Marke  Nr. 976'148 NORMA.

B­2687/2011 Sachverhalt: A.  Die  Beschwerdeführerin  ist  Inhaberin  der  internationalen  Registrierung  Nr. 976'148  "NORMA" mit Ursprungsland Deutschland. Sie beansprucht  in der Schweiz Schutz für zahlreiche Waren und Dienstleistungen in den  Klassen 3, 5, 8, 9, 11, 16, 18, 20 – 25, 28 – 36, 38, 39, 41 – 43. Gegen  diese  Schutzausdehnung  erliess  die  Vorinstanz  am  28.  August  2009  eine  vorläufige  totale  Schutzverweigerung  ("Notification  de  refus  provisoire  total  [sur motivs  absolus]").  Sie machte  geltend,  das Zeichen  entstamme dem  italienischen Wort  "norma" und bedeute  "die Regel, die  Norm".  Das  Zeichen  beinhalte  daher  einen  direkten  Hinweis  für  alle  Waren und Dienstleistungen, für die eine Norm existiere oder die normiert  sein könnten.  Im Übrigen müsse das Zeichen allen zur  freien Verfügung  stehen. Eine Norm sei ein Kriterium, ein Prinzip, auf welches sich  jedes  moralische oder ästhetische Werturteil beziehe, oder eine Regel, die die  Art  eines  hergestellten  Objekts  oder  die  technischen  Produktionsbedingungen  festlege.  Das  Zeichen  sei  banal  und  gehöre  somit  für  sämtliche  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen  zum  Gemeingut, vor allem für die schweizerisch­italienischen Adressaten. Mit Eingabe vom 26. Januar 2010 beantragte die Beschwerdeführerin, die  vorläufige  Schutzverweigerung  für  das  Gebiet  der  Schweiz  zurückzunehmen  und  die  Marke  (uneingeschränkt)  einzutragen.  Zur  Begründung führte sie im Wesentlichen aus, der Begriff "NORMA" könne  verschiedene  Bedeutungen  aufweisen.  Er  werde  im  vorliegenden  Zusammenhang  durch  die  Schweizer  Abnehmer  in  der  Bedeutung  als  Unternehmensnamen  oder  allenfalls  noch  im  Sinne  des  bekannten  weiblichen  Vornamens  verstanden.  Die  Annahme,  dass  die  Abnehmerkreise das Zeichen "NORMA"  im Sinne von "Norm" verstehen  könnten,  sei  völlig  abwegig  und  werde  bestritten.  Beim  Ausdruck  "NORMA" handle es  sich deshalb um ein Fantasiezeichen, welches die  erforderliche  Kennzeichnungskraft  besitze.  Im  Übrigen  wäre  die  Marke  "NORMA" selbst bei einem Verständnis im Sinne von "Norm" nicht direkt  beschreibend.  Insbesondere  handle  es  sich  beim  italienischen  Wort  "norma" um ein Substantiv und nicht um ein Adjektiv. Zudem  liege kein  Freihaltebedürfnis  vor.  Schliesslich  verwies  die  Beschwerdeführerin  auf  zahlreiche in­ und ausländische Eintragungen. Am 27. April  2010  teilte  die Vorinstanz  der Beschwerdeführerin mit,  sie  halte  an  der  Beanstandung  fest.  Dem  Begriff  "NORMA"  fehle  für 

B­2687/2011 sämtliche  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen  die  Unterscheidungskraft.  Er  müsse  zudem  den  anderen  Wirtschaftsteilnehmern zur Benutzung freigehalten werden. Es liege auch  keine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes vor. Mit Eingabe vom 18. August 2010 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem  Antrag  fest.  Sie  wies  unter  anderem  darauf  hin,  dass  es  sich  bei  der  Markeninhaberin  (und  Beschwerdeführerin)  um  eines  der  grössten  und  bedeutendsten  Handelsunternehmen  im  Lebensmittel­Discount­Bereich  handle. Zwar betreibe die Markeninhaberin bisher noch keine Filialen  in  der Schweiz, dennoch sei sie  im Schweizer Markt aktiv und hierzulande  bekannt.  "NORMA"­Filialen  in Grenznähe zur Schweiz würden von einer  grossen Zahl Schweizer Kunden besucht. Somit sei für eine Vielzahl von  Schweizer  Abnehmern,  insbesondere  solche  in  Grenznähe,  der  Name  und  die  Marke  "NORMA"  als  Hinweis  auf  die  gleichnamige  Discountsupermarktkette in Deutschland und Frankreich bekannt. Die Vorinstanz erklärte mit Schreiben vom 9. November 2010 erneut, sie  halte an der Zurückweisung des Zeichens  "NORMA"  fest. Für sämtliche  der  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen  existierten  Normen.  Folglich sei das Zeichen für diese banal und ohne Unterscheidungskraft.  Da  zudem  bei  der  Prüfung  der  originären  Unterscheidungskraft  der  bereits  erfolgte  Gebrauch  bzw.  die  Bekanntheit  eines  Zeichens  keine  Rolle  spiele,  änderten  auch  die  Ausführungen  zur  angeblichen  Bekanntheit  des  Zeichens  nichts  an  der  Banalität  des  in  casu  zu  prüfenden  Zeichens.  Die  Annahme  der  Verkehrsdurchsetzung  des  Zeichens  "NORMA"  sei  sowohl  gestützt  auf  Institutsnotorietät  als  auch  gestützt auf die eingereichten Belege zu verneinen. Mit  Entscheid  vom  30.  März  2011  verweigerte  die  Vorinstanz  der  internationalen  Registrierung  Nr.  976'148  "NORMA"  für  sämtliche  beanspruchten Waren und Dienstleistungen den Schutz in der Schweiz. B.  Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 10. Mai 2011  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragt,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  und  der  internationalen  Registrierung  Nr. 976'148  "NORMA"  der  Schutz  in  der  Schweiz  vollumfänglich  zu  erteilen. Zur Begründung führte sie aus, der Konsument müsse in einem  ersten  Gedankenschritt  die  verschiedenen  Bedeutungen  von  "NORMA"  interpretieren  und  das  Resultat  der  Interpretation  auf  die  Waren  / 

B­2687/2011 Dienstleistungen  anwenden,  um  auf  die  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachte  Bedeutung  zu  kommen.  Zudem  werde  das  italienische  Substantiv  "norma" ungewöhnlich verwendet;  dadurch werde die direkte  Erkennbarkeit  verhindert.  Im  Weiteren  existierten  weltweit  sehr  viele  verschiedene  Normen,  und  diese  Normenflut  mache  es  selbst  für  die  jeweiligen  Spezialisten  schwierig,  die  richtige Ware  /  Dienstleistung  der  richtigen  Norm  respektive  Normenart  zuzuteilen.  Besonders  hervorzuheben  sei  der  Umstand,  dass  das  Wort  "Norm"  für  sich  allein  keine  Aussage  beinhalte.  Normen  würden  mit  Abkürzungen  und  Nummern  angegeben  (z.B.  als  DIN  110  oder  EN  ISO  23457).  Erst  mit  diesen  zusätzlichen  Angaben  bekomme  sie  eine  Bedeutung.  Damit  sei  erstellt,  dass  die  Marke  "NORMA"  kennzeichnungskräftig  und  somit  eintragbar sei, denn es seien zu viele Gedankengänge nötig, um zu dem  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachten  Resultat  zu  gelangen.  Zudem  seien die von der Beschwerdeführerin eingereichten Belege geeignet, die  Verkehrsdurchsetzung  zu  belegen.  Schliesslich  wies  die  Beschwerdeführerin darauf hin, die strittige Marke müsse auf Grund des  Gleichbehandlungsgrundsatzes  und  ausländischer  Registrierungen  eingetragen werden. C.  Mit Vernehmlassung vom 29. August 2011 beantragt die Vorinstanz, die  Beschwerde  sei  vollumfänglich  abzuweisen.  Zur  Begründung  führt  sie  aus,  wenn  sowohl  ein  sinnentleertes  wie  auch  ein  sinnergebendes  Verständnis  des  Zeichens  in  Bezug  auf  die  beanspruchten Waren  und  Dienstleistungen möglich  sei,  würden  die massgebenden  Konsumenten  von  Letzterem  ausgehen.  Dies  sei  vorliegend  der  Fall.  Die  Abnehmer  würden  das  Zeichen  im Zusammenhang mit  den  beanspruchten Waren  und  Dienstleistungen  ohne  Gedankenaufwand  im  Sinne  von  "Norm,  Richtschnur,  Standard"  verstehen.  Dass  zahlreiche  unterschiedliche  Arten  von  Normen  existierten,  ändere  nichts  an  der  Banalität  des  Zeichens:  Bei  mit  "NORMA"  bezeichneten  Produkten  werde  suggeriert,  dass es sich dabei um das Standard­ bzw. Regelprodukt dieser Gattung  handle, oder dass das Produkt einer  im Warensegment gängigen Norm  entspreche.  Auch  im  Zusammenhang mit  Dienstleistungen  erwecke  die  Bezeichnung "NORMA" ohne Weiteres den Eindruck, dass sich diese auf  eine verbindliche Vorschrift stützen oder einfach nach im Sektor gängigen  Normen  erbracht  würden.  Das  Zeichen  "NORMA"  gebe  somit  in  Zusammenhang  mit  sämtlichen  Waren  und  Dienstleistungen  lediglich  eine  allgemeine  Auskunft  über  deren  Eigenschaften,  nämlich  dass  sie  einer Norm  /  einem Standard  entsprächen  und werde  nicht  als Hinweis 

B­2687/2011 auf  eine  betriebliche  Herkunft  verstanden.  Schliesslich  ergebe  die  Würdigung  sämtlicher  Belege,  dass  diese  die  Verkehrsdurchsetzung  in  der  Schweiz  nicht  glaubhaft  darzulegen  vermöchten.  Die  blosse  Bekanntheit  des Unternehmens  in  gewissen Randgebieten  der Schweiz  reiche  nicht  aus,  ein  banales  Zeichen  als  in  der  Schweiz  im  Verkehr  durchgesetzte Marke einzutragen. D.  Die  Beschwerdeführerin  hat  stillschweigend  auf  die  Durchführung  einer  öffentlichen Verhandlung verzichtet. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Eintragungsverfügungen  der  Vorinstanz  in  Markensachen  zuständig  (Art.  31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, SR 173.32]). Die Beschwerdeführerin  ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung  durch  diese  beschwert  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  ihrer  Aufhebung  oder  Änderung.  Sie  ist  daher  zur  Beschwerdeführung  legitimiert  (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968  über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). Eingabefrist und ­ form  sind  gewahrt  (Art.  50  Abs.  1  und  52  Abs.  1  VwVG),  der  Kostenvorschuss wurde  fristgerecht  bezahlt  (Art.  63 Abs.  4 VwVG),  der  Vertreter hat  sich  rechtsgenüglich ausgewiesen  (Art.  11 VwVG) und die  übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). Auf die Verwaltungsbeschwerde ist daher einzutreten. 2.  Die  Beschwerdeführerin  hat  ihren  Sitz  in  Deutschland.  Gemäss  dem  revidierten Art. 9sexies Abs. 1 Bst. a des Protokolls vom 27. Juni 1989 zum  Madrider  Abkommen  über  die  internationale  Registrierung  von  Marken  (SR 0.232.112.4; MMP) findet in den Beziehungen zwischen Staaten, die  – wie Deutschland und die Schweiz – Vertragsparteien sowohl des MMP  als auch des Madrider Abkommens über die internationale Registrierung  von Marken (MMA, SR 0.232.112.3, in der in Stockholm am 14. Juli 1967  revidierten Fassung) sind, nur das MMP Anwendung.

B­2687/2011 Nach  Art.  5  Abs.  1  MMP  darf  ein  Verbandsland  einer  international  registrierten  Marke  den  Schutz  nur  verweigern,  wenn  nach  den  in  der  Pariser  Verbandsübereinkunft  zum Schutz  des  gewerblichen Eigentums  (PVÜ,  SR  0.232.04,  in  der  in  Stockholm  am  14.  Juli  1967  revidierten  Fassung)  genannten  Bedingungen  ihre  Eintragung  in  das  nationale  Register  verweigert  werden  kann.  Das  trifft  gemäss  Art.  6quinquies  Bst.  B  Ziff.  2  PVÜ  namentlich  dann  zu,  wenn  die  Marke  jeder  Unterscheidungskraft  entbehrt  oder  ausschliesslich  aus  Zeichen  oder  Angaben zusammengesetzt  ist, die im Verkehr zur Bezeichnung der Art,  der  Beschaffenheit,  der  Menge,  der  Bestimmung,  des  Wertes,  des  Ursprungsortes  der  Erzeugnisse  oder  der  Zeit  der  Erzeugung  dienen  können  oder  im  allgemeinen  Sprachgebrauch  oder  in  redlichen  und  ständigen  Verkehrsgepflogenheiten  der  Schweiz  üblich  sind.  Dieser  Ausschlussgrund  ist  auch  im Bundesgesetz  vom  28.  August  1992  über  den  Schutz  von  Marken  und  Herkunftsangaben  (Markenschutzgesetz,  MSchG, SR 232.11) vorgesehen, das in Art. 2 Bst. a MSchG Zeichen des  Gemeinguts – sofern sie sich nicht  im Verkehr als Marke  für bestimmte  Waren  oder  Dienstleistungen  durchgesetzt  haben  –  vom Markenschutz  ausschliesst.  Lehre  und Praxis  zu  dieser  Bestimmung  können  somit  im  vorliegenden Fall herangezogen werden. 3.  Als  Gemeingut  nach  Art.  2  Bst.  a  MSchG  vom  Markenschutz  ausgeschlossen  sind  nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  insbesondere  Zeichen,  die  sich  in  Angaben  über  die  Art,  die  Beschaffenheit,  die  Menge,  die  Bestimmung,  den  Wert  oder  sonstige  Merkmale  der  gekennzeichneten  Waren  oder  Dienstleistungen  erschöpfen  und  daher  die  zu  deren  Identifikation  erforderliche  Kennzeichnungs­  und  Unterscheidungskraft  nicht  aufweisen.  Dazu  gehören  auch  Qualitätsangaben,  mithin  diejenigen  Zeichen,  deren  inhaltliche  Aussage  sich  in  einer  reklamemässigen  Selbstdarstellung  erschöpft.  Der  beschreibende  Charakter  solcher  Hinweise  muss  vom  angesprochenen  Publikum  ohne  besondere  Denkarbeit  und  ohne  Fantasieaufwand unmittelbar erkennbar sein. Dabei genügt, dass dies in  einem  Sprachgebiet  der  Schweiz  zutrifft.  Dass  eine  Angabe  neuartig,  ungewohnt  oder  fremdsprachig  ist,  schliesst  ihren  beschreibenden  Charakter  nicht  aus.  Entscheidend  ist,  ob  das  Zeichen  nach  dem  Sprachgebrauch oder den Regeln der Sprachbildung von den beteiligten  Verkehrskreisen  in  der Schweiz  als Aussage  über  bestimmte Merkmale  oder  Eigenschaften  der  gekennzeichneten  Ware  oder  Dienstleistung  aufgefasst wird (Urteil des Bundesgerichts  [BGer] 4A_109/2010 vom 27. 

B­2687/2011 Mai  2010  E.  2.3.1  –  terroir,  mit  Verweis  auf  BGE  131  III  495  E.  5 –  Felsenkeller, BGE 129 III 225 E. 5.1 – Masterpiece und BGE 128 III 447  E. 1.5 – Première). 4.  Die  internationale Registrierung Nr. 976'148 beansprucht  in der Schweiz  Schutz für folgende Waren und Dienstleistungen:  Klasse  3:  Préparations  pour  blanchir  et  autres  substances  pour  lessiver,  assouplissants pour  le  linge et préparations de  trempage, agents d'avivage  et produits colorants pour  la  lessive; amidon pour  le  linge; amidon (apprêt);  produits  détachants  (compris  dans  cette  classe),  sels  détachants,  préparations  après  traitement  pour  la  lessive,  à  savoir  assouplissants  et  adoucissants  pour  le  linge;  préparations  pour  nettoyer,  polir,  décaper,  dégraisser et abraser; préparations pour rincer et nettoyer à usage ménager;  produits  pour  nettoyer  le  bois,  les métaux,  le  verre,  les  papiers  peints,  les  matières  plastiques,  la  porcelaine,  la  faïence,  l'émail,  les matières  textiles,  les  vitres;  savons;  produits  pour  nettoyer  et  entretenir  les  sols,  pâtes  pour  nettoyer  les  moquettes  et  matières  textiles;  préparations  pour  nettoyer  les  bâtiments;  produits  de  parfumerie,  parfums,  eaux  de  toilette,  huiles  essentielles,  huiles  parfumées,  cosmétiques  et  préparations  cosmétiques  pour  le  soin  de  la  peau,  y  compris  fonds  de  teint,  maquillage,  correcteurs  d'imperfections, mascaras,  ombres  à  paupières,  crayons  contour  des  yeux  et/ou  crayons  à  sourcils,  bâtons  de  rouge  à  lèvres,  crayons  contour  des  lèvres,  baumes  pour  les  lèvres,  poudres  pour  le  visage,  fards  à  joues,  produits hydratants, produits démaquillants, produits pour le soin des ongles,  vernis  à  ongles,  poudres  pour  le  corps  à  usage  non  médical,  produits  cosmétiques  pour  le  soin  de  la  peau  à  usage  non  médical,  en  particulier  lotions, crèmes, produits nettoyants, peelings, masques, préparations pour le  soin des pieds; savons, savons pour  la peau, gels de bain, huiles de bain,  sels  de  bain  non  à  usage  médical,  perles  de  bain  et  préparations  cosmétiques  pour  le  bain;  préparations  pour  le  soin  et  le  coiffage  des  cheveux,  notamment  shampooings,  après­shampooings,  lotions  capillaires,  laques et gels pour les cheveux; lotions cosmétiques autobronzantes, huiles  de  bronzage,  crèmes  de  bronzage  et  lotions  de  bronzage  (préparations  cosmétiques  pour  le  bronzage);  produits  de  toilette  (compris  dans  cette  classe), déodorants à usage personnel (produits de parfumerie); produits de  rasage; dentifrices, préparations pour les soins dentaires, bains de bouche (à  usage non médical); pierre ponce; bâtonnets parfumés à brûler, pots­pourris  (senteurs)  et  sachets  parfumés  (senteurs);  emplâtres  à  usage  cosmétique;  produits en papier et/ou en cellulose (compris dans cette classe), notamment  lingettes  à  usage  cosmétique,  lingettes  démaquillantes  contenant  de  la  poudre,  cotons  démaquillants  imprégnés  de  lotion,  cotons  hydrophiles,  bâtonnets  de  coton  à  usage  cosmétique,  disques  de  coton  hydrophile;  trousses  et  coffrets­cadeaux  contenant  des  produits  cosmétiques,  des  produits pour le soin de la peau et/ou des cheveux.   Klasse 5: Substances diététiques à usage médical et/ou pour les enfants et  les  personnes  handicapées  (y  compris  aliments  diététiques);  aliments  http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=terroir&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-III-495%3Ade&number_of_ranks=0#page495 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B­2687/2011 diététiques à usage médical, notamment produits de boulangerie diététiques,  confiseries  diététiques,  fruits  diététiques  conservés  et  confitures  de  fruits  diététiques,  confitures  diététiques,  chocolat,  pralines,  bonbons  et  sucreries  pour  diabétiques;  compléments  alimentaires  à  usage  médical,  à  savoir  préparations  utilisées  pour  compléter  l'apport  journalier  recommandé  en  nutriments  essentiels,  notamment  vitamines,  préparations  de  vitamines,  mineraux,  oligo­éléments,  ainsi  que  levure  de  bière,  fibres  alimentaires,  agents  de  lest,  également  sous  forme  de  comprimés,  émulsions,  gélules,  dragées, poudres, granulés, barres, lamelles et noyaux fibreux; préparations  médicales,  pharmaceutiques  et  d'hygiène;  aliments  pour  bébés;  emplâtres,  matériel  pour  pansements;  désinfectants;  préparations  pour  la  destruction  des  animaux  nuisibles;  papiers  antimites;  fongicides,  herbicides;  désodorisants  d'intérieur,  dispositifs  de  diffusion  de  parfums  d'ambiance,  parfums d'intérieur; produits en papier et/ou en cellulose (compris dans cette  classe),  notamment  bandes  hygiéniques,  serviettes  hygiéniques,  tampons  hygiéniques,  protège­slips,  couches  hygiéniques  pour  personnes  incontinentes, slips hygiéniques.   Klasse  8:  Outils  et  instruments  à  main  entraînés  manuellement  (compris  dans cette classe); coutellerie, fourchettes et cuillères, y compris couverts en  métaux  précieux;  armes  blanches;  rasoirs  et  instruments  pour  couper  les  cheveux  et  instruments  de  rasage  (instruments  à mains),  ainsi  que  coupe­ ongles.   Klasse  9:  Appareils  et  instruments  scientifiques,  nautiques,  géodésiques,  photographiques,  cinématographiques,  optiques,  de  pesage,  de mesurage,  de  signalisation,  de  contrôle  (inspection),  de  secours  (sauvetage)  et  d'enseignement;  appareils  et  instruments de conduction,  de distribution,  de  transformation,  d'accumulation,  de  régulation  ou  de  commande  du  courant  électrique, y compris batteries et accumulateurs, équipements de protection  contre  les  surtensions;  appareils  d'enregistrement,  de  transmission  ou  de  reproduction  de  sons  et  d'images,  appareils  électriques,  électroniques  et  optiques  d'enregistrement,  de  traitement,  d'émission,  de  transmission,  de  retransmission,  de  stockage  et  de  diffusion  de  messages,  d'images,  de  textes,  de  discours  et  de  données,  notamment  ordinateurs,  ordinateurs  blocs­notes  et  systèmes  informatiques  composés  principalement  des  éléments précités, périphériques d'ordinateurs, y compris moniteurs, claviers,  souris d'ordinateurs, imprimantes, supports de stockage (y compris supports  de stockage externes), y compris clés USB et notamment téléviseurs, postes  de  radio,  magnétoscopes,  lecteurs  CD,  lecteurs  DVD,  lecteur  MP3,  équipements  et  chaînes  stéréo,  téléphones,  téléphones  mobiles,  télécopieurs, modems, jeux vidéo conçus pour être utilisés uniquement avec  des  récepteurs  de  télévision,  agendas  électroniques;  supports  de  données  magnétiques,  supports  de  données  optiques,  avec  et  sans  disques  acoustiques,  disques  phonographiques,  films  (pellicules)  impressionnés;  distributeurs  automatiques  et  mécanismes  pour  appareils  à  prépaiement;  caisses enregistreuses, machines à calculer; semiconducteurs, composants  électriques  et  électroniques,  commutateurs  électriques  et  électroniques,  circuits imprimés et cartes de circuits imprimés (compris dans cette classe),  microprocesseurs,  circuits  intégrés,  cartes  à  puce;  logiciels,  programmes 

B­2687/2011 informatiques  (y  compris  systèmes  d'exploitation)  enregistrés  sur  des  supports  de  données,  ainsi  que  systèmes  de  programmes,  bases  de  données  et  bibliothèques  de  programmes  composés  principalement  des  éléments  précités,  programmes  de  jeux  pour  ordinateurs;  extincteurs;  appareils  d'alarme;  lunettes,  notamment  lunettes  de  lecture  et  lunettes  de  soleil, y compris étuis; fers à repasser électriques; tapis de souris; parties de  tous les appareils et instruments précités (comprises dans cette classe).   Klasse 11: Appareils d'éclairage, de chauffage, de production de vapeur, de  cuisson, de réfrigération, de séchage, de ventilation, de distribution d'eau et  installations sanitaires.  Klasse  16:  Papier,  carton  et  produits  en  ces matières,  compris  dans  cette  classe;  produits  en  papier  et/ou  en  cellulose  (compris  dans  cette  classe),  notamment  papier  hygiénique,  papier  toilette,  essuie  mains,  torchons  de  cuisine, mouchoirs,  lingettes à usage cosmétique, serviettes, papiers­filtres,  couches pour bébés; produits  imprimés; articles de  reliures; photographies;  articles de papeterie; adhésifs pour la papeterie ou le ménage; matériel pour  artistes; pinceaux; machines à écrire et articles de bureau (à l'exception des  meubles);  matériel  d'instruction  et  d'enseignement  (à  l'exception  des  appareils);  matières  plastiques  pour  le  conditionnement  comprises  dans  cette  classe;  matériel  d'écriture  et  de  dessin;  caractères  d'imprimerie  et  clichés.  Klasse 18: Cuir et imitations de cuir, ainsi que produits en ces matières (non  compris dans d'autres classes); peaux d'animaux; sacs (compris dans cette  classe),  sacs  à  dos,  malles  et  sacs  de  voyage;  parapluies,  parasols  (y  compris pieds de parasols) et cannes; fouets, harnais et articles de sellerie.  Klasse  20:  Meubles,  glaces  (miroirs),  cadres;  produits  (non  compris  dans  d'autres  classes),  en  bois,  liège,  roseau,  jonc,  osier,  corne,  os,  ivoire,  baleine,  écaille,  ambre,  nacre,  écume  de  mer,  succédanés  de  toutes  ces  matières  ou  en  matières  plastiques;  oreillers,  matelas;  matelas  pneumatiques non à usage médical.  Klasse  21:  Ustensiles  et  récipients  pour  le  ménage  ou  la  cuisine  (ni  en  métaux précieux, ni en plaqué); peignes et éponges; brosses (à  l'exception  des  pinceaux);  blaireaux  de  rasage  et  brosses  à  épousseter;  balais,  matériaux pour  la brosserie; matériel de nettoyage; paille de  fer;  verre brut  ou  mi­ouvré  (à  l'exception  du  verre  de  construction);  articles  de  verrerie,  porcelaine  et  faïence  compris  dans  cette  classe;  dessous­de­plats  (ustensiles de  table);  gants pour  le  jardinage et  le ménage; pinces à  linge,  séchoirs à linge, étendoirs pour le linge, terrariums et aquariums d'intérieur.  Klasse  22:  Cordes,  ficelles,  filets,  tentes,  auvents,  bâches,  voiles,  sacs  et  sachets  (non  compris  dans  d'autres  classes);  matières  de  rembourrage  (à  l'exception  du  caoutchouc  ou  des  matières  plastiques);  matières  textiles  fibreuses brutes; hamacs; sacs d'emballage en matières textiles. 

B­2687/2011 Klasse 23: Fils à usage textile.  Klasse  24:  Tissus  et  produits  textiles  non  compris  dans  d'autres  classes;  couvertures de lit et de table.  Klasse 25: Vêtements; chaussures; articles de chapellerie.  Klasse 28: Jeux et jouets, jeux électroniques et jeux vidéo (autres que ceux  conçus  pour  être  utilisés  avec  des  récepteurs  de  télévision);  articles  de  gymnastique et de sport non compris dans d'autres classes; décorations et  pieds pour arbres de Noël.  Klasse  29:  Viande,  saucisse,  poisson  (y  compris  coquillages,  crustacés  et  mollusques  transformés),  volaille  et  gibier;  produits  à  base  de  viande,  saucisse,  volaille,  gibier  et  poisson;  extraits  de  viande;  fruits,  légumes,  herbes aromatiques et pommes de terre conservés, séchés, cuits, congelés  ou  transformés,  y  compris  graines  d'arachides,  noix,  amandes  et  noix  de  cajou, y compris sous forme d'en­cas; produits de pommes de terre, à savoir  pommes  de  terre  grillées,  cuites,  rissolées  ou  cuisinées,  pommes  frites,  croquettes de pommes de terre, beignets de pommes de terre, quenelles de  pommes  de  terre,  pommes  de  terre  sautées;  en­cas  sucrés  et/ou  salés,  composés principalement de fruits secs, noix, produits de pommes de terre,  graines d'arachides, amandes et noix de cajou; gelées de viande, saucisse,  poisson, fruits et légumes; marmelades et confitures; oeufs; lait, notamment  babeurre,  lait  aigre,  lait  caillé,  conserves  de  lait  et  lait  concentré;  produits  laitiers,  notamment  beurre,  beurre  clarifié,  fromages,  caillebotte,  conserves  de  fromage,  képhir,  crème,  yaourt  (y  compris  yaourt  avec  adjonction  de  fruits), lait en poudre pour l'alimentation; desserts, composés principalement  de lait, yaourt, caillebotte, gélatine et/ou crème; boissons lactées sans alcool  et boissons mélangées sans alcool à base de lait, y compris avec adjonction  de  cacao,  chocolat  ou  café;  huiles  et  graisses  alimentaires,  y  compris  margarine  et  saindoux;  pâtes  à  tartiner,  composées  principalement  de  lait  et/ou  matières  grasses,  graisses  alimentaires  et  mélanges  de  graisses  alimentaires; huiles de cuisson, graisses de cuisson, huiles de séparation et  graisses  de  séparation  pour  la  cuisson;  conserves  de  viande,  saucisse,  poisson, fruits et légumes; salades d'aliments de choix et aliments surgelés,  mélangés,  semicuisinés  (y  compris  garnitures)  et  plats  cuisinés,  y  compris  plats conservés, tous les produits précités étant composés principalement de  viande,  saucisse,  poisson,  volaille,  gibier,  fruits  et  légumes  préparés,  légumes  secs,  fromages,  oeufs,  pommes  de  terre,  maïs  et/ou  produits  de  pommes de terre; petits  légumes au vinaigre; extraits de bouillons et autres  préparations à base de bouillons de viande, notamment bouillons de viande  en  cubes;  soupes  instantanées,  soupes  concentrées;  préparations  pour  la  confection de soupes, notamment viande et bouillon de  légumes en cubes;  compléments  alimentaires  à  usage  non  médical  à  base  de  protéines,  matières  grasses,  acides  gras,  en  complément  de  vitamines,  minéraux,  oligo­éléments, seuls ou combinés.  Klasse 30: Cafés,  thés,  cacao,  sucres  (y  compris  vanilline,  sucre  vanillé  et  glucose pour l'alimentation), riz, tapioca, sagou, succédanés de café, extraits 

B­2687/2011 de café et  de  thé;  poudre de cacao;  boissons sans alcool  à base de café,  thé,  cacao  et  chocolat,  y  compris  boissons  instantanées;  desserts  de  poudings,  crème  anglaise  en  poudre  et  blancs­mangers  composés  principalement  d'amidon;  farine  et  préparations  à  base de  céréales  (autres  qu'aliments  pour  animaux);  maïs  grillé  et  éclaté,  pétales  de  maïs  (pour  l'alimentation);  céréales  pour  l'alimentation  humaine,  notamment  flocons  d'avoine ou autres flocons de céréales, notamment en tant qu' aliments pour  le  petit­déjeuner,  y  compris  les  produits  précités mélangés  avec  des  fruits  secs  (y  compris  noix),  du  sucre  et/ou  du miel;  fécule  de  pomme  de  terre,  semoule;  pâtes  alimentaires,  plats  de  pâtes  alimentaires  cuisinés  et  conserves de pâtes; salades d'aliments de choix ainsi qu'aliments surgelés,  mélangés,  semicuisinés  (y  compris  garnitures)  et  plats  cuisinés,  y  compris  plats  conservés  composés  principalement  de  pâtes  alimentaires,  riz,  aliments  farineux  et/ou  fécule  de  pommes  de  terre,  y  compris  les  produits  précités avec épices et sauces (y compris sauces à salade) et/ou combinés  avec du pain ou des petits pains; tourtes, à savoir tourtes à la viande, tourtes  garnies principalement de viande, poisson, fruits ou légumes, ainsi que fonds  de  tourtes non garnis; pains, cookies, gâteaux et autres pâtisseries; en­cas  sucrés  et/ou  salés  composés  principalement  de  céréales,  cacao,  gâteaux,  chocolat, sucre, miel,  fécule de pommes de terre et/ou pâtisseries; gâteaux  et pâtisseries de longue conservation (y compris avec garnitures sucrées ou  épicées), notamment pain suédois, pain d'épice et biscuits; pizzas, y compris  pizzas  conservées;  chocolat;  confiseries,  notamment  produits  à  base  de  chocolat et pralines, y compris confiseries  fourrées aux  fruits, café,  liquides  non  alcoolisés,  vin  et/ou  spiritueux,  ainsi  qu'au  lait  ou  produits  laitiers,  notamment yaourt; glaces alimentaires, y compris sous forme de gâteaux à  la  crème glacée et  poudre pour  glaces  comestibles;  friandises,  notamment  bonbons  (confiseries)  et  gommes  à  mâcher  non  à  usage  médical;  massepain; miels, crème de sucre inverti, sirops de fruits, sirop de mélasse;  produits  à  tartiner  au  cacao,  pâtes  à  tartiner,  composés  principalement  de  sucres, cacao et/ou nougat; levure, poudre à lever, essences pour la cuisine  (autres  que  les  huiles  essentielles);  sel  alimentaire,  moutardes,  poivre,  vinaigres, sauces (y compris sauces à salade), sauces en poudre et extraits  de sauces (y compris les produits précités pour les sauces à salade), sauces  à  salade;  mayonnaises;  ketchups,  épices  et  condiments;  condiments,  assaisonnements de potages; glace à rafraîchir; compléments alimentaires à  usage non médical à base de protéines, matières grasses, acides gras, en  complément de vitamines, minéraux, oligo­éléments, seuls ou combinés.  Klasse 31: Graines et produits agricoles, horticoles et forestiers, non compris  dans d'autres classes; animaux vivants; fruits et légumes frais; semences, y  compris bulbes de fleurs, plantes et fleurs naturelles; aliments pour animaux;  malt; litières pour animaux.  Klasse  32:  Bières;  eaux  minérales  et  gazeuses  et  autres  boissons  sans  alcool; boissons aux fruits et jus de fruits; sirops et autres préparations pour  la confection de boissons.  Klasse  33:  Boissons  alcoolisées  et  boissons  contenant  de  l'alcool  (autres  que bières). 

B­2687/2011 Klasse 34: Tabac, tabac brut, cigarettes et autres produits à base de tabac;  articles  pour  fumeurs;  allumettes,  briquets;  succédanés  de  tabac  (non  à  usage médical).  Klasse  35:  Services  de  conseillers  en  marketing,  promotion  des  ventes,  vente et achat (services de conseillers à la clientèle), services de conseillers  en matière d'organisation et d'activités commerciales pour  la distribution de  marchandises;  recherche  et  analyse  de  marchés;  relations  publiques;  recrutement  de  personnel;  services  de  conseillers  en  matières  d'activités  commerciales,  d'organisation,  de  ressources  humaines  et  d'activités  commerciales  professionnelles;  publicité,  y  compris  publicité  directe  et  publipostage,  documents  publicitaires,  services  de  conseillers  en  publicité,  conception  d'annonces  publicitaires,  publicité  sur  Internet;  services  de  conseillers  en  matière  de  conception  de  magasins  et  de  locaux  commerciaux, compris dans cette classe; décoration de vitrines; services de  mise  à  disposition  d'informations  et  de  savoir­faire  dans  les  secteurs  d'activités  commerciales  et  professionnelles,  compris  dans  cette  classe,  notamment dans  le domaine de  la vente au détail de produits alimentaires;  planification  des  ventes  et  prestation  de  conseils  en  matière  de  vente  (marketing); comptabilité, préparation de feuilles de paye, travaux de bureau;  négociation  d'accords  commerciaux pour  des  tiers,  négociation  de  contrats  d'achat  et  de  vente  de  produits,  ainsi  que  prestation  de  services  pour  des  tiers par le biais de chaînes de télé­achat, les services précités étant compris  dans  cette  classe;  traitement  des  commandes  par  le  biais  de  services  d'assistance  téléphonique  et  de  centres  d'appels;  diffusion  d'échantillons;  vente au détail et vente au détail en ligne, notamment vente au détail à prix  réduits,  dans  le  domaine  des  produits  de  droguerie,  produits  de  santé,  médicaments, préparations et appareils à usage  thérapeutique,  substances  diététiques,  compléments  alimentaires,  produits,  appareils  et  équipements  pour  le  ménage,  le  jardin,  la  cuisine,  la  salle  de  bain,  le  camping  et  le  bricolage,  composants  de  voitures,  ordinateurs,  équipements  informatiques  et  logiciels, supports d'enregistrement audio et vidéo, appareils électriques,  équipements électroniques, équipements hi­fi,  cinéma à domicile dit  "home  cinema",  équipements  de  télécommunication  et  leurs  garnitures,  équipements  scientifiques, matériel  photographique et  optique,  appareils  et  équipements  d'éclairage,  produits  en  papier,  en  matières  plastiques  et  en  cellulose, livres, produits imprimés, articles de bureau, articles de papeterie,  matériel  pour  l'école  et  les  loisirs,  matériel  d'emballage,  articles  de  quincaillerie,  produits  en  matière  plastique,  meubles,  matières  textiles,  vêtements,  chaussures, articles de chapellerie  (pour  l'habillement), produits  pour bébés et enfants, textiles d'intérieur et articles de mercerie, accessoires  de mode, horloges et montres, bijoux et articles de bijouterie, lunettes, sacs,  vêtements en cuir et  imitations de cuir, articles de voyage, parapluies,  jeux,  jouets, matériel ainsi qu'équipements pour  la pratique de  la gymnastique et  les  loisirs,  produits  alimentaires,  épicerie  fine,  produits  biologiques  et  naturels,  boissons, plantes, aliments pour animaux, produits pour animaux,  produits  alimentaires  de  luxe,  tabac,  instruments  de musique;  organisation  de données dans des  bases de données  informatiques; mise  à  disposition  d'informations sur  Internet, à savoir prestation d'informations et de conseils  aux  consommateurs  dans  le  domaine  du ménage  et  des matières  textiles 

B­2687/2011 (informations  sur  les  produits)  et  informations  destinées  aux  services  à  la  clientèle concernant  le droit au retour des produits,  la  fiabilité et  la garantie  des produits, les services précités étant compris dans cette classe; services  de passation de commandes et de livraison, ainsi que gestion de factures, y  compris dans le cadre du commerce électronique; organisation de salons et  d'expositions  à  des  fins  commerciales  ou  publicitaires;  tous  les  services  précités étant également disponibles sur Internet.  Klasse  36:  Assurances;  affaires  financières,  notamment  services  de  conseillers en matière de finances et de crédits; affaires monétaires; services  de  recouvrement  de  créances;  affaires  immobilières,  notamment  gestion et  location  de  biens  immobiliers,  gestion  et  location  de  maisons,  bureaux  et  magasins;  services  de  négociation  en  matière  de  biens  immobiliers  et  d'hypothèques;  crédit­bail;  mise  à  disposition  d'assurances  pour  des  tiers;  gestion financière.  Klasse 38: Télécommunications, notamment fourniture d'accès à des bases  de  données  et  des  réseaux  informatiques  mondiaux,  gestion  de  temps  d'accès à des bases de données, diffusion de programmes de  télévision et  de  radio,  diffusion  par  satellite,  services  d'agences  d'informations  et  d'agences  de  presse,  transmission  électronique  de messages  et  d'images,  services Internet, à savoir fourniture d'accès à des services Internet; mise à  disposition de portails sur Internet.  Klasse 39: Transport et logistique dans le domaine des transports, y compris  courtage  et  location  de  moyens  de  transport,  de  camions;  emballage,  entreposage  et  livraison  de  marchandises;  location  de  places  de  stationnement  et  d'entrepôts;  planification,  préparation,  réservation  et  organisation de voyages, y compris à l'aide de dispositifs électroniques, mise  à  disposition  et  organisation  de  moyens  de  transport  (compris  dans  cette  classe),  visites  touristiques,  accompagnement  de  voyageurs;  informations  relatives aux  transports et aux voyages,  les services précités s'effectuant à  l'aide de dispositifs électroniques.  Klasse  41:  Formation  et  formation  complémentaire  dans  le  domaine  des  activités commerciales et professionnelles, y compris cours de management,  formation  à  la  vente,  formation  technique  relative  aux  produits;  divertissement;  activités  culturelles  et  sportives;  location  de  films,  vidéos  enregistrées,  appareils  cinématographiques,  postes  de  radio,  téléviseurs,  équipements  sportifs;  organisation  et  animation  de  conférences,  congrès,  symposiums, réunions et séminaires.  Klasse  42:  Développement,  création,  mise  à  niveau  et  maintenance  (amélioration et mise à jour) de programmes informatiques, de systèmes de  programmes  informatiques,  de  bibliothèques  informatiques  et  de  logiciels  pour  des  bases  de  données,  ainsi  que  location  des  éléments  précités,  préparation  d'analyses  de  systèmes  électroniques  de  TD  (traitement  de  données) et essais de systèmes électroniques de TD; services de conseillers  techniques,  services  d'expertise  technique,  services  d'ingénierie  et  de  programmation  informatiques,  location  d'installations  électroniques  de 

B­2687/2011 traitement  de  données;  services  d'assistance  relatifs  aux  applications  (services de conseillers en matière de traitement de données) et planification  de  solutions  informatiques,  les  services  précités  étant  compris  dans  cette  classe;  conception  de  bases  de  données;  gestion  de  bases  de  données  techniques; conception  technique de systèmes de services à  la clientèle et  de programmes de fidélisation de la clientèle; services informatiques pour la  gestion  de  communications  en  ligne,  notamment  dans  le  domaine  des  services à  la clientèle, des ventes et du marketing; services scientifiques et  technologiques,  notamment  analyse  des  produits  alimentaires  et  des  produits d'utilisation courante, contrôle de  la qualité; services de conseillers  dans  le  domaine  de  la  protection  de  l'environnement;  tous  les  services  précités  se  rapportent  notamment  aux  domaines  du  commerce  et  de  la  logistique.  Klasse 43: Réservation et préparation de chambres; services de restauration  (alimentation)  et  d'hébergement  temporaire  pour  des  hôtes,  services  de  restauration (alimentation) et d'hébergement temporaire pour des hôtes dans  des  hôtels  et  des  restaurants,  y  compris  préparation  d'appartements  de  vacances et de maisons de vacances.  Das  Zeichen  wird  somit  im  Wesentlichen  beansprucht  für  (vgl.  erläuternde  Anmerkungen  zur  Nizza­Klassifikation,  Teil  I,  9.  Ausgabe  [gültig  ab  1.  1.  2007]): Wasch­  und Reinigungsmittel,  Parfümeriewaren,  Mittel  zur  Körper­  und  Schönheitspflege  (Klasse  3),  diätetische  Erzeugnisse  für  medizinische  Zwecke,  Babykost,  Verbandsmaterial,  Desinfektionsmittel,  pharmazeutische  Erzeugnisse,  Mittel  zur  Vertilgung  von schädlichen Tieren, Hygieneartikel  (Klasse 5), Werkzeuge, Besteck,  Rasierapparate  (Klasse  8),  diverse  Apparate  und  Instrumente,  insbesondere  für  Wissenschafts­,  Büro­  und  Unterhaltungszwecke  (Klasse  9),  diverse  elektrische  Geräte,  insbesondere  für  Haushaltszwecke  (Klasse  11),  Papier(­waren)  und  Büroartikel  (Klasse  16), Leder und Reisebedarfsartikel (Klasse 18), Möbel (Klasse 20), Haus­  und  Küchengeräte,  Geräte  für  die  Körper­  und  Schönheitspflege,  Glas­  und Porzellanwaren  (Klasse  21),  Seilerwaren,  Zelte  (Klasse  22), Garne  (Klasse  23),  Webstoffe  und  Decken  (Klasse  24),  Bekleidungsstücke  (Klasse  25),  Spiele,  Spielzeug  (Klasse  28),  diverse  Nahrungsmittel  (Klassen  29  bis  31),  Getränke  (Klassen  32  und  33),  Tabak  und  Tabakwaren  (Klasse  34),  Dienstleistungen  im  Bereich  Werbung,  Geschäftsführung,  Unternehmensverwaltung,  Büroarbeiten,  Detailhandel  (Klasse  35),  Dienstleistungen  im  Versicherungs­,  Finanz­  und  Immobilienbereich  (Klasse  36),  Telekommunikation  (Klasse  38),  Dienstleistungen  im Bereich Transport, Logistik und Reisen  (Klasse 39),  Dienstleistungen  im  Bereich  Bildung,  Kultur  und  Sport  (Klasse  41), 

B­2687/2011 wissenschaftliche Dienstleistungen (Klasse 42) sowie Restaurations­ und  Beherbergungsdienstleistungen (Klasse 43). Diese  Waren  und  Dienstleistungen  richten  sich  sowohl  an  das  breite  Publikum  als  auch  an  die  Fachkreise,  wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  geltend macht. Soweit die konkrete Unterscheidungskraft des hinterlegten  Zeichens geprüft wird,  ist bei der Beurteilung der Schutzfähigkeit auf die  Sichtweise  dieser  Verkehrskreise  abzustellen  (CHRISTOPH  WILLI,  Markenschutzgesetz,  Kommentar  zum  schweizerischen  Markenrecht  unter  Berücksichtigung  des  europäischen  und  internationalen  Markenrechts,  Zürich  2002,  Art.  2,  N.  41).  Für  die  Beurteilung  eines  allfälligen  Freihaltebedürfnisses  ist  demgegenüber  die  Sichtweise  von  Unternehmen,  welche  gleiche  oder  ähnliche  Dienstleistungen  anbieten,  massgebend (WILLI, a.a.O., Art. 2, N. 44). 5.  Das  strittige  Wortzeichen  besteht  aus  dem  italienischen  Wort  "norma",  welches  auf  Deutsch  gemäss  dem  Wörterbuch  "Norm,  Anweisung,  Vorschrift,  Bestimmung,  Gewohnheit"  bedeutet  (vgl.  LANGENSCHEIDT  e­ Handwörterbuch Italienisch­Deutsch 4.0).  Die  Beschwerdeführerin  bestreitet,  dass  "norma"  durch  die  Abnehmer  direkt und ohne Gedankenverbindung  in diesem Sinne verstanden wird.  Sie  bringt  vor,  "norma"  könne  auch  stehen  für  einen  weiblichen  Vornamen,  für  ein  US­Filmdrama,  eine  US­Metal­Band,  eine  Oper  von  Bellini, ein Sternbild, ein Asteroid, einen Galaxienhaufen, eine Computer­ Speicher­Architektur,  den  Namen  eines  Teigwarengerichts,  den  Namen  verschiedener Unternehmen,  einer Gemeinde  in  Frankreich  sowie  einer  kleinen Stadt in Italien.  Die meisten dieser von der Beschwerdeführerin genannten Bedeutungen  von  "norma"  kommen  offenbar  selbst  für  die  Beschwerdeführerin  nicht  ernsthaft in Frage, räumt sie in ihrer Stellungnahme vom 26. Januar 2010  an  die  Vorinstanz  doch  selbst  ein,  der  Begriff  "norma"  werde  im  vorliegenden  Zusammenhang  durch  die  Schweizer  Abnehmer  in  der  Bedeutung  als  Unternehmensnamen  oder  allenfalls  noch  im  Sinne  des  bekannten weiblichen Vornamens verstanden.  5.1. Hat  ein Wort  abstrakt  betrachtet mehrere Bedeutungen,  so  ist  vom  Verständnis  auszugehen,  welches  im  Zusammenhang  mit  den  konkret  beanspruchten Produkten nahe  liegt  (EUGEN MARBACH, Markenrecht,  in: 

B­2687/2011 Roland  von  Büren  /  Lucas  David  [Hrsg.],  Schweizerisches  Immaterialgüter­  und  Wettbewerbsrecht,  Bd.  III/1,  Basel  2009  [nachfolgend:  SIWR  III/1],  N.  306;  DAVID ASCHMANN,  in:  Noth  /  Bühler  /  Thouvenin  [Hrsg.], Markenschutzgesetz, Bern 2009, Art. 2  lit. a, N. 136;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGer]  B­6910/2007  vom  25.  Februar 2008 E. 4 – 2Light, und B­386/2008 vom 10. März 2009 E. 8.5 –  GB). 5.1.1.  Es  gibt  im  vorliegenden  Fall  keinen  Anhaltspunkt  dafür,  dass  insbesondere die italienischsprachigen Schweizer "norma" im Sinne einer  Firma verstehen. Weder die Beschwerdeführerin noch ein anderes in der  Beilage  der  Beschwerdeführerin  genannten  Unternehmen  (vgl.  Eingabe  vom 26. Januar 2010) mit dem Bestandteil "Norma" in der Firma ist in der  Schweiz  angesiedelt,  sondern  in  Estland,  Schweden,  Deutschland  und  Österreich. Zwar ist die Beschwerdeführerin nach ihrer eigenen Aussage  eines  der  grössten  und  bedeutendsten  Handelsunternehmen  im  Lebensmittel­Discount­Bereich.  Sie  räumt  indessen  ein,  dass  sie  bisher  noch keine Filialen  in der Schweiz betreibt. Sie sei  jedoch  im Schweizer  Markt  aktiv  und  hierzulande  bekannt.  Die  Filialen  in  Grenznähe  zur  Schweiz  in  Deutschland  und  Frankreich  würden  von  einer  grosse  Zahl  Schweizer  Kunden  besucht,  welche  zudem  in  Schweizer  Franken  bezahlen  können.  Des  Weiteren  würden  die  grenznahen  Filialen  der  Beschwerdeführerin in der Schweiz intensiv beworben.  Da – wie noch  in E. 6.2 zu zeigen sein wird – nur die Haushalte an der  Grenze  zu  Deutschland  und  Frankreich  von  diesen  Aktivitäten  der  Beschwerdeführerin in der Schweiz profitieren, ist anzunehmen, dass nur  diese – wenn überhaupt – "Norma" mit der Firma der Beschwerdeführerin  in Verbindung bringen. 5.1.2. Fraglich ist indessen, ob mit "Norma" gekennzeichnete Waren und  Dienstleistungen  tatsächlich  mit  dem  Frauennamen,  wie  die  Beschwerdeführerin annimmt, oder doch eher mit  "Norm"  in Verbindung  gebracht  werden,  wie  die  Vorinstanz  vorbringt.  Diesbezüglich  gibt  die  Beschwerdeführerin  selbst  zu  bedenken,  dass  im  Zusammenhang  mit  Waren  und  Dienstleistungen  eine  grosse  Anzahl  von  Normen  (und  Normenarten) existiert.  Da  im  Bewusstsein  der  Bevölkerung  zahlreiche  Waren,  z.B.  Nahrungsmittel und Getränke, Normen unterworfen sind (z.B. "deutsches  Reinheitsgebot"  für  Bier,  Verbot  von  bestimmten  Zusatzstoffen,  http://links.weblaw.ch/BVGer-B-6910/2007

B­2687/2011 Vorschriften zur Bezeichnung von Produkten),  liegt angesichts der Fülle  von Regeln,  die  in  immer mehr  Lebensbereiche  eindringen  (vgl.  hierzu:  MARKUS  SCHOTT,  "Bürokratie­Stopp"  –  Bemerkungen  zur  eidgenössischen  Volksinitiative  aus  staats­  und  verwaltungsrechtlicher  Perspektive,  in:  Schweizerisches  Zentralblatt  für  Staats­  und  Verwaltungsrecht  [ZBl]  112/2011  S.  229  ff.,  S. 233;  für  den  Technikbereich  vgl.:  RKGE  in  sic!  1999  S.  272  E.  4  –  Polynorm),  die  Assoziation von anderen Waren und Dienstleistungen mit Normen auf der  Hand.  Dass  "Norma"  von  den  angesprochenen  schweizerischen  Abnehmerkreisen  im  Sinne  eines  Frauennamens  verstanden  wird,  ist  zwar  durchaus  möglich,  sind  doch  im  elektronischen  Telefonbuch  tel.local.ch über 1209 Einträge für Privatpersonen zu finden, davon 62 im  Kanton  Tessin  (Stand:  Oktober  2011).  Der  Name  ist  jedoch  beispielsweise  im  Vergleich  zu  Anna  mit  18061  Einträgen  für  Privatpersonen  in  der  Schweiz  (1512  im  Kanton  Tessin)  eindeutig  seltener.  Mit der Vorinstanz  ist daher dafür zu halten, dass das dem italienischen  Grundwortschatz  zugehörige  Wort  "norma"  mindestens  im  italienischen  Sprachgebiet,  auf  Grund  der  Ähnlichkeit  zum  deutschen  Wort  "Norm"  respektive  zum  französischen  Begriff  "norme"  wohl  aber  in  der  ganzen  Schweiz, mehrheitlich im Sinne von "Norm" verstanden wird. 5.2. Die Beschwerdeführerin macht im Weiteren geltend, selbst bei einem  Verständnis  im  Sinne  von  "Norm"  wäre  die Marke  "Norma"  nicht  direkt  beschreibend. Einerseits handle es sich beim italienischen Wort "norma"  um ein Substantiv und nicht um ein Adjektiv. Zur Bejahung einer in Bezug  auf gewisse (technische) Waren allenfalls beschreibenden Art der Marke  wäre  es  notwendig,  dass  das  Zeichen  ein  Adjektiv  beinhalte,  was  vorliegend eben gerade nicht der Fall sei. Der Begriff "Norm" könne nicht  mit  dem  Adjektiv  "genormt"  gleichgestellt  werden;  ein  solcher  würde  in  Italienisch  "standardizzato"  oder  "unificato"  lauten.  Andererseits  existierten  weltweit  sehr  viele  verschiedene  Normen,  und  diese  Normenflut mache es selbst für die jeweiligen Spezialisten schwierig, die  richtige Ware  /  Dienstleistung  der  richtigen  Norm  respektive  Normenart  zuzuordnen. SN ("Schweizer Norm"), ISO ("International Organization for  Standartization"),  DIN  ("Deutsche  Industrienorm"),  ASCII  ("American  Standard  Code  for  Information  Interchange"  und  EN  ("Europäische  Norm")  seien  alles  Abkürzungen  für  Normen.  Bei  der  Fülle  von  Möglichkeiten werde klar, dass immer noch keine klare Aussage in Bezug  auf  die  Waren  /  Dienstleistungen  gemacht  werden  könne.  Besonders 

B­2687/2011 hervorzuheben  sei  der  Umstand,  dass  das  Wort  "Norm"  für  sich  allein  keine  Aussage  beinhalte.  Normen  würden  mit  Abkürzungen  und  Nummern  angegeben,  z.B.  als  DIN  110  oder  EN  ISO  23457.  Erst  mit  diesen zusätzlichen Angaben bekämen sie eine Bedeutung. 5.2.1.  Entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführerin  können  auch  Substantive  beschreibend  sein,  indem  zum  Beispiel  Adjektive  in  Substantive  "hineininterpretiert"  werden.  So  erklärte  das  Bundesgericht  beispielsweise  im  Entscheid  "Bionorm",  es  bedürfe  keiner  besonderen  Phantasie, um in der Wortverbindung "Bionorm" einen Hinweis darauf zu  erblicken,  dass  die  damit  versehenen  Erzeugnisse  als  "biologisch  normierte",  d.h.  als  natürliche,  den  natürlichen  Begebenheiten  und  Bedürfnissen  des  Lebens  angepasste,  der  Gesundheit  und  Förderung  des Wohlbefindens dienende Heil­ oder Pflegemittel ausgegeben würden  (Urteil  des  BGer  vom  29.  März  1977  E.  3  –  Bionorm,  publiziert  in:  Schweizerisches  Patent­, Muster­ und Markenblatt [PMMBl] 1977 S. 44).  Ebenfalls  zum  Gemeingut  gezählt  wurde,  als  weiteres  von  zahlreichen  möglichen  Beispielen,  "Avantgarde",  da  weite  Kreise  der  Bevölkerung  sowohl  in den deutschsprachigen als auch in den französischsprachigen  Landesteilen  darin  eine  reklamehafte  Anpreisung  mit  der  augenfälligen  Werbebotschaft erblickten, das damit bezeichnete Erzeugnis sei der Zeit  voraus  oder  avantgardistisch  (Urteil  des BGer  4A.7/1997  vom 23. März  1998  E.  2  –  Avantgarde,  publiziert  in:  Zeitschrift  für  Immaterialgüter­,  Informations­ und Wettbewerbsrecht [sic!] 1998 S. 397).  Der  Umstand,  dass  "norma"  zu  den  Substantiven  und  nicht  zu  den  Adjektiven  zählt,  schliesst  somit  nicht  aus,  dass  dieser  Begriff  als  beschreibend  für  die  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen  qualifiziert wird. 5.2.2.  Im Weiteren muss  auch  nicht  klar  sein, welche Norm mit  "Norm"  gemeint  ist.  Namentlich muss  unter Norm  nicht  unbedingt  eine  der  von  der Beschwerdeführerin genannten Industrie­Normen verstanden werden.  Es  reicht  aus,  dass  die  Adressaten  der  Auffassung  sind,  dass  eine mit  "norma"  gekennzeichnete  Ware  oder  Dienstleistung  mit  den  einschlägigen  (staatlichen oder privaten) Bestimmungen oder Richtlinien  übereinstimmt. Eine solche Assoziation ist sehr wahrscheinlich, denn wie  dem  obgenannten  Fall  "Bionorm"  entnommen  werden  kann,  kann  eine  solche  Bestimmung  oder  Richtlinie  in  einem  sehr  weiten  Sinne  verstanden  werden.  Insofern  vermögen  die  angesprochenen  Verkehrskreise  hinter  jeder  Ware  und  Dienstleistung  eine  irgendwie 

B­2687/2011 geartete  Norm  zu  erkennen.  Hierzu  brachte  die  Vorinstanz  in  der  Vernehmlassung vom 29. August 2011 überzeugende Beispiele vor: Die  Bezeichnung  "NORMA"  könne  bei  Möbeln  und  Kleidern  auf  eine  Standardgrösse,  ­höhe  oder  –tiefe  hinweisen,  auf  einem  pharmazeutischen  Produkt,  dass  dieses  einer  offiziellen  Vorschrift  genüge  oder  auf  Esswaren,  dass  diese  den  geltenden  Normen  für  biologischen  Anbau  oder  der  gesetzlich  vorgeschriebenen  Zusammensetzung  entsprächen,  und  im  Zusammenhang  mit  Dienstleistungen, dass sich diese auf eine verbindliche Vorschrift stützen  oder einfach nach im Sektor gängigen Normen erbracht würden. "Norma"  kann  auch  als Mutilation  von  "normal"  aufgefasst  werden  (vgl.  ASCHMANN, a.a.O., Art. 2  lit. a, N. 135, mit Verweis u.a. auf BGE 127 III  33,  35  – Brico  [Brico ®  Bricolage],  BGer,  sic!  2004, S.  325  –  Integra  /  Wintegra  [integra  ®  integral]  und  BGE  95  I  477,  480  –  Synchrobelt  [synchro ® synchron]), denn "normal" bedeutet "der Norm entsprechend,  vorschriftsmässig;  gewöhnlich,  üblich,  durchschnittlich"  (vgl.  DUDEN,  Die  deutsche Rechtschreibung, Mannheim 2009, S. 781) und ist  insofern ein  von "Norm" abstammendes Adjektiv.  Sowohl  als  Substantiv  als  auch  als  Adjektiv  verstanden,  gibt  ein  mit  "Norma"  gekennzeichnetes  Produkt  respektive  eine  so  angepriesene  Dienstleistung dem Konsumenten  zu verstehen,  dass er ein der Norm  /  dem Standard entsprechendes Produkt  vor  sich  hat,  respektive  dass er  eine der Norm  /  dem Standard entsprechende Dienstleistung erhält. Da  die  Konsumenten  von  jedem  Warenproduzenten  und  Dienstleistungserbringer  erwarten,  dass  sie  der  Norm  entsprechende  Waren  und  Dienstleistungen  liefern  respektive  erbringen,  werden  sie  in  "Norma" weniger einen betrieblichen Herkunftshinweis, als vielmehr ohne  speziellen  Gedankenaufwand  eine  Ware  oder  Dienstleistung  erkennen,  die  mit  den  einschlägigen  Bestimmungen  übereinstimmt.  Somit  beschreibt  "Norma"  eine  Eigenschaft  einer  Ware  oder  Dienstleistung,  weshalb dem strittigen Zeichen keine Unterscheidungskraft zukommt. 6.  Die Beschwerdeführerin macht im Weiteren unter Verweis auf die bei der  Vorinstanz  eingereichten  Belege  geltend,  die Marke  "Norma"  habe  sich  im Verkehr durchgesetzt. 6.1. Zeichen, die Gemeingut sind, können grundsätzlich nach Art. 2 Bst. a  MSchG  mittels  Durchsetzung  im  Verkehr  Kennzeichnungskraft  und 

B­2687/2011 markenrechtlichen  Schutz  erlangen,  soweit  im  Einzelfall  nicht  ein  absolutes Freihaltebedürfnis besteht (BGE 134 III 314 E. 2.3.2 – M / M­ joy). Ein Kennzeichen hat sich  im Verkehr durchgesetzt, wenn es von einem  erheblichen Teil der Adressaten im Wirtschaftsverkehr als Hinweis auf ein  bestimmtes  Unternehmen  verstanden  wird,  ohne  dass  die  namentliche  Kenntnis dieses Unternehmens erforderlich wäre (BGE 130 III 328 E. 3.1  – Swatch,  BGE  128  III  441  E.  1.2  –  Appenzeller,  Urteil  des  BGer  4A_370/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 6.2 – Post, je mit Hinweisen). Wer  sich  auf  die Verkehrsdurchsetzung  einer Marke  beruft,  hat  dies  zu  belegen  (Urteil  des  BVGer  B­3269/2009  vom  25.  März  2011  E.  7.1 –  Grand  Casino  Luzern,  mit  weiteren  Hinweisen).  Die  Verkehrsdurchsetzung  eines  Zeichens  kann  aus  Tatsachen  abgeleitet  werden, die erfahrungsgemäss einen Rückschluss auf die Wahrnehmung  des  Zeichens  durch  das  Publikum  erlauben.  Dazu  gehören  etwa  langjährige  bedeutsame  Umsätze,  die  unter  einem  Zeichen  getätigt  worden sind, oder intensive Werbeanstrengungen. Möglich ist aber auch  der  direkte  Nachweis  durch  eine  repräsentative  Befragung  des  massgebenden Publikums (BGE 130  III 328 E. 3.1 – Swatch, Urteil des  BGer  4A_370/2008  vom  1. Dezember  2008  E.  6.2  –  Post,  je  mit  Hinweisen).  Grundsätzlich  sind  Belege  betreffend  die  ganze  Schweiz  einzureichen; eine bloss  lokale Durchsetzung genügt nicht  (BGE 128  III  441  E.  1.2  –  Appenzeller,  BGE  127  III  33  E.  2  –  Brico).  Die  Anforderungen  sind  umso  höher,  je  banaler,  schwächer  oder  freihaltebedürftiger das Zeichen ist (BGE 134 III 314 E. 2.3.5 – M / M­joy,  BGE  130  III  328  E.  3.4  –  Swatch).  In  zeitlicher  Hinsicht  erwartet  die  Vorinstanz  für  das  Glaubhaftmachen  der  Verkehrsdurchsetzung  einer  Marke  in  der  Regel  einen  belegbaren  Markengebrauch  während  zehn  Jahren; in besonderen Fällen kann auch eine kürzere Gebrauchsperiode  genügen (Urteil des BVGer B­788/2007 vom 1. April 2008 E. 8 – traveltip  Das Magazin für Ferien [fig.]).  6.2.  Die  Vorinstanz  geht  davon  aus,  dass  die  Verkehrsdurchsetzung  mittels  der  eingereichten  Unterlagen  nicht  glaubhaft  gemacht  werden  kann. Auf den eingereichten Unterlagen erscheine das Zeichen NORMA  jeweils  in  Zusammenhang  mit  einer  Grafik  in  Form  von  verschieden  dunklen bzw.  farbigen Balken über und unter dem Wortelement, welche  insgesamt  den  Gesamteindruck  wesentlich  prägten.  Zudem  reiche  die  blosse  Bekanntheit  des  Unternehmens  in  gewissen  Randgebieten  der 

B­2687/2011 Schweiz  nicht  aus,  ein  banales  Zeichen  als  in  der  Schweiz  im Verkehr  durchgesetzte Marke einzutragen. Unbestrittenermassen betreibt die Beschwerdeführerin bisher noch keine  Filialen in der Schweiz (vgl. Beilage 2 zur Stellungnahme vom 18. August  2010),  sondern  lediglich  in  Grenznähe  zur  Schweiz.  So  finden  sich  gemäss Beilage  7  15 Norma­Filialen  in maximal  30  km Entfernung  von  Konstanz  (D), welches an das  schweizerische Kreuzlingen  /  TG grenzt.  Eine weitere deutsche Filiale befindet sich in Waldshut­Tiengen (Beilage  8 zur Stellungnahme vom 18. August 2010) und ist somit nicht weit vom  schweizerischen  Koblenz  /  AG  entfernt.  Schliesslich  lieferte  die  Suchanfrage  der  Beschwerdeführerin  5  deutsche  Norma­Filialen  in  maximal 40 km Entfernung von Lörrach  in der Nähe von Basel  (Beilage  9). Auch in Frankreich existieren Norma­Filialen (Beilagen 10a und 10b),  eine davon im nahe bei Basel gelegenen St Louis (vgl. Beilage 10c). Auf  Grund der von der Beschwerdeführerin genannten Umsätze in Schweizer  Franken  ist  anzunehmen,  dass  eine  unbestimmte  Anzahl  in Grenznähe  zu  Deutschland  und  Frankreich  wohnhafter  Schweizer  einige  dieser  Filialen  frequentiert und  / oder die Marke "Norma" anhand der verteilten  Handzettel kennt. Indessen hat die Beschwerdeführerin nicht zu belegen  vermocht,  dass  die  Marke  auch  in  weiter  von  der  französischen  oder  deutschen  Grenze  entfernten  Regionen,  etwa  in  der  Innerschweiz,  in  Graubünden  und  im  Tessin,  bekannt  ist.  Die  schweizerische  Website  www.norma­online.ch (vgl. Beilage 11 zur Eingabe vom 18. August 2010)  liefert  ausserdem  keine  auf  die  Schweizer  Kunden  zugeschnittenen  Informationen,  und  die  Erwähnung  eines  Artikels  von  "Norma"  in  einer  Konsumentenzeitschrift  (vgl.  Beilage  14  zur  Eingabe  vom  18.  August  2010)  darf  als  beiläufig  qualifiziert  werden,  abgesehen  davon,  dass  "Norma" dort lediglich firmenmässige Verwendung fand. Insofern gilt nicht  als  glaubhaft  gemacht,  dass  sich  die  internationale  Registrierung  Nr.  976'148 in der ganzen Schweiz durchgesetzt hat.  7.  Im  Weiteren  beruft  sich  die  Beschwerdeführerin  auf  den  Gleichbehandlungsgrundsatz. 7.1.  Nachdem  feststeht,  dass  die  Vorinstanz  das  Zeichen  "NORMA"  bundesrechtskonform  dem  Gemeingut  zugeordnet  hat,  kann  mit  der  Rüge,  das  Gleichbehandlungsgebot  (Art.  8  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101])  sei verletzt worden, nur noch die Gleichbehandlung  im Unrecht verlangt 

B­2687/2011 werden.  Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  wird  der  Anspruch  auf Gleichbehandlung  im Unrecht  ausnahmsweise  anerkannt,  wenn  eine  ständige  gesetzwidrige  Praxis  einer  rechtsanwendenden  Behörde  vorliegt  und  die  Behörde  zu  erkennen  gibt,  dass  sie  auch  in  Zukunft  nicht  von  dieser  Praxis  abzuweichen  gedenke  (Urteil  des BGer  vom 4A.5/2004 vom 25. November 2004 E. 4.3 – Firemaster, mit Verweis  auf BGE 127  I  1 E. 3a; Urteile  des BVGer B­985/2009  vom 27. August  2009 E. 8.1 – Bioscience Accelerator, und B­7412/2006 vom 1. Oktober  2008 E. 10 – Afri­Cola). 7.2.  Hinsichtlich  der  Voreintragungen  Nr.  377'344  "NORMA",  IR­Nr.  581'264 "NORMA" sowie IR­Nr. 805'005 "NORMA" ist anzumerken, dass  die  Beschwerdeführerin  Inhaberin  dieser  Marke  ist.  Gegenüber  sich  selbst  kann  sie  indessen  nach  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  keinen  Anspruch  auf  Gleichbehandlung  im  Unrecht  geltend  machen  (Urteile des BGer 4A.5/2003 vom 22. Dezember 2003 E. 4 – Discovery  Travel & Adventure Channel, und 4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 5c  – Elle, publiziert in sic! 1997, S. 159). 7.3. Die  internationalen Registrierungen Nr. 687'528  "NORMA", 453'177  "NORMA"  sowie  497'372  "NORMA"  sind  nach  Ansicht  der  Beschwerdeführerin  als  gleich  zu  behandelnde  Voreintragungen  anzusehen.  Hinsichtlich  der  internationalen  Registrierungen  Nr.  687'528  "NORMA"  sowie  Nr.  453'177  "NORMA"  bringt  die  Vorinstanz  vor,  diese  seien  für  andere als die hier zu prüfenden Waren registriert. Bei der internationalen  Registrierung Nr.  497'372  "NORMA" merkte  die Vorinstanz  an,  dass  es  sich  um eine Registrierung  aus  dem Jahr  1985 und  somit  um eine  alte  Voreintragung handle. Die  internationale Registrierung Nr. 687'528 aus dem Jahre 1998  ist  für  Waren der Klassen 6 und 17, die internationale Registrierung Nr. 453'177  aus  dem  Jahre  1980  für  Waren  der  Klasse  6  und  die  internationale  Registrierung  Nr.  497'372  aus  dem  Jahre  1985  für  Waren  und  Dienstleistungen  der  Klassen  7,  9,  10,  12,  13,  35,  37,  40  und  42  eingetragen. Da "Norma"  für alle Arten von Waren und Dienstleistungen  beschreibend  ist  (vgl.  E.  5.2.2),  darf  die  Anwendung  des  Gleichbehandlungsgrundsatzes nicht mit dem Argument verneint werden,  die  sich  gegenüber  stehenden  Waren  und  Dienstleistungen  seien  verschieden. Dagegen handelt es sich bei allen drei Zeichen (sowie den  http://links.weblaw.ch/4A.5/2004 http://links.weblaw.ch/BGE-127-I-1 http://links.weblaw.ch/BGE-127-I-1 http://links.weblaw.ch/BGE-127-I-1 http://links.weblaw.ch/BGE-127-I-1 http://links.weblaw.ch/BGE-127-I-1 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-985/2009 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-7412/2006 http://links.weblaw.ch/4A.5/2003 http://links.weblaw.ch/4A.13/1995

B­2687/2011 in  E.  7.2  genannten  Registrierungen  Nr. 377'344  "NORMA",  IR­Nr.  581'264  "NORMA"  sowie  IR­Nr.  805'005  "NORMA")  um  ältere  Marken,  welche  die  aktuelle  Eintragungspraxis  der  Vorinstanz  nicht  mehr  widerspiegeln  dürfte  (vgl.  Urteile  des  BVGer  B­2052/2008  vom  6.  November  2008  E.  4.2  –  Kugeldreieck,  und  B­649/2009  vom  12.  November 2009 E. 4.3 – i­Option, je mit Verweis auf RKGE in sic! 2004,  S. 573 E. 8 – Swiss Business Hub, gemäss welchem Entscheid eine vor  acht Jahren erfolgte Eintragung unter dem Aspekt der Gleichbehandlung  unbeachtlich ist). Selbst  wenn  die  von  der  Beschwerdeführerin  genannten  Zeichen  in  Bezug auf die beanspruchten Waren heute als beschreibend angesehen  werden  müssten,  wäre  dies  nicht  von  Relevanz,  da  einige  wenige  vergleichbare  und  fälschlicherweise  eingetragene  Zeichen  für  eine  Gleichbehandlung  im  Unrecht  nicht  ausreichen  und  keine  rechtswidrige  Praxis  der  Vorinstanz  zu  begründen  vermögen  (Urteile  des  BVGer  B­ 649/2009  vom  12.  November  2009 E.  4.3  –  i­Option,  und B­4854/2010  vom  29.  November  2010  E.  6.3  –  Silacryl).  Aus  diesen  Gründen  kann  nicht gesagt werden, dass eine ständige gesetzeswidrige Praxis vorliegt,  von der die Vorinstanz auch  in Zukunft nicht abzuweichen gedenke. Die  Voraussetzungen  des  Anspruchs  auf  Gleichbehandlung  bzw.  Gleichbehandlung im Unrecht sind somit nicht gegeben. 8.  Schliesslich  weist  die  Beschwerdeführerin  darauf  hin,  dass  das  vorliegende Zeichen "NORMA" und weitere  IR­Wortmarken "NORMA"  in  zahlreichen Ländern, unter anderem in Deutschland und Italien, registriert  worden sei. Ausländische Entscheide haben nach ständiger Praxis keine präjudizielle  Wirkung.  In  Zweifelsfällen  kann  jedoch  die  Eintragung  in  Ländern  mit  ähnlicher  Prüfungspraxis  ein  Indiz  für  die  Eintragungsfähigkeit  sein  (Urteile  des  BVGer  B­498/2008  vom  23.  Oktober  2008  E.  5 –  Sprühflaschen, und B­6291/2007 vom 28. Mai 2008 E. 9 – Corposana).  Angesichts  des  klaren Gemeingutcharakters  der  strittigen Marke  haben  die  ausländischen  Voreintragungen  indessen  keine  Indizwirkung  für  die  Schweiz. Es handelt sich nicht um einen Grenzfall, bei dem allenfalls der  Blick  in  die  ausländische  Prüfungspraxis  den  Ausschlag  für  die  Eintragung  geben  könnte  (Urteile  des  BVGer  B­498/2008  vom  23.  Oktober 2008 E. 5 – Sprühflaschen, und B­4854/2010 vom 29. November  2010  E.  7  –  Silacryl,  je mit  Verweisen).  Dies  gilt  auch  für  das  von  der  http://links.weblaw.ch/BVGer-B-2052/2008 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-649/2009 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-649/2009 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-649/2009 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-498/2008 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-6291/2007 http://links.weblaw.ch/BVGer-B-498/2008

B­2687/2011 Beschwerdeführerin  ins Recht  gelegte Urteil  des  "Tribunale Ordinario  di  Bari"  (Italien)  vom  Mai  2008  i.S.  Norma  /  Norma  Jean,  worin  erklärt  wurde,  dass  das  Zeichen  "Norma"  fantasiehaft  sei  und  hinsichtlich  der  beanspruchten Waren keine Assoziationen hervorrufe. Die Beschwerdeführerin kann daher aus der mehrfachen Eintragung des  Zeichens "NORMA" im Ausland nichts zu ihren Gunsten ableiten. 9.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  das  Schutz  beanspruchende  Zeichen  "NORMA"  für  sämtliche  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen Gemeingut  im Sinne von Art. 2 Bst. a MSchG darstellt.  Die Vorinstanz hat die Ausdehnung des Schutzbereichs der IR­Marke Nr.  976'148 "NORMA" insofern zu Recht zurückgewiesen (Art. 5 Abs. 1 MMP  i.V.m. Art. 6quinquies Bst. B Ziff. 2 PVÜ). Die  Beschwerde  erweist  sich  demnach  als  unbegründet  und  ist  abzuweisen. 10.  Bei  diesem  Ausgang  sind  die  Kosten  des  Beschwerdeverfahrens  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG)  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen.  Die Gerichtsgebühren  sind  nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung  und finanzieller Lage der Parteien zu bestimmen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG,  Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]). Bei Markeneintragungen geht es um Vermögensinteressen.  Die  Gerichtsgebühr  bemisst  sich  folglich  nach  dem  Streitwert  (Art.  4  VGKE).  Die  Schätzung  des  Streitwertes  hat  sich  nach  Lehre  und  Rechtsprechung  an  Erfahrungswerten  aus  der  Praxis  zu  orientieren,  wobei  bei  eher  unbedeutenden  Zeichen  grundsätzlich  ein  Streitwert  zwischen Fr. 50'000.­ und Fr. 100'000.­ angenommen werden darf (BGE  133  III  490  E.  3.3  –  Turbinenfuss,  mit  Hinweisen).  Von  diesem  Erfahrungswert  ist  auch  im  vorliegenden  Verfahren  auszugehen.  Es  sprechen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  einen  höheren  oder  niedrigeren Wert der strittigen Marke. Eine  Parteientschädigung  ist  der  unterliegenden  Beschwerdeführerin  nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490

B­2687/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  2'500.­­  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  werden  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss von Fr. 2'500.­ verrechnet. 3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 4017; Gerichtsurkunde) – das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Maria Amgwerd Kathrin Bigler Schoch

B­2687/2011 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  Zivilsachen  geführt  werden  (Art. 72  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 21. Februar 2012

B-2687/2011 — Bundesverwaltungsgericht 20.02.2012 B-2687/2011 — Swissrulings