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Bundesverwaltungsgericht 18.01.2012 D-20/2012

January 18, 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,035 words·~5 min·3

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 21. Dezember 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­20/2012 Urteil   v om   1 8 .   J a nua r   2012 Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis, mit Zustimmung von Richter Hans Schürch,   Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz. Parteien A._______, geboren am (…), Tschad,   vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, (…) Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 21. Dezember  2011 / N (…).

D­20/2012 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  der  Beschwerdeführer  –  von  Italien  her  kommend  –  am  2.  Dezember 2011 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung  im Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  B._______  vom  12.  Dezember  2011  im  Wesentlichen  geltend machte,  er  habe  sein  Heimatland  im  Jahre  2008  verlassen,  da  es  in  seinem  Dorf  Unruhen  gegeben  habe,  die  durch  Spannungen  zwischen der Regierung und deren Opposition  entstanden  seien,  dass  er  von C._______ mit  einem Auto  bis D._______ und  schliesslich  mit einem anderen Fahrzeug via E._______ nach F._______ gelangte, dass  der  Beschwerdeführer  am  6.  Juli  2011  in  Italien  um  Asyl  nachsuchte, dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  auf  das  Protokoll  bei  den  Akten  verwiesen wird (vgl. Akten der Vorinstanz A8),  dass  das  BFM  aufgrund  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  und  dessen  Daktyloskopierung  in  Italien  am  6. Dezember  2011  ein  Übernahmeersuchen an die italienischen Behörden stellte,  dass  dem  Beschwerdeführer  am  12.  Dezember  2011  das  rechtliche  Gehör gewährt wurde, und er dabei geltend machte, man habe  ihm als  beinamputierten  Verletzten  in  Italien  keine  geeignete  Unterkunft  zugewiesen,  dass er darin weiter geltend machte, dass er  zwar medizinisch versorgt  worden  sei,  jedoch  kein  Geld  gehabt  habe,  sich  eine  G._______  zu  kaufen, dass  die  italienischen  Behörden  am  19.  Dezember  2011  das  Übernahmeersuchen guthiessen, dass das BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch mit Verfügung  vom  21. Dezember  2011  –  eröffnet  am  27. Dezember  2011  –  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach  Italien  und  den 

D­20/2012 Wegweisungsvollzug  anordnete  und  gleichzeitig  feststellte,  dass  einer  allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme,  dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  Italien  sei  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA], SR 0.142.392.689)  und das Übereinkommen  vom 17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung  und Entwicklung des Schengen­Besitzstands und über die Kriterien und  Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags  (Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004,  SR 0.362.32)  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig  und  Italien  der  Übernahme  des Beschwerdeführers  am 19. Dezember  2011 gemäss Art.  16 Abs.  1  Bst.  c  der  Verordnung  (EG)  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO) zugestimmt habe, dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder  Verlängerung  gemäss Art. 19  f. Dublin­II­VO –  bis  am 19. Juni  2012  zu  erfolgen habe, dass daher auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einzutreten  und dessen Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei,  dass  er  in  einen  Drittstaat  reisen  könne,  in  dem  er  Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 1  AsylG  fände,  weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaats  nicht  zu  prüfen  sei,  und  ferner  für  den  Fall  einer Rückkehr  nach  Italien  keine  Hinweise  auf  eine  Verletzung  von  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) bestehen würden, dass weder die  in  Italien herrschende allgemeine Situation noch andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diesen  Staat sprechen würden, 

D­20/2012 dass  der  Wegweisungsvollzug  zudem  technisch  möglich  und  praktisch  durchführbar sei, dass  der  Beschwerdeführer  dagegen  mit  Eingabe  vom  3. Januar  2012  (vorab  per  Fax;  Poststempel  4.  Januar  2012)  fristgerecht  durch  seine  Rechtsvertreterin  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und  beantragen  liess,  es  sei  die  Verfügung  des  Bundesamtes  aufzuheben  an  das  Amt  anzuweisen,  sein  Recht  zum  Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  das  vorliegende  Asylgesuch  für  zuständig  zu  erklären, dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  beantragen  liess,  es  sei  im  Sinne  vorsorglicher  Massnahmen  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen  und  die   Vollzugsbehörde  anzuweisen,  von  einer  Überstellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht  über  die  vorliegende  Beschwerde entschieden habe, dass  weiter  beantragt  wurde,  es  sei  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses zu verzichten und die unentgeltliche Prozessführung  zu gewähren, dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde  –  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Faxmitteilung  vom  4. Januar  2012 den Vollzug der Wegweisung provisorisch aussetzte,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  16. Januar  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),  dass das Bundesverwaltungsgericht im Bereich des Asyls endgültig über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, SR 173.110]),  dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 

D­20/2012 einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37  VGG und Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG),  dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten  Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend  – wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2  AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftwechsel  verzichtet wurde,  dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,  dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),  dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  indes  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese  Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von  Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintretensentscheids stellen,  dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

D­20/2012 dass  sich  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  aufgrund  der  Akten  als  zutreffend erweisen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab  auf  die  nicht  zu  beanstandenden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,  dass der vorgängige Aufenthalt in Italien und die Zustimmung Italiens zur  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  aufgrund  der  Aktenlage  feststehen,  dass die  in der Schweiz geltend gemachten Asylgründe daher  in  Italien,  das staatsvertraglich zuständig ist, zu prüfen sein werden,  dass  Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  EMRK  und  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105)  ist, und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen,  wonach  Italien  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot,  halten  würde,  dass  auch  kein  Grund  zur  Annahme  besteht,  Personen,  die  sich  im  Rahmen  eines Asylverfahrens  in  Italien  aufhalten, würden  aufgrund  der  dortigen Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage versetzt,  dass Italien die europäische Aufnahmerichtlinie, laut welcher im Falle von  Asylsuchenden  auch  besondere  Bedürfnisse  mit  einer  entsprechenden  medizinischen Versorgung abzudecken sind, vollständig umgesetzt hat, dass  der  Beschwerdeführer  in  Italien  denn  auch  nachweislich  und  aktenkundig über eine vorläufige Aufenthaltsbewilligung  im Rahmen des  dort  laufenden  Asylverfahrens  sowie  eine  Unterkunft  verfügte  und  er  hinsichtlich  seiner  H._______  und  I._______  in  medizinischer  Behandlung war,  dass somit entgegen der Beschwerdevorbringen nicht davon auszugehen  ist,  das  BFM  hätte  Veranlassung  zu  einem  Selbsteintritt  (Art. 3  Abs. 2  Dublin­II­VO) gehabt,  dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

D­20/2012 dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt  ­  entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG  steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach  der Zulässigkeit  und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs  regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheids ist, und hier nicht mehr zu prüfen ist,  dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in  einem  Dublin­Verfahren  nicht  unter  dem  Aspekt  der  vorläufigen  Aufnahme  gemäss  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  stellt,  sondern  eine  entsprechende  Prüfung,  soweit  notwendig,  vielmehr  bereits  im  Rahmen  der  Entscheidfindung  hinsichtlich  der  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende  Erwägungen),  dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom  BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist,  dass  es  dem  BFM  anheimgestellt  ist,  den  speziellen  medizinischen  Umständen des Beschwerdeführers Rechnung zu tragen und eine allfällig  bereits begonnene J._______ in der Schweiz (vgl. Schreiben des SWICA  Gesundheitszentrums  vom 23. Dezember  2011)  bei  der  Ansetzung  des  Vollzugs der Überstellung nach Italien zu berücksichtigen, dass  die  Beschwerde  aufgrund  obiger  Erwägungen  als  aussichtslos  zu  qualifizieren  ist  und  daher  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG –  ungeachtet  der  allfälligen  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers –  abzuweisen ist, dass  bei  diesem Ausgang  des Verfahrens  dessen Kosten  von  Fr. 600.­  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 

D­20/2012 Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite

D­20/2012 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30 Tagen  nach  Versand  des  vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die  Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Contessina Theis Bettina Schwarz Versand:

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