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Bundesverwaltungsgericht 31.10.2011 D-5898/2011

31. Oktober 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,000 Wörter·~5 min·2

Zusammenfassung

Nichteintreten auf Asylgesuch (Safe Country) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 17. Oktober 2011

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­5898/2011 Urteil   v om   3 1 .   O k t ob e r   2011 Besetzung Einzelrichter Robert Galliker, mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;   Gerichtsschreiber Matthias Jaggi. Parteien 1. A._______, geboren (…),  2. B._______, geboren (…),  alias C._______, geboren (…),  3. D._______, geboren (…), Mongolei,  (…),   Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 17. Oktober 2011 / N (…).

D­5898/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  eigenen  Angaben  zufolge  am   25. Dezember  2008  in  die Schweiz  gelangten, wo  sie  am gleichen Tag  um Asyl nachsuchten,  dass die Beschwerdeführenden 1 und 2 anlässlich der Kurzbefragungen  vom 15. Januar 2009 im Transitzentrum E._______ und der Anhörungen  vom 21. Juni 2010  respektive 31. März 2011 durch das Bundesamt zur  Begründung  ihrer  Asylgesuche  im  Wesentlichen  geltend  machten,  sie  hätten  sich  2004  kennengelernt  und  seien  im  Jahre  2006  zusammengezogen,  dass  die  Familie  der  Beschwerdeführenden  2  gegen  ihre  Verbindung  gewesen sei, zumal sie  (Beschwerdeführende 2) bereits als Kind einem  Mann namens F._______ als Frau versprochen worden sei,  dass  die  Beschwerdeführende  2  von  ihrer  Familie  im  Sommer  2007  respektive  2008  herbei  gerufen  worden  sei,  worauf  man  sie  ohne  ihre  Zustimmung mit F._______ verlobt beziehungsweise verheiratet habe,  dass  sie  fortan  mit  F._______  habe  leben  müssen,  der  oft  betrunken  gewesen  sei  und  sie  geschlagen  sowie  vergewaltigt  habe,  weshalb  sie  zweimal  vergeblich  versucht  habe  zu  fliehen,  worauf  sie  von  ihm  eingesperrt worden sei,  dass  die Beschwerdeführende  2  im November  2008 mit  der Hilfe  eines  Mädchens habe fliehen können und nach Ulan­Bator gefahren sei, wo sie  sich  mit  dem  Beschwerdeführenden  1  getroffen  habe,  den  sie  zuvor  angerufen habe,  dass sie gemeinsam am 19. Dezember 2008 von Ulan­Bator mit dem Zug  nach Moskau gereist seien, von wo sie am 23. Dezember 2008 per LKW  und in einem Van nach Chiasso gelangt seien,  dass  der  Beschwerdeführende  1  anlässlich  der  Befragungen  in  Ergänzung  dazu  vorbrachte,  er  sei  aufgrund  seiner  Beziehung  mit  der  Beschwerdeführenden  2  von  deren  Bruder  G._______  ständig  unter  Druck gesetzt, provoziert und geschlagen worden,  dass  er  im  September  2008  wegen  seiner  Beziehung  zur  Beschwerdeführenden  2  von  G._______  und  dessen  Freunden  gekidnappt worden sei und sie ihn in einen Keller gesperrt hätten, wo er 

D­5898/2011 von ihnen misshandelt und von G._______ mit dem Tod bedroht worden  sei,  dass er nach drei Tagen freigelassen worden sei, wobei sie ihm gedroht  hätten,  er  werde  fertiggemacht,  falls  er  zur  Polizei  ginge,  weshalb  er  keine Anzeige erstattet habe,  dass  für  den  detaillierten  Inhalt  der  Sachverhaltsvorbringen  auf  die  angefochtene  Verfügung  sowie  auf  die  aktenkundigen  Befragungs­  und  Anhörungsprotokolle zu verweisen ist,  dass  die  Beschwerdeführende  2  am  25.  November  2010  die  Tochter  D._______ gebar,  dass  das BFM mit  Verfügung  vom 17. Oktober  2011  –  eröffnet  am  19.  Oktober 2011 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 des  Asylgesetzes vom  26. Juni 1998  (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat,  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  aus  der  Schweiz  sowie  deren  Vollzug  anordnete  und mit  der  Eröffnung  der  Verfügung  Einsicht  in  die  editionspflichtigen Verfahrensakten gewährte,  dass das Bundesamt zur Begründung seines Nichteintretensentscheides  auf die Tatsache hinwies, dass der Bundesrat mit Beschluss vom 28. Juni  2000  die  Mongolei  als  verfolgungssicheren  Staat  ("safe  country")  im  Sinne  von  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  bezeichnet  habe,  und  die  länderspezifischen historischen und politischen Beweggründe  für diesen  Beschluss  (insbesondere  nachhaltiger  Demokratisierungsprozess  seit  1990) nachzeichnete, dass die Bezeichnung eines Landes als  "safe country" die widerlegbare  Vermutung der Verfolgungssicherheit  begründe und nach Art  34 Abs.  1  AsylG  auf  Gesuche  von  Asylbewerbern  aus  solchen  Ländern  nicht  eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung, dass  solche Hinweise  vorliegend  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich  seien,  zumal,  wie  dem  Sachverhalt  entnommen  werden  könne,  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  einzig  Schwierigkeiten  im  familiären  Bereich vorbrächten,  dass  sie  keine  Probleme  mit  den  heimatlichen  Behörden  geltend  machten, 

D­5898/2011 dass  sie  bezüglich  der  aufgeführten  Nachteile  im  familiären  Bereich  staatlicherseits geschützt würden, wenn sie sich an die Behörden wenden  würden,  dass  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  zudem  mittlerweile  (…)­  und  (…)­jährig seien und ein  (…) Kind hätten, weswegen sie nicht mehr auf  ihre Familien angewiesen seien,  dass somit jegliche Hinweise fehlten, welche die widerlegbare Vermutung  des  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  umstossen  könnten,  weshalb  es  den  Beschwerdeführenden nicht gelinge, die Vermutung fehlender Verfolgung  zu widerlegen,  dass der Vollzug der Wegweisung zudem zulässig, zumutbar und möglich  sei,  dass  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  mit  Eingabe  vom  26.  Oktober  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  in  materieller  Hinsicht  beantragten,  die  Verfügung der Vorinstanz vom 17. Oktober 2011 sei aufzuheben und die  Sache  sei  mit  der  verbindlichen  Anweisung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  auf  das  Asylgesuch  einzutreten  und  eine  neue  Verfügung zu erlassen, dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines Kostenvorschusses ersuchten,  dass  die  Beschwerdeführenden  die  Einreichung  von  Unterlagen  betreffend ihre Bedürftigkeit in Aussicht stellten,  dass  für  den  Inhalt  der  Beschwerde  auf  die  Beschwerdeschrift  zu  verweisen ist,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  27.  Oktober  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

D­5898/2011 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 ­  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  dass eine solche Ausnahme nicht vorliegt, dass die Beschwerdeführenden 1 und 2 am Verfahren vor der Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 48 Abs. 1 VwVG),  dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),  dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  über  offensichtlich  begründete  Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der  Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG getroffen hat, dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art.  32­35  und  Art.  35a  Abs.  2  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  nicht eingetreten ist,

D­5898/2011 dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  BVGE  2007/8  E. 2.1), dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  sowie  deren  Vollzugs  dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,  dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten  nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (sogenannte  safe­country­Regelung)  nicht  eingetreten  wird,  ausser  es  gebe  Hinweise  auf  eine  Verfolgung  (Art. 34 Abs. 1 AsylG), dass  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  eigenen  Angaben  zufolge  Staatsangehörige  der  Mongolei  sind,  der  Bundesrat  die  Mongolei  mit  Beschluss  vom 28.  Juni  2000  zum  "safe  country"  im obgenannten Sinn  erklärt  hat  und  auf  diese  Einschätzung  im  Rahmen  der  periodischen  Überprüfung (Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist, dass  somit  die  formelle  Voraussetzung  für  den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheides  –  in  Übereinstimmung  mit  dem  BFM –  gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist, dass  zu prüfen bleibt,  ob das BFM  im Weiteren  zu Recht  erwogen hat,  aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Bezug  auf  die  Mongolei  bestehende  Vermutung  der  Verfolgungssicherheit  widerlegen könnten, dass  bei  Art. 34  Abs. 1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfolgungsbegriff wie  in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG  zur  Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen  vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht  bloss  ernsthafte  Nachteile  nach  Art. 3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  umfasst  (vgl.  EMARK  2004 Nr. 5  E. 4c.aa  S. 35  f.,  EMARK  2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

D­5898/2011 dass  ausserdem  ein  im  Vergleich  zum  –  bereits  erleichterten –  Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzuwenden  ist  und  auch  bei  Asylsuchenden  aus  einem  verfolgungssicheren Staat das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft  werden muss, sobald  in den Akten Hinweise auf Verfolgung  (im soeben  erläuterten  Sinn)  zu  verzeichnen  sind,  deren  Unglaubhaftigkeit  nicht  schon auf den ersten Blick erkannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2  E. 4.3 S. 16 f.), dass  die  Beschwerdeführenden  1  und  2  zur  Begründung  ihrer  Asylgesuche  im  Wesentlichen  geltend  machen,  sie  würden  in  ihrem  Heimatland  vom  Ehemann  beziehungsweise  Verlobten  der  Beschwerdeführenden  2  respektive  ihrer  Familie  verfolgt  und  mit  dem  Tod bedroht,  dass damit  zweifelsfrei eine von Menschenhand stammende Verfolgung  geltend  gemacht  wird,  welche  praxisgemäss  unter  den  weiten  Verfolgungsbegriff  zu  subsumieren  ist  (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa  S. 36),  dass die Beschwerdeführenden 1 und 2 somit eine Verfolgung  im Sinne  von Art. 34 Abs. 1 AsylG vorbringen,  dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  keine  grundsätzlichen  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Verfolgungsvorbringen  der  Beschwerdeführenden 1 und 2 hegte,  dass  die  Aussagen  der  Beschwerdeführenden  1  und  2  zur  Asylbegründung im Kern nicht divergieren, weshalb ihre Vorbringen nicht  auf den ersten Blick unglaubhaft sind,  dass  nach  dem Gesagten  –  entgegen  der  Auffassung  der  Vorinstanz –  Hinweise  auf  eine  Verfolgung  im  Sinne  des  weiten  Verfolgungsbegriffs  und  somit  im  Sinne  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  vorliegen,  welche  einer  materiellen Beurteilung bedürfen,  dass eine solche Beurteilung  indessen nur  im Rahmen einer materiellen  Prüfung  des  Asylgesuchs  im  ordentlichen  Verfahren  erfolgen  kann  und  bei  einem  Nichteintretensentscheid  unzulässig  ist  (vgl.  EMARK  1993  Nr. 16 E. 6 S. 105), 

D­5898/2011 dass  das BFM demnach – wie  in  der Beschwerde  gerügt  –  zu Unrecht  einen Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG erlassen  und damit Bundesrecht verletzt hat (Art. 106 AsylG),  dass  die  Beschwerde  somit  gutzuheissen,  die  angefochtene  Verfügung  des BFM aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung der Asylgesuche  an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, dass mit  vorliegendem Urteil  der  Antrag  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines Kostenvorschusses hinfällig wird, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  aufzuerlegen  sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), weshalb das Gesuch um Gewährung  der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos wird, dass die Beschwerdeführenden im Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich  vertreten wurden, weshalb nicht davon auszugehen ist, ihnen seien durch  die Beschwerdeführung Kosten erwachsen, dass  deshalb  den  Beschwerdeführenden  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist  (Art. 64  Abs. 1  VwVG  sowie  Art. 7 ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite)

D­5898/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen.  2.  Die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  17.  Oktober  2011  wird  aufgehoben  und die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen.  3.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  4.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  5.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Robert Galliker Matthias Jaggi Versand:

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