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Bundesverwaltungsgericht 11.11.2011 E-8082/2010

November 11, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·977 words·~5 min·1

Summary

Familienzusammenführung (Asyl) | Familienzusammenführung; Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2010

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­8082/2010 Urteil   v om   1 1 .   No v embe r   2011 Besetzung Richter Markus König (Vorsitz), Richter Hans Schürch, Richter Jean­Pierre Monnet,    Gerichtsschreiberin Karin Maeder­Steiner. Parteien A._______, B._______, C._______, Türkei, (…),   Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Gesuch um Familiennachzug; Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2010 / N (…).

E­8082/2010 Sachverhalt: A.  Das  BFM  stellte  mit  Verfügung  vom  20.  Oktober  2008  fest,  dass  der  türkische  Staatsangehörige  D._______  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllt  und gewährte ihm in der Schweiz Asyl.  Mit Verfügung des BFM vom 21.  Juni 2010 wurde  festgestellt,  dass die  Beschwerdeführerin – die seit 17. Juni 2010 mit D._______ verheiratet ist  – die Flüchtlingseigenschaft (originär) nicht erfülle aber in der Schweiz mit  einem anerkannten Flüchtling verheiratet sei und gemäss Art. 51 Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  ebenfalls  als  Flüchtling  anerkannt  (derivativ)  und  ihr  deshalb  in  der  Schweiz  Asyl  gewährt werde. B.  Mit  einer  als  "Gesuch  um  Familienvereinigung"  bezeichneten  Eingabe  ans  BFM  vom  1.  September  2009  beantragte  die  Beschwerdeführerin,  ihren  beiden  aus  erster  Ehe  stammenden  minderjährigen  Kinder,  die  nach wie vor in der Türkei leben würden, sei die Einreise in die Schweiz  zu bewilligen und sie seien in ihre Flüchtlingseigenschaft einzubeziehen. Dem Gesuch waren ein Urteil eines türkischen Familiengerichts sowie ein  Auszug aus dem türkischen Personenstandsregister (beides in Kopie und  mit Übersetzung) beigelegt. C.  Mit Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2010 – eröffnet am 25. Oktober  2010 – wurde die Einreise der Kinder  in die Schweiz nicht bewilligt und  das  Gesuch  um  Einbezug  in  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Mutter  abgelehnt.  D.  Mit Eingabe vom 18. November 2010 an das Bundesverwaltungsgericht  erhoben  die  Beschwerdeführenden  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  des BFM und beantragten sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen  Verfügung, die Bewilligung der Einreise der beiden Kinder in die Schweiz  und  den  Einbezug  in  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Mutter.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  ersuchten  die  Beschwerdeführenden  um  Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  des 

E­8082/2010 Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).  E.  Mit  Zwischenverfügung  vom  1.  Dezember  2010  verzichtete  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  die  Erhebung eines Kostenvorschusses, verwies für den Entscheid über das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  auf  einen  späteren Zeitpunkt  und stellte  der Vorinstanz die Akten  zur Einreichung  einer Vernehmlassung zu. F.  Am 7. Dezember  2010  reichte  das BFM seine Vernehmlassung  zu  den  Akten,  hielt  an  seinen  Erwägungen  fest  und  beantragte  die  Abweisung  der Beschwerde.  G.  Nach  einmalig  erstreckter  Frist  reichten  die  Beschwerdeführenden  ihre  Stellungnahme und ein weiteres Beweismittel  samt Übersetzung zu den  Akten,  ohne  konkret  auf  die  Vorbringen  in  der  vorinstanzlichen  Vernehmlassung Bezug zu nehmen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  VwVG.  Das  Bundesamt  für  Migration  (BFM)  gehört  zu  den  Behörden  nach  Art.  33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  (Art.  32  VGG)  ist  nicht  gegeben.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art.  105  AsylG;  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

E­8082/2010 1.2.    Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1  sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  Mit Beschwerde  können die Verletzung  von Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  3.1. Das BFM macht zur Begründung der Verweigerung der Einreise und  der Ablehnung  des Gesuchs  um Einbezug  in  die Flüchtlingseigenschaft  im Wesentlichen geltend, gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG würden Ehegatten  von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt  und  erhielten  Asyl,  sofern  keine  besonderen  Umstände  dagegen  sprechen  würden.  In  der  Schweiz  geborene  Kinder  von  Flüchtlingen  würden ebenfalls als Flüchtlinge anerkannt (Art. 51 Abs. 3 AsylG). Seien  die anspruchsberechtigten Personen nach Art. 51 Abs. 1 und 2 durch die  Flucht getrennt worden und befänden sich im Ausland, so sei die Einreise  gemäss  Art.  51  Abs.  4  AsylG  auf  Gesuch  hin  zu  bewilligen.  Voraussetzung  für den Einbezug eines Kindes sei, dass mindestens ein  Elternteil  die  originäre  Flüchtlingseigenschaft  besitze.  Es  gelte  das  Prinzip: Kein Einbezug in den Einbezug. Dies bedeute, dass jemand nicht  in  die  Flüchtlingseigenschaft  einer  Person  einbezogen  werden  könne,  wenn  diese  auch  bereits  in  die  Flüchtlingseigenschaft  einer  anderen  Person einbezogen worden sei. Eine Durchsicht der Akten zeige jedoch,  dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  originär  die  Flüchtlingseigenschaft  erfülle,  sondern  am  21.  Juli  2010  in  die  Flüchtlingseigenschaft  ihres  (zweiten)  Ehemanns,  der  nicht  der  Vater  der  Kinder  sei,  einbezogen  worden  sei.  Damit  seien  die  erwähnten  Voraussetzungen  für  einen  Einbezug der Kinder in die Flüchtlingseigenschaft der Mutter nicht erfüllt.  Den Akten sei weiter zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin nicht  durch  Flucht  von  ihren  Kindern  getrennt  worden  sei;  vielmehr  habe  sie 

E­8082/2010 geltend  gemacht,  im  Wesentlichen  ausgereist  zu  sein,  um  mit  ihrem  heutigen Ehemann zusammenleben zu können.  3.2.  Dem  hält  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Beschwerde  –  unter  Hinweis  auf  ein  unter  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  22  publiziertes Urteil – im Wesentlichen entgegen, die beiden in der Heimat  verbliebenen Kinder seien Stiefkinder  ihres heutigen Ehemannes. Somit  würden sie nach Praxis des Bundesverwaltungsgerichts auch zu dessen  Kernfamilie  gehören  (vgl.).  Ausserdem  sei  es  der  Beschwerdeführerin  verwehrt,  ihr Recht  auf Familienleben auszuüben, was einer Verletzung  von  Art.  8  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  gleichkomme.  Das  Bundesverwaltungsgericht  habe  zudem  entschieden,  dass  einer  Prüfung  eines  allfälligen  derivativen  Anspruchs  auf  Anerkennung  als  Flüchtling  stets  die  Prüfung  der  originären  Flüchtlingseigenschaft,  das  heisst  einer  persönlichen  Gefährdung  der  einzubeziehenden  Personen  nach Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG vorzugehen habe. Das BFM habe sich in  der angefochtenen Verfügung nicht zu dieser Frage geäussert.  3.3.  In  ihrer  Vernehmlassung  führt  die  Vorinstanz  aus,  die  vorliegende  familiären Situation  sei  nicht mit  derjenigen  vergleichbar,  die  dem Urteil  EMARK  2000  Nr.  22  zugrunde  gelegen  sei:  In  jenem  Fall  habe  der  "Stiefvater" mit dem Kind zusammen im selben Haushalt gelebt und eine  familiäre Beziehung unterhalten; dies sei hier gerade nicht der Fall. Soweit  in  der  Beschwerde  gerügt  werde,  der  Sachverhalt  sei  unvollständig  abgeklärt,  zumal  die  persönliche  Gefährdung  der  Kinder  und  somit  die  originäre  Flüchtlingseigenschaft  derselben  nicht  geprüft  worden  sei,  müsse  Folgendes  festgehalten  werden:  Weder  im  ursprünglichen  Gesuch  noch  in  der  Beschwerde  werde  auch  nur  andeutungsweise  dargelegt,  die  Kinder  seien  in  der  Türkei  persönlich  gefährdet.  Das  Gesuch  sei  als  "Gesuch  um  Familienvereinigung"  bezeichnet  und  nur  von  der  Mutter  unterzeichnet  gewesen.  Das  BFM  habe  sich  nicht  veranlasst  gesehen,  eine  persönliche  Gefährdung  der  Kinder  zu überprüfen,  zumal  eine  solche nicht  geltend gemacht worden  sei. Falls die Kinder der Beschwerdeführerin persönlich gefährdet seien,  hätten  sie  ihr  Asylgesuch  bei  der  Schweizer  Botschaft  in  Ankara  einzureichen,  welche  eine  Befragung  durchführen  und  die  Akten  dem  BFM zum Entscheid überweisen werde (Art. 19 und 20 AsylG).

E­8082/2010 3.4. Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich den nachvollziehbaren  und  nicht  zu  beanstandenden  Ausführungen  in  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  Vernehmlassung  an,  mit  denen  die  Vorinstanz  die  Einreise der Kinder der Beschwerdeführerin verweigert und das Gesuch  um Familienzusammenführung abgelehnt hat.  3.4.1.  In BVGE 2007/19 hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten,  dass  ein  Familiennachzugsgesuch,  mit  dem  unter  anderem  eine  persönliche  Gefährdung  der  sich  im  Ausland  befindenden,  nachzuziehenden Familienangehörigen geltend gemacht wird, nach Treu  und Glauben gegebenenfalls  auch als Asylgesuch aus dem Ausland  im  Sinn von Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG zu verstehen ist.  Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde war und ist das Gesuch  vom  1.  September  2010  nicht  als  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  zu  verstehen  und  auch  nicht  als  solches  zu  prüfen:  Die  Eingabe  war  ausdrücklich  als  "Gesuch  um  Familienvereinigung"  bezeichnet  worden.  Aus  der  kurzen  Begründung  des  Gesuchs  geht  ausserdem  unmissverständlich  hervor,  dass  um  Einreisebewilligung  für  die  beiden  Kinder  und  um  Einbezug  in  die  Flüchtlingseigenschaft  (der  Mutter)  ersucht  wird.  Wie  das  BFM  in  seiner  Vernehmlassung  zu  Recht  festgestellt  hat,  war  – auch  andeutungsweise  oder  sinngemäss  –  in  keiner  Weise  die  Rede  von  einer  persönlichen  Gefährdung  der  Kinder  oder einem eigenständigen Asylgesuch. Aufgrund  der  konkreten  Konstellation  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  auch das Vorhandensein des Risikos einer Reflexverfolgung der beiden  Kinder der Beschwerdeführerin nicht zu vermuten, weil Letztere – wie mit  Verfügung  des  BFM  vom  21.  Juni  2010  rechtskräftig  festgestellt  –  die  originäre Flüchtlingseigenschaft gerade nicht erfüllt, sondern aufgrund der  Heirat  mit  einem  anerkannten  Flüchtling  ebenfalls  als  Flüchtling  anerkannt worden ist und in der Schweiz Asyl erhalten hat.  Somit  kommt  das  Bundesverwaltungsgericht  zum  Schluss,  dass  die  Vorinstanz  das  Gesuch  zu  Recht  als  Gesuch  um  Familiennachzug  entgegengenommen und geprüft hat. 3.4.2. Ausserdem wird  in  der Beschwerdeschrift  unter Bezugnahme auf  EMARK  2000  Nr.  22  geltend  gemacht,  die  beiden  Kinder  der  Beschwerdeführerin  würden  als  Stiefkinder  des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin  zu  dessen  Kernfamilie  zählen  und  seien  in  die 

E­8082/2010 Flüchtlingseigenschaft des Stiefvaters einzubeziehen. Dieser Auffassung  ist entgegenzuhalten, dass bei Heirat mit einem Flüchtling, welchem das  Asyl  aufgrund  eigener  Fluchtgründe  gewährt  worden  war,  das  minderjährige  Kind  des  Ehegatten  (Stiefkind)  in  das  Familienasyl  einbezogen wird, sofern das Kind mit beiden Ehegatten zusammen lebt.  In  casu  leben  die  Kinder  der  Beschwerdeführerin  nach  wie  vor  in  der  Türkei,  so  dass  die  Voraussetzungen  für  den  Einbezug  in  das  Familienasyl  nicht  erfüllt  sind.  Auch  diesbezüglich  sind  demnach  die  Ausführungen  der  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  nicht  zu  beanstanden.  3.4.3. Sind die Voraussetzungen des Familienasyls  im Sinn  von Art.  51  Abs.  1  und 2 AsylG   – wie  vorliegend –  nicht  erfüllt,  können weder  die  Bestimmungen  von  Art.  8  EMRK  noch  jene  des  UNO­Pakts  II  über  bürgerliche  und  politische  Rechte  ergänzend  angewendet  werden.  Wie  das BFM in der angefochtenen Verfügung richtigerweise festgestellt hat,  ist die Frage nach einem allfälligen Anspruch der nahen Verwandten des  Beschwerdeführers  auf  Regelung  ihres  Aufenthalts  in  der  Schweiz  gestützt  auf  die  eben  angeführten  Bestimmungen  von  der  zuständigen  kantonalen Migrationsbehörde zu beurteilen (vgl. EMARK 2002 Nr. 6).  3.4.4. Zusammenfassend  ist demnach  festzuhalten, dass die Vorinstanz  zu Recht  und mit  der  zutreffenden Begründung die Einreise  der  beiden  Kinder der Beschwerdeführerin verweigert und den Einbezug der Kinder  in die Flüchtlingseigenschaft der Mutter sowie des Stiefvaters abgelehnt  hat.  An  diesen  Feststellungen  vermag  auch  die  mit  der  Replik  eingereichte  Bestätigung  der  Grossmutter  respektive  Mutter  der  Beschwerdeführenden vom 27. Dezember 2010 nichts zu ändern. 3.5.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  Beschwerde ist abzuweisen. 4.   Nachdem  die  Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  gegeben  sind,  sind  in  Gutheissung dieses Gesuchs keine Verfahrenskosten zu erheben.

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E­8082/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Der  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  gutgeheissen. 3.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  kantonale Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Markus König Karin Maeder­Steiner Versand:

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