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Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 D-3105/2009

15. Dezember 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,802 Wörter·~9 min·3

Zusammenfassung

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. April 2009

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­3105/2009/wif Urteil   v om   1 5 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit  Zustimmung von Richter Yanick Felley;  Gerichtsschreiberin Anna Kühler. Parteien A._______, geboren B._______, Sri Lanka,  C._______ Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz.  Gegenstand Asyl und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 16. April 2009 / N_______.

D­3105/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer,  ein  sri­lankischer  Staatsangehöriger  tamilischer  Ethnie  aus  D._______,  E._______  (Jaffna  District),  eigenen  Angaben  zufolge  Colombo  am  12.  August  2008  mit  einem  auf  eine  andere Person ausgestellten, aber mit seinem Foto versehenen Pass per  Flugzeug  via  F._______  und  G._______  verliess  und  am  20.  August  2008  auf  dem  Landweg  illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags beim Empfangs­ und Verfahrenszentrum  (EVZ) H._______  um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ H._______ vom 26. August  2008  sowie  der  direkten  Anhörung  vom  3.  September  2008  und  der  ergänzenden Anhörung vom 6. April 2009 vor dem BFM zur Begründung  des Asylgesuchs  im Wesentlichen geltend machte, er habe von  (…) bis  zur Auflösung des Arbeitsvertrages im Jahre (…) in I._______ gelebt und  dort  (…)  gearbeitet  und  sei  einmal  jährlich  nach  Colombo  gereist,  um  seine Ehegattin und die Kinder zu besuchen, dass er seit  (…) ein bis zwei Mal pro Woche einen angeblich wichtigen  Zeitungsjournalisten bei dessen Arbeit unterstützt habe, indem er ihn bei  kleineren  Vorfällen  (A19/S.4)  habe  begleiten  und  ihm  habe  assistieren  dürfen, dass dieser Zeitungsjournalist regierungskritische Berichte verfasst habe,  die  im Ausland publiziert worden seien, und deswegen verhaftet worden  sei, dass  der  Beschwerdeführer  und  seine  Ehefrau  am  (…)  von  der  sri­ lankischen Armee wegen dessen Tätigkeit für den Journalisten zu Hause  aufgesucht,  geschlagen  und  bedroht  worden  seien,  die  Armeeangehörigen  Fotos  von  ihnen  gemacht  und  seine  Identitätsdokumente beschlagnahmt hätten, er sich in J._______ (Nuwara  Eliya  District)  für  zehn  Monate  bei  Verwandten  versteckt  habe  und  während dieser Zeit mehrere Male in Colombo nach ihm gefragt worden  sei,  worauf  seine  Ehegattin  das  Zuhause  zusammen  mit  den  beiden  Kindern verlassen habe,  dass  er  vor  diesem  Hintergrund  und  wegen  der  allgemeinen  Situation  seine Heimat verlassen habe, zumal er sich vor weiteren Übergriffen der  heimischen Armeeleute gefürchtet habe,

D­3105/2009 dass das BFM mit Verfügung vom 16. April 2009 – eröffnet am 18. April  2009  –  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asylgesuch  ablehnte  und  die  Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass  für  die  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  auf  die  Akten  und,  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich,  auf  die  nachfolgenden  Erwägungen verwiesen wird, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Mai 2009 (Poststempel)  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob und in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung  sei aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und  Asyl  zu  gewähren,  eventualiter  sei  er  infolge  Unzulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen, und in  prozessualer Hinsicht  sei  ihm die unentgeltliche Rechtspflege   im Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und es sei  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,  dass er am 17. Mai 2009  (Poststempel) eine Unterstützungsbestätigung  der  "AOZ,  Intake  und  Sozialberatung  für  anerkannte  Flüchtlinge"  einreichte, dass  der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  20.  Mai  2009  dem Beschwerdeführer mitteilte, er dürfe den Ausgang des Verfahrens in  der  Schweiz  abwarten,  über  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  werde  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  befunden  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  werde  verzichtet, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  9.  November  2009  (Poststempel)  zwei  (…)  Bestätigungsschreiben  seiner  Tätigkeit  als  Assistent des erwähnten Zeitungsjournalisten zu den Akten reichte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 

D­3105/2009 Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  eine  solche Ausnahme  im Sinne  von Art.  83  Bst.  d  Ziff.1  BGG  in  casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig  entscheidet, dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG  richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und  Art. 6 AsylG), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111 a Abs. 2 AsylG),  dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde,  dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1  AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder  im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

D­3105/2009 sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält, dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in  wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass  die  Vorinstanz  ihren  negativen  Entscheid  im  Wesentlichen  damit  begründete,  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  seien  realitätsfremd  sowie  unsubstanziiert  ausgefallen  und  müssten  im  Ergebnis als unglaubhaft qualifiziert werden, dass  beispielsweise  die  Aussagen  über  die  Ereignisse,  welche  ihn  zur  Ausreise  bewogen  hätten,  äusserst  vage  geblieben  und  seine  diesbezüglichen Schilderungen allgemein,  realitätsfremd sowie stereotyp  ausgefallen seien, dass  der  Beschwerdeführer  kaum  Angaben  über  den  Reporter/Journalisten und dessen Festnahme habe machen können, sich  auf  Informationen gestützt  habe, die  ihm zugetragen worden seien, und  sich  nicht  um  die  Klärung  der  Sachlage  bemüht  oder  entsprechende  Nachforschungen veranlasst habe, dass  es  dem  Beschwerdeführer  zumutbar  gewesen  wäre,  allenfalls  mit  Hilfe eines Anwaltes seine Parteirechte wahrzunehmen, um abzuklären,  was genau gegen ihn vorliege, dass die diesbezügliche Unbeteiligtheit des Beschwerdeführers nicht mit  der  Situation  einer  tatsächlich  gefährdeten Person  in Einklang  gebracht  werden  könne  und  die Vermutung  zulasse,  er  habe  sich  nie  in  der  von  ihm geschilderten Lage befunden, dass  der  Beschwerdeführer  nach  der  Festnahme  des  Zeitungsjournalisten nicht  in die Ermittlungen einbezogen geworden sei, 

D­3105/2009 was  das  geringe  Interesse  an  seiner  Person  vermuten  lasse,  seine  Schilderung bezüglich der Beschlagnahmung seiner Identitätspapiere von  Seiten  der  Sicherheitskräfte  am  Tage  der  Festnahme  des  Journalisten  somit  nicht  nachvollziehbar  sei,  zumal  die  Sicherheitskräfte  ohne  Sicherstellung  von  möglicherweise  belastendem  Material  und  ohne  Ergreifung  weiterer  Massnahmen  nach  wenigen  Minuten  abgezogen  seien  und  er  selber  zugegeben  habe,  er  wisse  nicht,  was  die  Sicherheitskräfte genau von ihm gewollt hätten,  dass  der  Beschwerdeführer  in Würdigung  der  gesamten  Umstände  die  geltend  gemachte  Verfolgungssituation  nicht  glaubhaft  habe  darstellen  können,  weshalb  es  sich  erübrige,  auf  weitere  Ungereimtheiten  in  den  Ausführungen – wie beispielsweise über die angeblich gemachten Fotos  – einzugehen,  zumal  sich  keine  Hinweise  auf  eine  gezielt  gegen  ihn  gerichtete Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes ergeben würden, dass  die Vorbringen  des Beschwerdeführers  den Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss Art.  7 AsylG nicht  standhalten würden, weshalb  die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, dass am 2. Januar 2008 das zwischen der sri­lankischen Regierung und  der  Organisation  der  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE)  ausgehandelten Waffenstillstandsabkommen vom Februar 2002 von der  Regierung  offiziell  aufgekündigt  und  faktisch  der  innerstaatliche  bewaffnete Konflikt bereits im Sommer 2006 wieder aufgeflammt sei, dass die Regierung weiterhin auf eine militärische Lösung des Konfliktes  setze,  die  LTTE  nach  dem  Verlust  der  Ostprovinz  zur  Guerilla­Taktik  übergegangen  seien  und  gezielte  Anschläge  auf  einflussreiche  Persönlichkeiten  aus  Politik  sowie  auf  staatliche  militärische  Einrichtungen  verübten  und  derzeit  kein  Ende  der  gewalttätigen  Auseinandersetzungen  und  keine  substantielle  Verbesserung  der  Menschenrechts­ und Sicherheitslage  im Norden und Osten des Landes  in Aussicht sei, dass  im  Süden  und  Westen  des  Landes  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  im  Sinne  von  Art.  83  Abs.  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  herrsche,  obwohl  sich  im  Süden  und  Westen  des  Landes  die  menschenrechts­ und sicherheitspolitische Situation verschärft habe und 

D­3105/2009 aufgrund  der  verschärften  Sicherheitsbestimmungen  die  Lebensbedingungen für die Tamilen erschwert worden seien, dass der Vollzug der Wegweisung unter den genannten Umständen nicht  als generell unzumutbar bezeichnet werden könne, dass  auch  keine  individuellen  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  sprechen  würden,  da  der  Beschwerdeführer  beziehungsweise  seine  Frau  seit  (…)  in  Colombo  wohnhaft  gewesen  seien  und  der  Beschwerdeführer  Verwandte  in  Nuwara­Eliya  habe,  bei  denen er mehrere Monate gewohnt habe, dass der Wegweisungsvollzug zumutbar, technisch möglich und praktisch  durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelschrift im Wesentlichen  auf  das  Grundsatzurteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE  E­2775/2007 vom 14. Februar 2008 verweist, welches sich ausführlich zu  den Schranken des Wegweisungsvollzuges von Tamilen nach Sri Lanka  äussere  und  dabei  erhöhte  Anforderungen  an  die  Prüfung  des  Wegweisungsvollzuges  von  Tamilen  nach  Colombo  und  Umgebung  stelle, dass er aus Jaffna stamme und sich im Alter von 22 Jahren für kurze Zeit  nach Colombo begeben habe, um später nach I._______ zu reisen, wo er  bis im Dezember (…) gearbeitet habe, dass  er  sich  seine  Existenz  in  Colombo  hauptsächlich  durch  seine  Einkünfte  im  Ausland  verdient  und  lediglich  ein  Mal  jährlich  seine  Ehegattin  in  Colombo  besucht  habe,  die  seit  ihrer  Heirat  (…)  dort  wohnhaft gewesen sei,  dass er nach seiner Rückkehr aus I._______ und bis zu seiner Ausreise  aus Sri Lanka in J._______ gewohnt habe und faktisch nur während neun  Monaten  in  Colombo  gelebt  und  sich  während  rund  elf  Monaten  in  J._______ aufgehalten habe, weshalb gemäss dem erwähnten Urteil des  Bundesverwaltungsgerichts  im  vorliegenden Fall  erhöhte Anforderungen  an die Prüfung seines Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo  gestellt werden müssten,

D­3105/2009 dass weder er noch seine Ehegattin in Colombo gearbeitet hätten und die  Ehefrau  inzwischen  nicht  mehr  in  Colombo  lebe,  weshalb  unterdessen  kein Zugang mehr zur ehemaligen Wohnung bestehe, dass er sich in J._______ zwar bei Verwandten aufgehalten habe, es sich  jedoch nicht um besonders nahe Verwandte handle, die sich womöglich  nur  für  eine  begrenzte  Zeit  zu  seiner  Beherbergung  verpflichtet  hätten,  und ihre finanzielle Lage nicht bekannt sei, dass er keine weiteren Verwandten  im Süden Sri Lankas habe, er keine  Berufsausbildung  genossen  habe,  nur  für  kurze  Zeit  erwerbstätig  gewesen sei und über keine Singhalesischkenntnisse verfüge, dass somit kein tragfähiges Beziehungsnetz vorliege und weder konkrete  Möglichkeiten  der  Existenzsicherung  noch  die  Wohnsituation  als  gesichert gelten könnten, weshalb der Wegweisungsvollzug gemäss der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichtes  im  vorliegenden  Fall  als  nicht  zumutbar zu qualifizieren und ihm eine vorläufige Aufnahme gemäss Art.  83 Abs. 4 AuG zu erteilen sei, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  der  Prüfung  der  Akten  in  Übereinstimmung mit der Vorinstanz der Ansicht  ist, die Vorbringen des  Beschwerdeführers würden den Anforderungen an das Glaubhaftmachen  gemäss Art.  7 AsylG  nicht  standhalten,  so  dass  ihre Asylrelevanz  nicht  geprüft werden müsse, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, eine  Änderung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  zu  bewirken,  zumal  der  Vorinstanz  keine  stichhaltigen,  substanziierten  und  belegten  Motive  entgegengehalten werden, weshalb,  um Wiederholungen  zu  vermeiden,  vorab  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  des  Bundesamtes  verwiesen  werden kann, dass die eingereichten Bestätigungen zum Beweis einer Hilfstätigkeit  für  einen  Journalisten  nicht  tauglich  sind,  zumal  nicht  begründet  wird,  inwiefern die Aussteller dieser Schreiben (…) aus eigener Wahrnehmung  Aussagen über die Arbeit des Beschwerdeführers machen können, dass  in  beiden,  (…)  datierenden  Bestätigungen  dargelegt  wird,  der  Beschwerdeführer  sei  seit  dem  (…)  unbekannten  Aufenthaltes,  möglicherweise  hätten  ihn  die  Sicherheitskräfte  mitgenommen  und  die  Suche nach ihm sei ergebnislos verlaufen,

D­3105/2009 dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen noch im Mai oder  Juni  (…)  (vgl.  A1/S.  9)  beziehungsweise  bis  ungefähr  (…)  Monate  vor  seiner Ausreise (vgl. A11/S. 10, F116) Kontakt mit seiner Ehefrau gehabt  habe, weshalb die Bestätigungen zum Beweis einer Verfolgung ohnehin  nicht massgebend sind, dass es sich erübrigt, bezüglich des Asylpunktes auf weitere Vorbringen  in  der  Beschwerde,  die  sich  hauptsächlich  auf  die  Frage  der  Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs beschränkt, einzugehen, weil  sie an der dargelegten Einschätzung nichts zu ändern vermögen, dass  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelingt  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu machen, weshalb  das BFM  sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewillligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die  verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der  strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser  [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

D­3105/2009 dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser  massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im  Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten  (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  zur  Publikation  vorgesehenem  Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom  27. Oktober  2011  angesichts  der  veränderten Lage nach dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs im Mai  2009  kürzlich  eine  neue  Beurteilung  der  Situation  und  der  entsprechenden  Zumutbarkeitskriterien  vorgenommen  hat  und  dabei  im  Wesentlichen zur Einschätzung gelangt  ist  (a.a.O., E. 13.2.1),  dass sich  im  Distrikt  Jaffna  die  Lage  in  den  vergangenen  zwei  Jahren  deutlich  gebessert hat und die Versorgungslage entspannt ist, dass  die  Polizei­  und  Zivilbehörden  ihre  Funktionen  und  Tätigkeiten  wieder  aufgenommen  beziehungsweise  von  den  Militärbehörden  übernommen haben, keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die  politische  Lage  nicht  dermassen  angespannt  ist,  dass  eine  Rückkehr  dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsste,

D­3105/2009 dass  angesichts  der  im  humanitären  und  wirtschaftlichen  Bereich  nach  wie  vor  fragilen  Lage  im  Hinblick  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  in  dieses  Gebiet  eine  sorgfältige,  zurückhaltende  Beurteilung  der  individuellen  Zumutbarkeitskriterien  vorzunehmen  ist,  so  ist  neben  allgemeinen  Faktoren  (wie  sozio­ökonomischen  und  medizinischen  Aspekten,  dem  Kindeswohl  usw.)  auch  dem  zeitlichen  Element  gebührend  Rechnung  zu  tragen  (zum  Folgenden  BVGE  E­6220/2006  E. 13.2.1.1 f.), dass für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und dieses Gebiet  erst nach Beendigung des Bürgerkrieges  im Mai 2009 verlassen haben,  der  Wegweisungsvollzug  zurück  in  dieses  Gebiet  als  grundsätzlich  zumutbar zu beurteilen ist, wenn davon ausgegangen werden kann, dass  die  betreffende  Person  auf  die  gleiche  oder  gleichwertige  Lebens­  und  Wohnsituation zurückgreifen kann, die im Zeitpunkt der Ausreise bestand,  und dem Wegweisungsvollzug auch anderweitig nichts entgegensteht,  dass  –  liegt  der  letzte  Aufenthalt  der  betreffenden  Person  in  der  Nordprovinz  indessen  längere  Zeit  zurück  (vor  Beendigung  des  Bürgerkriegs  im  Mai  2009)  oder  gehen  konkrete  Umstände  aus  den  Verfahrensakten hervor, dass sich die Lebensumstände seit der Ausreise  massgeblich verändert haben könnten – die aktuell vorliegenden Lebens­  und Wohnverhältnisse sorgfältig abzuklären sind,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  sodann  bereits  nach  der  früheren  Rechtsprechung  davon  ausging,  bei  Tamilen,  die  aus  dem  Grossraum  Colombo oder dessen Umgebung stammen und dort über ein tragfähiges  Familien­  und  Beziehungsnetz  verfügen  sowie  mit  einer  konkreten  Unterkunftsmöglichkeit  rechnen  können,  grundsätzlich  von  der  Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen ist  (BVGE 2008/2 E. 7.6 S. 20 f.), dass diese Praxis nunmehr im erwähnten neuen Urteil E­6220/2006 nicht  bloss  bestätigt,  sondern  sogar  erweitert  worden  ist,  indem  nun  für  Personen, die aus den Provinzen North Central, North Western, Central,  Western  (namentlich:  der  Grossraum  Colombo),  Southern,  Sabarugamuwa und die Uva­Provinz stammen und dorthin zurückkehren,  der Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar ist (E. 13.3),  dass  weder  das  Bundesverwaltungsgericht  noch  die  Vorinstanz  angesichts  der  allgemeinen Sicherheitslage  in Sri  Lanka  ausschliessen, 

D­3105/2009 dass der Beschwerdeführer und seine Familie aufgrund ihrer tamilischen  Ethnie  im  Rahmen  von  routinemässigen  Überprüfungen  durch  Sicherheitskräfte behelligt worden sind,  dass der Beschwerdeführer aus D._______ stammt, wo noch seine Eltern  und Geschwister leben, sich sein Lebensmittelpunkt indessen seit seiner  Heirat (…) in Colombo befindet, wobei der Beschwerdeführer von (…) in  I._______  erwerbstätig  war,  er  dennoch  einmal  jährlich  nach  Colombo  reiste, um seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder zu besuchen, dass er neun Jahre die Schule in D._______ besuchte und er von (…) in  I._______  bei  einer  (…)  tätig  war,  womit  von  einer  Erwerbstätigkeit  im  eigentlichen Sinne ausgegangen werden kann und somit aufgrund seiner  Erfahrungen  eine  Grundlage  für  den  Aufbau  einer  wirtschaftlichen  Existenz  besteht,  auch wenn  er  für  eine  gewisse  Zeit  nicht  in Colombo  ansässig war, dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmittelschrift  ausführt,  über  kein familiäres beziehungsweise soziales Beziehungsnetz in Colombo zu  verfügen und keinen Zugang mehr zur ehemaligen Wohnung zu haben,  da seine Ehegattin nicht mehr in Colombo wohne, dass er anlässlich der summarischen Befragung ausführte, seine Ehefrau  halte sich in Colombo auf (vgl. A1/S. 4 f.), bei der direkten Anhörung vom  3.  September  2008  beim  BFM  schilderte,  seine  Frau  und  die  Kinder  hätten  sich  bis  zu  seiner Ausreise  in Colombo  aufgehalten  und würden  sich  möglicherweise  noch  in  Colombo,  vielleicht  aber  auch  im  Vanni­ Gebiet  befinden,  er  sich  jedoch  nicht  sicher  sei  und  seine  Frau  nicht  kontaktieren könne, weil das Telefon nicht  funktioniere (vgl. A11/S. 6 f.),  und  bei  der  ergänzenden  Anhörung  vom  6.  April  2009  beim  BFM  diesbezüglich zu Protokoll gab, seine Frau habe Colombo Ende Mai (…)  verlassen  und  sei mit  den Kindern  ins Vanni­Gebiet  geflüchtet,  weil  sie  sich in Colombo als Frau nicht sicher gefühlt habe (vgl. A 19/S. 3),  dass die angebliche Flucht seiner Ehegattin  ins Vanni­Gebiet angesichts  seiner  diesbezüglichen  Schilderungen  (vgl.  A19/S.  3)  und  der  damals  herrschenden  politischen  und  sozialen  Lage  von  vornherein  als  unwahrscheinlich einzustufen ist, dass  seine  Aussagen  betreffend  das  familiäre  Beziehungsnetz  nicht  einleuchten  und  konstruiert  wirken,  zumal  sein  Verhalten  nicht  darauf  schliessen  lässt,  er  habe  sich  ernsthaft  um  die  Kontaktaufnahme  zu 

D­3105/2009 seiner  Familie  bemüht,  und  seine  Vorbringen  nicht  ausreichen,  um  von  einem  nicht  bestehenden  tragfähigen  familiären  Beziehungsnetz  auszugehen,  dass insgesamt somit davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer  zwar  nicht  über  ein  grosses,  aber  doch  über  ein  Beziehungsnetz  in  Colombo verfügt, war er doch beispielsweise  in der Lage, sich während  des  Beschwerdeverfahrens  Dokumente  aus  seinem  Heimatland  zu  beschaffen, womit  sich seine Rückkehr nach der aktuellen Lageanalyse  jedenfalls in den Grossraum Colombo grundsätzlich als zumutbar erweist, dass  es  daher  offenbleiben  kann,  ob  darüber  hinaus  ebenfalls  die  Kriterien  einer  zumutbaren  Rückkehr  zu  seinen  Verwandten  nach  J._______  oder  in  die Region  Jaffna  erfüllt wären, wo  seine Eltern  und  seine beiden Schwestern leben (vgl. A1/S. 5), dass  zudem  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  kein  Zugang  mehr  zur  Familienwohnung  in  Colombo  bestehen  sollte,  und  die  diesbezügliche  Aussage  –  seine  Ehefrau  habe  angeblich  das  gemeinsame  Zuhause  verlassen – nicht zu überzeugen vermag, dass auch keine sonstigen gegen die Zumutbarkeit sprechenden Gründe  vorliegen, da der Beschwerdeführer (soweit aktenkundig) gesund ist, eine  solide Schulausbildung genossen hat und über Arbeitserfahrung verfügt,  weshalb Aussichten auf ein gesichertes Einkommen bestehen und nicht  zu  befürchten  ist,  er  könnte  bei  der  Rückkehr  in  seine  Heimat  in  eine  konkret  existenzbedrohende  Lage  geraten,  wobei  das  Bundesverwaltungsgericht  nicht  verkennt,  dass  der  Aufbau  einer  neuen  Existenz mit Schwierigkeiten verbunden sein kann, dass weder die allgemeine Lage in Colombo noch individuelle Gründe auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung zu bestätigen ist,

D­3105/2009 dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird, dass  die  Beschwerde  angesichts  der  vorstehenden  Erwägungen  als  aussichtslos  zu  bezeichnen  war,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG –  unabhängig  von  der  Frage  der  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers –  abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­3105/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Anna Kühler Versand:

D-3105/2009 — Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 D-3105/2009 — Swissrulings