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Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 22.08.2017 ZK1 2016 9

22. August 2017·Deutsch·Schwyz·Kantonsgericht 1. Zivilkammer·HTML·601 Wörter·~3 min·6

Zusammenfassung

Forderung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit | Gesellschaftsrecht

Volltext

\n \n \n \n \n Kantonsgericht Schwyz

\n 1

\n \n \n \n   \n   \n   \n   \n \n   \n Urteil vom 22. August 2017 \n ZK1 2016 9 \n   \n   \n \n \n \n Mitwirkend

\n Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann, Kantonsrichter Walter Christen, Hannelore Räber, Pius Schuler und Jörg Meister, Gerichtsschreiber MLaw Patrick Neidhart.

\n \n \n \n   \n \n \n \n   In Sachen

\n   1. A.________, \n Klägerin und Berufungsführerin, 2. B.________ \n Klägerin und Berufungsführerin, beide vertreten durch Rechtsanwältin Dr. E.________,   gegen   1. F.________,  Beklagter und Berufungsgegner, 2. G.________,  Beklagter und Berufungsgegner, 3a. H.________,  Beklagte und Berufungsgegnerin, 3b. I.________,  Beklagter und Berufungsgegner, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. J.________,   3c. K.________, \n Nebenintervenient und Berufungsgegner, \n vertreten durch Fürsprecher L.________, 4. M.________ AG, \n Beklagte und Berufungsgegnerin, \n vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. N.________,    

\n \n \n \n   \n   \n \n \n \n betreffend

\n Forderung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit

\n \n \n \n (Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts March vom 11. Dezember 2015, BZ 2010 32);- \n   \n   \n   \n hat die 1. Zivilkammer, \n \n nachdem sich ergeben: \n A. a) Die 1983 ins Handelsregister eingetragene C.________ AG mit Sitz in Lachen handelte mit Fine-Food-Produkten, insbesondere mit iranischem bzw. kaspischem Kaviar (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 5). F.________ war einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsratspräsident und verfügte über Beziehungen zur O.________, einer iranischen Kaviarlieferantin. G.________ und P.________ amteten als Verwaltungsräte (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 5). Die M.________ AG, damals noch unter der Firma Q.________, war die Revisionsstelle der C.________ AG und prüfte die Buchführung und Rechnungslegung in den Jahren 1992 bis 1994 (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 5, 13, 16 und 17). Am 1. Februar 1991 schlossen die in Frankreich domizilierte A.________ (Vi-act. BZ 10 32, B/KB 86) und F.________ einen Joint Venture Vertrag (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 11). Gestützt auf diesen Vertrag gründeten sie die B.________ mit Sitz in Amsterdam (Vi-act. BZ 10 32, B/KB 90a-c), an welcher beide Parteien je hälftig beteiligt waren. Gleichzeitig erhielt die B.________ je 49 % der Anteile an der C.________ AG sowie an der S.________, einer von der A.________ kontrollierten französischen Gesellschaft, die ebenfalls im Kaviarhandel tätig war (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 11). Damit der B.________ die Anteile an der C.________ AG übertragen werden konnten, kaufte F.________ die Aktienanteile von P.________ ab, wozu die beiden mehrere Vereinbarungen schlossen (Vi-act. BZ 10 32, B/KB 28 und 29; Vi-act. BZ 00 22, C1/BB 33 und 56). Mit Vertrag vom 1./10. Februar 1993 übertrug F.________ seine Anteile an der B.________ an die A.________, wodurch diese die B.________ ab diesem Zeitpunkt alleine kontrollierte (Vi-act. BZ 00 22, C1/BB 7 und 58 sowie C2/BB 3). \n b) Nach Abschluss des Joint Venture Vertrags geriet die C.________ AG zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Jahresabschluss per 31. März 1993 wurde das Warenlager mit Fr. 29‘523‘772.00 bewertet und ein Verlust von Fr. 17‘100‘636.32 ausgewiesen (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 16, 18 und 19). Trotz dieses Verlusts empfahl die Q.________ der Generalversammlung mit Bericht vom 14. Oktober 1993 den Jahresabschluss per 31. März 1993 zur Annahme (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 16). P.________ trat per Generalversammlung vom 9. November 1993 als Verwaltungsrat der C.________ AG zurück (Vi-act. BZ 00 22, C1/BB 22, S. 21, Ziff. 5.1). \n c) Am 5. Oktober 1994 benachrichtigte die Q.________ den Einzelrichter am Bezirksgericht March und zeigte ihm die Überschuldung der C.________ AG an (Vi-act. BZ 00 22, C1/BB 31). Mit Verfügung vom 6. Oktober 1994 wurde über die C.________ AG der Konkurs eröffnet. Am 22. November 1994 erfolgte die Anordnung des summarischen Konkursverfahrens. Das Konkursamt March legte am 25. April 1995 das Inventar (Vi-act. BZ 00 22, B/KB 41) und gemäss den Parteiangaben am 12. Januar 1996 den Kollokationsplan auf. Am 1. März 1999 trat die Konkursverwaltung diverse Rechtsansprüche der Masse nach

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