Beschluss vom 17. März 2020 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Roy Garré, Vorsitz, Cornelia Cova und Stephan Blättler, Gerichtsschreiber Stephan Ebneter
Parteien
A., vertreten durch Rechtsanwälte Florian Baumann und Omar Abo Youssef, Beschwerdeführer
gegen
1. BUNDESANWALTSCHAFT, 2. B. AG, vertreten durch Rechtsanwältin Yvona Griesser, Beschwerdegegnerinnen
Gegenstand Zulassung der Privatklägerschaft (Art. 118 ff. i.V.m. Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO); Akteneinsicht (Art. 101 f. i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO); Teilnahme bei Beweiserhebungen (Art. 107 Abs. 1 lit. b und Art. 147 StPO); Äusserungsrecht (Art. 107 Abs. 1 lit. d StPO); Beweisanträge (Art. 107 Abs. 1 lit. e StPO); aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO)
Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal
Geschäftsnummer: BB.2019.287 Nebenverfahren: BP.2019.97
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Sachverhalt:
A. Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») führt eine Strafuntersuchung SV.17.0021 gegen A. wegen Verdachts des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes (Art. 273 StGB).
B. Mit Schreiben vom 29. März 2017 erklärte die B. AG, sich am Strafverfahren sowohl als Straf- als auch als Zivilklägerin zu beteiligen (SV.17.0021, pag. 15-001-0003 f.). Sie wurde im Antrag der BA auf Entscheid über die Verfolgung politischer Straftaten vom 6. April 2017 erstmals als Privatklägerin aufgeführt (vgl. SV.17.0021, pag. 01-002-0001 ff.).
C. Mit Gesuch vom 26. September 2019 beantragte A. der BA u.a., es sei der B. AG in der Strafuntersuchung SV.17.0021 mit sofortiger Wirkung die Stellung als Privatklägerin abzuerkennen und sie aus dem Verfahren auszuschliessen (act. 1.4).
D. Die BA wies das Gesuch von A. vom 26. September 2019 mit Verfügung vom 11. Oktober 2019 ab und hielt fest, dass der B. AG die erforderlichen Verfahrensrechte einer Partei zustehen und sie weiterhin als Privatklägerin im Verfahren zugelassen wird (act. 1.3).
E. Auf die von A. gegen die Verfügung vom 11. Oktober 2019 erhobene Beschwerde vom 25. Oktober 2019 (act. 1.5) trat die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss BB.2019.247 vom 30. Oktober 2019 nicht ein (act. 1.6).
F. Mit Gesuch vom 19. November 2019 beantragte A. der BA u.a., die Vertreter der B. AG und deren Rechtsvertreterin seien von der Teilnahme an der noch zu terminierenden Schlusseinvernahme des Beschuldigten im gegen diesen geführten Verfahren Nr. SV.17.0021 auszuschliessen, der B. AG sei die Einsicht in die Akten des Verfahrens Nr. SV.17.0021, insbesondere das noch zu erstellende Protokoll der Schlusseinvernahme des Beschuldigten, zu verweigern und der B. AG sei die Äusserung zur Sache und/oder zum Verfahren sowie die Stellung von Beweisanträgen im Verfahren Nr. SV.17.0021 zu verweigern (act. 1.2).