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Bundesverwaltungsgericht 18.11.2011 D-6186/2011

18. November 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,056 Wörter·~5 min·1

Zusammenfassung

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 3. November 2011

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­6186/2011 Urteil   v om   1 8 .   No v embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Bruno Huber; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), Indien, vertreten durch lic. iur. Patricia Müller, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 3. November 2011 / N .

D­6186/2011 Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), der  Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, SR 142.311), des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht  (BGG,  SR 173.110), des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische  Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101), des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105), des  Abkommens  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]),

D­6186/2011 der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO), der Verordnung (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September  2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin­II­VO (DVO Dublin), des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2), stellt fest, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  3.  November  2011  –  eröffnet  am  8. November 2011 –  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf  das Asylgesuch der Beschwerdeführerin vom 17. Mai 2011 nicht eintrat,  die  Wegweisung  nach  Italien  verfügte,  die  Beschwerdeführerin  –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  feststellte,  der  Kanton  M._______  sei  verpflichtet,  die  Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen  und  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die  vorliegende  Verfügung  habe  keine  aufschiebende  Wirkung,  und  der  Beschwerdeführerin  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis aushändigte, dass für die Begründung der Verfügung auf die Akten zu verweisen ist, dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  14.  November  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und  beantragen  liess,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen,  ihr Recht zum Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  das  vorliegende  Asylgesuch  für  zuständig  zu  erachten,  zudem  sei  der  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen und des Weiteren seien die Vollzugsbehörden anzuweisen,  von  einer  Überstellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht  über  den  Suspensiveffekt  der  eingereichten  Beschwerde entschieden habe,

D­6186/2011 dass sie darüber hinaus die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  sowie  den  Verzicht  auf  die  Erhebung eines Kostenvorschusses beantragen liess, dass  für  den  Inhalt  der  Beschwerde  auf  die  Akten  zu  verweisen  und,  soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  15.  November  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art.  105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  52  VwVG), dass  im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen  ist, ob das  BFM  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin zu Recht nicht eingetreten ist und infolgedessen die  Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat, dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

D­6186/2011 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  gestützt  auf  die  einleitenden  Bestimmungen  sowie  Art.  1  Abs.  1  DAA  i.V.m. Art.  29a Abs.  1 AsylV 1 die Prüfung der  staatsvertraglichen  Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der  Dublin­II­VO vorzunehmen ist, dass das BFM gestützt auf Art. 9 Abs. 4 Dublin­II­VO Italien als zuständig  für  die  Prüfung  des  am  17.  Mai  2011  in  der  Schweiz  eingereichten  Asylgesuchs der Beschwerdeführerin erachtet hat, dass die  italienischen Behörden das Ersuchen der Schweizer Behörden  um Rückübernahme  der  Beschwerdeführerin  innerhalb  der  festgelegten  Frist  nicht  beantwortet  haben,  womit  die  Zuständigkeit  Italiens  gemäss  Dubliner  Verfahrensregelung  aufgrund  der  so  genannten  Verfristung  definitiv geworden ist (vgl. Art. 18 Abs. 7 Dublin ­II­VO), dass  die  Beschwerdeführerin  im  Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs  am  17. Juni  2011  lediglich  geltend  machte,  sie  wolle  nicht  nach  Italien  zurückkehren, weil  sie  dort  kein  Leben  habe  und  sterben werde  (Akten  BFM A5/10 Ziff. 17 S. 7), dass  sie  in  der Beschwerdeschrift  ergänzend  geltend machen  liess,  sie  habe  in  Italien  keinen  Zugang  zu  Obdach,  Schutz  und  medizinischer  Versorgung,  weshalb  sie  in  Italien  ohne  materielle  Hilfe  auskommen  müsse, dass die tatsächlich zu erwartende Betreuung der Beschwerdeführerin in  Italien  eine  erniedrigende  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  EMRK  darstelle,

D­6186/2011 dass  die Beschwerdeführerin  schwer  traumatisiert  sei  und  psychiatrisch  betreut  werden  müsse,  nicht  zuletzt  im  Hinblick  auf  eine  allfällige  Suizidgefährdung, dass  sie  allfälligen  Vorladungen  der  schweizerischen  Strafjustiz  keine  Folge mehr  leisten könne,  sollte  sie  in  Italien nach kurzer Zeit  in einem  Asylheim keinen festen Wohnsitz mehr haben, dass  diese  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  indessen  nicht  zu  einer  veränderten Betrachtungsweise führen können, dass  Italien  unter  anderem  Signatarstaat  der  Flüchtlingskonvention  wie  auch der Europäischen Menschenrechtskonvention ist, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  hinsichtlich  des  die  Lebensbedingungen  von  Asylsuchenden  in  Italien  betreffenden  Vorbehalts festhält, dass Asylsuchende bei der Unterkunft, der Arbeit und  beim  Zugang  zur  medizinischen  Infrastruktur  zwar  gewissen  Schwierigkeiten ausgesetzt sein können, dass  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den  Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen  Aufenthalts­  und Lebensbedingungen nicht  zum Schluss  gelangt,  Italien  verletze  nachgewiesenermassen  in  systematischer  Weise  die  Richtlinie  Nr. 2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003  zur  Festlegung  von  Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von  Asylbewerbern  in  den  Mitgliedstaaten (Amtsblatt Nr. L 031 vom 06/02/2003 S. 0018­0025),  dass  keine  Veranlassung  besteht,  die  Regelvermutung  in  Frage  zu  stellen,  wonach  sich  Italien  an  die  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  EMRK  und  der  FoK,  hält  (BVGE  2010/45  E. 7.5 und 7.7), dass  diese  Regelvermutung  umgestossen  werden  kann,  wenn  im  konkreten  Einzelfall  ernsthafte  Indizien  dafür  vorliegen,  dass  die  Behörden des betreffenden Signatarstaates Völkerrecht verletzen (BVGE  2010/45 a.a.O.), dass solche Indizien im vorliegenden Fall nicht ersichtlich sind,

D­6186/2011 dass  für  den  Fall,  dass  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  der  Aufenthaltsbedingungen tatsächlich nicht in der Lage sein sollte, in Italien  ein menschenwürdiges  Leben  zu  führen,  es  grundsätzlich  an  ihr  liegen  würde,  ihre  Rechte  bei  den  italienischen  Behörden  respektive  beim  Europäischen Gerichtshof  oder  beim  EGMR  geltend machen  zu  lassen  (BVGE 2010/45 E. 7.6.4), dass  des  Weiteren  darauf  hinzuweisen  ist,  dass  Dublin­Rückkehrende  betreffend  Unterbringung  von  den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt  werden  und  sich  –  neben  den  staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche private Hilfsorganisationen der Betreuung von Asylsuchenden  und Flüchtlingen annehmen, dass  beispielsweise  die  Organisation  „Arci  con  Fraternità“  seit  dem  1. Januar  2009  die  Betreuung  der  Flüchtlinge  im  Flughafen  Fiumicino  (Rom)  organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose  Rechtsberatung anbietet, dass  unter  diesen  Umständen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür  ersichtlich  sind,  die  Beschwerdeführerin  würde  im  Falle  einer  Rückkehr  nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten, dass  dies  umso  weniger  der  Fall  ist,  als  die  italienischen  Behörden  vorliegend  durch  die  schweizerischen  Behörden  über  die  besonderen  Bedürfnisse der Beschwerdeführerin vorinformiert werden, dass  die  psychiatrische  Versorgung  der  Beschwerdeführerin  in  Italien  möglich und ihr auch zugänglich ist, dass allfällige Gelder, auf welche die Beschwerdeführerin im Rahmen der  schweizerischen Opferhilfe  Anspruch  hat,  auch  nach  Italien  überwiesen  werden können, dass  das  von  der  Beschwerdeführerin  in  der  Schweiz  erlittene  Unrecht  (Vergewaltigung) ihrer Überstellung nach Italien nicht entgegensteht, dass  das  Bezirksgericht  Brugg  die  Beschwerdeführerin  auf  den  20.  Dezember  2011  als  Zeugin  zur  Hauptverhandlung  gegen  zwei  Beschuldigte  vorgeladen  hat,  weshalb  sich  im  Rahmen  des  Dublin­ Verfahrens  insofern  keine Probleme ergeben, als die Überstellung nach  Italien bis spätestens am 14. März 2012 zu erfolgen hat,

D­6186/2011 dass es nach der Überstellung nach Italien allein der Beschwerdeführerin  obliegt,  die  Zustellbarkeit  von  Postsendungen,  Vorladungen  und  dergleichen in Italien durch Bekanntgabe ihrer Adresse zu ermöglichen, dass  der  vorliegende  Entscheid  in  Übereinstimmung  mit  der  bundesverwaltungsgerichtlichen  Praxis  zum  Wegweisungsvollzug  nach  Italien ergeht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E­389/2010 vom  28. Juni 2010), dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf weitere Vorbringen  in der  Beschwerdeschrift einzugehen, dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten  und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen ist, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die  verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs.  1 AuG),  dass eine entsprechende Prüfung – soweit notwendig – vielmehr bereits  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende  Erwägungen), dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach  Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, dass  es  sich  erübrigt,  auf  weitere  Beschwerdevorbringen  oder  Beweismittel  einzugehen,  da  diese  an  der Würdigung  des  vorliegenden  Sachverhalts nichts zu ändern vermögen,

D­6186/2011 dass die Beschwerdeführerin demnach nicht darzutun vermag,  inwiefern  die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist  (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion die Gesuche  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  und  um  Anordnung einer vorsorglichen Massnahme im Sinne der Erteilung der  aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden sind, dass die eingereichte Beschwerde als aussichtslos erschien, weshalb  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.–  (Art. 1 ­  3  VGKE)  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­6186/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand:

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