\n \n \n \n \n Kantonsgericht Schwyz
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\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n Beschluss vom 4. Juni 2019 \n ZK1 2018 38 \n \n \n \n \n \n Mitwirkend
\n Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann, Kantonsrichter Hannelore Räber, Pius Schuler, Clara Betschart und Josef Reichlin, Gerichtsschreiberin lic. iur. Antoinette Hürlimann.
\n \n \n \n \n \n \n \n In Sachen
\n 1. A.________ und B.________, 2. C.________, \n Kläger und Berufungsführer, \n beide vertreten durch Rechtsanwalt D.________, gegen 1. E.________, Beklagter und Berufungsgegner, 2. F.________ und G.________, \n Beklagte und Berufungsgegner, \n vertreten durch Rechtsanwalt H.________, 3. I.________, \n Beklagter und Berufungsgegner, \n vertreten durch Rechtsanwalt J.________, 4. K.________, \n Beklagte und Berufungsgegnerin, 5. Erben von L.________, bestehend aus M.________, und N.________, vertreten durch O.________, \n Beklagte und Berufungsgegner, \n alle vertreten durch Rechtsanwalt P.________,
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\n \n \n \n \n \n \n \n betreffend
\n Berichtigung der Wertquoten der StWE „Q.________\"
\n \n \n \n (Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 18. Oktober 2018, ZGO 2017 02);- \n \n \n \n hat die 1. Zivilkammer, \n \n nachdem sich ergeben: \n A. Am 4. April 2017 reichten A.________, B.________ und C.________ (nachfolgend Kläger 1 und 2) gegen E.________, F.________, G.________, I.________, K.________ und die Erben von L.________, nämlich M.________ und N.________, nachfolgend Beklagte 1-5, beim Bezirksgericht Gersau Klage mit folgenden Rechtsbegehren ein (Vi-act. 1): \n 1.1 Das Miteigentumsgrundstück Nr. zz GB Gersau, bestehend aus den 6 im Grundbuch eingetragenen Stockwerkeinheiten ww, vv, uu, tt, ss und rr sei von der Liegenschaft GB Nr. yy abzutrennen. \n \n 1.2 Die Abtrennungsparzelle GB Nr. zz sei in das Gesamteigentum der Kläger und der Beklagten zu übertragen. \n \n 1.3 Das Grundbuchamt Gersau sei richterlich anzuweisen, \n - GB Nr. zz Gersau vom Stockwerkeigentumsgrundstück Nr. yy abzutrennen \n und \n - die Stockwerkeinheiten ww, vv, uu, tt, ss und rr aufzuheben bzw. zu löschen; \n und \n - die Kläger und die Beklagten als Gesamteigentümer von GB Nr. zz Gersau im Grundbuch einzutragen. \n \n 2.1 Das Miteigentumsgrundstück GB Nr. yy sei an folgende Miteigentümer zuzuweisen: \n - B.________ und A.________ als Miteigentümer zu je ½ Anteil \n - C.________ \n - E.________ \n - F.________ und G.________ \n als Miteigentümer zu je ½ Anteil \n - I.________ \n \n 2.2 Die Wertquoten der Stockwerkeinheiten der Liegenschaft GB yy Gersau seien wie folgt neu festzulegen: \n - StWE Nr. qq 74/492 \n (C.________) \n - StWE Nr. pp 90/492 \n (I.________) \n - StWE Nr. oo 74/492 \n (E.________) \n - StWE Nr. nn 90/492 \n (B.________ und A.________) \n - StWE Nr. mm 90/492 \n (F.________ und G.________) \n - StWE Nr. ll 74/492 \n (E.________) _______ \n 492/492 \n \n 2.3 Das Grundbuchamt Gersau sei richterlich anzuweisen, \n - die bisher im Grundbuch eingetragenen Wertquoten der Stockwerkeigentumseinheiten Nr. qq bis Nr. ll zu löschen und durch die vorstehenden Wertquoten gemäss Antrag Ziff. 2.2 zu ersetzen \n und \n - K.________ und die Erben L.________, bestehend aus M.________ und N.________ als Miteigentümer von GB Nr. yy im Grundbuch zu löschen. \n \n 3.1 Das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft „Q.________“ vom 19.12.1966 sei abzuändern und anzupassen gemäss den Änderungsfassungen sub Ziff. 19 der Klagebegründung. \n \n 3.2 Eventuell sei das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft „Q.________“ aufzuheben und die Parteien seien richterlich anzuweisen, ein neues Reglement nach Massgabe der gemäss Urteil zur vorliegenden Klage vom 4. April 2017 getroffenen richterlichen Anordnungen zu erlassen. \n \n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. \n \n \n Die Beklagte 4 b beantragte in der Klageantwort vom 18. Mai 2017 die Abweisung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger (Vi-act. 5). Der Beklagte 3 stellte den Antrag, auf die Klage sei nicht einzutreten, eventualiter sei die Klage abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger (Vi-act. 13). Die Beklagten 2 anerkannten die Klageanträge 1.1 bis 3.2 und erklärten, sich nicht weiter am Verfahren beteiligen zu wollen, weshalb ihnen keine Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuerlegen seien (Vi-act. 9). Die Beklagten 1 und 5 reichten keine Klageantwort ein. \n Anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. März 2018 stellten die Kläger replicando folgende Rechtsbegehren (Vi-act. 26): \n Änderung/Ergänzung der Rechtsbegehren \n \n Rechtsbegehren Ziff. 1.1 \n \n Die Verbindung des Miteigentumsgrundstück Nr. zz GB Gersau, bestehend aus den 6 im Grundbuch eingetragenen Stockwerkeinheiten ww, vv, uu, tt, ss und rr mit der Liegenschaft GB Nr. yy sei aufzuheben. \n \n Rechtsbegehren 1.2 \n \n Das abparzellierte Grundstück GB Nr. zz sei ins Miteigentum der Beklagten Ziff. 4, K.________, mit einem Miteigentumsanteil von 418/508 und der Beklagten Ziff. 5, der Erben von L.________, mit einem Miteigentumsanteil von 90/508 zu übertragen. \n \n Rechtsbegehren 1.3 \n \n Das Grundbuchamt Gersau sei richterlich anzuweisen, \n \n - die Verbindung von GB Nr. zz mit dem Stockwerkeigentumsgrundstück Nr. yy zu löschen, \n und \n - die Stockwerkeinheiten ww, vv, uu, tt, ss und rr aufzuheben bzw. zu löschen; \n und \n - die Beklagte Ziff. 4 als Miteigentümerin von 418/508 an GB Nr. zz und die Beklagten Ziff. 5 als Miteigentümer von 90/508 an GB Nr. zz Gersau im Grundbuch einzutragen. \n \n Rechtsbegehren Ziff. 2.1 \n \n Das Grundstück GB Nr. yy sei in folgende Stockwerkeinheiten aufzuteilen: \n 1. GB nn im Miteigentum zu je ½ Anteil von B.________ und A.________ \n 2. GB qq im Eigentum von C.________ \n 3. GB oo im Eigentum von E.________ \n 4. GB ll im Eigentum von E.________ \n 5. GB mm im Eigentum zu je ½ Anteil von F.________ und G.________ \n 6. GB pp im Eigentum von I.________. \n \n Rechtsbegehren Ziff. 3.1 \n \n Das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft „Q.________“ vom 19.12.1966 sei abzuändern und wie folgt anzupassen: \n \n (…). \n Anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. März 2018 beantragten die Beklagten 5 die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Klage \n (Vi-act. 27); die übrigen Parteien hielten an ihren bisherigen Anträgen fest \n (Vi-act. 30). Am 18. April 2018 entschied die Vorinstanz wie folgt: \n 1. Auf die Klage wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. \n \n 2. Die Gerichtskosten von CHF 8’000.00 werden den Kläger auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3’000.00 verrechnet. Die Kläger haben dem Gericht CHF 5’000.00 zu erstatten. \n \n 3. Die Kläger werden verpflichtet, dem Beklagten Ziffer 3 eine Parteientschädigung von CHF 4’500.00 (inkl. Auslagen und MWST), der Beklagten Ziffer 4 eine Parteientschädigung von CHF 1’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) und den Beklagten Ziffer 5 eine Parteientschädigung von CHF 2’500.00 zu bezahlen. \n \n 4.-5. [Rechtsmittel und Zustellung]. \n \n \n B. Dagegen erhoben die Kläger 1 und 2 am 21. November 2018 Berufung beim Kantonsgericht mit folgenden Anträgen (KG-act.1): \n 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 18.10.2018 sei vollumfänglich aufzuheben. \n \n 2. Die Sache sei an das Bezirksgericht Gersau zur Klagebeurteilung zurückzuweisen. \n \n 3. Eventuell seien die Rechtsbegehren der Klage vom 04.04.2017, präzisiert mit Duplikvortrag [recte: Replikvortrag] vom 27.03.2018, gutzuheissen. \n \n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen. \n \n \n Am 20. Dezember 2018 äusserten sich die Beklagten 2 dahingehend, dass sie das angefochtene Urteil „anerkennen“ (KG-act. 9). Mit Berufungsantwort vom 8. Januar 2019 beantragte der Beklagte 3 die Abweisung der Berufung, unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger (KG-act. 11). Die Beklagten 5 teilten mit Eingabe vom 10. Januar 2019 mit, dass sie an den vorinstanzlichen Anträgen festhalten und im Übrigen auf eine Stellungnahme verzichten würden (KG-act. 13). Am 22. Januar 2019 nahmen die Kläger im Rahmen des Replikrechts zur Berufungsantwort des Beklagten 3 Stellung (KG-act. 15), wozu sich wiederum die Beklagten 3 und 5 mit Eingaben vom 2. Februar 2019 resp. 6. Februar 2019 äusserten (KG-act. 17 und 19). Am 21. Februar 2019 reichten die Kläger eine weitere Stellungnahme ein \n (KG-act. 21). \n Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in der Begründung eingegangen;- \n \n in Erwägung: \n 1. a) Die Kläger rügen vorab, Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils („Auf die Klage wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist“) stehe im Widerspruch zu den Erwägungen. Die Vorinstanz sei wegen unbeziffert gebliebener Rechtsbegehren bzw. weiterer formeller Gründe nicht auf die Klage eingetreten. Trotz des Nichteintretens habe die Vorinstanz die Klage abgewiesen. Nichteintreten schliesse aber die materielle Klagebeurteilung aus. Der Entscheid sei gestützt auf