Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 03.11.2011 D-5809/2011

November 3, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,038 words·~5 min·2

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2011, D-2131/2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­5809/2011 Urteil   v om   3 .   No v embe r   2011 Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz), Richter Daniel Willisegger, Richter Martin Zoller,    Gerichtsschreiber Stefan Weber. Partei A._______, geboren X._______, Afghanistan, vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther, Rechtsanwalt, Gesuchsteller,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern.    Gegenstand Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom  19. September 2011, D­2131/2011.

D­5809/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  30.  März  2011  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das Asylgesuch  des Gesuchstellers  vom 12. Dezember  2010 nicht eintrat, die Wegweisung nach Griechenland verfügte und ihn –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  gegen  diese  Verfügung  erhobene  Beschwerde  vom  11. April  2011  mit  Urteil  des  vom  19. September  2011  abwies  und  in  der  Urteilsbegründung  festhielt,  ein  Wegweisungsvollzug nach Griechenland sei zwar gemäss dem Urteil des  Europäischen  Gerichtshofs  für  Menschenrechte  (EGMR)  M.M.S.  gegen  Belgien und Griechenland vom 21. Januar 2011 grundsätzlich unzulässig, dass  jedoch  nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  (Urteil D­2076/2010 vom 16. August 2011) ein Wegweisungsvollzug nach  Griechenland in besonderen Fällen ausnahmsweise zulässig sei und die  Voraussetzungen im Falle des Gesuchstellers gegeben seien, zumal er in  Griechenland nach einem Aufenthalt von 20 Tagen eine  rote Karte, d.h.  eine  Aufenthaltsbewilligung  für  Griechenland  erhalten  habe,  mit  der  automatisch  auch  eine  Arbeitsbewilligung  verbunden  gewesen  sei,  er  ebenso  einen  griechischen  Führerschein  erlangt  habe,  sehr  gut  Griechisch spreche und in einer Gastwirtschaft gearbeitet habe, weshalb  nicht  davon  auszugehen  sei,  er  könnte  nach  seiner  Rückkehr  in  eine  existenzielle Notlage geraten, dass  er  sich  in Griechenland  über  (...)  Jahre  aufgehalten  habe  und  der  einzige Ausreisegrund  die mangelhafte Sicherheitslage  gewesen  sei,  er  jedoch  (nötigenfalls)  den  Schutz  der  griechischen  Behörden  gegenüber  kriminellen Drittpersonen in Anspruch nehmen könne, dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 21. Oktober 2011 (Faxeingang  und Poststempel) ein Revisionsgesuch einreichte und beantragte, es sei  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  19.  September  2011  (D­2131/2011)  aufzuheben  und  das  Beschwerdeverfahren  wieder  aufzunehmen, dass  die Verfügung  des BFM  vom 30. März  2011  aufzuheben  und  das  Amt  anzuweisen  sei,  sein Recht  zum Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für das Asylgesuch zuständig zu erklären,

D­5809/2011 dass  die  unentgeltliche  Rechtspflege  zu  gewähren  und  demzufolge  auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass  dem  vorliegenden  Gesuch  die  aufschiebende Wirkung  zu  erteilen  sei  und  die  zuständigen  kantonalen  Behörden  im  Sinne  einer  superprovisorischen  Massnahme  anzuweisen  seien,  bis  zum  Entscheid  über  die  aufschiebende  Wirkung  von  jeglichen  Vollzugsmassnahmen  Abstand zu nehmen, dass  der  Gesuchsteller  gestützt  auf  Art.  121  Bst.  d  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  zur  Begründung  des  Revisionsgesuches  vorbrachte,  das  Bundesverwaltungsgericht  habe  seine  Beschwerde mit  der  Behauptung  abgewiesen, dass es sich bei der roten Karte, in deren Besitz er gewesen  sei, um eine Aufenthaltsbewilligung für Griechenland handle, dass  sich  aus  diversen  Berichten  sowie  aus  dem  vom  Bundesverwaltungsgericht  zitierten  Urteil  des  EGMR  ergebe,  dass  es  sich bei der roten Karte – analog zum schweizerischen N­Ausweis – nicht  um  eine  Aufenthaltsbewilligung,  sondern  lediglich  um  ein  erneuerbares  Ausweisdokument für Asylsuchende handle, dass in der Nichtberücksichtigung dieser Tatsache der geltend gemachte  Revisionsgrund bestehe, dass  er  schon  in  seiner  Befragung  zur  Person  im  Empfangszentrum  angeführt  habe,  dass  es  sich  bei  der  roten  Karte  um  eine  "Art"  Aufenthaltsbewilligung handle und er mit dieser Karte habe arbeiten und  einen  Führerschein  erwerben  können,  was  sich  mit  den  Darstellungen  diverser Berichte zum griechischen Asylsystem decke, dass  bereits  eine  kurze  Internetrecherche  ergebe,  dass  es  sich  bei  der  roten Karte um ein Ausweisdokument für Asylsuchende handle, was vom  Bundesverwaltungsgericht  im  angefochtenen  Entscheid  nicht  berücksichtigt  worden  sei,  da  sich  dieses  fälschlicherweise  auf  den  Standpunkt gestellt habe, er sei im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung für  Griechenland,  weshalb  sich  die  Nichtberücksichtigung  dieser  Tatsache  auf den Inhalt der aktenkundigen Tatsache und nicht auf deren rechtliche  Würdigung beziehe, dass weiter die versehentlich nicht berücksichtigte Tatsache als erheblich  zu erachten ist, da er mit der fraglichen roten Karte in Griechenland über 

D­5809/2011 keinen gesicherten Aufenthalt  verfüge, der  ihn vor einer Rückschiebung  nach Afghanistan oder in die Türkei schützen würde, was angesichts der  gegenwärtigen  Lage  in  seiner  Heimat  Afghanistan  –  auch  nach  Einschätzung  des  Bundesverwaltungsgerichts  –  als  unzumutbar  zu  erachten sei, dass  das  Bundesverwaltungsgericht mit  Telefax  vom  21.  Oktober  2011  den  Vollzug  der  Wegweisung  gestützt  auf  Art.  112  AsylG  per  sofort  aussetzte, dass  der  Gesuchsteller  mit  Eingabe  vom  31.  Oktober  2011  die  Einreichung  von  Akten  betreffend  sein  in  Griechenland  laufendes  Asylverfahren  auf  einen  unbestimmten  Zeitpunkt  in  Aussicht  stellte  und  gleichzeitig  ersuchte,  es  sei mit  der Urteilsfindung  bis mindestens Mitte  November 2011 zuzuwarten, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  Art.  105  AsylG  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig  (vgl.  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  BGG)  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende Person Schutz sucht, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  ausserdem  für  die  Revision  von  Entscheiden  zuständig  ist,  die  es  in  seiner  Funktion  als  Beschwerdeinstanz  gefällt  hat  (vgl.  BVGE  2007/21  E.  2.1  S.  242,  mit  Hinweisen), dass  gemäss  Art.  45  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (VGG,  SR  173.32)  für  die  Revision  von  Urteilen  des  Bundesverwaltungsgerichts die Art. 121­128 BGG sinngemäss gelten, dass  gemäss  Art.  47  VGG  auf  Inhalt,  Form  und  Ergänzung  des  Revisionsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet, dass  vorliegend  – mit  Blick  auf  die  Eintretensfrage  –  der Gesuchsteller  am  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  teilgenommen  hat,  durch  das  angefochtene  Urteil  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat,  womit  die  Legitimation  gegeben  ist  (vgl.  analog  Art.  48  Abs.  1  VwVG;  URSINA  BEERLI­BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),

D­5809/2011 dass sich der Gesuchsteller auf das Vorliegen des Revisionsgrundes von  Art.  121  Bst.  d  BGG  beruft  und  dieser  Revisionsgrund  innert  der  in  Art. 124 BGG genannten Frist geltend gemacht wird, dass die Revisionseingabe zudem die Begehren für den Fall eines neuen  Beschwerdeentscheides enthält (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG), dass somit  auf das  frist­  und  formgerecht eingereichte Revisionsgesuch  einzutreten ist, dass  mit  dem  ausserordentlichen  Rechtsmittel  der  Revision  die  Unabänderlichkeit  und  Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen  Beschwerdeentscheides  angefochten  wird,  damit  in  der  Sache  neu  entschieden  werden  kann  (vgl.  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI,  Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269), dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus den  in Art. 121­123 BGG genannten Gründen in Revision zieht (Art. 45 VGG), dass  die  Revision  eines  Urteils  des  Bundesverwaltungsgerichts  unter  anderem  dann  verlangt  werden  kann,  wenn  das  Gericht  in  den  Akten  liegende  erhebliche  Tatsachen  aus  Versehen  nicht  berücksichtigt  hat  (Art. 121 Bst. d BGG), dass die Revision demgegenüber nicht aus einem Grund verlangt werden  kann,  der  schon  im  ordentlichen  Beschwerdeverfahren  hätte  geltend  gemacht werden können (vgl. Art. 46 VGG), dass ein Versehen nach dem Verständnis von Art. 121 Bst. d BGG dem  Gericht  erst  dann  unterlaufen  ist,  wenn  seine  Feststellung  darauf  zurückzuführen  ist,  dass  es  eine  bestimmte  Aktenstelle  unabsichtlich  ausser  Acht  gelassen  oder  unrichtig,  d.h.  nicht  in  ihrer  wahren Gestalt,  insbesondere  nicht  mit  ihrem  richtigen  Wortlaut  wahrgenommen  hat  beziehungsweise  das  Gericht  das  Aktenstück  bei  der  Bildung  seiner  Überzeugung  auch  nicht  sinngemäss  einbezogen  hat,  dieses  mithin  in  den  Akten  unentdeckt  geblieben  oder  vergessen  worden  ist,  sich  die  derart  unberücksichtigt  gebliebene  Tatsache  aus  Vorbringen  der  Parteien,  der  Zeugen,  der Sachverständigen  oder  aus  den Akten  ergibt  und sich die Nichtberücksichtigung auf den Inhalt der Tatsache, nicht auf  deren rechtliche Würdigung bezieht, dass eine versehentlich nicht berücksichtigte Tatsache sodann nur unter  der  Voraussetzung  ihrer  Erheblichkeit  zur  Revision  führt,  was  bedingt, 

D­5809/2011 dass der angefochtene Entscheid anders hätte ausfallen müssen, wenn  die  Tatsache,  deren  Ausserachtlassung  gerügt  wird,  berücksichtigt  worden  wäre  (vgl.  HANSJÖRG  SEILER/NICOLAS  VON  WERDT/ANDREAS  GÜNGERICH,  Bundesgerichtsgesetz  (BGG):  Bundesgesetz  über  das  Bundesgericht,  Handkommentar,  Bern  2007,  Art. 121  Rz.  27­30;  KARL  SPÜHLER/ANNETTE  DOLGE/DOMINIK  VOCK,  Kurzkommentar  zum  Bundesgerichtsgesetz  [BGG],  Zürich/St.  Gallen  2006,  Art.  121  Rz. 4;  BGE 122 II 17 E. 3 S. 18 f.), dass diese Voraussetzungen vorliegend klarerweise nicht erfüllt sind, da  sich das Bundesverwaltungsgericht  in seinem Urteil  vom 19. September  2011  mit  der  in  den  vorinstanzlichen  Akten  enthaltenen  Aussage  des  Gesuchstellers, wonach er in Griechenland eine rote Karte, d.h. eine (Art)  Aufenthaltsbewilligung  für  Griechenland  erhalten  habe,  befasste  und  diesen Umstand im Rahmen seiner Meinungsbildung miteinbezog, dass  aus  den  Ausführungen  im  angefochtenen  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  offensichtlich  zu  erkennen  ist,  dass  der  Aufenthalt  des  Gesuchstellers  als  Asylsuchender  in  Griechenland  dem  Bundesverwaltungsgericht bekannt war, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  darin  überdies  auf  die  Rechtsprechung  in  seinem  Urteil  D­2076/2010  vom  16. August  2011  einging,  die  sich mit  dem Urteil  des  EGMR M.M.S.  gegen  Belgien  und  Griechenland vom 21. Januar 2011 auseinandersetzte, woraus ersichtlich  wird,  dass  es  sich  bei  der  "roten  Karte"  um  ein  von  den  griechischen  Behörden ausgestelltes Ausweisdokument für Asylbewerber handelt, dass  daher  keine  Hinweise  bestehen,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  angefochtenen  Urteil  eine  aktenkundige  erhebliche  Tatsache  unberücksichtigt  gelassen  hätte,  zumal  es  auch  keine  rechtsvergleichenden  Erörterungen  zu  Unterschieden  einer  schweizerischen  Aufenthaltsbewilligung  und  der  aus  der  roten  Karte  fliessenden Aufenthaltsberechtigung in Griechenland anstellte, dass  –  selbst  im  Falle  einer  versehentlichen  Nichtberücksichtigung –  unter  dem  Aspekt  der  Erheblichkeit  ohnehin  keine  revisionsrechtlichen  Erfolgsaussichten  bestehen,  da  der  Gesuchsteller  im  Verlaufe  des  ordentlichen  Verfahrens  selber  angab,  keine  aufenthaltsrechtlichen  Probleme oder Befürchtungen in Griechenland gehabt zu haben (vgl. act.  A6/12,  S. 8),  und  für  die  Bejahung  der  Zulässigkeit  eines  Wegweisungsvollzugs  nach  Griechenland  nach  der  erwähnten 

D­5809/2011 Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  eine  Aufenthaltsbewilligung  im  weiten  Sinne  genügt,  worunter  auch  die  in  Frage  stehende  "rote  Karte"  subsumiert  werden  kann  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­2076/2010  vom  16. August  2011  E.  4.1.3  S. 29), dass  bei  dieser  Sachlage  die  Einreichung  der  auf  einen  unbestimmten  Zeitpunkt  in Aussicht gestellten griechischen Asylakten nicht abgewartet  zu werden braucht (antizipierte Beweiswürdigung; BVGE 2008/24 E. 7.2;  EMARK 2003 Nr.  13 S.  84; FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983,  S.  274),  weshalb  die  entsprechende  Beweisofferte  abzuweisen ist, dass unter diesen Umständen auch keine Veranlassung besteht, mit der  Urteilsfindung bis mindestens Mitte November 2011 zuzuwarten, dass  zusammenfassend  das  Revisionsgesuch  mangels  Erfüllung  des  angerufenen Revisionstatbestandes von Art. 121 Bst. d BGG abzuweisen  ist, dass  sich  das  Revisionsgesuch  vom  21.  Oktober  2011  aufgrund  vor­ stehender Erwägungen als aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um  Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist (vgl. Art. 65  Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 68 Abs. 2 VwVG), dass aufgrund des Entscheids in der Hauptsache das Gesuch um Erlass  des Kostenvorschusses sowie das sinngemässe Gesuch um Anordnung  einer vorsorglichen Massnahme gegenstandslos geworden sind, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  1'200.–  (Art. 16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Gesuchsteller  aufzuerlegen  sind  (Art.  37 VGG  i.V.m. Art.  63 Abs.  1 und 5 VwVG und  Art. 68 Abs. 2 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­5809/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'200.–  werden  dem  Gesuchsteller  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Gesuchsteller,  das  BFM  und  die  zuständige  kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Stefan Weber Versand:

D-5809/2011 — Bundesverwaltungsgericht 03.11.2011 D-5809/2011 — Swissrulings