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Bundesverwaltungsgericht 30.09.2011 E-5020/2011

30. September 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·934 Wörter·~5 min·1

Zusammenfassung

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 2. September 2011

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­5020/2011 Urteil   v om   3 0 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Walter Stöckli, mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   Gerichtsschreiber Thomas Hardegger. Parteien A._______, geboren am (…), Eritrea,  Durchgangszentrum Kollbrunn, Untere Bahnhofstrasse 21,  8483 Kollbrunn,   Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­ Verfahren); Verfügung des BFM vom 2. September 2011 / N  (…).

E­5020/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer Eritrea eigenen Angaben zufolge ungefähr im  Mai  2003  verliess,  anschliessend  via  den  Sudan  (…)  Ende  2004  nach  Libyen  (etwa  dreiundeinhalb  Jahre  Aufenthalt)  gelangte,  von wo  aus  er  ungefähr  im  August  2008  Italien  (etwa  sechs  oder  sieben  Monate  Aufenthalt) erreichte,  dass er in der Folge in die Niederlande gereist sei, wo er ein Asylgesuch  gestellt habe, dass  ihn  jedoch  die  Niederlande  umgehend  nach  Italien  abgeschoben  habe, dass er fünf oder sechs Monate später geplant habe, nach Frankreich zu  gelangen und dort ein Asylgesuch zu stellen,  dass er sich etwa sechs Monate lang in Calais aufgehalten und von dort  aus vergeblich versucht habe, nach England zu gelangen,  dass  er  deshalb  von Frankreich  her  kommend, wo  er  im Gegensatz  zu  den Niederlanden und Italien nie daktyloskopiert worden sei, am 15. Juni  2011 in die Schweiz eingereist sei und am folgenden Tag im Empfangs­  und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen ein Asylgesuch gestellt hat, dass  eine  daktyloskopische  Abfrage  in  der  EURODAC­Datenbank  vom  16. Juni 2011 ergeben hat, dass der Beschwerdeführer am 14. Oktober  2008 in (…) von den italienischen Behörden erstmals als Asylsuchender  (Code  1)  daktyloskopisch  erfasst  worden  ist  und  auch  am  15. Oktober  2009 in (…), Niederlande, ein Asylgesuch gestellt hat, dass das BFM dem Beschwerdeführer  im EVZ Kreuzlingen am 27. Juni  2011 das  rechtliche Gehör  zu einer allfälligen Überstellung nach  Italien,  Frankreich oder in die Niederlande gewährt hat, dass  das  BFM  die  zuständigen  italienischen  Behörden  am  18.  August  2011  gestützt  auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  c  Dublin­II­VO  (Verordnung  Nr.  343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten  Asylantrags  zuständig  ist)  um  Rücknahme  des  Beschwerdeführers  und  um Antwort bis 2. September 2011 ersucht hat,

E­5020/2011 dass  die  italienischen  Behörden  bis  zum  Verfügungszeitpunkt  des  Bundesamtes  nicht  geantwortet  haben,  weshalb  das  BFM  von  der  stillschweigenden  Zustimmung  Italiens  betreffend  Rücknahme  des  Beschwerdeführers und Behandlung des Asylgesuchs ausgegangen ist, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  2.  September  2011  –  dem  Beschwerdeführer eröffnet am 7. September 2011 – auf das Asylgesuch  nicht getreten ist, seine Wegweisung aus der Schweiz nach Italien verfügt  und  den  Wegweisungsvollzug  angeordnet  hat,  unter  der  Feststellung,  dass  einer  allfälligen  Beschwerde  keine  aufschiebende  Wirkung  zukomme,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis ausgehändigt hat, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  12.  September  2011  (Poststempel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  erhoben  und  gemäss  dem  vorgedruckten  Text  der  Formularbeschwerde  beantragt  hat,  es  sei  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  sei  anzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren,  weiter  sei  festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  unzulässig,  unzumutbar  und  unmöglich  sei,  und  es  die  vorläufige  Aufnahme anzuordnen, dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen  Prozessführung, Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und  – eventualiter  –  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung,  vorsorgliche Anweisung der zuständigen Behörde, Kontaktaufnahmen mit  den  Behörden  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  zu  verbieten  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen;  eventualiter  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  darüber  in  einer  separaten  Verfügung zu informieren, dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmittelschrift  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  könne  nicht  nach  Italien  zurückkehren,  da  er  dort  keine Wohnung,  keine Nahrung  und  auf  der  Strasse  zu  schlafen  habe,  und dass er seiner  im  (…) Monat schwangeren Freundin  (N …) bei der  Geburt des gemeinsamen Kindes beistehen möchte, weil er nicht wolle,  dass sein Kind ohne Vater aufwachsen müsse,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  14.  September  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

E­5020/2011 und zieht in Erwägung, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der  Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 ­ 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  sich  nach  dem  VwVG richtet, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  die  Beschwerdeschrift  aus  drei  inhaltlich  übereinstimmenden  Beschwerdeformularen  in  deutscher,  italienischer  und  amharischer  Sprache  besteht,  in  welcher  die  auf  Anfechtung  einer  materiellen  Abweisung  ausgerichteten  vorgedruckten  Rechtsbegehren  unverändert  geblieben und welche vom Beschwerdeführer auf Deutsch, Englisch und  Amharisch teilweise ausgefüllt und nicht unterschrieben worden sind, dass  anzunehmen  ist,  der  Beschwerdeführer  wolle  die  Verfügung  des  BFM  vom 2.  September  2011  in  allen Punkten  anfechten  und  dass  die  drei Begründungen übereinstimmen, weshalb auf die in der Amtssprache  Deutsch verfasste abzustellen ist, dass  namentlich  der  amharische  Text  auf  die  Autorenschaft  des  Beschwerdeführers  schliessen  lässt,  weshalb  von  einer  Nachbesserung  wegen  fehlender  Unterschrift  in  Anwendung  von  Art.  52  VwVG  abzusehen ist, dass somit auf die  fristgerecht eingereichte und  in der Form akzeptierte  Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

E­5020/2011 dass  im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen  ist, ob das  BFM  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten  ist und  infolgedessen die  Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer Richterin  entschieden wird und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um  eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch  zu begründen ist (Art. 111 Bst. e und Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  sich  aus  den Aussagen  des Beschwerdeführers  ergibt,  dass  er  in  Italien  (…)  am  14.  Oktober  2008  ein  Asylgesuch  eingereicht  hat  und  dieser Umstand Bestätigung in der EURODAC ­Datenbank findet, dass er darüber hinaus in der Anhörung geltend machte, einen drei Jahre  gültigen Aufenthaltstitel für Italien zu besitzen (vgl. A6 S. 5), dass  das  BFM  bei  dieser  Sachlage  und  der  von  Italien  innert  Frist  unbeantwortet  gebliebenen,  auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  c  Dublin­II­VO  gestützten  Anfrage  um  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers  zu  Recht  Italien  als  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig  erachtet hat (Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO), dass in der Beschwerde nichts Stichhaltiges geltend gemacht wird, das in  Bezug  auf  die  Zuständigkeit  Italiens  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens zu einer anderen Beurteilung führen könnte, dass zum sinngemässen Einwand des Beschwerdeführers, er wolle nicht  nach  Italien  zurückkehren,  weil  er  dort  ein  Niemand  sei  und  kein 

E­5020/2011 menschenwürdiges  Leben  –  namentlich:  keine  Wohnung,  kein  Essen,  kein Bett, ein Leben auf der Strasse; zusätzlich gemäss Anhörung (A1 S.  7  f.):  keine  Arbeit,  keine  Anerkennung  als  Flüchtling,  keine  staatliche  Unterstützung  –  habe  beziehungsweise  werde  führen  können,  festzustellen ist, dass im Rahmen der Dublin­Regelung rückkehrende und  verletzliche  Personen  bezüglich  Unterbringung  von  den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt  werden  und  sich  neben  den  staatlichen  Strukturen auch zahlreiche private Hilfsorganisationen der Betreuung von  Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, dass beispielsweise die Organisation Arciconfraternita seit dem 1. Januar  2009  die  Betreuung  der  Flüchtlinge  im  Flughafen  Fiumicino  (Rom)  organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose  Rechtsberatung  anbietet, dass  angesichts  der  Zuständigkeit  Italiens  und  des  Aufenthaltstitels  für  Italien  die  angeblich  bestehende  Schwangerschaft  der  Freundin  (…),  deren  Dublin­Verfahren  gemäss  Eintrag  im  Zentralen  Migrationsinformationssystem  ZEMIS  noch  hängig  ist,  nichts  an  dieser  Sachlage ändert, dass  insbesondere  Art. 8  Dublin­II­VO  keine  Anwendung  findet,  weil  in  Berücksichtigung des sogenannten Versteinerungsprinzips das Verfahren  zur  Bestimmung  des  gemäss  der  Dublin­II­VO  zuständigen  Mitgliedstaates eingeleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals  in einem  Mitgliedstaat  gestellt  wurde  (Art. 4),  was  vorliegend  im Oktober  2008  in  Italien der Fall war, dass  Italien  unter  anderem Signatarstaat  des Abkommens  vom 28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und Grundfreiheiten  (EMRK, SR  0.101)  und  des Übereinkommens  vom  10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche  oder erniedrigende Behandlung oder Strafe  (FoK, SR 0.105)  ist und die  Verpflichtungen aus diesen Abkommen einzuhalten pflegt, dass keine Anhaltspunkte darauf hindeuten, der Beschwerdeführer würde  im Falle einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten  oder  Italien könnte sich  in Bezug auf seine Person nicht an die aus den  obigen Übereinkommen resultierenden Verpflichtungen halten,

E­5020/2011 dass  kein  Grund  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO) zu erkennen ist, dass im Rahmen des Dublin­Verfahrens, einem Überstellungsverfahren in  den für die Prüfung des Asylgesuches zuständigen Staat, systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2  AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005  über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), dass  eine  entsprechende Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss,  dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus der Schweiz zu Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG) und vorliegend keine  Ausnahme  von  diesem  Grundsatz  ersichtlich  ist  (vgl.  BVGE  2008/34  E. 9.2), dass  in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  der  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheides ist (vgl. BVGE 2010/45, E. 10.2) und allfällige  Vollzugshindernisse  im  Rahmen  der  eventuellen  Anwendung  der  sogenannten Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) zu prüfen  sind,  dass nach dem oben Gesagten offensichtlich kein Überstellungshindernis  des Beschwerdeführers nach Italien vorliegt und das BFM demzufolge zu  Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch  nicht eingetreten ist,  dass mit vorliegendem Urteil die Beschwerde abgewiesen und damit das  Beschwerdeverfahren  abgeschlossen  ist,  weshalb  sich  der  Antrag  auf  Erteilung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  respektive  Anordnung vorsorglicher Massnahmen als gegenstandslos erweist, dass  im  Übrigen  aus  den  dem  Gericht  vorliegenden  Akten  nicht  hervorgehen  würde,  die  Vorinstanz  habe  den  Beschwerdeführer  betreffende Daten  an  den Heimatstaat weitergegeben, weshalb  auf  das  Eventualbegehren,  es  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  der  Beschwerdeführer darüber  in einer separaten Verfügung zu  informieren,  mangels  Rechtsschutzinteresses  im  Rahmen  dieses  Verfahrens  nicht  einzutreten ist,

E­5020/2011 dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  abzuweisen  und  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1  ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

E­5020/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.   Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  wird  abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Walter Stöckli Thomas Hardegger Versand:

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