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St.Gallen Verwaltungsgericht 03.07.2025 B 2025/29

3. Juli 2025·Deutsch·St. Gallen·Verwaltungsgericht·PDF·966 Wörter·~5 min·5

Zusammenfassung

Verfahren, Art. 95 Abs. 1 und 3 VRP, Verlegung der Kosten des Beschwerdeverfahrens nach Rückweisung durch das Bundesgericht, (Verwaltungsgericht, B 2025/29)

Volltext

Publikationsplattform St.Galler Gerichte Fall-Nr.: B 2025/29 Stelle: Verwaltungsgericht Rubrik: Verwaltungsgericht Publikationsdatum: 18.08.2025 Entscheiddatum: 03.07.2025 Entscheid Verwaltungsgericht, 03.07.2025 Verfahren, Art. 95 Abs. 1 und 3 VRP, Verlegung der Kosten des Beschwerdeverfahrens nach Rückweisung durch das Bundesgericht, (Verwaltungsgericht, B 2025/29) Entscheid siehe pdf. © Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/5

Kanton St. Gallen Gerichte

Verwaltungsgericht Abteilung III

Entscheid vom 3. Juli 2025 Besetzung Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter Engeler; Gerichtsschreiber Bischofberger

Geschäftsnr. B 2025/29

Verfahrensbeteiligte

Dr. med. vet. A.__, Beschwerdeführer 1 B.__, Partei C.__, Beschwerdeführer 2 und 3, beide vertreten durch Dr. med. vet. A.__,

gegen Departement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen, Vorinstanz, Politische Gemeinde Z.__, Beschwerdegegnerin, Stiftung D.__, Beschwerdebeteiligte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armin Eugster, Advokatur 107, Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

Gegenstand Kostenverlegung in den kantonalen Verfahren

B 2025/29

2/4 Das Verwaltungsgericht stellt fest: A. Am 30. Oktober 1996 unterzeichneten das Kloster E.__ und die Politische Gemeinde Z.__ einen Vertrag über die Führung einer Mädchensekundarschule durch das Kloster E.__. Am 16. September 1997 genehmigten der katholische Administrationsrat und das Erziehungsdepartement den Schulvertrag. Am 11. Februar 2016 stimmte das Stadtparlament Z.__ dem Nachtrag I zum Schulvertrag zu. Auf eine dagegen von A.__, B.__ und der Partei C.__ am 25./26. Februar 2016 erhobene Abstimmungsbeschwerde trat das Departement des Innern (DI) mit Entscheid vom 6. Februar 2017 nicht ein. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht mit Entscheid B 2017/29 vom 20. Juli 2018, berichtigt am 13. August 2018, teilweise gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Sache zur Neubeurteilung an das DI zurück. B. Mit Entscheid vom 2. Juli 2019 (Verfahren DIGS411-1) wies das DI die Abstimmungsbeschwerde von A.__, B.__ und der Partei C.__ vom 25. Februar 2016 ab. Es verzichtete auf die Erhebung amtlicher Kosten und sprach keine ausseramtliche Entschädigung zu. Mit Urteil 2C_136/2020; 2C_137/2020 vom 5. November 2021 hob das Bundesgericht den Entscheid des Verwaltungsgerichts B 2019/144 vom 17. Dezember 2019 auf, mit welchem eine von A.__, B.__ und der Partei C.__ am 6. Juli 2019 gegen den Entscheid des DI vom 2. Juli 2019 erhobene Beschwerde gutgeheissen worden war, und wies die Sache zur Neuentscheidung an das Verwaltungsgericht zurück. Mit Entscheid B 2021/256 vom 11. April 2022 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde von A.__, B.__ und der Partei C.__ (Beschwerdeführer 1-3) vom 6. Juli 2019 kostenfällig ab, soweit es darauf eintrat. Mit Urteil 2C_405/2022 vom 17. Januar 2025 hob das Bundesgericht diesen Entscheid und, soweit notwendig, die mitangefochtenen Beschlüsse des Stadtrates Z.__ vom 11. Februar 2016 auf. In der Entscheidbegründung, die am 12. Mai 2025 versandt wurde, hielt es in Erwägung 11 (S. 29) fest, dass das Verwaltungsgericht neu über die Kostenfolge zu befinden habe. Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 1. Das Bundesgericht hat den verwaltungsgerichtlichen Entscheid B 2021/256 vom 11. April 2022 (vormals: Verfahren B 2019/144) und, soweit notwendig, die mitangefochtenen Abstimmungsbeschlüsse betreffend „Projekt Schule 2020 / Parteiwechsel beim Schulvertrag / Nachtrag I zum Schulvertrag mit der Stiftung D.__ / Ergänzung“ des Stadtparlaments Z.__

B 2025/29

3/4 vom 11. Februar 2016 (vgl. dazu act. 9.1/9/19, Traktandum 2) aufgehoben. Damit hat es den Rechtsbegehren der Beschwerdeführer im Abstimmungsbeschwerdeverfahren vor dem DI (vgl. Abstimmungsbeschwerde vom 25./26. Februar 2016, act. 9.1/1 f.) und im Beschwerdeverfahren B 2021/256 (vormals: Verfahren B 2019/144) vor Verwaltungsgericht (vgl. Beschwerdeergänzung vom 5. August 2019 [B 2019/144 act. 5]; Stellungnahme vom 21. März 2022 [B 2021/256 act. 19]) in der Sache entsprochen. Die Beschwerdeführer sind dementsprechend bei der Kostenverlegung in den kantonalen Verfahren als vollumfänglich obsiegend zu behandeln. 2. Dem Verfahrensausgang entsprechend ist für das Beschwerdeverfahren B 2021/256 (vormals: Verfahren B 2019/144) vor Verwaltungsgericht vom Unterliegen von Beschwerdegegnerin und Beschwerdebeteiligter auszugehen, weshalb sie grundsätzlich kostenpflichtig werden (Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Angemessen sind Gerichtskosten von pauschal CHF 1‘500. Von der Beschwerdegegnerin, die als Gemeinwesen nicht überwiegend finanzielle Interessen verfolgt, ist ihr Kostenanteil nicht zu erheben (Art. 95 Abs. 3 VRP). Hingegen ist der Beschwerdebeteiligten ihr Anteil von CHF 750 aufzuerlegen. Diesen Betrag hat sie dem Verwaltungsgericht am 30. Januar 2020 (im Nachgang zum Entscheid vom 17. Dezember 2019 im Verfahren B 2019/144 und vor Beschwerdeerhebung ans Bundesgericht) bereits überwiesen. Den Beschwerdeführern ist der von ihnen (im Verfahren B 2019/144) geleistete Kostenvorschuss von CHF 1'500 zurückzuerstatten. Den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern steht für das Beschwerdeverfahren B 2021/256 (vormals: Verfahren B 2019/144) vor Verwaltungsgericht kein Anspruch auf Ersatz der Vertretungskosten zu (vgl. dazu Art. 98 Abs. 3 Ingress und lit. c VRP; VerwGE B 2024/60 vom 27. September 2024 E. 6.3, mit Hinweisen). 3. Das DI hat im Entscheid vom 2. Juli 2019 (Verfahren DIGS411-1) auf die Erhebung amtlicher Kosten verzichtet und in Anwendung von Art. 98 Abs. 3 Ingress sowie lit. c VRP keine ausseramtliche Entschädigung zugesprochen. Damit hat es sein Bewenden. 4. Für vorliegenden Entscheid (Verfahren B 2025/29) sind weder amtliche Kosten zu sprechen und zu erheben (Art. 97 VRP) noch ausseramtliche Kosten zu entschädigen (Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 Ingress und Bst. f der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO).

B 2025/29

4/4 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht : 1. Für das Beschwerdeverfahren B 2021/256 (vormals: Verfahren B 2019/144) vor Verwaltungsgericht werden der Beschwerdebeteiligten amtliche Kosten von CHF 750 auferlegt. Diese sind bereits beglichen. Den Beschwerdeführern wird der von ihnen (im Beschwerdeverfahren B 2019/144) geleistete Kostenvorschuss von CHF 1'500 zurückerstattet. 2. Ausseramtliche Kosten werden für das Beschwerdeverfahren B 2021/256 (vormals: Verfahren B 2019/144) vor Verwaltungsgericht nicht entschädigt. 3. Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben noch ausseramtliche Kosten entschädigt.

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2026-04-09T05:26:12+0200 "9001 St.Gallen" Publikationsplattform Kanton St.Gallen

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