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Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 E-2298/2009

January 30, 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·922 words·~5 min·1

Summary

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 10. März 2009

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­2298/2009 Urteil   v om   3 0 .   J a nua r   2012 Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;   Gerichtsschreiber Christoph Berger. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), Serbien, (…) Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 10. März 2009 / N (…).

E­2298/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden, ethnische Serben mit  letztem Wohnsitz  in  der  Provinz Gnjilane  in  Kosovo,  am  9.  Februar  2009  in  die  Schweiz  gelangten und hier gleichentags um Asyl nachsuchten, dass die Beschwerdeführenden am 11. Februar 2009 im Empfangs­ und  Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen befragt und am 18. Februar 2009  vom BFM zu ihren Asylgesuchen angehört wurden, dass  sie  zur  Begründung  der  Asylgesuche  im  Wesentlichen  geltend  machten,  sie  hätten  Kosovo  wegen  der  mangelnden  Sicherheit  für  Angehörige der serbischen Ethnie verlassen, dass  sie  in  ihrer  Bewegungsfreiheit  erheblich  eingeschränkt  worden  seien, dass  der  Beschwerdeführer  am  18.  Juni  2008  derart  verprügelt  worden  sei, dass er sich im Spital medizinisch habe behandeln lassen müssen, dass  er  von  Unbekannten  telefonisch  bedroht  und  aufgefordert  worden  sei, das Land zu verlassen, dass die Beschwerdeführenden mit weiteren erheblichen Schikanen und  Übergriffen durch ethnische Albaner hätten rechnen müssen, dass  sie  sich  vor  diesem  Hintergrund  entschlossen  hätten,  Kosovo  zu  verlassen, dass bezüglich der Vorbringen  im Einzelnen auf die Akten zu verweisen  ist, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  10.  März  2009  feststellte,  die  Beschwerdeführenden  erfüllten  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  die  Asylgesuche  ablehnte,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  den Vollzug der Wegweisung anordnete, dass  das  BFM  zur  Begründung  anführte,  die  internationalen  Sicherheitskräfte  und  der  KPS  (Kosovo  Police  Service),  in  dem  auch  Angehörige der serbischen Minderheit dienten, garantierten die Sicherheit  und den Schutz der in Kosovo ansässigen Minderheiten,

E­2298/2009 dass  auch  die  Strafgerichtsbarkeit  und  der  Strafvollzug  grösstenteils  funktionierten, dass die Sicherheitskräfte regelmässig intervenierten, bei Übergriffen und  Straftaten  gegen  Angehörige  von  Minderheiten  Ermittlungen  aufgenommen  würden  und  von  einem  adäquaten  Schutz  durch  den  Heimatstaat auszugehen sei, weshalb die von den Beschwerdeführenden  geltend  gemachten  Übergriffe  vorliegend  asylrechtlich  nicht  relevant  seien, dass zudem für Serben aus den südlichen Bezirken im Norden Kosovos  eine innerstaatliche Fluchtalternative bestehe, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden somit den Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  standhalten  würden  und  ihre  Asylgesuche abzulehnen seien, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung im Rahmen der Prüfung  der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges zur Einschätzung gelangte,  eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführenden könne aufgrund der  ethnischen  Zugehörigkeit  in  ihrem  Herkunftsort  nicht  ausgeschlossen  werden, dass  jedoch  aufgrund  der  persönlichen  Voraussetzungen  die  Inanspruchnahme einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Norden  Kosovos  vorliegend  zumutbar  sei,  da  die  Beschwerdeführenden  in  Mitrovica  studiert  und  auch  gelebt  hätten  und  demnach  von  einem  dortigen tragfähigen Beziehungsnetz ausgegangen werden könne, dass  für  Serben  zudem  grundsätzlich  eine  Aufenthaltsalternative  in  Serbien bestehe, dass  Kosovo  gemäss  der  serbischen  Verfassung  vom  Jahre  2006  als  integraler Bestandteil Serbiens gelte, weshalb Kosovo­Serben auch nach  der  Unabhängigkeit  Kosovos  vom  serbischen  Staat  als  serbische  Staatsangehörige  betrachtet  und  auf  den  diplomatischen  Vertretungen  Serbiens in der Schweiz serbische Reisepapiere erhalten würden und sie  nach Serbien einreisen könnten, dass  das  BFM  in  individueller  Hinsicht  feststellte,  dass  der  Beschwerdeführer  zu  Protokoll  gegeben  habe,  in  den  Jahren  2003  bis  2005 mit  einem  serbischen Stipendium  die Mittelschule  von C._______ 

E­2298/2009 besucht zu haben und die Beschwerdeführerin Verwandte  in D._______  habe, dass der Beschwerdeführer  aufgrund  seiner Studien der Ökonomie und  durch  den  Aufbau  eigener  Geschäfte  über  überdurchschnitliche  Voraussetzungen  verfüge,  um  sich  eine  finanziell  unabhängige  Zukunft  für sich und seine Frau aufzubauen,  dass  demnach  die  Inanspruchnahme  der  Aufenthaltsalternative  in  Serbien zumutbar sei, dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei, dass  bezüglich  der  weiteren  Ausführungen  des  BFM  auf  die  angefochtene Verfügung verwiesen werden kann, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  8. April 2009  (Poststempel:  10.  April 2009)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die  vorinstanzliche  Verfügung  aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerdeführenden  anzuerkennen  und  von  einer  Wegweisung  abzusehen, dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  die  Gewährung  der  un­ entgeltlichen Rechtspflege ersuchten, dass  die  Beschwerdeführenden  ihrer  Rechtsmitteleingabe  eine  um­ fangreiche,  mehrheitlich  aus  dem  Internet  stammende  Dokumentation  betreffend  die  Situation  ethnischer  Serben  in  Kosovo  und  serbischer  Flüchtlinge in Serbien beilegten, dass mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts  vom 20. April  2009  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gutgeheissen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet  wurde, dass mit Schreiben vom 6. Mai 2009 die Unterstützungsbedürftigkeit der  Beschwerdeführenden bestätigt wurde, und zieht in Erwägung,

E­2298/2009 dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der  Regel  ­  und  so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998  [AsylG, SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung  der Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art.  37 VGG und  Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  zu  Recht  eingetreten  wurde  (Art. 108  Abs. 1  AsylG  sowie  Art.  105  i.V.m.     Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1  AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die  in  ihrem Heimatstaat  oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass  die  Beschwerdeführenden  aufgrund  der  Aktenlage  zwar  als  Staatsangehörige der Republik Kosovo zu betrachten sind,

E­2298/2009 dass  sie  gemäss  serbischem Gesetz  (Nr.  135/04,  21. Dezember  2004)  aber auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen, da sie serbischer  Abstammung sind und auf dem  (ehemaligen) Staatsgebiet  der Republik  Serbien geboren wurden, dass Serbien  die Republik  Kosovo  nicht  als  Staat  anerkennt  und  damit  die  Staatsangehörigen  Kosovos  grundsätzlich  als  serbische  Staatsangehörige betrachtet, dass  Asylsuchende,  die  mehrere  Staatsangehörigkeiten  besitzen,  nicht  auf  den Schutz  eines Drittstaates  angewiesen  sind,  sofern  sie  in  einem  der  Staaten,  dessen  Staatsangehörigkeit  sie  besitzen,  Schutz  vor  Verfolgung finden können, dass  die  Beschwerdeführenden  sich  demnach  nach  Serbien  begeben  und dort aufgrund der Niederlassungsfreiheit Wohnsitz nehmen können, dass  keine  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  den  Beschwerdeführenden  drohe  in  Serbien  asylrechtlich  relevante  Verfolgung,  weshalb  sie  des  Schutzes  durch  die  Schweiz  nicht  bedürfen  (vgl.  zum  Ganzen  BVGE  2010/41 E. 6.4. und 6.5), dass es sich demnach erübrigt, auf die in der Beschwerde vorgebrachten  Argumente  hinsichtlich  ihrer  Gefährdung  in  Kosovo  und  die  mit  der  Rechtsmitteleingabe eingereichten Beweismittel einzugehen, dass  den  befürchteten  Nachteilen  durch  Albaner  vorliegend  flüchtlingsrechtlich  keine  entscheidwesentliche  Bedeutung  beigemessen  werden können, dass  die  Beschwerdeführenden  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht zu erfüllen vermögen, weshalb das Bundesamt ihre Asylgesuche zu  Recht abgelehnt hat, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer solchen besteht (BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte  Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

E­2298/2009 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht,  2. Auflage,  Basel  2009, Rz. 11.148), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung nach Serbien vorliegend in Beachtung  dieser  massgeblichen  völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  die  Beschwerdeführenden  dort  einer  asylrechtlich  erheblichen Gefährdung  ausgesetzt  sein  sollten,  weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im  Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und  Grundfreiheiten  vom  4. November  1950  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind, die ihnen in Serbien droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

E­2298/2009 dass weder die allgemeine Lage in Serbien noch individuelle Gründe auf  eine  konkrete  Gefährdung  der  Beschwerdeführenden  im  Falle  einer  dortigen Niederlassung schliessen lassen, dass der Vollzug der Wegweisung nach Serbien von ethnischen Serben  mit letztem Wohnsitz in Kosovo grundsätzlich zumutbar ist, dass die Beschwerdeführenden eine gute Ausbildung genossen, die  sie  dazu befähigen, sich  in Serbien eine Existenz aufzubauen, weshalb der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  unter  individuellen  Gesichtspunkten  als  zumutbar zu beurteilen ist, dass  sie  bereits  vor  ihrer  Ausreise  auf  dem  Staatsgebiet  Serbiens  offenbar problemlos soziale Anknüpfungspunkte finden konnten, dass  insgesamt  keine  hinreichenden  Anhaltspunkte  gegeben  sind,  die  einen Wegweisungsvollzug  als  unzumutbar  erscheinen  liessen,  und  die  Entgegnung in der Rechtsmitteleingabe, Serbien nehme keine Flüchtlinge  mehr auf, in entscheidwesentlicher Hinsicht nicht durchzudringen vermag, dass vielmehr die entsprechenden Feststellungen und Folgerungen in der  angefochtenen Verfügung des BFM zu bestätigen und zu stützen sind, dass vor dem persönlichen Hintergrund der Beschwerdeführenden und in  Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  von  ihnen  entsprechende  Vorkehren und Anstrengungen erwartet werden können, sich  in Serbien  einzurichten  und  eine  Existenz  aufzubauen  (vgl.  zum  Ganzen  BVGE  2010/41 E. 8.3.3.), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  nach  Serbien  schliesslich möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83 Abs. 2 AuG), dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  (Art. 1­3  des  Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  wären  (Art. 63  Abs. 1  VwVG),  sie 

E­2298/2009 infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  jedoch von der  Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

E­2298/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Christoph Berger Versand:

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