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Bundesverwaltungsgericht 25.07.2011 E-4080/2011

July 25, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·856 words·~4 min·1

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 5. Juli 2011 / N

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­4080/2011 Urteil   v om   2 5 .   Juli   2011 Besetzung Einzelrichter Walter Stöckli, mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;   Gerichtsschreiber Tobias Meyer. Parteien A._______, geboren (…), Vietnam,   vertreten durch Monique Bremi, Beratungsstelle für Asyl­  und Ausländerrecht,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­ Verfahren); Verfügung des BFM vom 5. Juli 2011 / N (…).

E­4080/2011 Das Bundesverwaltungsgericht,  in Anwendung des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (FK, SR 0.142.30), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105), der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschen­ rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO), des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, SR 142.311), des Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes  vom 17. Juni  2005 über das Bundesgericht  (BGG,  SR 173.110), des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2),

E­4080/2011 stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Anfang 1990 sein  Heimatland verliess und anschliessend bis 2006 in Thailand lebte, dass  er  Thailand  2006  verlassen  habe  und  über  Myanmar,  China  und  Russland  nach  Europa  gekommen  sei,  wo  er  sich  in  Deutschland,  Tschechien, Österreich und der Slowakei aufgehalten habe, dass er am 27. Februar 2011  in die Schweiz gelangte und gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  um  Asyl  nachsuchte, dass  er  am  8. März  2011  im  EVZ  Kreuzlingen  zur  Person  und  summarisch zu seinen Asylgründen befragt wurde, dass  er  gleichentags  anlässlich  des  rechtlichen Gehörs  bezüglich  einer  allfälligen Rücküberstellung  in die Slowakei geltend machte, er wolle auf  keinen Fall dorthin, da er dort geschlagen und umgebracht werde, dass das BFM mit Verfügung vom 5. Juli 2011 – dem Beschwerdeführer  am  13. Juli  2011  eröffnet  –  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat,  seine  Wegweisung  in  die  Slowakei  verfügte,  ihn  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am Tag  nach Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  zuständigen  Kanton  mit  dem  Vollzug  der  Wegweisung  beauftragte,  feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  habe  keine  aufschiebende  Wirkung,  und  dem  Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Juli 2011 (Poststempel)  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhebt  und  beantragt,  die Verfügung  des BFM  sei  aufzuheben  und  das  BFM sei anzuweisen, sein Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich  für das vorliegende Asylgesuch zuständig zu erklären, dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragt,  es  sei  ihm  eine  angemessene  Nachfrist  zur  Beschwerdebegründung  anzusetzen  und  Einsicht  in  den  genauen  Wortlaut  der  Zustimmungserklärung  der  Slowakei zu gewähren,

E­4080/2011 dass  er  zudem  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  der  unentgeltlichen  Rechtsverbeiständung  sowie  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines Kostenvorschusses beantragt, dass er schliesslich beantragt, der Beschwerde sei superprovisorisch  im  Sinne  einer  vorsorglichen  Massnahme  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen und die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, bis zum Entscheid  über die aufschiebende Wirkung auf die Überstellung nach Italien (recte:  in die Slowakei) zu verzichten, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22. Juli  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates, vor dem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105  AsylG i. V. m. Art. 31 ­ 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

E­4080/2011 dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass der Antrag um Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung  nach Art. 53 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerdesache weder von  aussergewöhnlichem  Umfang  noch  von  besonderer  Schwierigkeit  ist,  zumal  nicht  ausgeführt  wird,  zu  welchen  Aspekten  eine  Ergänzung  erforderlich  sein  soll  und  nicht  ersichtlich  ist,  wieso  der  Umstand,  dass  der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers nur ein Tag zur Verfassung  der Beschwerdeschrift zur Verfügung stand, nicht dem Beschwerdeführer  anzulasten  wären,  da  insbesondere  die  eingereichte  Kopie  aus  dem  Postbuch  des  Durchgangszentrums  Friedeck,  in  dem  der  Beschwerdeführer untergebracht ist, keinen Hinweis darauf enthält, dass  ihm  die  Verfügung  des   BFM  wie  behauptet  erst  am  19. Juli  2011  ausgehändigt wurde,  dass  der  Antrag  auf  Einsicht  in  den  genauen  Wortlaut  der  Zustimmungserklärung  der  Slowakei  gegenstandslos  ist,  da  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  über  eine  Kopie  des  betreffenden  Dokumentes  verfügt,  auf  der  lediglich die Telefon­  und Faxnummer,  die  E­Mail­Adresse  sowie  der  Name  des  zuständigen  slowakischen  Sachbearbeiters unkenntlich gemacht wurden (BFM­Akte A15/1; Beilage  3 der Beschwerde), dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  das  BFM  aufgrund  der  EURODAC­Treffer  vom  22. Mai  2007  und  vom 16. Dezember  2010 und der Zustimmung der Slowakei  vom 4. Juli  2011  zum  Übernahmegesuch  des  BFM,  die  Slowakei  zu  Recht  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig  erachtete  (Art. 16  Abs. 1  Bst. e Dublin­II­VO), dass  anzunehmen  ist,  die  Rechtsvertreterin  meine  in  der  Beschwerdeschrift immer die Slowakei, wenn sie von Italien (Beschwerde  Ziff. I.5, II.2 und III.1.1 und III [recte: IV] 1. Absatz), Slowenien (III.3.1, 2.  sowie letzter Absatz) oder Ungarn (Ziff. III.3.2, letzter Absatz) spricht, und  wolle mit der behaupteten Gefahr, von Italien nach Nigeria abgeschoben 

E­4080/2011 zu werden (Ziff. III [recte: IV] 1. Absatz), eine drohende Abschiebung von  der Slowakei nach Vietnam geltend machen, dass  der  Beschwerdeführer  vorbringt,  die  Schweiz  sei  gehalten,  im  vorliegenden Fall von ihrem Selbsteintrittsrecht nach Art. 3 Abs. 2 Dublin­ II­VO Gebrauch  zu machen  und  sich  für  sein  Asylgesuch  zuständig  zu  erklären, dass nach Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO die Schweiz ein Asylgesuch prüfen  kann,  auch  wenn  sie  nach  den  in  dieser  Verordnung  vorgesehenen  Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist, um ihren Verpflichtungen aus  dem nationalen und internationalen Recht nachzukommen,  dass  diese  Bestimmung  jedoch  nicht  direkt  anwendbar  ist,  weshalb  sie  nur  in  Verbindung  mit  einer  anderen  Norm  des  nationalen  oder  internationalen Rechts angerufen werden kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 5), dass  der  Beschwerdeführer  in  allgemeiner  Weise  geltend  macht,  bei  einer  Rückschiebung  in  die  Slowakei  drohe  eine  Verletzung  des  Refoulementverbots von Art. 33 FK und von Art. 3 EMRK, dass die Slowakei  unter  anderem Signatarstaat  der FK,  der EMRK und  der FoK ist und keine konkreten Hinweise dafür vorliegen, dass sich die  Slowakei nicht an die daraus resultierenden Verpflichtungen hält, dass  der  Beschwerdeführer  zudem  geltend  macht,  die  Schweiz  sei  zu  einem Selbsteintritt verpflichtet, wenn der nach der Dublin­II­Verordnung  zuständige  Staat  das  Mindestschutzniveau  des  Europäischen  Flüchtlingsrechts  nicht  einhalte,  und  dabei  auf  die  einschlägigen  Richtlinien der EU verweist, dass  die  Rechtsakte  der  Europäischen  Union  bezüglich  Asylverfahren  ausserhalb des Dublin­Acquis  für die Schweiz nicht verbindlich sind und  der Beschwerdeführer daraus deshalb keine Rechte ableiten kann, dass er  zudem  rügt,  er  sei  in  der Slowakei  insgesamt  für  18 Monate  in  Haft  gewesen,  was  in  Hinsicht  auf  die  Richtlinie  2008/115/EG  des  Europäischen Parlamentes und des Rates vom 16. Dezember 2008 über  gemeinsame  Normen  und  Verfahren  in  den  Mitgliedstaaten  zur  Rückführung  von  sich  illegal  aufhaltenden  Drittstaatsangehörigen  (Rückführungsrichtlinie) problematisch sei,

E­4080/2011 dass die Schweiz die Vorgaben dieser Richtlinie auf den 1. Januar 2011  in ihr innerstaatliches Recht übernommen hat (vgl. Bundesbeschluss über  die  Genehmigung  und  die  Umsetzung  des  Notenaustauschs  zwischen  der  Schweiz  und  der  EG  betreffend  die  Übernahme  der  EG­ Rückführungsrichtlinie  [Richtlinie  2008/115/EG]  vom  18. Juni  2010,  AS  2010 5925), dass Art. 79 Abs. 1 und 2 AuG eine maximale Haftdauer von 18 Monaten  für die ausländerrechtlichen Haftarten vorsieht, dass der Beschwerdeführer daraus jedoch keine Rechte bezüglich eines  Selbsteintritts der Schweiz nach Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO ableiten kann  und  zudem  im  vorliegenden Fall  keine Anzeichen  dafür  bestehen,  dass  die  Slowakei  ihre  Verpflichtungen  aus  der  Rückführungsrichtlinie  nicht  einhält, sondern sie im Gegenteil den Beschwerdeführer nach Ablauf von  18 Monaten aus der Haft entlassen hat, dass zudem in antizipierter Beweiswürdigung festzustellen ist, dass daran  auch  zusätzliche  Aktenkopien  aus  der  Slowakei,  die  der  Beschwerdeführer nachzureichen angekündigt hat, nichts ändern können, dass keine Gründe vorliegen, die für einen Selbsteintritt aus humanitären  Gründen nach Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 sprechen würden, dass  damit  die  Schweiz  nicht  verpflichtet  ist,  von  ihrem  Recht  auf  Selbsteintritt  nach  Art. 3  Abs. 2  Dublin­II­VO Gebrauch  zu machen  und  das  BFM  demnach  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  auch  kein  Anspruch  auf Erteilung einer  solchen besteht, weshalb das BFM die Wegweisung  zu Recht anordnete, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs.  1 AuG, 

E­4080/2011 dass eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr bereits im  Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss, dass  in  diesem  Sinne  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  in  die  Slowakei zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass die Beschwerdebegehren sich aufgrund vorstehender Erwägungen  als  aussichtslos  erwiesen  haben, weshalb  die Gesuche  um Gewährung  der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und  um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  nach  Art. 65  Abs. 2  VwVG  abzuweisen ist,  dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1 ff. VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  und 5 VwVG), dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses und um aufschiebende Wirkung sowie provisorischen  Vollzugsstopp mit vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden sind. (Dispositiv nächste Seite)

E­4080/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der  unentgeltlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 2.   Die Beschwerde wird abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Walter Stöckli Tobias Meyer Versand:

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