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Bundesverwaltungsgericht 29.02.2012 D-1061/2012

February 29, 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·953 words·~5 min·4

Summary

Flughafenverfahren (Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung) | Flughafenverfahren (Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung); Verfügung des BFM vom 23. Februar 2012

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­1061/2012 Urteil   v om   2 9 .   Februar   2012 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), und deren Kinder B._______, geboren (…), alias B._______, geboren (…), C._______, geboren (…), alias C._______, geboren (…), Aegypten,  (…), Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Flughafen­ und Dublinverfahren); Verfügung des BFM vom 23. Februar 2012 / N .

D­1061/2012 Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), der  Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, SR 142.311), des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht  (BGG,  SR 173.110), des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische  Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101), des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105), des  Abkommens  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]),

D­1061/2012 der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO), der Verordnung (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September  2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin­II­VO (DVO Dublin), des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2), stellt fest, dass  die  Beschwerdeführerin  mit  ihren  beiden  Kindern  am  4.  Februar  2012  im  Flughafen  M._______  ein  Asylgesuch  einreichte  und  am  6.  Februar 2012 summarisch befragt wurde, wobei ihr das rechtliche Gehör  zur  Zuständigkeit  Spaniens  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  gemäss  Dublin­II­VO,  zum  Nichteintretensentscheid  gemäss  Art.  34  Abs.  2  Bst  d  AsylG  sowie  zur  Wegweisung nach Spanien gewährt wurde, dass  das  BFM  am  8.  Februar  2012  die  spanischen  Behörden  um  Übernahme der Beschwerdeführenden im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Dublin­ II­VO  ersuchte,  und  die  spanischen  Behörden  dieses  Gesuch  am  22.  Februar 2012 guthiessen, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23.  Februar  2012  –  eröffnet  am  gleichen  Tag  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  vom  4.  Februar  2012  nicht  eintrat,  die  Beschwerdeführenden  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  M._______  wegwies,  die  Beschwerdeführenden  –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz spätestens einen Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,  feststellte,  der  Kanton  M._______  sei  verpflichtet,  die  Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  und  den  Beschwerdeführenden  die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

D­1061/2012 dass für die Begründung der Verfügung auf die Akten zu verweisen ist, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 24. Februar 2012 gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und die nachfolgend aufgeführten Anträge stellen liess: die angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und  den Beschwerdeführenden Asyl zu gewähren. Es sei die Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme  der  Beschwerdeführenden  anzuordnen.  Es  sei  ihnen  die  unentgeltliche Rechtspflege  zu  gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu  verzichten.  Eventualiter  sei  die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  wiederherzustellen, dass  die  zuständige  Behörde  ferner  im  Sinne  einer  vorsorglichen  Massnahme anzuweisen sei, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat  sowie  jegliche Weitergabe  von Daten an denselben  zu unterlassen und  die  Beschwerdeführenden  bei  einer  eventuell  bereits  erfolgten  Datenweitergabe in einer separaten Verfügung zu informieren, dass  für  den  Inhalt  der  Beschwerde  auf  die  Akten  zu  verweisen  und,  soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  27.  Februar  2012  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art.  105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass  eine  solche  Ausnahme  in  casu  nicht  vorliegt,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

D­1061/2012 dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung  der Beschwerde  legitimiert sind  (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und  Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde –  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art. 52  VwVG), dass auf die Eventualanträge auf Feststellung der Flüchtlingseigenschaft,  der Gewährung von Asyl und Anordnung der vorläufigen Aufnahme nicht  einzutreten  ist,  da  es  sich  vorliegend  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den zuständigen Dublin­Mitgliedstaat handelt, dass den vorliegenden Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, welche  den  Schluss  zuliessen,  die  Vorinstanz  habe  die  Beschwerdeführenden  betreffende  Daten  bereits  an  den  Heimatstaat  weitergegeben,  weshalb  auf das Begehren, es seien  im Falle einer vorgängigen Weitergabe von  Daten  allfällige  Aktenstücke  den  Beschwerdeführenden  vorzulegen,  mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, dass  gemäss  Art.  107a  AsylG  vorliegend  die  Beschwerde  keine  aufschiebende Wirkung hat,  dass mit dem Urteil  in der Hauptsache das Gesuch um Gewährung der  aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden ist, dass  im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen  ist, ob das  BFM  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  zu Recht  nicht  eingetreten  ist  und  infolgedessen  die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat, dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

D­1061/2012 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  gestützt  auf  die  einleitenden  Bestimmungen  sowie  Art.  1  Abs.  1  DAA  i.V.m. Art.  29a Abs.  1 AsylV 1 die Prüfung der  staatsvertraglichen  Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der  Dublin­II­VO vorzunehmen ist, dass  die  spanische  Botschaft  in  Kairo  den  Beschwerdeführenden  am  12. Januar  2012  ein  vom  28.  Januar  2012  bis  am  18.  Februar  2012  gültiges  Schengen­Einreisevisum  (Typus  C,  1  Einreise  für  7  Tage)  ausstellte  (BzP  Ziff.  2.05  S.  5  und  Ziff.  5.04  S.  10),  welches  die  Beschwerdeführenden benutzten, um von Kairo aus direkt in die Schweiz  zu reisen, dass  die  spanischen Behörden  am  22.  Februar  2012  einer Übernahme  zustimmten (A18/1), dass  das  BFM  bei  dieser  Sachlage  zu  Recht  von  der  Zuständigkeit  Spaniens  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  ausging  (vgl.  Art.  5  Dublin­II­Verordnung i.V.m. Art. 9 Abs. 2 Dublin­II­Verordnung), dass  in der Rechtsmitteleingabe  insbesondere ausgeführt wird, Spanien  werde  der  Beschwerdeführerin  und  ihren  Kindern  niemals  den  gleichen  Schutz angedeihen lassen wie die Schweiz, und die Beschwerdeführerin  wie auch ihre Knaben bräuchten umgehend etwas mehr Stabilität anstelle  eines weiteren Verfahrens in einem anderen Staat, dass  diese  Vorbringen  in  der  Beschwerde  indessen  nicht  zu  einer  veränderten Betrachtungsweise zu führen vermögen,

D­1061/2012 dass  aufgrund  der  festgestellten  Visumserteilung  durch  Spanien  zwingend die Normen des Dublin­Abkommens zur Anwendung kommen, dass  die  oben  genannten  Einwände  an  der  Zuständigkeit  Spaniens  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  nichts  ändern  und  auch  keinen  Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2  Dublin­II­Verordnung, Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) begründen, dass  es  sich  bei  Spanien  nach  wie  vor  um  ein  Land  mit  ausgeprägt  christlichem  Selbstverständnis  handelt,  in  dem  Konvertiten  einen  (mindestens)  gleichwertigen  Schutz  zu  erwarten  haben  wie  in  der  Schweiz, dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der  Schweiz  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­Verordnung)  ersichtlich  sind,  zumal  Spanien Signatarstaat der Flüchtlingskonvention, der EMRK und der FoK  ist, und sich aus den Akten keine konkreten Hinweise ergeben, wonach  Spanien  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten  würde, dass  demzufolge  –  entgegen  der  sinngemässen  Befürchtung  in  der  Beschwerdeschrift  –  nicht  davon  auszugehen  ist,  die  spanischen  Behörden würden sie direkt nach Aegypten überstellen, ohne zuvor  ihre  Asylgesuche zu prüfen, dass  das  BFM  angesichts  der  gesamten  Umstände  zu  Recht  in  Anwendung  von Art.  34 Abs.  2 Bst.  d AsylG  auf  die Asylgesuche  nicht  eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 

D­1061/2012 Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs.  1 AuG, dass  eine  entsprechende Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss, dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach  Spanien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit dem Urteil  in der Hauptsache das Gesuch um Verzicht auf die  Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist, dass  aufgrund  der  Aussichtslosigkeit  der  Beschwerde  das  Gesuch  um  Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  und 2 VwVG abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.–  (Art. 1 ­  3  des Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­1061/2012 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand:

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