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Bundesverwaltungsgericht 20.07.2011 E-2185/2011

July 20, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,808 words·~9 min·1

Summary

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 25. Februar 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­2185/2011 Urteil   v om   2 0 .   Juli   2011 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Hans Schürch, Richterin Emilia Antonioni,    Gerichtsschreiberin Sarah Diack. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka,     Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  Verfügung des BFM vom 25. Februar 2011 / N (…).

E­2185/2011 Sachverhalt: A.  Der  Beschwerdeführer  –  ein  aus  Trincomalee  stammender  Sri  Lanker  tamilischer  Ethnie  –  ersuchte  mit  an  die  Schweizerische  Vertretung  in  Colombo  adressiertem  Schreiben  vom  22.  Januar  2010  um  eine  Einreisebewilligung  in  die  Schweiz  und  um  Asylgewährung  in  der  Schweiz.  Das  englischsprachige  Asylgesuch  ging  bei  der  Botschaft  am  26. Januar 2010 ein.  B.  Mit Schreiben vom 9. Februar 2010 forderte die Schweizerische Botschaft  den Beschwerdeführer auf, sofern er am Gesuch  festhalten wolle, seine  Asylgründe  zu  konkretisieren  und  zu  begründen  sowie  allfällige  unterstützende Dokumente sowie Kopien von Identitätspapieren bis zum  23. März 2010 einzureichen. Andernfalls werde sein Gesuch nicht weiter  behandelt. Der  Beschwerdeführer  reagierte  mit  einer  englischsprachigen  Eingabe  fristgerecht  (Eingang Botschaft: 15. März 2010). Daraufhin wurde er am  3. Juni 2010 in den Räumen der Schweizerischen Botschaft  in Colombo  eingehend zu seinen Asylgründen angehört. Die  Schweizerische  Botschaft  übermittelte  das  Gesuch  zusammen  mit  ihrem schriftlichen Bericht am 3. Juni 2010 an das BFM. Es  folgten weitere schriftliche Eingaben des Beschwerdeführers, die am   18.  August 2010, 9. November 2010, 15. November 2010, 23. Dezember  2010 und 8. Februar 2011 bei der Schweizerischen Botschaft eingingen  und  jeweils  an  das  BFM  weitergeleitet  wurden.  Dabei  reichte  er  verschiedene  Dokumente  nach.  Auf  diese  Beweismittel  wird  –  soweit  entscheidrelevant – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. Insgesamt trägt der Beschwerdeführer folgenden Sachverhalt vor: Er sei  als (…)­Jähriger (im Jahre […]) von den Liberation Tigers of Tamil Eelam  (LTTE) zwangsrekrutiert worden. Da er sich aber geweigert habe, sich in  die Kämpfergruppe zu  integrieren, sei er zur Strafe  [nach B.]  transferiert  worden,  wo  er  unter  den  Fittichen  der  LTTE  drei  Jahre  lang  als  (…)  eingesetzt worden sei. [Später] habe er eine zweijährige (…) Ausbildung  absolviert  und  anschliessend  bis  zum  Ende  des  Bürgerkrieges  (…)  in  C._______  –  [für  die  LTTE  gearbeitet].  (…).  Im  März  2009  sei  ein  Versuch, seine Frau aus dem Kriegsgebiet zu bringen, gescheitert und er 

E­2185/2011 sei von den LTTE (…)  inhaftiert worden. Als dann die Armee vorgerückt  sei  und  am  (…)  2009  eine  Granate  in  das  Munitionslager  [an  seinem  Arbeitsort] eingeschlagen sei, sei er mit Frau und Kind geflohen. Doch die  Armee habe sie auf  ihrer Flucht erkannt und nach D._______ gebracht,  wo er zusammen mit anderen [LTTE­Mitgliedern] am (…) Mai 2009 vom  Criminal Investigation Department (CID) Sri Lankas verhaftet worden sei.  Nach  zwei  Nächten  in  E._______  sei  er  am  (…)  Mai  2009  mit  seiner  Familie  nach Colombo gebracht worden, wo er  für  [ein paar] Monate  in  Haft genommen worden sei. Man habe ihn wegen Support der LTTE und  Weitergabe  von  Informationen  an  die  British  Broadcasting Coorporation  (BBC)  beschuldigt.  Seine  Frau  und  sein  Kind  seien,  von  ihm  getrennt,  ebenfalls  inhaftiert worden. Diese  seien am  (…) 2009 und er  selbst  am  (…) 2009 gegen Kaution frei gelassen worden, da er sich nicht direkt am  Krieg  beteiligt  habe.  Seine  Frau  habe  sich  mit  den  Kindern  nach  ihrer  Freilassung direkt nach E._______ begeben, er selbst nach seiner später  erfolgten  Freilassung.  Dort  seien  sie  abermals  von  unbekannten  Personen  behelligt  ("mentally  tortured")  und  mit  dem  Leben  bedroht  worden.  Anhänger  der  Eelam People's  Democatic  Party  (EPDP)  hätten  von  ihnen  verlangt,  sich  im  Büro  der  EPDP  bei  den  Sicherheitskräften  registrieren zu lassen. Am (…) 2009 sei er von unbekannten, bewaffneten  Personen, die bei ihm zuhause aufgetaucht seien, gezwungen worden, in  einen  weissen  Van  zu  steigen.  Irgendwo  im  Dschungel  hätten  sie  ihn  gefragt,  ob  er  [F.,  ein  hohes  LTTE­Mitglied],  [gekannt]  hätte  und  ob  er  wisse, ob dieser noch am Leben sei. Sie hätten ihn gewarnt, niemandem  von  ihrem  Erscheinen  zu  erzählen.  Am  Folgetag  habe  er  beim  United  Nations  High  Commissioner  for  Refugees  (UNHCR)  in  E._______  deswegen Anzeige erstattet. Danach hätten diese Personen ihm gedroht,  dass man diesen Schritt beobachtet habe und er für diese Klage mit dem  Leben bezahlen würde. Aufgrund dieser Umstände sei er [ein paar] Tage  später mit seiner Frau und seinem Kind nach G._______ geflohen, wo sie  sich versteckt gehalten hätten.  Dort seien sie am (…) 2010 wieder durch unbekannte Personen, die sich  als Anhänger des CID ausgegeben hätten, bedroht worden. Am (…) 2010 sei er dann nach E._______ zurückgekehrt und daraufhin  am  (…)  2010  erneut  von  unbekannten  Personen  aufgesucht  worden.  Diese hätten wissen wollen, wo [gewisse] Geräte versteckt seien, die die  LTTE für viel Geld importiert hätten. Er sei erpresst worden, bis zum (…)  2010  die  kostspieligen  (…)  Geräte  zu  beschaffen,  die  [die  LTTE]  für  umgerechnet Fr.  80'000.­  importiert  habe, andernfalls müsse er  ihnen 1 

E­2185/2011 Million Rupien (ca. Fr. 10'000.­) aushändigen. Am Tage des (…) 2010 sei  jedoch niemand erschienen, am (…) 2010 und anfangs (…) 2010 hätten  sich  diese  Unbekannten  jedoch  –  begleitet  von  zwei  Personen  im  Militäruniform  –  bei  seiner  Schwiegermutter  in  G._______,  nach  ihm  erkundigt.  [Er habe F. gut gekannt]. Obwohl er  frei gelassen worden sei, werde er  aufgrund  seiner  langjährigen  LTTE­Mitgliedschaft  weiterhin  vom  CID  verfolgt  und  bedroht.  Es  sei  auch  ein Gerichtsverfahren mit  demselben  Vorwurf gegen ihn angestrengt worden. Am (…) 2010 – auf dem Weg zu  einem angesetzten Gerichtstermin – sei er erneut von als Mitarbeiter des  CID  zu  qualifizierenden  Personen  angehalten,  befragt  und  geschlagen  worden. Als  er  versucht  habe,  seinen Anwalt  (…) anzurufen,  hätten die  Unbekannten  ihm  das  Mobiltelefon  entrissen.  Der  Anwalt  habe  diesen  dann den Gerichtstermin bestätigt und so hätten sie ihn freigelassen und  seien ihm bis zum Gericht gefolgt. Am (…) 2010 seien erneut uniformierte  Offiziere der Special Task Force der sri­lankischen Polizei (STF) bei ihm  in G._______ aufgetaucht und hätten ihn danach gefragt, ob er zur LTTE  gehöre und wenn ja, in welcher Funktion. Er habe sie darüber informiert,  dass er während (…) Jahren (…) der LTTE gedient habe. Sie hätten sich  weiter nach seinem Gerichtsverfahren erkundigt und wissen wollen, wie  seine  Freilassung  möglich  gewesen  sei.  Nach  zahlreichen  Verschiebungen  der  Gerichtsverhandlung  sei  er  am  (…)  2010  vom  "Magistrate's  Court  Colombo"  freigesprochen  worden.  Am  selben  Tag  seien fünf Personen in Zivil aufgetaucht und hätten wissen wollen, wen er  bestochen  habe,  um  aus  der  Haft  entlassen  zu  werden.  Nachdem  sie  seinen  LTTE­Namen  und  seine  LTTE­Nummer  registriert  hätten,  seien  sie  –  unter  der  Ankündigung,  am  Folgetag  wieder  zu  erscheinen –  davongefahren.  Gleichentags  seien  auch  Angehörige  des  Sicherheitsdienstes erschienen, worauf er und seine Frau aus Angst die  Flucht nach E._______ ergriffen hätten.   C.  Mit Verfügung vom 25. Februar 2011 wies das BFM das Asylgesuch des  Beschwerdeführers  und  das  Gesuch  um  Einreisebewilligung  ab.  Im  Wesentlichen stützte es seinen Entscheid darauf, dass seine Vorbringen  nicht  asylrelevant  seien  und  die  eingereichten  Dokumente  daran  nichts  ändern  würden.  Auf  die  detaillierte  Begründung  wird  –  soweit  urteilsrelevant – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

E­2185/2011 D.  Mit  englischsprachiger  Eingabe  vom  31.  März  2011  (Eingang  Schweizerische  Botschaft  in  Colombo)  erhob  der  Beschwerdeführer  gegen  diese  Verfügung  Beschwerde.  Diese  wurde  mit  gleichentags  datiertem Schreiben an das Bundesverwaltungsgericht übermittelt, wo sie  am  14.  April  2011  einging.  Der  Beschwerdeführer  beantragte  sinngemäss  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Einreisebewilligung und die Asylgewährung für sich und seine Familie. Er  führte  aus,  sie  hätten  E._______  wegen  Drohungen  erneut  verlassen  müssen und sich so im [Monat] 2011 nach Colombo begeben, wo sie für  (…)  Monate  Zuflucht  im  [Institution]  gefunden  hätten.  Aufgrund  von  Kapazitätsmangel  hätten  sie  diese  Institution  jedoch  wieder  verlassen  müssen  und  befänden  sich  nun  erneut  in  E._______,  wo  sie  sich  bei  Freunden versteckt hielten. Die vorinstanzliche Verfügung sei falsch, weil  sie  verkenne,  dass  sie  noch  immer  ständigen  Bedrohungen  ausgesetzt  seien. E.  Mit Verfügung vom 19. April 2011 trat die zuständige Instruktionsrichterin  auf die Beschwerde ein und lud die Vorinstanz zu einer Vernehmlassung  ein. F.  Mit Vernehmlassung vom 27. April 2011 nahm die Vorinstanz Bezug auf  die (aus zeitlichen Gründen ihrer Verfügung vom 25. Februar 2011 noch  nicht gewürdigte) Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. Februar 2011  und  die  Beschwerdeschrift.  Im  Wesentlichen  beträfen  seine  Ausführungen  Übergriffe  durch  Dritte.  Der  Beschwerdeführer  habe  demnach  die  Möglichkeit,  bei  den  sri­lankischen  Behörden  Schutz  zu  suchen.  Zudem  habe  er  seit  seinem  Freispruch  durch  den  "Magistrate  Court Colombo"  vom  (…)  2010  keine Probleme mehr  geltend  gemacht.  Im  Übrigen  sei  –  aufgrund  des  lokalen  und  regionalen  Charakters  der  geltend  gemachten  Verfolgungen  –  von  einer  Fluchtalternative  auszugehen.  Namentlich  habe  der  Beschwerdeführer  in  Colombo  nie  Behelligungen  geltend  gemacht.  Im  Übrigen  verweise  sie  auf  die  Erwägungen in ihrer Verfügung, an denen sie vollumfänglich festhalte. 

E­2185/2011 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3. Die angefochtene Verfügung des BFM vom 25. Februar 2011 wurde  durch  die  Schweizerische  Botschaft  in  Colombo  am  10. März  2011  versandt.  Somit  wurde mit  der  Beschwerdeeingabe  vom  31. März  2011  die Frist auf  jeden Fall  gewahrt. Die Beschwerde  ist demnach  frist­ und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer  ist  durch  die  angefochtene Verfügung besonders  berührt  und hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren Aufhebung  beziehungsweise Änderung;  er  ist  daher  zur Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1,  50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

E­2185/2011 3.  3.1.  Das  Bundesamt  kann  ein  im  Ausland  eingereichtes  Asylgesuch  ablehnen, wenn die gesuchstellende Person keine Verfolgung glaubhaft  macht oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann  (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Umgekehrt  führt es  (noch)  nicht zur Anerkennung als Flüchtling und zur Gewährung von Asyl durch  die  Schweiz,  wenn  die  bei  einer  Vertretung  im  Ausland  um  Asyl  nachsuchende  Person  glaubhaft  zu  machen  vermag,  dass  für  sie  eine  unmittelbare Gefahr  für Leib und Leben oder  für die Freiheit  aus einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  besteht.  Diesfalls  kann  dem  Asylsuchenden  lediglich  von  der  durch  das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD)  dazu  ermächtigten  schweizerischen  Vertretung die Einreise  in die Schweiz  im Hinblick auf  die Zuerkennung  der Flüchtlingseigenschaft  und die Asylgewährung bewilligt werden  (Art.  20 Abs. 3 AsylG). Die Einreise in die Schweiz wird einer  im Ausland um  Asyl  nachsuchenden  Person  ausserdem  zur  Abklärung  des  Sachverhaltes bewilligt, wobei die Bewilligung durch das Bundesamt und  ­ gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG ­ nur unter der Bedingung erteilt wird, dass  der  Person  nicht  zugemutet  werden  kann,  im  Wohnsitz­  oder  Aufenthaltsstaat  zu  bleiben  oder  in  ein  anderes  Land  auszureisen  (vgl.  zum Ganzen BVGE 2007/30 E. 2 S. 360 f.). 4.  Vorab  ist  festzustellen,  ob der Sachverhalt  im Sinne von Art.  20 Abs.  2  AsylG als genügend erstellt gelten kann.  Im vorliegenden Verfahren hat  die  Schweizerische  Vertretung  den  Beschwerdeführer  sowohl  aufgefordert,  seine  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten,  als  auch  ihn  persönlich befragt und  ist somit den  ihr obliegenden Verfahrenspflichten  nachgekommen   (Art.  10  Abs.  1  und  2  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311]).  Der  Beschwerdeführer hat zahlreiche Beweismittel (vgl. E. 5.2.1) eingereicht,  und aufgrund der Akten erweist sich die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen  als  einschätzbar.  Somit  ist  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  als  hinlänglich erstellt zu erachten. 5.  5.1.  Im  Folgenden  ist  zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimatland  einer  aktuellen  Gefährdung  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG  ausgesetzt ist.  http://links.weblaw.ch/BVGE-2007/30 http://links.weblaw.ch/BVGE-2007/30 http://links.weblaw.ch/BVGE-2007/30

E­2185/2011 5.2.  5.2.1. Der Beschwerdeführer unterstützte seine Vorbringen mit folgenden  Dokumenten:  Die  geltend  gemachten,  durch  den  CID  veranlassten  Inhaftierungen  belegte  er  mit  zwei  englischsprachigen  "Detention  Attestations" des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) vom  (…)  und  (…)  2009,  die  seine  Inhaftierung  vom  (…)  2009  bis  zum  (…)  2009 und die Inhaftierung seiner Frau vom (…) 2009 bis zum (…) 2009 in  Colombo  bestätigen.  Hinsichtlich  des  gegen  ihn  anberaumten  und  zwischenzeitlich  abgeschlossenen  Gerichtsverfahrens  legte  er  erstens  eine  Kopie  der  Verfügung  des  "Magristrate`s  Court  Colombo"  vom  (…)  2009 vor, die den Grund seiner  Inhaftierung ("Aiding und Abetting LTTE  Terrorist  Activities")  beinhaltet  und  seine  Freilassung  auf  Kaution  vom  (…)  2009  bestätigt.  Als  zweites  reichte  er  ein  vom  (…)  2010  datiertes  Gerichtsdokument  des  Magistrate  Court  in  Colombo,  inklusive  Übersetzung  ins  Englische,  zu  den  Akten.  Weiter  legte  er  ein  englischsprachiges Schreiben eines Notariatsbüros in Colombo vom (…)  2010 vor, das das hängige Verfahren vor dem "Magistrate`s Court" und  den anberaumten  Gerichtstermin  vom  (…)  2010  bestätigt.  Hinsichtlich  seiner Tätigkeit als [Beruf] reichte er eine Bestätigung seiner [beruflichen]  Tätigkeit  in B._______ und  in C.______ sowie ebenso eine Bestätigung  hinsichtlich der Tätigkeit seiner Frau als [Beruf] ein. Des Weiteren reichte  er  sein  an  das UNHCR gerichtetes Schreiben  vom  (…)  2010, womit  er  Anzeige gegen die Behelligungen vom (…) 2010 (siehe C.) erstattete, zu  den Akten.  Das BFM stellte die Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen nicht in Frage. So  führte  es  in  seiner  Verfügung  aus,  dass  es  den  mehrmonatigen  Gefängnisaufenthalt  als  glaubhaft  erachtet,  und  zog  auch  die  Authentizität  der  vorgelegten  Beweismittel  nicht  in  Zweifel.  Auch  die  Schweizerische  Botschaft  erwähnte  in  ihrem  an  das  BFM  adressierten  Begleitschreiben  vom  3.  Juni  2010  ausdrücklich,  die  langjährige  Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bei den LTTE sei glaubwürdig (vgl.  BFM­Akten  A7).  In  seiner  Beweiswürdigung  beschränkt  das  BFM  sich  sodann  auf  die  Erwägung,  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichten  Dokumente  würden  "lediglich  seine  Vorbringen  stützen".  Da  das  BFM  selbst  im  Wesentlichen  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  als  glaubhaft  qualifiziert  hat,  ist  diesen  Ausführungen  mithin  keine  Beanstandung  der  Echtheit  der  Beweismittel  zu  entnehmen.  Das  Bundesverwaltungsgericht  sieht  ebenso  keine  Indizien,  welche  Anlass  geben könnten, an der Authentizität der Beweismittel zu zweifeln. 

E­2185/2011 Das  Bundesverwaltungsgericht  würdigt  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  ebenfalls  als  glaubhaft  gemacht.  So  sind  seine  Aussagen  widerspruchsfrei,  substanziiert  und  ausserordentlich  realitätsnah  ausgefallen  und  durch  Beweismittel  –  wie  oben  erwähnt –  genügend untermauert worden. 5.2.2.  Hinsichtlich  der  Frage  der  asylrelevanten  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  und  seiner  Familie  im  Heimatland  vertritt  die  Vorinstanz  die  Auffassung,  dass  aufgrund  des  mehrmonatigen  Gefängnisaufenthalts zwar die Befürchtungen des Beschwerdeführers vor  erneuten Übergriffen gut nachvollziehbar  seien,  jedoch seine Furcht  vor  einer  zukünftigen  Verfolgung  bei  objektiver  Betrachtungsweise  als  nicht  begründet  einzustufen  sei.  Es  sei  zwar  nicht  auszuschliessen,  dass  er  nach  seiner  Haftentlassung  auf  Kaution  während  des  laufenden  Gerichtsverfahrens  weiterhin  unter  Beobachtung  der  sri­lankischen  Behörden gestanden sei und Angehörige der Sicherheitskräfte nach wie  vor  Nachforschungen  über  ihn  angestellt  und  Druck  auf  ihn  ausgeübt  hätten.  Derartigen  Massnahmen,  die  im  Zusammenhang  mit  der  Bekämpfung  des  Terrorismus  der  LTTE  stünden,  komme  indessen  aufgrund  der  fehlenden  Intensität  kein  Verfolgungscharakter  zu.  Da  er  zudem  vom  "Magistrate's  Court  Colombo  "  freigesprochen  worden  sei,  bestünden  keine  Anhaltspunkte  für  zukünftige  staatliche  Verfolgungsmassnahmen. Grundsätzlich mache er Übergriffe von Dritten  geltend;  zwar  sei  nicht  auszuschliessen,  dass  einzelne  Angehörige  der  sri­lankischen  Sicherheitskräfte  die  Bevölkerung  mit  Drohungen  und  Erpressungsversuchen unter Druck setzen würden, dennoch bestünde für  ihn grundsätzlich die Möglichkeit, sich an die sri­lankischen Behörden zu  wenden, da sich aus den Akten keine Hinweise auf eine grundsätzliche  Schutzunwilligkeit des sri­lankischen Staates ergäbe.  Der  Beschwerdeführer  hielt  diesen  Erwägungen  in  seiner  Beschwerde  entgegen,  dass  er  und  seine  Familie  abermals  hätten  flüchten müssen  und dass die Annahme des BFM falsch sei; sie seien nach wie vor einer  konstanten Gefährdung ausgesetzt. 5.2.3. Die von der Vorinstanz angeführte Argumentation, eine zukünftige  Verfolgung durch die sri­lankischen Behörden sei ausgeschlossen, da der  Beschwerdeführer  vom  Vorwurf  der  illegalen  Datenweitergabe  an  internationale Medien  freigesprochen  worden  war,  greift  zu  kurz.  Es  ist  ungeachtet  des Freispruchs  davon auszugehen,  dass  die  sri­lankischen  Behörden  über  den  Beschwerdeführer  und  seinen  Hintergrund  (…) 

E­2185/2011 Bescheid wissen. Zudem besteht  für  ihn als ehemaliger LTTE­Anhänger  eine erhöhte Gefahr, Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt zu sein; diese  Personen  müssen  gemäss  übereinstimmender  Einschätzung  verschiedener  Beobachter  als  entsprechende  Risikogruppe  betrachtet  werden (vgl. UNHCR: Eligibility Guidelines for Assessing the International  Protection Needs of Asylum Seekers  from Sri Lanka, 5.  Juli  2010, S. 5;  Human Rights Watch [HRW]: Sri Lanka: Legal Limbo; The Uncertain Fate  of  Detained  LTTE  Suspects  in  Sri  Lanka,  Februar  2010,  S.  6  ff.).  Im  Weiteren  müssen  nach  Einschätzung  des  Bundesverwaltungsgerichts  unter anderem auch Personen, die Opfer oder Zeuge von während oder  nach  dem  Konflikt  begangenen Menschenrechtsverletzungen  geworden  sind,  sowie  Personen,  die  entsprechende  Übergriffe  bei  den  Behörden  zur  Anzeige  bringen,  Verfolgungsmassnahmen  der  sri­lankischen  Behörden  befürchten  und  riskieren,  als  unbequeme  oppositionelle  Stimmen zu gelten. (…). Bei den Akten befindet sich die Kopie eines (…)  Zeitungartikels  des  "Daily Mirror"  vom  (…)  2010,  der  einige  [Personen]  beschreibt,  die  aufgrund  von  Rufschädigung  gegen  den  sri­lankischen  Staat  ("defamatory  statements  against  the  Sri  Lanka  forces  over  the  genocide of Tamil nationals during the humanitarian operations") vor dem  "Magristrate's Court Colombo" angeklagt wurden. Die öffentlichen internationalen Berichte bestätigen, und die eingereichten  Dokumente  unterstützen,  die  Tatsache,  dass  LTTE­Anhänger  –  (…) –  einer  erhöhten  Gefahr  ausgesetzt  sind,  Opfer  von  Verfolgungsmassnahmen seitens der sri­lankischen Behörden zu werden.  Der  Beschwerdeführer macht  überdies  geltend,  F._______  gut  gekannt  zu  haben.  Diesbezüglich  schweigt  die  Vorinstanz  gänzlich.  Vor  dem  Hintergrund  der  Glaubhaftigkeit  der  Aussagen  des  Beschwerdeführers  und  der  eingereichten  Beweismittel  sieht  sich  das  Bundesverwaltungsgericht   nicht  veranlasst,  diese  Aussage  als  unglaubhaft  einzustufen.  Die  Annahme,  dass  der  Beschwerdeführer  F._______  persönlich  kannte,  unterstreicht  sein  bereits  aufgrund  des  Gesagten aufgezeigtes Gefährdungsprofil zusätzlich. 5.3. Die  Vorinstanz  stellt  sich  weiter  auf  den  Standpunkt,  dass  für  den  Beschwerdeführer  und  seine  Familie  einerseits  eine  zumutbare  Fluchtalternative  in Jaffna, wo ein Teil seiner Familie  lebe, offen stünde,  da keine "grundsätzliche Schutzunwilligkeit des Staates" vorliege. Zudem  sei  eine  Fluchtalternative  auch  in  Colombo  gegeben,  wo  er  nie  eine  Verfolgung geltend gemacht habe.

E­2185/2011 Diese Argumentation ist unzutreffend und kann nicht bestätigt werden. So  basiert  das  Institut  der  innerstaatlichen  Fluchtalternative  nicht  auf  der  Abwesenheit  allfälliger  Verfolgung,  sondern  auf  der  Existenz  hinlänglichen  Schutzes  am Ort  der  Fluchtalternative  (vgl.  EMARK  2000  Nr. 15  E.  7  S.  112  ff.);  die  Anforderungen  an  die  Effektivität  des  gewährten Schutzes sind hoch (vgl. EMARK 1996 Nr. 1). Vor allem aber  kann  sich,  falls  –  wie  im  vorliegenden  Fall  –  begründete  Furcht  vor  Behelligungen durch (zentral­)staatliche Behörden besteht, die Frage der  innerstaatlichen  Fluchtalternative  grundsätzlich  nicht  stellen.  Daher  erweisen  sich  weitere  Erörterungen  im  Zusammenhang  mit  den  vorinstanzlichen Zumutbarkeitsüberlegungen als obsolet; es besteht von  Vornherein keine Fluchtalternative. 5.4. Gesamthaft ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer  – auch  wenn  der  Krieg  als  beendet  und  die  LTTE  als  besiegt  gilt  –  zu  einer  Risikogruppe  gehört,  der  weiterhin  aus  politischen  Gründen  von  staatlichen  Behörden  ausgehende  Verfolgung  droht.  Angesichts  der  Inhaftierung  und  der  zahlreichen  Behelligungen,  die  der  Beschwerdeführer  in  der  Vergangenheit  bereits  erlebt  hat,  ist  seine  Furcht vor weiterer Verfolgung begründet und objektiv nachvollziehbar. 6.  Gemäss  Art. 53  AsylG wird  Flüchtlingen  die  Asylgewährung  verweigert,  wenn sie wegen verwerflicher Handlungen des Asyls unwürdig sind oder  wenn sie die  innere oder äussere Sicherheit der Schweiz verletzt haben  oder gefährden.  Nach  konstanter  Praxis  werden  unter  verwerflichen  Handlungen  nach  Art. 53 AsylG diejenigen Delikte verstanden, die als Verbrechen im Sinne  des  Schweizerischen  Strafgesetzbuchs  gelten;  massgeblich  ist  die  abstrakt  beim  betreffenden  Delikt  angedrohte  Strafe  (vgl.  Art.  10  des  Schweizerischen  Strafgesetzbuchs  vom  21. Dezember  1937  [StGB,  SR  311.0]). Ist eine Person asylunwürdig im Sinne von Art. 53 AsylG, wird ihr  trotz  Vorliegens  der  Flüchtlingseigenschaft  kein  Asyl  gewährt.  Im  Falle  eines  Asylgesuches  aus  dem  Ausland  wird  bei  zu  bejahender  Asylunwürdigkeit  das  Asylgesuch  abgewiesen  und  die  Einreise  ist  zu  verweigern (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E­8127/2008 vom  12. Mai 2011). Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  sich  geweigert  zu  haben,  an  Kampfhandlungen  teilzunehmen. Er hat sich zwar  für die LTTE betätigt, 

E­2185/2011 jedoch  ausschliesslich  als  [Tätigkeit]  gearbeitet;  wie  oben  dargelegt,  besteht keine Veranlassung, an der Glaubhaftigkeit seiner Darstellungen  zu zweifeln. In [seiner Tätigkeit], unabhängig davon, ob dies für die LTTE  geschehen  ist,  ist  keine  verwerfliche  Tat  im  Sinne  der  obenstehenden  Erwägungen  ersichtlich;  dass  der  Beschwerdeführer  je  an  Aktionen  der  LTTE  beteiligt  gewesen  wäre,  die  als  verwerfliche  Handlungen  einzustufen  wären,  geht  aus  den  Akten  nicht  hervor.  Der  Beschwerdeführer ist somit nicht asylunwürdig. 7.  7.1.  Nach  dem  Gesagten  ist  erstellt,  dass  der  Beschwerdeführer  und  seine  Familie  in  ihrer  aktuellen  Situation  begründete  Furcht  haben,  zukünftigen  Nachteilen  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  ausgesetzt  zu  sein.  Angesichts  der  dargelegten  Gefährdung  ist  dem  Beschwerdeführer  der  weitere  Verbleib  in  seiner  Heimat  im  Sinne  von  Art.  20  Abs. 2  AsylG  unzumutbar. Nachdem eine Asylunwürdigkeit nicht zu bejahen ist, ist ihm  demnach die Einreise in die Schweiz zu bewilligen. 7.2.  Demzufolge  ist  die  Beschwerde  gutzuheissen  und  die  Verfügung  des  BFM  vom  25.  Februar  2011  aufzuheben.  Zum  jetzigen  Zeitpunkt  erfüllt  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  da  er  sich  in  seinem Heimatstaat  befindet  (vgl.  EMARK  1997  Nr.  15  E.  2.c  S.  130).  Dem  Beschwerdeführer  ist  zwecks  Anerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft die Einreise in die Schweiz zu bewilligen.  8.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  keine  Kosten  aufzuerlegen  (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 9.  Da  der  Beschwerdeführer  im  Beschwerdeverfahren  nicht  anwaltlich  vertreten  wurde,  ist  nicht  davon  auszugehen,  ihm  seien  durch  die  Beschwerdeführung  Kosten  erwachsen.  Daher  ist  ihm  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (vgl.  Art.  64  Abs.  1  VwVG  sowie  Art. 7 ff.  des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).

E­2185/2011 10.  Abschliessend  gilt  es  zu  bemerken,  dass  das  BFM  lediglich  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  behandelt  hat.  Aus  dem  ersten  schriftlichen Asylgesuch, der mündlichen Anhörung und seinen weiteren  Eingaben  geht  jedoch  klar  hervor,  dass  der  Beschwerdeführer  um  Einreisebewilligung  und Asylgewährung  für  sich  und  seine Frau  [Name]  und  sein  Kind  [Name]  ersuchte;  es  wurden  für  diese  Personen  auch  Kopien  ihrer Ausweispapiere zu den Akten gereicht.  In der Eingabe des  Beschwerdeführers  vom  9.  November  2010  (Eingang  bei  der  Schweizerischen Botschaft, vgl. A9) wird sodann [ein weiteres Kind] des  Beschwerdeführers  erwähnt.  Das  Bundesamt  ist  demnach  anzuweisen,  die  Einreise­  und  Asylgesuche  der  Frau  und  des  Kindes  (beziehungsweise der Kinder) ohne Verzug an Hand zu nehmen.

E­2185/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 2.  Die Verfügung des BFM vom 25. Februar 2011 wird aufgehoben und das  BFM angewiesen, dem Beschwerdeführer zwecks Anerkennung der  Flüchtlingseigenschaft die Einreise in die Schweiz umgehend zu  bewilligen.  3.  Das BFM wird zudem angewiesen, die Einreise­ und Asylgesuche der  Ehefrau des Beschwerdeführers, [Name], und seines Kindes, [Name],  (beziehungsweise seiner Kinder) ohne Verzug an Hand zu nehmen. 4.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 5.  Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet 6.  Dieses Urteil  geht  den Beschwerdeführer,  die Schweizerische Botschaft  in Colombo und das BFM. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Sarah Diack Versand:

E-2185/2011 — Bundesverwaltungsgericht 20.07.2011 E-2185/2011 — Swissrulings