Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 14.09.2011 D-4418/2011

14. September 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,091 Wörter·~5 min·1

Zusammenfassung

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 30. Mai 2011

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­4418/2011/sed Urteil   v om   1 4 .   S ep t embe r   2011   Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting­Schalch;   Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), Sri Lanka,  Beschwerdeführerinnen,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 30. Mai 2011 / N (…).

D­4418/2011 Sachverhalt: A.  A.a.  Die  Beschwerdeführerin  –  eine  srilankische  Staatsangehörige  tamilischer Ethnie – ersuchte mit Eingabe vom 22. März 2009  (Eingang  bei  der  schweizerischen  Botschaft  in  Colombo  [nachstehend  kurz:  die  Botschaft]  am  31.  März  2009)  für  sich  und  ihre  Tochter  sowie  ihren  Bruder um Asyl in der Schweiz. Mit Schreiben vom 1. April 2009 forderte  die  Botschaft  die  Beschwerdeführerin  auf,  ihr  Gesuch  mit  detaillierten  Angaben  zu  den  geltend  gemachten  Asylgründen  zu  ergänzen  sowie  Beweismittel  und  Identitätspapiere  einzureichen.  Sie  wurde  darauf  hingewiesen, dass ihr Bruder selbst um Schutz nachzusuchen habe, falls  er 18 Jahre alt sei. Die Beschwerdeführerin antwortete mit Schreiben vom  2. Mai 2009 (Eingang bei der Botschaft am 6. Mai 2009) auf die  ihr von  der  Botschaft  gestellten  Fragen  und  gab  verschiedene  Beweismittel  zu  den Akten (act. A2 Ziffn. 1 bis 5).  A.b. Mit den oben erwähnten Eingaben machte die Beschwerdeführerin  zur  Begründung  ihres  Gesuches  im Wesentlichen  geltend,  sie  stamme  aus C._______.  Ihr  Ehemann  sei  am Abend  des  19.  Februar  2008  zur  Arbeit gegangen und anschliessend nicht mehr nach Hause gekommen.  Seither  habe  sie  nichts  mehr  von  ihm  gehört.  Eine  bei  der  Polizei  eingereichte Anzeige habe keinen Erfolg gezeitigt. Eine Woche nach dem  Verschwinden ihres Mannes sei ihr Bruder von Unbekannten entführt und  misshandelt worden. Einen Tag später sei er wieder freigelassen worden;  seither halte er sich versteckt. Sie sei mehrfach angerufen worden, wobei  Lösegeldforderungen  gestellt  worden  seien.  Obwohl  sie  Geld  bezahlt  habe,  sei  ihr Mann  nicht  freigelassen  worden.  Die  Unbekannten  hätten  weitere  Forderungen  gestellt  und  gedroht,  sie  würden  ihre  Tochter  entführen  und  töten,  falls  sie  diesen  nicht  nachkomme. Daraufhin  habe  sie  ihre  Tochter  nicht mehr  zur  Schule  geschickt;  sie  lebten  seither  bei  Freunden und Verwandten.  A.c. Das BFM teilte der Beschwerdeführerin am 17. Januar 2011 mit, es  erachte  den Sachverhalt  als  erstellt  und  verzichte  auf  die Durchführung  einer Anhörung durch die Botschaft. Es erachte die Beschwerdeführerin  nicht  als  schutzbedürftig  im  Sinne  des  Asylgesetzes  und  beabsichtige,  das  Asylgesuch  abzulehnen.  Der  Beschwerdeführerin  wurde  Frist  zur  Einreichung einer Stellungnahme gesetzt. A.d. Am 1. März 2011 wurde bei der Botschaft zu Händen des BFM eine  Stellungnahme  eingereicht.  Es  wurde  ausgeführt,  dass  die 

D­4418/2011 Beschwerdeführerin  immer  noch  keine  Nachrichten  über  den  Verbleib  ihres Mannes habe.  Ihr Onkel sei von Unbekannten erschossen und  ihr  Bruder  sei  entführt  und misshandelt  worden.  Im  November  2010  seien  zwei Polizisten bei  ihr vorbeigekommen und hätten sie aufgefordert,  zur  Polizeistation zu kommen, um Aussagen zu ihrem Ehemann zu machen.  Seither werde sie von mehreren Polizisten  in Zivil belästigt. Sie ersuche  um  einen  Termin  bei  der  Botschaft,  damit  sie  über  die  Belästigungen  berichten könne.  B.  Mit  Verfügung  vom  30. Mai  2011  verweigerte  das  BFM  die  Bewilligung  der Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch ab. Die Verfügung  wurde  der  Beschwerdeführerin  von  der  Botschaft  am  17.  Juni  2011  weitergeleitet, gemäss Rückschein der srilankischen Post wurde ihr diese  am 28. Juni 2011 ausgehändigt (act. A15/3).  Zur Begründung seines Entscheides führte das BFM aus, es erachte den  Sachverhalt unter Einbezug des Antwortschreibens vom 1. März 2011 als  erstellt. Die Entführung des Ehemannes der Beschwerdeführerin und die  Drohungen  und  Erpressungsversuche  gegen  sie  lägen  bereits  längere  Zeit  zurück.  Im  Schreiben  vom  1.  März  2011  habe  sie  keine  neuen  Übergriffe und Drohungen seitens der Unbekannten geltend gemacht. Bei  den geschilderten Übergriffen handle es sich zudem um eine Verfolgung  durch Dritte. Der srilankische Staat gelte als schutzfähig, weshalb sie sich  im  Falle  erneuter  Drohungen  an  die  Behörden  wenden  und  diese  um  Schutz bitten könne. Gemäss ihren Schilderungen und den eingereichten  Beweismitteln  habe  sie  sich  nach  der  Entführung  ihres  Mannes  an  die  Polizei  gewandt.  Sie  habe  erklärt,  sich  dennoch  um  ihre  Sicherheit  zu  sorgen.  Eine  Garantie  des  langfristigen  Schutzes  einer  potenziell  bedrohten Person  könne nicht  verlangt werden. Hinsichtlich  der  geltend  gemachten  Belästigungen  durch  Polizisten  in  Zivil  bestünden  keine  Anhaltspunkte  dafür,  dass  sie  staatlichen  Verfolgungsmassnahmen  ausgesetzt  sei.  Bis  anhin  habe  sie  keine  Probleme  mit  den  Behörden  geltend  gemacht  und  sie  weise  kein  Profil  auf,  das  eine  behördliche  Verfolgung  nahelegen  würde.  Auch  hinsichtlich  der  geltend  gemachten  Belästigung  durch  Polizisten  liege  eine  Verfolgung  durch  Dritte  vor.  Diesbezüglich  sei  ebenso  auf  die  Schutzfähigkeit  des  srilankischen  Staates hinzuweisen. Sie könne sich somit an die Behörden wenden, um  die Täter anzuzeigen. Es bestehe auch die Möglichkeit, die Hilfe anderer  Stellen  (Human  Rights  Commission,  Nichtregierungsorganisationen)  in  Anspruch zu nehmen. Unabhängig davon handle es sich bei den geltend 

D­4418/2011 gemachten  Problemen  um  Nachteile,  die  sich  aus  lokal  oder  regional  beschränkten  Verfolgungsmassnahmen  ableiteten.  Die  Beschwerdeführerin  könne  sich diesen durch Wegzug  in  einen anderen  Landesteil  entziehen,  weshalb  sie  ebenfalls  nicht  auf  den  Schutz  der  Schweiz angewiesen sei. C.  Die Beschwerdeführerin wandte sich mit Schreiben vom 29. Juni 2011 an  die  Botschaft  und  ersuchte  diese  um  Zustellung  einer  englischen  Übersetzung der Verfügung des BFM. D.  Am 22.  Juli  2011 wandte  sich  die Beschwerdeführerin  an  die Botschaft  und ersuchte darum, es sei  ihr und ihrer Tochter  in der Schweiz Asyl zu  gewähren (Eingang der Beschwerde bei der Botschaft: 29. Juli 2011). Die  Botschaft  leitete  diese  Eingabe  am  2.  August  2011  an  das  Bundesverwaltungsgericht  weiter  (Eingang:  11.  August  2011).  Für  die  Begründung der Beschwerde ist auf die Akten zu verweisen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]). 1.2.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Beschwerdeführerinnen  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

D­4418/2011 und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 37 VGG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1  sowie  Art. 52  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4.  In  formeller  Hinsicht  ist  zunächst  festzuhalten,  dass  gemäss  Art.  19  Abs. 1  AsylG  ein  Asylgesuch  im  Ausland  bei  einer  schweizerischen  Vertretung  gestellt  werden  kann,  die  es  mit  einem  Bericht  an  das  Bundesamt  überweist  (Art.  20  Abs.  1  AsylG).  Die  schweizerische  Vertretung  führt  mit  der  asylsuchenden  Person  in  der  Regel  eine  Befragung  durch  (Art.  10 Abs.  1  der Asylverordnung  1  vom 11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV  1,  SR  142.311]).  Ist  dies  nicht  möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  von  der  Vertretung  aufgefordert,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art. 10  Abs. 2  AsylV 1). Die  schweizerische Vertretung überweist  dem Bundesamt das  Befragungsprotokoll  oder  das  schriftliche  Asylgesuch  sowie  weitere  zweckdienliche  Unterlagen  und  einen  ergänzenden  Bericht,  der  ihre  Beurteilung  des  Asylgesuchs  enthält  (Art.  10  Abs.  3  AsylV  1).  Im  vorliegenden Fall holte die Botschaft bei der Beschwerdeführerin weitere  Informationen  ein  und  das  BFM  gewährte  ihr  das  rechtliche  Gehör  zur  beabsichtigten Ablehnung des Asylgesuchs, was praxisgemäss erscheint  (vgl. BVGE 2007/30). 

D­4418/2011 5.  5.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat  oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich  die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken  (Art. 3 AsylG). 5.2.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  der  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im  Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  21  E.  2b,  EMARK  1997  Nr.  15  E.  2.e­g).  Ausschlaggebend  für  die  Erteilung  der  Einreisebewilligung  ist  die  Schutzbedürftigkeit  der  betroffenen  Person  (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2c), mithin die Frage, ob eine Gefährdung im  Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung  zugemutet  werden kann. 6.  6.1. Einleitend  ist  festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin  in der  Beschwerde vom 22. Juli 2011 nicht explizit mit den substanziierten und  überzeugenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  auseinandersetzen.  Vielmehr wiederholt sie in verkürzter Version die bereits im Verfahren vor  dem  BFM  gemachten  Sachverhaltsvorbringen  und  verweist  auf  ihre  schwierigen  Lebensbedingungen  in  Sri  Lanka.  Sie  geniesse  keinen  Schutz,  da  sie  ohne  männliches  Familienmitglied  lebe.  Unbekannte  Personen hätten einst versucht, sie zu entführen. 6.2. Das BFM hat  in  der  angefochtenen Verfügung  zu Recht  befunden,  dass  die  Beschwerdeführerinnen  nicht  von  asylrechtlich  relevanter 

D­4418/2011 Verfolgung  bedroht  sind.  Es  bestehen  aufgrund  der  Aktenlage  keinerlei  Anhaltspunkte  dafür,  dass  die  srilankischen  Behörden  ihnen  keinen  Schutz  gewährten.  Den  bei  der  Vorinstanz  eingereichten  Beweismitteln  ist  zu  entnehmen,  dass  die  zuständigen  Behörden  der  hinsichtlich  des  Verschwindens  ihres  Ehemannes  und  Vaters  erstatteten  Anzeige  nachgingen. Es lässt sich nicht schliessen, dass diese unwillig sind, den  Fall  zu  klären.  Zudem  hat  das  BFM  berechtigterweise  darauf  hingewiesen,  dass  die  Beschwerdeführerinnen  seit  längerer  Zeit  keinen  konkreten Übergriffen oder Drohungen mehr ausgesetzt wurden. Insofern  die  Beschwerdeführerin  in  der  Beschwerde  ausführt,  vor  einiger  Zeit  hätten Unbekannte versucht, sie zu entführen, ist einerseits festzustellen,  dass  sie  dieses  Ereignis  bisher  nicht  erwähnte,  anderseits,  dass  auch  dieses  zeitlich  zurückliegt.  Sollten  die  Beschwerdeführerin  erneut  von  Kriminellen  angegangen  werden,  die  ihr  oder  ihrer  Tochter  gegenüber  Drohungen  aussprechen,  steht  es  ihr  offen,  bei  den  srilankischen  Sicherheitsbehörden Anzeige zu erstatten. Dies gilt ebenso  für den Fall,  dass  sich  srilankische Polizisten  ihr  gegenüber  ungebührlich  benehmen  würden. 6.3.  Schliesslich  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführerin  keine  anderweitigen  Probleme  mit  den  heimatlichen  Behörden  hatte  und  keinerlei Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  sie  habe  in  absehbarer Zukunft  mit der Zufügung ernsthafter Nachteile durch die srilankischen Behörden  zu rechnen. 6.4. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerinnen  nicht  schutzbedürftig  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  sind.  Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  erübrigt  es  sich,  auf  die  weiteren  Ausführungen  und  die  im  vorinstanzlichen  Verfahren  eingereichten  Beweismittel  einzugehen,  da  sie  am  festgestellten  Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen. Das BFM  hat  demnach  zu Recht  die  Einreise  in  die  Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt. 7.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von Fr. 600.­ an 

D­4418/2011 sich  den  Beschwerdeführerinnen  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG);  aus verwaltungsökonomischen Gründen  ist  indessen  in Anwendung von  Art.  6  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2) auf das Erheben von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite)

D­4418/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerinnen,  das  BFM  und  die  schweizerische Botschaft in Colombo. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Hans Schürch Christoph Basler Versand:

D-4418/2011 — Bundesverwaltungsgericht 14.09.2011 D-4418/2011 — Swissrulings