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Bundesverwaltungsgericht 07.12.2011 C-6510/2009

7. Dezember 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,567 Wörter·~13 min·3

Zusammenfassung

Invaliditätsbemessung | Rentenrevision

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­6510/2009 Urteil   v om   7 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig­Vouilloz, Richter Stefan Mesmer,    Gerichtsschreiber Jean­Marc Wichser. Parteien X._______,   vertreten durch lic. iur. Bruno A. Hubatka, Rechtsanwalt,  Obere Bahnhofstrasse 24, Postfach 637, 9501 Wil SG 1, Beschwerdeführer,  gegen IV­Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  Avenue Edmond­Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    Vorinstanz.  Gegenstand Rentenrevision.

C­6510/2009 Sachverhalt: A.  A.a Mit Verfügung vom 27. Juni 2008 sprach die IV­Stelle für Versicherte  im  Ausland  (IVSTA)  dem  am  NN.  geborenen,  verheirateten,  in  seinem  Heimatstaat  wohnhaften  spanischen  Staatsangehörigen  X._______,  der  von  1974  bis  2005  in  der  Schweiz  gearbeitet  und  AHV/IV­Beiträge  geleistet hatte, mit Wirkung ab dem 1. August 2006 eine  IV­Viertelrente  (IV­Grad:  40%)  zu  (act.  207  IVSTA).  Diese  Verfügung  erwuchs  unangefochten in Rechtskraft. A.b  Mit  Schreiben  vom  20.  Januar  2009  und  unter  Beilage  von  Spitalberichten  von  Ende  2008  ersuchte  der  Rentenempfänger  um  Erhöhung der Rente wegen einer Verschlechterung des Gesundheits­ zustandes  ab  Juni  2008,  worauf  die  IVSTA  ein  Rentenrevisions­ verfahren einleitete. A.b.a  Zunächst  unterbreitete  sie  die  Unterlagen  ihrem  medizinischen  Dienst. Nach Einsichtnahme in diese Unterlagen kam der zugezogene Dr.  med. M._______  in seinem Bericht vom 20. Februar 2009 zum Schluss,  dass  beim  Versicherten  bei  bekannter  alter  Läsion  der  Rota­ torenmanschette  rechts  am  1.  Dezember  2008  (recte:  17.  November  2008)  ein  arthroskopischer  Eingriff  mit  Bursektomie  und  Revision  der  Sehnenscheide  vorgenommen  worden  und  daher  normalerweise  mit  einer Verbesserung  der Beschwerden  zu  rechnen  sei. Die Behinderung  der  rechten  Schulter  sei  bekannt  und  bilde  auch  die  Grundlage  für  die  bisherige IV­Rente. Es bestehe kein Hinweis auf eine bleibende Zunahme  der Behinderung (act. 224 IVSTA). Darauf gestützt  teilte die IVSTA dem  gesuchstellenden  Rentenempfänger  mit  Vorbescheid  vom  26.  Februar  2009  mit,  dass  die  zugestellten  Unterlagen  nicht  auf  eine  erhebliche  Änderung  dessen  Gesundheitszustandes  schliessen  lasse  (act.  225  IVSTA). A.b.b Hierauf  forderte  die  IVSTA  beim  spanischen  Versicherungsträger  neue ärztliche Unterlagen ein (act. 230 IVSTA). In der Folge wurden ver­ schiedene Unterlagen wirtschaftlichen und medizinischen  Inhalts zu den  Akten beigezogen, insbesondere: ­  zwei  vom Rentenempfänger  am 2. April  (wohl  recte: Mai)  2009 und  am  1.  August  2009  ergänzend  ausgefüllte  Fragebögen  für  die  IV­

C­6510/2009 Rentenrevision  (act.  233  und  239  IVSTA),  wonach  er  nach  dem  26.  September 2007 keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt habe; ­ einen Arztbefund von Dr. T._______ vom 4. März 2009, welche auf  die Diagnosen CIE­9 726.1 (subacromiales Syndrom) und CIE­9 715.9  (Arthrose)  und  auf  eine  Rehabilitation  nach  der  Schulteroperation  hinweist (act. 226 IVSTA); ­  einen  ärztlichen  Evolutionsbericht  der  Agencia  Valenciana  de  Salut  vom  26.  März  2009,  in  welchem  im  Wesentlichen  die  bisherigen  Einschränkungen  und  Schmerzen  an  der  rechten  Schulter  und  die  degenerativen  Veränderungen  im  Bereiche  C3­C4  und  C4­C5  der  Wirbelsäule  bestätigt,  das  Abspreizen  des  Armes  auf  70%  beurteilt  und  die  Rehabilitationsmöglichkeiten  als  erschöpft  betrachtet  werden  (act. 234 IVSTA resp. act. 1/4 und 5/4); ­  den  ärztlichen  Bericht  (Formular  E  213)  des  spanischen  Versicherungsträgers  vom  10.  Juni  2009,  aus  welchem  hervorgeht,  dass  der  gesuchstellende  Rentenempfänger  zu  mindestens  55%  in  Verweisungstätigkeiten  und  zu  100%  in  der  angestammten  Tätigkeit  arbeitsunfähig sei (act. 235 IVSTA). A.b.c  Der  wiederum  beigezogene  IV­Stellenarzt  Dr.  med.  M._______,  dem  diese  weiteren  medizinischen  und  spitalärztlichen  Unterlagen  unterbreitet wurden, nahm am 1. September 2009 dahingehend Stellung,  dass  seit  seinem  ersten  Befund  vom  20.  Februar  2009  sich  auf  dem  medizi­nischen Sektor des Versicherten keine Änderungen mehr ergeben  habe  und  der  bisherige  Grad  der  Arbeitsunfähigkeit  weiterhin  gerechtfertigt sei (act. 240 IVSTA). Zuvor  hatte  derselbe  Arzt  allerdings  in  einem  kurzen  Zwischenbericht  vom 3. April 2009 darauf hingewiesen, dass der Versicherte infolge einer  Schulteroperation  eine  postoperative  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  während maximal 6 Monaten geltend machen könne (act. 228 IVSTA). B.  Mit Verfügung vom 18. September 2009 stellte die IV­Stelle aufgrund der  neuen Unterlagen fest, dass nach wie vor eine dem Gesundheitszustand  angepasste  Tätigkeit  ausgeübt  werden  könnte,  bei  welcher  der  Versicherte mehr als 50% des Erwerbseinkommens erzielen könnte, das  er  erreichen  würde,  wenn  keine  Invalidität  vorläge.  Die  ergänzten  medizinischen  Akten  würden  die  bekannten 

C­6510/2009 Gesundheitsbeeinträchtigungen  bestätigen  und  würden  keine  neuen  Elemente enthalten. Deshalb bestehe nach wie vor ein Anspruch auf eine  Viertelsrente (act. 241 IVSTA). C.  C.a Mit  Eingabe  vom  15. Oktober  2009  (Datum  des  Poststempels,  vgl.  act.  1)  liess  X._______  (nachfolgend  der  Beschwerdeführer)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  vom  18.  September  2009  erheben  und  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  sowie  die  Zusprechung  einer  ganzen  Invalidenrente  beantragen. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen  mit  der  Anweisung,  das  Beweisverfahren  formgerecht  durchzuführen,  dabei  ein  interdisziplinäres  Gutachten  zu  seinem  Gesundheitszustand  einzuholen und anschliessend über dessen Anspruch auf Leistungen der  Invalidenversicherung neu zu befinden. Dabei machte er im Wesentlichen  geltend,  dass  sich  sein  Gesundheitszustand  nachweislich  in  einer  den  Anspruch  erheblichen  Weise  verschlechtert  habe.  Dabei  legte  er  unter  anderem drei  neuere medizinische Berichte  der Agencia Valenciana  de  Salut vom 1. und vom 6. Oktober 2009 ins Recht. C.b  Innert  der  vom  Instruktionsrichter  gewährten  Frist  (vgl.  act.  4)  ergänzte der Beschwerdeführer seine Beschwerde mit Eingabe vom 24.  November 2009 (vgl. act. 5) zunächst in formeller Hinsicht dahingehend,  dass  sein  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  vor  der  beabsichtigten  Ablehnung  seines  Leistungsgesuchs  verletzt  worden  sei.  In  materieller  Hinsicht wies er auf die bisher eingereichten ärztlichen Berichte sowie auf  einen  weiteren  Bericht  vom  15.  Oktober  2009  des  Universitätsspitals  Valencia hin, wonach  trotz des operativen Eingriffs von Ende November  2008  (Entfernung  eines  Schleimbeutels)  die  funktionalen  Einschränkungen  an  der  linken  Hand,  an  der  rechten  Schulter  und  im  Bereich  des  Nackens  mit  einer  chronischen  Nackenentzündung  angestiegen  seien  und  zukünftig  als  chronisch  und  degenerativ  bezeichnet  werden  müssten,  so  dass  keine  Arbeitsfähigkeit  mehr  bestehe.  Doch  selbst  wenn  eine  Restarbeitsfähigkeit  in  einer  angepassten  Tätigkeit  angenommen  werden  würde,  könnte  diese  beim  bereits  60­jährigen Beschwerdeführer  nicht mehr  verwertet werden. Der  allgemeine  Arbeitsmarkt  würde  den  Beschwerdeführer  in  realistischer  Betrachtungsweise gar nicht nachfragen. Im Übrigen verwies er auch auf  die  Kurzbeurteilung  des  IV­Stellenarztes  Dr.  M._______  vom  3.  April 

C­6510/2009 2009  hinsichtlich  der  postoperativen  Arbeitsunfähigkeit  hin  (act.  228  IVSTA). D.  Mit  Vernehmlassung  vom  8.  April  2010  (vgl.  act.  13)  widersprach  die  Vorinstanz dem Beschwerdeführer in verfahrensrechtlicher Hinsicht unter  Verweis auf die Anhörung im durchgeführten Vorbescheidverfahren. Auch  in  materieller  Hinsicht  sei  die  Beschwerde  abzuweisen  und  die  angefochtene Verfügung vom 18. September 2009 zu bestätigen, da der  zugezogene  IV­Arzt  die  neu  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  beurteilt habe und am 26. März 2010 (vgl. act. 249 IVSTA) zum Schluss  gelangt  sei,  dass  daraus  keine  gesundheitliche  Verschlechterung  des  Beschwerdeführers  entnommen  werden  könne.  Die  Arbeitsfähigkeit  bleibe  damit  unverändert  bei  80%  in  leidensangepassten  Verweisungstätigkeiten. Eine weitere Begutachtung sei nicht  indiziert, da  die  vorliegenden  Unterlagen  die  Beurteilung  der  ausschliesslich  orthopädischen  Leiden  ohne  Weiteres  erlauben  würden.  Diese  Restarbeitsfähigkeit  von  80%  in  angepassten  Tätigkeiten  sei  grundsätzlich verwertbar. Den diesbezüglichen Schwierigkeiten sei beim  2007  durchgeführten  Einkommensvergleich  (vgl.  act.  183  IVSTA)  durch  einen Abzug von 20% vom statistischen  Invalideneinkommen Rechnung  getragen worden. Auch der maximal zulässige Abzug von 25% würde am  Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Viertelsrente nichts ändern. E.  Mit  nach mehrmaliger  Fristerstreckung  eingereichter  Replik  vom  6. Mai  2011  (vgl.  act.  30)  bestätigte  der  Beschwerdeführer  die  Anträge  seiner  Beschwerde und deren Begründung. Zudem machte er  im Wesentlichen  geltend,  dass  zu  den  gesundheitlichen  Einschränkungen,  welche  zur  Zusprechung  der  Viertelsrente  geführt  hätten  (OP  der  Rotatoren­ Manschette  und  Resektion  des  AC­Gelenkes  rechts  8/05  mit  postoperativer  Frozen  shoulder;  degenerativ  bedingte  HWS­Probleme,  Amputation  Dig.  III  der  linken  Hand  1992),  gemäss  einem  neu  eingereichten  medizinischen  Bericht  der  Agencia  Valenciana  de  Salut  vom  16.  November  2010  sich  folgende  Leiden  hinzugesellt  hätten  oder  der  diesbezügliche  Zustand  sich  verschlechtert  hätte:  Ostheophyten  an  der Halswirbelsäule  in der hinteren Seite von C4 und C5; Sehnenriss  in  der  linken  Schulter;  Sehnenerkrankung  des  Musculus  infraspinatus,  labrum  mit  degenerativen  Veränderungen;  Lungeninsuffizienz  mit  erfolgter Operation zu Beginn des Jahres 2011. Damit sei es angezeigt, 

C­6510/2009 eine  vollständige  medizinische  Prüfung  der  neuen  Sachlage  vorzunehmen.  F.  Mit Duplik vom 15. Juni 2011 (vgl. act. 32) beantragte die Vorinstanz neu,  die  Beschwerde  sei  dahingehend  teilweise  gutzuheissen,  dass  beim  Beschwerdeführer  vorübergehend,  das  heisst  vom  1.  Februar  2009  bis  zum  31.  August  2009,  ein  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente  bestanden  habe  (Art.  88a  IVV).  Sie  stützt  sich  dabei  auf  den  Bericht  des  von  ihr  zugezogenen IV­Stellenarztes Dr. M._______ vom 27. Mai 2011, wonach  eine  vollständige  Arbeitsunfähigkeit  für  die  Dauer  von  6  Monaten  nach  dem  Schultereingriff  vom  17.  November  2008  (bis  Mitte  Mai  2009)  angenommen werden  könne;  ausser  diesem Vorbehalt  sei  jedoch  beim  Beschwerdeführer nach seinem Dafürhalten gestützt auf die vorliegenden  medizinischen  Unterlagen  zwischen  dem  Revisionsgesuch  und  dem  Verfügungszeitpunkt  keine  Verschlechterung  des  Gesundheitszustands  mit  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  in  Verweisungstätigkeiten  eingetreten.  Zwar  seien  diesen  Unterlagen  zwei  neue  medizinische  Elemente  zu  entnehmen.  Doch  einerseits  lasse  der  anlässlich  einer  Magnetresonanzuntersuchung am 30. Oktober 2010 festgestellte Teilriss  der  Supraspinatussehne  nicht  auf  eine  funktionelle  Behinderung  schliessen.  Es  handle  sich  um  einen  Zufallsbefund,  der  bislang  nie  erwähnt  worden  sei.  Andererseits  sei  ebenfalls  im  November  2010  der  Versicherte  im  Zusammenhang  mit  bullösen  Lungenveränderungen  bei  Lungenemphysem  mit  einer  Drainage  und  einer  Thorakothomie  behandelt  worden,  ohne  dass  daraus  eine  bleibende  Behinderung  entstanden  sei.  Es  handle  sich  um  ein  reversibles  Geschehen  ohne  anhaltende funktionelle Verschlechterung des Gesundheitszustandes und  mithin ohne anhaltende Erhöhung des Grades der Arbeitsunfähigkeit bei  leichten Verweisungstätigkeiten. Der zugezogene IV­Stellenarzt kam zum  Schluss,  dass  es  keinen  Grund  für  eine  zusätzliche  medizinische  Begutachtung  gebe,  denn  die  orthopädischen­klinischen  wie  auch  die  technischen  Unterlagen  seien  für  die  Beurteilung  des  Gesundheitszustandes  und  des  Verlaufs  der  bekannten  Befunden  ausreichend. G.  Mit  Triplik  vom  16.  September  2011  (vgl.  act.  36)  hielt  der  Beschwerdeführer  nach  wie  vor  an  seiner  Beschwerde  fest  und  wies  zudem  darauf  hin,  dass  die  Vorinstanz  ausser  Acht  lasse,  dass  die  Ereignisse,  die  zur  jetzt  anerkannten,  zeitlich  beschränkten  100%­igen 

C­6510/2009 Arbeitsunfähigkeit  führten,  bereits  vorher  seine  Gesundheit  belastet  hätten. Dazu legte er einen medizinischen Bericht seines Hausarztes Dr.  med. H._______ vom 17. August 2011 bei, wonach eine kontinuierliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  eingetreten  sei,  allerdings  mit unbekanntem Zeitpunkt. Ausserhalb des Beschwerdeverfahrens habe  er  nun  ein  erneutes  Revisionsgesuch  gestellt  infolge  jetzt  sprunghafter  Verschlechterung seines Zustandes. H.  Mit  Eingabe  vom  22.  September  2011  erklärte  die  Vorinstanz,  auf  eine  weitere  Stellungnahme  zu  verzichten,  zumal  sich  aus  der  Triplik  des  Beschwerdeführers keine neuen Aspekte ergeben würden. I.  Den mit  Zwischenverfügung  vom 30. März  2011  vom  Instruktionsrichter  einverlangten Kostenvorschuss von Fr. 400.­­ hat der Beschwerdeführer  am 5. April 2011 überwiesen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1.  Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören  jene der  IV­Stelle  für  Versicherte  im  Ausland,  die  zu  den  Vorinstanzen  des  Bundesverwaltungsgerichts  gehört  (Art.  33  lit.  d VGG;  vgl.  auch Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom  19.  Juni  1959  [IVG, SR 831.20]).  Eine Ausnahme, was  das Sachgebiet  angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 1.2. Das  VwVG  findet  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz  vom  6.  Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art.  3 Bst. dbis VwVG). 1.3.  Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  die  Verfügung  der  IV­Stelle  für Versicherte  im Ausland  vom 18. September  2009.  Der  Beschwerdeführer  hat  frist­  und  formgerecht  (Art.  60  ATSG)  Beschwerde erhoben. Durch die Verfügung ist er besonders berührt und 

C­6510/2009 hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Änderung  oder  Aufhebung  (Art. 59 ATSG). Damit ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutreten. 2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit,  wenn  nicht  eine  kantonale  Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 3.  Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  eines  Mitgliedstaates  der  Europäischen  Gemeinschaft  (EU),  so  dass  vorliegend  das  am  1.  Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  vom  21.  Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  mit  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (FZA, SR 0.142.112.681),  insbesondere dessen Anhang II,  der  die  Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  regelt,  anwendbar  ist  (vgl. Art.  80a  IVG,  in Kraft  seit  dem 1.  Juni  2002). Nach  Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni  1971  (SR  0.831.109.268.1)  haben  die  Personen,  die  im  Gebiet  eines  Mitgliedstaates  wohnen,  für  die  diese  Verordnung  gilt,  die  gleichen  Rechte  und  Pflichten  aufgrund  der  Rechtsvorschriften  eines  Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst,  soweit  besondere  Bestimmungen  dieser  Verordnung  nichts  anderes  vorsehen.  Demnach  richtet  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  Leistungen  der  Invalidenversicherung  nach  dem  schweizerischen  Recht,  insbesondere  dem  IVG  sowie  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom  17.  Januar  1961  (IVV,  SR  831.201),  des  ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11. September 2002  (ATSV, SR 830.11). 4.  4.1.  Im  Folgenden  zu  prüfen  ist,  ob  der  Beschwerdeführer  ab  der  rechtskräftigen  Zusprechung  einer  Viertelsrente  der  Invalidenversicherung  durch  die  Vorinstanz  (27.  Juni  2008)  bis  zum  Zeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung  (18.  September  2009)  infolge  einer  allfälligen  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  Anspruch  auf eine ganze Invalidenrente hat. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze massgebend  sind,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu 

C­6510/2009 Rechtsfolgen  führenden  Tatbestandes  Geltung  haben,  und  weil  nach  ständiger  Praxis  der  Sozialversicherungsgerichte  bei  der  Beurteilung  eines  Falles  grundsätzlich  auf  den  bis  zum Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Verwaltungsaktes  eingetretenen  Sachverhalt  abgestellt  wird (BGE 132 V 2 E. 1, 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), sind die auf den  1.  Januar 2008  in Kraft  getretenen Bestimmungen der 5.  IV­Revision  in  der Fassung vom 6. Oktober 2006 (AS 2007 5129) anwendbar. 4.2. Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung  mit  Art.  1  Abs.  1  IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG­Normen  zur  Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit  (Art. 7),  Invalidität  (Art. 8)  und  zur  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  (Art.  16)  hat  das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössisches  Versicherungsgericht  [EVG])  erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art.  3­13  ATSG  enthaltenen  Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um  eine  formellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu  den  entsprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG  handelt  und  sich  inhaltlich  damit  keine  Änderung  ergibt,  weshalb  die  hierzu  entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann  (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art.  16 ATSG  führt nicht  zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur  zur  Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten, welche weiterhin  nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen  ist  (zu  Art.  28  Abs.  2  IVG  in  der  bis  zum  31.  Dezember  2002  in  Kraft  gestandenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und  b). 5.  5.1.  Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art.  8  Abs.  1  ATSG).  Nach  Art.  4  IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  (Abs.  1);  sie  gilt  als  eingetreten, sobald sie die  für die Begründung des Anspruchs auf die  jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). 5.2. Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente  besteht  gemäss  Art.  28  Abs. 1  IVG bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, derjenige  auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem  solchen  von  mindestens  60%,  derjenige auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50%  und  derjenige  auf  eine  Viertelsrente  ab  einem  solchen  von  40%. 

C­6510/2009 Gemäss  Abs.  1ter  dieser  Norm  werden  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50%  entsprechen,  jedoch  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die  ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der  Schweiz  haben.  Nach  der  Rechtsprechung des EVG stellt Art. 28 Abs. 1ter  IVG nicht eine blosse  Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 5.3.  Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das  Erwerbseinkommen,  das  die  versicherte  Person  nach  Eintritt  der  Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und  allfälliger  Eingliederungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgeglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkommen),  in  Beziehung  gesetzt  zum Erwerbseinkommen,  das  sie  erzielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Validen­einkommen; Art.  16 ATSG). Der Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbs­einkommen  ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenübergestellt  werden,  worauf  sich  aus  der  Einkommensdifferenz  der  Invaliditätsgrad  bestimmen  lässt.  Insoweit  die  fraglichen  Erwerbseinkommen  nicht  genau  ermittelt  werden  können,  sind  sie  nach  Massgabe  der  im  Einzelfall  bekannten  Umstände  zu  schätzen  und  die  so  gewonnenen  Annäherungswerte  miteinander  zu  vergleichen  (allgemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E.  1,  104 V 136 E.  2a und b;  ZAK  1990  S.  518  E.  2).  Erwerbsunfähigkeit  ist,  vereinfacht  ausgedrückt,  die  durch  einen  Gesundheitsschaden  verur­sachte  Unfähigkeit,  durch  zumutbare  Arbeit  Geld  zu  verdienen  (ALFRED  MAURER, Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140). 5.4. Der  Begriff  der  Invalidität  ist  demnach  nicht  nach  dem  Ausmass  der  gesundheitlichen  Beeinträchtigung  definiert,  sondern  nach  der  daraus  folgenden  Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen  zu  erzielen  (BGE  110 V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich  zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs­ bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur  im  angestammten  Beruf  bzw.  der  bisherigen  Tätigkeit,  sondern  – wenn  erforderlich –  auch  in  zumutbaren  anderen  beruflichen  Tätigkeiten (Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also  grundsätzlich  nach  wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grundsätzen zu ermitteln. Das heisst, dass es bei der Bemessung der  Invalidität  einzig  und  allein  auf  die  objektiven  wirtschaftlichen  Folgen 

C­6510/2009 der  funktionellen  Behinderung  ankommt,  welche  nicht  unbedingt  mit  dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen  Einschränkung  übereinstimmen  müssen  (BGE  110  V  275;  ZAK  1985  S.  459).  Trotzdem  ist die Verwaltung und  im Beschwerdefall auch das Gericht  auf  Unterlagen  angewiesen,  die  der  Arzt  und  gegebenenfalls  auch  andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arztes ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung  zu  nehmen,  in  welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet  werden  können  (BGE  115  V  134  E.  2,  114  V  314  E.  3c mit  Hinweisen;  ZAK  1991  S.  319  E.  1c).  Die  rein  wirtschaftlichen  und  rechtlichen  Beurteilungen,  insbesondere  im  Zusammenhang mit  der  Bestimmung  der  Erwerbsfähigkeit,  obliegt  dagegen  der  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall dem Gericht. 5.5.  Zu  bemerken  bleibt,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungspflicht  ein  invalider  Versicherter  gehalten  ist,  innert  nützlicher  Frist  Arbeit  im  angestammten  oder  einem  anderen  Berufs­  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie  möglich und zumutbar erscheint  (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E.  2a).  Deshalb  ist  es  am  behandelnden  Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV­Stelle  aus  medizinischer  Sicht  zu  bestimmen,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit  hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen. 6.  6.1.  Hinsichtlich  der  Revision  einer  Rente  ist  Folgendes  festzuhalten:  Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird  die  Rente  von  Amtes  wegen  oder  auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt  oder  aufgehoben  (Art.  17  Abs.  1  ATSG).  Ein  Revisionsgesuch  wird  nur  geprüft,  wenn  die  versicherte  Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den  Anspruch  erheblichen Weise  geändert  hat  (Art.  87 Abs.  3  und 4  IVV  in  Verbindung  mit  Art.  17  Abs.  1  ATSG;  vgl.  hierzu  BGE  130  V  343  E.  3.5.3).  Unter  Glaubhaftmachung  ist  nicht  der  Beweis  nach  dem  im 

C­6510/2009 Sozialversicherungsrecht  allgemein  massgebenden  Grad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  zu  verstehen.  Die  Beweisanforderungen sind vielmehr herabgesetzt,  in dem nicht im Sinne  eines  vollen  Beweises  die  Überzeugung  der  Verwaltung  begründet  zu  werden  braucht,  dass  seit  der  letzten,  rechtskräftigen  Entscheidung  tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten  ist. Es genügt, dass der  geltend  gemachten  rechtserheblichen  Sachumstand  wenigsten  gewisse  Anhaltspunkte  bestehen,  auch wenn durchaus  noch mit  der Möglichkeit  zu  rechnen  ist,  bei  eingehenden  Abklärung  werde  sich  die  behauptete  Änderung  nicht  erstelle  lassen.  Bei  der  Prüfung  der  Frage,  ob  die  Vorbringen  der  versicherten  Person  glaubhaft  sind,  berücksichtigt  die  Verwaltung  u.a.,  ob  seit  der  rechtskräftigen  Erledigung  des  letzten  Rentengesuches lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je  nachdem  sind  an  das  Glaubhaftmachen  einer  Änderung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  höhere  oder  weniger  hohe  Anforderungen zu stellen (Urteil BGer 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008  E.  2.2).  Der  Untersuchungsgrundsatz,  wonach  das  Gericht  von  Amtes  wegen  für die  richtige und vollständige Abklärung des  rechtserheblichen  Sachverhalts zu sorgen hat, spielt  insoweit nicht  (vgl. BGE 130 V 64 E.  5.2.5). Tritt aber die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die  Sache  materiell  abzuklären  und  sich  zu  vergewissern,  ob  die  dem  Versicherten  glaubhaft  gemachte  Veränderung  des  Invaliditätsgrades  oder  Hilflosigkeit  auch  tatsächlich  eingetreten  ist  (Urteil  BGer  9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 3.2 mit Hinweisen). 6.2.  Ein  Revisionsgrund  ergibt  sich  wie  gesagt  aus  jeder  wesentlichen  Änderung  der  tatsächlichen  Verhältnisse,  die  geeignet  sind,  den  Invaliditätsgrad  und  damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen  (BGE  130 V 343 E. 3.5, mit weiteren Hinweisen, SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2).  Keine  Veränderung  der  tatsächlichen  Verhältnisse  bedeutet  eine  unterschiedliche  Beurteilung  eines  im  Wesentlichen  unveränderten  Sachverhalts  (zum  Beispiel  eine  andere  Einschätzung  der  zumutbaren  Arbeitsleistung, vgl. SVR 2004 IV 5, E. 3.3; 1996 IV Nr. 70 E. 3a). Auch  eine  neue  Verwaltungs­  oder  Gerichtspraxis  rechtfertigt  grundsätzlich  keine  Revision  des  laufenden  Rentenanspruchs  zum  Nachteil  des  Versicherten (BGE 135 V 201 E. 6 mit Hinweisen). Die Invalidenrente ist  demgegenüber  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des  Gesundheitszustandes  revidierbar,  sondern  auch  dann,  wenn  sich  die  erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im  üblichen  Aufgabenbereich)  des  an  sich  gleich  gebliebenen  Gesundheitszustandes erheblich verändert haben; zudem kann auch eine  https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp

C­6510/2009 Wandlung des Aufgabenbereichs einen Revisionsgrund darstellen  (BGE  130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b; AHI 1997 S. 288 E. 2b). Liegt eine  erhebliche  Änderung  des  Sachverhalts  vor,  ist  der  Rentenanspruch  in  rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung  des  gesamten  für  die  Leistungsberechtigung  ausschlaggebenden  Tatsachenspektrums  zu  prüfen  (SVR  2004  IV  Nr.  17  S.  54  E. 2.3;  AHI  2002 S. 164; Urteil BGer 8C_751/2007 vom 8. Dezember 2008 E. 4.3.2). 6.3.  6.3.1.  Zeitlicher  Referenzpunkt  für  die  Prüfung  einer  anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte der versicherten Person  eröffnete  rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung  des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  (bei  Anhaltspunkten  einer  Änderung  in  den  erwerblichen  Auswirkungen  des  Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). 6.3.2.  Im  vorliegenden  Fall  bildet  die  rechtskräftige  Verfügung  vom  27.  Juni  2008  diesen  ersten  Referenzpunkt.  Es  ist  also  der  Gesundheitszustand und der  Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers  zu  jenem  Zeitpunkt  (27.  Juni  2008)  zu  vergleichen  mit  denjenigen  zum  Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 18. September 2009. 6.3.3. Nachdem die Vorinstanz aber mit  ihrer Duplik den Antrag gestellt  hat, die Beschwerde sei dahingehend teilweise gutzuheissen, dass beim  Beschwerdeführer  vorübergehend  –  vom  1.  Februar  2009  bis  zum  31.  August 2009 – aufgrund der Folgen des operativen Schultereingriffs vom  17. November 2008 ein Anspruch auf eine ganze Rente bestanden habe,  und  das Gericht  angesichts  der  nachgewiesenen Rehabilitationszeit mit  einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit keine Gründe sieht, dies anders  zu beurteilen, sind konkret nur noch einerseits der Zeitraum vom 27. Juni  2008  (rechtskräftige  Verfügung)  bis  zum  17.  November  2008  (Schulteroperation)  und  andererseits  derjenige  vom  16.  Mai  2009  (maximales  Ende  der  postoperativen  Rehabilitationszeit)  bis  zum  18.  September  2009  (Zeitpunkt  der  angefochtenen  Revisionsverfügung)  strittig. Diese beiden, je rund viermonatigen Zeiträume sind im Folgenden  näher zu prüfen. 7.  https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp https://dms.bger.admin.ch/alfresco/faces/jsp/extension/archiweb-content.jsp

C­6510/2009 7.1. Den  Akten  ist  zu  entnehmen,  dass  dem Beschwerdeführer  die  am  27.  Juni  2008  rückwirkend  per  1.  August  2006  verfügte  Viertelrente  im  Wesentlichen  aufgrund  von  Restbeschwerden  mit  schmerzhaft  eingeschränkter  Beweglichkeit  am  rechten  Schultergelenk  bei  Status  nach  operativ  behandelter  Rotatorenmanschettenruptur  und  postoperativer  Frozen  shoulder  (Hauptdiagnose),  verbunden  mit  einem  Status mit Endgliedamputation am dritten Finger links (Nebendiagnose) –  beides mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit –, sowie beginnende  degenerative  Veränderungen  der  mittleren  HWS  zugesprochen  worden  ist.  Die  Verfügung  vom  17.  Juni  2008  ist  unangefochten  in  Rechtskraft  erwachsen. 7.2.  Nachdem  das  Universitätsspital  La  Ribera  in  Valencia  beim  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  Sommers  2008  wegen  der  anhaltenden Schmerzen an der Schulter diagnostische Abklärungen und  Entwicklungsuntersuchungen vorgenommen hatte (vgl. act. 213 und 215  IVSTA),  führte  dieses  am  17.  November  2008  eine  arthroskopische  Acromioplastik  mit  vollständiger  Entfernung  des  Schleimbeutels  und  Revision der Sehnenscheide durch (vgl. act. 234 IVSTA resp. act. 1/4 und  5/4),  worauf  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  20.  Januar  2009  wegen  Verschlechterung  seines  Gesundheitszustandes  per  Juni  2008  eine Erhöhung der Rente beantragte (act. 222 IVSTA). 7.3. Für die Zeit von Juni 2008 bis zum Zeitpunkt des operativen Eingriffs  im November desselben Jahres fehlen allerdings ärztliche Belege, die auf  eine  vom  Gesetz  verlangte  erhebliche  Änderung  des  Gesundheitszustandes  hinweisen  würden.  Die  beiden  sehr  kurzen  Bestätigungen der Spitalbesuche vom 16. Juli und vom 24. Juli 2008 (act.  213 und 215  IVSTA) genügen  jedenfalls nicht.  Im späteren Spitalbericht  vom 27. März 2009  (vgl.  act.  234  IVSTA  resp. act.  1/4 und 5/4)  kommt  vielmehr  zum  Ausdruck,  dass  man  nach  einem  ersten  Eingriff  an  der  Schulter  im  August  2005  ("in  einem  anderen  Spital")  und  nicht  abklingenden  Schmerzen  eine  andere  chirurgische  Methode  in  Form  einer  arthroskopischen  Acromioplastik  versucht  hat.  Daraus  eine  erhebliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  mit  einer  bemerkbaren  Auswirkung  auf  die  Arbeitsfähigkeit  abzuleiten,  ist  nicht  nachvollziehbar. Auch ist der direkte zeitliche Anschluss an die Verfügung  vom 27. Juni 2008 für die Geltendmachung der Ansprüche äusserst kurz;  ob  die  Vorinstanz  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte,  unmittelbare  Änderung  des Gesundheitszustandes  denn  auch  im  Sinne  der Rechtsprechung (vgl. Urteil BGer 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 

C­6510/2009 E. 2.2)  als glaubhaft  erachtet  hat, mag dahingestellt  bleiben.  Insgesamt  kommt das Gericht jedenfalls zum Schluss, dass die Vorinstanz zu Recht  bis  zum  17.  November  2008  keine  erhebliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  des  Beschwerdeführers  mit  Auswirkung  auf  dessen  Arbeitsfähigkeit  angenommen  hat  und  die  Beschwerde  hinsichtlich des besagten Zeitraumes abzuweisen ist. 8.  Der  zweite  zu  prüfende  Zeitraum  ist  der  Ablauf  der  von  der  Vorinstanz  angenommenen,  maximalen  postoperativen  Rehabilitationszeit  (16.  Mai  2009)  bis  zum  Verfügungszeitpunkt  (18.  September  2009).  Für  diesen  Zeitraum  fehlen  ärztliche  Angaben  vollständig.  Die  nächsten  orthopädischen Berichte datieren erst vom Oktober 2009 (act. 1/5 bis 1/8  und  5/5  bis  5/8)  und  berichten  von  einer  Zunahme  von  nicht  näher  umschriebenen  funktionellen  Einschränkungen  im  Zusammenhang  mit  den  bereits  diagnostizierten  Leiden,  dies  ohne  jegliche  Angabe  von  anderen, noch nicht bekannten Beeinträchtigungen (vgl. auch den Bericht  vom  26.  März  2010  des  von  der  Vorinstanz  beigezogenen  Arztes,  act.  249  IVSTA).  Damit  konnte  auch  für  diesen  zweiten  viermonatigen  Zeitraum  eine  erhebliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  des  Beschwerdeführers  nicht  nachgewiesen  werden  und  ist  die  Beschwerde hinsichtlich dieses Zeitraums ebenfalls abzuweisen. Für die  Zeit nach der angefochtenen Verfügung hat der Beschwerdeführer bereits  ein weiteres Revisionsgesuch angekündigt (act. 36). 9.  Insgesamt ergibt sich somit, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen  ist,  indem  dem  Beschwerdeführer  vom  1.  Februar  2009  bis  zum  31.  August 2009 eine volle Invalidenrente zuzusprechen ist. Im Übrigen wird  die  angefochtene  vorinstanzliche  Verfügung  geschützt.  Die  Sache  geht  an  die  Vorinstanz  zurück,  damit  sie  in  diesem  Sinne  eine  neue  Rentenverfügung erlässt. 10.  10.1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 63 VwVG) und der  vom Beschwerdeführer eingezahlte Kostenvorschuss von Fr. 400.­­ wird  ihm zurückerstattet. 10.2. Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer  ist eine  (reduzierte)  Parteientschädigung  von  Fr.  1'500.­­  inkl.  MWSt  zuzusprechen  (Art.  64 

C­6510/2009 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 2, Art. 9 Abs. 1 sowie Art. 14 Abs. 2 des  Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

C­6510/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird  im Sinne  der Erwägungen  teilweise  gutgeheissen  und  die  Sache  zum  Erlass  einer  neuen  Rentenverfügung  an  die  Vorinstanz zurückgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird  der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.­­ zurückerstattet. 3.  Dem  Beschwerdeführer  wird  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine  Parteientschädigung von Fr. 1'500.­­ zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 756.8529.1322.28) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Philippe Weissenberger Jean­Marc Wichser

C­6510/2009 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss  den  Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben  sind. Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen und hat die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-6510/2009 — Bundesverwaltungsgericht 07.12.2011 C-6510/2009 — Swissrulings