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Bundesverwaltungsgericht 24.08.2011 E-4437/2011

August 24, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,010 words·~5 min·2

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 29. Juli 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­4437/2011 Urteil   v om   2 4 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli­Busi, Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A._______, geboren am (…), Russland,  (…),   Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung  des BFM vom 29. Juli 2011 / N (…).

E­4437/2011 Das Bundesverwaltungsgericht,  in Anwendung des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (FK, SR 0.142.30), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105), der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), des  Abkommens  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]), der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO), der Verordnung (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September  2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin­II­VO (DVO Dublin), des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, SR 142.311), des Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32),

E­4437/2011 des Bundesgesetzes  vom 17. Juni  2005 über das Bundesgericht  (BGG,  SR 173.110), des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2), stellt fest, dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  am  13.  November  2005  ihre  Heimat  in  Richtung  Österreich  verliess,  wo  sie  5  Jahre lebte, bis sie am 16. März 2011 in die Schweiz einreiste, wo sie am  17. März 2011 um Asyl nachsuchte, dass das BFM am 28. März 2011 im Empfangs­ und Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  anlässlich  der  Kurzbefragung  die  Personalien  der  Beschwerdeführin  erhob  und  sie  summarisch  zum  Reiseweg  sowie  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  ihres  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaates  befragte, dass  sie  dabei  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend machte,  sie sei als ethnische  (…)  in C._______ von  russischen  Armeeangehörigen  verfolgt  worden,  da  sie  (…)  beherbergt  und  auf  andere Weise unterstützt habe, dass  der  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  genannten  Befragung  im  Hinblick auf eine allfällige Zuständigkeit Österreichs für die Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  das  rechtliche  Gehör  gewährt  wurde, dass die Beschwerdeführerin hierzu geltend machte, sie wolle nicht nach  Österreich zurück, weil sie dort einen negativen Entscheid erhalten habe  und sie von dort nach Russland ausgeschafft würde, dass  ein  Abgleich  mit  der  europäischen  Datenbank  EURODAC  ergab,  dass die Beschwerdeführerin am (…) 2005 in Österreich daktyloskopisch  erfasst wurde,

E­4437/2011 dass die österreichischen Behörden am 13. Juli 2011 dem vom BFM am  1. Juli  2011  gestellten  Gesuch  um  Übernahme  der  Beschwerdeführerin  gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e DVO ausdrücklich zustimmten,  dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung vom 29. Juli 2011 – eröffnet am 8. August 2011 – nicht eintrat  und die Wegweisung aus der Schweiz nach Österreich anordnete, dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  dass  die   staatsvertragliche  Zuständigkeit  Österreichs  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  aufgrund  der  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  und  des  EURODAC­Treffers  feststehe  und  keine  Gründe vorlägen, die gegen die Wegweisung nach Österreich sprechen  würden,  dass  insbesondere  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  vorlägen,  die  zuständigen  österreichischen  Behörden  würden  das  Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  nicht  korrekt  durchführen  oder  die  einschlägigen  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  nicht  einhalten  und  keinen  effektiven  Schutz  vor  Rückschiebung  (Non­Refoulement­Gebot)  gewähren, dass  die  Beschwerdeführerin  mit  fremdsprachiger  Eingabe  (Russisch)  vom 11. August 2011 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs­ gericht Beschwerde erhob, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  15.  August  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom  16.  August  2011  –  eröffnet  am  17.  August  2011  ­  die  Beschwerdeführerin  aufforderte,  innert  gesetzlicher  Frist  eine  Beschwerdeschrift  in  einer  Amtssprache nachzureichen,  dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  20. August  2011  (Poststempel)  dieser  Aufforderung  fristgerecht  nachkam  und  in  der  nachgereichten  Beschwerdeschrift  in  deutscher  Sprache  in  materieller  Hinsicht  beantragte,  der  Entscheid  der  Vorinstanz  sei  aufzuheben,  ihre  Flüchtlingseigenschaft  sei  anzuerkennen  und  ihr  sei  Asyl  zu  gewähren,  eventualiter  sei  der  Wegweisungsvollzug  als  undurchführbar  zu  bezeichnen und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

E­4437/2011 dass  die  Beschwerdeführerin  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragten,  es  sei  ihr  die  unentgeltliche Prozessführung  zu  gewähren,  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten, eventualiter  sei  die  aufschiebende Wirkung  wiederherzustellen  und  die  zuständigen  Behörden  seien  vorsorglich  anzuweisen,  keine  Personendaten  an  ihr  Herkunfts­  oder  Heimatland  weiterzuleiten,  über  eine  allfällig  bereits  erfolgte Datenweitergabe  sei  die Beschwerdeführerin  in einer  separaten  Verfügung zu informieren, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 AsylG] i. V. m. Art. 31 – 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG  richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und  Art. 6 AsylG), dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art.  111a Abs. 2 AsylG),

E­4437/2011 dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über­ prüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1.  S. 240 f.), dass  somit  die  Begehren,  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerdeführerin sei anzuerkennen und es sei  ihr Asyl zu gewähren,  vom Bundesverwaltungsgericht  nicht  zu  prüfen  sind,  weshalb  auf  diese  nicht einzutreten ist, dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese  Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von  Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintretensentscheides stellen, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  auf Grund  der  einschlägigen Staatsverträge  (DAA  sowie Dublin­II­ VO  und  DVO­Dublin)  Österreich  als  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig  zu  erachten  ist,  was  auch  von  der  Beschwerdeführerin nicht bestritten wird,  dass  die  in  der  Schweiz  geltend  gemachten  Asylgründe  daher  in  Österreich zu prüfen sind,

E­4437/2011 dass  die  Beschwerdeführerin  nach  Österreich  ausreisen  kann,  welches  für  die  Prüfung  ihres  Asylantrags,  allenfalls  ihrer  Beschwerde,  staatsvertraglich zuständig ist, dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  Gründe  vorliegen,  die  das  BFM  hätten  veranlassen müssen, sein –  ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin­II­ VO  auch  bei  Zuständigkeit  eines  anderen  Signatarstaates  zustehendes  –Selbsteintrittsrecht auszuüben, dass Österreich unter anderem Signatarstaat der FK, der EMRK und der  FoK ist, dass  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen,  Österreich  würde  sich  nicht  an  die  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen der EMRK halten, dass  auch  kein  Grund  zur  Annahme  besteht,  Personen,  die  sich  im  Rahmen eines Asylverfahrens  in Österreich  aufhalten, würden aufgrund  der  dortigen  Aufenthaltsbedingungen  in  eine  existenzielle  Notlage  versetzt,  dass  auch  die  Beschwerdeführerin  nicht  zu  substanziieren  vermochte,  inwiefern  ihr  durch  die  Wegweisung  nach  Österreich  die  Gefahr  einer  Rückschiebung drohe, dass  somit  für  das  Bundesverwaltungsgericht  keine  Gründe  ersichtlich  sind,  die  das  BFM  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  der  Schweiz  (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) hätten veranlassen sollen, dass  in  der  Beschwerde  nichts  weiter  vorgebracht  wird,  was  zu  einer  anderen  Einschätzung  führen  würde,  weshalb  es  sich  erübrigt,  darauf  näher einzugehen, dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  die  Frage  nach  der  Zulässigkeit  und  Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs bereits Voraussetzung  (und nicht 

E­4437/2011 erst Regelfolge)  des Nichteintretensentscheides  und  deshalb  vorliegend  nicht zu prüfen ist, dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in  einem  Dublin­Verfahren  nicht  unter  dem  Aspekt  der  vorläufigen  Aufnahme  gemäss  Art. 83  Abs. 1  und  4  AuG  stellt,  sondern  eine  entsprechende Prüfung,  soweit  notwendig,  vielmehr  bereits  im Rahmen  der Entscheidfindung hinsichtlich der Ausübung des Selbsteintrittsrechts  stattfinden muss  (vgl. Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts D­645/2010  vom 1. März 2010 E. 8.2),  dass demnach auf den Antrag auf Anordnung der vorläufigen Aufnahme  nicht einzutreten ist, dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom  BFM verfügte Vollzug der Wegweisung nach Österreich zu bestätigen ist,  dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit  dem vorliegenden Direktentscheid  ohne  vorgängige  Instruktion  der  Antrag,  es  sei  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu  verzichten, gegenstandslos wird, dass sich die gestellten Rechtsbegehren gemäss obigen Erwägungen als  aussichtslos  erweisen,  weshalb  ­ unbesehen  der  allenfalls  bestehenden  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführerin  ­  der  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG  abzuweisen  und  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1 – 3  VGKE)  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass  der  Antrag,  die  Vollzugsbehörden  seien  gemäss  Art.  97  Abs.  1  AsylG  anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimat­  oder  Herkunftsstaat der Beschwerdeführerin sowie jede Weitergabe von Daten  an denselben zu unterlassen, sowie alle weiteren prozessualen Anträge  mit vorliegendem Direktentscheid gegenstandslos geworden sind.

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E­4437/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer

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