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Bundesverwaltungsgericht 13.02.2012 A-3073/2011

13 février 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·5,545 mots·~28 min·3

Résumé

Adressierungselemente | Aufsichtsverfahren betreffend Dienstleistungsangebot

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung I A­3073/2011 Urteil   v om   1 3 .   Februar   2012 Besetzung Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Alain Chablais, Richter Christoph Bandli, Gerichtsschreiberin Tanja Haltiner. Parteien SWITCH, Werdstrasse 2, Postfach, 8021 Zürich, Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Kommunikation BAKOM, Abteilung Telecomdienste, Zukunftstrasse 44, Postfach, 2501 Biel, Vorinstanz Gegenstand Aufsichtsverfahren betreffend Dienstleistungsangebot.

A­3073/2011 Sachverhalt: A.  Im Mai 2009 gründete die SWITCH die Tochtergesellschaft switchplus ag,  welche Endkundinnen die Registrierung von Domain­Namen der Domain  ".ch"  und  ".li"  als  Wiederverkäuferin  (Registrar)  anbieten  soll.  Zudem  bietet die Tochtergesellschaft Mail­ und Hosting­Services an. B.  Im  Zusammenhang  mit  der  Gründung  der  switchplus  ag  eröffnete  das  Bundesamt  für  Kommunikation  (nachfolgend:  BAKOM)  gegen  die  SWITCH am 16. März 2010 ein Aufsichtsverfahren. Mit Verfügung vom 11. April 2011 verpflichtete das BAKOM die SWITCH  in  Dispositivziffer  1,  sämtliche  Leistungen,  welche  diese  aufgrund  ihrer  Registrierungs­  und  Verwaltungstätigkeit  von  Domain­Namen  zu  erbringen  in  der  Lage  sei  und  welche  die  switchplus  ag  anbiete,  allen  Whole­Sale­Partnerinnen zu den gleichen Bedingungen anzubieten. Von  der  Offerierungspflicht  ausgenommen  seien  Leistungen,  die  typischerweise nur zwischen verbundenen Unternehmen erbracht würden  sowie  Leistungen,  die  keinen  direkten  oder  indirekten  Bezug  zur  delegierten  Tätigkeit  der  Registrierung  und  Verwaltung  von  Domain­ Namen  hätten.  Gemäss  Dispositivziffer  2  habe  die  SWITCH  eine  Liste  der  Leistungen,  die  sie  allen  Whole­Sale­Partnerinnen  inklusive  der  switchplus ag zu gleichen Bedingungen anbieten wolle, zu erstellen. Die  Preise und die übrigen Konditionen der einzelnen Leistungen seien dabei  verbindlich  festzulegen  und  dem  BAKOM  sowie  allen  Whole­Sale­ Partnerinnen  innert 30 Tagen ab Rechtskraft der Verfügung zuzustellen.  Gleichzeitig  sei  der  Leistungskatalog  unter  Nachführung  allfälliger  Änderungen  zu  veröffentlichen.  Zudem  habe  die  SWITCH  sicherzustellen, dass die switchplus ag innert 30 Tagen seit Eröffnung der  Verfügung  von  keinen  werbewirksamen  Leistungen  der  SWITCH  profitiere, welche anderen Whole­Sale­Partnerinnen nicht  zur Verfügung  stehen würden, wobei sich diese Verpflichtung namentlich auch auf den  Webauftritt  beziehe  (Dispositivziffer  3).  Mit  Dispositivziffer  4  wurde  die  SWITCH  verpflichtet,  dem  BAKOM  jeweils  unaufgefordert  sämtliche  Verträge  oder  Vertragsänderungen  zwischen  ihr  und  der  switchplus  ag  innert  30  Tagen  nach  Abschluss  zur  Kenntnis  zu  bringen.  Von  dieser  Mitteilungspflicht ausgenommen seien Verträge, die keinen direkten oder  indirekten  Bezug  zur  delegierten  Tätigkeit  der  Registrierung  und  Verwaltung  von  Domain­Namen  hätten.  Weiter  wurde  die  SWITCH 

A­3073/2011 verpflichtet,  sämtliche  mit  ihren  Leistungen  an  die  switchplus  ag  verbundenen  Kosten  sachgerecht  und  in  einer  getrennten  Kostenrechnung gegenüber dem BAKOM auszuweisen, erstmals für das  Rechnungsjahr  2010  (Dispositivziffer  5).  Einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  Dispositivziffern  3  und  5  wurde  die  aufschiebende  Wirkung  entzogen  (Dispositivziffer  6).  Die  Verwaltungsgebühren  wurden  der  SWITCH auferlegt (Dispositivziffer 7) und die Firmen Hostpoint AG et al.  vom Ausgang des Verfahrens in Kenntnis gesetzt (Dispositivziffer 9). C.  Mit Beschwerde vom 27. Mai 2011 gelangte die SWITCH  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  an  das  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragt,  Dispositivziffern 1 bis 4 sowie Dispositivziffer 7 betreffend Kostenauflage  der Verfügung des BAKOM (nachfolgend: Vorinstanz) vom 11. April 2011  seien aufzuheben. Weiter sei festzustellen, dass die Vorinstanz dadurch,  dass  sie  die  Firmen Hostpoint  AG  et  al.  vor  Eintritt  der Rechtskraft  der  angefochtenen  Verfügung  über  den  Ausgang  des  Aufsichtsverfahrens  informiert  habe,  Bundesrecht  verletzt  habe.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  verlangt  sie  die  Wiederherstellung  der  in  Dispositivziffer  6  entzogenen  aufschiebenden  Wirkung  einer  Beschwerde  gegen  Dispositivziffer 3 der angefochtenen Verfügung. Eventualiter  sei  ihr eine  angemessene  Frist  von  mindestens  120  Tagen  zur  Vornahme  der  im  Sinne von Dispositivziffer 3 der angefochtenen Verfügung erforderlichen  Vorkehrungen,  insbesondere  zur  entsprechenden  Umgestaltung  ihres  Webauftritts, zu gewähren. D.  Die  Vorinstanz  verlangt  mit  Vernehmlassung  vom  8. Juni  2011  die  Abweisung  des  Antrags  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung.  Ebenso  sei  der  entsprechende  Eventualantrag  abzuweisen,  soweit darauf einzutreten sei. Mit  unaufgeforderter  Eingabe  gleichen  Datums  reicht  die  Beschwerdeführerin  ergänzend  ein  Schreiben  der  Wettbewerbskommission  (nachfolgend:  WEKO)  zu  den  Akten,  wonach  diese  mangels  Anhaltspunkten  für  eine  unzulässige  Wettbewerbsbeschränkung  darauf  verzichte,  ihr  Sekretariat  mit  der  Eröffnung einer Untersuchung zu beauftragen. E.  Mit  Zwischenverfügung  vom  10. Juni  2011  hiess  das 

A­3073/2011 Bundesverwaltungsgericht  das  Gesuch  der  Beschwerdeführerin  um  Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gut. F.  Mit  Vernehmlassung  vom  8. Juli  2011  beantragt  die  Vorinstanz,  die  Beschwerde sei in der Hauptsache vollumfänglich abzuweisen. G.  Die  Beschwerdeführerin  hält  mit  ihren  Schlussbemerkungen  vom  19. August 2011 an den in der Beschwerde vom 27. Mai 2011 gestellten  Anträgen  fest.  Eventualiter  sei  ihr  bei  Abweisung  des  Antrags  1  hinsichtlich  Dispositivziffer  3  der  angefochtenen  Verfügung  eine  angemessene  Umsetzungsfrist  von  120  Tagen  zur  Vornahme  der  erforderlichen  Vorkehrungen,  insbesondere  der  entsprechenden  Umgestaltung des Webauftritts, zu gewähren. H.  Auf  weitere  Vorbringen  der  Parteien  und  die  sich  bei  den  Akten  befindlichen  Schriftstücke  wird  –  sofern  entscheidrelevant  –  in  den  nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1.   Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  dieses  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als  Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Da  im  Telekommunikationsbereich  keine  Ausnahme  vorliegt  und  das  BAKOM  eine  Behörde  im  Sinne  von  Art.  33  Bst.  d  VGG  ist,  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  für  die  Behandlung  der  vorliegenden  Beschwerde zuständig. 1.2.  Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin  der  angefochtenen  Verfügung  durch  diese  unmittelbar  betroffen  und  macht  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  geltend.  Sie ist daher ohne Weiteres beschwerdelegitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG).

A­3073/2011 1.3.  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  daher  einzutreten. 2.  Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Entscheide seiner Vorinstanzen  mit voller Kognition. Gerügt werden kann daher gemäss Art. 49 VwVG die  Verletzung  von  Bundesrecht  –  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens  –,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids. 3.  3.1.  In der angefochtenen Verfügung hält die Vorinstanz unter dem Titel  Voraussetzungen  für  den  (Whole­Sale­)Partnervertrag  fest,  dass  im Fall  der switchplus ag knapp 80 % der benötigten 1'000 registrierten Domain­ Namen  direkt  von  der  Beschwerdeführerin  oder  auf  Namen  von  deren  Mitarbeitenden  zugunsten  der  Tochtergesellschaft  registriert  worden  seien, womit die switchplus ag vom Whole­Sale­Angebot habe profitieren  können,  ohne  vorgängig  die  für  den  Erwerb  eines  solchen  Kundenstamms notwendigen  Investitionen  zu  tätigen. Die Vorinstanz  ist  jedoch  im  Zeitpunkt  des  Erlasses  ihrer  Verfügung  davon  ausgegangen,  dass  die  switchplus  ag  seit  ihrer  Gründung  durch  eigene  Geschäftstätigkeit  mindestens  1'000  Domain­Namen  von  Kunden  registrieren  konnte,  so  dass  sie  mittlerweile  die  Voraussetzungen  für  einen  Whole­Sale­Partnervertrag  erfülle  und  daher  die  ursprüngliche  Ungleichbehandlung  durch  die  Beschwerdeführerin  dahingefallen  sei,  weshalb  diesbezüglich  auf  die  Anordnung  von  Aufsichtsmassnahmen  verzichtet  wurde.  Da  dieser  Punkt  nicht  weiter  Thema  des  vorinstanzlichen Verfahrens war und daher keinen Eingang ins Dispositiv  der  angefochtenen Verfügung gefunden hat,  kann er  auch nicht  Thema  des Beschwerdeverfahrens sein (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008, Rz. 2.7). 3.2.    Unbestritten  geblieben  und  daher  in  Rechtskraft  erwachsen  ist  Dispositivziffer  5  der  angefochtenen  Verfügung  betreffend  die  Leistungserbringung und ­verrechnung zwischen der Beschwerdeführerin  und  ihrer  Tochtergesellschaft  (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.213).  Über  die  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  wurde bereits mit Zwischenverfügung vom 10. Juni 2011 befunden.

A­3073/2011 4.  4.1.  Die Beschwerdeführerin macht in formeller Hinsicht eine Verletzung  des rechtlichen Gehörs geltend: Es sei ihr trotz entsprechendem Gesuch  keine  Einsicht  in  die  von  insgesamt  elf  Firmen  eingereichte  Aufsichtsbeschwerde,  welche  das  strittige  Verfahren  ausgelöst  habe,  gewährt worden. Dem hält die Vorinstanz entgegen, die Anzeige sei  für  die  Eröffnung  des Aufsichtsverfahrens  nicht  relevant  gewesen, weshalb  ihr  kein  Aktencharakter  zukomme.  Der  Beschwerdeführerin  sei  es  jederzeit  freigestanden,  Einsicht  in  die  Akten  zu  nehmen  oder  zu  beantragen, die Anzeige vom 15. Januar 2010 zu den Akten zu nehmen,  was sie nicht getan habe. 4.2.    Nach  ständiger  Rechtsprechung  und  Lehre  umfasst  der  Anspruch  auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101)  als  Teilgehalt  ebenfalls  das  Recht  der  Parteien  auf  Akteneinsicht.  Dieses  wird  auf  Gesetzesebene  für  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht in den Art. 26 ff. VwVG konkretisiert. Gemäss  dem in Art. 26 Abs. 1 VwVG beschriebenen Akteneinsichtsrecht hat jede  Partei oder ihr Vertreter grundsätzlich Anspruch darauf, in ihrer Sache die  Verfahrensunterlagen, d.h.  insbesondere die Eingaben von Parteien und  Vernehmlassungen  von  Behörden  (Bst. a)  und  alle  als  Beweismittel  dienenden  Aktenstücke  (Bst.  b),  am  Sitz  der  verfügenden  Behörde  einzusehen.  Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf alle – auch neu eingehenden –  verfahrensbezogenen  Akten,  die  geeignet  sind,  Grundlage  des  Entscheids  zu  bilden.  Die  Akteneinsicht  ist  demnach  auch  zu  gewährleisten,  wenn  die  Ausübung  des  Akteneinsichtsrechts  den  Entscheid  in  der  Sache  nicht  zu  beeinflussen  vermag  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­1813/2009  vom  21. September  2011  E. 7.1.4  mit  Hinweis;  BERNHARD WALDMANN/  JÜRG BICKEL  in:  Praxiskommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Zürich  2009  [VwVG­ Praxiskommentar], Art. 29 Rz. 94 f.; STEPHAN C. BRUNNER in: Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren, 

A­3073/2011 Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Zürich  2008  [VwVG­Kommentar],  Art. 26  Rz. 1, 33 und 45). Der Betroffene kann sich nur dann wirksam zur Sache  äussern  und  geeignete Beweise  führen  oder  bezeichnen, wenn  er  über  Anträge der Gegenseite oder Stellungnahmen Dritter orientiert bzw. wenn  ihm  die  Möglichkeit  eingeräumt  wird,  die  Unterlagen  einzusehen,  auf  welche  die  Behörde  in  ihrer  Verfügung  abzustellen  gedenkt  (BGE 132 V 387 E. 3.1;  vgl. auch  WALDMANN/BICKEL,  VwVG­ Praxiskommentar, Art. 29 Rz. 94). Die Akteneinsicht  erstreckt  sich  demnach  grundsätzlich  auf  alle  für  den  Entscheid wesentlichen Akten,  d.h.  auf  jene Akten,  die Grundlage einer  Entscheidung  bilden.  Um  den  Umfang  des  Akteneinsichtsrechts  zu  bestimmen,  kommt  es  auf  die  Bedeutung  eines  Aktenstückes  für  die  verfügungswesentliche  Sachverhaltsdarstellung  an  (Urteile  des  Bundesgerichts 2A.132/2006 vom 20.  Juli  2006 E. 2.5,  2P.50/2003 vom  7. August 2003 E. 4 und 2A.587/2003 vom 1. Oktober 2004 E. 7.3, je mit  Hinweisen,  BGE  129  I  85  E. 4.1,  BGE  121  I  225  E. 2a;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­2213/2006  vom  2.  Juli  2007,  E. 4.3.1;  MARC  HÄUSLER/RETO  FERRARI­VISCA,  Das  Recht  auf  Akteneinsicht  im  Verwaltungs­ und Verwaltungsjustizverfahren, in: Jusletter vom 8. August  2011,  S. 2  und  4).  Akten,  welche  mit  dem  Verfahren,  in  dem  die  Akteneinsicht  begehrt  wird,  nichts  zu  tun  haben,  unterliegen  der  Akteneinsicht  zum  Vorneherein  nicht.  Durch  die  Gewährung  der  Akteneinsicht  soll  dem  Betroffenen  die  Kenntnis  der  wesentlichen  Tatsachen,  d.h.  jener  Tatsachen,  welche  die  Behörde  ihrer  Verfügung  zugrunde zu legen gedenkt, verschafft werden, damit sich dieser äussern  kann. Dies wiederum bedeutet, dass sich das Recht auf Akteneinsicht nur  auf  jene Akten bezieht, auf deren Inhalt die geplante Verfügung gestützt  werden soll  (WILLY HUBER, Das Recht des Bürgers auf Akteneinsicht  im  Verwaltungsverfahren, Diss. St. Gallen 1980, S. 66 und S. 70 f.). 4.3.    Tatsächlich  hat  die  Beschwerdeführerin  mit  E­Mail  vom  29. März  2010  um  Akteneinsicht  ersucht,  insbesondere  um  Zustellung  der  Aufsichtsbeschwerde.  Mit  Schreiben  vom  1. April  2010  erklärte  die  Vorinstanz,  die  Beschwerdeführerin  sei  selbstverständlich  berechtigt,  jederzeit Einsicht in die Verfahrensakten zu nehmen. Im Übrigen wurde in  diesem  Schreiben  festgehalten,  dass  die  eingereichte  Aufsichtsbeschwerde  noch  nicht  zu  den  Verfahrensakten  genommen  worden und nachdem die Anzeigenden auf eine Parteistellung verzichtet  hätten zudem unklar sei, ob das Dokument verfahrensrelevant sei. Falls  für  die  Entscheidfindung  auf  die  Aufsichtsbeschwerde  abgestellt  würde, 

A­3073/2011 werde diese zu den Akten genommen und Einsicht gewährt. In der Folge  hat  die Vorinstanz die  fragliche Aufsichtsbeschwerde  in  ihrer Verfügung  vom 11. April 2011 im Rahmen der Prozessgeschichte zwar erwähnt, sich  bei der Begründung jedoch nicht darauf abgestützt. Da es sich daher bei der entsprechenden Aufsichtsbeschwerde nicht um  ein entscheidrelevantes Dokument handelt, d.h. die Beschwerde nicht als  Grundlage  für  den  angefochtenen  Entscheid  herbeigezogen  wurde,  erstreckt  sich  das  Recht  auf  Akteneinsicht  nicht  darauf,  womit  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  zu  verneinen  ist.  Aus  den  eingereichten Akten ergibt  sich zudem, dass die Beschwerdeführerin  im  Rahmen  des  vorinstanzlichen  Verfahrens  zur  Aufsichtsbeschwerde  Stellung  nehmen  konnte  (vgl.  E­Mail  vom  8.  Juli  2010,  Beilage 16  zur  Vernehmlassung, worin  die  Beschwerdeführerin  auf  ihre  Stellungnahme  zur Aufsichtsbeschwerde Bezug nimmt). 5.  5.1.    Weiter  verlangt  die  Beschwerdeführerin  es  sei  festzustellen,  die  Vorinstanz  habe  dadurch,  dass  sie  die  Anzeigerinnen  vor  Eintritt  der  Rechtskraft  der  Verfügung  informiert  habe,  Bundesrecht  verletzt.  Die  Vorinstanz erklärt hierzu, der Rechtsvertreter der Anzeigerinnen sei nach  Abschluss des Verfahrens praxisgemäss darüber informiert worden, dass  der  Anzeige  mittels  Anordnung  von  Aufsichtsmassnahmen  Folge  gegeben worden sei. 5.2.  Aufgrund seiner Formulierung lässt sich das Feststellungsbegehren  der Beschwerdeführerin am ehesten unter Art. 25a Abs. 1 Bst. c VwVG  subsumieren,  wonach  derjenige,  welcher  ein  schutzwürdiges  Interesse  hat, von der Behörde, die  für Handlungen zuständig  ist, welche sich auf  öffentliches  Recht  des  Bundes  stützen  und  Rechte  oder  Pflichten  berühren,  verlangen  kann,  die  Widerrechtlichkeit  von  Handlungen  festzustellen. Diesfalls hätte die Beschwerdeführerin mit ihrem Begehren  an  die  Vorinstanz  gelangen  müssen.  Es  rechtfertigt  sich  jedoch  aus  prozessökonomischen  Gründen,  das  Begehren  anhand  zu  nehmen,  zumal  mit  Art.  25a  VwVG  nicht  nur  die  nachträgliche  rechtliche  Beurteilung  tatsächlicher  Staatshandlungen  bezweckt  wird,  sondern  die  Bestimmung  als  Signal  für  künftiges  Verwaltungshandeln  auch  präventiven  Charakter  hat.  Bei  Begehren  auf  Feststellung  der  Widerrechtlichkeit einer Handlung  ist das aktuelle  Interesse  regelmässig  dahingefallen,  doch  muss  wegen  der  grundsätzlichen  Fragestellung 

A­3073/2011 darauf  verzichtet werden.  Eine Ausnahme wird  in  solchen  Fällen  selbst  dann  bejaht,  wenn  nicht  anzunehmen  ist,  dass  sich  der  Vorfall  genau  gleich  wiederholen  wird  (vgl.  BEATRICE  WEBER­DÜRLER,  VwVG­ Kommentar,  a.a.O., Art.  25a Rz. 2  und Rz. 30;  ISABELLE HÄNER, VwVG­ Praxiskommentar,  a.a.O.,  Art.  25a  Rz.44,  je  mit  Hinweisen).  So  präsentiert  sich denn auch der vorliegende Fall: Die Anzeigerinnen sind  bereits  über  den  Ausgang  des  Verfahrens  vor  Vorinstanz  informiert  worden,  so  dass  die  Beschwerdeführerin  deshalb  kein  praktisches  Interesse an der Rechtsklärung im Urteilszeitpunkt mehr haben kann. Da  sich  dieselbe  Frage  in  künftigen  Aufsichtsverfahren  jedoch  jederzeit  wieder  stellen  kann  und  es  von  Bedeutung  ist,  ob  die  Vorinstanz  Anzeigerinnen vorab über den Verfahrensausgang informieren darf, kann  ausnahmsweise auf die Aktualität des Rechtsschutzinteresses verzichtet  werden und es ist auf das Begehren einzutreten. 5.3.    Gemäss  Art.  71  Abs.  2  VwVG  hat  der  Anzeiger  nicht  die  Rechte  einer  Partei.  Er  besitzt  namentlich  keinen  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör. Trifft die Behörde einen Entscheid, ist dieser weder zu begründen  noch  der  anzeigenden  Person  zuzustellen  (vgl.  STEFAN VOGEL,  VwVG­ Kommentar, Art. 71 Rz. 38 mit Hinweisen). Immerhin darf die anzeigende  Person nach Praxis  des Bundesrats  einen Bescheid  über  das Eintreten  oder Nichteintreten auf die Anzeige erwarten. Tritt eine Aufsichtsbehörde  auf  eine  Anzeige  nicht  ein,  so  sollte  sie  der  anzeigenden  Person  die  Gründe  zumindest  in  groben  Zügen  erläutern.  Tritt  sie  dagegen  ein,  so  kann  sie  der  anzeigenden Person beispielsweise mitteilen,  dass  sie  die  Angelegenheit  prüfen  oder  ihr  nachgehen  werde. Weiter  sollte  sie  kurz  erklären,  weshalb  sie  sie  über  den  weiteren  Verlauf  der  Angelegenheit  nicht  informieren  könne  (vgl.  OLIVER  ZIBUNG,  VwVG­Praxiskommentar,  Art. 71 Rz. 34 mit Hinweisen). 5.4.   Obwohl die Anzeigerinnen keine Parteistellung  im vorinstanzlichen  Verfahren  hatten,  wurden  sie  gemäss  Dispositivziffer 9  der  angefochtenen Verfügung von dessen Ausgang  in Kenntnis gesetzt und  zwar  noch  vor  Eintritt  der  Rechtskraft  des  erwähnten  Entscheids.  Dies  geschah,  obschon  die  Aufsichtsbeschwerde  nicht  zu  den  Akten  genommen  wurde  und  nicht  Grundlage  des  angefochtenen  Entscheids  bildete.  Wie  sich  aus  vorstehender  Erwägung  ergibt,  hat  eine  Behörde  sogar in Fällen, in denen sie gestützt auf eine Aufsichtsbeschwerde einen  Entscheid  trifft  –  was  vorliegend  ja  nicht  der  Fall  ist  –  ihren  Entscheid  nicht  zu  begründen  und  der  anzeigenden Person  zuzustellen.  Sie  kann  die Anzeigerin von sich aus in groben Zügen informieren, wie sie mit der 

A­3073/2011 Anzeige  zu  verfahren  gedenkt.  Wenn  jedoch  wie  vorliegend  eine  Aufsichtsbeschwerde  nicht  anhand  genommen  bzw.  durch  sie  kein  Verfahren ausgelöst wird und sie nicht Grundlage einer Verfügung bildet,  die  Anzeigenden  aber  dennoch  über  den  Ausgang  des  Verfahrens  vor  Eintritt der Rechtskraft der entsprechenden Verfügung in Kenntnis gesetzt  werden, geht dies über den praxisgemäss zu erwartenden Bescheid über  das Eintreten oder Nichteintreten auf die Anzeige hinaus und trägt Art. 71  Abs.  2  VwVG,  wonach  die  anzeigende  Person  nicht  die  Rechte  einer  Partei  hat,  nicht  genügend  Rechnung.  Die  diesbezügliche  Rüge  der  Beschwerdeführerin  erweist  sich  als  begründet.  Dies  auch  vor  dem  Hintergrund, dass der Ausgang des vorliegend strittigen, nicht durch die  Anzeigerinnen ausgelösten Aufsichtsverfahrens für diese von Bedeutung  ist.  Es  bleibt  somit  festzustellen,  dass  die Vorinstanz  dadurch,  dass  sie  die  Anzeigerinnen  vom  Ausgang  des  Verfahrens  vor  Eintritt  der  Rechtskraft in Kenntnis gesetzt hat, rechtswidrig gehandelt hat. 6.  Die  von  der  Beschwerdeführerin  als  Monopolistin  im  Rahmen  der  ihr  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  gegenüber  Dritten  zu  erbringenden  Dienstleistungen  umfassen  einerseits  ein  Retail­Angebot  betreffend  die  direkte  Zuteilung  und  Verwaltung  von  ".ch"­Domain­Namen  an  Endkundinnen  und  andererseits  ein  Whole­Sale­Angebot,  d.h.  die  Bereitstellung  der  geeigneten  technischen  und  administrativen  Vorkehrungen  zugunsten  Dritter,  welche  Dienstleistungen  im  Zusammenhang  mit  der  Zuteilung  und  Verwaltung  von  ".ch"­Domain­ Namen  an  eigene  Endkundinnen  zu  erbringen  wünschen  (vgl.  zum  Ganzen Art. 7 des verwaltungsrechtlichen Vertrags vom 31. Januar 2007  zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  der  Vorinstanz).  Die  Beschwerdeführerin hat für "Partner" genannte Wiederverkäuferinnen ein  Whole­Sale­Modell entwickelt, das diesen ermöglicht, Domain­Namen  in  eigenem  Namen  und  auf  eigene  Rechnung  weiterzuverkaufen.  Die  Allgemeinen  Geschäftsbedingungen  für  dieses  Modell  wurden  von  der  Vorinstanz  erstmals  am  29.  August  2003  genehmigt.  Bevor  ein  interessiertes  Unternehmen  als  Partner  anerkannt  wird,  muss  es  zunächst  die  Registrierung  von  1'000  Domain­Namen  beantragt  haben.  Die Beschwerdeführerin nennt die Partner mitunter auch Registrar. Strittig  ist  einzig  letzterer  Bereich  bzw.  die  Frage,  ob  die  Beschwerdeführerin  ihre Tochtergesellschaft gegenüber anderen Whole­ Sale­Partnerinnen  durch  Verschaffung  ungerechtfertigter  Vorteile  bevorzugt.

A­3073/2011 7.  7.1.    Das  schweizerische  Fernmeldegesetz  vom  30.  April  1997  (FMG,  SR 784.10)  und  seine  Ausführungsbestimmungen  wurden  in  einem  Zeitpunkt erlassen, in dem die Beschwerdeführerin bereits während zehn  Jahren  die  Verwaltung  der  Domain­Namen  ".ch"  wahrgenommen  hatte.  Mit  zunehmender  Bedeutung  der  modernen  Telekommunikation  wurde  die Verwaltung der zahlenmässig begrenzten Adressierungselemente als  Schlüsselfrage  erachtet,  die  in  den  Grundsätzen  auf  Gesetzesstufe  verankert  werden  sollte.  Gleichzeitig  ging  es  auch  darum  möglichst  beizubehalten, was sich bisher auch ohne gesetzliche Regelung bewährt  hatte. So stellt insbesondere die Delegation der Verwaltung der Top Level  Domain (TLD) ".ch" von der Vorinstanz an die Beschwerdeführerin mittels  verwaltungsrechtlichem  Vertrag  vom  24.  Januar  2003  bzw.  erneuert  in  demjenigen  vom  31. Januar  2007  eine  nachträgliche  Legitimierung  des  beim  Erlass  der  entsprechenden  Bestimmungen  bereits  bestehenden  Zustands  dar  (vgl.  zum  Ganzen:  UELI  BURI,  Domain­Namen  in:  Schweizerisches  Immaterialgüter­  und  Wettbewerbsrecht,  III/2,  2.  Auflage, Basel 2005, S. 344 f., 350). 7.2.  Art. 28 bis 30 FMG befassen sich mit den Adressierungselementen;  deren  Verwaltung  und  Zuteilung  ist  in  Art.  28  FMG  geregelt.  Gemäss  Art. 28 Abs. 1 FMG verwaltet die Vorinstanz die Adressierungselemente  unter Beachtung der internationalen Normen. In besonderen Fällen kann  sie  die  Verwaltung  und  Zuteilung  bestimmter  Adressierungselemente  Dritten übertragen, wobei der Bundesrat die Einzelheiten, namentlich die  Aufsicht  durch  die  Vorinstanz,  regelt  (Art.  28  Abs.  2  FMG).  Zu  den  Adressierungselementen  gehören  insbesondere  die  Internet  Domain­ Namen  (PETER  R.  FISCHER/OLIVER  SIDLER,  Fernmelderecht  in:  Weber  [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. V/1, 2. Aufl. 2003,  Informations­  und  Kommunikationsrecht,  S.  216;  BGE  131  II  162  E. 2).  Gestützt  darauf  wurde  die  Verordnung  vom  6.  Oktober  1997  über  die  Adressierungselemente  im  Fernmeldebereich  (AEFV,  SR 784.104)  mit  Wirkung  per  1.  April  2002  durch  Vorschriften  zur  Übertragung  und  Verwaltung von Adressierungselementen allgemein und von der Domain  ".ch" untergeordneten Domain­Namen  im Besonderen ergänzt  (AS 2002  273).  Gemäss  Anhang  zur  AEFV  wird  der  Begriff  Domain­Name  als  alphanumerischer Kommunikationsparameter definiert, der in Verbindung  mit  einer  IP­Adresse  die  Identifikation  einer  insbesondere  aus  Netzrechnern  oder  ­servern  bestehenden  Internet­Domain  sowie  der  Benutzerrechner, die an den Verbindungen in diesem Netz beteiligt sind, 

A­3073/2011 ermöglicht.  Die  entsprechenden  Vorschriften  in  der  AEFV  regeln  die  Grundsätze der Delegation der Verwaltung an die Registerbetreiberin und  Beschwerdeführerin  sowie  deren  Aufgaben  und  Pflichten  (Art.  14a  ff.  AEFV).  Nach  Art.  14a  AEFV  bezeichnet  die  Vorinstanz  die  Registerbetreiberin  und  schliesst  mit  ihr  einen  verwaltungsrechtlichen  Vertrag ab. Die Aufgaben und Pflichten der Betreiberin werden in Art. 14a  Abs.  2  und  14b  AEFV  aufgeführt.  Nach  Art. 14b  Abs.  3  AEFV  ist  die  Registerbetreiberin  vorbehältlich  der  Fälle  von  Nichtzahlung  oder  zweifelhafter  Zahlungsfähigkeit  verpflichtet,  ihre  Dienste  allen  Nutzerinnen und Nutzern des Internets anzubieten. Nach Art. 14c Abs. 2  AEFV  legt  sie  die  allgemeinen  Geschäftsbedingungen  ihres  Dienstangebots  fest  und  unterbreitet  sie  der  Vorinstanz  zur  Genehmigung.  Weiter  ist  die  Registerbetreiberin  verpflichtet,  allen  Personen, welche Domain­Namen Dritten  zuteilen und verwalten wollen  und  die  diesbezüglichen  technischen  und  administrativen  Voraussetzungen  erfüllen,  ein  Grosshandelsangebot  zu  unterbreiten,  welches  bezüglich  des Preises  und  des  angebotenen Dienstes  attraktiv  sein muss (Art. 14cquater AEFV). 7.3.    Im  Anhang  2.13  zur  Verordnung  des  BAKOM  vom  9.  Dezember  1997  über  Fernmeldedienste  und  Adressierungselemente  (TAV,  SR 784.101.113)  finden  sich  technische  und  administrative  Vorschriften  über  die  Zuteilung  und  Verwaltung  von  Domain­Namen  der  zweiten  Ebene,  die  der  Internet­Domain  ".ch"  untergeordnet  sind.  Im  Rahmen  jener  Bestimmungen  bestehen  die  allgemeinen  Geschäftsbedingungen  der  Beschwerdeführerin  für  die  Registrierung  und  Verwaltung  von  Domain­Namen, die der Domain ".ch" und ".li" untergeordnet sind, welche  von der Vorinstanz zu genehmigen sind  (vgl. Art. 14c Abs. 2 AEFV und  BURI, a.a.O., S. 345). 7.4.    Als Aufsichtsbehörde wacht  die Vorinstanz  gemäss Art.  13i  AEFV  darüber,  dass  die  Beschwerdeführerin  als  Registerbetreiberin  das  anwendbare  Recht  sowie  die  spezifischen  Vertragsbestimmungen  einhält.  Bestehen  Anzeichen,  dass  sie  diesen  Bestimmungen  nicht  nachkommt,  hat  die  Vorinstanz  eine  Überprüfung  durchzuführen  und  nötigenfalls die erforderlichen Massnahmen anzuordnen (Art. 13j AEFV). 8.  Die Beschwerdeführerin übt gestützt auf die Delegation der Tätigkeit als  Registerbetreiberin  für  die  Domain  ".ch"  in  diesem  Bereich  eine  öffentliche  Aufgabe  des  Bundes  aus.  Wer  staatliche  Aufgaben 

A­3073/2011 wahrnimmt,  ist gemäss Art. 35 Abs. 2 BV an die Grundrechte gebunden  und  verpflichtet,  zu  ihrer  Verwirklichung  beizutragen.  Bei  einer  Übertragung  von  Verwaltungsaufgaben  an  Private  sind  die  Interessen  Dritter  in  gleicher Weise  zu  schützen,  wie wenn  die  Aufgabe  durch  die  Verwaltung  selbst  wahrgenommen  würde  (PIERRE  MOOR,  Droit  Administratif, Volume III, Bern 1992, S. 59). Die Beschwerdeführerin hat  daher  im  Rahmen  ihrer  Tätigkeit  als  Registerbetreiberin  die  allgemein  geltenden Grundsätze  rechtsstaatlichen Handelns –  insbesondere  jenen  der  Rechtsgleichheit  –  zu  befolgen  und  zu  gewährleisten  (PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI/MARKUS  MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3.  Aufl.,  Bern  2009,  S.127  ff.).  So  wird  denn  in  Übereinstimmung  mit  dieser  verfassungsrechtlichen  Norm  in  Art. 14c  Abs.  1  AEFV  konkret  festgehalten,  dass  die  Registerbetreiberin  sich  in  ihren  vertraglichen  Beziehungen  mit  den  Gesuchstellerinnen  und  Inhaberinnen von Domain­Namen an die Grundsätze und Verpflichtungen  des öffentlichen Rechts hält.  Im Vordergrund steht dabei das öffentliche  Interesse  an  einem  einwandfrei  funktionierenden  System  der  Zuteilung  und Verwaltung von ".ch"­Domain­Namen  (vgl. Art. 13e AEFV), welches  jedoch vorliegend nicht Streitgegenstand bildet. Vielmehr geht es darum  zu  überprüfen,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  die  mit  der  angefochtenen  Verfügung gegenüber der Beschwerdeführerin verhängten Massnahmen  erlassen  hat  bzw.  ob  die  Beschwerdeführerin  die  ihr  im  Bereich  des  Grosshandelsangebots  übertragenen  Aufgaben  verfassungs­,  gesetzes­  und  vertragskonform  ausführt.  Insbesondere  ist  umstritten,  ob  die  Beschwerdeführerin  ihre  Tochtergesellschaft  auf  diverse  Arten  ungerechtfertigt  gegenüber  anderen Whole­Sale­Partnerinnen  bevorzugt  und diese damit benachteiligt. 9.  9.1.  Das allgemeine Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV hat sich  aus der allgemeinen Garantie der Rechtsgleichheit heraus entwickelt (vgl.  BERNHARD WALDMANN, Das Diskriminierungsverbot  von Art. 8 Abs. 2 BV  als  besonderer  Gleichheitssatz,  Bern  2003,  S. 135 ff.).  Der  Diskriminierungsbegriff  wird  in  der  europäischen  Rechtssprache  zwar  nicht  rein,  aber  doch  mehrheitlich  menschenrechtsbezogen  verwendet  (vgl.  WALDMANN,  a.a.O.,  S. 195 ff.,  insb.  S. 213).  Auch  in  der  Schweiz  benutzen  sowohl  das  in  Art. 8  Abs. 2  BV  verankerte  Diskriminierungsverbot  wie  auch  die  entsprechende  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  grundsätzlich  menschenbezogene  Differenzierungsmerkmale  und  bringen  den  Begriff  in  engen 

A­3073/2011 Zusammenhang  mit  der  Menschenwürde  (vgl.  BGE  129  I  217  E. 2.1;  BGE  129  I  392  E. 3.2.2;  vgl.  WALDMANN,  a.a.O.,  S. 764;  JÖRG  PAUL  MÜLLER/MARKUS  SCHEFER,  Grundrechte  in  der  Schweiz,  4. Aufl.,  Bern  2008,  S. 692).  Trotz  diesem  vorwiegend  menschenbezogenen  Begriffsverständnis wird der Diskriminierungsbegriff im Allgemeinen in der  schweizerischen  Rechtssprache  aber  vielschichtig  verwendet.  Insbesondere  das  Wirtschafts­  und  Wettbewerbsrecht  sprechen  auch  dann  von  "Diskriminierung",  wenn  Gleichbehandlungsgebote  mit  wettbewerbspolitischem  und  nicht  menschenrechtlichem  Unrechtsgehalt  aufgestellt  werden  (vgl.  WALDMANN,  a.a.O.,  S. 220 f.  und  S. 226).  Vor  diesem Hintergrund ist Art. 13e Abs. 1 AEFV betreffend transparente und  nichtdiskriminierende  Zuteilung  der  Adressierungselemente  durch  die  Registerbetreiberin  und  Beschwerdeführerin  zu  verstehen,  nämlich  als  Gleichbehandlungsgebot  in  Bezug  auf  den  vorliegend  nicht  strittigen  Bereich  der  Leistungserbringung  an  die  Endkundinnen.  Ebenso  sind  jedoch  auch  die  Aussagen  der  Vorinstanz  betreffend  (Nicht)Diskriminierung  der  Whole­Sale­Partnerinnen  durch  die  Beschwerdeführerin  im  vorliegend  umstrittenen  Bereich  der  ihr  übertragenen öffentlichen Aufgabe zu verstehen. 9.2.    Nach  dem  allgemeinen  Grundsatz  der  Rechtsgleichheit  im  Sinne  von  Art. 8  Abs. 1  BV  ist  Gleiches  ist  nach  Massgabe  seiner  Gleichheit  gleich,  Ungleiches  nach  Massgabe  seiner  Ungleichheit  ungleich  zu  behandeln.  Der  Anspruch  auf  rechtsgleiche  Behandlung  wird  insbesondere  verletzt,  wenn  hinsichtlich  einer  entscheidwesentlichen  Tatsache  rechtliche  Unterscheidungen  getroffen  werden,  für  die  ein  vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist,  oder  wenn  Unterscheidungen  unterlassen  werden,  die  aufgrund  der  Verhältnisse hätten getroffen werden müssen (Urteil des Bundesgerichts  2C_587/2011  vom  12. Dezember  2011  E. 4.2  mit  Hinweis).  Eine  rechtsanwendende Behörde (bzw. eine Drittperson bei der Ausübung der  ihr  übertragenen  staatlichen  Aufgabe,  vgl.  Art.  35  Abs.  2  BV)  verletzt  dann den Gleichheitssatz, wenn sie zwei gleiche tatsächliche Situationen  ohne sachlichen Grund unterschiedlich beurteilt  (ULRICH HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6. Auflage,  Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 507 mit Hinweisen). 10.  10.1.    Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  müssen  direkte  Konkurrenten  durch  den  Staat  –  und  durch  Dritte,  welche  öffentliche 

A­3073/2011 Aufgaben  erfüllen  (vgl.  Art.  35  Abs.  2  BV)  –  gleich  behandelt  werden,  wenn  sie  im  gleichen  Bereich  tätig  sind,  sich  an  dieselbe  Adressatengruppe mit denselben Angeboten für die gleichen Bedürfnisse  richten  (BGE  125  II  326  E. 10a,  BGE  124  II  193  E.  8b).  Soweit  eine  sachliche  Begründung  für  eine  Ungleichbehandlung  zweier  direkter  Konkurrenten  vorliegt,  wird  das  Gleichbehandlungsgebot  nicht  verletzt,  wohl  aber  die  Wirtschaftsfreiheit,  wenn  dadurch  im  Ergebnis  der  Wettbewerb verzerrt wird. Der Grundsatz der Gleichbehandlung direkter  Konkurrenten  ergibt  sich  insoweit  nicht  aus  Art.  8  Abs.  1  BV,  sondern  leitet sich aus Art. 27 Abs. 1 und Art. 94 Abs.1 BV  i.V.m. Art. 94 Abs. 4  BV  ab.  Er  ergänzt  das  allgemeine  Gleichbehandlungsgebot,  indem  er  einen  darüber  hinausreichenden  Schutz  gegen  staatliche  Ungleichbehandlungen bietet (BGE 130 I 53 E. 6.3.3; BGE 124 II 193 E.  8b;  RAINER  J.  SCHWEIZER  in:  Kommentar  zur  schweizerischen  Bundesverfassung,  Ehrenzeller/Mastronardi/Schweizer/Vallender  [Hrsg.],  2. Auflage,  Zürich/St.  Gallen  2008,  Art.  8  Rz.  21  mit  Hinweisen).  Nach  dem  sich  aus  der  Wirtschaftsfreiheit  ergebenden  Grundsatz  der  Gleichbehandlung  der  direkten  Konkurrenten  sind  Massnahmen  verboten,  die  den  Wettbewerb  unter  direkten  Konkurrenten  verzerren  bzw. nicht wettbewerbsneutral  sind, namentlich wenn sie bezwecken,  in  den  Wettbewerb  einzugreifen,  um  einzelne  Konkurrenten  oder  Konkurrentengruppen  gegenüber  anderen  zu  bevorzugen  oder  zu  benachteiligen (BGE 130  I 26 E. 6.3.3, BGE 125  I 431 E. 4b/aa; ULRICH  HÄFELIN/WALTER  HALLER,  Schweizerisches  Bundesstaatsrecht,  6.  Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 2005, Rz. 693; KLAUS A. VALLENDER in: Kommentar zur  schweizerischen  Bundesverfassung,  a.a.O.,  Art.  27  Rz. 28  mit  Hinweisen).  Dieser  spezifische  Gleichbehandlungsgrundsatz  schützt  folglich vor staatlichen Ungleichbehandlungen, die zwar auf ernsthaften,  sachlichen  Gründen  beruhen  mögen  und  damit  nach  Art.  8  Abs.  1  BV  möglicherweise  zulässig wären,  gleichzeitig  aber  einzelne Konkurrenten  namentlich durch unterschiedliche Belastungen oder staatlich geregelten  Marktzugang  bzw.  ­ausschluss  begünstigen  oder  benachteiligen  (BGE  121  I 129 E. 3d; VALLENDER, a.a.O., Art. 27 Rz. 28 mit Hinweisen). Der  besondere  Gleichbehandlungsgrundsatz  begründet  möglicherweise  als  spezifisches  verfassungsmässiges  Recht  eine  Legitimation  des  Benachteiligten, ohne dass zusätzlich die verfassungswidrige Anwendung  einer  besonderen  schützenden  Gesetzesbestimmung  erforderlich  wäre;  zu  denken  ist  beispielsweise  an  Fälle,  in  denen  Behörden  oder  Dritte,  welche  öffentliche  Aufgaben  erfüllen  Vorschriften  in  ungleicher  Weise  anwenden  und  dadurch  einzelne  Wettbewerber  benachteiligen  (VALLENDER, a.a.O., Art. 27 Rz. 28 mit Hinweisen).

A­3073/2011 10.2.  Träger der Wirtschaftsfreiheit sind neben natürlichen Personen mit  schweizerischem Bürgerrecht und niedergelassenen Ausländern auch die  inländischen  juristischen  Personen  des  Privatrechts  (BGE  124  I  25;  VALLENDER,  a.a.O., Art.  27 Rz.  39 und 44 mit Hinweisen). Gemäss den  Begriffsbestimmungen unter Ziffer 1.4 TAV sind Whole­Sale­Partnerinnen  natürliche  oder  juristische  Personen  oder  Kollektiv­  oder  Kommanditgesellschaften,  die ein Grosshandelsangebot nach Art.  14cter  AEFV  beziehen.  Damit  können  sich  die  betroffenen  Whole­Sale­ Partnerinnen auf Art. 27 Abs. 1 BV i.V.m. Art. 94 Abs.1 BV i.V.m. Art. 94  Abs. 4 BV berufen. Vorliegend ist das Konkurrenzverhältnis zwischen der Tochtergesellschaft  der  Beschwerdeführerin  und  den  übrigen  Whole­Sale­Partnerinnen  sowohl  gemäss  Definition  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  als  auch der Lehre zu bejahen (vgl. BGE 125 I 431 E. 4a; VALLENDER, a.a.O.,  Art.27 Rz. 29 mit  zahlreichen Hinweisen u.a. auf die bundesgerichtliche  Rechtsprechung): So richten sich die sogenannten Wiederverkäuferinnen  mit demselben Angebot an den gleichen Kundenkreis und stammen aus  der  gleichen  Branche.  Ausserdem  sind  die  streitigen  Dienstleistungen  objektiv  und  subjektiv  austauschbar.  Somit  sind  die  in  (direktem)  Konkurrenzverhältnis  stehenden  GrosshandelspartnerInnen  von  der  Beschwerdeführerin  bei  der  Ausübung  der  ihr  übertragenen  staatlichen  Aufgabe grundsätzlich gleich zu behandeln (vgl. Art. 35 Abs. 2 BV sowie  auch Art. 14c Abs. 1 Satz 2 AEFV). 10.3.    Eine  Abweichung  vom  Grundsatz  der  Gleichbehandlung  der  Konkurrenten  aufgrund  eines  zulässigen  öffentlichen  Interesses  muss  den allgemeinen Eingriffsvoraussetzungen nach Art. 36 BV genügen und  darf insbesondere nicht unverhältnismässig sein. Vor allem sind spürbare  Wettbewerbsverzerrungen  zu  vemeiden  (Urteil  des  Bundesgerichts  2P.183/2004  vom  2. Februar  2005  E.  3.1,  BGE  125  I  431  E. 4a;  VALLENDER,  a.a.O.,  Art.  27  Rz.  30  mit  Hinweisen).  Zur  Differenzierung  zwischen  grundsatzkonformen  und  ­widrigen  Massnahmen  hält  das  Bundesgericht  fest,  dass  mit  der  Wirtschaftsfreiheit  unvereinbar  und  daher  unzulässig  vor  allem  diejenigen  Ungleichbehandlungen  sind,  welche  durch  gewerbe­  oder  wirtschaftspolitische  Überlegungen  begründet  sind,  insbesondere wenn  sie  bezwecken,  in  den Wettbewerb  einzugreifen,  um  einzelne  Konkurrenten  gegenüber  anderen  zu  bevorzugen  oder  zu  benachteiligen  und  dass  der  Grundsatz  der  Gleichbehandlung der Konkurrenten auch dort Geltung hat, wo staatliche 

A­3073/2011 Marktordnungen  bestehen  (BGE  125  I  431  E. 4a;  VALLENDER,  a.a.O.,  Art. 27 Rz. 35 mit Hinweisen). Vorliegend  ist  kein  öffentliches  Interesse  zur  Rechtfertigung  einer  Abweichung  vom  Grundsatz  der  Gleichbehandlung  der  Konkurrenten  ersichtlich;  im  Gegenteil  ist  die  Beschwerdeführerin  bei  der  Wahrnehmung  der  ihr  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  an  die  Grundrechte  gebunden  und  verpflichtet,  zu  deren  Verwirklichung  beizutragen  (vgl.  Art.  35  Abs.  2  BV).  Hinzuweisen  bleibt  in  diesem  Zusammenhang  auf  folgende  Analogie:  Die  Rechtsprechung  sieht  im  Diskriminierungsverbot  von  Art. 11  Abs. 1  FMG  im  Wesentlichen  die  Pflicht  der  marktbeherrschenden  Anbieterin,  allen  Konkurrentinnen  dieselben Zugangsbedingungen zu gewähren (vgl. BGE 132 II 284 E. 6.4;  BVGE  2010/19  E. 9.3.3.4).  Nach  vorwiegender  Meinung  in  der  Lehre  beinhalten  die  Zugangsbedingungen  alle  relevanten  Geschäftsbedingungen,  insbesondere  die  Einrichtungen,  Dienste  und  Informationen (Art. 52 Abs. 1 der Verordnung vom 9. März 2007 über die  Fernmeldedienste  [FDV,  SR 784.101.1])  sowie  die  Preise  (vgl.  FISCHER/SIDLER, a.a.O. S. 155, Rz. 157; MATTHIAS AMGWERD, Netzzugang  in  der Telekommunikation, Diss. Zürich 2008, Rz. 304). Gemäss Art. 52  Abs. 2 FDV darf insbesondere keine andere Anbieterin schlechter gestellt  werden als Geschäftseinheiten, Tochterfirmen oder andere Partnerinnen  der marktbeherrschenden Anbieterin. 11.  In der Folge sind nun die einzelnen beanstandeten Verhaltensweisen der  Beschwerdeführerin  unter  den  vorgenannten  Gesichtspunkten  zu  durchleuchten.  Es  handelt  sich  dabei  um  das  entgeltlich  lizenzweise  Zurverfügungstellen  der  Registrar­Software  an  die  Tochtergesellschaft,  die  Werbung  für  die  Tochtergesellschaft  –  v.a.  durch  den  Link  auf  www.switch.ch – sowie die Duldung der Verwendung ihres Namens durch  ihre Tochtergesellschaft. 12.  12.1.    Die  Vorinstanz  führt  in  der  angefochtenen  Verfügung  aus,  die  Beschwerdeführerin und ihre Tochtergesellschaft switchplus ag hätten im  Lizenz­  und  Maintenancevertrag  vereinbart,  dass  die  für  die  Registrar­ Tätigkeit  geeigneten Teile  der  von der Beschwerdeführerin  entwickelten  Software der switchplus ag entgeltlich lizenzweise zum Gebrauch und zur  Weiterentwicklung  überlassen  würden.  Dabei  handle  es  sich  um  eine  http://www.switch.ch

A­3073/2011 spezifische  Software­Applikation,  die  nicht  als  Standardlösung  massentauglich  auf  dem Markt  erhältlich  sei. Unbestritten  sei,  dass  alle  Whole­Sale­Partnerinnen  über  eine  sogenannte  Registrar­Software  verfügen müssten, um für ihre Kunden online Domain­Namen registrieren  zu können. Die Beschwerdeführerin stelle ihrer Tochtergesellschaft somit  eine unabdingbare Infrastruktur zur Verfügung, welche anderen Partnern  nicht  oder  zumindest  nicht  zu  den  gleichen  Bedingungen  offen  stehe.  Auch  wenn  nicht  abgeschätzt  werden  könne,  ob  andere  Whole­Sale­ Partnerinnen an einem Angebot der Lizenzierung der Registrar­Software  durch die Beschwerdeführerin  interessiert wären, so bestehe hinsichtlich  dieses Angebots dennoch eine nicht zu rechtfertigende, diskriminierende  Ungleichbehandlung  in  Bezug  auf  die  switchplus  ag  einerseits  und  die  anderen  Whole­Sale­Partnerinnen  andererseits.  Aus  diesem  Grund  sei  die  Beschwerdeführerin  zu  verpflichten,  anderen  Whole­Sale­ Partnerinnen dieselben Leistungen anzubieten, wie sie der switchplus ag  im  Lizenz­  und  Maintenancevertrag  über  die  Registrar­Software  zukommen würden. 12.2.  Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, dass die Whole­Sale­ Partnerinnen  nicht  nur  auf  das  Zurverfügungstellen  einer  Registrar­ Software,  sondern  auch  auf  das  Hosting  und  den  Betrieb  der  entsprechenden  Software  angewiesen  seien,  welche  aber  gemäss  Ansicht  der  Vorinstanz  individuell  sichergestellt  werden  müssten.  Im  Zusammenhang  mit  der  Beurteilung  ihres  Verhaltens  als  Registerbetreiberin könne es aber nicht darauf ankommen, ob ein Whole­ Sale­Partner auf eine bestimmte Leistung angewiesen sei, um im Bereich  der Zuteilung und Verwaltung von Domain­Namen  tätig sein zu können.  Entscheidend  sei  vielmehr,  welche  von  den  Whole­Sale­Partnerinnen  benötigten  Leistungen  nur  von  der  Registerbetreiberin  allein  erbracht  werden könnten. Diese Leistungen würden den Umfang des  in Erfüllung  der  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  zur  Verfügung  zu  stellenden  Grosshandelsangebots  definieren.  Die  Registrar­Software  gehöre  nicht  dazu, weil sie – wie das Hosting und der Betrieb dieser Software – keine  Leistung darstelle, welche nur von ihr erbracht werden könne. Ein Whole­ Sale­Partner  könne  diese  Leistungen  nämlich  selber  erbringen  oder  bei  Dritten beziehen. 12.3.    Diesbezüglich  erwidert  die  Vorinstanz,  der  Whole­Sale­ Partnervertrag sehe nicht  vor, dass die Beschwerdeführerin den Whole­ Sale­Partnerinnen die von ihr entwickelte Registrar­Software zur Nutzung  anbieten müsse. Dass sie diese Software nun aber der switchplus ag als 

A­3073/2011 einziger Whole­Sale­Partnerin zur Lizenznutzung überlassen habe, führe  zu  einer  Benachteiligung  anderer Whole­Sale­Partnerinnen.  Da  es  sich  dabei  um  eine  spezifische  Software  handle,  die  als  Schnittstelle  zum  Online­Bereich  der  Beschwerdeführerin  diene,  habe  ein  Whole­Sale­ Partner  in diesem Bereich keine  individuelle Gestaltungsmöglichkeit, um  sich  von  anderen  Marktteilnehmenden  abzugrenzen.  Sie  habe  die  Beschwerdeführerin  nicht  verpflichtet,  die  Registrar­Software  allen  Whole­Sale­Partnerinnen  anzubieten.  Da  die  Software  nur  den  Whole­ Sale­Partnerinnen  der  Beschwerdeführerin  diene,  führe  es  zu  ungleich  langen  Spiessen,  wenn  die  Software  nur  einzelnen  Whole­Sale­ Partnerinnen  bzw.  einzig  der  switchplus  ag  angeboten  werde.  Deshalb  sei  die  Beschwerdeführerin  zu  verpflichten,  die  für  das  Whole­Sale­ Verhältnis  zwingend  notwendige  Registrar­Software  entweder  keinem  oder  allen  Whole­Sale­Partnerinnen  zu  gleichen  Bedingungen  anzubieten.  Ob  ein  Unternehmen  von  diesem  Angebot  tatsächlich  Gebrauch mache, sei rechtlich nicht relevant. 12.4.  Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz verkenne, dass  die  Registrar­Software  nicht  die  Schnittstelle  zwischen  ihr  und  den  Whole­Sale­Partnerinnen betreffe, sondern die Anwendung für den "Web­ Shop"  darstelle,  wo  die  Endkunden  online  Domain­Namen  registrieren  könnten. Im Übrigen könne diese Software entgegen der Behauptung der  Vorinstanz  sehr  wohl  bei  verschiedenen  Anbietern  als  Standardprodukt  erworben werden. Damit sei ihre Registrar­Software keinesfalls zwingend  notwendig für die Erbringung von Domain­Namen­Dienstleistungen durch  die  Whole­Sale­Partnerinnen.  Dies  hätten  auch  die  bis  heute  über  60  Whole­Sale­Partnerinnen  bewiesen,  welche  für  ihr  Geschäft  entweder  eine eigene Plattform erschaffen und betreiben oder eine fertige Software  einkaufen  würden.  Die  Vorinstanz  führe  selber  aus,  dass  sie  als  Registerbetreiberin  nur  verpflichtet  sei,  für  das  Whole­Sale­ Partnerverhältnis  zwingend  notwendige  oder  damit  offensichtlich  in  Zusammenhang  stehende  Leistungen  entweder  keinem  oder  allen  Whole­Sale­Partnerinnen  zu  gleichen  Bedingungen  anzubieten.  Gerade  weil sie in diesem Bereich aber einen Standard verwende, welcher auch  von anderen Registries in anderen Top­Level­Domains eingesetzt werde,  könne  ein  Whole­Sale­Partner  seinen  Kundinnen  ohne  Mehraufwand  Domain­Namen  vieler  anderer  Top­Level­Domains  anbieten.  Der  im  Whole­Sale­Partnervertrag  festgehaltene  und  von  der  Vorinstanz  genehmigte  Dienstleistungsumfang  entspreche  dem,  was  ein  Whole­ Sale­Partner  an  Funktionen  für  die  Zuteilung  und  Verwaltung  von  Domain­Namen  notwendigerweise  brauche.  Hinzu  komme,  dass  die 

A­3073/2011 Registrar­Software ausschliesslich auf der Ebene der Dienstleistungen für  Endkundinnen  eine  Rolle  spiele  und  damit  nicht  zu  den  von  ihr  als  Registerbetreiberin  gegenüber  den  Whole­Sale­Partnerinnen  zu  erbringenden  öffentlichen  Aufgaben  gehöre.  Auf  der  Ebene  der  Dienstleistungen  für Endkundinnen stehe sie nämlich  im Wettbewerb zu  den  Whole­Sale­Partnerinnen.  Die  Registrar­Software  stehe  in  ihrem  Eigentum, über welches sie nach ihrem Willen verfügen könne. 12.5.    Der  Konzern  ist  wirtschaftlich  ein  Gesamtunternehmen.  Es  wäre  unsinnig,  in  jeder  der  juristisch  selbstständigen,  geschäftlich  tätigen  Untergesellschaft  sämtliche  für  den  Betrieb  des  Geschäfts  nötigen  Leistungen  separat  zu  erbringen.  Die  Effizienz  gebietet,  alle  jene  Leistungen  zentral  zu  erstellen,  die  so  kostengünstiger  erzeugt  und  mehreren Einheiten  im Konzern  zur  Verfügung  gestellt  werden  können.  Es wird regelmässig darauf geachtet, dass die Stelle im Konzern, welche  die  zentrale  Leistung  erbringt,  die wirklich  entstandenen Kosten  auf  die  Untergesellschaft  überwälzt.  Dies  wird  mittels  konzerninternem  Vertrag  sichergestellt und zwar sowohl, um den Anforderungen des Steuerrechts  zu  genügen,  als  auch  zur  Vermeidung  von  Kostenintransparenz,  schädlichen  Kostenverzerrungen  und  verdeckten  Quersubventionierungen.  In  der  Praxis  häufig  sind  Kostenanlastungsverträge  oder  konzerninterne  Güteraustauschverträge  u.a.  in der Form von Know­how­Lizenzverträgen.  Im Allgemeinen halten  sich die Konzerne im eigenen Interesse aus obgenannten Gründen an die  Leitlinie  des  Abschlusses  zu  Drittbedingungen.  Dennoch  kann  nicht  ausgeschlossen  werden,  dass  es  im  Einzelfall  zu  einer  verdeckten  Gewinnverschiebung  kommt  (vgl. PETER BÖCKLI,  Schweizer Aktienrecht,  4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, § 11 Rz. 431 f. und Rz. 436 f.). 12.6.    Die  vorliegend  strittige  Software  ist  zwar  unbestrittenermassen  zwingend  notwendig  zur  Erbringung  der  entsprechenden  Dienstleistung  an  die  Endkundinnen  im  Bereich  der  Domain­Namen  durch  die Whole­ Sale­Partnerinnen,  d.h.  jeder  Grosshandelspartner  ist  auf  deren  Verwendung  angewiesen.  Es  sind  jedoch  diverse weitere  Softwares  für  Dienstleistungen rund um Domain­Namen erhältlich, teilweise online (vgl.  z.B.  http://www.sitepoint.com/domain­registration­software/  ,  http://www.4­site.de/leistungen/domain­bestellsystem.html,  http://www.dnworker.de/  strawberry_promo/;  zudem  die  von  der  Beschwerdeführerin  erwähnten  Sites:  www.dominic.de,  http://opensrs.com/,  http://www.logicboxes.com;  alle  Websites  besucht  am 30. Dezember 2011). Mit anderen Worten handelt  es sich dabei um  http://www.sitepoint.com/domain-registration-software/ http://www.4-site.de/leistungen/domain-bestellsystem.html http://www.dnworker.de/%20strawberry_promo/ http://www.dnworker.de/%20strawberry_promo/ http://www.dnworker.de/%20strawberry_promo/ http://www.dominic.de http://opensrs.com/ http://www.logicboxes.com

A­3073/2011 eine  Standard­Software,  die  auf  dem Markt  bzw.  bei  diversen  anderen  Händlern  und  nicht  nur  von  der  Registerbetreiberin  erhältlich  ist.  Die  Beschwerdeführerin verfügt in Bezug auf die strittige Software somit nicht  über  eine  Monopolstellung.  Es  ist  denn  auch  weder  gesetzlich  noch  vertraglich  vorgesehen,  dass  sie  den  GrosshandelspartnerInnen  die  Registrar­Software  lizenzweise  zum  Gebrauch  überlassen  müsste.  Bis  anhin  ist  zudem  keine  Nachfrage  nach  der  Registrar­Software  der  Beschwerdeführerin  seitens  der  übrigen  Whole­Sale­Partnerinnen  aktenkundig  bzw.  liegt  der  Fall  nicht  so,  dass  die  Beschwerdeführerin  einzelnen  Whole­Sale­Partnerinnen  die  lizenzweise  Überlassung  ihrer  Software  zum  Gebrauch  aktenkundig  verweigert  hätte.  Die  Registrar­ Software wurde auch der Tochtergesellschaft nicht unentgeltlich, sondern  vielmehr  entgeltlich  im  Rahmen  eines  konzerninternen  Lizenzvertrages  überlassen,  wie  es  bei  Gesamtunternehmen  üblich  und  auch  wirtschaftlich  sinnvoll  scheint  (vgl.  vorstehend  E.  12.5).  Eine  genauere  Betrachtung  des  zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  ihrer  Tochtergesellschaft abgeschlossenen Lizenzvertrags vom 31. Juli 2009 –  insbesondere  im  Hinblick  auf  die  Angemessenheit  des  für  das  Zurverfügungstellen der Software von der switchplus ag geleistete Entgelt  – zeigt,  dass  diesbezüglich  keine  unzulässige  Bevorzugung  der  Tochtergesellschaft  der  Beschwerdeführerin  auszumachen  ist;  die  Verrechnung von Kosten zwischen Mutter­ und Tochtergesellschaft  sind  im Anhang A des Lizenzvertrags  transparent aufgeführt. Ungeachtet der  Frage,  ob  bereits  eine  potentielle  Ungleichbehandlung  ausreichend  ist,  um den Grundsatz  der Wirtschaftsfreiheit  gemäss Art.  27 Abs.  1 BV zu  verletzen,  ist  Folgendes  festzuhalten: Das Kartellgesetz  vom 6. Oktober  1995  (KG,  SR  251)  greift,  wenn  der  wirksame  Wettbewerb  tatsächlich  beseitigt wird (vgl. Art. 5 Abs. 1 KG), indem beispielsweise die Aufnahme  oder  Ausübung  des  Wettbewerbs  verhindert  oder  die  Marktgegenseite  benachteiligt  wird  (Art.  7  Abs.  1  KG).  Nach  dem  sich  aus  der  Wirtschaftsfreiheit  ergebenden  Grundsatz  der  Gleichbehandlung  der  direkten  Konkurrenten  sind  gleichfalls  Massnahmen  verboten,  die  den  Wettbewerb  unter  direkten  Konkurrenten  verzerren  bzw.  nicht  wettbewerbsneutral  sind,  namentlich  wenn  sie  bezwecken,  in  den  Wettbewerb  einzugreifen,  um  einzelne  Konkurrenten  oder  Konkurrentengruppen  gegenüber  anderen  zu  bevorzugen  oder  zu  benachteiligen  (vgl.  dazu  ausführlicher  vorne E. 10.1). Will  heissen,  der  Grundsatz  der  Wirtschaftsfreiheit  ist  dann  verletzt,  wenn  eine  Ungleichbehandlung  –  sei  es  eine  potentielle  oder  tatsächliche,  aus  sachlichen  Gründen  erfolgende  oder  nicht  –  tatsächlich  zu  einer  Verzerrung  des  Wettbewerbs  unter  den  Konkurrenten  führt.  Dies  ist 

A­3073/2011 vorliegend  jedoch  zu  verneinen:  Dadurch,  dass  die  Beschwerdeführerin  ihrer  Tochtergesellschaft  die  Registrar­Software  lizenzweise  zu  einem  unbestrittenermassen  angemessenen  Entgelt  zum  Gebrauch  überlässt,  greift  sie  nicht  regulierend  in  den  Wettbewerb  auf  der  Ebene  des  Grosshandelsangebots  ein,  da  es  jeder Whole­Sale­Partnerin  frei  steht,  die  notwendige  Software  selbst  zu  entwickeln  oder  aber  diese  standardmässig  auf  dem  Markt  erhältliche  Software  entgeltlich  zu  erwerben  und  zwar  im  Rahmen  beidseitiger  Vertragsfreiheit  von  der  Beschwerdeführerin  oder  anderen  Händlern.  Eine  allfällig  nach  Art.  8  Abs. 1 BV relevante, dadurch bestehende Ungleichbehandlung, dass bis  anhin nur die Tochtergesellschaft der Beschwerdeführerin von dieser die  Registrar­Software  bezogen  hat,  erscheint  mit  Blick  auf  die  Konzernstruktur bzw. –verbindung wirtschaftlich sinnvoll und daher durch  ernsthafte Gründe gerechtfertigt (vgl. vorstehend E. 12.5). Das Verhalten  der  Beschwerdeführerin  in  Bezug  auf  das  Zurverfügungstellen  der  Registrar­Software  ist  folglich  weder  unter  dem  Blickwinkel  von  Art.  8  Abs. 1 BV noch unter demjenigen von Art. 27 Abs. 1 BV zu beanstanden.  Mit Verwendung einer standardisierten Schnittstelle, welche den Whole­ Sale­Partnerinnen die Anwendung der selbst entwickelten oder entgeltlich  lizenzweise  erhältlich  gemachten  Software  vereinfacht,  ist  die  Beschwerdeführerin  der  verfassungs­  bzw.  gesetzes­  und  vertragskonformen  Erfüllung  der  ihr  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  nachgekommen. 12.7.  12.7.1.    Dennoch  erscheinen  die  in  diesem  Zusammenhang  in  den  Dispositivziffern  1,  2  und  4  verhängten  Aufsichtsmassnahmen  –  nicht  zuletzt  unter  dem  Blickwinkel  des  aus  Art.  27  BV  entwickelten  Grundsatzes  der  Gleichbehandlung  der  Konkurrenten  –  als  im  öffentlichen  Interesse  liegend  und  gerechtfertigt.  Der  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  fordert,  dass  Verwaltungsmassnahmen  zur  Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und  notwendig  sind.  Zudem  muss  der  angestrebte  Zweck  in  einem  vernünftigen Verhältnis zu den auferlegten Belastungen stehen (vgl. Art.  5  Abs.  2  BV  und  detailliert  zum  Verhältnismässigkeitsprinzip:  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz.  581  ff.).  So  sind  die  vorliegend  getroffenen  Massnahmen  geeignet,  die  Gleichbehandlung  der  Konkurrenten  auf  der  Whole­Sale­Ebene  sicherzustellen.  Die  Massnahmen sind zudem sinnvoll bzw. erforderlich, da so  insbesondere  durch  das  in  Dispositivziffer  4  geforderte  zur  Kenntnis  bringen  der 

A­3073/2011 konzerninternen  Verträge  und  Vertragsänderungen  die  Vorinstanz  als  Aufsichtsbehörde  in die Lage versetzt wird, überprüfen zu können, dass  keine  verdeckten  Gewinnausschüttungen  oder  Quersubventionen  erfolgen,  welche  der  Tochtergesellschaft  ungerechtfertigte  Vorteile  gegenüber anderen Whole­Sale­Partnerinnen verschaffen würden. Indem  Dispositivziffer 1 (und als Folge davon auch die damit in Zusammenhang  stehende Dispositivziffer 2) jedoch Leistungen, welche typischerweise nur  zwischen  verbundenen  Unternehmen  erbracht  werden,  von  der  Angebotspflicht  zu  gleichen  Bedingungen  an  alle  Whole­Sale­ Partnerinnen ausnimmt, wird der Konzernstruktur hinreichend Rechnung  getragen. Die  verhängten Massnahmen gehen  insofern nicht weiter,  als  es  zur  Erreichung  des  angestrebten  Zwecks  der  Gleichbehandlung  der  Konkurrenten  bzw.  zur  Beachtung  und Verwirklichung  der Grundrechte,  an welche die Beschwerdeführerin bei der Erfüllung der ihr übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  ohnehin  gebunden  ist  (vgl.  Art.  35  Abs. 2  BV),  notwendig  ist.  Dies  zeigt  sich  auch  darin,  dass  die  Vorinstanz  in  Dispositivziffern  4  und  1  (sowie  damit  auch  in  der  daraus  abgeleiteten  Dispositivziffer 2) von der Offerierungs­ bzw. Mitteilungspflicht diejenigen  Leistungen ausnimmt, welche keinen direkten oder  indirekten Bezug zur  delegierten  Tätigkeit  der  Registrierung  und  Verwaltung  von  Domain­ Namen  haben.  Die  verhängten Massnahmen  beziehen  sich  folglich  nur  auf den notwendigerweise zu regelnden und der vorinstanzlichen Aufsicht  unterstehenden Bereich der öffentlichen Aufgabe der Beschwerdeführerin  als Registerbetreiberin, was zeigt, dass die Vorinstanz ihre Kompetenzen  nicht  überschritten  hat.  Das  Interesse  an  einer  verfassungs­,  gesetzes­  und  vertragskonformen  Ausübung  der  an  die  Beschwerdeführerin  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  durch  diese  sowie  die  Kontrolle  der  Aufgabenerfüllung durch die Vorinstanz als gesetzliche Aufsichtsbehörde  (Art. 28 Abs. 2 FMG i.V.m. Art. 13i AEFV) überwiegen das Interesse der  Beschwerdeführerin  an  einem  regelungsfreien  Zustand  bzw.  schränken  diese  Massnahmen  die  Beschwerdeführerin  wie  erwähnt  ohnehin  nicht  stärker  ein,  als  gesetzlich  vorgesehen  ist  (vgl.  Art. 13i  AEFV,  Art. 13j  AEFV, Art. 14a ff. AEFV). 12.7.2.  Die Frage stellt sich, ob Dispositivziffer 1 dahingehend präzisiert  werden müsste,  dass  auch  Leistungen  der  Beschwerdeführerin  an  ihre  Tochtergesellschaft  von  der  Offerierungspflicht  ausgenommen  sind,  die  zu keiner ungerechtfertigten Ungleichbehandlung der Konkurrenz bzw. zu  keiner  Verzerrung  des  Wettbewerbs  in  diesem  Bereich  führen.  Dies  würde  aber  nichts  daran  ändern,  dass  im  strittigen  Einzelfall  eine  Überprüfung durch die Vorinstanz  als Aufsichtsbehörde  notwendig wird, 

A­3073/2011 weshalb es ohnehin deren pflichtgemässem Ermessen anheim zu stellen  ist, im Rahmen eines allfälligen künftigen Aufsichtsverfahrens darüber zu  entscheiden,  ob  eine  konkrete  ausschliessliche  Leistung  an  Tochtergesellschaft  zu  einer  ungerechtfertigten  Ungleichbehandlung  anderer  Konkurrentinnen  führt.  Dispositivziffer  1  kann  daher  in  ihrer  ursprünglichen Formulierung belassen werden. 12.7.3.  Das Begehren der Beschwerdeführerin betreffend Aufhebung der  Dispositivziffern  1,  2  und  4  erweist  sich  daher  als  unbegründet  und  die  Beschwerde ist in Bezug auf diesen Punkt abzuweisen. 13.  13.1.    Die  Vorinstanz  führt  mit  Verfügung  vom  11.  April  2011  aus,  ein  Blick  auf  die  Website  www.switch.ch  mache  deutlich,  dass  die  Beschwerdeführerin  den  prominent  platzierten,  orangen  Werbebalken  "Der  direkte  Weg  zu  Ihrer  Internet­Adresse"  trotz  des  ihr  auferlegten  richterlichen Verbots, Bannerwerbung  für die  switchplus ag zu schalten,  noch  nicht  entfernt  habe.  Werde  auf  den  Knopf  "weiter"  innerhalb  des  Werbebalkens  gedrückt,  so  gelange  man  direkt  auf  die  Website  www.switchplus.ch, wo das Firmenlogo "switchplus,  Internet Services by  SWITCH"  prange.  KundInnen  sowie  die  Öffentlichkeit  im  Allgemeinen  müssten  deutlich  zwischen  der  öffentlichen,  regulierten  Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  einerseits  und  den  Dienstleistungen  der  switchplus  ag  und  anderen  Whole­Sale­Partnerinnen  andererseits  unterscheiden  können,  um  ihre  Wahlfreiheit  effektiv  wahrnehmen  zu  können.  Die  Beschwerdeführerin  habe  ihren  Bekanntheitsgrad  in  der  Öffentlichkeit  vorab  durch  ihre  Registrierungstätigkeit  für  Domain­Namen  mit  der  Endung  ".ch"  erlangt.  Die Website  www.nic.ch  sei  erst  nach  Gründung  der  Tochtergesellschaft  switchplus  ag  aktiviert  worden.  Die  Mehrheit  potentieller Endkundinnen werde deshalb noch für längere Zeit zunächst  auf  www.switch.ch  nach  einschlägigen  Informationen  suchen.  Auf  jener  Homepage werde mittels gut sichtbarer Werbung bzw. mit einem direkten  Link zur Homepage www.switchplus.ch auf die switchplus ag als Whole­ Sale­Partnerin  hingewiesen,  während  ein  Hinweis  auf  andere  Whole­ Sale­Partnerinnen  gänzlich  fehle.  Die  breite  Öffentlichkeit  werde  daher  kaum  in  der  Lage  sein,  zwischen  der  regulierten  Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  und  den  kommerziell  angebotenen  Leistungen  der  switchplus  ag  zu  unterscheiden.  Letztere  werde  nach  wie  vor  mit  dem  Bekanntheitsgrad  der  Beschwerdeführerin  beworben,  indem  auf  ihre  unternehmerische Nähe zur Beschwerdeführerin hingewiesen werde. Bei  http://www.switch.ch http://www.switchplus.ch http://www.nic.ch http://www.switch.ch http://www.switchplus.ch

A­3073/2011 potentiellen  Kundinnen  entstehe  so  der  Eindruck,  dass  es  sich  um  ein  einziges  Unternehmen  handle  bzw.  könnten  die  unterschiedlichen  Tätigkeiten der beiden Unternehmungen nicht  erkannt werden. Dadurch  solle werbewirksam vermittelt werden,  dass eine Vertragsbeziehung  zur  switchplus  ag  auch  das  Know­how  der  Beschwerdeführerin  miteinschliesse. Der Bekanntheitsgrad und die langjährige Erfahrung der  Beschwerdeführerin  in  Zusammenhang  mit  der  Verwaltung  und  Registrierung  von  Domain­Namen  mit  der  Endung  ".ch"  würden  dazu  benutzt, die switchplus ag von anderen Whole­Sale­Partnerinnen positiv  abzuheben.  Die  Beschwerdeführerin  habe  aber  im  Rahmen  der  ihr  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  alle  Whole­Sale­Partnerinnen  gleich  zu  behandeln.  Nachdem  die  Registrierung  der  Domain­Namen  ".ch"  jahrelang auf www.switch.ch  vorgenommen werden  konnte,  genüge der  Hinweis  nicht,  neu  sei  hierfür  www.nic.ch  eingerichtet  worden.  Diese  Website sei der breiteren Öffentlichkeit noch nicht geläufig, im Gegensatz  zum allgemein bekannten Namen der Beschwerdeführerin. Werde  der  switchplus  ag  die  Verwendung  der  Marke  SWITCH  zu  Werbezwecken  erlaubt,  so  müsse  diese  Leistung  auch  allen  anderen  Whole­Sale­Partnerinnen zugänglich gemacht werden, was hiesse, dass  auch letzteren erlaubt sein müsste, das Logo bzw. die geschützte Marke  der  Beschwerdeführerin  auf  ihrer  Website  zu  platzieren.  Die  Beschwerdeführerin habe mit anderen Worten dafür zu sorgen, dass die  switchplus  ag  nicht mit  der Marke SWITCH  oder mit Hinweisen  auf  die  unternehmerische Nähe zu  ihr werbend auftrete, sofern anderen Whole­ Sale­Partnerinnen  ein  vergleichbarer  Werbeauftritt  unmöglich  sei.  Die  Tätigkeiten  der  Beschwerdeführerin  und  ihrer  Tochtergesellschaft  müssten  stets  so  dargestellt  werden,  dass  für  einen  Durchschnittsmenschen ohne Weiteres erkennbar sei, dass es sich dabei  um  zwei  selbstständig  auftretende  Unternehmungen  mit  unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen handle. 13.2.    Die  Beschwerdeführerin  hält  dem  entgegen,  bei  der  aktuellen  Gestaltung  ihrer  Website  www.switch.ch  und  den  damit  verbundenen  Hinweisen auf ihre Tochtergesellschaft handle es sich nicht um Werbung,  sondern um ein Firmenporträt. Aber auch falls es sich dabei um Werbung  handeln würde, träfe sie kein Gebot zur Gleichbehandlung: Denn ebenso  wie die Registrar­Software stelle Werbung keine notwendigerweise durch  sie zu erbringende Leistung dar, auf welche die Whole­Sale­Partnerinnen  zwingend angewiesen wären. Zu berücksichtigen sei ferner, dass sich die  angebliche Werbung nicht auf der Whole­Sale­Ebene auswirke, sondern  http://www.switch.ch http://www.nic.ch http://www.switch.ch

A­3073/2011 auf  derjenigen  des  Endkundenmarkts,  wo  sie  in  Konkurrenz  zu  den  Whole­Sale­Partnerinnen  stehe  und  ihre  unabhängig  von  der  ihr  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  erlangte  Bekanntheit  für  sich  und  ebenfalls  für  ihre  Tochtergesellschaft  ausnutzen  dürfe.  Die  durch  die  Vorinstanz delegierte öffentliche Aufgabe als Registerbetreiberin erbringe  sie  sowohl  gegenüber  Endkundinnen  als  auch  gegenüber  den  Whole­ Sale­Partnerinnen  ausschliesslich  auf  www.nic.ch,  wo  ihre  Tochtergesellschaft in keiner Weise spezifisch hervorgehoben werde. Auf  www.switch.ch  stelle  sie  ihr  gesamtes  Unternehmen  dar,  wozu  selbstverständlich  auch  der  Hinweis  auf  die  Tochtergesellschaft  und  deren  Dienstleistungsangebot,  welches  mehr  als  nur  den  Bereich  der  Registrierungen von ".ch."­Domain­Namen umfasse, gehöre. Die Website  www.switch.ch  liege  damit  ausserhalb  des  Bereichs  der  an  sie  delegierten öffentlichen Aufgabe, weshalb die Vorinstanz nicht kompetent  sei, über deren  Inhalt  zu verfügen,  selbst wenn sich darauf ein Verweis  zur regulierten Tätigkeit befinde. Zur Untermauerung ihrer Argumentation  verweist  die  Beschwerdeführerin  beispielhaft  auf  die  Swisscom,  welche  als  Inhaberin  der  Grundversorgungskonzession  gegenüber  den  TelekommunkiationsEndkundinnen  ebenfalls  eine  öffentliche  Aufgabe  erfülle und sich dabei gleichzeitig in Konkurrenz zu anderen Anbietenden  befinde.  Dennoch  sei  keine  Rede  davon,  dass  die  Swisscom  ihre  Konkurrenz mittels Werbung unterstützen oder Zugang zu ihren Websites  gewähren müsse. Im  Rahmen  des  Whole­Sale­Partnervertrags  gestatte  sie  den  Whole­ Sale­Partnerinnen  die  Verwendung  des  SWITCH­Partner­Logos.  Die  Verwendung  der  Marke  SWITCH,  deren  Ruf  unabhängig  von  ihrer  Tätigkeit als Registerbetreiberin aufgebaut worden sei und daher nicht in  den Kompetenzbereich der Vorinstanz falle, sei jedoch nicht Gegenstand  der delegierten öffentlichen Tätigkeit. 13.3.    Die  Vorinstanz  erklärt,  auch  in  diesem  Punkt  sei  die  Beschwerdeführerin  nicht  zu  einzelnen  Leistungen  an  Dritte  verpflichtet  worden, sondern vielmehr dazu, für das Whole­Sale­Verhältnis zwingend  notwendige  oder  damit  offensichtlich  in  Zusammenhang  stehende  Leistungen  entweder  keinem  oder  allen  Whole­Sale­Partnerinnen  zu  gleichen Bedingungen anzubieten. Folgerichtig sei auch kein bestimmter  Webauftritt verlangt worden. Es sei somit auch dem Grundsatz in Art. 35  des  verwaltungsrechtlichen  Vertrags  vom  31. Januar  2007  Rechnung  getragen  worden,  wonach  die  Beschwerdeführerin  in  Bezug  auf  die  Organisation  ihrer  Aufgabenerfüllung  grundsätzlich  frei  sei.  Demzufolge  http://www.nic.ch http://www.switch.ch http://www.switch.ch

A­3073/2011 sei  auch  die  Rüge  zurückzuweisen,  wonach  insbesondere  Dispositiv­ Ziffer  3  der  angefochtenen  Verfügung  offen  lasse,  welche  Umgestaltungen  des  Webauftritts  verlangt  werden  würden,  denn  die  Beschwerdeführerin sei ja gerade eben im Rahmen der gesetzlichen und  vertraglichen  Vorschriften  frei,  den  Webauftritt  ihren  Bedürfnissen  entsprechend  zu  gestalten.  Die  Beschwerdeführerin  verkenne  mit  ihrer  Ansicht, wonach es  ihr  erlaubt  sein müsse,  ihre Tochtergesellschaft  auf  dem  relevanten  Markt  mit  allen  möglichen  Vorteilen  auszustatten,  ihre  verfassungsrechtlichen  Pflichten.  Sie  verschaffe  der  switchplus  ag  gegenüber  anderen Whole­Sale­Partnerinnen  Vorteile,  in  deren Genuss  diese  nur  deshalb  gelange,  weil  ihre  Muttergesellschaft  als  Registerbetreiberin  für  Domain­Namen  ".ch"  fungiere.  Eine  solche  Interessenverstrickung verdiene keinen Rechtsschutz. 13.4.    Hierauf  erwidert  die  Beschwerdeführerin,  die  Werbung  spiele  ebenso  wie  die  Registrar­Software  ausschliesslich  auf  der  Ebene  der  Dienstleistungen für Endkunden eine Rolle und gehöre somit nicht zu den  von  ihr  als Registerbetreiberin  gegenüber  den Whole­Sale­Partnerinnen  notwendigerweise zu erbringenden öffentlichen Aufgabe.  13.5.  13.5.1.   Der Begriff  der Firma als  der  für  den Handelsverkehr  gewählte  und  im  Handelsregister  eingetragene  Name  ist  von  demjenigen  der  Marke  gemäss  Art.  1  des Markenschutzgesetzes  vom  28. August  1992  (MSchG, SR 232.11) als Kennzeichen, das Waren oder Dienstleistungen  eines  Unternehmens  von  solchen  anderer  Unternehmungen  unterscheidet,  abzugrenzen  (MARTINA ALTENPOHL  in:  Basler  Kommentar  Obligationenrecht  II,  Honsell/Vogt/Wiegand  [Hrsg.],  3. Auflage,  Basel  2008,  Art. 944  Rz.  3;  CHRISTIAN  HILTI,  Schutz  nicht  registrierter  Kennzeichen  in:  Schweizerisches  Immaterialgüter­  und  Wettbewerbsrecht,  a.a.O.,  S.  108;  CHRISTIAN  HILTI,  Firmenrecht  in:  Schweizerisches  Immaterialgüter­  und  Wettbewerbsrecht,  a.a.O.,  S.  3).  Mit  Firmengebrauchspflicht  wird  die  Pflicht  umschrieben,  wie  bzw.  in  welcher  Form  eine  Firma  im  Verkehr  korrekt  zu  gebrauchen  ist  (HILTI,  Firmenrecht  a.a.O.,  S.  51).  Gemäss  Art. 954a  des  Obligationenrechts  vom  30. März  1911  (OR,  SR 220)  muss  die  im  Handelsregister  eingetragene  Firma  vollständig  und  unverändert  verwendet  werden  im  formellen geschäftlichen Verkehr, d.h. auf Briefen, Bestellformularen und  Rechnungen  sowie  in  Bekanntmachungen  (Abs. 1).  Zusätzlich  können 

A­3073/2011 Logos,  Kurz­  oder  Geschäftsbezeichnungen,  Enseignes  und  ähnliche  Angaben verwendet werden (Abs. 2). Vorliegend  verwendet  die  Tochtergesellschaft  der  Beschwerdeführerin  gestützt  auf  den  per  31. Juli  2009  abgeschlossenen  Markenvertrag  entgeltlich  die  Wortmarke  SWITCH,  welche  identisch  mit  dem  Firmennamen der Muttergesellschaft gemäss Handelsregisterauszug des  Kantons  Bern  (http://be.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?c hnr=0357001278&amt=036&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort= 0 bzw. www.zefix.ch, besucht am 3. Januar 2012) ist. Gemäss  Handelsregisterauszug  des  Kantons  Zürich  (http://zh.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?c hnr=0203033807&amt=020&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort= 0 bzw. www.zefix.ch, besucht am 3. Januar 2012) lautet der Firmenname  der Tochtergesellschaft der Beschwerdeführerin "switchplus ag". Ob sich  die  Tochtergesellschaft  durch  die  zusätzliche  Verwendung  des  Firmennamens  der  Konzernmutter  (Internet  Services  by  SWITCH)  auf  ihrer Homepage www.switchplus.ch und bei weiterer Verwendung dieses  Zusatzes  bzw.  der  mit  dem  Firmennamen  ihrer  Muttergesellschaft  identischen Wortmarke  SWITCH  allenfalls  aufgrund  einer  irreführenden  Verwendung  einer  nicht  im Handelsregister  eingetragenen Bezeichnung  nach  Art. 326ter  des  Strafgesetzbuchs  vom  21.  Dezember  1937  (StGB,  SR 311.0)  strafbar  macht  und  ob  die  Beschwerdeführerin  als  Muttergesellschaft  sich  durch  die  Duldung  der  Verwendung  ihres  Firmennamens  als  Wortmarke  mit  einer  allfälligen  Haftung  aus  erwecktem  Konzernvertrauen  konfrontiert  sehen  könnte  (vgl.  diesbezüglich  BGE  120  II  331),  ist  nicht  Gegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens und kann daher offen gelassen werden. Vorliegend  relevant  ist  Folgendes:  Die  Verwendung  des  Firmenlogos  oder auch ­namens der Muttergesellschaft durch eine Tochtergesellschaft  erscheint  in  der  Praxis  nicht  unüblich.  Die  Muttergesellschaft  nimmt  regelmässig  Einfluss  auf  die  zwar  juristisch,  jedoch  nicht  wirtschaftlich  selbstständige  Tochtergesellschaft  (vgl.  BÖCKLI,  a.a.O.,  §  11  Rz.  3  ff.),  was  im  Fall  der  Beschwerdeführerin  mit  Bezug  auf  die  übrigen Whole­ Sale­Partnerinnen  nicht  möglich  ist.  Insofern  besteht  zwischen  der  Tochtergesellschaft  der  Beschwerdeführerin  und  anderen  GrosshandelspartnerInnen ein sachlicher Unterschied, welcher sich wohl  als  ernsthafter  Grund  für  eine  unterschiedliche  Behandlung  der  http://be.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0357001278&amt=036&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 http://be.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0357001278&amt=036&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 http://be.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0357001278&amt=036&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 http://www.zefix.ch http://zh.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0203033807&amt=020&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 http://zh.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0203033807&amt=020&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 http://zh.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=0203033807&amt=020&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 http://www.zefix.ch http://www.switchplus.ch

A­3073/2011 Tochtergesellschaft unter dem Blickwinkel von Art. 8 Abs. 1 BV aufführen  liesse.  Anders  präsentiert  sich  hingegen  die Sachlage  in Bezug  auf  die  durch Art. 27 Abs. 1 BV geschützte Wirtschaftsfreiheit bzw. insbesondere  bezüglich dem daraus entwickelten Grundsatz der Gleichbehandlung der  Konkurrenten. Führt nämlich eine – wenn auch sachlich gerechtfertigte –  Ungleichbehandlung  zu  einer Wettbewerbsverzerrung,  wird  dadurch  die  Wirtschaftsfreiheit  bzw.  als  ein  Teilgehalt  davon  der  Grundsatz  der  Gleichbehandlung der Konkurrenten verletzt (vgl. dazu ausführlich vorne  E. 10.1).  13.5.2.   13.5.2.1    Unbestrittenermassen  ist  die  Beschwerdeführerin  in  der Wahl  ihrer Organisation frei (vgl. Art. 35 ff. des verwaltungsrechtlichen Vertrags  vom  31.  Januar  2007).  Die  Konzernbildung  ist  demnach  nicht  genehmigungsbedürftig,  da  die  öffentliche  Aufgabe  der  Beschwerdeführerin  nicht  weiterübertragen wird  und  an  sich  auch  nicht  zu  beanstanden,  solange  sie  wie  erwähnt  nicht  zu  einer  Ungleichbehandlung  der  mit  der  Tochtergesellschaft  direkt  konkurrierenden  Whole­Sale­Partnerinnen  und  damit  zu  einer  Wettbewerbsverzerrung führt. 13.5.2.2    Durch  die  Verwendung  der  mit  dem  Firmennamen  ihrer  Muttergesellschaft identischen Wortmarke einerseits sowie durch den auf  www.switch.ch  aufgeschalteten,  direkt  zur  Homepage  der  Tochtergesellschaft  führenden  Link  andererseits  profitiert  Letztere  vom  Ruf  bzw.  Bekanntheitsgrad  der  Ersteren.  Der  Domain­Name  www.switch.ch ist nämlich in der breiten Öffentlichkeit weitaus bekannter  als www.nic.ch, welcher neu zur Erbringung der der Beschwerdeführerin  übertragenen  öffentlichen  Aufgabe  von  dieser  erstellt  worden  ist.  Hinzu  kommt, dass der Domain­Name www.nic.ch auf den ersten Blick keinen  Hinweis  auf  die  dem  breiten  Publikum  bekannte  Beschwerdeführerin  enthält.  Der  Durchschnittsendkunde  wird  daher  die  Internetseite  www.switch.ch  besuchen  und  durch  den  gut  sichtbar  angebrachten,  orangen  Link  direkt  zur  Homepage  der  Tochtergesellschaft  als  Whole­ Sale­Partnerin  geführt.  Dadurch  wird  der  switchplus  ag  ein  Wettbewerbsvorteil  verschafft,  über  welchen  andere  Grosshandelspartnerinnen  nicht  verfügen.  Ausserdem  werden  die  Durchschnittsendkunden  aufgrund  dieses  Links  zur  Homepage  der  Tochtergesellschaft  auf  www.switch.ch  nicht  in  der  Lage  sein  bzw.  zumindest  Mühe  damit  haben,  deren  Tätigkeit  von  derjenigen  der  http://www.switch.ch http://www.switch.ch http://www.nic.ch http://www.nic.ch http://www.switch.ch http://www.switch.ch

A­3073/2011 Beschwerdeführerin  als  Registerbetreiberin  in  Ausübung  der  ihr  übertragenen öffentlichen Aufgabe abzugrenzen. Auch  wenn  weder  Werbung  durch  die  Beschwerdeführerin  noch  die  Verwendung  deren  mit  ihrem  Firmennamen  identischen  Wortmarke  im  Rahmen der Erfüllung der übertragenen öffentlichen Aufgabe notwendige  Leistungen  der  Registerbetreiberin  darstellen  und  deren  Tochtergesellschaft  beide  Leistungen  nicht  unentgeltlich  erhält,  wird  letztere, da sie als einzige beworben wird und die mit dem Firmennamen  ihrer  bekannten  Muttergesellschaft  identische  Wortmarke  verwenden  darf,  dadurch  gegenüber  anderen  Whole­Sale­Partnerinnen  im  Bereich  der Verteilung und Verwaltung von Domain­Namen mit der Endung ".ch"  bevorzugt  behandelt.  Durch  diese  Ungleichbehandlung  der  direkten  Konkurrentinnen  greift  die  Beschwerdeführerin  regelnd  und  wettbewerbsverzerrend  in  den  ihr  übertragenen  öffentlichen  Aufgabenbereich ein und verletzt damit einerseits die durch Art. 27 Abs. 1  BV  i.V.m.  Art.  94  Abs.  1  und  4  BV  geschützte  Wirtschaftsfreiheit  der  übrigen,  im  Vergleich  zur  switchplus  ag  benachteiligten  Whole­Sale­ Partnerinnen und als Folge davon andererseits ihre verfassungsrechtliche  Pflicht,  bei  der Wahrnehmung der  ihr  übertragenen  staatlichen Aufgabe  zur Verwirklichung der Grundrechte beizutragen  (vgl. Art.  35 Abs. 2 BV,  auch  bezüglich  Bindung  an  die  Grundrechte  bei  Wahrnehmung  staatlicher Aufgaben). 13.5.2.3  Im Übrigen ist der umstrittene Link keine Darstellung, weder des  gesamten  Konzerns  noch  der  Tochtergesellschaft  selbst.  Eine  solche  erfolgt  versteckter,  aber  ebenfalls  unter  www.switch.ch/de/about/profile/  (besucht  am  30.  Dezember  2011).  Der  Tochtergesellschaft  bleibt  es  unbenommen,  im  Bereich  der  Verwaltung  und  Verteilung  von  Domain­ Namen mit  der  Endung  ".ch"  wie  andere  Konkurrentinnen  das  offizielle  Partnerlogo  von  Switch  gemäss  Ziffer  6.10  des  standardisierten  Partnervertrags  zwischen der Beschwerdeführerin  und  künftigen Whole­ Sale­Partnerinnen zu verwenden, anstatt mit der mit dem Firmennamen  der Beschwerdeführerin identischen Wortmarke in der Korrespondenz mit  Endkunden für Domain­Namen ".ch" und auf ihrer Homepage zu werben. 13.6.   Demzufolge hat die Vorinstanz die mit Dispositivziffer 3 verhängte  Aufsichtsmassnahme  zu  Recht  erlassen  (zur  Verhältnismässigkeit  der  Massnahme kann auf E. 12.7 vorne verwiesen werden). Die Beschwerde  ist  auch  in  diesem  Punkt  als  unbegründet  abzuweisen  und  die  Beschwerdeführerin  hat  dafür  besorgt  zu  sein,  dass  ihre  http://www.switch.ch/de/about/profile/

A­3073/2011 Tochtergesellschaft  von  keinen  werbewirksamen  Leistungen  ihrerseits  profitiert, welche anderen Whole­Sale­Partnerinnen nicht gleichermassen  zur Verfügung stehen (zur Entfernung des Links auf www.switch.ch bzw.  zum Webauftritt allgemein vgl. nachfolgend E. 13.7). 13.7.    Der  Eventualantrag  der  Beschwerdeführerin  für  den  Fall,  dass  Dispositivziffer  3  der  angefochtenen  Verfügung  nicht  antragsgemäss  aufgehoben wird, ihr eine angemessene Umsetzungsfrist von 120 Tagen  zur  Vornahme  der  erforderlichen  Vorkehrungen  –  insbesondere  zur  entsprechenden  Umgestaltung  des  Webauftritts  –  zu  gewähren,  ist  abzuweisen. Das  von  der  Beschwerdeführerin  ins  Feld  geführte  Argument,  aufgrund  der  in Dispositivziffer 3 angeordneten Massnahmen sei das Konzept der  Website nicht mehr konsistent, vermag nicht zu überzeugen. Das Porträt  und  die  angebotenen  Dienstleistungen  der  Tochtergesellschaft  können  auf  deren  Homepage,  welche  bis  auf  die  Verwendung  der  mit  dem  Firmennamen  der  Beschwerdeführerin  identischen  Wortmarke  unverändert bleiben kann, beschrieben bzw. dargestellt werden. Es geht  vorliegend hauptsächlich um die Entfernung des Links auf www.switch.ch  zur  Website  der  Tochtergesellschaft,  welcher  sich  –  wie  mit  Zwischenverfügung  vom  10.  Juni  2011  festgehalten  worden  und  unbestritten  geblieben  ist  –  rasch  entfernen  lässt. Weiter  kann  im Profil  der  Beschwerdeführerin  unter  www.switch.ch/de/about/profile/  wie  bis  anhin  auf  die  Konzernstruktur  verwiesen  und  die  Tochtergesellschaft  sowie deren Homepage kurz erwähnt werden. Die übrigen Ausführungen  betreffend  die  Tochtergesellschaft  lassen  sich  problemlos  auf  deren  Homepage  www.switchplus.ch  übertragen.  Die  dafür  gemäss  vorinstanzlicher  Verfügung  vorgesehenen  30  Tage  (nun  ab  Rechtskraft  des vorliegenden Urteils) reichen vollends aus. 14.  Zusammenfassend  bleibt  Folgendes  festzuhalten:  Das  aus  der  Wirtschaftsfreiheit  gemäss Art.  27 Abs. 1 BV  i.V.m. Art. 94 Abs.1 und 4  BV  hergeleitete  verfassungsrechtliche  Grundprinzip  der  Gleichbehandlung  der  (direkten)  Konkurrenten  ist  von  der  Beschwerdeführerin  als Registerbetreiberin  bei  der  Erfüllung  der  ihr mit  verwaltungsrechtlichem  Vertrag  vom  31. Januar  2007  übertragenen  öffentlichen Aufgabe der Verwaltung und Zuweisung von Domain­Namen  mit  der  Endung  ".ch"  zu  beachten  (vgl.  Art.  35  Abs.  2  BV).  Konkret  http://www.switch.ch http://www.switch.ch http://www.switch.ch/de/about/profile/ http://www.switchplus.ch

A­3073/2011 bedeutet  dies  für  den  vorliegenden  Fall,  dass  die  Beschwerdeführerin  nicht regulierend bzw. wettbewerbsverzerrend in das Verhältnis zwischen  den Whole­Sale­Partnerinnen eingreifen darf;  insbesondere darf sie  ihre  Tochtergesellschaft  nicht  ungerechtfertigt  gegenüber  anderen  GrosshandelspartnerInnen  bevorzugen,  wie  dies  durch  Werbung  auf  www.switch.ch  und  die  Überlassung  der  mit  ihrem  Firmennamen  identischen  Wortmarke  SWITCH  geschehen  ist.  Die  in  diesem  Zusammenhang  von  der  Vorinstanz  in  Dispositivziffer  3  getroffenen  Aufsichtsmassnahmen  sind  demgemäss  nicht  zu  beanstanden  und  verhältnismässig.  Auch  wenn  in  Bezug  auf  die  lizenzweise  Gebrauchsüberlassung  der  Registrar­Software  durch  die  Beschwerdeführerin an die switchplus ag aufgrund dessen, dass es sich  um  eine  standardisierte,  auf  dem  Markt  erhältliche  Software  handelt,  keine  Benachteiligung  anderer  Whole­Sale­Partnerinnen  auszumachen  ist,  erweisen  sich  Dispositivziffern  1,  2  und  4  der  angefochtenen  Verfügung  unter  dem  Blickwinkel  von  Art.  27  Abs.  1  BV  ebenfalls  als  gerechtfertigt  und  verhältnismässig.  Der  Beschwerdeführerin  wurden  demzufolge  zu  Recht  in  Dispositivziffer  7  die  Kosten  des  Aufsichtsverfahrens auferlegt. Daher  ist  die  Beschwerde  mit  Bezug  auf  das  Feststellungsbegehren  (vgl. vorne  E.  5)  gutzuheissen  und  im  Übrigen  abzuweisen  sowie  die  Beschwerdeführerin  zu  verpflichten,  die  in  Dispositivziffer  3  der  vorinstanzlichen Verfügung vorgesehenen Vorkehrungen innert 30 Tagen  ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu treffen. 15.  Bei  diesem  Verfahrensausgang  unterliegt  die  Beschwerdeführerin  grösstenteils  und  hat  von  den  gesamten Verfahrenskosten  in  der Höhe  von Fr. 5'000.– einen reduzierten Betrag von Fr. 4'000.– zu übernehmen  (Art. 63  Abs.  1  VwVG).  Der  Vorinstanz  werden  keine  Verfahrenskosten  auferlegt  (Art.  63  Abs.  2  VwVG).  Die  von  der  Beschwerdeführerin  zu  bezahlenden,  reduzierten  Verfahrenskosten  von  Fr. 4'000.–  werden  mit  dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– verrechnet. Der  Restbetrag  in der Höhe von Fr. 2'000.–  ist  innert 30 Tagen nach Eintritt  des  vorliegenden Urteils  zu Gunsten  der Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 16.  Der Beschwerdeführerin,  die  im  vorliegenden Verfahren  nicht  anwaltlich  vertreten  war,  ist  trotz  teilweisen  Obsiegens  keine  Parteientschädigung  http://www.switch.ch

A­3073/2011 zuzusprechen,  da  ihr  keine  verhältnismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m.  Art.  7  Abs.  1  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]  e  contrario).  Die  Vorinstanz  als  Bundesbehörde  hat  unabhängig  vom  Ausgang  des  Verfahrens  keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung  (Art.  7  Abs.  3  VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen  und  es  wird  festgestellt,  dass die Vorinstanz die Anzeigerinnen rechtswidrigerweise vor Eintritt der  Rechtskraft  ihres  Entscheids  über  den  Verfahrensausgang  in  Kenntnis  gesetzt hat. Im  Übrigen  wird  die  Beschwerde  abgewiesen.  Demzufolge  wird  die  Beschwerdeführerin  verpflichtet,  die  in  Dispositivziffer  3  der  vorinstanzlichen  Verfügung  vom  11.  April  2011  vorgesehenen  Vorkehrungen innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu  treffen. 2.  Der Beschwerdeführerin werden reduzierte Verfahrenskosten im Umfang  von  Fr.  4'000.–  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– verrechnet. Der Restbetrag in der Höhe  von Fr. 2'000.–  ist  innert 30 Tagen nach Eintritt des vorliegenden Urteils  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des  Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 3.  Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 5363­10/1000189360; Einschreiben)

A­3073/2011 – das Eidgenössische Departement  für Umwelt,  Verkehr,  Energie  und  Kommunikation UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Markus Metz Tanja Haltiner Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-3073/2011 — Bundesverwaltungsgericht 13.02.2012 A-3073/2011 — Swissrulings