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Bundesverwaltungsgericht 10.01.2012 A-8464/2010

10 janvier 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,921 mots·~15 min·2

Résumé

Luftfahrtanlagen | Umbau und Erweiterung des Fliegermuseums sowie Neubau eines Hangars

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung I A­8464/2010, A­8469/2010 Urteil   v om   1 0 .   J a nua r   2012 Besetzung Richter Lorenz Kneubühler (Vorsitz), Richter André Moser, Richterin Marianne Ryter Sauvant,  Gerichtsschreiber Toni Steinmann. Parteien 1. VCS Verkehrs­Club der Schweiz, vertreten durch die  VCS Sektion St. Gallen­Appenzell, Postfach, 9004 St.  Gallen,   2. Rolf Camenisch, Im Ifang 3, 9423 Altenrhein,   3. Urban Zündt, Schilfgraben 1, 9423 Altenrhein,   alle vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Diggelmann, Haus  Washington, Rosenbergstrasse 22, 9000 St. Gallen,  Beschwerdeführer,  gegen Airport Altenrhein AG,  Flughafenstrasse 11, 9423 Altenrhein,   vertreten durch Rechtsanwältin Sonja Meyer, Müller Eckstein  Rechtsanwälte, Hauptstrasse 17, 9422 Staad SG, Beschwerdegegnerin,  und Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Umbau und Erweiterung des Fliegermuseums sowie Neubau  eines Hangars.

A­8464/2010, A­8469/2010 Sachverhalt: A.  Die  Airport  Altenrhein  AG  mit  Sitz  in  Thal  (SG)  betreibt  das  Flugfeld  St. Gallen­Altenrhein  und  erbringt  die  damit  zusammenhängenden  Dienstleistungen. A.a  Am  24.  Juli  2009  unterbreitete  die  Airport  Altenrhein  AG  dem  Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ein Plangenehmigungsgesuch für den  Umbau  und  die  Erweiterung  des  Fliegermuseums  auf  dem  Flugfeld  St. Gallen­Altenrhein.  Gemäss  Projekt  soll  der  bestehende  Museumshangar  abgebrochen  und  an  gleicher  Stelle  ein  dreistöckiges  Gebäude mit einer Länge von 35.2 m, einer Breite vom 31.8 m und einer  Höhe  von  12  m  bzw.  15.3  m  neu  aufgebaut  werden,  wobei  als  Aussenhülle  eine  ganzflächige  Metallfassade  mit  Sandwichelementen  vorgesehen ist. Geplant sind im Erdgeschoss ein Privathangar (243.5 m2)  sowie  ein  Museumshangar  (791.5  m2),  im  ersten  Obergeschoss  eine  Ausstellungshalle  für  Luftfahrzeuge  (980  m2),  ein  kleiner  Abstellraum  sowie  eine  Toilettenanlage  und  im  zweiten  Obergeschoss  zwei  Konferenzräume,  ein  Büro,  ein  Ausstellungsraum  mit  kleinem  Shop,  Toilettenanlagen  sowie  je  ein  kleiner  Verpflegungs­,  Lager­  und  Cateringraum.  Auf  dem  über  das  Treppenhaus  mit  Lift  erreichbaren  Flachdach  ist  eine  mit  Holzrost  und  Geländer  versehene,  begehbare  Zuschauerterrasse  (300  m2)  vorgesehen.  Der  restliche  Bereich  des  Flachdachs  (ca. 760 m2)  soll  extensiv begrünt werden. An der Südseite  des Gebäudes  sind  ein Aussentreppenturm und daneben ein Aussenlift  für Luftfahrzeuge geplant. Zudem war ursprünglich die Erstellung von 50  Parkplätzen vorgesehen. A.b  Mit  einem  weiteren  Gesuch  vom  25.  Januar  2010  legte  die  Flugfeldbetreiberin dem BAZL die Pläne für den Neubau des Hangars C6  zur  Genehmigung  vor.  Das  Projekt  sieht  die  Erstellung  eines  72  m  langen,  67 m breiten und 11.46 m hohen Hangars  vor,  der  bis  zu  zehn  Luftfahrzeugen  Platz  bieten  soll.  Geplant  sind  eine  west­,  süd­  und  ostseitige Zugänglichkeit  für  die  Luftfahrzeuge  sowie  eine Verbreiterung  des  bestehenden  Rollwegs  zum  Hangar  von  7  m  auf  10.5  m.  Für  die  Fassade sind blecherne Sandwichelemente in grauer Farbe vorgesehen. A.c  In  der  Folge  reichte  die  Airport  Altenrhein  AG  dem  BAZL  noch  weitere Plangenehmigungsgesuche  ein,  so  u.a.  für  die Erweiterung  des  Park­platzes P2, die Erweiterung des Hangars D1 und den Neubau des  Hangars Clair AG.

A­8464/2010, A­8469/2010 B.  B.a Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens betreffend den Umbau  und die Erweiterung des Fliegermuseums wurden die Gesuchsunterlagen  vom  18. August  bis  16.  September  2009  öffentlich  aufgelegt,  wobei  die  Pläne  für die vorgesehenen 50 Parkplätze  fehlten. Nachdem die Airport  Altenrhein  AG  diese  Pläne  nachgereicht  hatte,  teilte  ihr  das  BAZL  am  31. Dezember  2009  mit,  dass  mit  den  50  geplanten  Parkplätzen  die  Grenze  von  500  Parkplätzen  gemäss  Ziffer  11.4  des  Anhangs  der  Verordnung  über  die  Umweltverträglichkeitsprüfung  vom  19. Oktober  1988  (UVPV,  SR  814.011)  überschritten  werde  und  deshalb  eine  Umweltverträglichkeitsprüfung  (UVP)  durchzuführen  sei.  In  der  Folge  reichte die Flugfeldbetreiberin eine Projektänderung ein, gemäss welcher  die Anzahl  der Parkplätze  von 50 auf  20  reduziert wurde. Während der  zweiten öffentlichen Auflage vom 3. März bis 16. April 2010 erhoben u.a.  der Verkehrs­Club der Schweiz (VCS), Rolf Camenisch und Urban Zündt  mit gemeinsamer Eingabe Einsprache gegen das Projekt. Sie verlangten  im  Wesentlichen  die  Durchführung  einer  UVP,  weil  einerseits  der  Schwellenwert von 500 Parkplätzen überschritten werde und andererseits  eine wesentliche Änderung  des  Flugfelds  vorliege. Nachdem das BAZL  am  20. Mai  2010  zwecks  Feststellung  der  Parkplatzsituation  einen  Augenschein durchgeführt hatte, hielt es im Schreiben vom 9. Juni 2010  fest, dass auf dem Flugfeld St. Gallen­Altenrhein unter Berücksichtigung  aller  hängigen  Verfahren  505  Parkplätze  bestünden  und  damit  der  Schwellenwert  gemäss  Ziffer  11.4  des  Anhangs  UVPV  überschritten  werde.  Die  Airport  Altenrhein  AG  habe  deshalb  einen  UVP­Bericht  nachzureichen, wenn sie an ihren Vorhaben unverändert festhalten wolle.  Am 13. September 2010 teilte die Flugfeldbetreiberin dem BAZL mit, sie  verzichte  auf  die  im  Zusammenhang  mit  dem  Umbau  und  der  Erweiterung des Fliegermuseums geplanten 20 Parkplätze. B.b  Die  Gesuchsunterlagen  für  den  Neubau  des  Hangars  C6  wurden  vom  3. März  bis  16.  April  2010  öffentlich  aufgelegt.  Der  VCS,  Rolf  Camenisch  und  Urban  Zündt  erhoben  auch  gegen  dieses  Projekt  gemeinsam  eine  Einsprache  und  verlangten  im  Wesentlichen  die  Durchführung einer UVP. C.  C.a Mit Verfügung vom 5. November 2010 erteilte das BAZL der Airport  Altenrhein AG für den Umbau und die Erweiterung des Fliegermuseums  auf  dem  Flugfeld  St.  Gallen­Altenrhein  die  Plangenehmigung  mit 

A­8464/2010, A­8469/2010 zahlreichen Auflagen. Die Einsprache von Rolf Camenisch, Urban Zündt  und des VCS wies das BAZL ab. C.b Mit  einer weiteren Verfügung  vom 17. November  2010  genehmigte  das  BAZL  auch  die  Pläne  für  den  Neubau  des  Hangars  C6  mit  verschiedenen  Auflagen,  wies  die  Einsprache  von  Rolf  Camenisch  und  Urban Zündt ab und trat auf diejenige des VCS nicht ein. D.  Gegen  die  beiden  Plangenehmigungsverfügungen  lassen  Rolf  Camenisch, Urban Zündt und der VCS (nachfolgend: Beschwerdeführer)  am  8. Dezember  2010  gemeinsam  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  erheben.  Sie  beantragen,  in  Aufhebung  der  Verfügungen  vom  5.  und  17.  November  2010  seien  die  Plangenehmigungsgesuche  für  den  Neubau  und  die  Erweiterung  des  Fliegermuseums sowie für den Umbau des Hangars C6 abzuweisen. Die  Beschwerdeführer  machen  hauptsächlich  geltend,  unter  Berücksichtigung aller hängigen Vorhaben werde der Schwellenwert von  500  Parkplätzen  überschritten  und  zudem  würden  die  seit  dem  letzten  UVP­Bericht  vorgenommenen  sowie  die  aktuell  geplanten  baulichen  Erweiterungen  eine  wesentliche  Änderung  des  Flugfelds  bewirken.  Vor  der Genehmigung der Pläne sei deshalb eine UVP durchzuführen. E.  Mit  Zwischenverfügung  vom  9.  Februar  2011  hat  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Gesuch  der  Airport  Altenrhein  AG  (nachfolgend:  Beschwerdegegnerin)  um  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. November 2010  abgewiesen  und  die  beiden  Beschwerdeverfahren  A­8469/2010  betreffend den Umbau und die Erweiterung des Fliegermuseums und A­ 8464/2010 betreffend den Neubau des Hangars C6 vereinigt. F.  In  der Vernehmlassung  vom 8. März 2011 beantragt  die Vorinstanz die  Abweisung  der  Beschwerde  und  verweist  zur  Begründung  im  Wesentlichen auf ihre Ausführungen in den angefochtenen Verfügungen. G.  In  der  Beschwerdeantwort  vom  18.  März  2011  beantragt  die  Beschwerdegegnerin  die  Abweisung  der  Beschwerde,  soweit  darauf  einzutreten sei.

A­8464/2010, A­8469/2010 Zur  Begründung  bringt  sie  im Wesentlichen  vor,  die  Beschwerdeführer  würden bei  ihren Ausführungen zur Parkplatzthematik völlig ausblenden,  dass es im Rahmen der beiden vorliegend streitigen Plangenehmigungen  überhaupt nicht um die Schaffung von Parkplätzen gehe. Das Prinzip der  gesamtheitlichen  Betrachtung  dürfe  nicht  dazu  führen,  dass  die  Parkplatzfrage  trotzdem  das Verfahren  zu  bestimmen  vermöge.  Jedoch  werde die Grenze von 500 Parkplätzen ohnehin nicht erreicht, weshalb in  diesem  Zusammenhang  keine  UVP­Pflicht  bestehe.  Entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführer  erfolge  durch  die  streitigen  Bauprojekte  auch  keine  wesentliche  Änderung  des  Flugfelds,  die  eine  UVP erforderlich machen würde.  H.  Am 26. April 2011 nahm das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zu den vom  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom  28.  März  2011  gestellten umweltrechtlichen Fragen Stellung. Die  Beschwerdeführer,  die  Beschwerdegegnerin  und  die  Vorinstanz  erhielten  die  Gelegenheit  sich  dazu  zu  äussern,  wovon  sie  mit  Stellungnahmen vom 19., 23. Mai und 14. Juni 2011 Gebrauch machten. I.  Auf  weitergehende  Vorbringen  und  die  sich  bei  den  Akten  befindlichen  Schriftstücke wird –  soweit  entscheidwesentlich –  in den nachfolgenden  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG  vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten  die  in  Art. 33 VGG genannten Behörden. Da im Bereich der Genehmigung von  Bauten  und  Anlagen,  die  ganz  oder  überwiegend  dem  Betrieb  eines  Flugplatzes  dienen  (vgl.  Art.  37  Abs.  1  des  Luftfahrtgesetzes  vom  21. Dezember 1948  [LFG, SR 748.0]),  keine Ausnahme gemäss Art. 32  VGG  auszumachen  ist  und  das  BAZL  als  Behörde  im Sinn  von  Art. 33 

A­8464/2010, A­8469/2010 Bst. d  VGG  gilt,  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2  1.2.1 Nach Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat  (Bst.  a),  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Bst.  c).  Die  Beschwerdebefugnis  beschränkt sich nicht auf die  formellen Adressaten einer Verfügung; zur  Anfechtung  können  vielmehr  auch  Dritte  befugt  sein.  Dazu müssen  sie  jedoch  stärker  als  jedermann  betroffen  sein  und  in  einer  besonderen  beachtenswerten,  nahen  Beziehung  zur  Streitsache  stehen  (ISABELLE  HÄNER,  in:  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG),  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Zürich  2008, Rz. 12 zu Art. 48). Im Bereich  von Flugplätzen  ist  generell  anerkannt,  dass ein  sehr weiter  Kreis  von Betroffenen  zur  Beschwerde  legitimiert  sein  kann,  ohne  dass  bereits  eine  Popularbeschwerde  vorliegt  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts A­101/2011 vom 7. September 2011 E. 4.4.4,  A­1899/2006  vom  11. Februar  2010  E. 2.3,  A­1936/2006  vom  10.  Dezember  2009  E. 3.1  und  A­1985/2006  vom  14. Februar  2008  E. 2.1;  HÄNER,  a.a.O.,  Rz. 14  zu  Art.  48).  Beschwerdelegitimation  kommt  demgemäss all  jenen Personen zu, die den Lärm deutlich hören können  und dadurch in ihrer Ruhe gestört werden (BGE 121 II 176 E. 2b, 120 Ib  379  E. 4c,  je  mit  Hinweisen).  Dabei  spielt  keine  Rolle,  ob  die  bereits  vorbestehende  Belastung  durch  die  strittige  Massnahme  grösser  wird,  gleich bleibt oder gar abnimmt, denn dies  ist eine Frage der materiellen  Beurteilung  (BGE  124  II  293  E. 3b;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6536/2010  vom  23. August  2011  E. 2.3  und A­1899/2006 vom 11. Februar 2010 E. 2.3). Die  Beschwerdeführer  2  und  3  sind  nicht  Adressaten  der  Verfügungen  vom  5.  und  17.  November  2010.  Indes  haben  sie  am  vorinstanzlichen  Verfahren teilgenommen und wohnen nur wenige hundert Meter von den  geplanten  Anlagen  entfernt.  Sie  weisen  daher  eine  genügende  örtliche  Nähe  auf,  um  im  Sinn  der  zitierten  Rechtsprechung  als  besonders  betroffen  zu  gelten.  Aufgrund  ihres  schutzwürdigen  Interesses  an  der  Aufhebung  der  Plangenehmigungen  sind  sie  zur  Erhebung  der  Beschwerde legitimiert, was denn auch zu Recht unbestritten blieb.

A­8464/2010, A­8469/2010 1.2.2  Gemäss  Art. 55  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  über  den  Umweltschutz  vom  7. Oktober  1983  (USG,  SR  814.01)  steht  den  gesamtschweizerischen  Umweltschutzorganisationen,  die  rein  ideelle  Zwecke  verfolgen,  gegen  Verfügungen  der  zuständigen  Behörden  über  die  Planung,  Errichtung  oder  Änderung  von  Anlagen,  die  der  UVP  unterliegen, das Beschwerderecht zu. Dieses erstreckt sich nicht nur auf  Verfügungen,  in welchen die UVP­Pflicht bejaht wurde, sondern  ist auch  gegeben,  wenn  geltend  gemacht  wird,  die  UVP­Pflicht  sei  zu  Unrecht  verneint  worden  (BGE 124  II  460  E. 1,  117  Ib  135  E. 1c;  PETER HÄNNI,  Planungs­,  Bau­  und  besonderes  Umweltschutzrecht,  5.  Auflage,  Bern  2008,  S.  551  Fussnote  180).  Der  VCS  ist  vom  Bundesrat  in  der  Verordnung  über  die  Bezeichnung  der  im  Bereich  des  Umweltschutzes  sowie  des  Natur­  und  Heimatschutzes  beschwerdeberechtigten  Organisationen  vom  27.  Juni  1990  (VBO,  SR 814.076)  als  beschwerdeberechtigte Umweltschutzorganisation anerkannt worden.  Ob  der  VCS  vorliegend  uneingeschränkt  zur  Beschwerdeerhebung  legitimiert  ist, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden, weil die  in  der gemeinsam eingereichten Beschwerde erhobenen materiellen Rügen  aufgrund der unbestrittenen Legitimation der Beschwerdeführer 2 und 3  ohnehin  zu  prüfen  sind.  Immerhin  ist  er,  soweit  in  der  Verfügung  vom  5. November  2010  (Umbau  und  die  Erweiterung  des  Fliegermuseums)  die  UVP­Pflicht  verneint  und  seine  Einsprache  abgewiesen  wurde,  jedenfalls  zur  Rüge  legitimiert,  eine  UVP  sei  zu  Unrecht  unterlassen  worden.  Sodann  ist  er  durch  den  Nichteintretensentscheid  in  der  Verfügung  vom  17.  November  2010  (Neubau  des  Hangars  C6)  ohne  weiteres  beschwert  und  kann  deshalb  unabhängig  von  seiner  Legitimation  in  der  Sache  selbst  einen  Rechtsmittelentscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  herbeiführen  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts A­6536/2010 vom 23. August 2011 E. 1.2 mit  Hinweisen;  VERA  MARANTELLI­SONANINI/SAID  HUBER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG  Praxiskommentar  zum  Bundesgesetzt über das Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009,  Rz. 17 zu Art. 48). Dass der Streitgegenstand im Rahmen der Anfechtung  dieser  zweiten  Verfügung  grundsätzlich  auf  die  Eintretensfrage  beschränkt  wäre,  ist  vorliegend  nicht  weiter  bedeutsam.  Denn  die  materielle  Frage  nach  der Durchführung  einer UVP  ist mit  Blick  auf  die  gegebene  Legitimation  der  Beschwerdeführer  2  und  3  sowieso  zu  behandeln.  Da  auch  die  Vorinstanz  diese  Frage  materiell  geprüft  hat,  könnte  –  selbst wenn  im  vorinstanzlichen Verfahren die  Legitimation  zu  Unrecht verneint worden wäre – auf eine Rückweisung verzichtet werden. 

A­8464/2010, A­8469/2010 1.3  Auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  (Art.  50  und  52  VwVG)  eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten. 2.  Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Verfügungen  auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger  Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der  Ausübung  des  Ermessens  –  sowie  auf  Angemessenheit  hin  (Art.  49  VwVG). 3.  In  den  angefochtenen  Verfügungen  werden  die  massgebenden  gesetzlichen  Grundlagen  zum  Plangenehmigungsverfahren  bei  Flugplatzanlagen  und  dabei  insbesondere  zum  vorliegend  massgeblich  gewesenen ordentlichen Verfahren zutreffend dargelegt (vgl. Art. 37 – 37i  LFG und Art. 27 – 27f der Verordnung vom 23. November 1994 über die  Infrastruktur  der  Luftfahrt  [VIL,  SR 748.131.1]).  Darauf  kann  verwiesen  werden. 4.  Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist streitig, ob die geplanten Projekte  ("Umbau  und  Erweiterung  des  Fliegermuseums"  sowie  "Neubau  des  Hangars  C6")  ohne  vorgängige  Durchführung  einer  UVP  genehmigt  werden  können.  Während  die  Vorinstanz  und  die  Beschwerdegegnerin  eine  UVP­Pflicht  verneinen,  erachten  die  Beschwerdeführer  die  Durchführung  einer  UVP  als  erforderlich,  weil  einerseits  der  Schwellenwert  von  500  Parkplätzen  überschritten  und  andererseits  das  Flugfeld als Gesamtanlage durch die geplanten baulichen Erweiterungen  wesentlich geändert werde. 4.1  Gemäss  Art.  10a  USG  hat  eine  Behörde  möglichst  frühzeitig  die  Umweltverträglichkeit  zu  prüfen,  bevor  sie  über  die Planung,  Errichtung  oder  Änderung  von  Anlagen  entscheidet  (Abs.  1).  Der  UVP  unterstellt  sind Anlagen, die Umweltbereiche erheblich belasten können, so dass die  Einhaltung der Vorschriften über den Schutz der Umwelt voraussichtlich  nur  mit  projekt­  oder  standortspezifischen  Massnahmen  sichergestellt  werden kann (Abs. 2). Der Bundesrat bezeichnet die Anlagetypen, die der  UVP­Pflicht unterstehen (Abs. 3 Satz 1). Gemäss Art. 1 der Verordnung  über  die  Umweltverträglichkeitsprüfung  vom  19.  Oktober  1988  (UVPV,  SR 814.011)  sind  die  entsprechenden  Anlagen  im  Anhang  dieser  Verordnung  aufgeführt.  Für  das  vorliegende  Verfahren  sind  die  Ziffern 

A­8464/2010, A­8469/2010 11.4  und  14.2  des  Anhangs UVPV  von  Interesse,  wonach  "Parkhäuser  und ­plätze für mehr als 500 Motorwagen" (Ziffer 11.4) und "Flugfelder mit  mehr als 15'000 Flugbewegungen pro Jahr" (Ziffer 14.2) der UVP­Pflicht  unterliegen. 4.2 Eine UVP kann zum einen für neue Anlagen erforderlich sein (Art. 1  UVPV),  zum  andern  für  die  Änderung  oder  Erweiterung  bestehender  Anlagen (Art. 2 UVPV). Dabei ist zu unterscheiden zwischen Änderungen  oder  Erweiterungen  einer  bestehenden  UVP­pflichtigen  Anlage  (Art.  2  Abs. 1 Bst. a UVPV) und solchen einer bestehenden Anlage, die an sich  keiner UVP bedarf  (Art. 2 Abs. 2 Bst. a UVPV). Bei Letzteren  führt erst  die Überschreitung der im Anhang der UVPV enthaltenen Schwellenwerte  zur UVP­Pflicht,  die  sich  dann  aber  unabhängig  von  der Wesentlichkeit  der  Änderungen  auf  die  gesamte  Anlage  erstreckt  (HERIBERT  RAUSCH/PETER M. KELLER, Kommentar USG, Zürich 2001, Rz. 44 und 48  zu Art.  9). Änderungen  im Sinn von Art.  2 Abs. 1 Bst.  a UVPV müssen  dagegen  wesentlich  sein,  um  eine  (erneute)  UVP­Pflicht  hervorzurufen.  Diese Voraussetzung ist dann erfüllt, wenn die Änderungen dazu führen,  dass  entweder  bestehende  Umweltbelastungen  verstärkt  werden  oder  gewichtige  Umweltbelastungen  neu  oder  an  neuer  Stelle  auftreten  können  (BGE 133  II  181  E.  6.2  mit  Hinweisen;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6536/2010  vom  23.  August  2011  E.  4.3  und A­6985/2007  vom 10. Juli  2008 E.  2.5;  BEATRICE WAGNER PFEIFER,  Umweltrecht I, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Rz. 687). 4.3 Gemäss Art.  8 USG werden Einwirkungen  sowohl  einzeln  als  auch  gesamthaft  und  nach  ihrem  Zusammenwirken  beurteilt.  Das  aus  dieser  Bestimmung fliessende Prinzip der gesamtheitlichen Betrachtung verlangt  u.a.,  dass  verschiedene  in  einem  räumlichen  und  funktionalen  Zusammenhang  stehende  Anlagen  bezüglich  der  Umweltrechtskonformität  gesamthaft  zu beurteilen sind. Stellen einzelne  Anlagen  eine  Einheit  dar,  wie  dies  z.B.  vom  Bundesgericht  bei  Flugplatzanlagen bejaht wurde (BGE 124 II 75 E. 7a, 293 E. 26b), muss  eine  UVP  durchgeführt  werden,  sofern  die  Anlagen  gemeinsam  den  massgeblichen  Schwellenwert  überschreiten.  Eine  geplante  Anlageänderung  –  sei  sie  in  Teilprojekte  gegliedert  oder  zusammengefasst  –  ist  in  gesamtheitlicher  Betrachtung  und  unter  Einbezug  aller  Teilvorhaben,  die  zwar  nicht  gleichzeitig,  aber  doch  in  relativ  rasch  aufeinander  folgenden  Etappen  verwirklicht  werden,  zu  prüfen  (WAGNER  PFEIFER,  a.a.O,  Rz.  673  und  682;  RAUSCH/KELLER,  a.a.O., Rz. 8 zu Art. 8 und Rz. 35a zu Art. 9; BGE 124 II 75 E. 7a, 293 

A­8464/2010, A­8469/2010 E. 26b;  Urteil  des  Bundesgerichts  1A.129/2005  vom  23. August  2005  E. 3.1). 5.  5.1  Wie  bereits  erwähnt,  machen  die  Beschwerdeführer  insbesondere  geltend,  beim  Flugfeld  werde  der  Schwellenwert  von  500  Parkplätzen  gemäss Ziffer 11.4 des Anhangs UVPV überschritten und es sei deshalb  eine  UVP  erforderlich.  Soweit  die  Beschwerdegegnerin  dagegen  vorbringt,  es  gehe  in  den  vorliegend  streitigen  Plangenehmigungen  überhaupt  nicht  um  die  Schaffung  von  Parkplätzen,  weshalb  die  Parkplatzfrage  nicht  das  Verfahren  bestimmen  könne,  scheint  sie  zu  verkennen,  dass  im  Zusammenhang  mit  dem  beabsichtigten  Museumsumbau ursprünglich  50 bzw.  20 Parkplätze  vorgesehen waren  und  zudem  weitere  Projektgesuche mit  geplanten  Parkplätzen,  nämlich  für  die  Erweiterung  des  Parkplatzes  P2  und  den  Neubau  des  Hangars  Clair  AG,  bei  der  Vorinstanz  hängig  sind. Mit  Blick  auf  das  Prinzip  der  gesamtheitlichen Betrachtung  und  dem  dabei  verlangten Einbezug  aller  Teilvorhaben  (vgl.  dazu  E.  4.3  hiervor)  ist  es  deshalb  angezeigt,  eine  allfällige  UVP­Pflicht  wegen  der  Parkplatzanzahl  im  vorliegenden  Verfahren  zu  prüfen.  Denn  die  Aufteilung  eines  Ausbauvorhabens  in  verschiedene  Teilprojekte  und  Bewilligungsverfahren  darf  nicht  zum  Resultat  führen,  dass  die Gesamtauswirkungen  des  Ausbaus  ungeprüft  bleiben (BGE 124 II 293 E. 26b). Nachfolgend ist deshalb die Gesamtzahl  der dem Flugfeld zuzurechnenden Parkplätze zu klären. 5.2  Die  Vorinstanz  hatte  zwecks  Feststellung  der  Parkplatzsituation  am  20. Mai  2010  einen  Augenschein  durchgeführt  und  dabei  u.a.  auch  die  geplanten Parkplätze im Zusammenhang mit bereits hängigen, aber noch  nicht  genehmigten  Vorhaben  (Fliegermuseum:  20  Parkplätze;  Erweiterung  Parkplatz  P2:  68  Parkplätze)  berücksichtigt.  Mit  Schreiben  vom  9. Juni  2010  teilte  sie  den  Verfahrensbeteiligten mit,  dass  sie  505  Parkplätze  festgestellt  habe;  der  Schwellenwert  gemäss  Ziffer  11.4  des  Anhangs  UVPV  werde  damit  überschritten,  weshalb  eine  UVP  durchzuführen sei.  In der Folge verzichtete die Beschwerdegegnerin auf  die  im  Zusammenhang  mit  dem  Umbau  und  der  Erweiterung  des  Fliegermuseums  geplanten  20 Parkplätze.  In  der  Verfügung  vom  5. November  2010  hielt  die  Vorinstanz  demzufolge  fest,  dass  unter  Berücksichtigung  des  Verzichts  auf  20  Parkplätze  und  dem  inzwischen  eingegangenen  Plangenehmigungsgesuch  für  die  Erstellung  eines  Privathangars (Clair AG) mit zwei neuen Parkplätzen insgesamt von 487 

A­8464/2010, A­8469/2010 Parkplätzen  auszugehen  sei;  der  Schwellenwert  werde  somit  nicht  überschritten und entsprechend sei auch keine UVP durchzuführen. 5.3  Dass  die  Vorinstanz  insbesondere  die  geplanten  Parkplätze  im  Zusammenhang  mit  bereits  hängigen  Plangenehmigungsgesuchen  einbezogen  hat,  erfolgte  in  Nachachtung  des  Prinzips  der  gesamtheitlichen  Betrachtung  zu  Recht  (vgl.  dazu  E.  4.3  hiervor)  und  wurde  von  keiner  Seite  in  Frage  gestellt.  Ebenso  unbestritten  ist  ein  hinreichender  Zusammenhang  zwischen  427  Parkplätzen  und  dem  Flugfeld.  Da  sich  bezüglich  dieser  Parkplätze  auch  den  Akten  nichts  Abweichendes  entnehmen  lässt,  erübrigen  sich  weitere  Ausführungen  dazu.  Hingegen  bedarf  es  nachfolgend  einer  Überprüfung  derjenigen  Parkplätze, deren Berücksichtigung bei der Bestimmung der dem Flugfeld  zuzurechnenden Parkplätze umstritten ist. Der  in  diesem  Zusammenhang  entscheidwesentliche  Sachverhalt  geht  aus  den  Akten  und  dabei  insbesondere  aus  der  gründlich  erstellten  Dokumentation zum Augenschein vom 20. Mai 2010 klar hervor. Auf die  von  den  Beschwerdeführern  beantragten  ergänzenden  Untersuchungshandlungen  kann  deshalb  in  antizipierter  Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 136 I 229 E. 5.3, 134 I 140 E.  5.3, je mit Hinweisen). 5.4 5.4.1  Die  Beschwerdeführer  machen  geltend,  entlang  der  Dorfstrasse  (nachfolgend: Standort 2 [vgl. Situationsplan zum Augenscheinprotokoll])  seien  zwölf  Parkplätze  markiert,  die  innerhalb  des  Fluplatzperimeters  liegen und deshalb der Gesamtanlage zuzurechnen seien. Obwohl diese  Parkplätze  vermietet  seien,  könne  keine  dauerhafte  Fremdnutzung  angenommen  werden,  zumal  das  Mietverhältnis  gemäss  Mietvertrag  unter Beachtung einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden könne. 5.4.2  Die  Vorinstanz  und  die  Beschwerdegegnerin  erachten  hingegen  den  funktionalen  Zusammenhang  zwischen  den  innerhalb  des  Flugplatzperimeters  liegenden  Parkplätzen  am  Standort  2  und  der  Gesamtanlage  als  nicht  gegeben.  Dies  ergebe  sich  aufgrund  der  Fremdvermietung  und  der  klaren  Beschilderung,  wonach  diese  Plätze  nicht  für  Flugplatzbenutzer  zur  Verfügung  stünden.  Eine  allfällige  Kündigung des Mietvertrags sei  rein hypothetisch und  rechtfertige keine  andere  Beurteilung.  Die  zwölf  Parkplätze  seien  deshalb  nicht  dem  Flugfeld zuzurechnen.

A­8464/2010, A­8469/2010 5.4.3 Das BAFU legt in der Stellungnahme vom 26. April 2011 dar, dass  Parkplätze grundsätzlich  jener Anlage zuzurechnen seien, der sie örtlich  zugehören.  Wenn  z.B.  ein  Bauherr  in  seiner  Tiefgarage  gewisse  Parkplätze  vermiete,  seien  diese  trotzdem  seiner  Anlage  zuzurechnen.  Sei der örtliche Zusammenhang zu einer Anlage  jedoch  fraglich, müsse  zusätzlich  geprüft werden,  ob  ein  funktionaler  Zusammenhang  bestehe.  So  könne  z.B.  bei  Aussenparkplätzen,  die  nicht  eindeutig  einer  Anlage  zuzurechnen seien, auch der Benutzerkreis massgebend sein. Vorliegend  erscheine es fraglich, ob die Vorinstanz die zwölf Parkplätze am Standort  2, die mit den übrigen Parkplätzen innerhalb des Flugplatzperimeters eine  Anlage bildeten, zu Recht unberücksichtigt gelassen habe. 5.4.4 Es  ist  unbestritten und aufgrund der Akten erstellt,  dass die  zwölf  Parkplätze  am  Standort  2  innerhalb  des  Fluplatzperimeters  liegen.  Sie  gehören  deshalb  in  räumlicher Hinsicht  ohne weiteres  zum Flugfeld  als  Gesamtanlage.  Vor  dem  Hintergrund  des  eindeutig  gegebenen  räumlichen  Zusammenhangs  kann  –  wie  das  BAFU  zu  Recht  in  Frage  gestellt  hat  –  die  Fremdvermietung  der  Parkplätze  nicht  dazu  führen,  dass  diese  bei  der  Bestimmung  der  dem  Flugfeld  zuzurechnenden  Parkplätze  ausser  Acht  gelassen  werden.  Entsprechend  werden  denn  z.B.  auch  bei  der  Berechnung  des  Schwellenwerts  gemäss  Ziffer  80.5  des  Anhangs  UVPV  (Einkaufszentren  und  Fachmärkte  mit  einer  Verkaufsfläche von mehr als 7'500 m2)  die  vermieteten Verkaufsflächen  berücksichtigt  (Urteil  des  Bundesgerichts  1A.33/2007  vom  22.  Oktober  2007 E. 3.4). Zudem kann entgegen der Auffassung der Vorinstanz und  der  Beschwerdegegnerin  auch  ein  funktionaler  Zusammenhang  nicht  gänzlich  bzw.  dauerhaft  verneint  werden,  weil  es  die  Beschwerdegegnerin je nach Bedarf in der Hand hat, die Parkplätze unter  Einhaltung  einer  Kündigungsfrist  von  sechs  Monaten  für  Zwecke  des  Flugfelds  zu  nutzen. Wie  die Beschwerdeführer  diesbezüglich  zu Recht  geltend machen, wäre es nicht  praktikabel, wenn  je  nach Bedürfnis  der  Beschwerdegegnerin  die  für  den  Schwellenwert  massgebende  Parkplatzanzahl ändern würde. Die zwölf Parkplätze am Standort 2 sind  somit bei der Bestimmung der dem Flugfeld zuzurechnenden Parkplätze  zu berücksichtigen. Soweit die Beschwerdegegnerin  im Beschwerdeverfahren neu vorbringt,  unter den von der Vorinstanz festgestellten 487 Parkplätzen seien weitere  60  Parkplätze  beim  Parkplatz  P2  nicht  zu  berücksichtigen,  weil  diese  fremdvermietet  seien,  kann  ihr  nicht  gefolgt  werden.  Denn  für  diese  ebenfalls  im Flugplatzperimeter  liegenden  und  damit  eindeutig  in  einem 

A­8464/2010, A­8469/2010 räumlichen  Zusammenhang mit  dem  Flugfeld  stehenden  Parkplätze  gilt  das  Gleiche  wie  für  die  zwölf  Parkplätze  am  Standort  2.  Die  Fremdvermietung  vermag  für  sich  alleine  nichts  daran  zu  ändern,  dass  die Parkplätze als der Gesamtanlage zugehörig einzubeziehen sind. Nach dem Gesagten sind neben den 427 unbestrittenen Parkplätzen (vgl.  E. 5.3  hiervor) weitere  72 Parkplätze  (12  beim Standort  2  und  60  beim  Parkplatz  P2)  dem  Flugfeld  als  Gesamtanlage  zuzurechnen,  was  ein  knapp  unter  dem  Schwellenwert  liegendes  Zwischenergebnis  von  499  Parkplätzen ergibt. 5.5 5.5.1  Die  Beschwerdeführer  machen  im  Weiteren  geltend,  dass  die  Vorinstanz  auch  die  sechs  beim  Grenzwachtgebäude  (nachfolgend:  Standort 5  [vgl.  Situationsplan  zum Augenscheinprotokoll])  bestehenden  Parkplätze  zu  Unrecht  nicht  berücksichtigt  habe.  Auch  wenn  das  Grenzwachtgebäude  formell  nicht  zum  Flugplatzperimeter  gehöre,  sei  das  im  Gebäude  arbeitende  Personal  (Zollamt/Grenzwache)  ausschliesslich  oder  zumindest  überwiegend  für  den  Betrieb  des  Flugplatzes  tätig.  Es  bestehe  daher  ein  funktionaler  Zusammenhang  zwischen diesen Parkplätzen und dem Flugfeld. 5.5.2 Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin bringen dagegen vor,  dass  sich  die  von  der  Grenzwacht  zu  erfüllenden  Aufgaben  aus  der  Zollgesetzgebung  ergeben  würden.  Das  Grenzwachtkorps  sei  Teil  der  Zollverwaltung und damit eine Behörde des Bundes. Es diene nicht dem  Betrieb  des  Flugplatzes,  sondern  erfülle  die  ihm  übertragenen  Bundesaufgaben.  Vor  diesem  Hintergrund  stünden  die  ausserhalb  des  Flugplatzperimeters  liegenden  Parkplätze  am  Standort  5  in  keinem  funktionalen Zusammenhang mit dem Flugfeld und seien deshalb nicht zu  berücksichtigen. 5.5.3  Das  BAFU  schliesst  sich  in  seiner  Stellungnahme  vom  26.  April  2011 den Ausführungen der Vorinstanz an und verneint den funktionalen  Zusammenhang  zwischen  den  ausserhalb  des  Flugplatzperimeters  liegenden  Parkplätzen  am  Standort  5  und  dem  Flugfeld  als  Gesamtanlage. 5.5.4  Die  6 Parkplätze  am  Standort  5  liegen  unbestrittenermassen  ausserhalb  des  Fluplatzperimeters  und  können  deshalb  nicht  ohne  weiteres dem Flugfeld als Gesamtanlage zugerechnet werden. Allerdings 

A­8464/2010, A­8469/2010 liegen  sie  unmittelbar  an  der  Grenze  des  Flugplatzperimeters,  weshalb  ein  gewisser  räumlicher  Zusammenhang  besteht.  Zudem  ist  –  wie  die  Beschwerdeführer  zu  Recht  geltend  machen  –  auch  in  funktionaler  Hinsicht  ein  Zusammenhang  gegeben.  Denn  die  Mitarbeiter  der  Zolldienststelle  sind  für  die  Überwachung  und  Kontrolle  des  Personen­  und  Warenverkehrs  am  Flugplatz  zuständig;  ihre  Tätigkeit  ist  mit  dem  Flugbetrieb  direkt  verbunden.  Entsprechend  richten  sich  denn  auch  die  Öffnungszeiten  der  Dienststelle  nach  dem  Flugplan,  wie  sich  dem  von  den Beschwerdeführern aufgelegten Dienststellenverzeichnis entnehmen  lässt.  Ohne  Flugbetrieb  auf  dem  Flugfeld  St.  Gallen­Altenrhein  würden  sowohl  das  Zollamt  als  auch  die  Grenzwache  ihre  dortige  Präsenz  aufgeben.  Es  besteht  somit  eine  enge  Verknüpfung  zwischen  dem  Flugplatzbetrieb  und  der  Tätigkeit  der  Zolldienststelle,  weshalb  ein  funktionaler  Zusammenhang  zwischen  den  sechs  am  Standort  5  gelegenen Parkplätzen und dem Flugfeld  zu bejahen  ist. Daran vermag  entgegen  der  Auffassung  der  Vorinstanz  und  der  Beschwerdegegnerin  nichts  zu  ändern,  dass  das  Zollwesen  eine  gesetzlich  geregelte  Bundesaufgabe darstellt. Der Einbezug der sechs Parkplätze rechtfertigt  sich  im  Übrigen  auch  deshalb,  weil  diese  zu  einer  Entlastung  der  allgemein zugänglichen Parkplätze auf dem Flugfeld  führen. Denn ohne  die  sechs  Parkplätze  am  Standort  5  wären  die  am  Flugplatz  tätigen  Mitarbeiter der Zolldienststelle auf die allgemein zur Verfügung stehenden  Parkplätze auf dem Flugfeld angewiesen. Neben  den  festgestellten  499  Parkplätzen  (vgl.  E.  5.4.4  hiervor)  sind  demnach  sechs  weitere  Parkplätze  einzubeziehen,  womit  bereits  505  Parkplätze als der Gesamtanlage zugehörig zu betrachten sind. 5.6 Aufgrund des Gesagten ergibt  sich bereits nach der Prüfung zweier  umstrittener  Standorte,  dass  der  Schwellenwert  von  500  Parkplätzen  gemäss  Ziffer  11.4  des  Anhangs  UVPV  überschritten  wird  und  die  Durchführung einer UVP deshalb erforderlich  ist.  Insofern erübrigen sich  Ausführungen  zu  den  weiteren  strittigen  Standorten.  Immerhin  bleibt  bezüglich der geltend gemachten 48 Parkplätze auf dem Event­Parkplatz  (nachfolgend: Standort 7  [vgl. Situationsplan zum Augenscheinprotokoll])  zu  bemerken,  dass  diese  bei  der  Bestimmung  der  dem  Flugfeld  zuzurechnenden  Parkplätze  nicht  ohne  weiteres  ausser  Acht  gelassen  werden  könnten.  Gemäss  den  unwidersprochen  gebliebenen  Ausführungen  der  Vorinstanz  hatte  der  Standort  7  früher  effektiv  der  Parkplatznutzung  gedient,  weshalb  auch  Stabilisierungsmatten  in  den  Boden verlegt worden seien. Seit der konsequenten Trennung zwischen 

A­8464/2010, A­8469/2010 Land­ und Airsidebereich werde der  im Airsidebereich  liegende Standort  7 jedoch nur noch für vereinzelte Veranstaltungen während jährlich ca. 11  Tagen zum Parkieren benutzt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz  und  der  Beschwerdegegnerin  ist  die  seltene  Parkplatznutzung  für  sich  alleine  noch  kein  Grund,  die  geltend  gemachten  Parkplätze  unberücksichtigt  zu  lassen.  Denn  wie  die  Beschwerdeführer  diesbezüglich zu Recht geltend machen, ist hinsichtlich des in Ziffer 11.4  des  Anhangs  UVPV  genannten  Schwellenwerts  nicht  zu  differenzieren,  ob Parkplätze  dauernd  oder  nur  in  Spitzenzeiten  genutzt werden.  Auch  Vorhaben,  die  zeitlich  beschränkt  genutzt  werden,  wie  z.B.  Parkhäuser  und  ­plätze  für Grossanlässe  oder  zur  saisonalen Nutzung,  können  der  UVP­Pflicht unterliegen (vgl. PETER M. KELLER, UVP­Handbuch, Modul 2,  UVP­Pflicht  von  Anlagen,  Richtlinie  des  Bundes  für  die  Umweltverträglichkeitsprüfung,  BAFU  2009,  Rz.  2.1,  publiziert  auf  der  Website  des  BAFU  <http://www.bafu.admin.ch>  >  Dokumentation  >  Publikationen > Umweltverträglichkeitsprüfung > UVP­Handbuch, besucht  am  23.  Dezember  2011).  Da  der  Standort  7  mit  einer  gewissen  Regelmässigkeit  zum  Parkieren  benutzt  wird  und  ein  überwiegend  anderweitiger  Gebrauch  der  Fläche  weder  ersichtlich  ist  noch  geltend  gemacht  wird,  könnte  es  –  ohne  dies  abschliessend  zu  beurteilen –  durchaus  angezeigt  sein,  die  geltend  gemachten  Parkplätze  als  der  Gesamtanlage zugehörig einzubeziehen. 6.  6.1  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Gesamtzahl  der  dem  Flugfeld  zuzurechnenden  Parkplätze  den  Schwellenwert  gemäss  Ziffer  11.4  des  Anhangs  UVPV  überschreitet  und  deshalb  die  Durchführung  einer UVP erforderlich ist.  Entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdegegnerin  spielt  in  diesem  Stadium  des  Verfahrens  die  angeblich  niedrige  Frequenz  auf  den  Parkplätzen  des  Flugfelds  keine  Rolle.  Die  UVP­Pflicht  bestimmt  sich  aufgrund der im Anhang zur UVPV festgelegten Schwellenwerte generell­ abstrakt.  Eine  individuell­konkrete  Prüfung  der  zu  erwartenden  Umweltbelastung  erfolgt  erst  in  der  Voruntersuchung  zum  Umweltverträglichkeitsbericht  (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.33/2007  vom  22.  Oktober  2007  E.  5.3  mit  Hinweis),  in  deren  Rahmen  die  Besucherfrequenzen zu berücksichtigen sein werden. Ergibt sich aus der  Voruntersuchung, dass keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt  zu erwarten sind, so gilt der Bericht über die Voruntersuchung als UVP­ Bericht (Art. 8a Abs. 1 UVPV und Art. 10b Abs. 3 USG).

A­8464/2010, A­8469/2010 6.2 Nach dem Gesagten verstösst die vorinstanzliche Genehmigung der  Pläne  betreffend  den Umbau  und  die Erweiterung  des  Fliegermuseums  sowie betreffend den Neubau des Hangars C6 ohne Durchführung einer  UVP  gegen  Bundesrecht.  Die  Beschwerde  erweist  sich  deshalb  als  begründet, weshalb sie in Aufhebung der Plangenehmigungsverfügungen  vom  5.  und  17.  November  2010  gutzuheissen  ist.  Es  ist  eine  UVP  durchzuführen,  in  deren  Rahmen  die  Auswirkungen  des  Flugfelds  als  Gesamtanlage auf die Umwelt zu prüfen sind. Auf der Grundlage dieser  Prüfung  werden  die  für  den  Schutz  der  Umwelt  erforderlichen  Massnahmen festzulegen sein. 6.3  Aufgrund  des  Verfahrensausgangs  besteht  für  das  Bundesverwaltungsgericht  grundsätzlich  kein  Anlass,  sich  mit  den  übrigen  Vorbringen  der  Beschwerdeführer  auseinanderzusetzen.  Gleichwohl  bleibt  bezüglich  der  verlangten  Durchführung  einer  UVP  aufgrund einer wesentlichen Änderung des Flugfelds (Art. 2 Abs. 1 Bst. a  UVPV i.V.m. Ziffer 14.2 des Anhangs UVPV) Folgendes zu bemerken: Mit  Blick  auf  die  Ausführungen  des BAFU  vom  26.  April  2011  erscheint  es  fraglich,  ob  die  geplanten  Bauvorhaben  eine  wesentliche  Änderung  im  Sinn  von  Art.  2  Abs.  1  Bst.  a  UVPV  darstellen.  Das  BAFU  als  Fachbehörde  hat  in  diesem  Zusammenhang  ausgeführt,  die  mit  den  einzelnen  Projekten  verbundenen  zusätzlichen  Umweltauswirkungen  seien voraussichtlich nicht als wesentlich zu qualifizieren. Betrachte man  die  Vorhaben  gesamtheitlich,  seien  die  zusätzlichen  Umweltauswirkungen  insgesamt  nicht  zu  verkennen.  Diese  würden  allerdings  zum  heutigen  Zeitpunkt  noch  keine  Anordnung  einer  UVP  rechtfertigen.  Zu  den  vom  BAFU  erwähnten  zusätzlichen  Umweltauswirkungen  sind  insbesondere  die  Lärmemissionen  aus  dem  Betrieb der neuen Parkplätze sowie aus der  im Zusammenhang mit den  geplanten  Hangars  einhergehenden  Zunahme  der  Flugbewegungen  zu  zählen. Gemäss  den Angaben  in  der  angefochtenen  Verfügung  vom  5.  November  2010  ist  eine  Zunahme  von  1'200  Flugbewegungen  (Hangar  C6: 1'000 Flugbewegungen; Hangar Clair AG: 200 Flugbewegungen) zu  erwarten, wobei die Hälfte davon Flugzeuge mit einem Gewicht von über  8.618 Tonnen betreffen  dürfte. Die  damit  verbundenen Lärmemissionen  und  dabei  insbesondere  diejenigen  aufgrund  der  zusätzlichen  Triebwerkstandläufe,  die  gemäss  der  Beschwerdegegnerin  zur  Prüfung  der Motorenfunktionalität vor dem Start durchzuführen seien, erscheinen  nicht  ohne  weiteres  als  unbedeutend.  Ob  sie  für  sich  alleine  die  Durchführung  einer  UVP  begründen  könnten,  braucht  vorliegend  nicht  abschliessend  beurteilt  zu  werden,  weil  bereits  aufgrund  des 

A­8464/2010, A­8469/2010 überschrittenen  Parkplatzschwellenwerts  eine  UVP  der  Gesamtanlage  durchzuführen ist (vgl. E. 6.1 f. hiervor). Im Rahmen dieser UVP werden  indes  auch  die  Auswirkungen  der  erwähnten  zusätzlichen  Lärmemissionen zu prüfen sein. 7.  Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht werden in  der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da  die Beschwerdeführer mit ihren Begehren durchdringen, haben sie keine  Verfahrenskosten  zu  tragen;  der  von  ihnen  geleistete  Kostenvorschuss  von insgesamt Fr. 3'000.­­ (je Verfahren Fr. 1'500.­­) ist ihnen nach Eintritt  der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.  Die  Vorinstanz  hat  gemäss  Art.  63  Abs.  2  VwVG  ebenfalls  keine  Verfahrenskosten zu tragen.  Die  unterliegende  Beschwerdegegnerin  hat  die  Verfahrenskosten  von  Fr. 2'000.­­ zu übernehmen. 8.  Im Beschwerdeverfahren obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine  Parteientschädigung  für  die  ihnen  erwachsenen  notwendigen  und  verhältnismässig hohen Kosten (Art. 7 Abs. 1 und Abs. 4 des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die  Parteientschädigung  wird  der  Körperschaft  oder  autonomen  Anstalt  auferlegt,  in  deren  Namen  die  Vorinstanz  verfügt  hat,  soweit  sie  nicht  einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2  VwVG).  Die  obsiegenden  und  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  haben  Anspruch  auf  eine  –  von  Amtes  wegen  festzusetzende –  Entschädigung von Fr. 3'000.­­ (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer).  Dieser Betrag ist ihnen von der Beschwerdegegnerin zu vergüten.

A­8464/2010, A­8469/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen,  und  die  Plangenehmigungsverfügungen der Vorinstanz vom 5. und 17. November  2010 werden aufgehoben. 2.  Der  Beschwerdegegnerin  werden  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr. 2'000.­­ auferlegt. Dieser Betrag  ist  innert 30 Tagen nach Eintritt der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater  Post. 3.  Den Beschwerdeführern wird  der  von  ihnen  geleistete Kostenvorschuss  von  Fr. 3'000.­­  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zurückerstattet.  Hierzu  haben  sie  dem  Bundesverwaltungsgericht  ihre  Bank­ oder Postverbindung anzugeben. 4.  Die  Beschwerdegegnerin  hat  den  Beschwerdeführern  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 3'000.­­ (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 5.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 31­06­6703'ACH / bam; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) – das BAFU Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Lorenz Kneubühler Toni Steinmann

A­8464/2010, A­8469/2010 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000 Lausanne 14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-8464/2010 — Bundesverwaltungsgericht 10.01.2012 A-8464/2010 — Swissrulings