Justiz-, Gemeindeund Kirchendirektion des Kantons Bern Direction de la justice, des affaires communales et
des affaires ecclésiastiques
du canton de Berne
Münstergasse 2 3011 Bern Telefon 031 633 76 76 Telefax 031 633 76 25 32.13-07.48 Beschwerdeentscheid vom 9. Januar 2008 Handänderungssteuer (gemeinnütziger Zweck) a Keine Handänderungssteuer ist zu entrichten, bei Handänderungen an juristische Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, sofern das Grundstück ausschliesslich und unwiderruflich diesen Zwecken dient (Art. 12 Bst. f HPG). (E. 2) b Nach ständiger Praxis wird Gemeinnützigkeit lediglich dort angenommen, wo nicht nur der Erwerbs- und Selbsthilfezweck fehlt, sondern auch zur Förderung der allgemeinen Wohlfahrt erhebliche eigene Opfer erbracht werden. Die Beschwerdeführerin erfüllt zwar mit dem Kauf und Betrieb der Liegenschaft einen gemeinnützigen Zweck, der zudem auch im Allgemeininteresse liegt. Da sie aber darüber hinaus kein finanzielles Opfer erbringt, sind die Voraussetzungen nach Art. 12 Bst. f HPG nicht erfüllt. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdeführerin die Mietzinserträge wiederum ins Grundstück investiert. (E. 4) Impôts sur les mutations (buts d'utilité publique) a Aucun impôt n'est à acquitter lors d'une mutation au profit d'une personne morale qui poursuit des buts de service public ou de pure utilité publique, pour autant que l'immeuble en question serve exclusivement et irrévocablement ces buts (art. 12, lit. f LIMG). (C. 2) b Selon la pratique constante, les conditions pour admettre qu'une activité revêt un caractère de pure utilité publique sont non seulement qu'aucun but
2 lucratif ou d'assistance mutuelle ne soit poursuivi, mais aussi que des sacrifices considérables soient consentis pour le bien public. Avec l'acquisition et l'exploitation du bien-fonds, la recourante poursuit certes un but d'utilité publique et agit en outre dans l'intérêt général. Dès lors qu'elle ne consent pas de sacrifices financiers en sus, elle ne remplit toutefois pas les conditions énoncées à l'article 12, lettre f LIMG. Le fait qu'elle investisse les revenus provenant des loyers au profit du bien-fonds ne modifie en rien cette appréciation. (C. 4) Sachverhalt A. Mit Kaufvertrag vom 21. Dezember 2006 erwarb die Stiftung X. (nachfolgend Stiftung) von der Genossenschaft Y. in Liquidation mit Zustimmung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde A. das Grundstück Gemeinde A. Gbbl. Nr. 1000-1, B.-Strasse 10 in der Ortschaft C.. Am 27. Dezember 2006 meldete der verurkundende Notar den Kauf des Grundstücks Gbbl. 1000-1 beim Kreisgrundbuchamt (nachfolgend: Grundbuchamt) an und reichte gleichzeitig die Deklaration und Veranlagung der Handänderungs- und Pfandrechtssteuern ein. Darin erklärte er, für die Stiftung bestehe gemäss Art. 12 Bst. f des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungs- und Pfandrechtssteuern (HPG; BSG 215.326.2) keine Steuerpflicht. Mit Veranlagungsverfügung vom 1. Februar 2007 hielt das Grundbuchamt fest, eine Befreiung von der Handänderungssteuer gemäss Art. 12 Bst. f HPG komme infolge Drittvermietung nicht zur Anwendung, und veranlagte die geschuldete Handänderungssteuer mit Fr. 39'645.- (1,8% von Fr. 2'202'500.-), zuzüglich Zins von 3.25% seit 28. Dezember 2006 bzw. 3.5% ab 1. Januar 2007. Am 1. Februar 2007 bezahlte die Stiftung diesen Betrag ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Am 2. März 2007 erhob die Stiftung, vertreten durch Rechtsanwalt D., Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung. Mit Einspracheentscheid vom 16. März 2007 bestätigte das Grundbuchamt seine Veranlagungsverfügung. B. Gegen den Einspracheentscheid des Grundbuchamtes führt die Stiftung mit Eingabe vom 16. April 2007 Verwaltungsbeschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK). Sie stellt den Antrag, die Ziffern 1 und 3 der Einspracheverfügung vom 16. März 2007 seien aufzuheben und es sei festzustellen, dass