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Bundesverwaltungsgericht 31.01.2012 E-5998/2009

January 31, 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,915 words·~10 min·2

Summary

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. August 2009

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­5998/2009 Urteil   v om   3 1 .   J a nua r   2012 Besetzung Richter Markus König (Vorsitz), Richterin Gabriela Freihofer, Richter François Badoud, Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch Hans Peter Roth / Timur,  (…) Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. August 2009 / N (…).

E­5998/2009 Sachverhalt: A.  Der  Beschwerdeführer  verliess  eigenen  Angaben  zufolge  seinen  Heimatstaat  am  12.  Dezember  2007  auf  dem  Luftweg,  reiste  über  Singapur  sowie Südafrika und  landete am 22. Dezember 2007 auf dem  Flughafen Zürich, wo er am 23. Dezember 2007 ein Asylgesuch stellte.  Mit  Verfügung  der  Flughafenpolizei  vom  gleichen  Tag  wurde  ihm  die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig  verweigert  und  bis  auf  Weiteres  der  Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zugewiesen. Am  23. Dezember 2007 wurde er von der Flughafenpolizei erstmals befragt.  Am  28. Dezember  2007  wurde  der  Beschwerdeführer  –  noch  im  Flughafen  –  vom  BFM  zu  den  Asylgründen  angehört.  Anschliessend  bewilligte  ihm das BFM mit Verfügung vom 28. Dezember 2007 gestützt  auf Art. 21 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) die  Einreise in die Schweiz zur Prüfung seines Asylgesuchs. Am 18. Januar  2008  fand  im Empfangs­ und Verfahrenszentrum  (EVZ) Kreuzlingen die  summarische  EVZ­Befragung  statt;  am  31.  Januar  2008  wurde  er  vom  BFM nochmals ergänzend zu seinen Asylgründen angehört. Im  Wesentlichen  machte  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  sei  Tamile  und habe bis zu seiner Ausreise mit seiner Familie  in B._______ gelebt.  Seit  1992  sei  er  von  Beruf  Polizist.  Von  1999  bis  2001  habe  er  in  C._______  und  dann  von  2001  bis  gegen  Ende  2007  in  B._______  gearbeitet. Seit (…) 2007 bis Mitte (…) 2007 sei er wiederholt von Leuten  der Karuna­Gruppe  bei  der Arbeit  oder  zu Hause  behelligt  und  an  Leib  und Leben bedroht worden. Seit  dem.  (…) 2007 habe er  sich nur  noch  versteckt bei einem Freund seines Stiefvaters in D._______ aufgehalten.  Der Beschwerdeführer  reichte beim BFM als Beweismittel  verschiedene  Dokumente (Identitätskarte, Familienfotos, Fotos des Beschwerdeführers  in Polizeiuniform, Berufsausweis, Auszug der Wählerliste von B._______,  Anzeige bei der Polizei in B._______ vom 12. (…) 2007, Heiratsurkunde,  Geburtsurkunden der Ehefrau sowie der Kinder) zu den Akten. B.  Am 9. März 2009 reichte die Ehefrau des Beschwerdeführers für sich und  die  drei  gemeinsamen  Kinder  ein  schriftliches  Asylgesuch  bei  der  Schweizer  Botschaft  in  C._______  ein  und  ergänzte  das  Gesuch  auf  Einladung der Vertretung hin in einem Schreiben vom 4. April 2009.

E­5998/2009 Im  Wesentlichen  führte  sie  zur  Begründung  des  Gesuchs  aus,  betrunkene  Unbekannte  hätten  am  (…)  2008  das  Haus  der  Familie  heimgesucht  und  sich  nach  ihrem Ehemann  erkundigt.  Beim  Verlassen  des  Hauses  hätten  sie  in  die  Luft  geschossen  und  die  Familienangehörigen  bedroht.  Am  folgenden  Tag  habe  sie  den  Zwischenfall bei der Polizei gemeldet und sich in ihrer Sorge auch an den  Bischof von D._______/B._______ gewendet. Dieses  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  wurde  vom  BFM  bisher  nicht  behandelt. C.  Mit  Verfügung  vom  20.  August  2009  –  eröffnet  am  25.  August  2009 –  lehnte  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  ab  und  führte zur Begründung aus, seine Vorbringen hielten den Anforderungen  an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand, so dass sich die  Prüfung  der  flüchtlingsrechtlichen  Relevanz  erübrige.  Gleichzeitig  verfügte  das  BFM  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an. D.  Mit  Beschwerde  vom  21.  September  2009  an  das  Bundesverwaltungsgericht  beantragte  der  Beschwerdeführer  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  die  Asylgewährung,  eventualiter  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  sowie  Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme  in der Schweiz. E.  Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  16.  Oktober  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  aufgefordert,  bis  zum  29.  Oktober  2009  einen  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  600.–  einzuzahlen.  Dieser  wurde am 26. Oktober 2009 fristgerecht geleistet. F.  Mit Zwischenverfügung vom 13. November 2009 wurde die Beschwerde  dem BFM zur Vernehmlassung überwiesen. In  der Vernehmlassung  vom 26. November  2009  hielt  das BFM an  der  angefochtenen  Verfügung  fest  und  beantragte  die  Abweisung  der  Beschwerde.

E­5998/2009 Am  1.  Dezember  2009  wurde  die  Vernehmlassung  des  BFM  dem  Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zugestellt. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG).  Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat  oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 

E­5998/2009 Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7  AsylG). 4.  4.1.  In  der Rechtsmitteleingabe  bringt  der  Beschwerdeführer mit  Bezug  auf die Flüchtlingseigenschaft unter anderem vor, diese könne auch bei  Furcht  vor  zukünftiger  Verfolgung  erfüllt  sein,  und  das  BFM  habe  das  Vorliegen  eines  konkreten  solchen  Risikos  zu  wenig  berücksichtigt.  Im  Zusammenhang mit der Karuna­Gruppe übersehe das BFM, dass er mit  dieser  deshalb  Probleme  erhalten  habe,  weil  er  zivil  gekleidete  Gruppenangehörige habe überprüfen wollen und dabei vorschriftsgemäss  vorgegangen  sei,  was  jenen  missfallen  habe.  Zudem  habe  2007  innerhalb  der  Karuna­Gruppe  ein  Konflikt  zwischen  zwei  Fraktionen  stattgefunden,  weshalb  alle  Angst  gehabt  hätten,  von  parteiinternen  Gegnern  umgebracht  zu werden  (vgl.  Beschwerde S.  3). Weil  2007  die  Liberation Tigers of Tamil Eelam  (LTTE)  in der Gegend von B._______  sehr aktiv gewesen seien, könne auch die Angst, er sei möglicherweise  ein Doppelagent, mitgespielt haben. Zudem habe er seinerzeit den Dienst  verlassen, ohne sich bei den Vorgesetzten abzumelden. Die eingereichte  Strafanzeige  sei  entgegen  der  vom  BFM  vertretenen  Auffassung  als  Beweismittel  nicht  untauglich,  weil  in  Polizeirapporten  die  Angehörigen  von mit dem Staat verbündeten Milizen bewusst und standardmässig als  "unbekannte bewaffnete Personen" bezeichnet würden (vgl. Beschwerde  S. 4). Schliesslich habe er die schriftliche Vorladung der Karuna­Gruppe  vom (…)  2007  erst  im  EVZ  und  nicht  schon  bei  der  Befragung  im  Flughafen  erwähnt,  weil  dieser  aus  seiner  Sicht  keine  besondere  Bedeutung zu komme (vgl. Beschwerde S. 4).

E­5998/2009 4.2. Nach Durchsicht der Akten,  insbesondere der Befragungsprotokolle  des  Beschwerdeführers,  kommt  das  Bundesverwaltungsgericht  zum  Schluss,  dass  die  angefochtene  Verfügung  und  ihre  Begründung  einer  Prüfung  insgesamt standhalten. Die den Akten zu entnehmenden klaren  Unglaubhaftigkeitsindizien hat das BFM grundsätzlich korrekt erkannt und  in seinen Erwägungen zutreffend gewürdigt (vgl. angefochtene Verfügung  S. 3 ff.).  4.2.1. Zunächst hat das BFM zu Recht darauf hingewiesen, dass die vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  falschen  Angaben  zu  den Umständen  seiner  Ausreise  aus  Sri  Lanka  (vgl.  Flughafenpolizei­Protokoll  S. 4,  11  und  14  ff.)  geeignet  sind,  sich  bei  der  Beurteilung  der  persönlichen  Glaubwürdigkeit  des  Beschwerdeführers  nachteilig  auszuwirken.  In  der  Beschwerde wird dieses Argument des BFM denn auch nicht bestritten. 4.2.2.  Insgesamt müssen die Asylvorbringen des Beschwerdeführers als  kaum  nachvollziehbar,  teilweise  auch  als  unlogisch  oder  lebensfremd  qualifiziert werden: 4.2.3. Insbesondere bringt er vor, seine Probleme mit der Karuna­Gruppe  gingen einerseits  und hauptsächlich  auf  seine Pflichterfüllung  anlässlich  einer  von  ihm  korrekt  durchgeführten  Personenkontrolle  als  Polizist  zurück,  die  einigen  der  Kontrollierten missfallen  habe,  und  andererseits  auf einen Konflikt zwischen zwei Fraktionen innerhalb der Karuna­Gruppe  (vgl. Beschwerde S. 3).  Dazu  ist  festzuhalten, dass der Beschwerdeführer als Repräsentant des  sri­lankischen Staats, mit dem die Karuna­Gruppe verbündet war, auftrat  und  die  zu  kontrollierenden  Angehörigen  dieser  Gruppe  faktisch  gar  keinen Anlass  gehabt  hätten,  sich  seinen  berechtigten Anordnungen  zu  widersetzen. 4.2.4. Die  in der Beschwerde angeführte Erklärung, man habe vielleicht  Angst  davor  gehabt,  beim  Beschwerdeführer  handle  es  sich  um  einen  Doppelagenten  (vgl.  Beschwerde  S.  4),  erscheint  spekulativ  und  nicht  überzeugend.  Dass  er  sich  eventuell  auch  der  Zusammenarbeit  mit  den  LTTE  verdächtig  gemacht  habe,  weil  er  ohne  korrekte  Abmeldung  beim  Vorgesetzten einfach untergetaucht sei,  ist ebenfalls nicht überzeugend.  Dies umso weniger,  als der Beschwerdeführer  vor dem Weggang seine  Dienstwaffe auf dem Polizeiposten gesichert haben will und die Ehefrau 

E­5998/2009 seinem  Vorgesetzten  danach  den  Schlüssel  für  das  Waffenbehältnis  überbracht habe (vgl. Protokoll der Anhörung vom 31. Januar 2008 S. 9),  wobei sie diesen höchst ungewöhnlichen Vorgang zweifellos zu erklären  gehabt und  ihn mit Sicherheit über die Hintergründe des Weggangs des  Gatten informiert hätte. 4.2.5.  Als  schwer  nachvollziehbar  erscheint  auch,  dass  der  Beschwerdeführer sich durch die geltend gemachten Drohungen, welche  im damaligen Kontext angeblich nicht ungewöhnlich gewesen seien (vgl.  BFM­Flughafenprotokoll  S.  5,  Protokoll  der  Anhörung  vom  31. Januar  2008  S. 5),  derart  einschüchtern  lassen  haben  und  deswegen  untergetaucht  respektive  aus  dem  Polizeidienst  desertiert  sein  will.  Zweifellos hätte ein anderer Polizist  an  seiner Stelle  zunächst  versucht,  ernsthafte Unterstützung durch den staatlichen Arbeitgeber erhältlich  zu  machen.  Dieses  Vorbringen  erscheint  auch  unter  diesem  Blickwinkel  nicht glaubhaft. 4.2.6.  Das  BFM  hatte  festgehalten,  dass  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Anzeige  als  untaugliches  Beweismittel  zu  werten  sei,  weil  darin  konkret  weder  die  Personenkontrollen  noch  die  Karuna­Gruppe  erwähnt  würden  (vgl.  angefochtene  Verfügung  S.  4).  Der  Beschwerdeführer  wendet  diesbezüglich  wenig  überzeugend  bloss  ein,  nach  Praxis  der  sri­lankischen  Sicherheitskräfte  werde  sichergestellt,  dass  in  amtlichen  Dokumenten  keine  Hinweise  auf  Verbindungen  zu  verbündeten Milizen erscheinen würden  (vgl. Beschwerde S. 4). Zudem  wäre auch nach der Argumentation des Beschwerdeführers die erwähnte  Anzeige  letztlich  nicht  geeignet,  die  Urheberschaft  der  Drohungen  nachzuweisen und damit den asylrelevanten Sachverhalt zu belegen. 4.2.7.  Der  Vorhaltung  des  BFM,  der  Beschwerdeführer  habe  die  schriftliche  Vorladung  der  Karuna­Gruppe  vom  (…)  2007  bei  der  Befragung  im  Flughafen  gar  nicht  erwähnt,  hält  der  Beschwerdeführer  entgegen,  diesen  Umstand  habe  er  nicht  erwähnt,  weil  ihm  aus  seiner  Sicht  keine besondere Bedeutung  zuzumessen  sei  (vgl. Beschwerde S.  4).  Dies  ist  schon  deshalb  schwer  nachvollziehbar,  weil  eine  schriftlich  dokumentierte konkrete Verfolgungshandlung jedenfalls mit Blick auf den  Beleg der Verfolgungssituation im schweizerischen Asylverfahren für den  Asylsuchenden  offensichtlich  von  grosser  Bedeutung  gewesen  wäre.  Bezeichnenderweise  hat  der  Beschwerdeführer  zwar  einerseits  zu  Protokoll  gegeben,  das Beweismittel  sei  im Heimatland  bestellt  und  auf  dem Weg  in  die Schweiz  (vgl.  Protokoll  der  Befragung  vom 31.  Januar 

E­5998/2009 2008 S. 6), andererseits hat er das Dokument aber ohne jede Erklärung  nie zu den Akten gereicht. 4.2.8.  Hinzu  kommt,  dass  den  Befragungsprotokollen  auch  gewisse  Aussagewidersprüche  zu  entnehmen  sind.  So  hatte  der  Beschwerdeführer  bei  der  Anhörung  vom  31.  Januar  2008  angegeben,  seine  Familienangehörigen  seien  nach  seinem  Untertauchen  zu  Hause  noch zweimal von Bewaffneten belästigt worden, die ihn gesucht hätten,  nämlich am (…) 2007 und (letztmals) am (…) 2007 (vgl. Protokoll S. 8).  Anlässlich  der  Befragung  vom  28. Dezember  2007  hatte  er  demgegenüber  angegeben,  er  sei  auch  nach  seiner  Ausreise  –  mithin  nach  Mitte  Dezember  2007  –  zu  Hause  bei  den  Angehörigen  gesucht  worden (vgl. Protokoll S. 8). In  diesem  Zusammenhang  kann  der  Vollständigkeit  halber  erwähnt  werden,  dass  die  Ehefrau  im  schriftlichen  Asylgesuch  bloss  einen  einzigen solchen Übergriff konkret erwähnt hatte, der am (…) 2008 – also  ein Jahr nach der Ausreise des Ehemannes aus Sri Lanka und eineinhalb  Jahre  nach  seinem  angeblichen  Untertauchen  im  Heimatland –  stattgefunden habe. 4.3.  Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  erübrigt  es  sich,  auf  die  weiteren  Ausführungen  in  den  Eingaben  des  Beschwerdeführers  einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen.  4.4.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  Gründe  nach  Art.  3  AsylG  nachweisen  oder  glaubhaft  machen  konnte. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch demnach zu Recht abgelehnt. 5.  5.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht  ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 5.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44  Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9).

E­5998/2009 6.  6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder  nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG,  SR 142.20]). Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte  Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). 6.2.  6.2.1.  Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  in  einen  Drittstaat  entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner  Form zur Ausreise  in  ein  Land gezwungen werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR  0.142.30]).  Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen  werden. 6.2.2. Der Vollzug der Wegweisung durch Rückschaffung nach Sri Lanka  ist  unter  dem  Aspekt  von  Art.  5  AsylG  rechtmässig,  weil  der  Beschwerdeführer  –  wie  zuvor  dargelegt  –  dort  keinen  Nachteilen  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG  ausgesetzt  wäre.  Aus  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  ergeben  sich  ausserdem  auch  –  dies  unter 

E­5998/2009 Berücksichtigung  seiner  Zugehörigkeit  zur  tamilischen  Ethnie  –  keine  konkreten  und  gewichtigen  Anhaltspunkte  für  die  Annahme,  dass  er  im  Falle  einer  Ausschaffung  nach  Sri  Lanka  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 16  S. 122,  2001  Nr. 17  S. 130 f.;  aus  der  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofs  für  Menschenrechte etwa die Urteile i.S. Bensaid, Rep. 2001­I, S. 303, sowie  i.S.  Saadi  vom  28. Februar  2008  [Grosse  Kammer],  Beschwerde  Nr. 37201/06, Para. 124 ff.,  jeweils mit weiteren Hinweisen). Zwar ist die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka  nach  dem  Ende  des  Bürgerkriegs im Mai 2009 auch heute noch in verschiedener Hinsicht als  problematisch  zu  bezeichnen  (vgl.  anstelle  vieler  etwa  Amnesty  International  [AI],  Report  2011,  S. 301  ff.  [AI­Index:  POL  10/001/2011]).  Insbesondere  ist  unklar,  wie  die  Regierung  mit  den  ehemaligen  Angehörigen  und Anhängern  der  LTTE umgeht  beziehungsweise weiter  umgehen wird. In Anbetracht des Umstands, dass der Beschwerdeführer  als  Polizist  für  den  sri­lankischen  Staat  tätig  war,  sind  jedoch  keine  konkreten  Hinweise  dafür  vorhanden,  er  könnte  trotzdem  den  sri­ lankischen  Sicherheitskräften  zum  heutigen  Zeitpunkt  in  spezifischer  Weise  als  verdächtig  erscheinen.  Somit  besteht  auch  unter  den  derzeit  herrschenden  Bedingungen  in  Sri  Lanka  kein  konkreter  Anlass  zur  Annahme,  dem  Beschwerdeführer  drohe  eine  entsprechende  Gefährdung.  6.2.3.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  ist  somit  sowohl  im  Sinn  der  asylgesetzlichen als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 6.3.  6.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen  und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG  –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). 6.3.2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  nahm  erstmals  im  Urteil  BVGE  2008/2  (vom  14. Februar  2008)  zur  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  Asylsuchender  tamilischer  Ethnie  aus  Sri  Lanka  eine  Lageanalyse  vor.  Gemäss  der  damals  festgelegten 

E­5998/2009 Praxis  galt  der  Vollzug  der Wegweisung  in  die  Nordprovinz  und  in  die  Ostprovinz  als  unzumutbar  (vgl.  a.a.O.,  E. 6).  Weiter  setzte  die  Anerkennung einer  innerstaatlichen Aufenthaltsalternative  im Süden des  Landes  und  damit  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  den  Grossraum C._______ für sri­lankische Asylsuchende tamilischer Ethnie,  die  aus  der  Nord­  oder  Ostprovinz  stammen,  das  Vorliegen  besonders  begünstigender  Faktoren  wie  die  Existenz  eines  tragfähigen  familiären  oder  sozialen Beziehungsnetzes  sowie die Aussicht  auf  eine gesicherte  Einkommens­ und Wohnsituation voraus (vgl. a.a.O., E. 7.6.2). 6.3.3.  Im  zur  Publikation  vorgesehenen  Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom  27. Oktober  2011  hat  das  Bundesverwaltungsgericht  angesichts  der  veränderten Situation nach dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs am  19. Mai  2009  kürzlich  eine  erneute  Lagebeurteilung  vorgenommen.  In  Bezug auf  die Frage der Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  ist  es  dabei  hinsichtlich  der  Ostprovinz  und  B._______  –  wo  der  Beschwerdeführer vor seiner Ausreise Wohnsitz hatte – im Wesentlichen  zu  folgender  Einschätzung  gelangt  (vgl.  a.a.O.,  E. 13.1.):  In  der  Ostprovinz  hat  sich  die  Lage  nach  übereinstimmenden  Quellen  weitgehend  stabilisiert  und  normalisiert.  Es  gibt  zwar  vermehrt  Berichte  über  kriminelle Aktivitäten  (namentlich Entführungen  von und Einbrüche  bei  wohlhabenden  Personen),  und  es  wird  im  Allgemeinen  davon  ausgegangen,  dass  diese  Straftaten  von  Angehörigen  paramilitärischer  Gruppierungen  begangen  werden,  welche  in  einem  gewissen  Ausmass  Rückendeckung durch die sri­lankischen Sicherheitskräfte geniessen. Die  Beziehung  zwischen  den  verschiedenen  Ethnien  im  Osten  ist  relativ  entspannt.  Die  Tamilen  und  Muslime  im  Osten  fürchten  sich  aber  weiterhin vor einer "Singhalisierung" des Ostens. Die Polizeipräsenz soll  vergleichbar  sein  mit  den  Verhältnissen  in  C._______.  Die  Sicherheitseinschränkungen im D._______­Distrikt hatten bereits im Jahr  2009 merklich abgenommen. Die Sicherheitslage  in B._______ hat  sich  ebenfalls merklich verbessert,  obwohl die Stadt nach wie vor eine hohe  Militärpräsenz  aufweist.  Die  seit  2009  erfolgte  Entspannung  der  Sicherheitslage  in  der  Ostprovinz  ist  auch  für  die  lokale  Bevölkerung  spürbar, und der Fortschritt ist erkennbar geworden: Die Infrastruktur wird  im  Rahmen  grossangelegter  Entwicklungsprojekte  ausgebaut  (Aufbau  neuer  Strassen  und  Brücken  sowie  Elektrizitäts­  und  Fernmeldeleitungen).  Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  aufgrund  der dort herrschenden allgemeinen Lage –  in Übereinstimmung mit dem  BFM – den Wegweisungsvollzug  in das gesamte Gebiet der Ostprovinz  als grundsätzlich zumutbar.

E­5998/2009 6.3.4.  Gemäss  den  Angaben,  die  der  Beschwerdeführer  im  erstinstanzlichen  Asylverfahren  machte,  stammt  er  aus  B._______,  Ostprovinz.  Dort  leben  nach  wie  vor  seine  Ehefrau  und  die  drei  gemeinsamen  Kinder  (vgl.  EVZ­Kurzprotokoll  S.  3).  Es  liegen  keine  aktuelleren Erkenntnisse vor, die zur Annahme  führen würden, dass die  Familienangehörigen  des  Beschwerdeführers  sich  heute  nicht  mehr  in  B._______ aufhalten würden. In Erwägung zu ziehen ist ausserdem, dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Aussagen  in  Sri  Lanka  als  Polizist  arbeitete  und  in  der  Schweiz  weitere  berufliche  Erfahrungen  in  der  Gastronomie  erwerben  konnte.  Den  vorliegenden  Akten  sind  auch  keine  Hinweise  auf  gesundheitliche  Schwierigkeiten  des  Beschwerdeführers zu entnehmen. 6.3.5.  Es  erweist  sich  somit,  dass  der  Beschwerdeführer  die  vom  Bundesverwaltungsgericht  in  der  erneuerten  Lagebeurteilung  bezüglich  der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka formulierten  Kriterien erfüllt. Er wird nach der Rückkehr in sein Heimatland sowohl auf  die Unterstützung seiner  in B._______  lebenden Familie  zählen können  und  bei  seinen  Angehörigen  eine  Unterkunftsmöglichkeit  vorfinden,  als  auch  in  Zukunft  in  der  Lage  sein,  sich  dank  seiner  Ausbildung  und  beruflichen Kenntnisse wieder wirtschaftlich zu integrieren.  Ausserdem  liegen  auch  individuelle  Umstände  vor,  die  für  die  Zumutbarkeit  einer  Wohnsitznahme  in  C._______  sprechen  (vgl.  auch  angefochtene Verfügung S. 5). Der Beschwerdeführer war von 1999 bis  2001 dort bereits als Polizist im Einsatz, ist deshalb mit den Örtlichkeiten  vertraut und könnte sich allenfalls nach seiner Rückkehr nach Sri Lanka  allenfalls  auch  von  B._______  nach  C._______  versetzen  lassen,  um  seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften.  6.3.6. Es bestehen auch sonst keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen  liessen,  der  Beschwerdeführer  sei  bei  einer  Rückkehr  nach  Sri  Lanka  einer konkreten Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ausgesetzt.  Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zumutbar zu bezeichnen. 6.3.7. Der Vollständigkeit  halber  bleibt  hier  festzuhalten,  dass bezüglich  der  Begründung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  zur  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  unter  den  gegebenen  Umständen  keine  Verletzung des rechtlichen Gehörs feststellbar ist (vgl. Beschwerde S. 5).

E­5998/2009 6.4.  Schliesslich  ist  festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  mangels aktenkundiger objektiver Hindernisse auch möglich im Sinne von  Art. 83 Abs. 2 AuG ist.  Die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung und deren Vollzug stehen  somit  in  Übereinstimmung mit  den  zu  beachtenden  Bestimmungen  und  sind  zu  bestätigen.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1­4 AuG). 7.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf  insgesamt  Fr. 600.–  festzusetzen  (Art.  1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]),  mit  dem  am  26. Oktober 2009  in gleicher Höhe geleisteten Vorschuss zu verrechnen  und damit bereits bezahlt. (Dispositiv nächste Seite)

E­5998/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt und mit dem am 26. Oktober 2009 in gleicher Höhe geleisteten  Vorschuss verrechnet. 3.  Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale  Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Markus König Rudolf Bindschedler Versand:

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