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189 dell’art. 130 lett. c CPP le difficoltà concrete nel garantire un’adeguata difesa, aggravate dalla complessità del caso o dalla natura tecnica delle questioni giuridiche sollevate, così come le situazioni comportanti un rischio di violazione della parità delle armi (HARARI/JAKOB/SANTAMARIA, op. cit., n. 27 ad art. 130 CPP).
4.2 Nonostante i termini concessigli dalla Corte per designare un difensore di fiducia, l’imputato non ha provveduto in tal senso. Nella sua comunicazione, tardiva, del 1° dicembre 2025 ha lasciato intendere di volersi difendere da solo, ma in modo contraddittorio, affermando nel contempo di rimanere disponibile a farsi assistere da un difensore di fiducia, senza tuttavia indicarne il nominativo. In considerazione dei principi enunciati sin qui, ed in particolare della parità delle armi, per tutelare i legittimi interessi di A. si impone la nomina di un difensore di ufficio.
4.3 Se la difesa è disposta dall’autorità in quanto l’autorità nutre dubbi sul fatto che persona imputata sia in grado di tutelare autonomamente i propri interessi, il criterio dell’indigenza riveste un ruolo secondario. Agli atti figura in ogni caso ampia documentazione che permette di concludere quanto all’adempimento di tale requisito. La questione su chi debba sopportarne i costi è distinta (RUCKSTUHL, op. cit., n. 21 ad art. 132 CPP).
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27. Auszug aus der Verfügung der Strafkammer in Sachen Bundesanwaltschaft gegen A., B. AG und C. AG vom 10. Dezember 2025 (SK.2025.57)
Anklageprinzip Art. 9 Abs. 1, 325 Abs. 1 lit. d StPO Eine Anklage gegen eine nicht identifizierte Person ist unzulässig (E. 2.4-2.6).
Principe de l’accusation Art. 9 al. 1, 325 al. 1 let. d CPP
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190 Une mise en accusation contre une personne non identifiée n’est pas admissible (consid. 2.4-2.6).
Principio accusatorio Art. 9 cpv. 1, 325 cpv. 1 lett. d CPP Una promozione dell’accusa contro una persona non identificata è inammissibile (consid. 2.4-2.6).
Zusammenfassung des Sachverhalts:
Am 25. November 2025 erhob die Bundesanwaltschaft bei der Strafkammer Anklage gegen A., B. AG, C. AG und «Unbekannt». A. wurde in der Anklage Geldwäscherei durch aktives Tun, eventualiter durch pflichtwidriges Unterlassen (Art. 305bis Ziff. 1, evtl. i.V.m. Art. 11 StGB) vorgeworfen. B. AG und C. AG wurden wegen originärer Strafbarkeit des Unternehmens in Bezug auf die Anlasstäterin A., eventualiter in Bezug auf eine unbekannte Täterschaft (Art. 102 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 und Art. 305bis StGB), subeventualiter wegen subsidiärer Strafbarkeit des Unternehmens (Art. 102 Abs. 1 i.V.m. Art. 305bis StGB) angeklagt.
Die Strafkammer wies die Anklage zur Berichtigung an die Bundesanwaltschaft zurück und lud diese ein, die Anklage ausschliesslich gegen identifizierte Personen neu einzureichen.
Aus den Erwägungen:
2.3 Die Anklageschrift führt A., B. AG, C. AG und «Unbekannt» als beschuldigte Personen auf.
2.4 Kernnorm ist der Anklagegrundsatz in Art. 9 Abs. 1 StPO. Eine Straftat darf das Gericht nur beurteilen, wenn die Staatsanwaltschaft gegen eine bestimmte Person wegen eines genau umschriebenen Sachverhalts Anklage erhebt. Bereits Art. 318 StPO normiert, dass die Staatsanwaltschaft die Untersuchung abschliesst, indem sie gegen eine beschuldigte Person Strafbefehl erlässt, Anklage erhebt oder das Verfahren einstellt. Die Vorschriften zum Inhalt der Anklageschrift verlangen ebenfalls die Bestimmung der beschuldigten Person (vgl. Art. 325 Abs. 1 lit. d StPO). Zur Informationsfunktion des Anklagegrundsatzes gehört, dass die angeklagte
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191 Person genau bezeichnet wird (HEIMGARTNER/NIGGLI, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 325 StPO N. 12 m.w.H.). Ebenso sieht Art. 81 Abs. 2 lit. c StPO vor, dass Urteile eine «ausreichende Bezeichnung der Parteien und ihrer Rechtsbeistände» enthalten müssen.
2.5 Das Bundesgericht erachtet einen Strafbefehl gegen Unbekannt bzw. gegen eine beschuldigte Person ohne Namen als gültig, sofern diese mit anderen Massnahmen eindeutig individualisierbar ist. Ihre Bezeichnung kann unter bestimmten Bedingungen auch ohne vollständige Personendaten als ausreichend qualifiziert werden (BGE 149 IV 9 E. 6.3).
2.6 Eine solche Konstellation liegt in casu nicht vor. In Ziffer 2.4 der Anklageschrift führt die Bundesanwaltschaft eine «unbekannte Anlasstäterschaft, die organisatorisch und hierarchisch in die beschuldigten Unternehmen eingebunden war» an. Eine solche Umschreibung lässt in keiner Weise eine Individualisierbarkeit der beschuldigten Person/en zu. Da sich gegen jemanden, der nicht genügend identifiziert ist, beim Gericht keine Anklage anhängig machen lässt, ist die Anklage wegen Verletzung des Anklagegrundsatzes zur Berichtigung an die Bundesanwaltschaft zurückzuweisen (Art. 329 Abs. 2 StPO).