Urteil vom 5. Oktober 2016 Strafkammer Besetzung
Bundesstrafrichter Daniel Kipfer Fasciati, Vorsitz Emanuel Hochstrasser und Nathalie Zufferey Franciolli, Gerichtsschreiber Kaspar Lang Parteien
BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwältin des Bundes Manuela Graber,
und
als Privatklägerschaften:
1. A. 2. B. 3. C. 4. D. 5. E. 6. F. 7. G. 8. H. 9. I. 10. J. 11. K. 12. L. 13. M. 14. N. 15. O. Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal
Geschäftsnummer: SK.2016.38
- 2 - 16. P. 17. Q. 18. R. 19. S. 20. T. 21. U. 22. V. 23. W. 24. X. 25. Y.
gegen Z., amtlich verteidigt durch Fürsprecher Stephan Schmidli,
Gegenstand
Mehrfache Geldfälschung, mehrfache versuchte Geldfälschung, mehrfaches in Umlaufsetzen falschen Geldes, mehrfacher gewerbsmässiger Betrug, mehrfaches Fahren unter Drogeneinfluss, mehrfaches Fahren ohne Berechtigung, Erwerb und Besitz einer Waffe als kroatischer Staatsangehöriger und Tragen einer Waffe ohne Waffentragbewilligung, grobe Verletzung von Verkehrsregeln
- 3 - Die Strafkammer erkennt: 1. Z. wird schuldig gesprochen: der mehrfachen Geldfälschung (Art. 240 Abs. 1 StGB), teilweise versucht (Art. 240 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) und teilweise in besonders leichten Fällen begangen (Art. 240 Abs. 2 StGB); des mehrfachen in Umlaufsetzens falschen Geldes (Art. 242 Abs. 1 StGB); des gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 2 StGB); des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung (Art. 95 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 10 Abs. 2 SVG); der groben Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 2 SVG); des Tragens einer Waffe ohne Waffenbewilligung (33 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. d, Art. 27 WG, Art. 48 WV). 2. Z. wird freigesprochen vom Vorwurf: des mehrfachen Fahrens unter Drogeneinfluss (Art. 91 Abs. 2 lit. b i.V.m Art. 31 Abs. 2 SVG); des Erwerbs und Besitzes einer Waffe (Teleskop-Schlagstock) als kroatischer Staatsangehöriger (Art. 4 Abs. 1 lit. d, Art. 7, Art. 33 Abs. 1 lit. a WG, Art. 12 aWV [gültig bis am 14.03.2014]). 3. Z. wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten, wovon sechs Monate zu vollziehen sind (unter Anrechnung der bereits ausgestandenen Polizei- und Untersuchungshaft von 11 Tagen) und die restlichen 18 Monate bei einer Probzeit von zwei Jahren bedingt aufgeschoben werden. 4. Das von der Bundesanwaltschaft beschlagnahmte Falschgeld wird eingezogen und bei der Bundeskriminalpolizei, Kommissariat Falschgeld, aufbewahrt (Art. 69 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 249 Abs. 1 StGB). 5. Die bei Z. sichergestellten und beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet (Art. 69 Abs. 1 und 2 StGB). 6. Von den Verfahrenskosten (exkl. Kosten der amtlichen Verteidigung) in Höhe von total Fr. 13'500.-- (Gebühr des Vorverfahrens: Fr. 7'200.--, Auslagen des Vorverfahrens: Fr. 2'300.--, Gerichtsgebühr: Fr. 4'000.--) werden Z. Fr. 10'000.- - zur Bezahlung auferlegt.