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Bundesverwaltungsgericht 27.12.2011 D-6846/2011

27. Dezember 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·957 Wörter·~5 min·4

Zusammenfassung

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 14. Dezember 2011

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­6846/2011 law/joc/sps Urteil   v om   2 7 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli, Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. Parteien A._______, geboren am (…), Gambia,  (…),   Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin);  Verfügung des BFM vom 14. Dezember 2011 / N (…).

D­6846/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  14. Dezember  2011  –  eröffnet  am  16. Dezember  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom  9. Oktober  2011  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  nach  Italien  verfügte,  den  Beschwerdeführer  –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  feststellte,  der  Kanton  B._______  sei  verpflichtet,  die  Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  dem  Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  aushändigte,  und  feststellte,  und  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die  vorliegende  Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Dezember 2011 (Datum  Poststempel:  20. Dezember  2011)  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  beantragte,  die  Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen,  ihr Recht  zum Selbsteintritt auszuüben und sich  für das vorliegende Verfahren  für  zuständig zu erklären,  dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte,  es  sei  im  Sinne  vorsorglicher  Massnahmen  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen  und  die  Vollzugsbehörden  anzuweisen,  von  der  Überstellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht  über  die  vorliegende  Beschwerde entschieden habe,  dass  er  ferner  beantragte,  es  sei  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses zu verzichten und die unentgeltliche Rechtspflege zu  gewähren,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22. Dezember  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der  Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über 

D­6846/2011 das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48  Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG  und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  respektive  einer  zweiten  Richterin  entschieden wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2  AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet wurde, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich  Missbrauch  und  Überschreitung  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 des  Abkommens  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA,  SR 0.142.392.68])  i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 

D­6846/2011 11. August  1999  (AsylV 1,  SR 142.311)  die  Prüfung  der  staatsvertraglichen  Zuständigkeit  zur  (materiellen)  Behandlung  eines  Asylgesuches  nach  den  Kriterien  der  Verordnung  Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags zuständig ist (Dublin­II­VO) zu erfolgen hat, dass  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  im  Weiteren  voraussetzt,  dass  der  staatsvertraglich  zuständige  Staat  einer  Übernahme  der  asylsuchenden  Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1), dass  gemäss  Art. 3  Abs. 1  Dublin­II­VO  die  Mitgliedstaaten  jeden  Asylantrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im  Hoheitsgebiet  eines  Mitgliedstaates  stellt,  wobei  der  Antrag  von  einem  einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III  Dublin­II­VO als zuständiger Staat bestimmt wird, dass  das  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen  Mitgliedstaates  eingeleitet  wird,  sobald  ein  Asylantrag  erstmals  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt  wurde  (Art. 4  Abs. 1  Dublin­II­VO),  wobei  die  Kriterien  in  der  in  Kapitel III der Dublin­II­VO genannten Rangfolge (vgl. Art. 5­14 Dublin­II­ VO) anzuwenden sind sowie von der Situation zum Zeitpunkt, in dem der  Asylbewerber  erstmals  einen  Antrag  in  einem  Mitgliedstaat  stellt,  auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin­II­VO), dass den Akten entnommen werden kann, dass der Beschwerdeführer in  Italien  am  1. September  2011  ein  Asylgesuch  eingereicht  hat  und  entsprechend  in  der  EURODAC­Datenbank  erfasst  worden  ist  (vgl.  act.  A6/1, act. A7/2),  dass somit die erste Asylantragsstellung gemäss Art. 4 Abs. 1 Dublin­II­ VO in Italien erfolgte,  dass damit das Zuständigkeitsprüfungsverfahren im Sinne des Kapitels III  der Dublin­II­VO nicht weiter zu verfolgen ist, sondern in Anwendung von  Art. 16  Abs. 1 Bst. c,  d  oder  e  Dublin­II­VO  durch  die  Schweiz  als  derzeitigen  Aufenthaltsstaat  des  Beschwerdeführers  ein  Wiederaufnahmeersuchen nach Art. 20 Dublin­II­VO gestellt werden kann  (vgl.  CHRISTIAN FILZWIESER, ANDREA SPRUNG,  Dublin  II­Verordnung, Das  Europäische Asylzuständigkeitssystem,  3. Aufl., Wien­Graz  2010,  Art. 4,  K3, S. 80), 

D­6846/2011 dass  das  BFM  demnach  zu  Recht  unter  Anrufung  von  Art. 16  Abs. 1  Bst. c Dublin­II­VO die italienischen Behörden am 8. November 2011 um  Wiederaufnahme  des  –  am  9. Oktober  2011  illegal  in  die  Schweiz  eingereisten (vgl. act. A9/10 S. 6) – Beschwerdeführers ersuchte (vgl. act.  A13/6), dass  die  italienischen  Behörden  die  Frist  zur  Stellungnahme  bis  zum  23. November  2011  ungenutzt  verstreichen  liessen  (vgl.  act.  A15/1),  weshalb  angesichts  der  Verfristung  eine  stillschweigende  Zusage  zur  Rückübernahme des Beschwerdeführers aus Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­ II­VO vorliegt, dass  demzufolge  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  Italien  als  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  zuständig erachtet hat,  dass  es  im  Weiteren  zutreffend  ausgeführt  hat,  die  vom  Beschwerdeführer gegen eine Überstellung nach  Italien  im Rahmen des  ihm  am  31.  Oktober  2011  gewährten  rechtlichen  Gehörs  geltend  gemachten  Einwände,  wonach  in  Italien  viele  seiner  Landsleute  Straftaten  verüben  und  illegale  Tätigkeiten  begehen  würden  und  er  befürchte,  in diesem kriminellen Umfeld zu  landen (vgl. act. A9/10 S. 8),  ändere  an  der  Zumutbarkeit  der  Wegweisung  und  damit  an  der  Zuständigkeit Italiens nichts, und der Beschwerdeführer könne sich, sollte  er dort aus den erwähnten Gründen Probleme haben, an die italienischen  Behörden wenden, die schutzfähig und schutzwillig seien, und er könne  sich, sollte er konkret bedroht werden, an die zuständige Polizeibehörde  in  Italien  wenden,  wo  er  um  Schutz  ersuchen  und  nötigenfalls  eine  Anzeige erstatten könne,  dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmittelschrift  die  grundsätzliche Zuständigkeit Italiens nicht bestreitet, jedoch die bereits im  vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Einwände wiederholt und  erklärt,  er  sei  dort  nie  zu  seinen  Asylgründen  befragt  worden  und  die  Existenzbedingungen seien in Italien unzumutbar,  dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass Italien – wie die Schweiz – unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der Konvention vom 4.  November  1950  zum Schutze  der Menschenrechte  und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  und  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984 

D­6846/2011 gegen Folter oder andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  ist,  und  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen,  Italien  würde  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden Verpflichtungen halten, dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin­II­ VO zuständiger Staat zudem  gehalten  ist,  unter  anderem  die  Richtlinie  2005/85/EG  des  Rates  vom  1. Dezember  2005  über  Mindestnormen  für  Verfahren  in  den  Mitgliedstaaten  zur  Zuerkennung  und  Aberkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  (sog.  Verfahrensrichtlinie)  und  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003  zur  Festlegung  von  Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von Asylbewerbern  in Mitgliedstaaten  (sog. Aufnahmerichtlinie) anzuwenden respektive umzusetzen, dass die Einwände in der Beschwerde somit zu keiner von derjenigen des  BFM abweichenden Beurteilung führen können, dass  auch  sonst  keine  Gründe  vorliegen,  die  einen  Selbsteintritt  der  Schweiz gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO nahegelegt hätten, dass  das  BFM  demzufolge  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten ist, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht, dass es sich beim Dublin­Verfahren um ein Überstellungsverfahren in den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen  Staat  handelt,  weshalb  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  regelmässig  bereits  Voraussetzung (und nicht erst Regelfolge) des gestützt auf Art. 34 Abs. 2  Bst. d  AsylG  erfolgenden  Nichteintretensentscheides  ist  (vgl.  BVGE  2010/45 E. 10.2 S. 645),  dass mithin allfällige völkerrechtliche und humanitäre Vollzugshindernisse  im  Rahmen  der  eventuellen  Anwendung  der  sogenannten 

D­6846/2011 Souveränitätsklausel  (Art. 3  Abs. 2  Dublin­II­VO  i.V.m.  Art. 29a  Abs. 3  AsylV 1) zu prüfen sind,  dass  folglich  kein  Raum  für  Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  Abs.  1­4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 142.20) besteht, dass das BFM in diesem Sinne den Vollzug der Wegweisung nach Italien  zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG),  dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist,  dass aufgrund des direkten Entscheids  in der Hauptsache die Gesuche  um  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden sind, dass  auch  der  Antrag  auf  Anordnung  vorsorglicher Massnahmen  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  –  solche  können  nur  für  die  Dauer  des  Beschwerdeverfahrens  Wirkung  entfalten  –  infolge  des  direkten  Entscheides in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,  dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich  aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  –  als  aussichtslos  zu  bezeichnen  sind,  weshalb  die  kumulativen  Voraussetzungen  für  die  Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­6846/2011 D­6846/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  abgewiesen.  3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg Versand: