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Bundesverwaltungsgericht 05.10.2011 E-4578/2011

October 5, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,146 words·~6 min·3

Summary

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 27. Juni 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­4578/2011 Urteil   v om   5 .   O k t ob e r   2011 Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;   Gerichtsschreiberin Barbara Balmelli. Parteien A._______, geboren am (…), Kolumbien,  p.A. Schweizerische Botschaft Bogotá, Kolumbien,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Einreisebewilligung und Asylgesuch aus dem Ausland; Verfügung des BFM vom 27. Juni 2011 / N (…).

E­4578/2011 Sachverhalt: A.  Der Beschwerdeführer  suchte mit Eingabe vom 29.  Januar 2011 an die  Schweizerische  Botschaft  in  Bogotá  um  Asyl  in  der  Schweiz  nach.  Zur  Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer geltend,  er  lebe  in  B._______.  Sein  Vater  sei  von  der  paramilitärischen  Organisation Jesus Ignacio Roldan Perez ermordet worden. Er selbst sei  von den Paramilitärs zum militärischen Ziel erklärt und bedroht worden. B.  Mit  Schreiben  vom  25.  Januar  2011  überwies  die  Schweizerische  Botschaft die eingereichten Akten an das BFM zur weiteren Bearbeitung  und  zum Entscheid.  Im Begleitschreiben  führte  die  Vertretung  aus,  aus  Kapazitätsgründen  sei  eine  Befragung  nicht  möglich.  Beim  Beschwerdeführer  handle  es  sich  nicht  um  eine  national  bekannte  Persönlichkeit.  Er  habe  den  Wohnort  gewechselt.  Er  habe  keine  Beziehung  zur  Schweiz  und  spreche  auch  keine  schweizerische  Landessprache.  C.   Mit Schreiben vom 1. April  2011  teilte das BFM dem Beschwerdeführer  mit,  es  erachte  den  entscheidwesentlichen  Sachverhalt  aufgrund  der  schriftlichen  Begründung  des  Asylgesuches  als  erstellt.  Eine  Anhörung  auf  der  Botschaft  erweise  sich  deshalb  nicht  als  notwendig.  Unter  Berücksichtigung  der  Akten,  der  zu  beachtenden  Aspekte  und  des  ihm  zustehenden  weiten  Ermessenspielraums  erwäge  es,  das  Asylgesuch  abzulehnen und die Einreise in die Schweiz zu verweigern. Insbesondere  erachte  es  vorliegend  die  Möglichkeit  einer  anderweitigen  Schutzsuche  als gegeben. Zur Einreichung einer Stellungnahme setzte das BFM dem  Beschwerdeführer Frist. D.  Innert  der  angesetzten  Frist  reichte  der  Beschwerdeführer  am  10. Mai  2011 seine Antwort zu den Akten. Diese übermittelte die Schweizerische  Botschaft dem BFM mit Schreiben vom 24. Mai 2011. E.   Mit  Verfügung  vom  27.  Juni  2011  verweigerte  das  BFM  dem  Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch  ab.  Der  Entscheid  wurde  dem  Beschwerdeführer  am  11.  Juli  2011  eröffnet.

E­4578/2011 F.   Mit  Eingabe  vom  9.  August  2011  an  die  Schweizerische  Botschaft  (Eingang:  11.  August  2011)  zuhanden  des  Bundesverwaltungsgerichts  beantragt  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung.  Die  Beschwerde  ging  am  19. August  2011  beim Gericht ein. Als  Beweismittel  reichte  der  Beschwerdeführer  ein  Zertifikat  des  C._______ vom 9. Dezember 2010 sowie ein Schreiben der D._______  vom 18. Mai 2011, ein Schreiben von E._______ vom 13. Juli 2011 und  ein undatiertes Schreiben der F._______ ein. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]). 2.  Der  Beschwerdeführer  hat  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen,  ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt,  hat ein schutzwürdiges  Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung und  ist daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert. Auf  die  frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde  ist somit einzutreten  (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1  und Art. 52 VwVG).

E­4578/2011 3.   Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 4.   4.1.    Über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  wird  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine  solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen  ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 4.2.  Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 5.  5.1. Gemäss  Art.  19  AsylG  kann  ein  Asylgesuch  im  Ausland  bei  einer  schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem Bericht  an das Bundesamt überweist  (Art. 20 Abs. 1AsylG). Die schweizerische  Vertretung  führt  mit  der  asylsuchenden  Person  in  der  Regel  eine  Befragung  durch  (Art.  10 Abs.  1  der Asylverordnung  1  vom 11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV  1,  SR142.311]).  Ist  dies  nicht  möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  von  der  Vertretung  aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV  1).  5.2.  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Als  Flüchtling  wird  eine  ausländische  Person  anerkannt,  wenn  sie  in  ihrem  Heimatstaat  oder  im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnte,  wegen  ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden.  Als  ernsthafte  Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder  Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck  bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen  (Art. 3AsylG). 5.3. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn  die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen oder ihr die 

E­4578/2011 Aufnahme  in  einem Drittstaat  zugemutet  werden  kann.  Vorbringen  sind  glaubhaft  gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen,  die  in  wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und  Art.  52  Abs.  2  AsylG). 5.4.  Gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  bewilligt  das  BFM  einem  Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihm  nicht  zugemutet  werden  kann,  im  Wohnsitz­  oder  Aufenthaltsstaat  zu  bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3  AsylG  kann das Eidgenössische  Justiz­  und Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische  Vertretungen  ermächtigen,  einem  Asylsuchenden  die  Einreise  zu  bewilligen,  der  glaubhaft  macht,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und Leben oder  für  die Freiheit  aus  einem Grund nach  Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 5.5.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im  Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15, E. 2.e.­ g.  S.  131  ff.;  die  dort  akzentuierte  Praxis  hat  nach  bloss  redaktionellen  Änderungen bei der  letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor  Gültigkeit). 6.  6.1.  In  der  angefochtenen  Verfügung  wird  ausgeführt,  der  Beschwerdeführer  mache  geltend,  er  sei  von  den  Paramilitärs  zum  militärischen  Ziel  erklärt  worden.  Indes  handle  es  sich  beim  Beschwerdeführer nicht um eine  landesweit bekannte Persönlichkeit. Es  sei  daher  davon  auszugehen,  dass  die  Verfolger  ihn  nicht  an  jedem  beliebigen  Ort  in  Kolumbien  ausfindig  machen  könnten.  Da  sich  der  Beschwerdeführer  immer  in  B._______  aufgehalten  habe,  könne  davon 

E­4578/2011 ausgegangen werden, dass  für  ihn eine  innerstaatliche Fluchtalternative  bestehe  und  er  sich  von  den  Verfolgern  schützen  könne.  Der  Beschwerdeführer  bedürfe  demnach  nicht  des  Schutzes  der  Schweizer  Behörden.  Weiter führt die Vorinstanz aus, das Asylgesuch könne auch gestützt auf  Art. 52 Abs. 2 AsylG abgelehnt werden. Gemäss diesem Artikel könne ein  Asylgesuch  eines  sich  im  Ausland  befindenden  Ausländers  abgelehnt  werden, wenn ihm zugemutet werden könne, sich in einem anderen Staat  um  Aufnahme  zu  bemühen.  Dabei  sei  das  Vorhandensein  enger  Bindungen  zur  Schweiz  eines  der  wesentlichen  Kriterien,  welches  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  führe.  Der  Beschwerdeführer  mache  keine besonders nahen Beziehungen zur Schweiz geltend. Unter diesen  Umständen  sei  es  ihm  zuzumuten,  in  einem  anderen  Land  um  Asylgewährung  nachzusuchen,  beispielsweise  in  einem  der  Nachbarstaaten von Kolumbien. Die meisten Staaten Südamerikas hätten  das  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  ratifiziert  und  würden  sich  gemäss  den  Erkenntnissen  des  BFM  an  die  damit  verbundenen  Verpflichtungen  halten.  So  seien  beispielsweise  die  Nachbarstaaten  Brasilien,  Ecuador,  Panama  und  Peru  Vertragsparteien  sowohl  der  FK  als  auch  des  betreffenden  Zusatzprotokolls  vom  31.  Januar  1967;  Venezuela  seinerseits  habe  das  Abkommen  selbst  nicht  ratifiziert,  indes  das  Protokoll. Diese  Länder würden  über  ein  eigenes,  gesetzlich  geregeltes  Verfahren  zur  Anerkennung  von  Flüchtlingen  verfügen.  Namentlich  Argentinien und Brasilien würden über ein im Allgemeinen formelles und  gesichertes Asylverfahren verfügen. Zudem hielten sie sich gemäss den  Erkenntnissen  des  BFM  grundsätzlich  an  das  Gebot  des  Non­ Refoulement  von  Art.  33  FK,  auch  wenn  als  Einschränkung  habe  festgestellt  werden  müssen,  dass  es  in  den  Grenzgebieten  ­  insbesondere  denjenigen  zu  Panama  und  Venezuela  ­  in  den  letzten  Jahren  zu  unkontrollierten  Rückschiebungen  durch  die  Grenzbehörden  gekommen sei. Für die praktische Möglichkeit und die Zumutbarkeit der  anderweitigen  Schutzsuche  spreche  im  weiteren  die  Möglichkeit  der  visumsfreien Einreise in sämtliche umliegende Länder Kolumbiens sowie  der  Umstand,  dass  jährlich  mehrere  tausend  kolumbianische  Staatsangehörige  in den Nachbarländern – namentlich  in Ecuador – um  Asyl ersuchen und dort zu einem beträchtlichen Teil auch als Flüchtlinge  anerkannt  würden.  Diese  Staaten  würden  überdies  aus  geografischen,  sprachlichen und kulturellen Gründen als offensichtlich näherliegend als  die  Schweiz  erscheinen.  Hinzu  komme,  dass  das  UNHCR  in  diesen 

E­4578/2011 Ländern  vor  Ort  sei  und  während  der  ersten  Monaten  wirtschaftliche  Unterstützung  an  Asylsuchende  und  Flüchtlinge  gewähre.  Dem  Beschwerdeführer  sei  es  somit  zumutbar,  sich  in  einem  anderen  Staat  um Schutz zu bemühen. 6.2. In der Rechtsmitteleingabe macht der Beschwerdeführer sinngemäss  geltend, das BFM habe ihm zu Unrecht die Einreise nicht bewilligt und ihn  zu  Unrecht  nicht  als  Flüchtling  anerkannt.  Das  BFM  habe  seine  persönliche Situation  sowie den bewaffneten Konflikt, welcher  sich über  das  ganze  Land  erstrecke,  nicht  richtig  bewertet.  Sein  Vater,  ein  einfacher  und  politisch  nicht  aktiver  Bauer,  sei  ermordet  und  seine  Familie seinerzeit vertrieben worden. Die Nachbarländer hätten ihm keine  Garantie für seinen Schutz angeboten. 6.3.  Zunächst  ist  festzuhalten,  dass  sowohl  das  BFM  als  auch  das  Bundesverwaltungsgericht  nicht  auschliessen,  dass  der  Beschwerdeführer seitens der Paramilitärs bedroht wurde und noch wird.  Indes  gelangt  das  Gericht  zum  Schluss,  dass  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  einerseits  zutreffend  festgestellt  hat,  dem  Beschwerdeführer  würde  eine  valable  innerstaatliche  Fluchtalternative  offenstehen,  weshalb  er  nicht  auf  den Schutz  der  Schweiz  angewiesen  sei.  Andererseits  hat  es  ausführlich  dargelegt,  dass  es  dem  Beschwerdeführer, entgegen der von  ihm vertretenen Ansicht, zumutbar  und möglich ist, sich in einem der Nachbarstaaten Kolumbiens um Schutz  vor allfälliger Verfolgung zu bemühen. An diesen Feststellungen vermag  der  Beschwerdeführer  mit  seinen  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  nichts  zu  ändern.  Namentlich  legt  er  nicht  substantiiert dar, weshalb ihm eine Ausreise in einen der Nachbarstaaten  Kolumbiens  nicht  zumutbar  sein  soll.  Der  sinngemässe  Hinweis  auf  mangelnde  finanzielle  Mittel  genügt  jedenfalls  nicht.  Sodann  legt  der  Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe auch nicht dar, inwiefern er  einen  Bezug  zur  Schweiz  hat.  Demnach  ist  mit  der  Vorinstanz  zu  schliessen,  dass  es  ihm  zuzumuten  ist,  in  einem anderen  Land  als  der  Schweiz  um  Asylgewährung  nachzusuchen.  Um  diesbezüglich  Wiederholungen zu vermeiden, kann vollumfänglich auf die zutreffenden  Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 6.4.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  weder  schutzbedürftig  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  ist,  noch  die  Anforderungen an eine Aufnahme in der Schweiz gemäss Art. 52 Abs. 2  AsylG  erfüllt  sind.  An  diesem  Schluss  vermögen  auch  die  auf 

E­4578/2011 Beschwerdestufe eingereichten Beweismittel nichts zu ändern. Das BFM  hat  dem  Beschwerdeführer  demnach  zur  Recht  die  Einreise  in  die  Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt. 7.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106AsylG).  Die  Beschwerde ist daher abzuweisen. 8.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art.  63  Abs.  1  in  fine VwVG und Art.  2  und  6 Bst.  b  des Reglements  vom 21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  vorliegend  auf  die  Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite)

E­4578/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  Schweizerische Botschaft in Bogotá. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Kurt Gysi Barbara Balmelli Versand:

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