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Bundesverwaltungsgericht 29.11.2011 A-2619/2009

29 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,044 mots·~10 min·2

Résumé

Energie (Übriges) | Kosten und Tarife für die Netznutzung Netzebene 1 und Systemdienstleistungen

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung I A­2619/2009 Urteil   v om   2 9 .   No v embe r   2011 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richter Christoph Bandli, Richterin Kathrin Dietrich, Richter  Lorenz Kneubühler, Richter Jérôme Candrian,      Gerichtsschreiber Bernhard Keller. Parteien Energiedienst Holding AG, Baslerstrasse 44,  5080 Laufenburg,   vertreten durch Rechtsanwalt Michele Bernasconi und  Rechtsanwältin Phyllis Scholl, Bär & Karrer AG,  Brandschenkestrasse 90, 8027 Zürich, Beschwerdeführerin,  gegen swissgrid ag, Dammstrasse 3, Postfach 22, 5070 Frick,  Beschwerdegegnerin,  Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom,  3003 Bern,  Vorinstanz.  Gegenstand Kosten und Tarife für die Netznutzung Netzebene 1 und  Systemdienstleistungen.

A­2619/2009 Sachverhalt: A.  Mit  Datum  vom  23. Mai  2008  veröffentlichte  die  nationale  Netzgesellschaft  swissgrid  AG  (swissgrid)  als  Betreiberin  des  schweizerischen Übertragungsnetzes für elektrische Energie (Netzebene  1) die Kosten und Tarife 2009 für die Netzebene 1. B.  Am  26. Juni  2008  gab  die  Eidgenössische  Elektrizitätskommission  (ElCom)  bekannt,  sie  überprüfe  die  Tarife  des Übertragungsnetzes  von  Amtes wegen. Vorgängig hatten bereits verschiedene Netzbetreiber und  Endverbraucher  gegen  diese  Tarife  Gesuche  um  Absenkung  bei  der  ElCom eingereicht. C.  In  der  Folge  legte  die  ElCom  mit  Verfügung  vom  6. März  2009  insbesondere  die  Tarife  2009  für  die  Netznutzung  der  Netzebene  1  (Ziffer 1),  für allgemeine Systemdienstleistungen  (SDL)  für Netzbetreiber  und  direkt  am  Übertragungsnetz  angeschlossene  Endverbraucher  (Ziffer 2)  und  für  allgemeine  SDL  für  Kraftwerke  mit  einer  elektrischen  Leistung  von  mindestens  50  Megawatt  (MW,  Ziffer 3)  neu  fest.  Die  Verfügung  wurde  der  swissgrid  und  den  übrigen  beteiligten  Parteien  (Übertragungsnetzeigentümer,  Netzbetreiber  und  Endverbraucher  mit  Ausspeisepunkten  vom  Übertragungsnetz  sowie  Betreiber  von  Kraftwerken  mit  einer  elektrischen  Leistung  von  mindestens  50  MW)  eröffnet. D.  Mit  Eingabe  vom  22. April  2009  erhebt  die  Energiedienst  Holding  AG  (Beschwerdeführerin)  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragt  die  Aufhebung  der  Verfügung  der  ElCom  (Vorinstanz)  vom  6. März  2009  in  Bezug  auf  den  Tarif  für  allgemeine  Systemdienstleistungen  für  das  in  Anhang  2  der  Verfügung  genannte  Grenzkraftwerk  Laufenburg  (Rechtsbegehren  1)  sowie  die  Rückzahlung  durch swissgrid AG allenfalls angesichts des Entzugs der aufschiebenden  Wirkung  bereits  geleisteter  Teilsummen  des  SDL­Tarifs  für  das  Grenzkraftwerk Laufenburg zuzüglich 5% Verzugszins ab dem jeweiligen  Zahlungseingang der Teilsummen bei swissgrid AG (Rechtsbegehren 3).  In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt sie die Wiederherstellung der  aufschiebenden Wirkung (Rechtsbegehren 2). 

A­2619/2009 Zur  Begründung  bringt  die  Beschwerdeführerin  vor,  sie  speise  die  von  ihrem  Grenzkraftwerk  Laufenburg  erzeugte  elektrische  Energie  vollständig  in  die  deutsche  Regelzone  der  Energie  Baden­Württemberg  AG (EnBW) ein und versorge damit Endverbraucher in dieser deutschen  Regelzone mit Elektrizität. Da das Kraftwerk nicht der von swissgrid AG  betriebenen  Regelzone  Schweiz  angehöre,  handle  es  sich  um  einen  deutschen Sachverhalt und komme nicht schweizerisches, sondern einzig  deutsches  Recht  zur  Anwendung.  Die  Vorinstanz  habe  nicht  die  Kompetenz,  deutsche Sachverhalte  zu  beurteilen;  auch  fehle  es  an  der  Rechtsgrundlage  für  eine  Kostenerhebung.  Ferner  rügt  sie,  Art. 31b  Abs. 2  der  Stromversorgungsverordnung  vom  14. März  2008  (StromVV,  SR 734.71),  auf  den  die  Vorinstanz  ihre  Verfügung  stütze,  verstosse  gegen  die  Grundsätze  der  Delegation  von  Rechtsetzungsbefugnissen.  Die  Verfügung  verletze  das  Verursacherprinzip  und  das  Gleichbehandlungsgebot. Schliesslich werde die Schwelle von 50 MW bei  Abstellen auf die Wasserkraftkonzessionen nicht erreicht.  Am 4. Mai 2009 präzisiert die Beschwerdeführerin, dass sie die Ziffern 3  und 12 des Dispositivs der Verfügung vom 6. März 2009 anfechte. E.  Mit  Zwischenverfügung  vom  15. Juni  2009  weist  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Antrag  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  und  damit  eine  Aufhebung  von  Ziffer 12  der  angefochtenen Verfügung ab.  F.  In  ihrer  Vernehmlassung  vom  3. Juli  2009  beantragt  die  Vorinstanz  die  Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  habe  sich  für  die  Abgrenzung  der  Zuständigkeit  an  die  bestehenden  Staatsverträge  gehalten  und  deren  Kriterien  auch  auf  Grenzkraftwerke  angewandt,  für  die  keine  Staatsverträge bestehen. Die Verleihung für die Nutzung der Wasserkraft  des Rheins bei Laufenburg vom 12. August 1986 sehe keine Freiheit von  Gebühren,  Abgaben  oder  öffentlich­rechtlichen  Beschränkungen  für  die  Energie,  die  einem Staat  zukomme,  aber  auf  dem Gebiet  des  anderen  Staates  erzeugt  werde,  vor.  Zudem  handle  es  sich  bei  vorliegendem  Sachverhalt  nicht  um  die  Belieferung  von  Endkunden,  sondern  um  die  Energieerzeugung durch Kraftwerke. Schliesslich weise  die Statistik  der  Wasserkraftanlagen  der  Schweiz  (WASTA),  die  auf  Eigendeklarationen  der  Kraftwerksbetreiber  beruhe,  für  das  Kraftwerk  Laufenburg  eine 

A­2619/2009 elektrische Leistung von 53 MW auf, die somit über der Schwelle von 50  MW liege.  G.  Im  Rahmen  eines  weiteren  Schriftenwechsels  hält  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  10. August  2009  an  ihren  Darlegungen fest, während die Vorinstanz mit Schreiben vom 26. August  2009 auf eine weitere Stellungnahme verzichtet.  H.  Mit  Verfügung  vom  19. Februar  2010  bezieht  das  Bundesverwaltungsgericht  die  swissgrid  AG,  die  nationale  Netzgesellschaft, als Beschwerdegegnerin  ins Verfahren ein und gibt  ihr  anschliessend  Gelegenheit,  die  Akten  einzusehen  und  eine  allfällige  Stellungnahme  einzureichen.  Die  Beschwerdegegnerin  nimmt  am  19. April  2010  Stellung  und  betont  die  Wichtigkeit,  dass  die  verschiedenen  offenen  Fragen  rasch  gerichtlich  geklärt  werden.  Sie  äussert sich insbesondere zu den Wert­ und Kostenberechnungen, nicht  aber  dazu,  ob  das  Kraftwerk  der  Beschwerdeführerin  unter  das  schweizerische  Recht  fällt  und  auch  nicht  zur  Pflicht  der  Kraftwerksbetreiber, Kosten für Systemdienstleistungen zu tragen. I.  Am  6. Juni  2011  reicht  die  Beschwerdeführerin  eine Wiedererwägungs­ Verfügung der ElCom vom 17. März 2011 ein, aus der hervorgeht, dass  sich  der  Transformator  Laufenburg  (CH,  220  kV)  –  Laufenburg  (D,  110  kV) nach neuer Auffassung der Vorinstanz in der Regelzone Deutschland  befindet und nicht zum schweizerischen Übertragungsnetz gehört.  J.  Die Vorinstanz weist  in ihrer Stellungnahme vom 7. Juli 2011 darauf hin,  dass sich die neue Verfügung zur Abgrenzung des Übertragungsnetzes  vom  Verteilnetz  äussere,  während  es  beim  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  um  die  Frage  gehe,  ob  das  Kraftwerk  der  Beschwerdeführerin  den  entsprechenden  Tarif  zu  bezahlen  habe.  Die  neue Verfügung habe daher  keinen Einfluss auf  das hängige Verfahren  und  es  gäbe  auch  keinen  Grund  für  eine  Wiedererwägung  der  angefochtenen  Verfügung  vom  6. März  2009.  Die  Beschwerdegegnerin  verzichtet auf eine Stellungnahme.

A­2619/2009 K.  Auf die übrigen Ausführungen der Beteiligten und die sich  in den Akten  befindlichen  Schriftstücke  wird  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen eingegangen, soweit sie entscheidrelevant sind. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Die  ElCom  gehört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. f VGG und ist daher eine Vorin­ stanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG, was  das Sachgebiet  angeht,  ist  nicht  gegeben. Demnach  ist  das  Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde  zuständig (vgl. auch Art. 23 Stromversorgungsgesetz vom 23. März 2007  [StromVG, SR 734.7]). 1.2. Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung  hat  (Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Die  Beschwerdeführerin  ist  Adressatin  der  angefochtenen  Verfügung,  hat  als  beteiligte  Partei  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen  und  ist  vom  Inhalt  der  Verfügung  besonders  betroffen. Sie ist damit zur Beschwerde legitimiert. 1.3. Auf  die  im Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte Beschwerde  (Art. 50 und Art. 52 VwVG) ist einzutreten. 2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  die  bei  ihm  angefochtenen  Verfügungen  und  Entscheide  grundsätzlich  mit  uneingeschränkter  Kognition, das heisst auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige  Feststellung des Sachverhalts hin, ebenso auf Angemessenheit  (Art. 49  VwVG). Die Vorinstanz ist indessen keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern  eine  verwaltungsunabhängige  Kollegialbehörde  mit  besonderen  Kompetenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer  Verantwortung.  Dies  rechtfertigt  eine  gewisse  Zurückhaltung  des  Bundesverwaltungsgerichts  bei  der  Überprüfung  des  vorinstanzlichen 

A­2619/2009 Entscheides. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht aber nicht davon,  die  Rechtsanwendung  auf  ihre  Vereinbarkeit  mit  Bundesrecht  zu  überprüfen.  Sodann  amtet  die  Vorinstanz  in  einem  höchst  technischen  Bereich,  in dem Fachfragen sowohl  im Bereich der Stromversorgung als  auch  ökonomischer  Ausrichtung  zu  beantworten  sind.  Ihr  steht  dabei –  wie  anderen  Behördenkommissionen  auch  –  ein  eigentliches  "technisches  Ermessen"  zu.  In  diesem  Rahmen  darf  der  verfügenden  Behörde  bei  der  Beurteilung  von  ausgesprochenen  Fachfragen  ein  gewisser  Ermessens­  und  Beurteilungsspielraum  belassen  werden,  soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und  die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat  (vgl. BGE 133  II 35 E. 3, BGE 132  II 257 E. 3.2, BGE 131  II 13 E. 3.4,  BGE  131  II  680  E. 2.3.2  mit  Hinweisen;  BVGE  2009/35  E. 4;  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.155). 3.  Die  Rüge  der  fehlenden  Zuständigkeit  bzw.  der  fehlenden  Rechtsgrundlage  für  eine  Kostenerhebung  ist  als  erstes  zu  prüfen,  da  sich  eine  weitere  materielle  Prüfung  der  Beschwerde  erübrigen  kann,  wenn sich diese Rüge als begründet erweisen sollte.  3.1. Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung  vom  7. März  2009  sind  die  Kosten  und  Tarife  für  die  Netznutzung  Netzebene  1  und  SDL.  Die  Beschwerdeführerin  ist  von  dieser  Verfügung  als  Betreiberin  eines  Kraftwerks betroffen und ficht deren Ziffer 3 an. Diese lautet: "Der  Tarif  2009  für  Systemdienstleistungen  für  Kraftwerke  mit  einer  elektrischen  Leistung  von  mindestens  50  MW  gemäss  Anhang  2  dieser  Verfügung  beträgt  ab  1. Januar  2009  0.45 Rappen/kWh. Die  swissgrid  AG  hat  bei  diesen  Kraftwerken  eine  Erhebung  der  effektiv  erzeugten  Bruttoenergie durchzuführen. Sie hat nach Vorliegen der tatsächlichen SDL­ Kosten der ElCom einen Bericht zur Genehmigung vorzulegen. Die swissgrid  AG  hat  die  von  der  ElCom  genehmigten  anrechenbaren  SDL­Kosten  den  Betreibern  von Kraftwerken mit  einer elektrischen Leistung von mindestens  50 MW  individuell  nachzubelasten oder  gutzuschreiben. Diese Abrechnung  kann unterjährig erfolgen." 3.2. Gemäss der Legaldefinition in Art. 4 Abs. 1 Bst. g StromVG sind SDL  die  für  den  sicheren  Betrieb  der  Netze  notwendigen  Hilfsdienste.  Sie  zählen  zu  den  Betriebskosten  des  Elektrizitätsnetzes  und  bilden  einen  Bestandteil des Entgelts für dessen Nutzung (Art. 14 Abs. 1 i.V.m. Art. 15  Abs. 2 StromVG). Die SDL umfassen  insbesondere Systemkoordination, 

A­2619/2009 Bilanzmanagement,  Primärregelung,  Schwarzstart­  und  Inselbetriebsfähigkeit  von  Erzeugern,  Spannungshaltung  (inkl.  Anteil  Blindenergie),  betriebliche  Messungen  und  Ausgleich  der  Wirkverluste.  Die  Vorinstanz  stützt  die  Ziffer 3  ihrer  Verfügung  auf  Art. 31b  Abs. 2  StromVV;  es  handelt  sich  gemäss  dessen  Absatz  1  um  Kosten  für  Systemmanagement,  Messdatenmanagement,  Schwarzstart  und  Inselbetriebsfähigkeit von Erzeugern, Spannungshaltung, Primärregelung  und  die  Anteile  der  Leistungsvorhaltung  für  die  Sekundär­  und  Tertiärregelung,  welche  nicht  einer  Bilanzgruppe  zugeordnet  werden  können.  Diese  Kostenfaktoren  stellen  gemäss  Art. 15  Abs. 2  StromVV  sogenannte  allgemeine  SDL  dar,  die  pro  kWh  verrechnet  und  nicht  individuell  in  Rechnung  gestellt  werden  (vgl.  BVGE  2010/49  E. 9.2  am  Ende,  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­2661/2009  vom  24. August  2011  E. 5.4.3).  Diese  Kosten  sind  gemäss  Art. 15  Abs. 4  Bst. b StromVG einheitlich und verursachergerecht zu überwälzen. 3.3. Es  ist somit  festzustellen, dass es sich beim verfügten Tarif um ein  Entgelt für die Netznutzung handelt, sei es als Kraftwerk, das elektrische  Energie  einspeist,  sei  es  als  Endverbraucher  elektrischer  Energie.  Der  streitige Teil des Entgelts ist nach der effektiv erzeugten Bruttoenergie zu  entrichten und beträgt für die Beschwerdeführerin 0.45 Rappen pro kWh.  Damit  ein  Entgelt  geschuldet  ist,  muss  das  Netz  demnach  auch  tatsächlich  genutzt  werden,  weil  andernfalls  das  betreffende  Kraftwerk  gar  nicht  (stromerzeugender)  Nutzer  des  kostenpflichtigen  Netzes  und  erst  recht  nicht  Verursacher  der  Kosten  für  den  Betrieb  dieses  Netzes  sein kann.  Die  Beschwerdeführerin  macht  insofern  geltend,  sie  würde  ihre  elektrische  Energie  gar  nicht  in  die  Regelzone  der  swissgrid  AG  einspeisen,  sondern  in  eine deutsche Regelzone. Gemäss Art. 4 Abs. 1  Bst. f StromVG  ist  eine Regelzone ein Gebiet,  für  dessen Netzregelung  die  nationale  Netzgesellschaft  verantwortlich  ist.  Die  Regelzone  wird  physikalisch durch Messstellen festgelegt.  Die  Vorinstanz  stellt  sich  in  der  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung,  Ziffer 4.3.4.4.2  am  Ende,  auf  den  Standpunkt,  sie  stelle  gemäss  ihrer  Verfügung  vom  30. Oktober  2008  auf  die  Regelzonenzugehörigkeit ab und habe den entsprechenden Sachverhalt  der Schweiz zugeordnet. Beim vorliegenden Sachverhalt gehe es jedoch  nicht  um  die  Belieferung  von  Endverbrauchern,  sondern  um  die  Energieerzeugung  durch  Kraftwerke.  Zudem  existierten  für  diese 

A­2619/2009 Energieerzeugung  (also  die  Energieerzeugung  in  Grenzgewässern)  Staatsverträge,  welche  bestimmten,  dass  der  schweizerische  Anteil  an  der erzeugten Energie so zu behandeln sei, wie wenn er in der Schweiz  erzeugt worden wäre. Auf Grenzkraftwerke  sei  eine  einheitliche  Lösung  anzuwenden.  Zu  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  bringt  die  Vorinstanz vor, es seien auch andere Abgrenzungskriterien denkbar und  wiederholt die beiden letztgenannten Argumente.  3.4. Mit der neuen Verfügung der Vorinstanz vom 17. März 2011 hat sie  festgestellt, dass der Transformator Laufenburg – entgegen ihrer früheren  Auffassung  –  nicht  in  der  schweizerischen  Regelzone  liegt.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  keine  Veranlassung,  diese  nun  mehr  unbestrittene  Sachverhaltsfeststellung  in  Frage  zu  stellen.  Damit  steht  aber  auch  fest,  dass  sich  die  Pflicht  der  Beschwerdeführerin,  für  ihr  Kraftwerk Netznutzungskosten  zu  tragen,  jedenfalls  nicht mehr mit  dem  Abstellen auf die Regelzonenzugehörigkeit begründen lässt.  3.5. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 29 der  Verleihung  für  die Nutzung  der Wasserkraft  des Rheins  bei  Laufenburg  vom 12. August 1986, wonach die gewonnene elektrische Energie je zur  Hälfte  auf  die  Schweiz  und  auf  das  Land  Baden­Württemberg  entfällt,  kostenpflichtig ist.  Die  Beschwerdeführerin  macht  insofern  geltend,  dass  sich  diese  Bestimmung  einzig  auf  die  Produktion,  nicht  aber  den  Absatz  der  elektrischen  Energie  beziehe.  Die  gesamte  im  Kraftwerk  Laufenburg  erzeugte elektrische Energie speise sie in das deutsche Elektrizitätsnetz,  nämlich  in die Regelzone EnBW, ein und bezahle dort die Netznutzung.  Sie nutze kein schweizerisches Elektrizitätsnetz und beziehe auch keine  schweizerischen  SDL.  Zudem  macht  sie  geltend,  dass  sie  von  der  Beschwerdegegnerin  als  Stromimporteurin  behandelt  und  der Regelung  von Art. 17 StromVG unterstehen würde, wenn sie die im Grenzkraftwerk  Laufenburg erzeugte elektrische Energie in der Schweiz absetzen wollte.  Diese  Sachverhaltsvorbringen  sind  unbestritten  geblieben.  Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  es  daher  als  erwiesen,  dass  die  Beschwerdeführerin  mit  ihrem  Kraftwerk  Laufenburg  weder  das  Schweizerische  Übertragungsnetz  im  Sinne  von  Art. 4  Abs. 1  Bst. h  StromVG noch SDL für die schweizerischen Elektrizitätsnetze, also auch  nicht  der  Verteilnetze  (Art. 4  Abs. 1  Bst. i  StromVG)  nutzt  oder  SDL  verursacht. 

A­2619/2009 Wie unter E. 3.2 festgestellt worden ist, zählen die Kosten für SDL zu den  Betriebskosten  der  Elektritzitätsnetze  (Art. 15  Abs. 2  StromVG),  diese  wiederum  stellen  anrechenbare  Kosten  dar,  die  einen  Teil  des  Netznutzungsentgelts  ausmachen  (vgl.  Art. 14  Abs. 1  i.V.m.  Art. 15  StromVG).  Die  Pflicht,  solche  Kosten  zu  tragen  bzw.  ein  Entgelt  zu  leisten, setzt demnach voraus, dass das schweizerische Elektrizitätsnetz  überhaupt  in  irgend  einer  Weise  genutzt  wird.  Für  das  Grenzkraftwerk  Laufenburg  ist  jedoch  dessen  Nutzung  nach  dem  Gesagten  weder  behauptet  noch  nachgewiesen,  weshalb  kein  Netznutzungsentgelt  geschuldet  ist.  Ziffer  3  des Dispositivs  der  angefochtenen  Verfügung  in  Verbindung  mit  Anhang  2  Ziffer  73  ist  daher  mit  Bezug  auf  die  Beschwerdeführerin aufzuheben. 4.  Im Übrigen wäre Ziffer 3 der angefochtene Verfügung auch nicht auf die  Beschwerdeführerin  anzuwenden  und  die  Beschwerde  insofern  gutzuheissen,  weil  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  die  Verpflichtung  der  Kraftwerksbetreiber,  einen  Teil  der  Kosten  für  allgemeine  Systemdienstleistungen  zu  tragen  (Art. 31b Abs. 2 StromVV), keine genügende gesetzliche Grundlage hat,  was nachfolgend kurz zu wiederholen ist.  4.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  in  seinem  rechtskräftigen  Piloturteil vom 8. Juli 2010 (BVGE 2010/49) erkannt, dass Art. 15 Abs. 4  StromVG zulässigerweise Rechtsetzungskompetenzen an den Bundesrat  delegiert, wobei sich dies auf die Überwälzung der Kosten und damit auf  ein  bestimmtes,  genau  umschriebenes  Sachgebiet  beschränkt.  Sodann  sind die wichtigen Regelungen – wie  insbesondere die Bestimmung des  grundsätzlich zahlungspflichtigen Endverbrauchers –  im StromVG selber  enthalten (Art. 14 und Art. 15 StromVG). Der Gesetzgeber hat jedoch an  den Verordnungsgeber  lediglich die Aufgabe delegiert,  die Überwälzung  der  Kosten  auf  den  Endverbraucher  zu  regeln,  nicht  aber  neue  Zahlungspflichtige  für  die  nicht  individuell  anrechenbaren  Kosten  einzuführen.  Eine  Gesetzesdelegation  in  diesem  engen  Rahmen  ist  zulässig  (vgl.  BVGE  2010/49  E.  9.3  f.;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts A­2661/2009 vom 24. August 2011 E. 5.3.1 f.  und 6.1. Vgl. auch Botschaft StromVG, BBl 2005 1681).  4.2. Mit Art. 31b Abs. 2 StromVV werden den Betreibern von Kraftwerken  mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW derjenige Teil der  Kosten  der  SDL  auferlegt,  der  mit  dem  nach  Art. 31b  Abs. 1  StromVV 

A­2619/2009 festgelegten Tarif nicht gedeckt werden kann. Hierbei handelt es sich um  allgemeine  SDL,  weshalb  den  Betreibern  von  Kraftwerken  mit  Art. 31b  Abs. 2 StromVV Kosten für allgemeine SDL auferlegt werden. Diese sind  als nicht  individuell  anrechenbare Kosten Teil des Netznutzungsentgelts  (vgl.  oben, E. 3.2). Auch wenn Art. 31b Abs. 2 StromVV bestimmt, dass  den Kraftwerken die Kosten für allgemeine SDL gemäss  ihrem Anteil an  der  Bruttoenergieerzeugung  individuell  in  Rechnung  zu  stellen  sind,  ändert dies nichts daran, dass es sich bei den Kosten für allgemeine SDL  gerade nicht um  individuelle Kosten handelt. Gemäss dem Konzept des  StromVG  können  aber  einzig  direkt  am  Übertragungsnetz  angeschlossene  Endverbraucher  und  Verteilnetzbetreiber,  welche  die  Möglichkeit  haben, die Kosten der allgemeinen SDL auf nicht  direkt  am  Übertragungsnetz  angeschlossene  Endverbraucher  (ev.  über  einen  weiteren  Verteilnetzbetreiber)  zu  überwälzen, mit  Kosten  für  allgemeine  SDL  belastet  werden  (Art. 14  StromVG).  Mit  andern  Worten  ist  eine  Überwälzung  der  Kosten  für  allgemeine  SDL  jeweils  nur  dort  gewährleistet  und  zulässig,  wo  vertragliche  Beziehungen  zwischen  den  einzelnen  Akteuren  betreffend  die  Netznutzung  bestehen  (Übertragungsnetzbetreiber  und  direkt  am  Übertragungsnetz  angeschlossene  Endverbraucher,  Übertragungsnetzbetreiber  und  Verteilnetzbetreiber,  Verteilnetzbetreiber  und  Verteilnetzbetreiber  sowie  Verteilnetzbetreiber und Endverbraucher).  Demgegenüber können die Betreiber von Kraftwerken die Kosten für die  allgemeinen SDL – im Gegensatz zu den Verteilnetzbetreibern – nicht an  die  Endverbraucher  überwälzen,  da  zwischen  den  Betreibern  von  Kraftwerken  und  den  Endverbrauchern  keine  vertragliche  Beziehung  betreffend  die  Netznutzung  besteht  (vgl.  MMEE­CH  2009,  Ziffer  2.3,  insbesondere  Ziffer  2.3.2).  Indem  Art. 31b  Abs. 2  StromVV  neu  auch  Betreiber von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens  50 MW mit  Kosten  für  allgemeine  SDL  individuell  belastet,  verstösst  er  somit  gegen  das  Ausspeiseprinzip  von Art. 14  Abs. 2  StromVG.  Zudem  ist  die Bestimmung, wer  das Netznutzungsentgelt  letztlich  zu  entrichten  hat,  eine  wichtige  rechtsetzende  Bestimmung  im  Sinne  von  Art. 164  Abs. 1  BV  und  muss  bzw.  müsste  (bei  einer  abweichenden  Neuformulierung) zwingend  im formellen Gesetz verankert sein. Art. 31b  Abs. 2  StromVV  ist  demnach  gesetz­  und  verfassungswidrig  und  kann  nicht zur Anwendung gelangen (vgl. hierzu: BVGE 2010/49 E. 10.1, Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­2661/2009  vom  24. August  2011  E. 6.2).  Die  darauf  gestützte,  in  Ziffer  3  des  Dispositivs  der  Verfügung 

A­2619/2009 vom  6. März  2009  auferlegte  Verpflichtung  ist  daher  auch  aus  diesem  Grund in Bezug auf die Beschwerdeführerin aufzuheben.  4.3.  Da  die  Beschwerde  demnach  gutzuheissen  ist,  soweit  auf  sie  einzutreten  ist,  erübrigt  sich  eine  Prüfung  der  weiteren  materiellen  Fragen, namentlich ob das Grenzkraftwerk Laufenburg die Grenze von 50  MW erreicht oder nicht.  5.  Die Beschwerdeführerin beantragt zusätzlich, die allenfalls von ihr bereits  bezahlten  SDL­Beträge  bzw.  Entschädigungen  seien  mit  Verzugszins  zurückzuerstatten. Weil sich diese Folge allein aus der Gutheissung des  ersten Rechsbegehrens noch nicht direkt  (wohl aber  indirekt) ergibt und  es sich dabei zudem um ein Leistungsbegehren handelt, ist das Interesse  der  Beschwerdeführerin  an  diesem  zusätzlichen  Antrag  gegeben.  Da  dem  Bundesverwaltungsgericht  keine  Angaben  darüber  vorliegen,  ob  überhaupt,  und  gegebenenfalls  wann  Beträge  in  welcher  Höhe  bezahlt  worden  sind,  kann  jedoch  nur  über  den  Grundsatz  der  Rückzahlungspflicht entschieden werden.  Angesichts  der  ersatzlosen  Aufhebung  von  Ziffer 3  des  Dispositivs  der  vorinstanzlichen  Verfügung  besteht  effektiv  ein  vollständiger  Rückzahlungsanspruch der Beschwerdeführerin auf SDL­Beträge, die sie  wegen  des  Entzugs  der  aufschiebenden Wirkung  der  Beschwerde,  der  mit  Zwischenverfügung  vom  15. Juni  2009  vom  Bundesverwaltungsgericht  bestätigt worden  ist,  allenfalls  bereits  bezahlt  hat (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­2605/2009 vom 14. Juli  2011 E. 7). Auch  eine  Pflicht  zur  Leistung  von  Verzugszinsen  ist  zu  bejahen,  unabhängig  davon,  ob  die  in  Rechnung  gestellten  Kosten  privater  oder  öffentlich­rechtlicher Natur  sind. Rechtsprechung und Lehre anerkennen  seit  langem,  dass  auch  für  öffentlich­rechtliche  Geldforderungen  ein  Verzugszins  geschuldet  ist,  sofern  dies  durch  besondere  gesetzliche  Regelung  nicht  ausgeschlossen  ist  (BGE  101  Ib  252  E. 4b;  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_191/2007  vom  11. Oktober  2007  E. 3.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6509/2010  vom  22. März  2011  E. 10.7;  ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2010,  Rz.  756).  Verzugszins  ist  in  direkter  oder  –  sofern  es  sich  um  eine  öffentlich­ rechtliche  Forderung  handelt  –  in  analoger  Anwendung  von  Art. 102 

A­2619/2009 Abs. 1  des  Obligationenrechts  vom  30. März  1911  (OR,  SR  220)  geschuldet  vom  Zeitpunkt  an,  in  dem  der  Gläubiger  den  Schuldner  mahnt,  wobei  eine  Mahnung  eine  empfangsbedürftige  Erklärung  ist  (WOLFGANG  WIEGAND,  Basler  Kommentar,  OR  I,  Basel  2007,  N. 9  zu  Art. 102). Das gerichtliche Geltendmachen einer Forderung stellt eine Art  der Mahnung dar, wobei der Verzug mit der Zustellung der Rechtsschrift  eintritt.  Im  vorliegenden  Fall  wurde  die  Beschwerdegegnerin  mit  Verfügung  vom  19. Februar  2010  ins  Verfahren  einbezogen.  Die  Beschwerdeschrift  wurde  ihr  anschliessend mit  Verfügung  vom  2. März  2010 zugestellt und  ist  ihr am 3. März 2010 zugegangen. Für die bis zu  diesem  Zeitpunkt  allenfalls  geleisteten  Zahlungen  beginnt  der  Verzug  somit  am  3. März  2010,  für  danach  bezahlte  Beträge  am  Datum  des  Zahlungseinganges.  Der  Verzugszins  beträgt  gemäss  oder  analog  Art. 104  Abs. 1  OR  5%  (vgl.  Entscheid  der  Eidgenössischen  Rekurskommission  für  ausländische  Entschädigungen  vom  17.  Dezember 1998, veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden  [VPB] 63.45 E. 5).  6.  Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  die  Verfahrenskosten  grundsätzlich der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei das  Mass des Unterliegens von den  in der konkreten Beschwerde gestellten  Rechtsbegehren  abhängt.  Die  Beschwerdeführerin  obsiegt  mit  ihrem  Rechtsbegehren betreffend ihrer Kostenpflicht für SDL und grundsätzlich   auch  mit  ihrem  Rechtsbegehren  auf  Rückerstattung  samt  Verzugszins  von  allenfalls  bereits  geleisteten  Zahlungen.  Hingegen  wurde  ihr  Verfahrensantrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung mit  Zwischenverfügung vom 15. Juni 2009 abgewiesen. Insgesamt unterliegt  sie  damit  zu  etwa  einem  Viertel.  Die  Beschwerdegegnerin  hat  keine  konkreten  Anträge  zur  vorliegenden  Beschwerde  gestellt,  sondern  ihr  Interesse  an  einer  baldigen  Klärung  der  verschiedenen  Fragen,  insbesondere  auch  derjenigen  zur  Kostenpflicht  der  Kraftwerksbetreiber  für  SDL  betont.  Von  einem  Unterliegen  kann  bei  ihr  demzufolge  nicht  gesprochen werden. Die Vorinstanz hat die Abweisung aller Anträge der  Beschwerdeführerin  beantragt  und  unterliegt  demzufolge,  soweit  den  Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin entsprochen wird,  also  zu drei  Vierteln. Ihr werden gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten  auferlegt,  während  der  Beschwerdeführerin  ein  Viertel  der  auf  Fr. 4'000.—  festzusetzenden  Verfahrenskosten,  also  Fr. 1'000.—  auferlegt  werden.  Diese  sind mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 

A­2619/2009 Fr. 3'000.— zu verrechnen; der Rest  ist  ihr nach Eintritt  der Rechtskraft  dieses Urteils zurückzuerstatten. 7.  Der  ganz  oder  teilweise  obsiegenden Partei  ist  von  Amtes wegen  oder  auf  Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und  verhältnismässige  Kosten  zuzusprechen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG  i.V.m.  Art. 7 ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Bei  nur  teilweisem  Obsiegen  ist  die  Entschädigung  entsprechend  zu  kürzen  (Art. 7  Abs. 2  VGKE). Die  Parteientschädigung  umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der  Partei.  Das  Gericht  setzt  die  Parteientschädigung  auf  Grund  der  Akten  fest, wenn keine Kostennote eingereicht wird (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Die  gekürzte  Parteientschädigung  wird  auf  Fr. 4'500.—  (inklusive  Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festgesetzt  und  der  Vorinstanz  zur  Bezahlung  auferlegt.  Der  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdegegnerin  wird  keine Parteientschädigung ausgerichtet. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen. 2.  Ziffer 3 des Dispositivs der Verfügung der Vorinstanz vom 6. März 2009  sowie Anhang 2 Ziffer 73 werden mit Bezug auf die Beschwerdeführerin  aufgehoben. 3.  Die  Beschwerdegegnerin  wird  verpflichtet,  allfällige  von  der  Beschwerdeführerin  geleistete Zahlungen  für SDL­Kosten gemäss Ziffer  3  des  Dispositivs  der  Verfügung  der  Vorinstanz  vom  6. März  2009  der  Beschwerdeführerin  zurückzuerstatten,  zuzüglich  5  %  Verzugszins  ab  3. März  2010  oder,  sofern  der  Zahlungseingang  später  erfolgt  ist,  ab  Zahlungseingang bei der Beschwerdegegnerin. 4.  Von  den  Verfahrenskosten werden  Fr. 1'000.—  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Vorschuss  von  Fr. 3'000.— 

A­2619/2009 verrechnet;  der  Restbetrag  von  Fr. 2'000.—  ist  der  Beschwerdeführerin  nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. Hierzu hat  die  Beschwerdeführerin  dem  Bundesverwaltungsgericht  ihre  Post­  oder  Bankverbindung anzugeben. 5.  Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin nach Eintritt  der Rechtskraft  dieses  Urteils  eine  Parteientschädigung  von  Fr. 4'500.—  (inklusive  Auslagen und Mehrwertsteuer) zu entrichten. 6.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 952­08­005; Gerichtsurkunde) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: André Moser Bernhard Keller Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt werden  (Art. 82  ff.,  Art. 90  ff.  und Art. 100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Frist  steht  still  vom  18. Dezember  bis  und  mit  dem  2. Januar  (Art. 46  Abs. 1  Bst. c  BGG.  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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A-2619/2009 — Bundesverwaltungsgericht 29.11.2011 A-2619/2009 — Swissrulings