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Bundesverwaltungsgericht 02.12.2011 E-5700/2011

December 2, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,044 words·~5 min·2

Summary

Vollzug der Wegweisung | Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 13. September 2011 / N

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­5700/2011 Urteil   v om   2 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas,  Gerichtsschreiberin Néomie Nicolet. Parteien A._______, Türkei, vertreten durch B._______, Advokatur Kanonengasse, Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Vollzug der Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 13. September 2011 / N (…).

E­5700/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin, eine türkische Staatsangehörige kurdischer  Ethnie,  ihren  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  am  13.  oder  14. Januar  2011  verliess  und  am  17. Januar  2011  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  sie  gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ) C._______ um Asyl nachsuchte, dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  20.  Januar  2011  und  der  einlässlichen  Anhörung  vom  2.  Februar  2011  zu  ihren  Asylgründen  im  Wesentlichen Folgendes ausführte, dass sie seit ihrer Scheidung im Jahre 2004 durch ihren Ex­Mann bedroht  werde,  er  ihr  gegenüber  gewalttätig  geworden  sei  und  die Waffe  sogar  gegen die Kinder gerichtet habe, dass  ihr  Ex­Mann  die  Scheidung  nie  akzeptiert  habe  und  zwei  Monate  nach  der  Auflösung  der  Ehe  in  ihre  Wohnung  in  Mersin  gezogen  sei  beziehungsweise  anfänglich  zwischendurch  beziehungsweise  täglich  in  ihrer Wohnung  gewesen  sei  und  sie  weiterhin  jeden  Tag mit  dem  Tod  bedroht habe, dass  sie  im Jahre 2005 einmal  die Polizei  aufgesucht  habe,  diese aber  wegen  ihrer  Ethnie  untätig  geblieben  sei  beziehungsweise  sie  sich  ein  weiteres Mal  im November 2009 – als  ihr Ex­Mann die Waffe gegen sie  gerichtet  habe  –  an  die  Behörden  gewendet  habe,  diese  ihr  aber  nicht  geglaubt hätten,  dass sie am (…) 2009 mit einem Visum in die Schweiz gereist sei, um an  der  Hochzeitsfeier  ihrer  Tochter  teilzunehmen,  zu  dieser  Feier  es  aber  nicht  gekommen  sei,  da  die  Braut  mangels  Jungfräulichkeit  verstossen  und  in  die  Türkei  zurückgeschickt  worden  sei,  sie  ihre  Tochter  nicht  begleitet,  sondern  ihre  Freundin  in  Deutschland  besucht  habe  und  erst  zwei  Tage  später  mit  deren  Familie  auf  dem  Landweg  in  die  Türkei  zurückgekehrt sei, dass sie anschliessend direkt zu  ihrer Schwester nach Antalya gezogen  sei und ihren Ex­Mann seit ihrer Reise in die Schweiz im September 2009  nicht mehr  gesehen  habe  beziehungsweise  sie  an  ihrem Rückreisetag,  am  15. November  2009,  von  ihm  mit  der  Waffe  bedroht  worden  sei,  weshalb  sie  die  Wohnung  fluchtartig  verlassen  habe  und  zu  ihrer  Schwester nach Antalya gezogen sei, 

E­5700/2011 dass  sie  auch  während  ihres  Aufenthaltes  in  Antalya  fast  täglich  beziehungsweise  drei  Mal  telefonisch  durch  ihren  Ex­Mann  bedroht  worden sei, dass  sie  –  als  sie  noch  in  Mersin  gewohnt  habe  –  wegen  ihrer  psychischen Probleme in ärztlicher Behandlung gewesen sei, dass  sie  ihrer  Familie  nichts  von  den  Drohungen  erzählt  habe  beziehungsweise  diese  davon  erfahren  habe,  als  sie  (die  Beschwerdeführerin) von Mersin nach Antalya gezogen sei, dass  sie  sich  aufgrund  der  anhaltenden  Drohungen  und  aus  Angst,  ihr  Ex­Ehemann  würde  sie  in  Antalya  aufsuchen,  entschieden  habe,  die  Türkei zu verlassen, dass  sie  bei  ihrer  erneuten  Einreise  in  die  Schweiz  ihren  Pass  beim  Schlepper vergessen habe, aber mittels eines medizinischen Schreibens,  welches sie nachreichen werde,  ihren Aufenthalt  in der Türkei zwischen  November 2009 und Januar 2011 beweisen könne, dass  die  Beschwerdeführerin  im  Verlaufe  des  erstinstanzlichen  Verfahrens als Beweismittel  ihre  Identitätskarte, den Versicherungs­ und  den  Studentenausweis,  das  Scheidungsurteil  und  eine  Quittung  des  Antragsformulars für die Mitgliedschaft bei der Demokratik Toplum Partisi  (BDP) (alle im Original) zu den Akten gab,  dass  das  BFM  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung  vom  13. September  2011  –  eröffnet  tags  darauf  –  ablehnte  und  die  Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  würden  den  Anforderungen  von  Art. 7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  an  die  Glaubhaftmachung eines asylbegründenden Sachverhalts nicht genügen,  weshalb die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,  dass aufgrund mehrfach widersprüchlicher Aussagen zweifelhaft  sei,  ob  der Ex­Mann jahrelang bei der Beschwerdeführerin gelebt habe (A8,S.7­ 8, 14) und sie sich  trotz zahlreicher Übergriffe nur einmal an die Polizei  gewendet habe, 

E­5700/2011 dass die Rückkehr in die Türkei im November 2009 nicht glaubhaft sei, da  sie  nicht  zu  erklären  vermocht  habe,  weshalb  sie  nicht  mit  der  verstossenen Tochter  in die Türkei gereist sei und weder  ihre Rückreise  in  die  Türkei  noch  die  Reiseroute  in  die  Schweiz  substanziiert  habe  schildern können, dass  angesichts  dieser  Unstimmigkeiten  davon  auszugehen  sei,  die  Beschwerdeführerin  sei  im  November  2009  nicht  in  die  Türkei  zurückgekehrt  und  habe  demzufolge  die  seit  September  2009  behaupteten Verfolgungen nicht erlitten, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Oktober 2011 gegen  die vorinstanzliche Verfügung Beschwerde erhob und deren Aufhebung,  soweit  die  Dispositivziffern  4  und  5  (Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs)  betreffend,  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sowie  in  prozessualer  Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte, dass sie zur Begründung im Wesentlichen die Verfolgungssituation durch  ihren Ex­Mann wiederholte und anführte, als Kurdin und Alevitin hätte sie  keine Hilfe von den Behörden erwarten können,  dass  sie  nach  ihrem  ersten  Aufenthalt  in  der  Schweiz  im  Herbst  2009  anschliessend zu  ihrer Schwester nach Antalya gezogen sei und diesen  Aufenthalt mit  Belegen  – welche  sie  nachreichen werde  –  zu  beweisen  vermöge, dass  sie  als  Beweismittel  einen  türkischen  Online­Artikel  zu  den  Akten  reichte,  dessen  Titelbild  ihr  Bruder  anlässlich  einer  Kundgebung  zum  Thema Ehrenmord und Gewalt gegen Frauen in der Türkei zeige, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom  20. Oktober  2011  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege sowie Rechtsverbeiständung zufolge Aussichtslosigkeit der  Beschwerde abwies und einen Kostenvorschuss einforderte, welcher am  27. Oktober 2011 fristgerecht geleistet wurde,

E­5700/2011 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG  richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und  Art. 6 AsylG), dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass sich der Gegenstand der vorliegenden Beschwerde ausdrücklich auf  die Vollzugsanordnung beschränkt, die Ziffern 1 bis 3 des Dispositivs der  Verfügung  vom  13. September  2011  (Verneinung  der  Flüchtlingseigenschaft,  Ablehnung  des  Asylgesuchs,  Wegweisungsanordnung als solche) nicht angefochten wurden und daher  in Rechtskraft erwachsen sind, dass  einzig  zu  prüfen  bleibt,  ob  der  Vollzug  der Wegweisung  zulässig,  zumutbar und möglich ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde,

E­5700/2011 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen  der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83  Abs. 3 AuG), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art.  33  Abs.  1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,  dass  gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN­Anti­Folterausschusses die  Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder  glaubhaft  machen  müssten,  dass  ihnen  im  Fall  einer  Rückschiebung  Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde, dass  vorab  festzuhalten  ist,  dass  die  allgemeine  Sicherheits­  und  Menschenrechtslage  in  der  Türkei  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen lässt und der türkische  Staat grundsätzlich schutzwillig und schutzfähig ist,  dass  der  Entscheid  des  BFM  vom  13. September  2011  namentlich  hinsichtlich  der  Frage  der  Flüchtlingseigenschaft  und  des  Asyls  in  Rechtskraft  erwachsen  ist  und  daher  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte 

E­5700/2011 Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegend  Verfahren keine Anwendung findet, dass  soweit  die  Beschwerdeführerin  in  der  vorliegenden  Rechtsmittelschrift  ihre  im  Asylverfahren  geltend  gemachte  Verfolgung  durch  ihren  Ex­Mann  wiederholt,  festzuhalten  ist,  dass  diese  in  der  vorinstanzlichen Verfügung als offensichtlich unglaubhaft erkannt worden  ist,  ohne  dass  die  betreffenden  Dispositivziffern  mittels  Beschwerde  angefochten worden wären, dass die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen sind,  zumal  die  Beschwerdeführerin  ihre  Rückreise  in  die  Türkei  und  die  angebliche Bedrohung durch  ihren Ex­Mann widersprüchlich und unsub­ stanziiert dargelegt hat, dass  die  zahlreichen  Ungereimtheiten  auch  in  der  Beschwerdeschrift  nicht überzeugend aufgelöst werden konnten,  dass  sich  weder  aus  den  Akten  noch  der  Rechtsmittelschrift  substanziierte  Hinweise  ergeben,  wonach  der  Beschwerdeführerin  bei  einer Rückkehr in die Türkei ein "real risk" drohen würde, dass somit der Vollzug der Wegweisung zulässig ist, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage  in der Türkei noch  individuelle Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  der  Beschwerdeführerin  im  Falle  einer  Rückkehr schliessen lassen, dass sie Eigentümerin einer Wohnung in Mersin ist und es ihr angesichts  der mehrjährigen Tätigkeit als Reinigungshilfe zumutbar ist, in der Türkei  eine neue Existenz aufzubauen, dass sie über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz verfügt und schon in  der Vergangenheit auf Unterstützung seitens ihrer Familie zählen konnte, 

E­5700/2011 dass  bezüglich  ihrer  psychischen  Probleme  eine  medizinische  Behandlung  in  der  Türkei  gewährleistet  ist,  welche  sie  bereits  vor  ihrer  Ausreise beansprucht hat,  dass  zusammenfassend  der  Wegweisungsvollzug  als  zumutbar  zu  beurteilen ist, dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat zudem möglich ist,  da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der  Beschwerdeführerin  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12  S. 513 – 515), dass  es  sich  erübrigt,  auf  die  weiteren  Vorbringen  in  der  Rechtsmittelschrift  und  das  auf  Beschwerdeebene  eingereichte  Beweismittel  näher  einzugehen,  da  diese  für  den  Verfahrensausgang  irrelevant sind,  dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung  zu  bestätigen  ist,  weshalb  die  Beschwerde  vollumfänglich  abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und mit  dem am 27. Oktober  2011  in  gleicher Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss zu verrechnen sind.  (Dispositiv nächste Seite)

E­5700/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  sind  durch  den  bezahlten  Kostenvorschuss  in  gleicher  Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Néomie Nicolet Versand:

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