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Bundesverwaltungsgericht 01.12.2011 A-8386/2010

1 décembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·6,064 mots·~30 min·3

Résumé

Luftfahrtanlagen | Gebirgslandeplätze in der Region Wallis Südost

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung I A­8386/2010 Urteil   v om   1 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richter Lorenz Kneubühler (Vorsitz), Richter André Moser, Richterin Marianne Ryter Sauvant,  Gerichtsschreiber Bernhard Keller. Parteien 1. Gemeinde Zermatt, Kirchplatz, 3920 Zermatt,  2. Schweizer Alpen­Club SAC, Monbijoustrasse 61,  Postfach, 3000 Bern 23,  vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Bütler,  Gloriastrasse 66, Postfach 860, 8044 Zürich, 3. Swiss Helicopter Association (SHA),  Untere Heslibachstrasse 44b, 8700 Küsnacht ZH, 4. Air Zermatt AG, Heliport, 3942 Raron,  1, 3 und 4 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Philipp Perren,  Nobel & Hug, Dufourstrasse 29, Postfach 1372, 8032 Zürich  und Rechtsanwalt Philipp do Canto, Bahnhofstrasse 43,  8702 Zollikon,  5. Schweizerische Gletscherpiloten­Vereinigung SGPV,  c/o Präsident Jean­Louis (Hans) Fuchs, Seestrasse 34,  6052 Hergiswil NW,  vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Philip Bärtschi, Anwaltskanzlei Bärtschi, Haldenstrasse 23, 6006 Luzern, Beschwerdeführende,  gegen

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr,  Energie und Kommunikation UVEK, Bundeshaus Nord,  3003 Bern,  Vorinstanz.  Gegenstand Gebirgslandeplätze in der Region Wallis Südost.

A­8386/2010 Sachverhalt: A.  Am 18. Oktober 2000 verabschiedete der Bundesrat den Konzeptteil des  Sachplans  Infrastruktur  der  Zivilluftfahrt  (SIL).  In  dessen  Teil  III  B6a  zu  den Gebirgslandeplätzen (GLP) wurde als Handlungsbedarf festgehalten,  dass  sich  bei  verschiedenen  Gebirgslandeplätzen  die  Frage  stellt,  wie  bestehende  Konflikte  mit  Naturschutz­  und  Erholungsgebieten  sowie  Wildlebensräumen gelöst werden und wie dabei der Aufgabe nachgelebt  werden  könne,  bei  der  Bezeichnung  der  Gebirgslandeplätze  die  gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezonen auszuscheiden. Das Bundesamt  für  Zivilluftfahrt  (BAZL)  erhielt  den  Auftrag,  das  Netz  der  Gebirgslandeplätze generell zu überprüfen. Durch gezielte Massnahmen  solle die  vom Flugbetrieb ausgehende Beeinträchtigung der Schutzziele  verhindert werden. Wo sich Konflikte durch eine restriktive Nutzung nicht  beseitigen  liessen,  sollten  bestehende Gebirgslandeplätze  durch  besser  geeignete  Stellen  ersetzt  werden.  Generell  zu  überprüfen  sei  auch  die  Grundsatzfrage,  ob  und  in  welchem  Ausmass  das  Heliskiing  weiterbetrieben werden solle.  B.  Der  Bundesrat  hat  in  der  Folge  am  27. Juni  2007  eine  Anpassung  des  SIL Teil III B6a mit Festlegungen zum Verfahren für die Bezeichnung der  Gebirgslandeplätze  beschlossen.  Die  Federführung  für  diesen  Überprüfungsauftrag  lag  beim  BAZL,  das  den  Auftrag  in  enger  Zusammenarbeit mit  dem  damaligen  Bundesamt  für  Umwelt, Wald  und  Landschaft  (BUWAL)  bearbeitete.  In  die  Arbeiten  einzubeziehen  waren  neben den weiteren betroffenen Verwaltungseinheiten auch die Kantone  und die interessierten Kreise aus Luftfahrt, Tourismus und Umweltschutz.  C.  Mit  Beschluss  vom  17. September  2010  verabschiedete  der  Bundesrat  den  SIL  –  Teil  III  C  Gebirgslandeplätze  (GLP),  1. Serie  Region  Wallis  Südost. Dieser  enthielt  neben  einem Objektblatt mit  generellen  Inhalten  zu  den Gebirgslandeplätzen  in  dieser Region  auch  für  jeden  der  sechs  Gebirgslandeplätze Aeschhorn, Alphubel, Monte Rosa, Theodulgletscher,  Trift  und  Unterrothorn  ein  Objektblatt  mit  den  spezifischen  Inhalten.  Gestützt  auf  diesen  Beschluss  bezeichnete  das  Eidgenössische  Departement  für Umwelt,  Verkehr,  Energie  und Kommunikation  (UVEK)  die Gebirgslandeplätze  in  der Region Wallis Südost mit Verfügung  vom  2. November  2010.  Die  Nutzung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel  und 

A­8386/2010 Monte  Rosa  wurde  neu  auf  die  Periode  vom  1. Oktober  bis  30. Juni  beschränkt, diejenige des neu bezeichneten GLP Trift auf den Zeitraum  vom  1. Dezember  bis  30. April.  Als  Kompensation  zur  Schaffung  des  neuen  GLP  Trift  sollte  der  GLP  Unterrothorn  aufgehoben  werden,  falls  nicht  –  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  –  ein  GLP  in  der  Region  Aletsch­ Susten aufgehoben werden könne.  D.  Gegen diese Verfügung des UVEK (Vorinstanz) gingen vier Beschwerden  beim Bundesverwaltungsgericht ein. D.a  Die  Gemeinde  Zermatt  (Beschwerdeführerin  1)  beantragt  mit  Eingabe  vom  6. Dezember  2010  die  ersatzlose  Streichung  des  Vorbehaltes  betreffend den GLP Unterrothorn, als Eventualantrag die Streichung der  zeitlichen Nutzungseinschränkungen und subeventuell die Aufhebung der  Resolutivbedingung  und  Zurückweisung  an  die  Vorinstanz  zur  Festsetzung milderer Massnahmen. Sie rügt im Wesentlichen, es bestehe  weder ein Recht der Vorinstanz, die Bezeichnung des GLP Trift mit der  Aufhebung eines anderen zu kompensieren, da die Höchstzahl der GLP  nicht  erreicht  werde,  noch  ein  Bedürfnis  hierzu.  Auch  für  eine  Kompensation  in  einem  anderen  Raum  bestehe  keine  Gesetzesgrundlage. Beim GLP Unterrothorn gäbe es keine Konflikte und  im Übrigen wäre dessen Aufhebung auch unverhältnismässig und der bei  der  Bezeichnung  angebrachte  Vorbehalt  genüge  dem  Bestimmtheitsgebot  von  Verwaltungsakten  nicht.  Zudem  habe  die  Vorinstanz  das  rechtliche  Gehör  der  öffentlichen  Hand  und  der  interessierten  Kreise  verletzt  und  gegen  die  Gemeindeautonomie  verstossen. D.b  Ebenfalls  mit  Eingabe  vom  6. Dezember  2010  erhebt  der  Schweizer  Alpen­Club SAC (Beschwerdeführer 2) Beschwerde. Er beantragt  in der  Sache die Aufhebung der gesamten Verfügung und die Rückweisung an  die  Vorinstanz  mit  Weisungen,  wie  die  Interessenabwägung  vorzunehmen sei, insbesondere bezüglich der verfassungsmässigen und  gesetzlichen Vorgaben zu Raumplanung, Natur­ und Heimatschutz sowie  Umweltschutz.  Die  Weisungen  sollten  zudem  eine  angemessene  Umsetzung der konzeptionellen Ziele und Vorgaben des SIL hinsichtlich  des  Umweltschutzes  und  der  räumlichen  Abstimmung  umfassen  sowie  Vorgaben  zur  Kontrolle  der  Einhaltung  der  Flugbeschränkungen 

A­8386/2010 enthalten. In einem weiteren Antrag ersucht der Beschwerdeführer 2 um  gerichtliche Weisungen an die Vorinstanz zum Erlass von Ruhezonen in  der  Region  Wallis  Südost  und  in  allen  nachfolgenden  Regionen.  Als  Eventualantrag  beantragt  der  Beschwerdeführer  2  die  vollumfängliche  Aufhebung  des  GLP  Trift,  subeventualiter  die  Aufhebung  des  GLP  Unterrothorn,  sollte  der  GLP  Trift  nicht  aufgehoben  werden.  Mit  einem  weiteren  Eventualantrag  wird  für  die  GLP  Aeschhorn  und  Alphubel  die  Beschränkung  der  Flugperioden  auf  den  Zeitraum  1.  Dezember  bis  30.  April  verlangt  sowie  eine  Einschränkung  der  Nutzung  des  GLP  Monte  Rosa  auf  Ausbildungs­  und  Rettungsflüge.  Im  Rahmen  weiterer  Hauptbegehren beantragt der Beschwerdeführer 2 ferner, die Festlegung  der  GLP  seien  zu  sistieren  bis  zur  Bereinigung  des  Konzeptes  Landschaftsruhezonen  und  dem  Inkrafttreten  der  Verordnung  über  die  Landungen  und  Starts  mit  Luftfahrzeugen  ausserhalb  von  Flugplätzen.  Schliesslich sei der SIL vorfrageweise und soweit die Gebirgslandeplätze  betreffend  auf  seine  Vereinbarkeit mit  dem Bundesrecht  zu  überprüfen.  Der  Beschwerdeführer  bringt  zur  Begründung  vor,  die  wirtschaftlichen  und  fliegerischen  Interessen  seien  in  einer  einseitigen  Interessenabwägung  bevorzugt  worden.  Die  angefochtene  Verfügung  verstosse  gegen  das  Raumplanungsrecht,  das  Natur­  und  Heimatschutzrecht, die Jagdgesetzgebung sowie das Umweltschutzrecht. D.c  Am 16. Dezember 2010 erheben auch die Swiss Helicopter Association  (Beschwerdeführerin  3)  und  die Air  Zermatt AG  (Beschwerdeführerin  4)  beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  gemeinsame  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  der  Vorinstanz  mit  denselben  Hauptanträgen  wie  die  Beschwerdeführerin 1 und mit weitgehend identischer Begründung. D.d  Schliesslich  erhebt  am  16.  Dezember  2010  die  Schweizerische  Gletscherpiloten­Vereinigung  (Beschwerdeführerin  5)  eine  weitere  Beschwerde  in  dieser  Sache.  Sie  beantragt  in  der  Hauptsache  die  Streichung  der  Resolutivbedingung  bei  der  Bezeichnung  des  GLP  Unterrothorn.  Ferner  beantragt  sie  eine  Abänderung  der  zeitlichen  Einschränkung  betreffend  Nutzung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel  und  Monte  Rosa,  wonach  diese  Einschränkung  nicht  für  Flächenflugzeuge  gelten  solle.  Als  Eventualantrag  verlangt  die  Beschwerdeführerin  5  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  betreffend  den  GLP  Trift  und  der  zeitlichen  Einschränkungen  der  anderen  drei  GLP mit  Rückweisung  an  die  Vorinstanz  zur  neuen  Behandlung  und  Anordnung  einer  milderen 

A­8386/2010 Massnahme  zusammen  mit  der  gerichtlichen  Feststellung,  dass  es  unzulässig sei, als Kompensation  für die Neubezeichnung des GLP Trift  andere  GLP  für  Flächenflugzeuge  aufzuheben  oder  deren  Nutzung  zeitlich einzuschränken. Sie macht sodann die Verletzung des rechtlichen  Gehörs geltend, indem die Vorinstanz eigene Vorschläge umgesetzt und  dabei  die  Anträge  der  Interessengruppen  ungehört  gelassen  habe.  Zudem sei verschiedentlich kein Protokoll geführt,  in anderen Fällen sei  das  Protokoll  erst  verspätet  zugestellt  worden  und  inhaltlich  teilweise  fehlerhaft  gewesen,  indem die  tatsächlich  gemachten Äusserungen  z.T.  falsch  wiedergegeben  worden  und  auch  nicht  zur  Ansicht  zugestellt  worden  seien.  Die  Beschwerdeführerin  5  rügt  weiter,  es  bestehe  kein  Kompensationsrecht, weder innerhalb der Region noch in einem anderen  Raum. Es gäbe auch kein Kompensationsbedürfnis. Die Vorinstanz habe  gegen  das  Gleichbehandlungsgebot  und  das  Willkürverbot  verstossen.  Die  Anordnung  genüge  dem  Bestimmtheitsgebot  und  damit  dem  Legalitätsprinzip nicht. Zudem sei die angedrohte Aufhebung eines GLP  unverhältnismässig. E.  Nach  Durchführung  eines  Schriftenwechsels  zu  dem  von  den  Beschwerdeführenden  1,  3,  4  und  5  beantragten  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung,  soweit  den  GLP  Trift  betreffend,  weist  das  Bundesverwaltungsgericht mit  Zwischenverfügung  vom 13. Januar  2011  das entsprechende Gesuch ab. F.  Die  Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  Vernehmlassung  zur  Sache  vom  16. Februar 2011 die Abweisung der Beschwerden.  F.a  In  Bezug  auf  die  Beschwerde  der  Beschwerdeführerin  2  bestreitet  die  Vorinstanz,  dass  die  konzeptionellen  Ziele  und Vorgaben  des  SIL  nicht  eingehalten  seien.  Die  Anforderungen  von  Raumplanungs­,  Natur­  und  Heimatschutz­  sowie  Jagdrecht  seien  eingehalten.  Die  Vorinstanz  verweist  insofern  auf  den  Prüfbericht  des  Bundesamts  für  Raumentwicklung  (ARE).  Dieser  halte  insbesondere  fest,  dass  die  wesentlichen  Auswirkungen  auf  Raum  und  Umwelt  ermittelt  und  die  Vereinbarkeit  mit  der  relevanten  Gesetzgebung  geprüft  worden  seien.  Dass  der Beschwerdeführer  2  nicht mit  allen Anträgen  durchgedrungen  sei, stelle keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, da die Interessen  ermittelt und beurteilt worden seien. So seien im Rahmen des SIL – Teil 

A­8386/2010 III  C  GLP,  1.  Serie  Region  Wallis  Südost  insbesondere  zeitliche  Nutzungsbeschränkungen  erlassen,  An­,  Abflugrouten  und  Überflughöhen  festgelegt  sowie Wildruhezonen  eingerichtet  und  bei  der  Bezeichnung  der GLP  unverändert  übernommen worden.  Endlich  seien  Wildruhezonen  ausgeschieden  sowie  Landschaftsruhezonen,  deren  Bezeichnung  im  Perimeter  eines GLP  widersprüchlich  seien,  gesondert  ausgearbeitet und im Januar 2011 verabschiedet und präsentiert worden.  Die  mit  den  Eventualbegehren  beantragten  Aufhebungen  und  weiteren  zeitlichen  Einschränkungen  würden  das  ausgewogene  regionale  Gesamtpaket  aus  dem  Gleichgewicht  bringen.  Es  gebe  auch  keinen  Grund für eine Sistierung der Festlegung der GLP. F.b  Zum  Hauptbegehren  der  übrigen  Beschwerdeführenden,  die  Resolutivbedingung  bei  der  Bezeichnung  des  GLP  Unterrothorn  zu  streichen,  hält  die  Vorinstanz  fest,  diese  stehe  im  Einklang  mit  dem  Konzeptteil  des  SIL  und  stelle  das  Gleichgewicht  zwischen  intensiver  touristischer  Nutzung  und  den  Anliegen  des  Natur­  und  Landschaftsschutzes  regional  oder  überregional  sicher.  Die  Bedingung  sei  wegen  der  Neubezeichnung  des  GLP  Trift  erforderlich.  Es  bestehe  kein Anspruch auf 48 GLP. Dass die Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5  mit  ihren  Anträgen  teilweise  nicht  durchgedrungen  seien,  stelle  weder  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  noch  der  Gemeindeautonomie  dar.  Die  Beschwerdeführenden  seien  im  Verfahren  zur  Festlegung  der  GLP  einbezogen  worden.  Die  Resolutivbedingung  sei  klar,  der  GLP  Unterrothorn  werde  mit  der  angefochtenen  Verfügung  nicht  definitiv  festgelegt.  Dem  zweiten  Hauptbegehren  der  Beschwerdeführerin  5,  wonach  die  zeitlichen Einschränkungen auf den GLP Aeschhorn, Alphubel und Monte  Rosa  für  Flächenflugzeuge  nicht  gelten  sollen,  hält  die  Vorinstanz  entgegen, diese sei  für die Verminderung der Konflikte mit dem sanften  Tourismus  im  Sommer  erlassen  worden.  Die  Einschränkung  während  dreier  Monate  sei  insgesamt  verhältnismässig,  zumal  der  GLP  Theodulgletscher  ganzjährig  zur Verfügung  stehe.  Schliesslich  lehnt  die  Vorinstanz auch die Eventualbegehren der Beschwerdeführenden 1, 3, 4  und 5 als unbegründet ab. G.  Am 18. Februar 2011 reichen die Beschwerdeführenden Stellungnahmen  zu den Beschwerden der jeweils anderen Beschwerdeführenden ein.

A­8386/2010 G.a Die  Beschwerdeführenden  1,  3  und  4  ergänzen  ihren  Hauptantrag  dahingehend,  die  Einschränkung,  wonach  der  GLP  Trift  ausschliesslich  für Heliskifahrer zur Verfügung stehe, sei ersatzlos zu streichen. Ebenso  sei die flugtechnische Vorgabe zum Anflug der GLP Aeschhorn, Alphubel,  Monte Rosa, Theodul, Trift und Unterrothorn, wonach bis 1.5 km vor dem  GLP  eine  minimale  Flughöhe  von  2000  (bzw.  1500)  Fuss  über  Grund  einzuhalten  ist,  ersatzlos  zu  streichen.  Sie  bestreiten  die  formelle  Zulässigkeit  gewisser  Rechtsbegehren  des  Beschwerdeführers  2  und  dessen Legitimation zur Beschwerde. Im Übrigen wird die Abweisung der  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  2  beantragt  und  seine  Ausführungen werden bestritten.  G.b  Der  Beschwerdeführer  2  hält  an  seinen  Anträgen  fest,  lehnt  die  Anträge  der  übrigen  Beschwerdeführenden  vollumfänglich  ab  und  bestreitet  seinerseits  deren  Ausführungen.  Weiter  macht  der  Beschwerdeführer  2  geltend,  die  inzwischen  ausgeschiedenen  vier  Landschaftsruhezonen  seien  zahlenmässig  aber  auch  inhaltlich  ungenügend. G.c  Die  Beschwerdeführerin  5  schliesslich  hält  ebenfalls  an  ihren  Anträgen fest und beantragt zusätzlich die ersatzlose Streichung jeglicher  Art  von  flugtechnischen Vorgaben  zum Anflug  auf  die  in  der Verfügung  betroffenen  Gebirgslandeplätze,  wonach  minimale  Höhen  beim  Anflug  einzuhalten seien. Die Anträge des Beschwerdeführers 2 lehnt sie ab und  bestreitet dessen Ausführungen.  H.  Mit  Verfügung  vom  24. Februar  2011  ersucht  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Bundesamt  für  Umwelt  (BAFU)  als  Fachbehörde  um  eine  Stellungnahme  zu  den  umweltrechtlichen  Vorbringen  und  Belangen  im  Zusammenhang  mit  der  angefochtenen  Verfügung. Dieses  reicht seine Stellungnahme am 4. April 2011 ein und  hält  fest,  mit  der  angefochtenen  Verfügung  werde  gegenüber  der  bisherigen  Situation  eine  Verbesserung  im  Sinne  der  grösstmöglichen  Schonung  des BLN­Objekts  erreicht  und Konflikte mit  den Schutzzielen  des Jagdgesetzes würden gelöst.  I.  Gestützt auf Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführenden 2 und 5  verlangt das Bundesverwaltungsgericht die Edition der übrigen Akten des  vorinstanzlichen  Verfahrens,  namentlich  aus  dem  Anhörungs­  und  dem 

A­8386/2010 Ämterkonsultationsverfahren  für  den  SIL  sowie  eine  Studie  zu  den  Nutzungskonflikten. Die Vorinstanz hat diese in der Folge eingereicht und  erklärt, es existierten keine weiteren Dokumente. J.  Am 30. Mai 2011 reicht der Beschwerdeführer 2 seine Bemerkungen zu  den  Stellungnahmen  der  übrigen  Verfahrensbeteiligten  ein.  Vorweg  macht er geltend, die Vorinstanz habe noch immer nicht sämtliche Akten  eingereicht,  bezeichnet  diverse  Dokumente  und  hält  an  seinem  diesbezüglichen  Akteneinsichtsgesuch  fest.  Materiell  kritisiert  er  verschiedene  Punkte  in  den  Stellungnahmen  der  Vorinstanz  sowie  des  BAFU  und  rügt  insbesondere  eine  ungenügende  Berücksichtigung  der  Anträge  der  Eidgenössischen  Natur­  und  Heimatschutzkommission  (ENHK).  K.  Die Beschwerdeführerin  5  hält  in  ihren Bemerkungen  vom 8. Juni  2011  an  ihren  Rechtsbegehren  fest  und  bestreitet  die  Vorbringen  der  Vorinstanz  und  des  Beschwerdeführers  2.  Die  Kompensationsmassnahmen  für  die  Bezeichnung  des  GLP  Trift  seien  übermässig,  hätten  keine Grundlage, weder  im Luftfahrt  noch  im Natur­  und  Heimatschutzrecht  und  seien  rechtsungleich,  da  die  Flächenflugzeuge  den  GLP  Trift  nicht  nutzen  könnten.  Die  Vorinstanz  habe  den  gewichtigen  öffentlichen  Interessen  an  der  Sicherheit  und  an  der Ausbildung in der Aviatik nicht genügend Rechnung getragen. Ferner  rügt sie, dass die Vorinstanz nur wenige Dokumente  in  ihrem Verfahren  erstellt  und  dem  Gericht  eingereicht  habe,  was  auf  Verfahrensmängel  hinweise.  L.  Die Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 beantragen in  ihren Bemerkungen  vom 8. Juni 2011 als neuen Eventualantrag die ersatzlose Streichung der  zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Benutzung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel, Monte Rosa und Trift. Sie betonen, die erstmalige Festsetzung  von  48  GLP  in  den  1970er  Jahren  sei  das  Ergebnis  einer  Interessenabwägung  unter  Einbezug  der  Natur­,  Heimat­  und  Umweltschutzinteressen  gewesen  und  bestreiten  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  2. Ferner weisen  sie darauf  hin,  im SIL­Prozess  sei  die  Streichung  des  GLP  Unterrothorn  kein  Thema  gewesen  und  es  bestehe auch kein Grund für eine Kompensation. Schliesslich rügen sie, 

A­8386/2010 die  Akten  der  Vorinstanz  bestünden  primär  aus  Eingaben  und  Stellungnahmen der Umweltschutzkreise, was deren Übergewicht belege.  M.  Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich in den  Akten  befindlichen  Schriftstücke  wird  –  sofern  entscheidrelevant  –  im  Rahmen der Erwägungen eingegangen.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR  173.32)  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  1.1. Das  UVEK  ist  eine  Behörde  im  Sinn  von  Art. 33  Bst. d  VGG  und  daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Als Verfügungen  gelten gemäss Art. 5 VwVG Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die  sich  auf  öffentliches  Recht  des  Bundes  stützen  und  die  Begründung,  Änderung,  Aufhebung  von  Rechten  und  Pflichten,  Feststellungen  zu  deren  Bestehen  oder  Nichtbestehen  zum  Gegenstand  haben  oder  mit  denen  entsprechende  Begehren  abgelehnt  oder  auf  diese  nicht  eingetreten wird. Die angefochtene Verfügung stützt sich auf Art. 8 Abs. 3  des  Bundesgesetzes  vom  21. Dezember  1948  über  die  Luftfahrt  (LFG,  SR  748.0),  also  öffentliches  Recht  des  Bundes.  Die  Anordnung  weist  allerdings  die  Besonderheit  auf,  dass  sie  zwar  einen  konkreten  Sachverhalt  regelt,  sich  aber  an  einen  grösseren,  individuell  nicht  bestimmten  Personenkreis  richtet.  Ihr  eignet  generell­konkreter  Charakter.  Es  handelt  sich  somit  um  eine  Allgemeinverfügung  (zum  Begriff  vgl.  BGE  134  II  272  E. 3.2;  BVGE  2008/18  E.  1).  Auch  die  Allgemeinverfügung  ist  Anfechtungsobjekt  einer  Verwaltungsgerichtsbeschwerde  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2010,  Rz. 925;  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.14;  vgl. auch Art. 6 LFG).

A­8386/2010 1.2. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung hat. Bei Allgemeinverfügungen wird bei den Adressaten nach  Spezial­  und  Normaladressaten  unterschieden.  Spezialadressaten  sind  dabei  jene,  an  die  sich  die  Anordnung  richtet  und  die  wegen  ihrer  örtlichen  Nähe  davon  in  stärkerem Mass  betroffen  sind  als  die  übrigen  Adressaten.  Ihnen  kommt  die  Beschwerdebefugnis  unmittelbar  zu,  während  die  Normaladressaten  und  Dritten  nur  dann  legitimiert  sind,  wenn ein genügend enger Bezug zur Streitsache besteht (BVGE 2008/18  E. 2.1 m.w.H.).  1.2.1. Die Beschwerdeführerin 1 ist eine der formellen Adressatinnen der  Verfügung.  Als  Gemeinwesen  muss  sie,  um  beschwerdeberechtigt  zu  sein, entweder in eigenen hoheitlichen Interessen berührt oder aber vom  angefochtenen  Entscheid  gleich  oder  ähnlich  wie  ein  Privater  betroffen  sein (Art. 48 VwVG; BGE 134 II 45 E. 2.2.1). Eine  Betroffenheit  von  Gemeinden  in  ihren  eigenen  hoheitlichen  Interessen  wird  von  der  Rechtsprechung  bejaht,  wenn  sie  als  Gebietskorporation öffentliche Anliegen wie den Schutz der Einwohner zu  vertreten  haben  und  insofern  durch  Einwirkungen,  welche  von  Bauten  und  Anlagen  ausgehen,  in  hoheitlichen  Befugnissen  betroffen  werden  (BGE  136  I  265  E. 1.4;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6594/2010  vom  29. April  2011  E. 1.2).  So  ist  eine  Gemeinde  beschwerdebefugt  in  Verfahren  betreffend  die  Festsetzung  einer  Kiesgrube auf ihrem Gemeindegebiet im kantonalen Richtplan (BGE 136  I 265 E. 1.4), den Schutz ihrer Einwohner vor Fluglärm (BVGE 2008/18 E.  2.4)  oder  Strassenlärm  (A­6594/2010  vom  29.  April  2011  E.  1.2),  den  Ortsbild­  und  Landschaftsschutz  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­55/2008 vom 6. Juni 2008 E. 2) oder gar betreffend die Umwandlung  einer bedienten  in eine unbediente Bahnstation  (VPB 43/1979 Nr. 47 S.  225  f.;  VPB  44/1980  Nr.  60  S.  247).  Der  vorliegende  Entscheid  betrifft  wesentliche  Fragen  der  Raumordnung,  des  Lärmschutzes  sowie  touristische und damit ökonomische Interessen der Gemeinde, die für sie  von  grosser  Bedeutung  sind.  Die  Beschwerdeführerin  ist  daher  in  spezifischen  eigenen  öffentlichen  Sachanliegen  betroffen  und  zur  Beschwerde  befugt  (vgl.  ausserdem  auch  Art.  12  Abs.  1  Bst.  a  des  Bundesgesetzes  vom  1. Juli  1966  über  den  Natur­  und  Heimatschutz  [NHG, SR 451] zur Legitimation der Gemeinden zur Beschwerde gegen 

A­8386/2010 Verfügungen  von  Bundesbehörden  im  Bereich  des  Natur­  und  Heimatschutzes). Die  Beschwerdeführerin  1  wäre  aber  auch  aufgrund  ihrer  Betroffenheit  gleich  einem  Privaten  beschwerdebefugt:  Gemäss  Art. 664  Abs. 2  des  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  besteht  an  den öffentlichen Gewässern sowie an dem der Kultur nicht fähigen Lande  wie  Felsen  und  Schutthalden,  Firnen  und  Gletschern,  und  den  daraus  entspringenden Quellen unter Vorbehalt anderweitigen Nachweises kein  Privateigentum.  Art. 163  Abs. 3  des  Einführungsgesetzes  zum  Schweizerischen Zivilgesetzbuch des Kantons Wallis vom 24. März 1998  (Systematische  Gesetzessammlung  des  Kantons  Wallis  NR.  211.1)  bestimmt, dass diese Gebiete in das öffentliche Eigentum der Gemeinden  fallen.  Die  Beschwerdeführerin  1  ist  somit  auch  als  betroffene  Grundeigentümerin legitimiert. 1.2.2. Die Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 bezweifeln die Legitimation  des  Beschwerdeführers  2.  Es  sei  fraglich,  ob  dieser  eine  beschwerdeberechtigte  Umweltschutz­Organisation  sei;  zudem  verfolge  er  keine  rein  ideellen  Zwecke,  sondern  übe  vielfältige  wirtschaftliche  Tätigkeiten  aus.  Ein  Beschwerderecht  nach  Art. 55  USG  würde  voraussetzen,  dass  eine  UVP­pflichtige  Anlage  Streitgegenstand  wäre,  was  für  GLP  nicht  zutreffe.  Selbst  wenn  die  Legitimation  nach  Art. 12  NHG  zu  bejahen  wäre,  sei  diese  auf  Interessen  des  Natur­  und  Heimatschutzes beschränkt.  Gemäss  Art. 48  Abs. 2  VwVG  sind  neben  dem  in  Abs.  1  dieser  Bestimmung  genannten  Personenkreis  auch  Personen,  Organisationen  und  Behörden  beschwerdebefugt,  denen  ein  anderes  Bundesgesetz  dieses  Recht  einräumt  (dazu  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.84 ff.).  Der  Beschwerdeführer  2  beruft  sich  auf  Art. 12  NHG  und  Art. 55  des  Umweltschutzgesetzes  vom  7. Oktober  1983  (USG,  SR  814.01). Er ist in Ziff. 7 des Anhangs der Verordnung vom 27. Juni 1990  über  die  Bezeichnung  der  im  Bereich  des  Umweltschutzes  sowie  des  Natur­  und  Heimatschutzes  beschwerdeberechtigten  Organisationen  (VBO,  SR  814.076)  zudem  ausdrücklich  aufgeführt.  Dieser  Auflistung  kommt zwar bloss deklaratorische Bedeutung zu (vgl. BGE 115 Ib 472 E.  1d/cc),  dennoch  stellt  die  neuere  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  regelmässig ohne weitere Erörterung auf diese abschliessende Liste ab  (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_382/2010 vom 13. April 2011 E. 1.2  und 1C_474/2008 vom 6. November 2008 E. 3.2). Der Beschwerdeführer 

A­8386/2010 2  erfüllt  die  in  Art.  12  NHG  aufgeführten  Anforderungen  aber  auch  materiell:  Er  setzt  sich  gemäss Art.  2  seiner Statuten  für  die Förderung  des Bergsports  und  für  eine nachhaltige Entwicklung und Erhaltung der  Bergwelt  ein.  Das  Anbieten  und  Durchführen  entgeltlicher  Kurse  und  Touren  sowie  der  Betrieb  von  Berghütten  ändern  daran  nichts,  stehen  doch wirtschaftliche Tätigkeiten, die der Erreichung der  ideellen Zwecke  dienen,  der  Beschwerdelegitimation  gemäss  der  ausdrücklichen  Regelung  von  Art. 12  Abs. 1  Bst. b  Ziff. 2  NHG  nicht  entgegen.  Der  Beschwerdeführer  2  ist  damit  grundsätzlich  zur  Beschwerdeführung  im  Umfang der Spezialgesetzgebung legitimiert.  1.2.3. Die Beschwerdeführerin 3  ist ein Branchenverband der Halter von  Helikoptern  für  den  gewerbsmässigen  Einsatz  in  der  Rechtsform  des  Vereins  gemäss  Art. 60  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  (ZGB, SR 210). Soweit  eine Vereinigung oder  eine  Organisation  keine  Verbandsbeschwerde  im  Sinne  von  Art. 48  Abs. 2  VwVG erhebt oder erheben kann, ist sie nach konstanter Rechtsprechung  zur  sogenannten  egoistischen  Verbandsbeschwerde  zuzulassen,  wenn  der  Verband  als  juristische  Person  konstituiert  ist,  die  Wahrung  der  in  Frage stehenden Interessen zu seinen statutarischen Aufgaben gehört, er  ein  Interesse  der  Mehrheit  oder  mindestens  einer  Grosszahl  seiner  Mitglieder vertritt und diese selber zur Beschwerde berechtigt wären (vgl.  BGE 131 I 198 E. 2.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­755/2011  vom  24.  Mai  2011  E. 2.3  mit  Hinweisen;  ISABELLE  HÄNER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008  Rz. 28  zu  Art. 48;  MOSER/  BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.82).  Als  juristische  Person  ist  die  Beschwerdeführerin  3  partei­  und  prozessfähig.  Aus  den  Statuten  geht  hervor,  dass  sie  die  Wahrung,  Unterstützung  und  Förderung  der  gemeinsamen  Interessen  der  schweizerischen  Helikopterunternehmen  bezweckt  und  diese  namentlich  gegenüber  Behörden  vertritt  (Art.  3  der  Statuten).  Die  Beschwerdeführerin  3  macht  wirtschaftliche  sowie  ausbildungs­ und sicherheitsbezogene Interessen der Mitglieder geltend,  die durch die Einschränkungen und die drohende Schliessung eines GLP  betroffen seien. Zum Erfordernis der grossen Zahl betroffener Mitglieder  führt  sie  aus,  alle  Mitglieder  seien  berechtigt,  Landungen  auf  GLP  durchzuführen und für mehr als die Hälfte der Mitglieder seien die GLP in  der  Region Wallis  Südost  in  weniger  als  30  Flugminuten  zu  erreichen.  Überdies  hätten  10  von  27  Mitgliedern  entweder  ihren  Sitz  oder  eine  Basis  im  Wallis  oder  in  den  Berner  oder  Tessiner  Alpen.  Die  von  der  Beschwerdeführerin  3  eingereichte  Mitgliederliste  vom  29. November 

A­8386/2010 2010  weist  27  ordentliche  Mitglieder,  d.h.  Helikopterunternehmen  auf,  davon haben 13 ihren Sitz in der Westschweiz, Innerschweiz bzw. in den  Kantonen Bern, Tessin oder Wallis. Die Betroffenheit einer grossen Zahl  der Mitglieder sowie der enge Zusammenhang des Verbandszwecks mit  dem Streitgegenstand erscheinen daher als gegeben. Überdies hat sich  die  Beschwerdeführerin  am  vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt,  soweit  ihr dies zugestanden worden war, weshalb ihre Legitimation ebenfalls zu  bejahen ist. 1.2.4.  Die  Beschwerdeführerin  4  hat  ihren  Sitz  in  Visp  und  fliegt  regelmässig ab dem Heliport Zermatt zu den strittigen GLP. Sie ist daher  von  der  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  hinreichendes  Interesse  an  der  Änderung  der  Verfügung.  Sie  hat  sich  zudem  am  vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt,  soweit  ihr  diese  Gelegenheit  eingeräumt  worden  war,  und  ihren  Anträgen  ist  nicht  vollumfänglich  entsprochen worden. Sie  ist demnach gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  Beschwerde legitimiert. 1.2.5.  Auch  die  Beschwerdeführerin  5  ist  ein  Branchenverband.  Als  Verein  hat  sie  ebenfalls  Rechtspersönlichkeit.  Aus  den  Statuten  ergibt  sich, dass sie sich u.a. für die Erhaltung der Gebirgslandeplätze einsetzt.  Als  Aktivmitglied  wird  nur  aufgenommen,  wer  im  Besitz  des  Pilotenbrevets ist und die Gletscherfliegerei in der Schweiz aktiv betreibt.  Die überwiegende Zahl der Mitglieder, wenn nicht gar alle,  fliegen somit  regelmässig  diejenigen  GLP  an,  auf  denen  Flächenflugzeuge  landen  können, auch diejenigen in der Region Wallis Südost. Die Grosszahl der  Mitglieder  ist  damit  durch  die  angefochtene  Verfügung  direkt  betroffen  und  könnte  selbst  Beschwerde  führen.  Die  sog.  egoistische  Verbandsbeschwerde  steht  daher  auch  ihrem Branchenverband  zu. Die  Beschwerdeführerin  5  hat  sich  überdies  ebenfalls  am  vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt  und  sich  gegen  Einschränkungen  bei  den  strittigen  GLP  eingesetzt,  weshalb  die  erforderliche Beschwer  gegeben  ist.  Nicht  legitimiert  wäre  die  Beschwerdeführerin  5  zur  Anfechtung  reiner  Helikopter­Landeplätze  wie  den  GLP  Trift.  Sie  hat  diesbezüglich  aber  auch  keine  Rechtsbegehren  gestellt.  Auch  die  Legitimation  der  Beschwerdeführerin 5 ist daher zu bejahen. 1.3. Die angefochtene Verfügung trägt das Datum des 2. November 2010  und  wurde  den  Beschwerdeführenden  1  und  2  gemäss  Ziff. 8  des  Entscheiddispositivs  schriftlich  als  Einschreibesendung  mit  Rückschein  eröffnet. Weder aus den Vernehmlassungsbeilagen der Vorinstanz noch 

A­8386/2010 aus  den  Vorakten  geht  hervor,  wann  die  Verfügungen  versandt  oder  zugestellt  worden  sind,  insbesondere  sind  dem  Bundesverwaltungsgericht  keine  Rückscheine  eingereicht  worden.  Die  Zustellung,  wofür  die  eröffnende  Behörde  beweispflichtig  ist,  lässt  sich  somit  nicht  eruieren.  Die  Vorinstanz  bestätigt  jedoch  die Rechtzeitigkeit  der  Beschwerden  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  16. Februar  2011.  Die  Beschwerdeführenden  1  und  2  erklären  zudem  übereinstimmend,  sie  hätten  diese  am  5. November  2010  erhalten,  was  dem  zu  erwartenden  Lauf  der  Dinge  entspricht.  Die  beiden  Beschwerden  wurden  am  6. Dezember  2010  der  Post  übergeben,  einem  Montag.  Unter  Berücksichtigung  der  Regelung  in  Art. 20  Abs. 3  VwVG  betreffend  Fristablauf  an  einem  Samstag  oder  Sonntag  wäre  die  Beschwerdefrist  von  30  Tagen  gemäss  Art. 50  VwVG  selbst  dann  gewahrt,  wenn  die  Zustellung bereits am 4. November 2010 erfolgt wäre.  Im Übrigen ist den Beschwerdeführenden 3 bis 5 die Verfügung gemäss  Eröffnungsformel  nicht  schriftlich  eröffnet  worden.  Für  sie  ist  daher  die  Publikation im Bundesblatt vom 16. November 2010 massgebend (Art. 36  VwVG). Sie haben ihre Beschwerden am 16. Dezember 2010 fristgerecht  eingereicht,  so  dass  auf  ihre Beschwerden  ohnehin  einzutreten  ist.  Alle  Beschwerden sind zudem formgerecht erhoben worden (Art. 52 VwVG). 1.4.  Im Rahmen der Eintretensvoraussetzungen  ist weiter  zu prüfen, ob  die von den Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5 in ihren Stellungnahmen  vom  18. Februar  2011  und  in  der  Stellungnahme  der  Beschwerdeführenden  1,  3  und  4  vom  8. Juni  2011  geänderten  bzw.  ergänzten  Beschwerdeanträge  vom  Bundesverwaltungsgericht  zu  berücksichtigen  sind.  Sämtliche  Haupt­  und  Eventualbegehren  sind  vor  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  vorzubringen,  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  können  sie  höchstens  präzisiert,  eingeengt  oder  fallengelassen, nicht aber erweitert werden (BGE 136 II 165 E. 4 und 5,  133  II  30  E.  2.2;  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_287/2010  vom  28. April  2011  E. 1.4.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­1985/2006  vom  14. Februar  2008  E.  4;  vgl.  auch  MOSER/  BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.215  und  2.218;  FRANK  SEETHALER/FABIA  BOCHSLER,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/  Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich  2009, Art. 52 N 54). 1.4.1. Die Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 beantragen in ihren Eingaben  vom 18. Februar 2011, die Einschränkung der Nutzung des GLP Trift als  Aufnahmeplatz  für  Heliskifahrer  aufzuheben  und  die  Streichung  der 

A­8386/2010 Vorgabe, bis 1,5  km vor den sechs GLP eine minimale Höhe von 2000  bzw.  1500  Fuss  über  Grund  einzuhalten.  In  ihrem  Hauptantrag  in  den  Beschwerden  vom  6. bzw.  16. Dezember  2010  verlangen  sie  demgegenüber keine Änderungen der Verfügung  in Bezug auf den GLP  Trift,  während  im  Eventualantrag  einzig  die  zeitliche  Einschränkung  angefochten wird.  Innerhalb der Rechtsmittelfrist haben sie daher weder  die  Art  der  Nutzung  des  GLP  Trift  noch  die  Vorgaben  zum  Anflug  der  GLP angefochten. Die  neuen Anträge  können daher  nicht  als  zulässige  Präzisierung  eingestuft  werden.  Sie  erscheinen  vielmehr  als  neue  Rechtsbegehren  und  gehen  als  solche  in  unzulässiger Weise  über  den  Streitgegenstand hinaus, wie er mit den Beschwerden festgelegt worden  ist; daher ist auf sie nicht einzutreten.  1.4.2.  Am  8. Juni  2011  stellten  die  Beschwerdeführer  1,  3  und  4  den  Eventualantrag,  die  zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Benutzung  der  GLP Aeschhorn, Alphubel, Monte Rosa und Trift ersatzlos zu streichen.  In  ihren  ursprünglichen  Beschwerden  war  dies  eventualiter  nur  für  den  Fall  verlangt  worden,  dass  die  Resolutivbedingung  beim  GLP  Unterrothorn  aufrechterhalten  wird.  Die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung bei der Bezeichnung des GLP Unterrothorn stellte in  den  Beschwerden  den  Hauptantrag  dar,  an  dem  die  Beschwerdeführenden 1, 3 und 4 festhalten. Ein Eventualantrag wird für  den Fall eingereicht, dass die Beschwerdeinstanz dem Hauptantrag nicht  folgen sollte (SEETHALER/BOCHSLER a.a.O., Art. 52 N 52). Demnach setzt  die  Beurteilung  des  Eventualbegehrens  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  voraus,  dass  es  zuvor  den  Hauptantrag  ablehnt, also die verfügte Resolutivbedingung  für den GLP Unterrothorn  schützt.  Es  ist  daher  zwischen  den  beiden  Fassungen  der  Eventualanträge kein inhaltlicher Unterschied auszumachen, so dass sich  die Frage der Zulässigkeit einer allfälligen Änderung nicht stellt.  1.4.3.  Die  Beschwerdeführerin  5  beantragt  am  18. Februar  2011  ergänzend  die  ersatzlose  Streichung  jeglicher  Art  von  flugtechnischen  Vorgaben  zum  Anflug  auf  die  von  der  Verfügung  betroffenen  GLP,  wonach  minimale  Höhen  beim  Anflug  einzuhalten  seien.  Aus  der  Begründung  geht  hervor,  dass  dieser  Antrag  sich  nur  auf  Flächenflugzeuge  bezieht.  In  ihrer  Beschwerde  hatte  sie  als  Hauptbegehren  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  bei  der  Bezeichnung  des  GLP  Unterrothorn  sowie  eine  Änderung  verlangt,  wonach  die  zeitlichen  Einschränkung  bei  der  Benutzung  der  GLP  Aeschhorn, Alphubel  und Monte Rosa  nicht  für  Flächenflugzeuge  gelte, 

A­8386/2010 sowie  eventualiter  die  Rückweisung  dieser  beiden  Punkte  an  die  Vorinstanz  zu  neuer  Entscheidung.  Zur  Art,  wie  die  GLP  anzufliegen  seien, hat sie sich innerhalb der Rechtsmittelfrist nicht geäussert und dies  damit  nicht  rechtzeitig  zum  Streitgegenstand  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht gemacht, weshalb darauf nicht einzutreten ist.  Es besteht im Übrigen auch kein Hinweis darauf, dass der Wortlaut oder  der Gehalt der Verfügung für die Parteien erst durch die Vernehmlassung  der  Vorinstanz  in  seiner  Tragweite  erkennbar  geworden  und  die  Ausweitung  des  Streitgegenstands  aus  diesem  Grund  ausnahmsweise  zulässig wäre.  1.5.  Soweit  der  Beschwerdeführer  2  beantragt,  das  Bundesverwaltungsgericht  solle  der  Vorinstanz  verbindliche  Weisungen  für  die  Festlegung  der  GLP  in  anderen  Regionen  erteilen  oder  den  Sachplan  Infrastruktur  der  Luftfahrt  generell  auf  seine  Vereinbarkeit mit  dem Bundesrecht prüfen, stellt er Anträge, die über den Streitgegenstand  hinausgehen und auf die demzufolge nicht einzutreten ist.  Denn mit  der  angefochtenen Verfügung  vom 2. November  2011 hat  die  Vorinstanz  über  die  Gebirgslandeplätze  in  der  Region  Wallis  Südost  entschieden,  nicht  aber  über  andere  Regionen.  Einziges  Anfechtungsobjekt im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht bildet der  vorinstanzliche  Entscheid,  der  den  möglichen  Umfang  des  Streitgegenstandes  begrenzt.  Gegenstand  des  Beschwerdeverfahrens  kann nur sein, was bereits Thema des erstinstanzlichen Verfahrens war;  die Rechtsmittelinstanz soll nicht Fragen beurteilen müssen, über welche  die  Vorinstanz  nicht  entschieden  hat,  da  sonst  in  deren  funktionelle  Zuständigkeit  eingegriffen  würde  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­1813/2009  vom  21. September  2011  E. 5.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.7, 2.208 und 2.213). 1.6. Im Übrigen ist auf die vier Beschwerden einzutreten.  2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  den  angefochtenen  Entscheid  mit  voller Kognition  auf Verletzungen  von Bundesrecht  –  einschliesslich  der  unrichtigen  oder  unvollständigen Feststellung  des Sachverhalts  und  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens  –  sowie  auf  Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Nach der Rechtsprechung hat aber  auch  eine  Rechtsmittelbehörde,  der  volle  Kognition  zusteht,  einen  Entscheidungsspielraum  der  Vorinstanz  zu  respektieren.  Das 

A­8386/2010 Bundesverwaltungsgericht  übt  daher  bei  der  Angemessenheitskontrolle  Zurückhaltung  und  greift  in  Gewichtungsfragen  nicht  leichthin  in  den  Spielraum  der  Vorinstanz  ein,  wenn  sich  diese  durch  besonderen  Sachverstand  auszeichnet  und  wenn  sie  über  einen  gewissen  Handlungsspielraum  verfügen  muss.  Es  hat  eine  unangemessene  Entscheidung  zu  korrigieren,  muss  aber  der  Vorinstanz  die Wahl  unter  mehreren  sachgerechten  Lösungen  überlassen.  Wenn  es  um  die  Beurteilung technischer oder wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen  die  Vorinstanz  über  ein  besonderes  Fachwissen  verfügt,  kann  sich  das  Bundesverwaltungsgericht eine gewisse Zurückhaltung auferlegen, ohne  damit seine Kognition in unzulässiger Weise zu beschränken (BGE 135 II  296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3, 130 II 449 E. 4.1, mit Hinweisen; 129 II 331  E. 3.2; BVGE 2010/19 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 460  f. und 473 f., mit Hinweisen). In diesen Fällen hat es primär zu klären, ob  alle  berührten  Interessen  ermittelt  und  beurteilt  sowie  ob  die möglichen  Auswirkungen bei der Entscheidfindung berücksichtigt wurden. 3.  Alle  Beschwerdeführenden  rügen  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs.  Der  Gehörsanspruch  ist  nach  feststehender  Rechtsprechung  formeller  Natur,  mit  der  Folge,  dass  seine  Verletzung  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit  dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids  führt  (vgl. BGE 135 I 279  E. 2.6.1, 135 I 187 E. 2.2; BVGE 2009/61 E. 4.1.3, 2009/36 E. 7.3  je mit  Hinweisen  auf  die  Lehre).  Es  rechtfertigt  sich  daher,  die  gerügten  Verfahrensmängel  als  erstes  zu  prüfen,  zumal  sich  im  Falle  ihrer  Feststellung  eine  weitere  materielle  Prüfung  im  Rechtsmittelverfahren  unter Umständen erübrigen kann (vgl. BGE 124 I 49 E. 1 und Urteil des  Bundesverwaltungsgerichts A­5549/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.1).  3.1. Die  Beschwerdeführer  halten  der  Vorinstanz  vor,  sie  seien  zu  der  letztlich beschlossenen Festlegung der GLP nicht angehört worden, ihren  Anträgen  sei  nicht  entsprochen  worden  und  zudem  sei  die  Verfügung  nicht  genügend  begründet.  Gemäss  Rechtsprechung  kommt  dem  Gehörsanspruch  nach  Art. 29 ff.  VwVG  bei  Allgemeinverfügungen  im  Unterschied  zu  normalen  Verfügungen  nicht  dieselbe  Tragweite  zu,  insbesondere  findet  in der Regel keine vorgängige Anhörung statt. Eine  Ausnahme  gilt  immerhin  für  die  besonders  Betroffenen,  die  sog.  Spezialadressaten; sie müssen Gelegenheit erhalten, sich zum Inhalt der  geplanten Anordnung  zu  äussern  (BGE  119  Ia  141 E.  5c.cc; Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts A­1899/2006 vom 11. Februar 2010 E. 6.1.2). 

A­8386/2010 Gemäss Art. 8 Abs. 3 LFG bezeichnet das UVEK die Gebirgslandeplätze  im  Einverständnis  mit  dem  Departement  für  Verteidigung,  Bevölkerungsschutz  und  Sport  (VBS)  und  den  zuständigen  kantonalen  Behörden.  Weiter  schreibt  Art. 54  Abs. 2  der  Verordnung  vom  23. November  1994  über  die  Infrastruktur  der  Luftfahrt  (VIL,  SR  748.131.1)  lediglich vor, dass die ENHK, der Beschwerdeführer 2 sowie  die interessierten Kurvereine anzuhören sind. Alle Beschwerdeführenden  konnten sich vor dem Erlass der Verfügung zur Sache äussern und  ihre  Sicht  der  Dinge  darlegen.  Es  liegt  damit  weder  eine  Verletzung  der  Anhörungsrechte  der  Beschwerdeführenden  vor,  die  sich  aus  dem  Anspruch auf  rechtliches Gehör ergeben, noch derjenigen, die  in Art. 54  VIL festgelegt sind.  3.2.  Aus  dem  in  Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101)  verankerten  Grundrecht  auf  rechtliches  Gehör  und  dessen  Konkretisierung  für das Bundesverwaltungsverfahren  in Art. 29 ff. VwVG  ergibt sich  im Weiteren das Recht  resp. die Pflicht, dass die verfügende  Behörde von den Äusserungen der Parteien Kenntnis nimmt, sich damit  auseinandersetzt  (Art. 32 VwVG)  und  ihre Verfügung begründet  (Art. 35  Abs. 1  VwVG). Welchen  Anforderungen  eine  Begründung  im  Einzelnen  zu  genügen  hat,  definiert  Art. 35  Abs. 1  VwVG  nicht  näher.  Die  Anforderungen  sind  unter  Berücksichtigung  aller  Umstände  des  Einzelfalls  sowie  der  Interessen  der  Betroffenen  festzulegen.  Die  Begründung  eines  Entscheids  muss  jedenfalls  so  abgefasst  sein,  dass  ihn  die  Betroffenen  gegebenenfalls  sachgerecht  anfechten  können  (vgl.  statt  vieler BGE 129  I 232 E. 3.2; FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich  2009,  Art. 35  N 17  f.;  LORENZ  KNEUBÜHLER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008,  Rz. 6  zu  Art. 35).  Die  Behörde  kann  zur  Begründung  auch  auf  ein  weiteres,  den  Parteien  bekanntes  bzw.  öffentlich zugängliches Dokument verweisen (KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 8  zu Art. 35).  Die Begründung in der Verfügung der Vorinstanz ist mit rund einer Seite  äusserst  kurz  ausgefallen  (Ziff. 2  der  Erwägungen).  Ihr  ist  im  Wesentlichen zu entnehmen, dass die GLP  in der Region Wallis Südost  einen  wichtigen  Teil  des  bestehenden  GLP­Netzes  der  Schweiz  seien,  die  Ausbildung  und  Erhaltung  der  Fähigkeit  der  Piloten  im  nationalen  Interesse lägen und regionale Interessen wirtschaftlicher Art an den GLP 

A­8386/2010 bestünden.  Grundlage  bildete  das  im  Konzeptteil  des  SIL  verlangte  Koordinationsprotokoll  zur  räumlichen  Abstimmung  und  das  regionale  oder  kantonale  Tourismuskonzept.  Weiter  wird  auf  den  Bundesratsbeschluss  vom  17. September  2010,  also  den  "Sachplan  Infrastruktur  der  Luftfahrt  (SIL)  Teil  IIIC  Gebirgslandeplätze  1.  Serie  Region Wallis Südost" hingewiesen. In diesem Dokument sind in knapper  Form  u.a.  die  Interessen  und  Konflikte  bei  der  Nutzung  der  interessierenden  GLP  aufgeführt  sowie  die  Massnahmen,  die  diese  Konflikte  aus  Sicht  der  Vorinstanz  hinreichend  mindern  sollen.  Die  so  zusammengesetzte  Begründung  nennt  die  wichtigsten  Gründe  der  Vorinstanz. Jedenfalls ermöglichte sie es den Beschwerdeführenden, die  allesamt  am  vorinstanzlichen  Verfahren  beteiligt  und  mit  der  zu  beurteilenden  Problematik  bestens  vertraut  waren,  den  Entscheid  sachbezogen  anfechten  zu  können.  Auch wenn,  namentlich  im Hinblick  auf  eine  gerichtliche  Überprüfung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  eine  umfassendere  Begründung,  insbesondere  eine  ausführlichere  Auseinandersetzung  mit  den  verschiedenen,  einander  gegenüberstehenden  konkreten  Interessen  und  deren  Abwägung  wünschbar gewesen wäre, kann unter formellen Aspekten jedenfalls nicht  davon gesprochen werden, die Vorinstanz hätte  ihre Begründungspflicht  verletzt. Eine andere Frage ist freilich, ob die Begründung unter materiell­ rechtlichen Gesichtspunkten genügt und zutreffend ist; dies wird noch zu  prüfen sein. Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs stellt  folglich auch  der  Umstand  dar,  dass  den  Anträgen  der  verschiedenen  Beschwerdeführer  oder  der  Einigung,  die  unter  einem  Teil  der  Verfahrensbeteiligten  erzielt  worden  ist,  nicht  oder  nur  teilweise  entsprochen  worden  ist  –  dabei  handelt  es  sich  ebenfalls  um  eine  materiell­rechtliche Frage. Im SIL Wallis Südost findet sich denn auch die  Aussage,  dass  die  GLP  durch  den  Kanton  und  die  betroffenen  Gemeinden  teilweise  mit  den  übrigen  touristischen  Interessen  abgestimmt  seien  und  im  angehängten  Erläuterungsbericht  sind  die  verschiedenen Anträge sowie deren Berücksichtigung ausgewiesen. Der  Vorinstanz  war  also  durchaus  bekannt,  dass  es  noch  weitergehende  touristische Interessen gibt, denen sie jedoch nicht entsprechen konnte.  3.3.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  das  rechtliche  Gehör  der  Beschwerdeführenden  nicht  verletzt  hat,  weder  deren  Anhörungsrechte  noch  die  Begründungspflicht.  Die  Rügen  betreffend das rechtliche Gehör erweisen sich damit als unbegründet. 

A­8386/2010 4.  Die Beschwerdeführerin 1 rügt eine Verletzung ihrer Gemeindeautonomie  durch  die  Vorinstanz.  Art. 50  Abs. 1  BV  gewährleistet  die  Gemeindeautonomie  nach  Massgabe  des  kantonalen  Rechts.  Eine  Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht  diesen  nicht  abschliessend  ordnet,  sondern  ihn  ganz  oder  teilweise  der  Gemeinde  zur  Regelung  überlässt  und  ihr  dabei  eine  relativ  erhebliche  Entscheidungsfreiheit  einräumt  (statt  vieler:  BGE  129  I  291  E.  2.1  mit  weiteren  Hinweisen).  Gemäss  Art. 87  BV  ist  unter  anderem  die  Gesetzgebung  über  die  Luftfahrt  Sache  des  Bundes.  Von  dieser  Kompetenz  hat  der  Bundesgesetzgeber  mit  dem  LFG  und  den  dazugehörigen  Verordnungen  umfassend  Gebrauch  gemacht,  so  dass  den  Kantonen  und  damit  erst  recht  den  Gemeinden  im  Bereich  der  Luftfahrt  keine  Autonomie  zukommt.  Das  nach  Art. 8  Abs. 3  LFG  erforderliche  Einverständnis  der  kantonalen  Behörden  bei  der  Bezeichnung  der  Gebirgslandeplätze  begründet  keine  Autonomie,  noch  vermag  das  Grundeigentum  im  zivilrechtlichen  Sinn  daran  etwas  zu  ändern,  da  über  Eigentum  nur  in  den  Schranken  der  Rechtsordnung  verfügt  werden  darf,  wozu  auch  dessen  Nutzung  zählt  (Art. 641  Abs. 1  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  [ZGB,  SR  210].  Vgl.  hierzu  WOLFGANG  WIEGAND,  in:  Honsell/  Vogt/Geiser  [Hrsg.],  Basler  Kommentar  zum  Zivilgesetzbuch,  Bd.  II,  3. Aufl.  Basel  2007,  Art. 641  N 31 ff.).  Das  Recht,  auf  einem  im  Gebirge  liegenden  Grundstück  zu  landen,  wird  auch  für  dessen  Eigentümerin  durch  Art. 8  Abs. 3  LFG  eingeschränkt.  Die  Rüge,  die  Gemeindeautonomie  der  Beschwerdeführerin 1 sei verletzt, ist daher unbegründet. 5.  Die Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5 bringen vor, die Kompensation  für  die  Neubezeichnung  des  GLP  Trift  durch  die  Aufhebung  eines  anderen  GLP  sei  widerrechtlich.  Dies  gelte  insbesondere  für  den  Vorbehalt, wonach der GLP Unterrothorn nur bezeichnet werde, wenn in  der  Region  Aletsch­Susten  ein  GLP  aufgehoben  werde,  sowie  für  die  zeitlichen  Einschränkungen  bei  anderen  GLP.  Der  Beschwerdeführer  2  seinerseits hält die angeordneten Einschränkungen  für ungenügend und  beantragt eventuell entweder den Verzicht auf die Bezeichnung des GLP  Trift oder die Aufhebung des GLP Unterrothorn.  Aus  dem  Luftfahrtrecht  ergeben  sich  nur  wenige  Anforderungen  an  die  Bezeichnung von Gebirgslandeplätzen.  Immerhin  ist deren Zahl gemäss  Art. 8  Abs. 4  LFG  zu  beschränken,  und  es  sind  Ruhezonen 

A­8386/2010 auszuscheiden. Weiter kann das BAZL für Aussenlandungen im Gebirge  gemäss  Art. 8  Abs. 7  LFG  Flugräume  oder  Flugwege  vorschreiben.  Art. 54  Abs. 3  VIL  sieht  vor,  dass  höchstens  48  Gebirgslandeplätze  bezeichnet  werden.  Diese  Zahl  ist  unstreitig  nicht  erreicht,  weshalb  es  grundsätzlich möglich  und  rechtmässig  ist,  weitere GLP,  beispielsweise  den  GLP  Trift  zu  bezeichnen.  Aus  dem  Wortlaut  der  genannten  Verordnungsbestimmung geht  jedoch auch hervor, dass die Zahl von 48  GLP nicht ausgeschöpft werden muss, also weniger als 48 GLP ebenfalls  rechtskonform  sind.  Eine  Verletzung  des  Luftfahrtrechts  durch  die  vorinstanzlich angeordnete Kompensation ist damit nicht ersichtlich. Aus  dem  SIL  ergibt  sich,  dass  die  Kompensation  nicht  mit  luftfahrtrechtlichen Gründen begründet wird. Es wird vielmehr bezweckt,  das  Gleichgewicht  zwischen  der  intensiven  touristischen  Nutzung  und  den Anliegen des Natur­  und Landschaftsschutzes  sicherzustellen. Dies  ergibt sich auch aus der Bestimmung von Art. 54 Abs. 3 VIL, wonach vor  der Bezeichnung von GLP neben anderen die ENHK anzuhören ist. Es ist  daher  zu  prüfen,  ob  das  einschlägige  Recht,  insbesondere  das  NHG  richtig  angewandt  worden  ist,  d.h.  eine  Einschränkung  der  GLP  und  deren  Nutzungszeiten  erfordert  und  ob  diesem  Anliegen  hinreichend  Rechnung getragen worden ist.  6.  Bereits  von  Verfassungs  wegen  hat  der  Bund  bei  der  Erfüllung  seiner  Aufgaben Rücksicht auf die Anliegen des Natur­ und Heimatschutzes zu  nehmen  und  namentlich  Landschaften  und Naturdenkmäler  zu  schonen  (Art. 78  Abs. 2  BV).  Art. 2  Abs. 1  Bst. b  NHG  erklärt  insbesondere  "die  Erteilung von Konzessionen und Bewilligungen, wie zum Bau und Betrieb  von  Verkehrsanlagen"  zu  einer  Bundesaufgabe.  Die  Lehre  bejaht  eine  Bundesaufgabe,  wenn  in  einem  Sachbereich  eine  umfassende  Bundeskompetenz  besteht  (NINA  DAJCAR,  Natur­  und  Heimatschutz­ Inventare des Bundes, Zürich 2011, S. 42 mit weiteren Hinweisen). In  seinen  Entscheiden  zum  Raumplanungsrecht  hat  das  Bundesgericht  als  Bauten  und  Anlagen  jene  künstlich  geschaffenen  und  auf  Dauer  angelegten  Einrichtungen  eingestuft,  die  in  fester  Beziehung  zum  Erdboden  stehen  und  geeignet  sind,  die  Vorstellung  über  die  Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie den Raum äusserlich  erheblich  verändern,  die  Erschliessung  belasten  oder  die  Umwelt  beeinträchtigen  (BGE  123  II  256  E. 3  und  120  Ib  379  E. 3c  mit  Hinweisen).  Die  bundesgerichtliche  Praxis  hat  selbst  geringfügige 

A­8386/2010 Einrichtungen  wie  etwa  leicht  demontierbare  Scheinwerfer  als  Anlage  eingestuft,  wenn  sie  zeitweise  erhebliche  Auswirkungen  auf  den  Raum  haben (BGE 123 II 256 E. 3 am Ende). Auch wenn für die Nutzung eines  bestimmten Areals als Landestelle  für Helikopter oder Flächenflugzeuge  weder Bauarbeiten noch andere Terrainveränderungen erforderlich sind,  führt  dessen  Bezeichnung  als  Gebirgslandeplatz  doch  zu  einer  neuen,  regelmässigen  raum­ und umweltrelevanten Nutzung und  ist hinsichtlich  ihrer möglichen Auswirkungen auf Naturdenkmäler im Sinne des NHG mit  einer Baute oder Anlage vergleichbar. Ein Gebirgslandeplatz ist daher als  Verkehrsanlage  im Sinne von Art. 2 Abs. 1 Bst. b NHG einzustufen. Die  Bezeichnung  von  Gebirgslandeplätzen  kommt  im  Übrigen  einer  Bewilligung für eine Verkehrsanlage gleich, da ohne diese eine Landung  im Gebirge – vorbehältlich gewisser Ausnahmen – nicht zulässig ist (vgl.  Art. 8  Abs. 3  LFG),  zudem  besteht  im  Bereich  der  Luftfahrt  eine  umfassende Bundeskompetenz (Art. 87 BV; vgl. auch E. 4). Somit ist eine  Bundesaufgabe im Sinn von Art. 2 Abs. 1 Bst. b NHG gegeben, bei deren  Erfüllung  insbesondere  den  Pflichten  nach  Art. 3,  6  und  7  NHG  nachzukommen ist. 6.1.  Gemäss  Art. 3  Abs. 1  NHG  sorgen  Bund  und  Kantone  bei  der  Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts­  und  Ortsbild,  geschichtliche  Stätten  sowie  Natur­  und  Kulturdenkmäler  geschont werden und, wo das allgemeine  Interesse an  ihnen überwiegt,  ungeschmälert erhalten bleiben. Art. 3 Abs. 2 Bst. b NHG sieht vor, dass  diese Pflicht zu erfüllen ist, indem etwa Konzessionen und Bewilligungen  nur unter Bedingungen oder Auflagen erteilt oder aber verweigert werden.  Im  Hochgebirge  stehen  insbesondere  die  Schonung  des  Landschaftsbildes  oder  von  Naturdenkmälern  im  Vordergrund.  Diese  Anliegen  können  somit  die  Aufhebung  oder  Einschränkungen  bei  der  Nutzung  eines  Gebirgslandeplatzes  rechtfertigen.  Wie  die  Vorinstanz  zutreffend  festgestellt  hat,  liegt  in  der Region Wallis  Südost  das Objekt  Nr. 1707 Dent Blanche – Matterhorn – Monte Rosa des Bundesinventars  der  Landschaften  und  Naturdenkmäler  von  nationaler  Bedeutung  (BLN  Objekt;  Anhang  zur  Verordnung  über  das  Bundesinventar  der  Landschaften  und  Naturdenkmäler  [VBLN,  SR  451.11]),  mithin  ein  Inventar  des  Bundes  im  Sinne  von  Art. 5  NHG.  Insbesondere  der  GLP  Monte Rosa sowie alle Anflugwege zu diesem GLP liegen innerhalb des  BLN­Objekts 1707. Zudem liegt der GLP Unterrothorn an dessen Grenze.  Seine Bedeutung wird im Objektblatt wie folgt umschrieben: "Grossartige,  teilweise stark vergletscherte Hochgebirgslandschaft von internationalem  Ruf.  Gute  Aufschlüsse  zum  Bau  der  Penninischen  Alpen  und  ihrer 

A­8386/2010 Gesteinsarten.  Moränenstadien  als  Zeugen  der  eiszeitlichen  Landschaftsentwicklung.  Typische  hochalpine  Flora  und  Fauna,  urwüchsige und gut erhaltene Lärchen­ und Arvenwälder. Teilweise noch  intakte,  traditionelle  Alpwirtschaft.  Bemerkenswerte  Weiler  Zmutt  und  Stafel bei Zermatt. Bekanntes Hochtourengebiet (Haute Route)". 6.2. Durch die Aufnahme eines Objekts von nationaler Bedeutung  in ein  Inventar des Bundes im Sinne von Art. 5 NHG wird dargetan, dass es in  besonderem Mass  die  ungeschmälerte  Erhaltung,  jedenfalls  aber  unter  Einbezug  von  Wiederherstellungs­  oder  angemessenen  Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1  NHG).  In  Art.  6  Abs.  2  NHG  wird  diese  klar  erhöhte  Schutzwürdigkeit  inventarisierter  Objekte  nochmals  verstärkt,  indem  gemäss  dieser  Bestimmung ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne  der  Inventare  bei  Erfüllung  einer  Bundesaufgabe  nur  in  Erwägung  gezogen  werden  darf,  wenn  ihr  bestimmte  gleich­  oder  höherwertige  Interessen  von  ebenfalls  nationaler  Bedeutung  entgegenstehen  (BGE  127  II  273 E.  4c).  Der  Begriff  der  ungeschmälerten  Erhaltung  ist  so  zu  verstehen,  dass  der  im  Inventar  angestrebte  Schutz  vollumfänglich  zur  Geltung gelangen und allfälligen Bedrohungen begegnet werden soll. Die  Aufnahme  eines  Objektes  in  ein  Verzeichnis  bedeutet  anderseits  nicht,  dass sich am bestehenden Zustand überhaupt nichts mehr ändern darf.  Der  Zustand  des  Objektes  soll  aber  gesamthaft  betrachtet  unter  dem  Gesichtspunkt  des  Natur­  und  Heimatschutzes  nicht  verschlechtert  werden.  Allfällige  geringfügige  Nachteile  einer  Veränderung  müssen  durch anderweitige Vorteile mindestens ausgeglichen werden  (Botschaft  des  Bundesrates  vom  12.  November  1965  zum  Entwurf  eines  Bundesgesetzes über den Natur­ und Heimatschutz  [BBl 1965  III 89, S.  103]). Ungeschmälerte Erhaltung verdient in besonderem Mass das, was  die Objekte so einzigartig oder typisch macht (Urteil des Bundesgerichts  1A.122/2004  vom  30.  Mai  2005  E. 2.6;  BGE  115  Ib  131  E.  5ha).  Zur  Beurteilung der Problematik  der ungeschmälerten Erhaltung eines BLN­ Objekts  ist  von  der  jeweiligen  Umschreibung  des  Schutzgehalts  auszugehen,  d.h.  die  möglichen  Beeinträchtigungen  sind  an  den  verschiedenen  Schutzzielen  zu  messen,  die  in  den  gesondert  veröffentlichten  Beschreibungen  zu  den  Gebieten  des  Inventars  dargestellt werden  (Urteil des Bundesgerichts 1A.185/2006 vom 5. März  2007 E. 6.3 mit Hinweisen; BGE 127 II 273 E. 4c mit Hinweisen; vgl. auch  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­438/2009  vom  8. März  2011  E. 19.5.2 und A­7810/2010 vom 15. Juli 2011 E. 4.2.1). Es müssen somit  alle  bedeutsamen  Interessen  ermittelt,  beurteilt,  gewichtet  und  im 

A­8386/2010 Entscheid  möglichst  umfassend  berücksichtigt  werden  (JÖRG  LEIMBACHER, in: Kommentar NHG, Zürich 1997, Rz. 22 f. zu Art. 6 NHG). 6.3.  Die  Gebirgslandeplätze  wurden  in  den  Jahren  1962  bis  1973  bezeichnet,  während  das  Gebiet  Dent  Blanche  –  Matterhorn  –  Monte  Rosa 1983 ins BLN aufgenommen und 1998 angepasst worden ist. Dass  die  Gebirgsfliegerei  vorbestehend  ist,  ändert  nichts  daran,  dass  sie  geeignet  ist,  namentlich  das  in  den  Festlegungen  zur  Region  Wallis  Südost im SIL aufgeführte Schutzziel "Ruhe und stille Erholung" bzw. den  allgemeinen  Grundsatz,  wonach  vermeidbarer  Lärm  von  den  Objekten  fernzuhalten  ist  (Ziff.  6.2.14  der  Erläuterungen  zum  BLN),  zu  beeinträchtigen.  Ferner  gelten  die  Sport­,  Touristik­  und  Privatfliegerei  ebenso wie Lärm als wichtige mögliche Formen der Gefährdung  für  ein  BLN­Objekt  (Ziff.  5.1  Erläuterungen). Werden Sachpläne  als  besondere  raumplanerische  Massnahmen  des  Bundes  im  Sinne  von  Art. 13  des  Raumplanungsgesetzes  vom  22. Juni  1979  (RPG,  SR  700)  –  wie  der  Sachplan  Infrastruktur  der  Luftfahrt  SIL  einer  ist  –  überarbeitet  oder  verabschiedet,  so  sind  darin  auch  die  inventarrelevanten  Schutzmassnahmen  aufzunehmen,  da  kein  systematischer  Vollzug  des  NHG  und  seiner  Inventare  stattfindet  (DAJCAR,  a.a.O.,  S. 179).  In  Gebieten  wie  dem  hier  zu  beurteilenden,  in  denen  auch  keine  anderweitige  Planungs­  oder  gar  Bautätigkeit  zu  erwarten  ist,  bildet  die  Überarbeitung  dieses  Sachplanes  mithin  die  einzige  Möglichkeit  zum  Vollzug des NHG und zu einer Verbesserung der Situation im Sinne des  Schutzzwecks des BLN­Objekts. Erklärtes Ziel der Überarbeitung des SIL  und  der  neuen  Festlegung  der  GLP  ist  es  denn  auch  richtigerweise,  bestehende Konflikte zu entschärfen und eine Verbesserung zu erzielen.  Die Vorinstanz hat die Konflikte mit den Schutzzielen des BLN­Objektes  1707  erkannt,  gleichzeitig  für  die  GLP  ein  nationales  Interesse  an  der  Nutzung zu Ausbildungszwecken ausgemacht,  namentlich von aktuellen  und  künftigen  Rettungspiloten.  Insbesondere  am  GLP  Monte  Rosa  besteht offenbar ein solches Interesse, da es sich um den einzigen GLP  in  über  4000  Metern  Höhe  handelt  und  die  Ausbildung  vielfältige  Trainingssituationen  umfassen  muss,  d.h.  verschiedene  topografische  und  meteorologische  Situationen.  Für  das  Bundesverwaltungsgericht  besteht  kein  Anlass,  von  dieser  prima  vista  einleuchtenden  und  von  keiner  Partei  grundsätzlich  in  Frage  gestellten  Einschätzung  der  zuständigen Fachbehörde abzuweichen. Dieses nationale Interesse kann  ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung eines BLN­Objektes  im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG rechtfertigen, sofern es sich als gleich­ 

A­8386/2010 oder höherwertig erweist. An der touristischen Nutzung hat die Vorinstanz  demgegenüber  nur  ein  regionales  Interesse  festgestellt.  Diese  Einschätzung  ist  ebenso  wenig  zu  beanstanden.  Auch  wenn  der  Tourismus  insgesamt  von  gesamtschweizerischem  Interesse  ist,  erhebliche  wirtschaftliche  Bedeutung  hat  und  entsprechend  vom  Bund  unterstützt  wird,  besteht  nicht  an  jeder  touristischen  Einrichtung  ein  nationales  Interesse.  Die  Nutzung  der  GLP  der  Region  Wallis  Südost,  insbesondere  jene  des  GLP  Monte  Rosa,  für  Heliskiing  und  andere  touristische Landungen mag für die Fremdenverkehrsregion Zermatt von  Wichtigkeit  sein;  aus  gesamtschweizerischer  Sicht  stellen  die  touristischen Anliegen einer einzelnen Destination aber keine  Interessen  von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG dar. Ist das für  ein  Abweichen  von  der  ungeschmälerten  Erhaltung  vorgebrachte  Interesse  nicht  von  nationaler  Bedeutung,  ist  ein  Eingriff  indessen  unzulässig,  und  es  darf  von  der  Entscheidbehörde  keine  Interessenabwägung  mehr  durchgeführt  werden,  denn  in  diesen  Fällen  hat der Gesetzgeber bereits zu Gunsten der ungeschmälerten Erhaltung  des Schutzobjekts entschieden (BGE 127 II 273 E. 4c).  6.4. Bei  Objekten,  die  in  einem  Bundesinventar  aufgenommen  sind,  ist  nicht nur der Eingriffsspielraum enger, sondern auch eine Begutachtung  durch die ENHK obligatorisch, wenn die Erfüllung einer Bundesaufgabe  nach  Art. 2  NHG  in  Frage  steht.  In  ihrem  Gutachten  zuhanden  der  Entscheidbehörde  gibt  die  ENHK  an,  ob  das  Objekt  ungeschmälert  zu  erhalten  oder  wie  es  zu  schonen  ist  (Art. 7  Abs. 2  NHG).  Mit  der  obligatorischen Begutachtung wird gewährleistet, dass ein unabhängiges  Fachorgan bei der Beurteilung eines Projekts auf die Anliegen des Natur­  und Heimatschutzes speziell achtet und dass die zuständigen  Instanzen  diesbezüglich  über  zuverlässige  Unterlagen  verfügen  (LEIMBACHER,  a.a.O.,  N. 13  zu  Art. 7  NHG;  BGE  127  II  273  E. 4b;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­7810/2010  vom  15. Juli  2011,  E. 4.2.2).  Nach  der  Rechtsprechung  kommt  einem Gutachten  der  ENHK  grosses  Gewicht  zu.  Vom  Ergebnis  der  Begutachtung  darf  nur  aus  triftigen  Gründen  abgewichen werden,  auch wenn  der  entscheidenden  Behörde  eine  freie  Beweiswürdigung  zusteht.  Dies  trifft  namentlich  auch  für  die  dem  Gutachten  zugrunde  liegenden  tatsächlichen  Feststellungen  zu  (BGE 136 II 214 E. 5 mit zahlreichen Hinweisen). Da  es  sich  bei  der  Bezeichnung  bzw.  Überprüfung  der  GLP  um  eine  Bundesaufgabe handelt (vgl. oben E. 6.1), ist gemäss Art. 7 Abs. 2 NHG  ein  Gutachten  der  ENHK  zwingend  erforderlich,  soweit  ein  Standort 

A­8386/2010 innerhalb eines Inventarobjektes oder so nahe an dessen Grenzen liegt,  dass er sich darauf auswirken kann. Daran vermag die Bestimmung von  Art.  54  VIL  nichts  zu  ändern,  die  für  die  Bezeichnung  von  Gebirgslandeplätzen bloss das Einholen einer Stellungnahme der ENHK  verlangt,  denn  eine  Bestimmung  auf  Verordnungsstufe  vermag  eine  gesetzliche Anforderung nicht aufzuheben oder zu ändern (BGE 136 I 29  E. 3.3). Bei der Bezeichnung bzw. Überprüfung eines GLP ist somit statt  einer blossen Stellungnahme ein Gutachten einzuholen, während es  für  GLP  ausserhalb  von  BLN­Objekten  genügen  dürfte,  die  ENHK  nach  Art. 54  VIL  anzuhören.  Die  der  Vorinstanz  im  vorliegenden  Verfahren  eingereichte  Stellungnahme  der  ENHK  vermag  ein  Gutachten  nicht  zu  ersetzen, da sie einerseits relativ kurz ausgefallen ist, anderseits nicht die  Aufgabe,  Ziel  und  Zweck  des  Schutzes  konkretisiert.  Gerade  bei  grossflächigen  BLN­Objekten  mit  nicht  präzise  definierten  individuellen  Schutzzielen ist dies jedoch ein Hauptzweck der Begutachtung (DAJCAR,  a.a.O., S. 87). Dies trifft auch auf das hier relevante BLN­Objekt 1707 zu,  das  einerseits  fast  27'000  Hektaren  gross  ist,  anderseits  sehr  unterschiedliche bedeutsame Eigenschaften aufweist, die jedoch nicht an  jeder Stelle anzutreffen bzw. gleich ausgeprägt sind. Eine Konkretisierung  und Präzisierung der Schutzziele für die in Frage stehenden Stellen durch  die dafür zuständige Fachstelle ist daher erforderlich.  6.5.  Mangels  Gutachten  der  ENHK  erweisen  sich  die  Entscheidgrundlagen  der  Vorinstanz  und  die  darauf  beruhende  Interessenabwägung  in  einem  wichtigen  Punkt  als  unvollständig.  Es  ist  daher nicht möglich, die Einhaltung des Schonungsgebots gemäss Art. 6  NHG zu prüfen, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben ist.  Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht  in  der  Sache  selbst  oder  weist  diese  ausnahmsweise mit  verbindlichen  Weisungen an die Vorinstanz zurück. Wie die Vorinstanz betont, handelt  es  sich  bei  den  GLP  um  ein  Netzwerk  und  die  in  der  Verfügung  getroffenen  Anordnungen  betreffend  die  GLP  Region  Wallis  Südost  stellen ein aufeinander abgestimmtes Paket dar. Eine Änderung an einem  GLP wirkt sich damit auch auf die Nutzung der übrigen GLP aus, so dass  bei  deren  Neufestsetzung  einerseits  alle  Aspekte  erneut  zu  beurteilen  und  gegeneinander  abzuwägen  sind,  anderseits  mehrere  sachgerechte  Lösungen denkbar sind. Aus dieser Abwägung wird sich ergeben, welche  Kompensations­  und  Schutzmassnahmen,  beispielsweise  zeitliche  oder  nutzungsbezogene  Einschränkungen,  erforderlich,  aber  auch  genügend  sind.  Ohne  grösseren  Aufwand  und  besondere  Fachkenntnisse  im 

A­8386/2010 Bereich des Natur­ und Heimatschutzes, aber auch aviatischer Art,  lässt  sich somit die Entscheidreife in der Sache nicht herbeiführen, weshalb es  nicht  zweckmässig  erscheint,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  hierüber – nach Einholen eines Gutachtens der ENHK – als erste Instanz  entscheidet  (PHILIPPE  WEISSENBERGER,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  Waldmann/Weissenberger  (Hrsg.),  Zürich  2009,  Art. 61  N 10 f.).  Dazu  kommt, dass auch die gestützt auf Art. 62b Abs. 4 des Regierungs­ und  Verwaltungsorganisationsgesetzes  vom  21. März  1997  (RVOG)  vom  Bundesverwaltungsgericht  eingeholte  Stellungnahme  des  BAFU  vom  4. April 2011, ebenfalls eine Fachbehörde im Bereich des NHG (vgl. Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­7872/2010  vom  17. Oktober  2011,  E. 8.3.5.2  am Ende),  sich  nicht  näher  zu  den Schutzzielen  äussert  und  dies, soweit aktenkundig, auch zuvor nicht getan hat. Die Angelegenheit  ist  unter  diesem  Umständen  zu  neuer  Beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen.  6.6.  In  der  Sache  ist  festzuhalten,  dass  sich  die  ENHK  bereits  in  ihrer  Stellungnahme  vom  20. Juli  2009  kritisch  zum  GLP  Monte  Rosa  geäussert hat, anderseits eine Aufhebung des GLP Unterrothorn nicht als  geeignete Ausgleichsmassnahme für das BLN­Objekt 1707 einstuft. Wie  bereits  weiter  oben  erwähnt,  misst  die  Rechtsprechung  den  Gutachten  der  ENHK  grosses  Gewicht  bei,  und  von  ihnen  darf  nur  aus  triftigen  Gründen  abgewichen werden,  auch wenn  der  entscheidenden  Behörde  eine  freie  Beweiswürdigung  zusteht.  Die  ENHK  soll  mit  Blick  auf  die  Schutzziele  namentlich  darlegen,  ob  Ausmass  und  Gewicht  der  Beeinträchtigung minimiert werden können, sie kann und soll zudem die  nötigen  Auflagen  vorschlagen  (BGE  136  II  214  E. 5;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­7810/2010  vom  15. Juli  2011  E. 4.2.2;  LEIMBACHER,  a.a.O., N. 15 ff.  zu Art. 7). Das  von  der Vorinstanz  bei  der  ENHK einzuholende Gutachten wird  sich daher  insbesondere  zum GLP  Monte Rosa zu äussern haben. 6.7. Unter dem Gesichtspunkt des Natur­ und Heimatschutzes leuchtet im  Übrigen eine überregionale Kompensation, d.h. die Aufhebung eines GLP  in  einer  anderen  Region  zur  Verbesserung  der  Situation  nicht  ohne  weiteres ein. Auch wenn das Gesetz die Ausscheidung von Ruhezonen  vorsieht (Art. 8 Abs. 4 2. Halbsatz LFG), was e contrario für eine gewisse  Konzentration fliegerischer und anderer (massen­)touristischer Aktivitäten  sprechen könnte, ist ein unmittelbarer Nutzen für Landschaft, Fauna oder  Umwelt  in der Region Wallis Südost durch die Aufhebung eines GLP  in  einer anderen Region jenseits der Rhone nicht leicht zu erkennen, zumal 

A­8386/2010 sich  das  BLN­Objekt  1707  nicht  bis  in  die  Region  Aletsch­Susten  erstreckt,  also  auch  dieses  durch  eine  solche  Massnahme  keine  Aufwertung erfährt. Die Beibehaltung bzw. Bezeichnung eines GLP unter  der  Bedingung,  dass  anderswo  einer  aufgehoben wird,  erscheint  daher  im vorliegenden Fall kaum als geeignete Massnahme, um eine Tätigkeit,  die  womöglich  zu  einer  übermässigen  Beeinträchtigung  führt  und  nicht  mehr  mit  den  Anliegen  des  Natur­,  Heimat­  oder  Umweltschutzes  vereinbar ist, auf ein erträgliches Mass zu senken.  7.  7.1.  Der  Beschwerdeführer  2  beantragt  nicht  nur  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  sondern  zusätzliche  Weisungen  an  die  Vorinstanz.  Hinsichtlich  der  Festlegung  von  Ruhezonen  im  Sinne  von  Art. 8  Abs. 4  LFG  ist  festzustellen,  dass  solche  in  der  Zwischenzeit  definiert  worden  sind.  Zudem  schliesst  die  angefochtene  Verfügung  die  Überarbeitung des SIL nicht ab, sondern stellt  lediglich einen Teil davon  dar.  Bei  einem  landesweiten,  komplexen  Sachplan  wie  dem  SIL  kann  nicht erwartet werden, dass er in einem einzigen Akt verabschiedet wird.  Eine  Etappierung  ist  aus  Ressourcengründen  notwendig  und  nicht  zu  beanstanden,  sofern  dadurch  eine  gesamtheitliche  Betrachtung  zusammengehöriger  Themen  oder  Gebiete  nicht  erschwert  wird.  Dabei  steht  den  zuständigen  Behörden  ein  grosses  Ermessen  zu,  was  in  welchem  Zeitpunkt  und  in  welcher  Reihenfolge  bearbeitet  wird.  Der  Vorinstanz  ist  im  Übrigen  dahingehend  zuzustimmen,  dass  eine  Landschaftsruhezone nicht in den Perimeter eines GLP fallen kann, diese  sich  also  gegenseitig  ausschliessen.  Demgegenüber  sind  die  Wildruhezonen  berücksichtigt  und  insbesondere  mit  Vorgaben  zu  der  Mindestflughöhe geschützt worden.  Als weitere Weisung verlangt der Beschwerdeführer 2 eine Kontrolle der  Flugbewegungen. Die hier streitigen Gebirgslandeplätze verfügen weder  über eine Infrastruktur noch über einen Flugplatzbetreiber noch über ein  Betriebsreglement.  Die  einschlägigen  Regelungen,  namentlich  über  zulässige  Nutzungsarten  und  –zeiten  sowie  Anflugrouten  und  –höhen,  sind  vielmehr  im  Objektblatt  festgelegt  und  sowohl  als  Allgemeinverfügung  als  auch  durch  die  im  SIL  vorgeschriebene  Eintragung  im  Luftfahrthandbuch  (Aeronautical  Information  Publication  [AIP],  vgl.  Art. 1  der  Verordnung  des  UVEK  vom  4. Mai  1981  über  die  Verkehrsregeln  für  Luftfahrzeuge  [VVR,  SR  748.112.11])  für  jedermann  verbindlich.  Die  Kontrolle  der  Einhaltung  der  Luftverkehrsregeln  erfolgt 

A­8386/2010 nach  den  Bestimmungen  der  Verordnung  vom  23. März  2005  über  die  Wahrung  der  Lufthoheit  (VWL,  SR  748.111.1)  und  durch  die  dort  festgelegten  Organe.  Weitergehende  Kontrollen  sind  nicht  vorgesehen,  weshalb kein Raum für entsprechende Weisungen besteht. Abgesehen von den ungenügenden Abklärungen zum BLN­Objekt 1707  ist zudem keine Verletzung des Raumplanungsrechts ersichtlich, weshalb  kein  Anlass  zu  weiteren  diesbezüglichen  Weisungen  besteht.  Ebenso  wenig ist ein Sistierungsgrund für das Verfahren zur Festsetzung der GLP  ersichtlich,  da  der  mögliche  Erlass  einer  neuen  Verordnung  für  sich  alleine  keinen  Anlass  für  eine  Aussetzung  des  Verfahrens  darstellt.  Schliesslich  ist  festzuhalten,  dass  das  Luftfahrtrecht  auf  Gesetzesstufe  Gebirgslandeplätze  ausdrücklich  vorsieht,  die  für  beliebige  Nutzungen,  beispielsweise  rein  touristische,  offen  stehen.  Diese  sind  weder  per  se  bundesrechtswidrig  noch  ist  die  Neubezeichnung  eines  GLP  von  vornherein ausgeschlossen. 7.2.  Der  Beschwerdeführer  5  rügt  ferner,  die  Vorinstanz  habe  den  Unterschieden  zwischen  den  Flächenflugzeugen  und  den  Helikoptern  nicht  genügend  Rechnung  getragen  und  damit  den  Anspruch  auf  rechtsgleiche Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) verletzt. So könne der GLP  Trift  nur  mit  Helikoptern  angeflogen  werden,  während  von  der  Kompensation  auch  die  Flächenflugzeuge  betroffen  seien.  Sie  würden  also  eingeschränkt,  ohne  einen  Vorteil  zu  haben.  Aus  dem  Erläuterungsbericht  zum  SIL  geht  hervor,  dass  die  Vorinstanz  eine  Ausnahme  von  den  zeitlichen  Beschränkungen  für  Flächenflugzeuge  abgelehnt  hat,  mit  den  Argumenten,  sie  wolle  die  Flächenfliegerei  gegenüber der Helikopterfliegerei nicht bevorzugen und weil erstere nicht  im öffentlichen Interesse stehe.  Nach dem allgemeinen Grundsatz der Rechtsgleichheit im Sinn von Art. 8  Abs. 1  BV  (bzw.  dem  aus  der  Wirtschaftsfreiheit  fliessenden  Gleichbehandlungsgebot der Konkurrenten [Art. 94 BV]) ist Gleiches nach  Massgabe  seiner  Gleichheit  gleich,  Ungleiches  nach  Massgabe  seiner  Ungleichheit  ungleich  zu  behandeln.  Das  Rechtsgleichheitsgebot  ist  verletzt, wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden,  für die ein  vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist,  oder  Unterscheidungen  unterlassen  werden,  die  sich  auf  Grund  der  Verhältnisse aufdrängen (vgl. BGE 129 I 346 E. 6, BGE 130 V 18 E. 5.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­300/2010  vom  8. April  2011  E. 8.2.5  am  Ende;  vgl.  auch  ULRICH  HÄFELIN/WALTER  HALLER/HELEN 

A­8386/2010 KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaatsrecht,  7. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2008,  Rz. 752  f.;  JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER,  Grundrechte  in  der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 653 ff.). Soweit  die  angefochtene  Verfügung  die  Flächenfliegerei  durch  die  Schaffung  eines  nur  für  Helikopter  nutzbaren  GLP  verbunden  mit  zeitlichen  Einschränkungen  für  andere  GLP  ungleich  behandelt,  begründet  die Vorinstanz  dies mit  dem  fehlenden  öffentlichen  Interesse  an ersterer, da diese nicht  (mehr) der Bergrettung diene. Sie bringt also  einen  sachlichen  und  nachvollziehbaren  Grund  vor.  Da  die  zeitlichen  Einschränkungen  zudem  Nutzungskonflikte  lösen  sollen  und  die  Flächenflugzeuge  ebenfalls  Motorenlärm  verursachen  und  einen  Landeplatz  weniger  steil  anfliegen  können,  somit  eine  längere  Strecke  tiefer fliegen müssen, erweist sich ein generelles Landeverbot für gewisse  Zeitperioden, das auch für Flächenflugzeuge gilt – mithin der Verzicht auf  eine  Differenzierung  –  als  sachlich  gerechtfertigt.  Die  Vorinstanz  hat  somit das Rechtsgleichheitsgebot nicht verletzt, weshalb die betreffende  Rüge unbegründet ist. 8.  Da  die  Angelegenheit  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  und  von  dieser eine neue Verfügung über die GLP in der Region Wallis Südost zu  erlassen sein wird, deren genauer Inhalt noch nicht feststeht, erübrigt sich  eine  Prüfung  der  übrigen  Vorbringen  und  Anträge  der  Beschwerdeführenden.  Ebenso  erübrigt  sich  der Beizug weiterer  Akten,  weshalb  die  noch  offenen  Beweisanträge  abzuweisen  sind.  Den  Beschwerdeführenden  ist  jedoch  beizupflichten,  dass  die  Vorinstanz  erstaunlich wenige Akten eingereicht und anscheinend auch erstellt hat in  einem,  wie  sie  in  der  Vernehmlassung  vom  16. Februar  2011  ausführt,  mehrjährigen  umfangreichen  raumplanerischen  Prozess.  Auch  die  Abwägung  der  verschiedenen  Interessen  ist  nicht  in  allen  Punkten  nachvollziehbar  und  ist  bei  der  erneuten  Festlegung  der  GLP  Wallis  Südost zu verbessern. 9.  Die  Verfahrenskosten  werden  werden  in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei  auferlegt  (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  Keine Verfahrenskosten werden  Vorinstanzen  oder  beschwerdeführenden  und  unterliegenden  Bundesbehörden  auferlegt;  anderen  als  Bundesbehörden,  die  Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten auferlegt,  soweit  sich  der  Streit  um  vermögensrechtliche  Interessen  von 

A­8386/2010 Körperschaften  oder  autonomen Anstalten  dreht  (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  Demnach  sind  weder  der  Vorinstanz  noch  der  eigene  hoheitliche  Interessen  verfolgenden  Beschwerdeführerin  1  Verfahrenskosten  aufzuerlegen. Das  für  die Kostenverlegung massgebende Ausmass des  Unterliegens  hängt  von  den  in  der  konkreten  Beschwerde  gestellten  Rechtsbegehren  ab.  Abzustellen  ist  auf  das materiell  wirklich  Gewollte.  Wird  beispielsweise  primär  eine  Rückweisung  und  eventualiter  die  Erteilung  einer  Bewilligung  oder  die  Aufhebung  einer  Verpflichtung  verlangt, so führt eine Rückweisung trotz formell vollständigen Obsiegens  unter Kostengesichtspunkten  lediglich  zu  einem hälftigen Obsiegen  und  zur  entsprechenden  Kostenauflage,  ist  die  Angelegenheit  in  der  Hauptsache  doch  nach  wie  vor  unentschieden.  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 4.43). Weiter  ist  zu  beachten,  dass  im  Kostenpunkt  trotz  entgegengesetzter  Begehren  keine  beschwerdeführende  Partei  als  Gegenpartei  der  anderen  Beschwerdeführenden  einzustufen  ist,  liegt  doch  eine  Allgemeinverfügung  im  Streit  und  nicht  eine  individuell­konkrete  Verfügung,  die  einer  einzelnen  Partei  einen  Vorteil  verschafft..  Die  sachlich  gebotene  Verfahrensvereinigung  der  vier  Beschwerden  ist  insofern  unbeachtlich.  Keine  Verfahrenskosten  werden  Vorinstanzen  auferlegt  (Art. 63  Abs. 2  VwVG).  Angesichts  der  Schwierigkeit  der  zu  beurteilenden Rechtsfragen  und  der  aufwändigen  Verfahrensinstruktion,  einschliesslich  eines Zwischenentscheids  über  ein Massnahmengesuch,  werden  die  Verfahrenskosten  auf  insgesamt  Fr. 12'000.—  festgesetzt.  Dabei  entfallen  auf  jede  der  vier  Beschwerden  Fr. 3'000.—.  Diese  sind  wie folgt zu verlegen: 9.1.  Die  Beschwerdeführenden  3  und  4  verlangten  die  ersatzlose  Streichung  der Resolutivbedingung  für  den GLP Unterrothorn,  eventuell  die  ersatzlose  Streichung  der  zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Benützung  der  GLP  Aeschhorn,  Alphubel,  Monte  Rosa  und  Trift,  subeventuell  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  und  eine  Rückweisung  an  die  Vorinstanz  zu  neuer  Behandlung  und  Anordnung  einer milderen Massnahme. Materiell war somit die Nutzungsmöglichkeit  für 6 GLP und der Verzicht auf eine nur bedingte Bezeichnung eines GLP  sowie  auf  Kompensationsmassnahmen  gewollt,  was  auch  die  Eventualstandpunkte  verdeutlichen.  Mit  der  Rückweisung  wird  die  Vorinstanz die bloss bedingte Bezeichnung eines GLP nochmals vertieft  zu  prüfen  und  gegebenenfalls  zu  begründen  haben,  wenn  sie  daran  festhält. Der Ausgang ist insofern offen. Hingegen wird es auch weiterhin  aus  natur­  und  heimatschutzrechtlichen  Gründen  bei  den  GLP 

A­8386/2010 Einschränkungen  oder  weniger  Landeplätze  geben.  Zu  beachten  ist  ferner, dass auf gewisse Begehren nicht eingetreten werden konnte und  dass die Beschwerdeführenden 3 und 4 mit ihrem Antrag auf Entzug der  aufschiebenden  Wirkung  unterlegen  sind.  Insgesamt  kann  damit  höchstens  von  einem Obsiegen  im Umfang  von  etwa  einem Drittel  der  Beschwerdeführenden  3  und  4  gesprochen  werden.  Die  Beschwerdeführenden 3 und 4 haben  für  ihre gemeinsame Beschwerde  gemeinsam  Fr.  2'000.—  zu  tragen.  Die  Verfahrenskosten  sind mit  dem  geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.  9.2.  Der  Beschwerdeführer  2  verlangte  mit  seiner  Beschwerde  im  Wesentlichen  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  Rückweisung  der  Angelegenheit  an  die  Vorinstanz,  verbunden  mit  Weisungen zur angemessenen Berücksichtigung u.a. der Vorgaben aus  Raumplanung,  Natur­  und Heimatschutz  sowie  Umweltschutz,  eventuell  die  Aufhebung  des  GLP  Trift,  subeventuell  die  Aufhebung  des  GLP  Unterrothorn, eine Sistierung der Festlegung der Gebirgslandeplätze und  eine  Überprüfung  der  Rechtmässigkeit  des  SIL.  Die  Rückweisung  ist  wegen ungenügender Abklärung der natur­ und heimatschutzrechtlichen  Anforderungen,  insbesondere  für  den  GLP  Monte  Rosa  erfolgt.  Auf  einzelne  Begehren  des  Beschwerdeführers  2  war  nicht  einzutreten.  Angesichts  des  Verfahrensausgangs  und  der  oben  genannten  Grundsätze  obsiegt  der  Beschwerdeführer  2  zu  zwei  Dritteln.  Das  einschlägige  Recht  kennt  keine  Kostenbefreiung  für  Beschwerdeführer,  die  eine  ideelle  Verbandsbeschwerde  erheben,  vielmehr  hält  Art. 12f  NHG  (ebenso  wie  Art. 55e  USG)  ausdrücklich  fest,  dass  einer  unterliegenden  Organisation  für  Verfahren  vor  Bundesbehörden  die  Kosten aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer 2 sind somit entgegen  seinem  Antrag  Verfahrenskosten  im  Umfang  seines  Unterliegens  zu  einem  Drittel,  d.h.  von  Fr. 1'000.—  aufzuerlegen.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  verrechnet  und  die  Differenz  wird  dem  Beschwerdeführer 2 nach Eintritt der Rechtskraft zurückerstattet. 9.3.  Die  Beschwerdeführerin  5  beantragte  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  für  den  GLP  Unterrothorn  und  die  Aufhebung  der  zeitlichen  Einschränkungen  für  die  Flächenflugzeuge,  eventuell  die  Aufhebung  der  Resolutivbedingung  und  der  zeitlichen  Einschränkungen  und  Rückweisung  an  die  Vorinstanz  zu  neuer  Behandlung  und  Anordnung  einer milderen Massnahme. Auch  die Beschwerdeführerin  5  hatte  überdies  den  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung  von  Drittbeschwerden  verlangt,  die  sich  gegen  den  GLP  Trift  richteten. 

A­8386/2010 Aufgrund der Ähnlichkeit dieser Beschwerde in wesentlichen Punkten mit  denjenigen der Beschwerdeführenden   3  und 4 wird  zum Ausmass des  Obsiegens  und  Unterliegens  auf  E.  9.1  verwiesen.  Auch  der  Beschwerdeführerin  sind  zwei  Drittel  der  Kosten  des  sie  betreffenden  Verfahrens  aufzuerlegen,  also  Fr. 2'000.—,  die  mit  dem  geleisteten  Vorschuss zu verrechnen sind. 10.  Der  ganz  oder  teilweise  obsiegenden Partei  ist  von  Amtes wegen  oder  auf  Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m.  Art. 7  ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Bei  nur  teilweisem  Obsiegen  ist  die  Entschädigung  entsprechend  zu  kürzen  (Art. 7  Abs. 2  VGKE).  Keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung haben Bundesbehörden sowie, in der Regel, andere  Behörden, die als Partei auftreten (Art. 7 Abs. 3 VKGE). Die Praxis macht  von  dieser  Regel  eine  Ausnahme  bei  kleineren  und  mittleren  Gemeinwesen,  die  über  keinen  Rechtsdienst  verfügen  und  daher  auf  einen Anwalt angewiesen sind  (vgl. BGE 125  I 182 E. 7 mit Hinweisen;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6594/2010  vom  29. April  2011  E. 11).  Die  Beschwerdeführerin  1  gehört  zu  diesen,  weshalb  sich  der  Zuspruch einer Parteientschädigung rechtfertigt. Die Parteientschädigung  umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der  Partei. Mangels Gegenpartei  ist  die Schweizerische Eidgenossenschaft,  in  deren  Namen  die  Vorinstanz  verfügt  hat,  zur  Bezahlung  der  Parteientschädigung  verpflichtet  (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Gemäss Art. 14  Abs. 2  VGKE  setzt  das  Gericht  die  Parteientschädigung  auf  Grund  der  Kostennote fest. Wird keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht  die Entschädigung auf Grund der Akten fest. 10.1.  Gemäss  den  Ausführungen  in  E. 9.1  obsiegen  die  Beschwerdeführenden  3  und  4  rund  zu  einem  Drittel,  ebenso  die  Beschwerdeführerin  1,  die  dieselben  Rechtsbegehren  gestellt  hat.  Ihr  Vertreter  hat  keine  Kostennote  eingereicht.  Bei  der  Festsetzung  der  Parteientschädigung ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin  1  zunächst  alleine  Beschwerde  erhoben,  im  weiteren  Verfahren  aber  gemeinsam  mit  den  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  gehandelt  hat.  Dieser für die einzelne Partei verminderte Aufwand ist bei der Festlegung  der  Parteientschädigungen  für  die  Beschwerdeführerin  1  einerseits  und  die  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  anderseits  zu  berücksichtigen.  Die 

A­8386/2010 Vorinstanz  hat  der  Beschwerdefüherin  1  daher  eine  gekürzte   Parteientschädigung  von  Fr. 2'000.—  auszurichten,  ebenso  den  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  eine  gemeinsame Parteientschädigung  von Fr. 2'000.— inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer.  10.2. Auch der Vertreter des Beschwerdeführers 2 hat keine Kostennote  eingereicht. Aufgrund seines Obsiegens zu zwei Dritteln (E. 9.2) hat  ihm  die  Vorinstanz  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 6'000.—  inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer zu bezahlen. 10.3.  Der  Vertreter  der  Beschwerdeführerin  5  hat  eine  Kostennote  eingereicht, die einen Gesamtaufwand von Fr. 12'148.95 ausweist. Dieser  Aufwand erscheint im Vergleich zu anderen, ähnlich gelagerten Fällen als  hoch,  zumal  die  mit  Abstand  grössten  Kosten  nicht  etwa  für  die  Ausarbeitung  der  Beschwerde  im  Dezember  2010,  sondern  für  den  Zeitraum  zwischen  Februar  und  Juni  2011  ausgewiesen  werden.  Unter  Würdigung  aller Umstände  erachtet  das Bundesverwaltungsgericht  eine  im Ausmass des Unterliegens (E. 9.3) gekürzte Parteientschädigung von  Fr. 3'000.—  inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer  als  angemessen.  Die  Vorinstanz  ist  folglich  zu  verpflichten,  der  Beschwerdeführerin  5  eine  Parteientschädigung von Fr. 3'000.— auszurichten.  Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerden  werden  im  Sinne  der  Erwägungen  teilweise  gutgeheissen, soweit auf sie einzutreten ist. 2.  Die  Verfügung  der  Vorinstanz  betreffend  Gebirgslandeplätze  in  der  Region Wallis Südost  vom 2. November  2011 wird  aufgehoben  und  die  Angelegenheit  an die Vorinstanz  zur Ergänzung des Sachverhaltes  und  neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen zurückgewiesen. 3.  Von  den  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr. 12'000.—,  werden  Fr. 1'000.—  dem  Beschwerdeführer  2,  Fr.  2'000.—  gemeinsam  den  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  sowie  Fr. 2'000.—  der  Beschwerdeführerin  5  auferlegt.  Sie  werden  mit  den  geleisteten  Vorschüssen  verrechnet. Der Beschwerdeführerin  1  ist  nach Eintritt  der 

A­8386/2010 Rechtskraft dieses Urteils der Kostenvorschuss von Fr. 2'000.— und dem  Beschwerdeführer  2  sind  Fr. 1'000.—  zurückzuerstatten.  Hierzu  haben  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  dem  Bundesverwaltungsgericht  ihre  Post­ oder Bankverbindung anzugeben.  4.  Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin 1 nach Eintritt der Rechtskraft  dieses  Urteils  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 2'000.—,  dem  Beschwerdeführer  2  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 6'000.—,  den  Beschwerdeführerinnen  3  und  4  eine  gemeinsam  Parteientschädigung  von Fr. 2'000.— und der Beschwerdeführerin 5 eine Parteientschädigung  von  Fr. 3'000.—  zu  entrichten.  Alle  Beträge  verstehen  sich  inklusive  Auslagen und Mehrwertsteuer. 5.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 33­05­GLP Wallis Südost; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Lorenz Kneubühler Bernhard Keller Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Frist  steht  still  vom  18. Dezember  bis  und  mit  dem  2. Januar  (Art. 46 

A­8386/2010 Abs. 1  Bst. c  BGG).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-8386/2010 — Bundesverwaltungsgericht 01.12.2011 A-8386/2010 — Swissrulings