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Bundesverwaltungsgericht 07.07.2011 A-120/2011

July 7, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,923 words·~15 min·2

Summary

Energie (Übriges) | Definition und Abgrenzung Übertragungsnetz

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung I A­120/2011 Urteil   v om   7 .   Juli   2011   Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richter Markus Metz, Richter Jérôme Candrian,    Gerichtsschreiberin Yvonne Wampfler Rohrer. Parteien BKW Übertragungsnetz AG, Viktoriaplatz 2, 3000 Bern 25,   vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Jürg Borer und lic. iur.  David Mamane, Löwenstrasse 19, Postfach 1876,  8021 Zürich, Beschwerdeführerin,  gegen swissgrid ag, Dammstrasse 3, Postfach 22, 5070 Frick,   Beschwerdegegnerin,  und  Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom,  3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Definition und Abgrenzung Übertragungsnetz.

A­120/2011 Sachverhalt: A.  Am  1.  Juni  2010  stellte  die  swissgrid  ag  bei  der  Eidgenössischen  Elektrizitätskommission  (ElCom)  ein  Feststellungsbegehren  betreffend  Defini­tion und Abgrenzung des Übertragungsnetzes. Sie beantragte, es  sei  festzustellen,  dass  das  gesamte  220/380­kV­Netz  als  Übertragungsnetz gelte  (mit den von swissgrid  in den Beilagen 3 und 7  definierten Abgrenzungen und Ausnahmen) und das Eigentum daran auf  die nationale Netzgesellschaft (swissgrid ag) zu übertragen sei. B.  Das Fachsekretariat der ElCom eröffnete am 5. Juli 2010 das Verfahren  und lud als weitere Verfahrensbeteiligte alle Übertragungsnetzeigentümer  zur Stellungnahme ein. C.  Am  9.  Juli  2010  reichte  die Nordostschweizerische Kraftwerke Grid  AG  (nachfolgend:  NOK  Grid  AG)  ebenfalls  ein  Feststellungsbegehren  betreffend  Definition  und  Abgrenzung  Übertragungsnetz  bei  der  ElCom  ein.  Sie  beantragte,  dass  das Übertragungsnetz  aufgrund  einer  an  den  Funktionen  ausgerichteten  Betrachtungsweise  vom  Verteilnetz  abzugrenzen  sei.  Das  Feststellungsbegehren  der  swissgrid  ag  mit  der  spannungsbasierten Zuordnung sei abzuweisen. D.  Die Anträge der swissgrid ag und der NOK Grid AG zeigten, dass bei der  Abgrenzung  des  Übertragungsnetzes  vom  Verteilnetz  grundsätzlich  entweder  ein  spannungsbasierter  Ansatz  oder  ein  funktionaler  Ansatz  verfolgt  werden  konnte.  Von  den  weiteren  Verfahrensbeteiligten  unterstützten einige die Ansicht der swissgrid ag, andere schlossen sich  der  Auffassung  der  NOK  Grid  AG  an.  Einige  Verfahrensbeteiligte  brachten  in  Bezug  auf  ihre  Leitungen  in  ihrem  Eigentum  eigene  Vorschläge  vor.  Mehrere  Verfahrensbeteiligte  hatten  zu  den  Feststellungsbegehren  der  swissgrid ag  und  der  NOK  Grid  AG  keine  Stellungnahme eingereicht. E.  Mit Verfügung vom 11. November 2010 erklärte die ElCom grundsätzlich  den  spannungsbasierten  Ansatz  als  gesetzeskonform  und  bestimmte,  dass  alle  vermaschten  Leitungen  mit  Nebenanlagen  auf  der  Spannungsebene  220/380  kV  zum  Übertragungsnetz  gehörten.  Nebst 

A­120/2011 hier  nicht  interessierenden  weiteren  Präzisierungen  schloss  sie  die  Stichleitungen als nicht zum Übertragungsnetz gehörend aus. F.  Mit Eingabe vom 7. Januar 2011 erhebt die BKW Übertragungsnetz AG  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  gegen  die  Verfügung  der  ElCom  (nachfolgend:  Vorinstanz)  vom  11.  November  2010  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragt,  es  sei  festzustellen,  dass  alle  Stichleitungen,  welche  auf  der  Spannungsebene  220/380  kV  betrieben  werden  und  Versorgungscharakter  haben,  Teil  des Übertragungsnetzes  seien und auf die swissgrid ag zu überführen seien. Zur  Begründung  führt  die  Beschwerdeführerin  im Wesentlichen  an,  das  Verfügungsdispositiv verwende zur Definition des relevanten Begriffs des  Übertragungsnetzes  zahlreiche  unbestimmte  Begriffe,  welche  eine  eindeutige Zuordnung verunmöglichen würden. Mangels Verfügung einer  verständlichen und nachvollziehbaren Definition der Begriffe Stichleitung  und  Vermaschung  sei  das  Dispositiv  bezüglich  der  Stichleitungen  nicht  unmissverständlich,  so  dass  der  Rechtsunterworfene  nicht  eindeutig  ableiten  könne,  wie  eine  spezifische  Leitung  zu  qualifizieren  sei.  Die  entsprechende  Verfügung  sei  demnach  schon  aus  formellen  Gründen  untauglich und aufzuheben bzw. klarer zu definieren. In materieller Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, die Vorinstanz  führe ein zusätzliches Kriterium zur Abgrenzung des Übertragungsnetzes  vom  Verteilnetz  ein:  Das  Übertragungsnetz  müsse  "vermascht"  sein,  damit  es  als  Übertragungsnetz  qualifiziert  werden  könne.  Die  Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, es handle sich hierbei um eine  Bedingung, die weder dem Wortlaut oder dem Sinn des Gesetzes, noch  dem  Willen  des  Gesetzgebers  entnommen  werden  könne.  Diese  Auslegung  von  Art. 4  Abs.  1  Bst.  h  des  Bundesgesetzes  über  die  Stromversorgung  vom  23.  März  2007  (Stromversorgungsgesetz,  StromVG,  SR 734.7)  sei  somit  gesetzeswidrig.  Dies  zeige  sich  auch  daran,  dass  bezüglich  der  grenzüberschreitenden  Leitungen  gerade  wieder  auf  die  Voraussetzung  der  Vermaschung  verzichtet  werde,  und  dass  bezüglich  vermaschter  Versorgungs­Stichleitungen  trotzdem  keine  Zugehörigkeit  zum  Übertragungsnetz  bestehen  solle.  Somit  erfolge  die  Anwendung der Definition auch uneinheitlich und willkürlich. Bezüglich der Frage, ob Stichleitungen, und insbesondere Stichleitungen  mit Versorgungscharakter, Teil des Übertragungsnetzes bilden, stelle die 

A­120/2011 Vorinstanz  sodann  darauf  ab,  welche  Funktion  diese  Stichleitungen  haben. Die Vorinstanz führe bezüglich der Stichleitungen aus, dass diese,  unabhängig  von  deren  Betrieb  auf  der  Spannungsebene  220/380 kV,  primär dem Abtransport bzw. der "Versorgung" dienen würden und somit  nicht Bestandteil  des Übertragungsnetzes  seien.  Insofern Stichleitungen  einen  Versorgungscharakter  haben,  seien  sie  jedoch  aufgrund  der  Gesetzesauslegung  korrekterweise  als  Teil  des  Übertragungsnetzes  zu  qualifizieren. Auch  bezüglich  der  einzelnen  betroffenen  BKW­Leitungen  sei  die  Verfügung  gesetzeswidrig  bzw.  willkürlich:  Bei  der  Versorgungs­ Stichleitung "Mühleberg­Galmiz/Kerzers" handle es sich um eine doppelt  geführte  Stichleitung,  welche  selbst  nach  der  Interpretation  der  Vorinstanz  zum  Transit  geeignet  und  somit  –  im  Sinn  von  Ziff.  1  des  Dispositivs  der  angefochtenen  Verfügung  –  dem  Übertragungsnetz  zugerechnet  werden  müsse.  Die  Leitung  "Innertkirchen­Wattenwil"  sei  zwar nicht doppelt geführt, diene aber aufgrund der Verbindung mit dem  unterliegenden  132  kV  Netz  indirekt  ebenfalls  dem  Transit  bzw.  dem  Verbund mit dem Ausland. Aus Rz 152 ff. der angefochtenen Verfügung  ergebe sich, dass grenzüberschreitende Leitungen – auch  tiefer als 220  kV  –  dem  Übertragungsnetz  zugerechnet  werden  können.  Aufgrund  dieses  Transit­  bzw.  grenzüberschreitenden  Charakters  der  Leitung  "Innertkirchen­Wattenwil"  sei  eine  Zurechnung  dieser  Leitung  zum  Übertragungsnetz sachgerecht. Bei den betroffenen BKW­Stichleitungen  handle  es  sich  im  Übrigen  um  Leitungen,  welche  für  die  Beschwerdegegnerin  im Rahmen des gesetzlichen Versorgungsauftrags  notwendig  seien  bzw.  welche  innerhalb  der  nächsten  Jahre  ausgebaut  würden, so dass sie mittelfristig auch die von der Vorinstanz aufgestellte  (grundsätzlich  unzutreffende  und  inkonsistent  angewendete)  Bedingung  der Vermaschung erfüllen würden. Schliesslich verstosse die angefochtene Verfügung u.a. auch gegen das  Verhältnismässigkeits­  und  das  Gleichbehandlungsprinzip.  Durch  die  angefochtene  Verfügung  würden  der  Beschwerdeführerin  unverhältnismässige  Kosten  und  Aufwendungen  entstehen,  insbesondere,  weil  die  betroffenen  BKW­Stichleitungen  in  wenigen  Jahren wieder auf die Beschwerdegegnerin übertragen werden müssten.  Die angefochtene Verfügung  führe  zudem zu einer Ungleichbehandlung  bzw.  Diskriminierung  der  Endverbraucher  an  den  betroffenen  BKW­ Stichleitungen.

A­120/2011 G.  Die  Beschwerdegegnerin  beantragt  in  der  Beschwerdeantwort  vom  19. April 2011 die Gutheissung der Beschwerde.  Zur  Begründung  bringt  sie  im  Wesentlichen  vor,  die  Unterscheidung  zwischen  Stichleitungen  mit  Versorgungscharakter  als  Bestandteil  des  Übertragungsnetzes  und  Stichleitungen,  welche  dem  Abtransport  der  erzeugten  Energie  von  Kraftwerken  dienen  und  damit  nicht  zum  Übertragungsnetz  gehören  würden,  liege  ihrem  Feststellungsbegehren  vom 1. Juni 2010 an die Vorinstanz zu Grunde. Darin werde genau diese  Unterscheidung getroffen. Folgerichtig pflichte sie dem Hauptantrag und  dem  Eventualantrag  der  Beschwerdeführerin  bei.  Sie  habe  bereits  im  Feststellungsbegehren an die Vorinstanz ausdrücklich festgehalten, dass  die  Leitung  Innertkirchen­Wattenwil  (220  kV)  zum  Übertragungsnetz  gehöre.  Das  gelte  auch  für  die  Leitung Mühleberg­Galmiz/Kerzers  (220  kV). H.  Die Vorinstanz beantragt  in  ihrer Stellungnahme vom 19. April 2011 die  Abweisung der Beschwerde.  Zur  Begründung  führt  sie  im Wesentlichen  an,  da  sie  in  einem  höchst  technischen Bereich amte, verfüge sie über einen gewissen Ermessens­  und Beurteilungsspielraum, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen  Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und  umfassend durchgeführt habe.  Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin  sei  bei  doppelt  geführten  Stichleitungen  ein  theoretischer  Transit  nur  innerhalb  der  doppelt  geführten Stichleitung möglich,  das heisse  im konkreten Fall Mühleberg  über  Galmiz/Kerzers  zurück  nach  Mühleberg.  Dies  sei  nicht  Transit  im  Sinn der Übertragung von Elektrizität über grössere Distanzen. Dies führe  auch  nicht  zu  einer  Vermaschung  im  Sinn  der  Verfügung,  welche  Vermaschung bei Leitungen im Inland als Verbindung mit mehr als einem  Anschlusspunkt  des  Übertragungsnetzes  verstehe.  Dass  die  Vermaschung  bei  grenzüberschreitenden  Leitungen  anders  gehandhabt  werde, liege bereits darin begründet, dass diese Leitungen – gerade weil  sie grenzüberschreitend seien – in der Schweiz nur einen Anschlusspunkt  an  das  vermaschte  Übertragungsnetz  haben  könnten.  Zudem  würden  diese Leitungen dem Verbund mit den ausländischen Netzen dienen. Die 

A­120/2011 Anwendung  des  Kriteriums  der  Vermaschung  erfolge  somit  weder  uneinheitlich noch willkürlich und sei ebenso wenig gesetzeswidrig. Im  Weiteren  führt  sie  an,  nach  ihrer  Auffassung  seien  Versorgungs­ Stichleitungen  Leitungen,  die  nur  mit  einem  Anschlusspunkt  des  vermaschten  Übertragungsnetzes  verbunden  seien  und  Elektrizität  vom  Übertragungsnetz  zu  einem  Endverbraucher  bzw.  zu  einem  Verteilnetz  transportieren  würden.  Solche  Leitungen  hätten  aus  diesem  Grund  gerade keinen Übertragungscharakter. Dem  Argument  der  Beschwerdeführerin,  dass  die  Betriebsführung  der  Spannungsebene  220  kV  durch  zwei  hintereinander  geschaltete  Netzbetreiber,  nämlich  der  Beschwerdeführerin  und  der  Beschwerdegegnerin, erheblich erschwert würde, was nicht der ratio legis  entspreche,  hält  sie  entgegen,  die  Verbindungsstücke  Mathod­Galmiz  und  Wattenwil­Mühleberg  würden  bis  anhin  ebenfalls  nicht  von  der  Beschwerdegegnerin  betrieben,  da  sie  nicht  zum  Übertragungsnetz  gehören  würden  bzw.  auf  der  Spannungsebene  220  kV  noch  gar  nicht  erstellt seien. Ausserdem seien die streitgegenständlichen Leitungen nur  mit  einem  Anschlusspunkt  des  vermaschten  Übertragungsnetzes  verbunden. Dies ermögliche eine klare Aufteilung des Übertragungsnetz­  und  des  Verteilnetzbetriebs.  Das Übertragungsnetz werde  auch mit  der  von  der  Vorinstanz  vertretenen  Lösung  nachwievor  nur  von  der  Beschwerdegegnerin betrieben.  Weiter  sei  nicht  ersichtlich,  inwiefern  eine  Gefährdung  der  Versorgungssicherheit  der  Endverbraucher  bzw.  der  angeschlossenen  Verteilnetzbetreiber vorliegen solle. Die Beschwerdegegnerin dürfe keine  Endverbraucher beliefern. Somit würden Netzbetrieb und Stromlieferung  für  die  betroffenen  Endverbraucher  in  jedem  Fall  auseinanderfallen.  Beschwerdeführerin  und  Beschwerdegegnerin  hätten  den  Netzbetrieb  abzustimmen  bzw.  zu  koordinieren. Was  die  Effizienz  des Netzbetriebs  betreffe sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin bereits ein  Verteilnetz betreibe. Dass  die  streitgegenständlichen  Anlagen  in  der  Vergangenheit  von  der  Beschwerdeführerin  und der Beschwerdegegnerin  als Übertragungsnetz  betrachtet worden  seien,  könne an diesen Ausführungen nichts  ändern.  Ziel  des  mit  der  angefochtenen  Verfügung  von  der  Vorinstanz  durchgeführten Verfahrens sei gerade die Feststellung, welche Leitungen  und Nebenanlagen zum Übertragungsnetz gehören und welche nicht.

A­120/2011 Was den vorgesehenen Netzausbau zwischen Galmiz und Mathod bzw.  zwischen Wattenwil  und Mühleberg  betreffe,  sei  anzumerken,  dass  aus  heutiger  Sicht  noch  keine  verlässlichen  Aussagen  gemacht  werden  könnten, ob, wann und in welcher Form dieser Realität werde. Auch der  Einbezug der Leitungen in den "Sachplan Übertragungsleitungen" ändere  nichts  an  dieser  Tatsache.  Die  Vorinstanz  trage  dem  vorliegend  zur  Diskussion  stehenden  Umstand  Rechnung,  indem  Stichleitungen,  die  nach  einem  Netzausbau  Teil  des  vermaschten  Übertragungsnetzes  werden, auf diesen Zeitpunkt auf die Beschwerdegegnerin zu überführen  seien. Die  von  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  aufgestellten  Grundsätze  seien  anhand  einer  gesamtschweizerisch  einheitlichen  Betrachtung  des  Übertragungsnetzes  zustande  gekommen.  Aufgrund  dieser  Grundsätze  würden  Stichleitungen,  die  nur  mit  einem  Anschlusspunkt des vermaschten Übertragungsnetzes verbunden seien,  nicht zum Übertragungsnetz gehören. I.  In  den  Schlussbemerkungen  vom  12.  Mai  2011  hält  die  Beschwerdeführerin  an  den  in  der  Beschwerde  gestellten  Anträgen  vollumfänglich fest.  J.  Auf  die  weiteren  Ausführungen  der  Beteiligten  wird  –  soweit  entscheidrelevant  –  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Die  ElCom  gehört  zu  den  Behörden  nach  Art.  33  Bst.  f  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  Ausnahme,  was  das  Sachgebiet  angeht,  ist  nicht  gegeben  (Art.  32  VGG).  Demnach  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  für  die  Beurteilung  der  am  7.  Januar  2011  erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 23 StromVG). 

A­120/2011 2.  Zur  Beschwerde  ist  berechtigt,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung  hat  (Art. 48 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat als beteiligte Partei am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen  und  ist  als  Übertragungsnetzeigentümerin  von  der  Verfügung  besonders  betroffen.  Sie ist damit zur Beschwerde legitimiert.  3.  Auf  die  im  Übrigen  form­  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde  (Art. 50 und 52 VwVG) ist einzutreten.  4.  Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  die  bei  ihm  angefochtenen  Verfügungen  und  Entscheide  grundsätzlich  mit  uneingeschränkter  Kognition, das heisst auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige  Feststellung des Sachverhalts hin, ebenso auf Angemessenheit  (Art. 49  VwVG). Die  Vorinstanz  ist  keine  gewöhnliche  Vollzugsbehörde,  sondern  eine  verwaltungsunabhängige  Kollegialbehörde  mit  besonderen  Kompetenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer  Verantwortung.  Dies  rechtfertigt  eine  gewisse  Zurückhaltung  des  Bundesverwaltungsgerichts  bei  der  Überprüfung  des  vorinstanzlichen  Entscheides. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht aber nicht davon,  die  Rechtsanwendung  auf  ihre  Vereinbarkeit  mit  Bundesrecht  zu  überprüfen.  Sodann  amtet  die  Vorinstanz  in  einem  höchst  technischen  Bereich,  in dem Fachfragen sowohl  im Bereich der Stromversorgung als  auch  ökonomischer  Ausrichtung  zu  beantworten  sind.  Ihr  steht  dabei –  wie  anderen  Behördenkommissionen  auch  –  ein  eigentliches  "technisches  Ermessen"  zu.  In  diesem  Rahmen  darf  der  verfügenden  Behörde  bei  der  Beurteilung  von  ausgesprochenen  Fachfragen  ein  gewisser  Ermessens­  und  Beurteilungsspielraum  belassen  werden,  soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und  die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat  (vgl. BGE 133  II 35 E. 3, BGE 132  II 257 E. 3.2, BGE 131  II 13 E. 3.4,  BGE  131  II  680  E.  2.3.2  mit  Hinweisen;  BVGE  2009/35  E.  4;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.155).

A­120/2011 5.  Der  Gesetzgeber  unterscheidet  beim  Elektrizitätsnetz  zwischen  Übertragungs­ und Verteilnetz. Nach Art.  4 Abs. 1 Bst. h StromVG wird  das  Übertragungsnetz  als  Elektrizitätsnetz,  das  der  Übertragung  von  Elektrizität  über  grössere  Distanzen  im  Inland  sowie  dem  Verbund  mit  den  ausländischen  Netzen  dient  und  in  der  Regel  auf  der  Spannungsebene 220/380 kV betrieben wird, definiert.  Art. 4 Abs. 1 Bst. i StromVG definiert das Verteilnetz als Elektrizitätsnetz  hoher, mittlerer oder niederer Spannung zum Zwecke der Belieferung von  Endverbrauchern  oder  Elektrizitätsversorgungsunternehmen.  Gemäss  Art. 4 Abs. 2 StromVG kann der Bundesrat die Begriffe nach Abs. 1 sowie  weitere  in  diesem  Gesetz  verwendete  Begriffe  näher  ausführen  und  veränderten technischen Voraussetzungen anpassen. Gemäss  Art.  2  Abs.  2  der  Stromversorgungsverordnung  vom  14.  März  2008  (StromVV,  SR  734.71)  gehören  zum  Übertragungsnetz  insbesondere  auch:  a.  Leitungen  inklusive  Tragwerke;  b.  Kuppeltransformatoren,  Schaltanlagen,  Mess­,  Steuer­  und  Kommunikationseinrichtungen;  c.  gemeinsam  mit  anderen  Netzebenen  genutzte  Anlagen,  die  mehrheitlich  im  Zusammenhang  mit  dem  Übertragungsnetz  genutzt  werden  oder  ohne  die  das Übertragungsnetz  nicht sicher oder nicht effizient betrieben werden kann; d. Schaltfelder vor  dem Transformator beim Übergang zu einer anderen Netzebene oder zu  einem Kraftwerk. 6.  In Auslegung dieser Bestimmungen hat die Vorinstanz entschieden, dass  Stichleitungen  nicht  zum  Übertragungsnetz  gehören,  da  sie  mit  dem  Übertragungsnetz  nicht  vermascht,  sondern  nur  mit  einem  Anschlusspunkt  des  vermaschten  Übertragungsnetzes  verbunden  sind.  Sie  definiert  Stichleitungen  als  Leitungen  auf  der  Spannungsebene  380/220 kV,  die  nur  mit  einem  Anschlusspunkt  des  vermaschten  Übertragungsnetzes verbunden sind, also Leitungen von einem Kraftwerk  zu  einem  Anschlusspunkt  an  das  Übertragungsnetz  (Kraftwerks­ Stichleitung)  oder  vom  Übertragungsnetz  zu  einem  Verbraucher  respektive  zu  einem  Verteilnetz  (Versorgungs­Stichleitung).  Im  Gegensatz  zu  den  T­Anschlüssen  sind  Stichleitungen  über  eine  Schaltanlage  oder  über  ein  Schaltfeld  mit  dem  Übertragungsnetz  verbunden, und somit auch von diesem abtrennbar.

A­120/2011 Weiter  würden  nach  der Definition  der  Vorinstanz  Stichleitungen  primär  dem  Abtransport  der  lokal  produzierten  Elektrizität  oder  der  lokalen  Versorgung  dienen.  Stichleitungen  werden  nicht  zur  Übertragung  von  Elektrizität  über  grössere  Distanzen  geplant  und  gebaut,  müssten  nicht  für mögliche Transitflüsse dimensioniert werden und seien somit vielmehr  als  Anschluss  denn  als  Teil  des  vermaschten  Verbundnetzes  zu  betrachten.  Bei  doppelt  geführten  Stichleitungen  seien  je  nach  Schaltzustand  der  Sammelschienen  zwar  theoretisch  Transitflüsse  denkbar. Stichleitungen würden aber nicht zu diesem Zweck gebaut. Sie  seien  über  eine  Schaltanlage  oder  über  ein  Schaltfeld  mit  dem  Übertragungsnetz verbunden und somit auch von diesem abtrennbar. Sie  seien  für  den  sicheren  Betrieb  des  Übertragungsnetzes  nicht  zwingend  notwendig.  Dabei  sei  nicht  relevant,  ob  eine  solche  Leitung  auf  der  Spannungsebene 220 kV oder 380 kV betrieben werde. 7.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  somit,  ob  die  Vorinstanz  Art.  4  Abs.  1  lit.  h  StromVG und Art. 2 Abs. 2 lit. c StromVV richtig ausgelegt hat. Ausgangspunkt  jeder  Auslegung  ist  der  Wortlaut  einer  Gesetzesbestimmung.  Ist  dieser  nicht  klar,  so  ist  auf  die  übrigen  Auslegungselemente  zurückzugreifen;  abzustellen  ist  insbesondere  auf  die  Entstehungsgeschichte  einer  Rechtsnorm,  ihren  Sinn  und  Zweck  sowie  die Bedeutung,  die  ihr  im Kontext mit  anderen Normen  zukommt  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6086/2010  vom  16.  Juni  2011  E.  4;  PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3. Aufl.,  Bern  2009,  §  25  Rz.  3  f.;  ULRICH  HÄFELIN/WALTER  HALLER/HELEN  KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaatsrecht, 7. Aufl., Zürich u. a. 2008, Rn. 80 ff.). 7.1.  Art.  4  Abs.  1  lit.  h  StromVG  definiert  das  Übertragungsnetz  als  Elektrizitätsnetz,  das  der  Übertragung  von  Elektrizität  über  grössere  Distanzen  im  Inland sowie dem Verbund mit den ausländischen Netzen  dient  und  in  der  Regel  auf  der  Spannungsebene  220/380  kV  betrieben  wird.  Aus dem Gesetzeswortlaut  von Art. 4 Abs. 1  lit.  h StromVG ergibt  sich,  dass  nach  dem Willen  des  Gesetzgebers  das  Übertragungsnetz  in  der  Regel auf der Spannungsebene 220/380 kV betrieben wird. Der Wortlaut  des Gesetzes  lässt mithin aufgrund der grammatikalischen Stellung des  "in  der  Regel"  in  der  Definition  – wie  die  Beschwerdeführerin  zu Recht 

A­120/2011 vorbringt  –  einzig  Ausnahmen  in  Bezug  auf  die  Spannungsebene  220/380 kV  zu  und  nicht  etwa  auch  in  Bezug  auf  das  Kriterium  der  Übertragung  von  Elektrizität  über  grössere  Distanzen  im  Inland  sowie  dem Verbund mit den ausländischen Netzen. Dass einzig eine Ausnahme  in  Bezug  auf  die  Spannungsebene  220/380  kV  möglich  ist,  ergibt  sich  noch  deutlicher  aus  den  französisch­  und  italienischsprachigen  Gesetzestexten,  in  denen  der  2.  Teilsatz  in  Bezug  auf  die  Spannungsebene mit  einem Semikolon abgetrennt wird:  "par  réseau de  transport on entend le réseau électrique qui sert au transport d'électricité  sur de grandes distances à  l'intérieur du pays ainsi qu'à  l'interconnexion  avec  les  réseaux  étrangers;  il  est  généralement  exploité  à  220/380  kV"  und  "per  rete  di  trasporto  s'intendono  rete  elettrica  per  il  trasporto  di  energia  elettrica  su  lunghe  distanze  all'interno  del  Paese  e  per  l'interconnessione  con  le  reti  estere;  di  regola  funziona  al  livello  di  tensione  220/380  kV").  Hätte  der  Gesetzgeber  eine  Ausnahmeformulierung auch in Bezug auf die anderen zwei Kriterien der  Definition gewollt, hätte er "in der Regel" der Definition vorangestellt  ("In  der  Regel  gilt  als  Übertragungsnetz  …  ").  Aufgrund  dieses  klaren  Wortlauts  kommt  der  Vorinstanz  diesbezüglich  auch  kein  technisches  Ermessen zu. Wenn  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  festhält,  dass  Stichleitungen nicht zum Übertragungsnetz gehören, da sie nicht mit dem  Übertragungsnetz vermascht, sondern nur mit einem Anschlusspunkt des  vermaschten  Übertragungsnetzes  verbunden  sind,  kann  jedenfalls  aus  dem  Wortlaut  von  Art.  4  Abs.  1  lit.  h  StromVG  das  Kriterium  der  Vermaschung nicht abgeleitet werden. Nach Art. 4 Abs. 2 StromVG kann  zwar der Bundesrat die Begriffe nach Absatz 1 (…) näher ausführen und  veränderten  technischen Voraussetzungen anpassen. Das Kriterium der  Vermaschung  hätte  demnach  mindestens  in  der  StromVV  geregelt  werden  müssen.  Es  findet  sich  jedoch  auch  nicht  in  Art. 2  Abs.  2  StromVV, welcher das Übertragungsnetz näher definiert. In  der  angefochtenen Verfügung wird  zu Recht  darlegt,  dass nach dem  Wortlaut  der  Legaldefinition  für  die  Abgrenzungsfrage  primär  eine  spannungsbasierte  Betrachtung  (220/380  kV)  zur  Anwendung  gelangen  soll.  Dem  primär  spannungsbasierten  Ansatz  widerspricht  die  Ausklammerung  einer  ganzen  Kategorie  von  Leitungen.  Mit  der  Begründung,  dass  Stichleitungen  primär  dem  Abtransport  der  lokal  produzierten Elektrizität oder der  lokalen Versorgung dienen, obwohl sie 

A­120/2011 auf  der  Spannungsebene  380/220  kV  betrieben  werden,  stellt  die  Vorinstanz gerade auf ein funktionales Kriterium ab.  Nach  dem  Wortlaut  von  Art.  4  Abs.  1  lit.  h  StromVG  gehören  Stichleitungen  (mit  oder  ohne  Versorgungscharakter)  somit  zum  Übertragungsnetz.  Diesen  an  sich  klaren  Wortlaut  bestätigen  auch  die  weiteren Auslegungsmethoden. 7.2. Die Legaldefinition des Übertragungsnetzes von Art. 4 Abs. 1 Bst. h  StromVG findet sich im 1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen unter Art. 4  Begriffe.  Neben  dem  Begriff  des  Übertragungsnetzes  hat  der  Gesetzgeber  den  Begriff  des  Elektrizitätsnetzes  (lit.  a)  und  des  Verteilnetzes  (Bst. i)  definiert.  Neben  dem  Übertragungsnetz  und  dem  Verteilnetz  hat  der Gesetzgeber  keine weiteren Kategorien  vorgesehen.  Daraus  folgt,  dass  Stichleitungen,  die  weder  im  StromVG  noch  in  der  StromVV  definiert  werden,  entweder  zum  Übertragungs­  oder  zum  Verteilnetz gehören müssen. Wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung als Fachbehörde zu  Recht festhält, können die zwei Begriffe Übertragung und Verteilung nicht  in  jedem  Fall  trennscharf  abgegrenzt  werden.  Es  ist  damit  nicht  ausgeschlossen, dass ein Übertragungsnetz Versorgungsaufgaben oder  umgekehrt  ein  Verteilnetz  Übertragungsaufgaben  wahrnimmt:  Die  französische  Fassung  übersetzt  den  Begriff  Übertragungsnetz  mit  "réseau  de  transport",  die  italienische  Fassung  spricht  von  "rete  di  trasporto".  Das  Übertragungsnetz  kann  damit  auch  als  "Transportnetz"  betrachtet werden. Es ist dabei davon auszugehen, dass mit Übertragung  auch  der  Transport  von  Elektrizität,  und  zwar  von  (grossen)  Produktionsanlagen  über  grössere  Distanzen  zu  den  Verteilnetzbetreibern  und  den  am  Übertragungsnetz  direkt  angeschlossenen  Endverbrauchern  gemeint  ist.  Auch  ein  Verteilnetz  transportiert Elektrizität. Bei der Verteilung steht hingegen die Versorgung  von  Elektrizitätsversorgungsunternehmen  und  Endverbrauchern  mit  Elektrizität über kleinere Distanzen im Vordergrund.  Aus  der  Gesetzessystematik  ergibt  sich,  dass  der  Begriff  der  Stichleitungen  nicht  definiert  ist  und  die  Stichleitungen  entweder  zum  Übertragungs­  oder  zum  Verteilnetz  gehören  müssen.  Aufgrund  des  Ausgeführten  kann  das  Kriterium  der  Versorgung  jedenfalls  nicht  als  Abgrenzungskriterium  dienen.  Ebensowenig  ergibt  sich  das  Abgrenzungskriterium der Vermaschung mit  dem Übertragungsnetz  aus 

A­120/2011 der systematischen Auslegung von Art. 4 Bst. h und i StromVG. Auch die  Gesetzessystematik  legt  demnach  nahe,  dass  Stichleitungen  zum  Übertragungsnetz gehören. 7.3. Die historische Auslegung stellt auf den Sinn und Zweck ab, den man  einer  Norm  zur  Zeit  ihrer  Entstehung  gab.  Insbesondere  bei  jungen  Erlassen  muss  dem  Willen  des  Gesetzgebers  ein  grosses  Gewicht  beigemessen werden (BGE 133 III 278 E. 3.2.2; 132 V 215 E. 4.5.2 und  BGE  131  II  710  E. 4.1;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­2606/2009 vom 11. November 2010 E. 9.4). Bereits die Vorlage zum Elektrizitätsmarktgesetz vom 15. Dezember 2000  (EMG;  BBl  2000,  S.  6189  ff.)  definierte  das  Übertragungsnetz  als  Elektrizitätsnetz  hoher  Spannung  zur  Übertragung  von  Elektrizität  über  grössere  Distanzen.  Der  Entwurf  der  Elektrizitätsmarktverordnung  vom  27. März 2002 (abrufbar unter www.bfe.admin.ch) führte in Art. 14 Abs. 1  weiter  aus,  dass  die  Schweizerische  Netzgesellschaft  das  Übertragungsnetz  der  Spannungsebene  220/380  kV  betreibt.  Soweit  Netze  oder  Netzteile  unterer  Spannungsebenen  ausschliesslich  der  Übertragung von Elektrizität über grössere Distanzen dienen, gelten auch  solche Netze als Teil des Übertragungsnetzes. In der Botschaft zum EMG  (BBl  1999  7434  f.)  sind  auch  die  Spannungsebenen  220  und  380  kV  explizit  erwähnt.  Zudem geht  aus der Botschaft  zum EMG hervor,  dass  die  Bezeichnung  des  Übertragungsnetzes  nicht  nur  auf  Grund  der  Spannungsebene (in der Regel 380/220 kV), sondern auch nach dessen  Funktion  (Übertragung  von  Strom  über  grosse Distanzen)  erfolgen  soll.  Damit sollte  jedoch die Option offen gelassen werden, dass auch Netze  der  unteren  Spannungsebenen  in  die  Netzgesellschaft  eingebracht  werden können.  Aus den Protokollen der parlamentarischen Debatte zum StromVG geht  sodann  hervor,  dass  die  Themen  Übertragungsnetz  und  Übertragungsnetzbetreiber  bei  der  Erarbeitung  des  Gesetzes  wichtige  Punkte gewesen waren. Beim Übertragungsnetz war man sich einig, dass  dieses  eine  wesentliche  Grundlage  für  die  sichere  Versorgung  in  der  Schweiz  darstellt  (vgl.  u.a.  Votum  von  Ständerat  Rolf  Schweiger,  Amtliches  Bulletin  2006  [Ständerat],  S. 848 ff.).  Beim  Übertragungsnetzbetreiber  drehte  sich  die  Diskussion  vor  allem  um  die  Unabhängigkeit  der  nationalen  Netzgesellschaft  und  um  die  Frage,  ob  diese  das Netz  nur  betreiben  soll  oder  dieses  auch  in  ihr  Eigentum  zu  übertragen  sei. Wie  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  http://www.bfe.admin.ch

A­120/2011 Recht festhält, hat hingegen die Formulierung der Legaldefinition ("in der  Regel  auf  der  Spannungsebene  220/380  kV")  im  Parlament  zu  keinen  Diskussionen geführt. Auch  die  Botschaft  zum  StromVG  erwähnt  die  zentrale  Bedeutung  des  Übertragungsnetzes  für  die  Schweiz.  Sie  versprach  sich  mit  der  Zusammenführung  des  Betriebs  des  gesamtschweizerischen  Übertragungsnetzes eine Erhöhung der Transparenz (BBl 2004 1633 f.).  Im Weiteren ging der Bundesrat davon aus, dass das Übertragungsnetz  auf den Spannungsebenen (der Begriff wird an dieser Stelle noch in der  Mehrzahl  verwendet)  220  –  380  kV  sowie  das  Verteilnetz  auf  den  Spannungsebenen  400  V  –  160  kV  betrieben  werden  soll  (BBl  2004  1642). Das  von  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  eingeführte  Kriterium  der  Vermaschung  ist  weder  in  der  Botschaft  zum  EMG,  zum  StromVG,  noch  in  den  parlamentarischen  Debatten  zum  StromVG  erwähnt. Ebenso wenig  hat  sich  der  historische Gesetzgeber  zur Frage  geäussert,  ob  Stichleitungen  zum  Übertragungsnetz  gehören  sollen.  Dazu kommt, dass parallel zu den Gesetzgebungsarbeiten der Sachplan  Übertragungsleitungen  (SÜL)  (Aufnahme  der  strategischen  Übertragungsleitungsnetze 50 Hz der allgemeinen Stromversorgung und  16,7  Hz  der  Bahnstromversorgung  in  den  Sachplan,  Sachplan  Übertragungsleitungen  –  12.04.2001,  Anpassung  2008,  13.  Februar  2009,  Bundesamt  für  Energie  BFE)  (nachfolgend:  SÜL),  das  Netznutzungsmodell für das schweizerische Übertragungsnetz (VSE/AES  NNMÜ­CH  Ausgabe  2005,  Revision  2007;  MERKUR  Access  Branchenempfehlung  Strommarkt  Schweiz)  (nachfolgend:  NNMÜ­CH)  sowie  der  Rahmenvertrag  über  die  Übertragung  der  Betriebsverantwortung  für  das  Schweizer  Übertragungsnetz  an  die  Beschwerdegegnerin  ausgearbeitet  wurden.  Sowohl  der  SÜL  als  auch  das  NNMÜ­CH  haben  die  Stichleitungen  dem  Übertragungsnetz  zugeordnet (vgl. E. 7.4), was ebenfalls nicht zu Diskussionen Anlass gab.  Es  ist  somit  davon  auszugehen,  dass  der  historische  Gesetzgeber  grundsätzlich  das  Eigentum  am  gesamten  220/380  kV  Netz  auf  die  Beschwerdegegnerin überführen wollte.  7.4. Im Rahmen der teleologischen Auslegung sind Sinn und Zweck und  die  dem  Begriff  des  Übertragungsnetzes  (Art.  4  Bst.  h  StromVG)  zu  Grunde liegende Wertung zu ermitteln. 

A­120/2011 Zunächst ist auf den Zweck des StromVG näher einzugehen: Nach Art. 1  StromVG bezweckt dieses Gesetz, die Voraussetzungen für eine sichere  Elektrizitätsversorgung  sowie  für  einen  wettbewerbsorientierten  Elektrizitätsmarkt  zu  schaffen.  Es  soll  ausserdem  die  Rahmenbedingungen  festlegen  für  eine  zuverlässige  und  nachhaltige  Versorgung mit  Elektrizität  in  allen  Landesteilen  und  die  Erhaltung  und  Stärkung  der  internationalen Wettbewerbsfähigkeit  der  schweizerischen  Elektrizitätswirtschaft. Ziel  des  StromVG  ist  somit,  die  Grundversorgung  und  die  Versorgungssicherheit  auch  in  einem  liberalisierten  Umfeld  mit  Rechtssicherheit  für  Investitionen  zu  gewährleisten  (BBl  2004  1617).  Nach  Art.  1  StromVG  sollen  die  Rahmenbedingungen  für  eine  sichere  und  nachhaltige Versorgung  der Endverbraucher mit Elektrizität  in  allen  Landesteilen  verankert  werden.  Die  sichere  Versorgung  umfasst  namentlich  die  konstante  Lieferung  von  elektrischer  Energie  und  das  Gewährleisten  von  genügend  Kapazitäten  bei  der  Erzeugung,  Übertragung  und  Verteilung  (BBl  2004  1640).  Die  Gesetzgebung muss  den wirtschaftlichen  und  technischen Entwicklungen  angepasst werden.  Die  Stromversorgung  soll  auch  mit  der  beantragten  Neuregelung  weiterhin auf dem Grundsatz der Subsidiarität und Kooperation aufbauen  (Art.  3  StromVG).  Das  bedeutet,  dass  primär  diejenigen  Aufgaben  hoheitlich  geregelt  werden  sollen,  welche  durch  die  Energiewirtschaft  nicht selber im Gesamtinteresse wahrgenommen werden. Vor dem Erlass  neuer Bestimmungen  sollen  bestehende Vereinbarungen  geprüft  und  in  Zusammenarbeit  mit  betroffenen  Organisationen  praxisnahe  Lösungen  erarbeitet  werden  (BBl  2004  1617,  1629,  1642;  zum Ganzen  vgl.  auch  ROLF  H.  WEBER/BRIGITTA  KRATZ,  Stromversorgungsrecht,  Ergänzungsband  Elektrizitätswirtschaftsrecht,  Bern  2009,  S. 5  f.  und  17  ff.). Den  Zielen  der  Versorgungssicherheit,  einer  starken,  unabhängigen  nationalen Netzgesellschaft  (vgl. E. 7.3) und der Erhöhung der Effizienz  beim Netzbetrieb durch den Wegfall von Schnittstellen und komplizierten  Vertragswerken  kamen  in  der  parlamentarischen  Debatten  ein  grosses  Gewicht  zu  (vgl.  u.a.  Votum  von  Ständerat  Rolf  Schweiger,  Amtliches  Bulletin  2006  [Ständerat],  S. 848 ff.;  Votum  Inderkum, S.  825  ff.;  Votum  Bundesrat Leuenberger, S. 852).  Aus der Botschaft des Bundesrates zum StromVG geht in Bezug auf die  nationale  Netzgesellschaft  zudem  hervor,  dass  die  heutige  Struktur  im 

A­120/2011 schweizerischen Übertragungsnetz mit mehreren  rechtlich selbständigen  Überlandwerken als Betreiber mehrerer Regelzonen  in der Schweiz den  Anforderungen  eines  im  europäischen  Umfeld  stark  angestiegenen  Stromhandels  und  zur  Aufrechterhaltung  der  Versorgungssicherheit  im  Inland nicht mehr genügt (BBl 2004 1858; vgl. auch WEBER/KRATZ, a.a.O.,  S. 73).  Daraus  kann  mit  der  Beschwerdeführerin  geschlossen  werden,  dass  es  somit  auch  Bestandteil  der  ratio  legis  ist,  dass  ein  paralleler  Betrieb  von Höchstspannungsleitungen  durch mehrere Unternehmen  zu  verhindern  ist,  weil  dies  eine  unnötige  Duplizierung  von  Leit­  und  Verwaltungssystemen  und  eine  Erschwerung  der  operativen  Betriebsführung zur Folge hätte. Auf  diesem  Hintergrund  hat  auch  die  Definition  und  Abgrenzung  des  Übertragungsnetzes  zu  erfolgen:  Diese  gesetzgeberische  Absicht  zur  Erreichung  der  dargelegten  Ziele  des  StromVG  spricht  daher  für  eine  weite Auslegung des Begriffs des Übertragungsnetzes.  Nicht  nur  gingen  die  Beschwerdeführerin  und  die  Beschwerdegegnerin  bisher  davon  aus,  dass  die  (streitgegenständlichen)  Stichleitungen  zum  Übertragungsnetz  gehören  und  auf  die  Beschwerdegegnerin  zu  übertragen  sind.  Für  eine  weite  Auslegung  des  Begriffs  des  Übertragungsnetzes  und  der  Zugehörigkeit  der  Stichleitungen  zum  Übertragungsnetz  spricht  ebenfalls  das  bisherige  Branchenverständnis:  Die Übertragungsnetzeigentümer haben sich in der Vergangenheit darauf  geeinigt,  was  zum  Übertragungsnetz  gehört.  So  hat  die  Beschwerdegegnerin  mit  den  sogenannten  Verbundunternehmen  (u.a.  auch der Beschwerdeführerin)  im  Jahr  2006 einen Rahmenvertrag über  die  Übertragung  der  Betriebsverantwortung  für  das  Schweizer  Übertragungsnetz an die Beschwerdegegnerin, einschliesslich der von ihr  im  Rahmen  dieser  Verantwortung  zu  übernehmenden  Aufgaben,  Pflichten und Kompetenzen, abgeschlossen. Dieser Rahmenvertrag sieht  in Beilage 1 vor, dass das Übertragungsnetz "sämtliche Netzelemente für  den Transport  von Elektrizität  in der Schweiz und zum Ausland, welche  beidseitig  mit  einer  Spannung  von  380/220  kV  (ausnahmsweise  auch  Netzelementen  tieferer  Spannungsebenen)  betrieben  werden."  Wie  die  Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu Recht festhält, basiert die  Abgrenzung  des  Übertragungsnetzes  nach  diesem  Rahmenvertrag  auf  einem spannungsbasierten Ansatz ohne funktionale Kriterien. Auch  das  NNMÜ­CH  sieht  unter  Punkt  6,  S.  17  (Netzabgrenzung  und  Kostenermittlung) vor, dass zum schweizerischen Übertragungsnetz alle 

A­120/2011 Leitungen inklusive Schaltfelder des 380/220 kV­Höchstspannungsnetzes  und  die  380/220  kV­Kuppeltransformatoren  in  der  Schweiz  gehören,  wobei  diese  Elemente  in  der  Netzführungsverantwortung  der  Beschwerdegegnerin liegen müssen. Netzteile, die mit einer Spannung <  220 kV betrieben werden, können nach NNMÜ­CH ausnahmsweise unter  gewissen Bedingungen ins Übertragungsnetz aufgenommen werden. Das  NNMÜ­CH  geht  somit  im  Grundsatz  davon  aus,  dass  380/220  kV­ Leitungen  zum  Übertragungsnetz  gehören,  unter  gewissen  Voraussetzungen aber auch Ausnahmen betreffend eine Spannung von  weniger als 220 kV zulässt, was vorliegend  jedoch für die Kategorie der  Stichleitungen nicht zutrifft. Wie die Beschwerdeführerin richtig  festhält,  finden sich  in diesen beiden  Branchendokumenten  keine  zusätzlichen  funktionalen  Kriterien  wie  Versorgungscharakter  oder  Vermaschung,  welche  einzuhalten  sind,  damit eine 220/380 kV Leitung als Teil des Übertragungsnetzes zu gelten  hat.  Somit  gehören  nach  dem  Branchenverständnis  Stichleitungen  zum  Übertragungsnetz. Schliesslich  sind  die  streitgegenständlichen  Leitungen  auch  im  SÜL  enthalten.  Gemäss  diesem  Sachplan  sind  die  Leitungsausbauten  "Mühleberg­Wattenwil"  und  "Galmiz­Mathod"  Teil  des  strategischen  220/380  kV­Übertragungsleitungsnetzes.  Mit  dem  Ausbau  der  Hochspannungsleitung  zwischen  Wattenwil  und  Mühleberg  soll  eine  Lücke  im  220 kV Übertragungsnetz  geschlossen werden. Diese  Leitung  ist  von  strategischer  Bedeutung  für  die  Versorgungssicherheit  der  Schweiz  (vgl. auch  Medienmitteilung  des  Bundesamts  für  Energie  vom  29. April 2010 über die erteilte Plangenehmigung dieser Leitungen). Die  Stichleitungen  wurden  vom  Bundesrat  vorbehaltlos  in  den  SÜL  aufgenommen. Auch  hier war weder  vom Erfordernis  der Vermaschung  noch vom Ausschlusskriterium der Versorgung die Rede. Aufgrund des Dargelegten ergibt sich somit auch aus der teleologischen  Auslegung, dass Stichleitungen zum Übertragungsnetz gehören und auf  die Beschwerdegegnerin zu übertragen sind. 8.  Zusammenfassend  kann  festgehalten  werden,  dass  Stichleitungen  (mit  oder  ohne  Versorgungscharakter),  die  auf  der  Spannungsebene  220/380 kV  betrieben  werden,  zum  Übertragungsnetz  gehören.  Vorliegend  ist  unbestritten,  dass  die  streitgegenständlichen  Leitungen 

A­120/2011 Innertkirchen­Wimmis­Wattenwil  und  Mühleberg­Galmiz/Kerzers  Stichleitungen  sind,  womit  sie  zum  Übertragungsnetz  gehören  und  ins  Eigentum der Beschwerdegegnerin zu überführen sind. Die Beschwerde  ist damit gutzuheissen und Ziffer 10 des Dispositivs der Verfügung vom  11. November 2010 ist in diesem Sinn aufzuheben. Damit  erübrigt  es  sich, die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin  zu prüfen.  9.  Die Verfahrenskosten sind der unterliegenden Partei aufzuerlegen. Keine  Verfahrenskosten  trägt  die  Vorinstanz  (Art.  63  Abs.  1  und  2  VwVG).  Vorliegend  sind  entsprechend  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben.  Der  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  6'000.­­  ist  der  obsiegenden  Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 10.  Der obsiegenden Beschwerdeführerin steht eine Parteientschädigung für  ihr  erwachsene  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  und  Art.  7  ff.  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  SR 173.320.2]).  Die  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  haben  am  19. Mai 2011 eine Kostennote  in der Höhe von  insgesamt Fr. 29'021.90  eingereicht. Darin enthalten sind der Honoraraufwand von Fr. 26'131.65  (54.95  Arbeitsstunden),  Auslagen  von  Fr.  783.95  sowie  die  Mehrwertsteuer von Fr. 2'106.30. Ihrer Eingabe vom 19. Mai 2011 legten  sie  eine  detaillierte  Auflistung  der  aufgewendeten  Arbeitsstunden  bei,  woraus hervorgeht, dass sie Stundenansätze zwischen Fr. 350.­­ und Fr.  600.­­ in Rechnung gestellt hatten. Nach Art. 10 Abs. 2 VGKE beträgt der  Stundenansatz  für  Anwälte  und  Anwältinnen mindestens  Fr.  200.­­  und  höchstens Fr.  400.­­. Angesichts  der Komplexität  und des Umfangs der  vorliegenden  Angelegenheit  erscheinen  die  verrechneten  54.95  Arbeitsstunden  als  angemessen  und  die  Parteientschädigung  ist  nach  dem  maximalen  Stundenansatz  von  Fr.  400.­  zu  berechnen.  In  Anwendung von Art. 10  i.V.m. Art. 14 VGKE ist die Parteientschädigung  im  vorliegenden Beschwerdeverfahren  somit  auf  Fr.  24'826.95  inklusive  Auslagen  und  Mehrwertsteuer  festzusetzen  und  der  Vorinstanz  aufzuerlegen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

A­120/2011 1. Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen  und  Ziffer  10  des  Dispositivs  der  Verfügung vom 11. November 2010 aufgehoben. 2. Es  wird  festgestellt,  dass  Stichleitungen  (mit  oder  ohne  Versorgungscharakter)  zum  Übertragungsnetz  gehören  und  in  das  Eigentum der Beschwerdegegnerin zu überführen sind.  3. Es  wird  festgestellt,  dass  die  Stichleitungen  Innertkirchen­Wimmis­ Wattenwil  sowie  Mühleberg­Galmiz/Kerzers  zum  Übertragungsnetz  gehören  und  in  das  Eigentum  der  Beschwerdegegnerin  zu  überführen  sind. 4. Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  6'000.­  wird  der  Beschwerdeführerin  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  dieses  Urteils  zurückerstattet.  Hierzu  hat  sie  dem  Bundesverwaltungsgericht  einen  Einzahlungsschein  zuzustellen  oder  ihre  Kontonummer  bekannt  zu  geben. 5. Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  eine  Parteientschädigung  von  Fr.  24'826.95  zugesprochen.  Diese  ist  ihr  durch  die  Vorinstanz  nach  Eintritt  der  Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu entrichten. 6. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

A­120/2011 Christoph Bandli Yvonne Wampfler Rohrer Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000 Lausanne 14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Die  Frist  steht  still  vom 15.  Juli  bis und mit  dem 15. August  (Art.  46 Abs. 1  Bst. b BGG). Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-120/2011 — Bundesverwaltungsgericht 07.07.2011 A-120/2011 — Swissrulings