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Bundesverwaltungsgericht 29.09.2011 A-3290/2011

29 septembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,971 mots·~10 min·3

Résumé

Rechtsverzögerung/Rechtsverweigerung | Rechtsverweigerung

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung I A­3290/2011 Urteil   v om   2 9 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richter Lorenz Kneubühler, Richterin Claudia Pasqualetto  Péquignot,    Gerichtsschreiber Lars Birgelen. Parteien A._______, Beschwerdeführer,  gegen Eidgenössisches Finanzdepartement EFD,  Generalsekretariat Rechtsdienst, Bundesgasse 3,  3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Rechtsverweigerung.

A­3290/2011 Sachverhalt: A.  A._______ gelangte  am 13.  Juni  2010 mit  einem als  "Staatshaftung  für  Transportkosten  nach  Entführung  sowie  Entschädigung  für  widerrechtliche Entführung und Freiheitsberaubung trotz nicht strafbarem  Verhalten"  betitelten  Schreiben  an  das  Eidgenössische  Finanzdepartement  (EFD)  und machte  gegenüber  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft eine Entschädigung und Schmerzensgeld im Umfang  von Fr. 10'000.­ geltend. Zur Begründung  führte er  im Wesentlichen an,  er  sei  am  6.  Juni  2010  aufgrund  einer  Ausschreibung  im  Fahndungssystem  beim Grenzübergang  Bargen  (Kanton  Schaffhausen)  widerrechtlich  vom  Grenzwachtkorps  (GWK)  festgenommen,  der  Kantonspolizei Schaffhausen übergeben, von dieser am Folgetag zwecks  Verbüssung  einer  (seiner  Auffassung  nach  zu  Unrecht  angeordneten)  Ersatzfreiheitsstrafe  in den Kanton Zug überführt  und anschliessend bis  am  9.  Juni  2010  in  der  Strafanstalt  Zug  inhaftiert  worden.  Ein  gleiches  Schreiben  stellte  er  gemäss  Briefkopf  unter  anderem  auch  der  Finanzdirektion  des  Kantons  Zug  zu.  Diese  Eingabe  blieb  vom  EFD  unbeantwortet. B.  Am 1. Juli 2010 reichte A._______ beim EFD eine auf den 26. Juni 2010  datierte  Staatshaftungsklage  gegen  die  Schweizerische  Eidgenossenschaft  wegen  Verstosses  gegen  das  Übereinkommen  vom  10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  sowie  wegen Verweigerung des Zugangs zu einem ordentlichen Gericht ein und  beantragte  eine  umgehende  Untersuchung  der  ihm  gegenüber  über  mehrere  Jahre  hinweg  begangenen  staatlichen  Verbrechen,  eine  Entschädigung,  seine  Rehabilitation,  die  Verschaffung  einer  neuen  Identität  sowie  die  Aufnahme  in  ein  Zeugenschutzprogramm.  Dieses  Schreiben wurde  vom EFD  als  Bürgeranfrage  entgegengenommen  und  zuständigkeitshalber  am  5.  Juli  2010  an  die  Bundeskanzlei  (BK)  weitergeleitet. C.  Mit  Eingabe  vom  16.  Juli  2010  ersuchte  A._______  das  EFD  um  gemeinsame  Behandlung  seiner  beiden  Staatshaftungsklagen  vom  13. und  vom  26.  Juni  2010.  Zugleich  stellte  er  ihm  ein  an  die  Sicherheitsdirektion  adressiertes  Schreiben  der  Finanzdirektion  des 

A­3290/2011 Kantons Zug vom 18. Juni 2010 zur Kenntnisnahme zu. Sein Schreiben  leitete  das  EFD  am  20. Juli  2010  an  das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD)  zur  direkten  Erledigung  weiter.  Mit  den  Eingaben  vom  12. Oktober  sowie  vom  23.  Dezember  2010  (inkl.  beiliegender  Rechnung  des  Bundesgerichtes)  ging  das  EFD  in  gleicher  Weise  vor.  Am  21.  Januar  2011  liess  das  Bundesamt  für  Justiz  (BJ)  A._______  unter  Bezugnahme  auf  sein  Schreiben  vom  23.  Dezember  2010 wissen, dass es nichts weiter für ihn tun könne. Die Rechnung des  Bundesgerichtes  schickte  es  an  ihn  zurück.  Seine  weiteren  Schreiben  vom 14. Februar und vom 23. April 2011 an das EFD blieben in der Folge  unbeantwortet. D.  Mit  Eingabe  vom  9.  Juni  2011  gelangt  A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  ans  Bundesverwaltungsgericht  und  macht  eine  Rechtsverweigerung  des  EFD  geltend,  da  dieses  seine  Staatshaftungsklage  vom  13. Juni  2010  nie  behandelt  habe.  Der  Strafbefehl, welcher zu seiner Verhaftung vom 6. Juni 2010 geführt habe,  sei durch eine unzuständige Behörde ausgestellt und  ihm vorgängig nie  eröffnet worden. Die  ihm vom Kanton Zug auferlegte Busse hätte nie  in  eine Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt werden dürfen und er habe diese  ohnehin  wegen  Rechtsverweigerung  an  den  Kanton  Zürich  abgetreten.  Noch am 30. April 2010 habe ihm das Bundesamt für Polizei (fedpol) die  unzutreffende Auskunft erteilt, er sei nicht zur Fahndung ausgeschrieben;  schliesslich  sei  er  nach  seiner  Festnahme  auch  nie  einem  Haftrichter  vorgeführt  worden.  Das  Bundesverwaltungsgericht  habe  daher  angesichts  der  Untätigkeit  des  EFD  die  Widerrechtlichkeit  seiner  Verhaftung  und  die  anschliessende  (unzulässige)  Verweigerung  eines  Haftrichters  selber  festzustellen  und  ihm  eine  Entschädigung  von  Fr. 10'000.­  auszurichten.  Zudem  sei  ihm  für  das  Verfahren  vor  Bundesverwaltungsgericht  die  unentgeltliche  Prozessführung  zu  gewähren. E.  In  seiner  Vernehmlassung  vom  27. Juli  2011  schliesst  das  EFD  (nachfolgend:  Vorinstanz)  auf  Abweisung  der  Beschwerde.  Der  Beschwerdeführer  habe  zwar  grundsätzlich  Anspruch  auf  Erlass  einer  Verfügung über die von ihm (zumindest sinngemäss) geltend gemachten  Staatshaftungsansprüche  und  es  werde  von  ihr  auch  nicht  in  Abrede  gestellt,  dass  die  einzige  Reaktion  der  Bundesverwaltung  auf  seine  Eingaben  das  Schreiben  des  BJ  vom  21. Januar  2011  gewesen  sei. 

A­3290/2011 Seinen  Eingaben  sei  jedoch  zu  entnehmen,  dass  er  sich  bereits  in  der  Vergangenheit  wiederholt  auf  querulatorische  Art  und  Weise  an  verschiedene  Behörden  gewendet  habe;  zudem  seien  seine  ausschweifenden  Ausführungen  inhaltlich  haltlos  und  durchsetzt  mit  Beschimpfungen  staatlicher Organe.  Es  sei  offensichtlich,  dass  er  nicht  ernsthaft  Staatshaftungsansprüche  geltend  machen,  sondern  nur  die  Behörden  schikanieren wolle.  Um  die Handlungsfähigkeit  der  Behörden  aufrechtzuerhalten,  sei  es  unerlässlich,  die  Reaktionen  auf  solche  querulatorische  Eingaben  auf  ein  Minimum  zu  beschränken,  mithin  auf  diese  –  nach  Prüfung  der  Ernsthaftigkeit  der  geltend  gemachten  Ansprüche  –  nur  eine  einmalige  Stellungnahme  abzugeben  und  bei  weiteren  Schreiben  einzig  noch  zu  prüfen,  ob  neue  Argumente  vorgebracht würden. Sie habe folglich zu Recht nach der Stellungnahme  des BJ vom 21. Januar 2011 auf die Schreiben des Beschwerdeführers  nicht  mehr  reagiert  und  demnach  auch  keine  Rechtsverweigerung  begangen. F.  In  seiner Replik  vom 10. August  2011  beantragt  der  Beschwerdeführer,  die Vorinstanz sei aufzufordern, allfällige Beweise für die Rechtmässigkeit  seiner  Entführung  und  Freiheitsberaubung  vom  6. bis  am  9. Juni  2010  sowie  für die korrekte Auskunftserteilung durch das  fedpol vom 30. April  2010  einzureichen.  Zudem  habe  die  Vorinstanz  die  ihm  unterstellte  Querulanz  mit  einem  psychiatrischen  Gutachten  zu  belegen.  Mit  ihrer  Vernehmlassung  habe  sie  das  Verfahren  ausgeweitet,  indem  sie  auf  eigene  und  auf  Rechtsverweigerungen  des  EJPD  Bezug  genommen  habe;  falls  das  Bundesverwaltungsgericht  diese  nicht  aus  den  Akten  weise,  stelle  er  den Antrag  auf  eine  unabhängige Untersuchung  seines  Falles  gemäss  Art. 13  i.V.m.  Art. 16  FoK  wegen  unmenschlicher,  grausamer  und  erniedrigender  Behandlung,  seien  doch  die  verleumderischen  und  falschen  Einträge  über  seine  Person  in  den  einschlägigen  Datenbanken,  auf  welche  sich  die  Beamten  jeweils  abstützten  und  deren  Berichtigung  sie  verweigerten,  Ursache  des  vorliegenden Rechtsstreites. G.  In  seiner  ergänzenden  Eingabe  vom  3. September  2011  weist  der  Beschwerdeführer darauf hin, dass sich seine Beschwerde ausdrücklich  nur  gegen  die  Rechtsverweigerung  in  Bezug  auf  seine  unrechtmässige  Festnahme  gerichtet  und  erst  die  Vorinstanz  die  Rechtsverweigerung  bezüglich  des  Verstosses  gegen  die  Folterkonvention  und  der 

A­3290/2011 unabhängigen  Untersuchung  gemäss  Art.  13  i.V.m.  Art.  16  FoK  im  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  zum  Prozessthema  gemacht habe. Das EJPD verweigere ihm fortwährend die Auskunft über  die in seinen Datenbanken erfolgten (Falsch­) Einträge zu seiner Person. H.  Auf  die weiteren  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  sich  bei  den  Akten  befindlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant –  im Rahmen  der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Eine  Verfügung  liegt  vor  bei  einer  hoheitlichen,  individuell­konkreten,  auf  Rechtswirkungen  ausgerichteten  und  verbindlichen  Anordnung  einer  Behörde, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützt, oder bei einer  autoritativen  und  individuell­konkreten  Feststellung  bestehender  Rechte  oder Pflichten (Art. 5 Abs. 1 VwVG; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX  UHLMANN, Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6. Aufl.,  Zürich  2010,  Rz.  854  ff.;  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI/MARKUS  MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 28 Rz. 17). Die Vorinstanz hat –  wie  von  ihr  selber  eingeräumt  –  auf  die  als  Staatshaftungsklagen  bezeichneten  Eingaben  des  Beschwerdeführers  vom  13.  und  vom  26. Juni 2010 sowie auf seine daran anschliessende Korrespondenz nicht  geantwortet und  ihm gegenüber  folglich auch nicht verfügt. Ob allenfalls  das Schreiben des dem EJPD angegliederten BJ  vom 21.  Januar  2011  als  (negative) Verfügung zu qualifizieren  ist, erscheint mehr als  fraglich,  kann aber letztlich offenbleiben, richtet sich doch die Beschwerde gegen  das Untätigbleiben des vom Beschwerdeführer jeweils angerufenen EFD,  welches  seine  Zuständigkeit  nicht  grundsätzlich  in  Abrede  stellt  (vgl.  E. 2.1 nachfolgend).  Im Übrigen hat das BJ ohnehin nur zum Schreiben  des  Beschwerdeführers  vom  23. Dezember  2010  und  zur  beiliegenden  Rechnung  des  Bundesgerichtes  vom  16.  November  2010  (abschlägig)  Stellung genommen.

A­3290/2011 1.2. Nach  Art.  46a  VwVG  kann  gegen  das  unrechtmässige  Verweigern  oder  Verzögern  einer  Verfügung  ebenfalls  Beschwerde  geführt  werden.  Beschwerdeinstanz  ist  jene  Behörde,  die  zuständig  wäre,  wenn  die  Verfügung ordnungsgemäss ergangen wäre  (Botschaft  zur Totalrevision  der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001 [BBl 2001 4202 4408]; vgl.  auch ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren  vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 5.18 mit Hinweisen).  Das  EFD  ist  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichtes  gemäss  Art. 33  Bst. d  VGG  und  eine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG  liegt  im  Bereich  der  Staatshaftung  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  deshalb  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Rechtsverweigerungsbeschwerde  zuständig  (vgl.  auch  Art. 2  Abs. 3  der  Verordnung vom 30. Dezember 1958 zum Verantwortlichkeitsgesetz  [Vo  zum VG, SR 170.321]). 1.3.  Die  Vorinstanz  unterstellt  dem  Beschwerdeführer  Querulanz  und  spricht  ihm  –  zumindest  implizit  –  die  Prozessfähigkeit  ab.  Bis  zur  gerichtlichen  Feststellung  der  Prozessunfähigkeit  (vgl.  sogleich  E. 2.1.1  nachfolgend)  muss  ihm  jedoch  die  Möglichkeit  der  Prozessführung  gewahrt  bleiben,  weil  er  sich  ansonsten  gegen  die  Verneinung  seiner  Prozessfähigkeit  nicht  wirksam  zur  Wehr  setzen  kann.  Auf  seine  Rechtsverweigerungsbeschwerde  ist daher einzutreten  (vgl. BGE 118  Ia  236 E. 3a). 2.  Voraussetzung  für  eine  Rechtsverweigerungsbeschwerde  ist,  dass  der  Rechtsuchende  zuvor  ein Begehren  um Erlass  einer  Verfügung  bei  der  zuständigen  Behörde  gestellt  hat  und  ein  Anspruch  auf  Erlass  einer  solchen  Verfügung  besteht.  Ein  solcher  Anspruch  liegt  dann  vor,  wenn  einerseits eine Behörde nach dem anzuwendenden Recht verpflichtet ist,  in  Verfügungsform  zu  handeln,  und  wenn  andererseits  die  gesuchstellende  Person  nach  Art. 6  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1  VwVG  Parteistellung  beanspruchen  kann  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichtes A­6471/2009 vom 2. März 2010 E. 3 sowie  A­3260/2009  vom  16. Juli  2009  E. 2;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz.  5.20;  vgl.  auch  RENÉ  RHINOW/HEINRICH  KOLLER/CHRISTINA  KISS/DANIELA  THURNHERR/DENISE  BRÜHL­MOSER,  Öffentliches  Prozessrecht, 2. Aufl., Basel 2010, Rz. 282). 2.1. Die Vorinstanz stellt im Rahmen ihrer Vernehmlassung mit Recht den  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  Erlass  einer  anfechtbaren  http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408 http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408 http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408 http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408 http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408 http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408 http://links.weblaw.ch/BBl-2001-4408

A­3290/2011 Verfügung über die von ihm geltend gemachten Staatshaftungsansprüche  nicht  grundsätzlich  in  Frage  (vgl.  Art.  10  Abs. 1  des  Verantwortlichkeitsgesetzes  vom  14. März  1958  [VG,  SR  170.32]  i.V.m.  Art. 2 Abs. 1 Vo zum VG; zur Zuständigkeit des EFD für die Beurteilung  von  Verantwortlichkeitsansprüchen  im  Geschäftsbereich  der  Eidgenössischen  Zollverwaltung  [und  folglich  auch  des  GWK],  welche  mindestens Fr. 10'000.­  betragen,  vgl.  auch Art. 2 Abs. 2 Vo  zum VG e  contrario).  Sie  vertritt  jedoch  die  Auffassung,  der  Beschwerdeführer  mache  –  angesichts  der  unzähligen  querulatorischen  Eingaben  an  verschiedene Behörden, den haltlosen Vorbringen und den wiederholten  Beschimpfungen  staatlicher  Organe  –  keine  ernsthaften  Staatshaftungsansprüche  geltend  und  wolle  lediglich  die  Behörden  schikanieren;  sie  sei  daher  nicht  verpflichtet  gewesen,  auf  seine  Eingaben zu reagieren. 2.1.1.  Die  Prozessfähigkeit  ist  eine  Wirkung  der  vom  Bundesrecht  in  Art. 12  ff.  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  geordneten  Handlungsfähigkeit  im  Prozess.  Sie  setzt die Urteilsfähigkeit des Rechtsuchenden voraus und fehlt somit der  Prozesspartei,  die  nicht  in  der  Lage  ist,  vernunftgemäss  zu  handeln  (Art. 16  ZGB).  So  verhält  es  sich  namentlich  beim  psychopathischen  Querulanten, d.h. beim Menschen, dessen abnorme Reaktionen auf eine  psychisch  krankhafte  Persönlichkeitsentwicklung  zurückzuführen  sind  und  der  das  eigene,  meist  falsch  beurteilte  Recht  in  übertriebener  und  rücksichtsloser Art  und mit Rechtsbehelfen  durchzusetzen  versucht,  die  in keinem angemessenen Verhältnis zum erreichbaren Ziel stehen. Beim  Entscheid  darüber,  ob  ein  Rechtsuchender  als  psychopathischer  Querulant  bezeichnet  werden  muss,  ist  in  der  Regel  ein  medizinischer  Sachverständiger  beizuziehen,  es  sei  denn,  das  langjährige,  allgemein  bekannte  prozessuale  Verhalten  der  Partei  führe  zum  zwingenden  Schluss,  dass  die  fraglichen  Handlungen  auf  keinerlei  vernünftigen  Überlegungen  mehr  beruhen,  sondern  schlechterdings  nur  noch  als  Erscheinungsformen  einer  schweren  psychischen  Störung  gewürdigt  werden  können.  Eine  solche  Querulanz  darf  indessen  nicht  leichthin  bejaht werden. Nicht  jeder, der sein vermeintliches Recht hartnäckig mit  allen  ihm  zur  Verfügung  stehenden  Mitteln  und  gelegentlich  unter  Missachtung des gebotenen Anstandes durchzusetzen versucht und auf  diese  Weise  die  Geduld  von  Gerichten  und  Behörden  über  Gebühr  in  Anspruch  nimmt,  gilt  als  psychopathischer  Querulant  (BGE  118  Ia  236  E. 2b,  BGE  98  Ia  324  E. 3;  vgl.  auch  LAURENT  MERZ,  in:  Basler  Kommentar Bundesgerichtsgesetz, Niggli/Uebersax/Wiprächtiger  [Hrsg.], 

A­3290/2011 Basel  2008,  N. 114  zu  Art. 42;  THOMAS  MERKLI/ARTHUR  AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, Kommentar zum Gesetz vom 23. Mai 1989  über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern, Bern 1997, N. 4 zu  Art. 11, N. 3 zu Art. 45). Seinen Schreiben an die Vorinstanz ist zwar zu  entnehmen,  dass  der  Beschwerdeführer  immer  wieder mit  Behörden  in  Konflikt  gerät  und  diese  mit  Eingaben  eindeckt,  bereits  wiederholt  in  Verfahren vor verschiedenen kantonalen und eidgenössischen Instanzen  verwickelt war bzw. diese Verfahren teilweise selber angehoben hat und  gegenüber  staatlichen Organen oftmals den nötigen Respekt  vermissen  lässt.  Dennoch  kann  aus  diesem  Verhalten  allein  noch  nicht  ohne  weiteres  eine  Prozessunfähigkeit  wegen  Querulanz  für  das  vorliegend  interessierende  vorinstanzliche  Verfahren  abgeleitet  werden.  Dies  gilt  umso mehr, als der Beschwerdeführer am 13. Juni und am 1. Juli 2010 –  zumindest gemäss Vorakten – erstmals mit Verantwortlichkeitsklagen an  die Vorinstanz herangetreten ist. 2.1.2. Auch ein allfälliger Rechtsmissbrauch darf  im Zusammenhang mit  dem  Ausüben  von  Verfahrensrechten  nur  mit  Zurückhaltung  und  unter  Umständen  angenommen  werden,  die  keinerlei  Zweifel  erlauben.  Prozessuale Vorkehren gelten namentlich dann als rechtsmissbräuchlich,  wenn  sie  einzig  darauf  abzielen,  die  Behörde  zu  schikanieren  oder  zu  lähmen.  Dies  ist  etwa  der  Fall  bei  Eingaben  in  grosser  Zahl  ohne  ersichtlichen  Nutzen  oder  bei  Unterbreiten  von  zahlreichen  Begehren  oder Vorhaben zur Prüfung, welche gar nicht umgesetzt oder ausgeführt  werden  können.  Als  mutwillig  sind  auch  Verfahrenshandlungen  von  unbelehrbaren  Personen  zu  bezeichnen,  die  aufgrund  der  Ergebnisse  anderer  Verfahren  längst  wissen  müssen,  dass  ihre  Begehren  aussichtslos  sind,  dies  aber  einfach  nicht  wahrhaben  wollen  (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, a.a.O., N. 4 zu Art. 45 und N. 2 zu Art. 46;  vgl. auch MERZ, a.a.O., N. 113 zu Art. 42; zu den hohen Anforderungen  an  die  Zweckwidrigkeit  prozessualer  Instrumente  vgl.  auch  THOMAS  GÄCHTER,  Rechtsmissbrauch  im  öffentlichen  Recht,  unter  besonderer  Berücksichtigung  des Bundessozialversicherungsrechts,  Zürich  2005, S.  312  f.  mit  Hinweisen,  sowie  BERNHARD  WALDMANN/JÜRG  BICKEL,  in:  Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009,  Art. 29  N. 69).  Die  Begründetheit  der  Verantwortlichkeitsansprüche  des  Beschwerdeführers  gegenüber  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  mag  zwar  auf  den  ersten  Blick  in  vieler  Hinsicht  fraglich  erscheinen;  dennoch  können  immerhin  der  Staatshaftungsklage  vom  13. Juni  2010  betreffend die Ereignisse  im Zusammenhang mit seiner Festnahme vom  6. Juni  2010  durch  das GWK  nicht  von  vornherein  zumindest minimale 

A­3290/2011 Erfolgsaussichten abgesprochen werden (vgl. MATTHIAS HÄRRI, in: Basler  Kommentar  Bundesgerichtsgesetz,  a.a.O.,  N. 16  zu  Art. 33;  PHILIPPE  WEISSENBERGER,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  a.a.O.,  Art. 60  N. 54).  Offensichtlich  rechtsmissbräuchliches  Verhalten  wäre  dem  Beschwerdeführer mithin nur dann vorzuwerfen, wenn er sich nach einem  (abschlägigen) Bescheid der Vorinstanz mit immer neuen Eingaben in der  gleichen Sache an sie gewendet hätte. Dies ist augenscheinlich nicht der  Fall. Vielmehr sind seine fortwährenden Interventionen hauptsächlich das  Resultat der Untätigkeit der Vorinstanz. 2.1.3.  Die  Vorinstanz  wäre  somit  verpflichtet  gewesen,  die  Staatshaftungsklage  des  Beschwerdeführers  vom  13. Juni  2010  entgegenzunehmen und materiell zu beurteilen. Selbst wenn die Eingabe  auf  querulatorischer  oder  rechtsmissbräuchlicher  Verfahrensführung  beruht  hätte,  hätte  sie  diese  nicht  einfach  unbehandelt  lassen  dürfen,  sondern hätte  förmlich darauf nicht eintreten müssen  (für das Verfahren  vor Bundesverwaltungsgericht: Art. 52 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 23 Abs. 1  Bst. b  VGG  [offensichtliche  Unzulässigkeit];  für  das  Verfahren  vor  Bundesgericht:  Art. 108  Abs. 1  Bst. c  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]); erst danach und nach entsprechender  Androhung hätte sie die weiteren Eingaben des Beschwerdeführers in der  gleichen  Sache  formlos  zu  den  Akten  legen  dürfen.  Durch  ihr  Untätigbleiben  hat  die  Vorinstanz  demnach  eine  Rechtsverweigerung  begangen. 2.1.4.  Im Gegensatz zur Staatshaftungsklage vom 13. Juni 2010 hat die  Vorinstanz diejenige vom 26. Juni 2010 an die BK weitergeleitet und die  Prüfung  ihrer  Zulässigkeit  somit  dieser  überbunden  (vgl.  THOMAS  FLÜCKIGER,  in: Praxiskommentar VwVG, a.a.O., Art. 8 N. 9 in fine). Art. 8  Abs. 1 VwVG sieht zwar vor, dass die Behörde, die sich als unzuständig  erachtet,  die  Sache  ohne  Verzug  der  zuständigen  Behörde  überweist.  Der  Beschwerdeführer  hat  jedoch  nach  dieser  internen,  ihm  nicht  angezeigten  Weiterleitung  mit  Eingaben  vom  16. Juli  und  vom  23. Dezember  2010  erneut  von  der  Vorinstanz  eine  unabhängige  Untersuchung  gemäss  Art.  13  FoK  verlangt  und  auch  nach  dem  Antwortschreiben des BJ vom 21. Januar 2011 der Vorinstanz gegenüber  seinen  Unmut  bekundet.  Mit  seinem  Verhalten  hat  er  daher  zumindest  implizit  zum  Ausdruck  gebracht,  dass  er  das  EFD  (weiterhin)  für  zuständig  erachte  (vgl.  auch  FLÜCKIGER,  a.a.O.,  Art. 9  N. 10 f.);  dieses  hätte  demnach  –  falls  es  sich  für  unzuständig  hielt  –  ebenfalls  durch  Verfügung auf die Sache nicht eintreten müssen (Art. 9 Abs. 2 VwVG; vgl. 

A­3290/2011 zum Ganzen auch: Urteil  des Bundesverwaltungsgerichtes A­3260/2009  vom 16. Juli 2009 E. 2 mit Hinweisen). Auch in dieser Hinsicht  liegt eine  Rechtsverweigerung  vor.  Dies  gilt  umso  mehr,  als  die  Überweisung  unbegründet war (vgl. E. 2.1 hiervor und E. 3.2 nachfolgend). 3.  Bei  Gutheissung  einer  Rechtsverweigerungsbeschwerde  ist  die  Sache  mit  der  Anweisung,  darüber  zu  entscheiden,  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen.  Eine  andere  Möglichkeit,  den  rechtmässigen  Zustand  herzustellen,  gibt  es  grundsätzlich  nicht;  insbesondere  darf  das Gericht  an sich nicht anstelle der das Recht verweigernden Behörde entscheiden,  würden  dadurch  doch  der  Instanzenzug  verkürzt  und  allenfalls  weitere  Rechte  der  am  Verfahren  Beteiligten  verletzt  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 5.25; vgl. auch BVGE 2008/15  E. 3.1.2).  In  Einzelfällen  kann  es  aber  zulässig  sein,  aus  prozessökonomischen Gründen auf eine Rückweisung an die Vorinstanz  zu  verzichten  und  den  Entscheid  selbst  zu  fällen.  Dies  wird  dort  der  Interessenlage  gerecht,  wo  der  Entscheid  im  Wesentlichen  zugunsten  des  Beschwerdeführers  ausfällt  und  keine  Drittbetroffenen  vorhanden  sind,  so  dass  die  Verkürzung  des  Instanzenzuges  für  die  beschwerdeführende  Partei  oder  Dritte  keinen  Nachteil  darstellt  (FELIX  UHLMANN/SIMONE  WÄLLE­BÄR,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  a.a.O.,  Art. 46a  N. 37;  vgl.  zum  Ganzen  auch:  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichtes A­6471/2009 vom 2. März 2010 E. 3.2). 3.1. Was  die  Staatshaftungsklage  vom  13. Juni  2010  anbelangt,  ist  die  Angelegenheit nicht spruchreif, dürfte doch die Vorinstanz  insbesondere  noch  eine  Vernehmlassung  der  Eidgenössischen  Zollverwaltung  (bzw.  des  zuständigen GWK)  zu  den  Ereignissen  im  Zusammenhang mit  der  Festnahme vom 6. Juni 2010 einzuholen haben (vgl. Art. 2 Abs. 1 Vo zum  VG);  erst  daran  anschliessend  wird  sie  eine  Prüfung  der  materiellen  Begründetheit  der  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Schadenersatz­ und Genugtuungsansprüche vornehmen können. 3.2.  Etwas  anders  verhält  es  sich  mit  der  Staatshaftungsklage  vom  26. Juni 2010, mit welcher der Beschwerdeführer unter anderem wegen  der  von  ihm  angeblich  über  Jahre  hinweg  erlittenen  Behördenwillkür  sowie  den  ihm  gegenüber  begangenen  Amtsmissbräuchen  die  Ausrichtung  einer  Entschädigung  zu  beantragen  scheint:  Wenn  der  Beschwerdeführer diese pauschalen und undifferenzierten Vorwürfe auch  nach erfolgter Aufforderung zur Nachbesserung nicht weiter konkretisiert 

A­3290/2011 und den rechtserheblichen Sachverhalt nicht weiter eingrenzt und belegt,  wird die (für die Beurteilung solcher Ansprüche grundsätzlich zuständige)  Vorinstanz  darauf  nicht  einzutreten  haben  (vgl.  Art. 13  Abs. 2  i.V.m.  Art. 13  Abs. 1  Bst. a  VwVG  sowie  PATRICK  L.  KRAUSKOPF/KATRIN  EMMENEGGER,  in:  Praxiskommentar  VwVG,  a.a.O.,  Art. 13  N. 54  ff.).  Soweit  er  schliesslich  um  Einleitung  einer  unabhängigen  Untersuchung  seines Falles gemäss Art. 13 FoK ersucht, stellt sich vorab die Frage, ob  es sich bei dieser Bestimmung überhaupt um direkt anwendbares Recht  handelt  (vgl. Botschaft des Bundesrates betreffend das Übereinkommen  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder Strafe  vom 30. Oktober  1985  [BBl  1985  III  285  299]).  Dessen ungeachtet ist die Vorinstanz für die Durchführung eines solchen  Verfahrens  –  gleich  wie  das  Bundesverwaltungsgericht  (vgl.  Art. 31  ff.  VGG)  –  nicht  zuständig;  vielmehr  hat  der  Beschwerdeführer  eine  entsprechende  Untersuchung  wohl  mittels  Strafanzeige  gegen  die  von  ihm  beschuldigten  Amtsträger  bei  den  zuständigen  Strafverfolgungsbehörden  anhängig  zu machen  (vgl.  Art. 4  ff.  FoK)  und  die  Vorinstanz  auf  das  entsprechende  Begehren  nicht  einzutreten  (MICHEL  DAUM,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008,  Rz. 3 zu Art. 8). 4.  Gestützt  auf  die  vorstehenden  Erwägungen  ist  die  Beschwerde  folglich  gutzuheissen  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz  mit  der  Anordnung  zurückzuweisen,  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichten  Staatshaftungsklagen vom 13. Juni und vom 26. Juni 2010 ohne Verzug  einer  materiellen  (vgl.  E. 3.1)  bzw.  zumindest  einer  formellen  Prüfung  (vgl. E. 3.2) zu unterziehen und anschliessend zu verfügen. 5.  Der  unterlegenen  Vorinstanz  und  dem  obsiegenden  Beschwerdeführer  sind  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs. 1  und  Abs. 2  VwVG).  Das  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Gesuch  um  unentgeltliche  Prozessführung  wird  unter  diesen  Vorzeichen  gegenstandslos (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.102). 6.  Dem  nicht  anwaltlich  vertretenen  obsiegenden  Beschwerdeführer  sind  keine  verhältnismässig  hohen  Kosten  entstanden,  weshalb  von  der  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  abzusehen  ist  (Art.  64  Abs.  1 

A­3290/2011 VwVG  sowie Art. 7  Abs. 4  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen.  Die  Sache  wird  an  die  Vorinstanz  zum  Entscheid  über  die  Staatshaftungsklagen  des  Beschwerdeführers  vom  13. Juni  und  vom  26. Juni  2010  im  Sinne  der  Erwägungen  zurückgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 432.1­063; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: André Moser Lars Birgelen Rechtsmittelbelehrung: Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der  Staatshaftung  können  beim  Bundesgericht  angefochten  werden,  wenn  der  Streitwert  mindestens  Fr. 30'000.–  beträgt  oder  wenn  sich  eine  Rechtsfrage  von  grundsätzlicher  Bedeutung  stellt  (Art. 85  Abs. 1  Bst. a  und  Abs. 2  BGG).  Steht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten offen, kann sie  innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses 

A­3290/2011 Entscheides  beim  Bundesgericht,  1000 Lausanne 14,  erhoben  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  BGG).  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand:

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