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Bundesverwaltungsgericht 11.01.2012 C-7015/2010

11. Januar 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,288 Wörter·~11 min·2

Zusammenfassung

Aufsichtsmittel | Rechtsverzögerung

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­7015/2010 Urteil   v om   1 1 .   J a nua r   2012 Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richterin Madeleine Hirsig­ Vouilloz,    Gerichtsschreiber Jean­Marc Wichser. Parteien 1. X._______,   vertreten durch Michael Kunz, Advokat, Fischmarkt 12,  4410 Liestal, 2. Y._______,   vertreten durch Michael Kunz, Advokat, Fischmarkt 12,  4410 Liestal, Beschwerdeführer,  gegen Amt für Stiftungen und berufliche Vorsorge, Basel­ Landschaft, Rathausstrasse 24, 4410 Liestal,    Vorinstanz.  Gegenstand Rechtsverzögerung.

C­7015/2010 Sachverhalt: A.  Mit  Urteil  vom  11.  April  2011  (C­5462/2008  –  C­2795/2009)  hat  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerden  von  X._______  und  Y._______  (nachfolgend die Beschwerdeführer)  gegen die Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  30.  März  2009  des  baselländischen  Amtes  für  Stiftungen  und  berufliche  Vorsorge  (nachfolgend  die  Aufsichtsbehörde  oder  die  Vorinstanz)  abgewiesen,  mit  welchen  diese  zunächst  die  Zeichnungsberechtigung  der  Beschwerdeführer  als  Stiftungsräte  der  Vorsorgestiftung  der  Z._______AG  (nachfolgend  die  Vorsorgestiftung  oder  Verfahrensbeteiligte)  aufgehoben  und  sodann  die  beiden  Beschwerdeführer  in  ihrer  Funktion  als  Stiftungsräte  derselben  suspendiert hatte. B.  B.a  Noch  während  das  genannte  Beschwerdeverfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  im  Gange  war,  wandte  sich  der  Rechtsvertreter  der Beschwerdeführer mit Schreiben  vom 31. Mai  2010  an  die Vorinstanz  und  beantragte  für  seine Klientschaft  unter  anderem,  die  Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  vom  30.  März  2009  seien  mit  sofortiger  Wirkung  aufzuheben  und  die  beiden  suspendierten  Stiftungsräte X._______ und Y._______ seien wieder in ihre Funktion als  Stiftungsräte  einzusetzen;  zudem  wurde  beantragt,  es  sei  den  von  der  Vorinstanz  oder  von  der  ehemaligen  Sachwalterin  beigezogenen  Spezialisten  insbesondere  für  die  Liegenschaftsverwaltung  zu  künden;  des  Weiteren  beantragten  die  Beschwerdeführer,  dass  der  aktuelle  Sachwalter,  Dr.  S._______,  sie  weiterhin  in  Bezug  auf  den  Direktanschluss  bei  der  B._______­Sammelstiftung  unterstütze  und  mit  der Erstellung des Abschlusses 2009 und  ­  falls nötig  ­,  der Mithilfe bei  derjenigen  des  Abschlusses  2010  der  Vorsorgestiftung,  sowie  mit  der  Übergabe  an  die  Stiftungsorgane  der  für  die  Liegenschaftsverwaltung  benötigten Unterlagen betraut werde (act. 1/1). B.b Mit  Schreiben  vom  30.  Juni  2010  an  die  Vorinstanz  (vgl.  act.  1/2)  wiederholten die Beschwerdeführer ihre Anliegen unter Hinweis einerseits  darauf, dass mittlerweile der Direktanschluss der Vorsorgestiftung bei der  B._______­Sammelstiftung  vollzogen  worden  sei,  so  dass  nicht  einzusehen sei, weshalb die Zwangsverwaltung über die Vorsorgestiftung  aufrechterhalten  werde,  und  andererseits  darauf,  dass  die  aktuelle  externe  Liegenschaftsverwaltung  völlig  unzureichend  sei,  weshalb  sie 

C­7015/2010 wieder den Stiftungsorganen übertragen werden müsse. Auch bat sie die  Vorinstanz, über die am 31. Mai 2010 gestellten Anträge zu entscheiden,  worauf  diese  mit  Schreiben  vom  19.  Juli  2010  –  unter  anderem  unter  Hinweis  auf  die  im  damals  noch  laufenden  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  eingebrachten  Argumente  –  an  der  Weiterführung des Sachwaltermandats durch Dr. S._______ festhielt (act.  1/3).  In  der  Folge  insistierten  die  Beschwerdeführer mit  Schreiben  vom  12. August 2010, mit welchem sie eine beschwerdefähige Verfügung über  die  am  31.  Mai  2010  gestellten  Anträge  verlangten  (act.  1/4),  was  die  Vorinstanz  indessen  lediglich  dazu  verleitete,  den  Empfang  diese  Korrespondenz zu bestätigen und zu erklären, dass sie auf eine erneute  Stellungnahme mangels neuer Anhaltspunkte verzichte (act. 1/5).  C.  Mit  Eingabe  vom  23.  September  2010  (vgl.  act.  1)  erhoben  die  Beschwerdeführer  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  wegen  Rechtsverweigerung und wiederholten die Begehren, die sie am 31. Mai  2010  bei  der  Vorinstanz  gestellt  hatten,  also  die  Aufhebung  der  beiden  vorinstanzlichen,  beim  Bundesverwaltungsgericht  zu  diesem  Zeitpunkt  noch  angefochtenen  Verfügungen,  die  Entlassung  der  Liegenschaftsverwalter  und  die  Betrauung  des  derzeitigen  Sachwalters  mit  verschiedenen  Unterstützungsaufgaben.  Dabei  machte  sie  im  Wesentlichen  geltend,  die  Vorinstanz  weigere  sich,  über  diese  Fragen  mittels  beschwerdefähiger  Verfügung  zu  entscheiden,  was  eine  Rechtsverweigerung darstelle. Die Vorinstanz habe zu prüfen, ob die mit  den  beiden  genannten  Verfügungen  verhängten  Massnahmen  –  deren  ursprüngliche  Rechtmässigkeit  vom  Bundesverwaltungsgericht  noch  geprüft  werde  –  im  heutigen  Zeitpunkt  noch  aufrechtzuerhalten  seien,  zumal das von der Vorinstanz bemängelte Darlehen bei der Stifterfirma in  der  Zwischenzeit  weitgehend  amortisiert  sei,  der  Anschluss  an  eine  Sammelstiftung erfolgt sei und sich diese Frage somit nicht mehr stelle,  und auch die angeblich mangelnde Kooperationsbereitschaft  nicht mehr  aktuell  sei,  da  die  Zusammenarbeit  mit  dem  jetzigen  Sachwalter  funktioniere. D.  D.a Mit Eingabe vom 14. Oktober 2010 (vgl. act. 3) nahm der Sachwalter  Dr.  S._______  für  die  Vorsorgestiftung,  die  vom  Instruktionsrichter  als  Beteiligte  in  das  vorliegende  Verfahren  beigezogen  wurde,  zur  Beschwerde  dahingehend  Stellung,  dass  die  vorinstanzlichen 

C­7015/2010 Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  vom  30.  März  2009  noch  Gegenstand  eines  hängigen  Beschwerdeverfahrens  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht bilden würden und ohne dessen rechtskräftige  Erledigung nicht von einer Aufhebung der  (angefochtenen) Verfügungen  ausgegangen werden könne. Im Zeitpunkt der genannten Stellungnahme,  rund dreiviertel  Jahre nach Übernahme des Sachwaltermandates,  stehe  die  Verfahrensbeteiligte  weit  gefestigter  als  zuvor,  insbesondere  durch  deren Anschluss an eine Sammelstiftung; ab dem 1. Januar 2011 würden  denn auch keine Destinatäre mit  reglementarischen Ansprüchen geführt  werden.  Hingegen  sei  die  Bewirtschaftung  der  beiden  Liegenschaften  äusserst  komplex  und  die  Aufnahme  einer  "Kaderversicherung"  mit  Rückstellungen von rund Fr. 2 Mio. sei noch nicht geregelt. Zudem habe  der  Jahresabschluss  2009 wegen  verschiedenen Ungereimtheiten  noch  nicht erstellt werden können. D.b Mit Vernehmlassung vom 3. November 2010 (vgl. act. 4) beantragte  die  Vorinstanz  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  eventualiter  die  Sistierung des vorliegenden Verfahrens bis zur rechtskräftigen Erledigung  des  damals  noch  beim  Bundesverwaltungsgericht  hängigen  Beschwerdeverfahrens. Sie  führte  dabei  im Wesentlichen  aus,  dass  die  Beschwerdeführer sich widersprüchlich verhielten. Einerseits würden sie  die Rücknahme  der Verfügungen  vom 22.  Juli  2008  und  vom 30. März  2009  mit  dem  Argument  verlangen,  dass  deren  Grundlagen  hinfällig  geworden seien, womit sie implizite davon ausgehen würden, dass diese  Grundlagen  bestanden  hätten.  Zudem  würden  sie  gewisse  Aufgaben  beim  jetzigen Sachwalter belassen, der  lediglich das mit den erwähnten  Verfügungen  erteilte  Mandat  weiterführe.  Andererseits  hätten  sie  diese  Verfügungen angefochten und ihre Aufhebung beantragt. Die Vorinstanz  sehe  keinen  Grund,  die  Verfügungen  vor  deren  rechtskräftigen  Erledigung  durch  Urteil  (oder  vorbehaltslosen  Rückzug)  zurückzunehmen.  Weiter  bestehe  weder  eine  Veranlassung,  das  laufende Sachwaltermandat  anzupassen,  noch  ein  Anspruch  auf  Erlass  einer erneuten beschwerdefähigen Verfügung, nachdem die Erteilung des  Sachwaltermandats an Dr. S._______ mit rechtskräftiger Verfügung vom  30.  November  2009  entschieden  worden  sei.  Von  einer  Rechtsverweigerung  könne  keine Rede  sein.  Dass  die  Vorsorgestiftung  heute  stabiler  dastehe,  sei  dem  Sachwalter  zu  verdanken,  dessen  Mandatsfortführung immer noch notwendig erscheine, zumal wesentliche  Fragen  wie  diejenige  der  Kadervorsorge  und  der  Bewirtschaftung  der  Liegenschaften  noch  offen  seien.  Im  Übrigen  würden  die  Beschwerdeführer  völlig  ausblenden,  dass  der  nun  erfolgte,  erfreuliche 

C­7015/2010 Anschluss  an  die  Sammelstiftung  durch  unvollständige  und  unrichtige  Personalmutationen  erschwert  worden  sei.  Deren  Kooperationsbereitschaft sei aus ihrer Sicht nach wie vor fraglich.  E.  Mit  Replik  vom  8.  Dezember  2010  (vgl.  act.  6)  bestätigten  die  Beschwerdeführer  ihr  Rechtsbegehren  und  die  diesbezügliche  Begründung.  Zudem  machten  sie  im  Wesentlichen  geltend,  dass  es  vorliegend  nicht  darum  gehe,  ob  die  beiden mehrfach  erwähnten,  noch  nicht  rechtskräftigen  Verfügungen  rechtens  waren,  sondern  ob  im  heutigen  Zeitpunkt  noch  Anlass  bestehe,  die  Zwangsmassnahmen  aufrechtzuerhalten. Dies sei  ihrer Ansicht nach nicht  (mehr) der Fall, da  die  Gründe  für  die  Zwangsmassnahmen  weitestgehend  weggefallen  seien,  die  Bewirtschaftung  der  Liegenschaften  nicht  komplex  sei,  die  Vorsorgestiftung sich zur Amortisation des Darlehens bei der Stifterfirma  verpflichtet  habe  und  die  offenen  Fragen  bezüglich  Kaderversicherung  mit  Hilfe  des  Sachwalters  problemlos  beantwortet  werden  könnten.  Die  Weigerung  der  Vorinstanz  zu  prüfen,  ob  für  die  verhängten  Zwangsmassnahmen  heute  noch  Gründe  bestünden,  stelle  eine  klassische Rechtsverweigerung dar. F.  Mit Duplik vom 21. März 2011 (vgl. act. 13) bestätigte die Vorinstanz ihre  Rechtsbegehren  und  deren  Begründung.  Sie  verwies  zunächst  auf  ihre  Vernehmlassung,  in  welcher  sie  ausführlich  dargestellt  habe,  weshalb  keine Veranlassung bestehe, die umstrittenen Verfügungen vom 22. Juli  2008 bzw. vom 30. März 2009 im jetzigen Zeitpunkt zurückzunehmen und  weshalb die Sachwalterschaft  fortzuführen sei. Der Auftrag an diesen  in  der  rechtskräftigen  Verfügung  vom  30, März  2009  sei  weit  gefasst  und  bestehe darin, die Verfahrensbeteiligte auf eine gesetzes­, statuten­ und  reglementskonforme  Basis  zu  stellen.  Die  Vorinstanz  führte  zudem  im  Wesentlichen  aus,  dass  sie  die  getroffenen  Massnahmen  periodisch  überprüfe  und  vom  Sachwalter  regelmässig  Berichte  einfordere.  In  diesem Zusammenhang verwies sie auf ein Besprechungsprotokoll  vom  31.  Januar  2011  mit  den  Parteien  zur  Klärung  offener  Fragen  und  zur  Besprechung  des  Abschlusses  2009  sowie  auf  einen  Bericht  des  Sachwalters vom 21. Februar 2011, welche sie beide zusammen mit dem  Bericht der Kontrolle über die Jahresrechnung 2009 ihrer Duplik beilegte.  Sie  wies  insbesondere  darauf  hin,  dass  nach  wie  vor  die  Fragen  der  Kaderversicherung  mangels  Rechtsgrundlage  und  diejenige  der  Liegenschaftsverwaltung  wegen  des  Interessenkonflikts  zwischen 

C­7015/2010 Stifterfirma und Vorsorgestiftung noch weitgehend ungelöst seien und die  Rückführung des Darlehens an die Stifterfirma noch nicht abgeschlossen  sei, so dass die Sachwalterschaft einstweilen  fortgeführt werden müsse.  Von einer Rechtsverzögerung könne nicht gesprochen werden. G.  G.a    Mit  Triplik  vom  21.  April  2011  bestätigten  die  Beschwerdeführer  wiederum ihre Anträge mit deren Begründung und warfen der Vorinstanz  zudem  im  Wesentlichen  vor,  das  Verhältnismässigkeitsprinzip  nicht  zu  beachten (act. 15). G.b Da die Beschwerdeführer ihre Triplik einreichten, kurz bevor sie vom  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  11.  April  2011  Kenntnis  genommen hatten, räumte ihnen der Instruktionsrichter eine Frist ein, um  ihre Triplik allenfalls zu ergänzen, was sie auch mit Eingabe vom 6. Juni  2011 taten (act. 16 und 17). Darin wiesen sie unter anderem darauf hin,  dass die Fragen der Kaderversicherung, der Verwendung der freien Mittel  und  der  Liegenschaftsverwaltung  nicht  Gegenstand  der  beiden  vom  Bundesverwaltungsgericht  geschützten  vorinstanzlichen  Verfügungen  gebildet  hätten,  so  dass  die  diesbezüglichen  Zwangsverwaltung  sofort  aufzuheben  sei.  Insbesondere  hinsichtlich  der  Liegenschaftsverwaltung  sei diese Massnahme stossend und willkürlich, da die Beschwerdeführer  früher  damit  ansehnliche  Überschüsse  erwirtschaftet  hätten.  Auch  die  vollständige  Rückführung  des  Darlehens  und  die  angeblich  mangelnde  Kooperationsbereitschaft  der  Beschwerdeführer  würden  die  Aufrechterhaltung der Zwangsmassnahmen nicht rechtfertigen. H.  H.a  Mit  Instruktionsverfügung  vom  28.  Juni  2011  lud  der  Instruktionsrichter  die  Vorinstanz  einerseits  zu  prüfen,  ob  sie  ihre  inzwischen rechtskräftigen Verfügungen vom 22. Juli 2008 und 30. März  2009 angesichts der zwischenzeitlichen Entwicklung  in Wiedererwägung  ziehen wolle, und andererseits, dem Gericht einen aktuellen Bericht des  Sachwalters zuzustellen, in welchem dieser sich insbesondere auch über  die Notwendigkeit der Fortführung der verfügten Massnahmen bzw. über  allfällige mildere Alternativen ausspricht (act. 19).  H.b  Mit  Eingabe  vom  13.  September  2011  bestätigte  die  Vorinstanz  gestützt  auf  den  inzwischen  eingeholten  aktuellen  Bericht  des  Sachwalters  vom  29.  August  2011  erstens  die  gestellten 

C­7015/2010 Rechtsbegehren,  befand  zweitens,  dass  trotz  anerkannter  Fortschritte  nach wie  vor  gravierende  rechtliche  Probleme  bestünden,  gegen  deren  Lösung sich die Beschwerdeführer aktiv widersetzen würden, so dass die  Fortführung  der  Massnahmen  noch  nötig,  zweckgerichtet,  verhältnismässig und geeignet seien, den rechtmässigen Zustand bei der  Verfahrensbeteiligten  herzustellen,  und  erklärte  sich  drittens  trotz  bestehender Bedenken bereit, den Sachwalter im Rahmen der Verfügung  vom  30.  November  2009  zu  beauftragen,  das  Mandat  der  Liegenschaftsverwaltung  der  Verfahrensbeteiligten  zu  übergeben  sowie  weitere Schritte  zur Wiedereinsetzung  der Beschwerdeführer  zu  prüfen,  sobald die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien (act. 24). H.c  Mit  Eingabe  vom  17.  Oktober  2011  wiederholten  die  Beschwerdeführer  ihre Rügen und  legten  im Wesentlichen dar, dass die  Vorinstanz unzulässige Schlüsse aus dem Bericht des Sachwalters ziehe,  zumal  die  Vermögensanlagen  der  Verfahrensbeteiligten  weitestgehend  konsolidiert  seien, bezüglich des Arbeitgeberdarlehens keine Verletzung  von Art.  57 Abs.  1 BVV2 mehr  vorliege und der Direktanschluss an die  Sammelstiftung  erfolgt  sei.  Zur  Frage  der  Kaderversicherung  sei  festzuhalten,  dass den Beschwerdeführern  die Möglichkeit  einzuräumen  sei,  die  weitere  Zukunft  der  Verfahrensbeteiligten  trotz  Meinungsverschiedenheiten  mit  dem  Sachwalter  selbst  zu  bestimmen,  denn diese habe keine reglementarischen Leistungen mehr zu erbringen.  Die  Verhinderung  dieser  autonomen  Gestaltungsmöglichkeit  stelle  eine  Rechtsverweigerung dar (act. 28). I.  Den  vom  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  15.  Dezember  2010  einverlangten  Kostenvorschuss  von  Fr.  1'300.­­  haben  die  Beschwerdeführer am 27. Dezember 2010 überwiesen (act. 7 und 9). Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

C­7015/2010 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine  Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu gehören die Verfügungen der  Aufsichtsbehörden  im  Bereiche  der  beruflichen  Vorsorge  nach  Art.  74  Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters­ ,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  (BVG,  SR  831.40),  dies  in  Verbindung mit Art. 33  lit.  i VGG. Eine Ausnahme  im Sinne von Art. 32  VGG liegt in casu nicht vor. 1.2.  Eine  Verfügung  als  Beschwerdeobjekt  (über  die  Frage  der  Aufhebung  ex  nunc  von  zuvor  verfügten  aufsichtsrechtlichen  Massnahmen)  liegt  vorliegend  allerdings  nicht  vor.  Die  Eingabe  der  Beschwerdeführer  ist  aber  als  Rechtsverweigerungs­  bzw.  Rechtsverzögerungsbeschwerde  zu  behandeln,  zumal  das  unrechtmässige  Verweigern  oder  Verzögern  einer  anfechtbaren  Verfügung  gleich  wie  eine  Verfügung  angefochten  werden  kann  und  damit dem Erlass einer Verfügung gemäss Art. 5 VwVG gleichgestellt  ist  (Art. 46a VwVG). 1.3.  Das  förmliche  Rechtsmittel  der  Rechtsverweigerungs­  bzw.  Rechtsverzögerungsbeschwerde  wird  an  die  Rechtsmittelinstanz  gerichtet,  welche  zuständig  wäre,  wenn  eine  Verfügung  der  angeblich  säumigen  Verwaltungsbehörde  beanstandet  würde  (ALFRED  KÖLZ/ISABELLE  HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 722). Das  Bundesverwaltungsgericht ist demnach im vorliegenden Fall zuständig. 2.  Die  Rechtsverweigerungs­  und  Rechtsverzögerungsbeschwerde  ist  akzessorisch zum Hauptverfahren, weshalb sich die Beschwerdebefugnis  nach  der  Legitimation  im  Hauptverfahren  richtet.  Demnach  ist  zur  Beschwerde  berechtigt,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), durch die angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  (Art.  48  Abs.  1  Bst.  b  VwVG)  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art.  48  Abs.  1  Bst.  c  VwVG).  Vorliegend  haben  die  Beschwerdeführer  am  vorinstanzlichen Verfahren  teilgenommen,  indem sie von der Vorinstanz  den  Erlass  einer  Verfügung  verlangt  haben  mit  dem  Antrag,  die –  inzwischen  rechtskräftig  gewordenen  –  Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und 30. März 2009 ex nunc wieder aufzuheben. Mit diesen Verfügungen  ist  zunächst  die  Zeichnungsberechtigung  der  Beschwerdeführer  als  Stiftungsräte  der  verfahrensbeteiligten  Vorsorgestiftung  entzogen,  und 

C­7015/2010 sind die Letztgenannten einige Monate später ganz  in  ihrer Funktion als  Stiftungsräte  suspendiert  worden.  Damit  sind  die  Beschwerdeführer  beschwerdelegitimiert. Die Anforderungen an die Form der Beschwerde  sind  erfüllt.  Nachdem  auch  der  einverlangte  Kostenvorschuss  geleistet  worden ist, ist auf die Beschwerde einzutreten. 3.  3.1.  Die  Beschwerdeführer  machen  vorliegend  in  ihrer  als  Rechtsverweigerungsbeschwerde bezeichneten Eingabe geltend, dass  –  unbeachtet  der  Frage  der  (ursprünglichen)  Rechtmässigkeit  der  Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  30.  März  2009,  die  zur  Zeit  der  Beschwerdeerhebung  vom Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen  eines  anderen Beschwerdeverfahrens geprüft  und mit Urteil  vom 11. April  (C­ 5462/2008  –  C­2795/2009)  schliesslich  bejaht  wurde  –  die  Vorinstanz  sich geweigert habe, die Aufhebung ex nunc der genannten Verfügungen  zu prüfen und zu verfügen, zumal die angeblichen Voraussetzungen  für  den  Erlass  dieser  Verfügungen mittlerweile  nicht mehr  bestünden  resp.  die Probleme gelöst seien.  3.2. Demgegenüber  verwies die Vorinstanz  in  formeller Hinsicht  in  ihrer  Vernehmlassung  auf  das  damals  laufende  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  und  wollte  vorerst  den  Abschluss  dieses  abwarten, bevor sie sich mit der Aufhebung (ex nunc) der angefochtenen  Verfügungen  beschäftigen wollte,  respektive  beantragte  eventualiter  die  Suspendierung  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  bis  zur  rechtskräftigen Erledigung des genannten, noch laufenden Verfahrens. In  ihrem  Schreiben  vom  19.  Juli  2010,  mit  welchem  die  Vorinstanz  ausführlich auf das Begehren der Beschwerdeführer einging, verwies sie  in diesem Zusammenhang insbesondere auf ihre Duplik vom selben Tag,  die  sie  beim  Bundesverwaltungsgericht  im  erwähnten  Beschwerdeverfahren eingereicht hatte. In materieller Hinsicht hielt die Vorinstanz  im selben Schreiben vom 19.  Juli  2010  ausdrücklich  an  der  Fortsetzung  des  mit  rechtskräftiger  Verfügung  vom  30.  November  2009  an  Dr.  S._______  übertragenen  Sachwaltermandats  fest.  Über  eine  Aufhebung  sei  erst  zu  entscheiden,  wenn  die  wesentlichen  Pendenzen  erledigt  seien  und  die  ordentliche  Verwaltung  des  Stiftungsvermögens  und  der  Vorsorgestiftung  auch  für  die  Zukunft  sichergestellt  sei,  was  die  Vorinstanz  anhand  der  regelmässigen Berichterstattungen des Sachwalters beurteilen könne.

C­7015/2010 Zu  dieser  Frage  äusserte  sich  der  Sachwalter  namens  der  verfahrensbeteiligten  Vorsorgestiftung  kurz  dahingehend,  dass  ohne  rechtskräftige Erledigung des noch  laufenden Beschwerdeverfahrens  im  jetzigen  Zeitpunkt  nicht  von  einer  Aufhebung  der  (angefochtenen)  Verfügungen ausgegangen werden könne. 4.  4.1. Das  Verbot  der  Rechtsverweigerung  bzw.  Rechtsverzögerung  wird  verletzt, wenn eine Gerichts­ oder Verwaltungsbehörde untätig bleibt oder  das  gebotene  Handeln  über  Gebühr  hinauszögert,  obwohl  sie  zum  Tätigwerden  verpflichtet  wäre.  Eine  Rechtsverweigerung  ist  somit  nur  dann  möglich,  wenn  ein  Anspruch  der  Privaten  auf  Behandlung  ihrer  Begehren  besteht  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5.  Auflage,  Zürich  Basel  Genf  2006,  S.  356,  Rz.  1657),  respektive  wenn  eine  Behörde  sich  weigert,  eine  Verfügung zu erlassen bzw. eine Amtshandlung vorzunehmen, obschon  sie dazu aufgrund der einschlägigen Rechtsnormen verpflichtet wäre (vgl.  etwa MARKUS MÜLLER,  in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/St.  Gallen  2008,  Rz.  4  zu  Art.  46a;  UELI  KIESER,  ATSG­Kommentar,  2.  Auflage,  Zürich  2009, Rz. 12 zu Art. 56).  Nach  der  Praxis  des  Bundesgerichts  liegt  eine  formelle  Rechtsverweigerung  vor,  wenn  eine  Behörde  auf  eine  ihr  frist­  und  formgerecht  unterbreitet  Sache  nicht  eintritt,  obschon  sie  darüber  befinden müsste (BGE 135 I 6 E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des  BVGer C­4828/2010 vom 7. März 2011 E. 7.1). Von Rechtsverweigerung  oder  Rechtsverzögerung  kann  nicht  schon  dann  die  Rede  sein,  wenn  eine Behörde eine Eingabe nicht sofort behandelt. Rechtsverzögerung ist  nur  gegeben, wenn  sich  die  zuständige Behörde  zwar  bereit  zeigt,  den  Entscheid zu fällen, ihn aber nicht binnen der Frist trifft, welche nach der  Natur der Sache und nach der Gesamtheit  der übrigen Umstände noch  als  angemessen  erscheint  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  a.a.O.,  Rz  1658).  Das  Eidg.  Versicherungsgericht  (heute  Bundesgericht)  hat  im  Zusammenhang  mit  einer  Rechtsverzögerungsbeschwerde  in  der  Invalidenversicherung  in  seinem  Urteil  I  387/03  vom  23.  Oktober  2003  entschieden,  dass  es  sich  ausnahmsweise,  insbesondere  auch  aus  verfahrensökonomischen  Gründen,  rechtfertigen  kann,  dass  die  IV­Stelle  die  Behandlung  eines  Leistungsbegehrens aussetzt, bis ein vor einer anderen Instanz hängiges 

C­7015/2010 Verfahren abgeschlossen ist, sofern dessen Ausgang für die Beurteilung  des Leistungsbegehrens von erheblicher Bedeutung ist (SVR 2001 IV Nr.  24  S.  73).  In  vergleichbarer  Ausgangslage  hat  das  Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass eine Sistierung möglich sei,  wenn  sich  verfahrensökonomisch  kein  sofortiger  Entscheid  rechtfertige,  namentlich  ein  Entscheid  in  einem  anderen  Verfahren  den  Streitgegenstand  beeinflussen  könne.  Das  Beschleunigungsgebot  setze  aber auch diesem Sistierungsgrund Grenzen (BVGE 2009/42 E. 2.2). 4.2. Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführer von der Vorinstanz  ausdrücklich  den Erlass  einer Verfügung  über  die Aufhebung  (ex  nunc)  der von dieser verfügten aufsichtsrechtlichen Massnahmen vom 22. Juni  2008  (Entzug  der  Zeichnungsberechtigung  der  Beschwerdeführer  als  Stiftungsräte  der  verfahrensbeteiligten  Vorsorgestiftung)  und  vom  30.  März  2009  (Suspendierung  als Stiftungsräte)  verlangt,  die  damals  noch  Gegenstand  des  hängigen  Beschwerdeverfahrens  C­5462/2008  –  C­ 2795/2009  waren.  Nicht  nachvollziehen  ist  allerdings  in  diesem  Zusammenhang,  dass  die  Beschwerdeführer  nicht  gleichzeitig  auch  die  Aufhebung der  rechtskräftigen Verfügung vom 30. November 2009  (vgl.  act.  30) beantragten, mit welcher die Vorinstanz nach der Niederlegung  des  Mandats  durch  die  bisherige,  mit  Verfügung  vom  30.  März  2009  eingesetzte Sachwalterin über die Verfahrensbeteiligte Dr. S._______ als  neuen Sachwalter mit Einzelzeichnungsberechtigung eingesetzt  hat,  um  den in der erwähnten Verfügung umschriebenen Auftrag fortzuführen und  zu  erledigen.  Damit  verhalten  sie  sich  in  der  Tat  widersprüchlich.  Trotzdem  fragt sich, ob die Vorinstanz gehalten war, entsprechend dem  Antrag in der geschilderten Situation eine Verfügung zu erlassen. 4.3.  4.3.1.  Die  Aufsichtsbehörde  hat  über  die  Einhaltung  der  gesetzlichen,  statutarischen  und  reglementarischen  Vorschriften  zu  wachen  (Art.  62  Abs.  1  BVG),  indem  sie  insbesondere  die  Übereinstimmung  der  reglementarischen Bestimmungen mit den gesetzlichen Vorschriften prüft  (lit.  a),  von  den  Vorsorgeeinrichtungen  periodisch  Berichterstattung  fordert,  namentlich  über  die  Geschäftstätigkeit  (lit.  b),  Einsicht  in  die  Berichte  der  Kontrollstelle  und  des  Experten  für  berufliche  Vorsorge  nimmt (lit. c) sowie die Massnahmen zur Behebung von Mängeln trifft (lit.  d)  und  Streitigkeiten  betreffend  das  Recht  der  versicherten  Person  auf  Information beurteilt (lit. e). 

C­7015/2010 Gemäss  Art.  62  Abs.  1  Bst.  d  BVG  trifft  die  Aufsichtsbehörde  die  Massnahmen  zur Behebung  von Mängeln. Hierzu  stehen  ihr  präventive  und  repressive  Aufsichtsmittel  zur  Verfügung.  Mittels  des  repressiven  Handelns  soll  der  rechtmässige  Zustand  wieder  hergestellt  werden,  während  die  präventiven  Mittel  darauf  ausgelegt  sind,  gesetzes­  und  statutenwidriges  Verhalten  der  Vorsorgeeinrichtung  durch  eine  laufende  Kontrolle  ihrer  Geschäftstätigkeit  zu  verhindern.  Als  repressive  Aufsichtsmittel  kommen  unter  anderem  die Mahnung  pflichtvergessener  Organe, das Erteilen von Weisungen oder Auflagen  in Frage, soweit die  Vorsorgeeinrichtung  keinen  Ermessensspielraum  hat,  auch  die  Aufhebung  und  Änderung  von  Entscheiden  oder  Erlassen  der  Stiftungsorgane,  wenn  und  soweit  diese  gesetzes­  oder  urkundenwidrig  sind,  im  Weiteren  die  Abberufung  und  Neueinsetzung  von  Stiftungsorganen und Liquidatoren, die Ersatzvornahme durch Dritte auf  Kosten  der  Stiftung  oder  die  Einsetzung  eines  Beistandes  oder  eines  interimistischen  Stiftungsrates  unter  gleichzeitiger  Enthebung  des  ordentlichen  Stiftungsrates.  Diese  Aufzählung  ist  nicht  abschliessend,  und  die  Kantone  können  die  Aufsichtsmittel  in  ihren  kantonalen  Ausführungserlassen  regeln  (Isabelle  Vetter­Schreiber,  Staatliche  Haftung  bei mangelhafter BVG­Aufsichtstätigkeit,  Zürich  1996, S.  61  ff.;  Hans Michael Riemer / Gabriela Riemer­Kafka, Das Recht der beruflichen  Vorsorge in der Schweiz, 2. Auflage, Bern 2000, S. 65 f.). 4.3.2.  Im  Rahmen  ihrer  Aufsichtstätigkeit  hat  die  Aufsichtsbehörde  selbstredend  auch  periodisch  zu  prüfen,  ob  die  (repressiven)  Massnahmen, die sie getroffen hat, aufrecht zu erhalten sind. Im  vorliegenden  Fall  hat  die  Vorinstanz  das  Sachwaltermandat  von  Anfang  an  befristet,  und  zwar  bis  zur  Erledigung  des  in  der  Verfügung  vom 30. März 2009 umschriebenen Auftrags, nämlich ­ für die Erfüllung der gesetzlichen, statutarischen und reglementarischen  Verpflichtungen  der Stiftung  zu  sorgen  und  insbesondere  deren Rechte  und  Interessen  gegenüber  Dritten  zu  wahren,  Verantwortlichkeitsansprüche  abzuklären  und  –  nach  Rücksprache  mit  der  Aufsichtsbehörde  ­  nötigenfalls  gerichtlich  durchzusetzen,  sowie  gegebenenfalls Strafanzeige zu erstatten ­  die  ordentliche,  gesetzeskonforme  Führung  der  Stiftung  zu  gewährleisten und dabei insbesondere

C­7015/2010 a)  für  eine  gesetzeskonforme,  der  spezifischen  Situation  der  Vorsorgestiftung  angepasste Vermögensanlage besorgt  zu  sein  (Art.  50  BVV2) b) die Deckung der gesetzlichen und reglementarischen Verpflichtungen  (Risiken  Alter,  Tod  und  Invalidität)  gegebenenfalls  durch  eine  Versicherungsgesellschaft sicherzustellen c) die reglementarischen Grundlagen (Vorsorge­, Anlage­, Organisations­ ,  Rückstellungs­  und  Teilliquidationsreglement)  zu  überarbeiten  bzw.  zu  erstellen und zu verabschieden, und d) die Organisation der Stiftung so zu gestalten und sicherzustellen, dass  ein ordentliches Funktionieren der Stiftung und seiner Organe sowie die  Wahrung des Stiftungszwecks gewährleistet sind. Der  Sachwalter  ist  dabei  eingeladen  worden,  die  Aufsichtsbehörde  regelmässig  und  –  bei  wichtigen  Vorkommnissen  und  Entscheiden –  umgehend  zu  orientieren  (vgl.  rechtskräftige  Verfügung  vom  30.  November 2009, act. 30). Der Sachwalter ist dieser Pflicht regelmässig nachgekommen, zuletzt mit  Bericht  vom  29.  August  2011  (vgl.  act.  24),  was  die  Aufsichtsbehörde  jeweils  erlaubt  hat,  die  Notwendigkeit  der  Aufrechterhaltung  der  getroffenen – bis am 11. April 2011 noch beim Bundesverwaltungsgericht  angefochtenen –  Massnahmen zu überprüfen. In dieser Hinsicht hat die  Vorinstanz  ihre  Aufsichtstätigkeit  aktiv  und  pflichtgemäss  ausgeübt,  so  dass  ihr  diesbezüglich  weder  eine  Untätigkeit  noch  eine  Verzögerung  vorgeworfen  werden  kann.  Noch mit  Schreiben  vom  19.  Juli  2010  (vgl.  act.  1/3)  teilte  die  Vorinstanz  den  Beschwerdeführern  zudem  unmissverständlich und unter Angaben  ihrer Gründe mit, sie sehe keine  Veranlassung,  auf  ihre  umstrittenen Verfügungen  zurückzukommen und  halte bis auf Weiteres an der Weiterführung des Sachwaltermandats fest. 4.4.  4.4.1. Als die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. August 2010 (vgl.  act.  1/4)  trotz  dieser  klaren  Stellungnahme  der  Vorinstanz  diese  ausdrücklich  darum  ersuchten,  über  die  Aufhebung  der  umstrittenen  Verfügungen  mittels  einer  beschwerdefähigen  Verfügung  zu  befinden,  war der Schriftenwechsel im Verfahren C­5462/2008 – C 2795/2009 vom  Bundesverwaltungsgericht  mit  Instruktionsverfügung  vom  26.  Juli  2010 

C­7015/2010 (vgl.  act.  35  in  C­5462/2008  resp.  act.  29  in  C­2795/2009)  als  abgeschlossen  erklärt  worden  (unter  Vorbehalt  weiterer  Instruktionsmassnahmen). Gut acht Monate später hat dasselbe Gericht  denn  auch  das  Urteil  erlassen,  mit  welcher  es  die  beiden  aufsichtsrechtlichen  Verfügungen  geschützt  hat.  Ein  Abwarten  des  Abschlusses jenes Verfahrens wäre den Beschwerdeführern unter diesen  Umständen an sich zumutbar gewesen. 4.4.2.  Die  Auffassung  der  Vorinstanz  in  diesem  Kontext,  die  Beschwerdeführer  hätten  keinen  Anspruch  auf  Erlass  einer  beschwerdefähigen  Verfügung,  welche  materiell  alleine  dem  Zweck  dienen  sollte,  die  rechtskräftige  Verfügung  vom  30.  November  2009  einem  erneuten  Rechtsmittelverfahren  zugänglich  zu  machen  (vgl.  Vernehmlassung der Vorinstanz, act. 4 S. 4), kann das Gericht jedoch in  dieser Absolutheit nicht teilen. Die Beschwerdeführer haben grundsätzlich  einen Anspruch darauf, dass auch Verfügungen, mit welchen repressive  Aufsichtsmassnahmen verfügt wurden, periodisch überprüft werden und –  gegebenenfalls auf begründeten Antrag hin – bestätigt,  revidiert oder ex  nunc aufgehoben werden, wenn die ursprünglichen Voraussetzungen für  deren  Erlass  weggefallen  sind.  Die  Prüfung  bezieht  sich  dann  auf  die  aktuelle  Situation,  welche  sich  nach  Ansicht  der  Beschwerdeführer  geändert  hat  und  die  Aufrechterhaltung  der  Massnahmen  nicht  mehr  rechtfertigt.  Insofern  wäre  es  theoretisch  denkbar  gewesen,  wenn  die  Vorinstanz  ihr  Schreiben  vom  19.  Juli  2010  über  die  Abweisung  des  Antrags  und  über  die  Fortsetzung  der  Massnahmen  in  Verfügungsform  gekleidet hätte. 4.4.3. Allerdings hätte es kaum einen Sinn gehabt und wäre es rechtlich  sogar  sehr  fragwürdig  gewesen,  wenn  die  Vorinstanz  zu  diesem  Zeitpunkt die Fortsetzung von Massnahmen verfügt hätte, die noch nicht  in  Rechtskraft  erwachsen  waren  und  welche  angesichts  des  Devolutiveffekts  (Art.  54  VwVG)  vom  Bundesverwaltungsgericht  vollumfänglich  in  Prüfung  standen.  Die  objektiven  Umstände  des  vorliegenden  Falles  sind  durchaus  vergleichbar mit  denjenigen  im  Falle  der  einstweiligen  Einstellung  eines  Verfahrens  in  Erwartung  eines  Entscheids  in  einem  anderen  Verfahren  mit  Einfluss  auf  das  erstgenannte.  Im Übrigen stünde noch die rechtskräftige Verfügung vom  30. November  2009  über  den Wechsel  des Sachwalters  im Raum,  den  die Beschwerdeführer nicht angefochten haben.

C­7015/2010 4.5.  Jedenfalls  kann  im  Verhalten  der  Vorinstanz  angesichts  der  Umstände  und  insbesondere  des  damals  laufenden  Beschwerdeverfahrens  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  keine  Rechtsverweigerung  erblickt  werden.  Damit  ist  die  vorliegende  Rechtsverweigerungsbeschwerde vollumfänglich abzuweisen. 5.  5.1.  Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  werden  die  Be­ schwerdeführer  gemäss  Art.  63  Abs.  1  VwVG  kostenpflichtig.  Die  Verfahrenskosten  sind  gemäss  dem  Reglement  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  zu  bestimmen.  Sie  werden  auf  Fr.  1'300.­­  festgelegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss verrechnet. 5.2. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz  oder  teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  Kosten  zusprechen.  Allerdings  steht der obsiegenden Vorinstanz gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keine Par­ teientschädigung zu. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Rechtsverweigerungsbeschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'300.­­  werden  den  Beschwerdeführern  auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  derselben  Höhe  verrechnet. 3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr._______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge

C­7015/2010 Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Philippe Weissenberger Jean­Marc Wichser Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat  die  Begehren,  deren  Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-7015/2010 — Bundesverwaltungsgericht 11.01.2012 C-7015/2010 — Swissrulings