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Bundesverwaltungsgericht 08.02.2012 C-5003/2010

8. Februar 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·3,163 Wörter·~16 min·1

Zusammenfassung

(Teil-)Liquidation von Vorsorgeeinrichtungen | Vermögensübertragung, Verteilung der freien Mittel

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­5003/2010 Urteil   v om   8 .   Februar   2012 Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), Richterin Elena Avenati­Carpani, Richter Michael Peterli,    Gerichtsschreiber Jean­Marc Wichser. Parteien X._______,   Beschwerdeführer,  gegen Personalvorsorgestiftung der Y._______AG,  vertreten durch Dr. Hans­Ulrich Stauffer, Advokat,  Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel, Beschwerdegegnerin,  Ostschweizer BVG­ und Stiftungsaufsicht,  Poststrasse 28, Postfach 1542, 9001 St. Gallen,    Vorinstanz.  Gegenstand Vermögensübertragung, Verteilung der freien Mittel.

C­5003/2010 Sachverhalt: A.  Mit Verfügung vom 19. Mai 2010 (vgl. act. 1/1) betreffend Genehmigung  des  Übernahmevertrags  und  Schlussberichts  sowie  der  individuellen  Mittelverteilung  der  Personalvorsorgestiftung  der  Y._______AG  in  A._______  (nachfolgend  die  Stiftung  oder  die  Beschwerdegegnerin)  stimmte  die  Ostschweizer  BVG­  und  Stiftungsaufsicht  (nachfolgend  die  Aufsichtsbehörde  oder  die  Vorinstanz)  den  Vermögensübertragungen  einerseits  von  Fr.  21'673'914.­­  per  1.  Januar  2009  von  der  Stiftung  (übergebender Rechtsträger)  auf  die Pensionskasse  der  Z._______ AG  in  B._______  (übernehmender  Rechtsträger)  und  andererseits  von  Fr.  22'709'164.­­  und  der  Abtretung  der  Rechte  und  Pflichten  aus  dem  Kollektiv­Lebensversiche­rungsvertrag per 1. Januar 2009 von der Swiss  Life  in  Zürich  an  die  BVG­Sammelstiftung  Swiss  Life  als  neue  Versicherungsnehmerin  der  Alters­,  Hinterlassenen­  und  Waisenrenten  der  Stiftung  aufsichtsrechtlich  zu  (vgl.  Dispositivziffer  1  und  2).  Ebenso  stimmte die Aufsichtsbehörde der  individuellen Verteilung von insgesamt  Fr.  476'214.­­  freien  Stiftungsmitteln  zu  (davon  Fr.  288'429.­­  an  den  abgetretenen Rentnerbestand und Fr. 187'785.­­ an Einzelaustritten vom  30.09.2007  bis  01.01.2008;  vgl.  Dispositivziffer  3).  Weiter  verfügte  die  Aufsichtsbehörde,  dass  die  Verteilung  der  freien  Stiftungsmittel  der  kollektiven  Übertragungen  den  übernehmenden  Vorsorgeeinrichtungen  (vgl.  Dispositivziffer  4)  und  die  Information  der  Destinatäre  dem  Stiftungsrat obliegen würden (vgl. Dispositivziffer 5). Die Aufsichtsbehörde begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit,  dass die Stifterfirma Y._______AG seit dem Jahr 2005 eine Tochter der  Z._______AG  sei,  welche  die  Vorsorgeeinrichtung  "Pensionskasse  der  Z._______AG,  Zürich"  führe,  an  welche  die  verbliebenen  aktiven  Mitglieder  und  Invalidenrentner  der  Stiftung  gestützt  auf  einen  Stiftungsratsbeschluss  per  1.  Januar  2009  angeschlossen  würden  und  die  Stiftung  anschliessend  aufgelöst  würde.  Für  die  Übertragung  der  Aktiven und Passiven sei im März 2009 ein Übernahmevertrag zwischen  der  übergebenden  und  der  übernehmenden  Vorsorgeeinrichtung  geschlossen  worden,  und  der  Experte  für  berufliche  Vorsorge  der  übernehmenden Pensionskasse habe bestätigt, dass alle BVG­pflichtigen  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Stifterfirma  versichert  und der  übernehmenden  Vorsorgeeinrichtung  sämtliche  zu  versichernden  Personen  inklusive  Leistungsfälle  und  Mutationen  gemeldet  worden  seien. Dasselbe gelte  für die Übertragung der Rechte und Pflichten aus 

C­5003/2010 dem Kollektiv­Lebensversicherungs­vertrag auf die BVG­Sammelstiftung,  in  welchem  Zusammenhang  diese  und  deren  Expertin  für  berufliche  Vorsorge unter anderem bestätigt habe, dass die BVG­Alterskonten aller  Versicherten  übernommen  worden  seien  und  den  Destinatären  keine  Nachteile erwachsen würden. Hinsichtlich der Verteilung der freien Mittel  seien die Verteilungspläne für die einzelnen Destinatärsgruppen gemäss  den  Vorgaben  des  Teilliquidationsreglements  nach  dem  objektiven  Kriterium  "individuelles  Altersguthaben  bzw.  Deckungskapital"  erstellt  worden  und  könnten  mit  Blick  auf  die  Grundsätze  der  Verhältnismässigkeit,  der  Rechtmässigkeit  und  der  Gleichbehandlung  genehmigt werden. B.  Mit Eingabe vom 10. Juli 2010 (vgl. act. 1) erhob X._______ (nachfolgend  der  Beschwerdeführer)  als  Altersrentner  und  Destinatär  der  Beschwerdegegnerin beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen  die  Verfügung  vom  19. Mai  2010  der  Aufsichtsbehörde  und  beantragte  die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und deren Rückweisung an  die Aufsichtsbehörde mit der Anweisung, die Neuordnung der Stiftung sei  derart vorzunehmen, dass die Alters­ und Hinterbliebenenrentner nicht in  die BVG­Sammelstiftung der Swiss Life Zürich, sondern – zusammen mit  den  verbleibenden  aktiven  Versicherten  und  den  Invalidenrentnern –  entweder  in  eine  betriebseigene  Vorsorgeeinrichtung  oder  in  ein  gemeinsames  Vorsorgewerk  einer  Sammelstiftung  übertragen  werde.  Zudem  sei  bei  der  Verteilung  der  freien  Stiftungsmittel  vorweg  eine  Rückstellung  für  die  Anpassung  der  Altersrenten  an  die  Teuerung  zu  bilden, wobei diese Rückstellung auch für die Zukunft sicherzustellen sei,  sofern  –  entgegen  dem  gestellten  Antrag  –  die  Altersrentner  von  den  anderen  Versicherten  getrennt  werden  dürften.  Im  Übrigen  sei  der  Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Der  Beschwerdeführer  machte  dabei  zunächst  in  formeller  Hinsicht  geltend,  dass  die  Alters­  und  Hinterbliebenenrentner  über  die  Neuordnung der Stiftung nie vorinformiert worden seien, obwohl er selbst  sich  vor  Erlass  der  Verfügung,  die  nun  ein  "fait  accompli"  sei,  um  eine  Vorinformation  bemüht  habe. Sodann  legte  er  in materieller Hinsicht  im  Wesentlichen dar, dass die Rentner am schlechtesten fahren würden, da  sie ohne Teuerungsausgleich  in eine BVG­Sammelstiftung abgeschoben  würden.  Würden  sie  durch  eine  firmeneigene  Stiftung  übernommen  werden,  hätten  sie  bessere  Aussichten,  einen  solchen  Ausgleich  zu  erhalten.  Die  Alters­  und  Hinterbliebenenrentner  sollten  nicht  anders 

C­5003/2010 behandelt  werden  als  die  aktiven  Versicherten  und  die  Invalidenrentner  und  ebenso  wie  diese  von  der  Pensionskasse  Z._______AG  übernommen werden. Der Kollektiv Spar­ und Rückversicherungsvertrag  mit  der  Swiss  Life  decke  die  Anpassung  der  Renten  an  die  Preisentwicklung nicht ab. Das Vorgehen der Stiftung verstosse demnach  gegen die Grundsätze der Gleichbehandlung und der Solidarität zwischen  den  Aktiven  und  den  Rentnern.  Es  entstehe  gesamthaft  der  Eindruck,  dass  die  Arbeitgeberfirma  einer  Altlast  entledigen  wolle,  ohne  eine  Verantwortung  zu  übernehmen.  Die  Altersrenten  seien  seit  2002  nicht  mehr der Teuerung angepasst worden. Die per Ende 2007 ausgewiesene  technische  Rückstellung  Teuerungszulagen  sei  durch  den  Stiftungsrat  ohne Erläuterung per Ende 2008 aufgelöst worden, was die Stetigkeit der  Rechnungslegung  und  das  Stiftungsreglement  für  die  Bilanzierung  von  Rückstellungen  für  Teuerungszulagen  verletze.  Diese  Rückstellung  müsse erhöht werden, um den Teuerungsausgleich auch für die Zukunft  zu  sichern.  Die  Rückstellung  von  Fr.  961'049.­­  für  den  Einkauf  der  aktiven und  invaliden Versicherten  sei  unzulässig,  da  sie  zu Lasten der  Alters­ und Hinterbliebenenrentner gehe. Abgesehen davon verstosse die  Verteilung  von  Fr.  524'818.­­  für  die  Kollektivaustritte  seit  2007  auch  gegen  das  Vorsorgereglement,  denn  ein  kollektiver  Anspruch  auf  Rückstellungen  stehe  nur  zu,  wenn  solche  per  Stichtag  der  Liquidation  gemäss  Swiss  GAAP  FER  26  gebildet  worden  seien,  was  vorliegend  nicht  der  Fall  sei.  Im  Übrigen  werde  die  Arbeitgeberfirma  von  der  Z._______AG an die N.________­Gruppe weiterveräussert, wodurch ein  weiterer Wechsel im Vorsorgebereich stattfinden werde, so dass lediglich  die Pensionskasse Z._______ vom kritisierten Einkauf in die Rückstellung  profitieren werde. C.  Mit  Zwischenverfügung  vom  17.  Dezember  2010  wies  das  Bundesverwaltungsgericht nach Anhörung der Vorinstanz (vgl. act. 3) und  der  Beschwerdegegnerin  (vgl.  act.  4)  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  Erteilung  der  aufschiebenden  Wirkung  ab  und  wies  die  Beschwerdegegnerin  an,  eine  genügende Rückstellung  für  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Ansprüche  betreffend  Teuerungsausgleich seiner Rente vorzunehmen (act. 5). D.  D.a Mit Vernehmlassung vom 29. April 2011 (vgl. act. 16) beantragte die  Vorinstanz  die  Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  führte  dabei  im 

C­5003/2010 Wesentlichen  aus,  dass  es  der  Aufsichtsbehörde  nach  ständiger  Rechtsprechung  verwehrt  sei,  ihr  Ermessen  anstelle  desjenigen  des  Stiftungsrates  zu  setzen.  Sie  könne  nur  einschreiten,  wenn  dessen  Entscheid  unhaltbar  sei,  weil  er  auf  sachfremden  Kriterien  beruhe  oder  einschlägige Kriterien ausser Acht lasse. Mangels Anhaltspunkte für eine  fehlerhafte  Ermessensausübung  habe  die  Vorinstanz  im  vorliegenden  Fall  keine  Gründe  gesehen,  die  Neuordnung  der  beruflichen  Vorsorge  nicht  zu  genehmigen.  Der  Beschwerdeführer  habe  auch  weder  einen  Ermessensmissbrauch noch eine Ermessensüberschreitung nachweisen  können.  Ein  aufsichtsrechtliches  Einschreiten  habe  sich  nicht  aufgedrängt, weder hinsichtlich des Abtretungs­ und Übernahmevertrags  mit  der  Swiss  Life,  mit  welcher  der  bisherige  BVG­Träger  seit  langem  Geschäftsbeziehungen  pflege,  noch  hinsichtlich  der  Verteilung  freier  Mittel,  da  die  Rentner,  zu  welchen  der  Beschwerdeführer  gehöre,  freie  Mittel proportional zu den am Stichtag vorhandenen Altersguthaben bzw.  Rentendeckungskapitalien kollektiv zugewiesen erhalten würden, wie der  Experte  für  berufliche Vorsorge  in  seinem Bericht  vom 9. Februar  2010  sehr detailliert und nachvollziehbar dargelegt habe. D.b Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2011 (vgl. act. 18) beantragte die  Beschwerdegegnerin  ihrerseits  die  vollumfängliche  Abweisung  der  Beschwerde  im Wesentlichen mit  der  Begründung  in  formeller Hinsicht,  dass das  rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt worden  sei, weder seitens der Beschwerdegegnerin noch seitens der Vorinstanz.  Im  Rahmen  der  Beschlussfassung  des  Stiftungsrates  über  die  Durchführung  der  Gesamtliquidation  bestehe  kein  Anspruch  auf  rechtliches Gehör, da es sich um ein nichtstreitiges Verfahren handle,  in  welchem die Stiftung nicht hoheitlich auftrete. Das rechtliche Gehör diene  dazu, unter Mitwirkung einer Partei zur richtigen Sachverhaltsfeststellung  zu gelangen. Der Beschwerdeführer habe jedoch keine Parteistellung im  aufsichtsrechtlichen  Verfahren,  so  dass  er  auch  kein  rechtliches  Gehör  geltend  machen  könne.  Erst  mit  dem  Erlass  der  Verfügung  und  der  Eröffnung  des  Beschwerdeweges  stehe  dem  Beschwerdeführer  das  rechtliche  Gehör  zu.  Dieser  Ablauf  der  Information  sei  auch  reglementarisch festgelegt. Kurz nach Erlass der Verfügung habe zudem  eine  Informationsveranstaltung  stattgefunden.  Im  Übrigen  wäre  eine  allfällige  Verletzung  des  behaupteten  Anspruchs  durch  die  Möglichkeit  der Beschwerdeführung geheilt worden. In materieller Hinsicht brachte die Beschwerdegegnerin  im Wesentlichen  vor,  dass  die  Übertragung  der  Versichertenbestände  auf  zwei 

C­5003/2010 Vorsorgeeinrichtungen  durch  den  Stiftungsrat  als  oberstes  Stiftungsorgan,  welches  paritätisch  besetzt  sei  und  demzufolge  Versicherteninteressen vertrete, rechtsgültig beschlossen worden sei. Der  Stiftungsrat  habe  gemeinsam  mit  den  zuständigen  Personalvorsorgeexperten  die  Modalitäten  der  Übertragung  festgelegt  und  deren  Rechtmässigkeit  festgestellt,  was  die  Vorinstanz  bestätigt  habe.  Dem  Beschwerdeführer  gehe  es  einzig  und  allein  um  seine  finanzielle  Besserstellung,  indem  er  zusätzliche  finanzielle  Rückstellungen  für  eine Rentenerhöhung   verlange,  worauf  aber  weder  ein  gesetzlicher  noch  ein  reglementarischer  Anspruch  bestehe.  Auch  bestehe  kein  Anspruch  darauf,  dass  alle  versicherte  Kategorien  auf  dieselbe Vorsorgeeinrichtung übertragen würden. Im Gegenteil sehe Art.  53e  Abs.  5  bis  7  BVG  die  Möglichkeit  einer  getrennten  Vorsorge  vor.  Zudem  bestünde  weder  ein  gesetzlicher  noch  ein  reglementarischer  Anspruch  auf  einen  Teuerungsausgleich  bei  Altersrentner.  Die  Fortsetzung  der  Lebenshaltung  in  angemessener  Weise  werde  gesamthaft  durch die  Leistungen der  1.  und der  2. Säule  sichergestellt.  Der Beschwerdeführer übersehe auch, dass rund 1/3 der gesamten freien  Mittel für die Personengruppe der an die BVG­Sammelstiftung der Swiss  Life  übertragenen  Destinatäre  verwendet  würden,  die  somit  nicht  benachteiligt  würden.  Die  Verteilkriterien  seien  nachvollziehbar  und  fachlich  anerkannt.  Die  "Rückstellung  Teuerungszulagen"  sei  für  in  der  Vergangenheit  ausgerichtete  Zulagen  gebildet  worden  und  nicht  für  allfällige  zukünftige  Teuerungsanpassungen.  Der  für  den  Jahresabschluss 2008 ermittelte Betrag  für  die Rückstellung der  bereits  zugesprochenen Teuerungszulagen habe der Offerte  von Swiss Life  für  die Übernahme des Bestandes  an Teuerungszulagen  entsprochen,  und  zwar  stichtagsbezogen  und  nach  Kapitalisierungsgrundsätzen.  Die  Rückstellungen  seien  aufgelöst  und  der  Swiss  Life  im  Zusammenhang  mit  eingetretenen  Todesfällen  im  Rentnerbestand  überwiesen  worden.  Andere  Szenarien  (Verwaltung  und  Auszahlung  durch  die  Beschwerdegegnerin, die damit nicht hätte liquidiert werden können, oder  Übertragung des Rentenbestandes an die Pensionskasse Z._______AG)  seien  vom  Stiftungsrat  geprüft  und  als  nicht  gangbar  beurteilt  worden.  Insgesamt seien keine rechtliche Grundsätze verletzt worden. E.  Mit Replik vom 18. August 2011 (vgl. act. 22) hielt der Beschwerdeführer  an seinen Rechtsbegehren und seiner diesbezüglichen Begründung fest.  Zudem  machte  er  in  verfahrensmässiger  Hinsicht  geltend,  dass  die  Beschwerdegegnerin  ihre  gesetzliche  Informationspflicht  verletzt  habe, 

C­5003/2010 die  Rentner  rechtzeitig  und  vollständig  über  die  vorgesehene  Gesamtliquidation  zu  informieren  und  ihnen  Einsicht  in  die  Verteilungspläne zu gewähren, wie es Art. 53d Abs. 5 BVG vorschreibe.  Damit  hätten  sie  nicht  die  Möglichkeit  gehabt,  gestützt  auf  Abs.  6  besagter Bestimmung die Aufsichtsbehörde anzurufen. Diese hätte eine  entsprechende Einsprache prüfen können, wie es das Vorsorgereglement  der  Beschwerdegegnerin  vorsehe.  Die  Vorinstanz  habe  jedoch  die  Verletzung  der  Informationspflicht  nicht  beanstandet,  obwohl  diese  Information eine Grundlage dafür bilde, dass die Betroffenen ihre Rechte  wahrnehmen  könnten.  Durch  diese  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs,  die  nicht  geheilt  worden  sei,  sei  der  Sachverhalt  lückenhaft  erstellt  worden.  In  materieller  Hinsicht  legte  er  im Wesentlichen  dar,  dass  der  Stiftungsrat zwar paritätisch zusammengestellt sei, aber die Altersrentner  darin  nicht  vertreten  seien,  was  nicht  korrekt  sei.  Auch  die  Beschlussfassung  mittels  Zirkularbeschluss  sei  für  einen  derart  bedeutenden  Entscheid  mangelhaft.  Was  die  getrennte  Vorsorge  anbelange,  sei  Art.  53e  Abs.  4  bis  7  BVG  nicht  anwendbar,  da  kein  Anschlussvertrag  aufgelöst  worden  sei,  zumal  es  sich  um  die  Gründerfirma der betriebseigenen Vorsorgeeinrichtung handle; oder dann  hätte  für  den  BVG­Obligatoriumsbereich  das  Einverständnis  des  Personals  eingeholt  werden  müssen  (Art.  11  Abs.  3bis  BVG).  Zum  Teuerungsausgleich sei auf Art. 36 Abs. 2 BVG zu verweisen, wonach ein  solcher  entsprechend  den  finanziellen  Möglichkeiten  der  Vorsorgeeinrichtung  vorzunehmen  sei.  Des  Weiteren  stelle  die  Überweisung von Fr. 288'429.­­ nicht ein Drittel des Verteilsubstrates von  Fr.  2'341'979.­­  dar.  Hinsichtlich  der  Rückstellungen  sei  die  Argumentation  der  Beschwerdegegnerin  verwirrlich.  Sofern  sich  die  Rückstellungen  nämlich  auf  in  der  Vergangenheit  zugesprochene  Teuerungszulagen beziehen würden, würde es sich um gebundene Mittel  handeln.  Die  Variante  der  Übernahme  aller  Rentner  durch  die  Pensionskasse  Z._______AG  sei  merkwürdigerweise  nie  ernsthaft  geprüft worden. Die Abschiebung der Altersrentner in die Sammelstiftung  saniere  die  Pensionskasse  Z._______AG.  Die  Vorinstanz  habe  diese  Neuordnung der beruflichen Vorsorge aus all diesen Gründen zu Unrecht  genehmigt. F.  Während die Vorinstanz auf die Einreichung einer Duplik verzichtete (vgl.  act. 24), bestätigte die Beschwerdegegnerin den Abweisungsantrag und  die  bereits  angeführten  Argumente  in  ihrer  Stellungnahme  vom  3.  November  2011  (act.  27).  Zudem  führte  sie  in  verfahrensmässiger 

C­5003/2010 Hinsicht aus, dass Art. 53d Abs. 5 BVG bei einer Gesamtliquidation, bei  welcher  die  Aufsichtsbehörde  die  Voraussetzungen,  das  Verfahren  und  den Verteilungsplan detailliert prüfe, anders anzuwenden sei. Doch selbst  bei einer allfälligen, von der Beschwerdegegnerin bestrittenen Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs,  sei  dieses  im  Rahmen  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  geheilt  worden.  Das  Vorsorgereglement  regle  hauptsächlich  das  Verfahren  bei  einer  Teilliquidation  und  nicht  einer  Gesamtliquidation  wie  vorliegend.  In  materieller  Hinsicht  brachte  die  Beschwerdegegnerin  im  Wesentlichen  vor,  dass  der  Beschwerdeführer  sich  nicht  gegen  die  Übertragung  beschweren  könne,  zumal  seine  wohlerworbenen  Ansprüche  vollumfänglich  gewahrt  worden  seien,   und  auch  kein  Wahlrecht  auf  eine  Vorsorgeeinrichtung  habe.  Einen  weitergehenden Anspruch auf eine Teuerungsausgleichzahlung bestehe  nicht.  Der  Beschwerdeführer  verkenne,  dass  die  freien Mittel  erst  nach  Übertragung der notwendigen Deckungskapitalien zu verteilen waren. Die  Rückstellung  sei  im  Hinblick  auf  den  Einkauf  einer  bereits  in  der  Vergangenheit ausgerichteten Teuerungszulage für die laufenden Renten  der Beschwerdegegnerin gebildet, keinesfalls aber für Rentenerhöhungen  ad infinitum. Bei der Vornahme einer Einmalzahlung zur Rentenerhöhung  handle  es  sich  um  ein  branchenübliches  Vorgehen.  Die  Aussage,  dass  die  Pensionskasse  Z._______AG  sich  auf  Kosten  der  Versicherten  saniere,  sei  unzutreffend  und  haltlos.  Im  ehemals  abgeschlossenen  Rückversicherungsvertrag  sei  vereinbart  worden,  dass  bei  Vertragsauflösung  die Alters­  und Hinterbliebenenrentner  bei  Swiss  Life  verbleiben  würden.  Insgesamt  verdiene  das  Begehren  des  Beschwerdeführers  einen  möglichst  hohen  Anteil  an  freien  Mitteln  zur  späteren  Ausrichtung  von  Teuerungszulagen  zu  erhalten,  keinen  besonderen Schutz. G.  Mit Eingabe vom 28. November 2011 nahm der Beschwerdeführer noch  zur Duplik der Beschwerdegegnerin Stellung (act. 29). H.  Den  mit  Zwischenverfügung  vom  9.  März  2011  vom  Instruktionsrichter  einverlangte  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  1'500.­­  ist  vom  Beschwerdeführer am 16. März 2011 einbezahlt worden. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 

C­5003/2010 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine  Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu gehören die Verfügungen der  Aufsichtsbehörden  im  Bereiche  der  beruflichen  Vorsorge  nach  Art.  74  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  25.  Juni  1982  über  die  berufliche  Al­ ters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  (BVG,  SR  831.40),  dies  in  Verbindung mit Art. 33  lit.  i VGG. Eine Ausnahme  im Sinne von Art. 32  VGG liegt in casu nicht vor. 2.  Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  die  Verfügung  der Ostschweizer BVG­ und Stiftungsaufsicht vom 19. Mai 2010, welche  ohne  Zweifel  eine  Verfügung  im  Sinne  von  Art.  5  VwVG  darstellt.  Die  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  ist  frist­  und  formgerecht  eingegangen (Art. 50 und 52 VwVG). Der Beschwerdeführer hat vor der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen,  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt,  indem er  als Altersrentner Destinatär  der  übergebenden,  in  Gesamtliquidation  befindlichen  Vorsorgestiftung  ist,  deren  Verteilungsplan  betreffend  freie  Mittel  durch  die  angefochtene  Verfügung  genehmigt  wurde,  und  hat  in  diesem  Zusammenhang  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Änderung  oder  Aufhebung  der  angefochtenen Verfügung  (Art.  48 VwVG). Damit  ist  er  zur Beschwerde  legitimiert.  Nachdem  auch  der  eingeforderte  Kostenvorschuss  in  der  gesetzten  Frist  geleistet  wurde,  ist  auf  das  ergriffene  Rechtsmittel  einzutreten. 3.  Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit,  wenn  nicht  eine  kantonale  Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 4.  4.1.  In  verfahrensmässiger  Hinsicht  rügt  der  Beschwerdeführer,  sein  rechtliches Gehör sei dadurch verletzt worden, dass er als Rentner und  Destinatär  der  übergebenden Beschwerdegegnerin  nicht  rechtzeitig  und  vollständig  über  die  vorgesehene  Gesamtliquidation  (vor­)informiert  worden sei, wie es Art. 53d Abs. 5 BVG vorschreibe, obwohl er sich vor 

C­5003/2010 Erlass der angefochtenen Verfügung darum bemüht habe. Damit sei ihm  das von Art. 53d Abs. 6 BVG gewährte Recht nicht zugestanden worden,  die  Voraussetzungen,  das  Verfahren  und  den  Verteilungsplan  bei  der  Aufsichtsbehörde  gemäss  dem  im  Vorsorgereglement  der  Beschwerdegegnerin vorgesehenen Einspracheverfahren überprüfen und  entscheiden zu lassen. Demgegenüber machte die Beschwerdegegnerin  geltend,  dass  Art.  53d  Abs.  5  BVG  bei  einer  Gesamtliquidation  wie  vorliegend  anders  anzuwenden  sei,  da  die  Aufsichtsbehörde  die  Voraussetzungen, das Verfahren und den Verteilungsplan detailliert prüfe  und  anschliessend  verfüge.  Die  Destinatäre  würden  dann  frühestens  nach Erlass der Verfügung betreffend Zustimmung zur Liquidation  resp.  zur Genehmigung des Verteilungsplanes informiert werden. Zudem regle  ihr  Vorsorgereglement  in  Art.  27  in  erster  Linie  die  Information  der  versicherten Personen bezüglich Teilliquidationen.  4.2.  4.2.1. Im Rahmen des Verfahrens bei Teil­ und Gesamtliquidationen legt  Art. 53d Abs. 5 BVG eine umfassende und spezifische Informationspflicht  der Vorsorgeeinrichtung zu Gunsten der Versicherten und Rentner/innen  fest, denen namentlich Einsicht  in die Verteilungspläne zu gewähren  ist.  Die Vorsorgeeinrichtung muss die Versicherten und Rentner/innen dabei  unaufgefordert,  rechtzeitig  und  vollständig  informieren,  indem  sie  insbesondere  über  die  Erfüllung  der  Liquidationsvoraussetzungen,  die  Höhe und Berechnung der  freien Mittel bzw. des Fehlbetrages und über  die  Kriterien  des  Verteilungsplanes  informiert.  Sie  hat  auch  Einblick  in  den Verteilungsplan zu gewähren, wobei sich die Einsicht allerdings nicht  auf  diejenigen  Berechnungsgrundlagen  bezieht,  welche  zur  Ermittlung  der  individuellen  Anteile  anderer  Personen  führen  (UELI  KIESER  in:  Jacques­André  Schneider/  Thomas  Geiser/  Thomas  Gächter,  Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010, Art. 53d N. 60 und 61).  Auch  wenn  eine  eigentliche  Anhörung  der  einzelnen  Destinatäre  vor  Erlass  eines  Verteilungsplanes  nicht  zwingend  ist  (ISABELLE  VETTER­ SCHREIBER,  BVG,  Zürich  2009,  53d  N.  25),  sind  die  Betroffenen  umfassend zu informieren. Die Einsicht in den Verteilungsplan wird in der  Regel am Sitz der Vorsorgeeinrichtung erfolgen. Eine Information ist aber  auch schriftlich möglich (UELI KIESER, a.a.O.,  Art. 53d N. 62).  Nachdem der Versicherte bzw. der Rentner oder die Rentnerin von den  Beschlüssen  der  Vorsorgeeinrichtung  Kenntnis  genommen  und  den  Verteilungsplan  eingesehen  hat,  hat  er  oder  sie  das  Recht,  diese 

C­5003/2010 Beschlüsse und Verteilungsplan bei der Aufsichtsbehörde überprüfen zu  lassen  (Art. 53d Abs. 6 BVG; BBl 2000 2698). Diese  Informationspflicht  kann  allerdings  –  auch  unter  Berücksichtigung  eines  effizienten  Entscheidungsprozesses, der komplexen Materie und der hohen Zahl der  zu informierenden Personen in diesem spezifischen Bereich – nicht ganz  mit  dem Gehörsanspruch  nach Art.  29 Abs.  2 BV gleichgesetzt werden  etwa  in  dem  Sinne,  dass  der  Stiftungsrat  vor  der  Fassung  seines  Entscheids  über  die  Festlegung  des  Verteilungplanes  anhören  müsste  (vgl. UELI KIESER,  a.a.O.,   Art. 53d N. 60). Der Gesetzgeber wollte aber  immerhin, dass die Information der Betroffenen über eine bevorstehende  Teilliquidation  sichergestellt  wird  (BBl  2000  2674)  und  dass  diese  aufgrund der erhaltenen Informationen  ihre Rechte wahrnehmen können  (BBl 2000 2697). 4.2.2.  Art.  53d  BVG  ist  gleichermassen  im  Falle  einer  Teil­  und  einer  Gesamtliquidation  wie  vorliegend  anwendbar.  Dies  ergibt  sich  ohne  Weiteres bereits aufgrund des Titels dieser Bestimmung, aber auch aus  dem  Wortlaut  von  dessen  Absatz  5,  der  die  eingehende  informationspflicht statuiert; dies war ohne Zweifel auch die Intention des  Gesetzgebers (BBl 2000 2673 f. und 2697 f.).  Freilich unterscheidet sich das Aufsichtsverfahren bei einer Teilliquidation  von  derjenigen  im  Falle  einer  Gesamtliquidation.  Währenddem  die  Aufsichtsbehörde gemäss Art. 53c BVG bei der Gesamtliquidation wie vor  der 1. BVG­Revision in jedem Fall von Amtes wegen entscheidet, ob die  Voraussetzungen und das Verfahren erfüllt sind, und den Verteilungsplan  genehmigt,  haben  die  Vorsorgeeinrichtungen   im Unterschied  dazu  seit  der  1.  BVG­Revision  ein  Teilliquidationsreglement  zu  erlassen,  das  von  der  Aufsichtsbehörde  zu  genehmigen  ist  (Art.  53b  BVG).  Erst  in  einem  zweiten  Schritt  und  nur  auf  Ersuchen  der  Betroffenen  hin,  die  entsprechend vorgängig informiert werden, wird die Aufsichtsbehörde den  Verteilungsplan im konkreten Einzelfall prüfen (BBl 2000 2673 f.). Art. 53c  BVG scheint damit zu Art. 53d Abs. 6 BVG tatsächlich in einem gewissen  Widerspruch zu stehen, denn die Aufsichtsbehörde wird im Rahmen einer  Gesamtliquidation  von  Amtes  wegen  tätig,  so  dass  das  Recht  der  Betroffenen,  an  die  Aufsichtsbehörde  zu  gelangen,  um  dasselbe  überprüfen  zu  lassen,  nur  bei  einer  Teilliquidation wirklich  und  vollends  Sinn  macht  (UELI  KIESER  in:  Jacques­André  Schneider/Thomas  Geiser/Thomas  Gächter,  Handkommentar  zum  BVG  und  FZG,  Bern  2010,  Art.  53c,  N.  13  und  64).  Immerhin  ergibt  sich  aber  aus  den  Materialien,  dass  der  Rechtsschutz  der  Betroffenen  im 

C­5003/2010 Liquidationsverfahren  unabhängig  davon  geregelt  ist,  dass  die  Aufsichtsbehörde  von  Amtes  wegen  tätig  wird  (vgl.  BBl  2000  2698),  mithin  dass  auch  die  Informationspflicht  –  trotz  des  unterschiedlichen  Verfahrens – grundsätzlich auch  im Rahmen einer Gesamtliquidation zu  beachten ist (vgl. UELI KIESER, a.a.O.,  Art. 53c N. 16).  In der Regel wird die Vorsorgeeinrichtung die Betroffenen dabei auch im  Falle  einer  Gesamtliquidation  vor  der  Unterbreitung  des  Verteilungsplanes informieren, jedenfalls dann, wenn sie mit einer Fusion  zusammenhängt. So besagt Art. 93 des Fusionsgesetzes vom 3. Oktober  2003  (FusG,  SR  221.301),  dass  die  beteiligten  Vorsorgeeinrichtungen  den  Versicherten  während  der  30  Tage  vor  dem  Antrag  an  die  Aufsichtsbehörde an ihrem Sitz Einsicht in den Fusionsvertrag und in den  Fusionsbericht gewähren müssen und dass die zuständigen Organe der  Vorsorgeeinrichtung  die  Versicherten  spätestens  bis  zum  Zeitpunkt  der  Gewährung  dieses  Einsichtsrechts  über  die  geplante  Fusion  und  deren  Auswirkungen  zu  informieren  und  sie  in  geeigneter  Form  auf  die  Möglichkeit der Einsichtnahme hinzuweisen haben.  In diesem Fall  ist es  naheliegend,  dass  die  Information  auch  die  Elemente  der  Gesamtliquidation mitumfassen müsste.  4.3.  4.3.1.  Im  vorliegenden  Fall  hat  die  übernehmende  Pensionskasse  die  Rentnerinnen  und  Rentner  –  so  auch  den  Beschwerdeführer  –  mit  Schreiben vom 12. Mai 2010 zu einer Informationsveranstaltung, die am  7.  Juni  2010  stattfand,  eingeladen  (act.  18/10  und  18/11).  Nach  der  Einladung, aber vor der Veranstaltung selbst, nämlich am 19. Mai 2010,  erliess die Vorinstanz die angefochtene Verfügung, mit welcher sie unter  anderem  auch  verfügte,  dass  die  Information  der  Destinatäre,  insbesondere  über  den  Inhalt  der  Verfügung  (einschliesslich  Rechtsmittelbelehrung),  dem  Stiftungsrat  der  Beschwerdegegnerin  obliege, was dieser ohne Weiteres auch mit Schreiben vom 4. Juni 2010  erledigt  hat  (act.  18/12).  Gestützt  auf  diese  Informationen  erhob  der  Beschwerdeführer  denn auch  seine Beschwerde beim hiesigen Gericht.  Damit  steht  fest,  dass  das  rechtliche  Gehör  des  Beschwerdeführers  jedenfalls ab Erlass der Verfügung gewahrt worden ist. Allerdings ist ihm  darin  beizupflichten,  dass  die  Beschwerdegegnerin  ihrer  gesetzlichen  Informationspflicht  gemäss  Art. 53d  Abs.  5  BVG  im  vorliegenden  Fall  nicht  rechtzeitig  nachgekommen  ist.  Entgegen  den  Ausführungen  der  Beschwerdegegnerin  (vgl.  Beschwerdeantwort  act.  18,  Ziff.  18)  geht  es 

C­5003/2010 nicht  darum,  den  Betroffenen  im Rahmen  des  Entscheidungsprozesses  des  Stiftungsrates  ein  rechtliches  Gehör  zu  gewähren,  sondern  im  Anschluss  an  den  Entscheid  des  Stiftungsrates  und   ­  regelmässig  jedenfalls  im  Rahmen  einer  Fusion  ­  vor  der  Prüfung  durch  die  Aufsichtsbehörde  vom  Amtes  wegen,  die  betroffenen  Versicherten  und  Rentner/innen  auch  im  Rahmen  einer  Gesamtliquidation  über  die  stiftungsrätlichen  Beschlüsse  zu  informieren.  Völlig  unbehelflich  ist  der  Einwand der Beschwerdegegnerin,  ihr Reglement sehe  in Art. 27 Ziff. 9  eine Information der Betroffenen erst nach genehmigtem Verteilungsplan  vor  (vgl.  act.  18,  S.  6):  das  besagte  Reglement  regelt  dort  die  Teilliquidation  und  die  Information  der  versicherten  Personen  nach  Vorliegen  des  natürlich  durch  den  Stiftungsrat  und  nicht  durch  die  Aufsichtsbehörde genehmigten Verteilungsplanes, wie es das gesetzlich  geregelte  Verfahren  bei  Teilliquidationen  auch  vorsieht  und  was  auch  Sinn macht. 4.3.2.  Hat  die  Beschwerdegegnerin  die  besagte  Informationspflicht  im  vorliegenden  Fall  verletzt,  indem  sie  zwar  zu  einer  Informationsveranstaltung  eingeladen  hat,  aber  zu  spät,  nämlich  erst  nachdem  sie  längstens  die  entsprechenden  Unterlagen  bei  der  Aufsichtsbehörde deponiert hatte und deren Entscheid anstand, stellt sich  die Frage der Heilung dieser Verletzung. Indem die Vorinstanz selbst die  Information  der  Destinatäre  verfügte  und  diese  sich  anschliessend –  sowohl gestützt auf die schriftliche  Information der Beschwerdegegnerin  als  auch,  was  die  Rentnerinnen  und  Rentner  betrifft,  auf  die  von  der  übernehmenden  Pensionskasse  erhaltenen  mündlichen  Informationen –  beim  hiesigen  Gericht,  welches  den  Fall  mit  umfassender  Kognition  beurteilt,  beschweren und ohne Einschränkung mit  allen Rügen wehren  konnten  resp.  können,  ist  festzustellen,  dass  die  Verletzung  der  Informationspflicht hiermit geheilt worden ist. 4.4. Aus diesen Erwägungen ergibt  sich  somit,  dass die Beschwerde  in  diesem formellen Punkt abzuweisen ist.  5.  5.1. Der Beschwerdeführer beantragt sodann in materieller Hinsicht, dass  die  Alters­  und  Hinterbliebenenrentner  zusammen  mit  den  aktiven  Versicherten  und  den  Invalidenrentnern  in  die  gleiche  Vorsorgeeinrichtung  übertragen  werden,  statt  sie  zu  trennen  und  die  Erstgenannten  in  die  BVG­Sammelstiftung  der  Swiss  Life  Zürich 

C­5003/2010 "abzuschieben".  Demgegenüber  bringt  die  Vorinstanz  vor,  dass  bei  der  vorliegend  strittigen  Neuordnung  der  beruflichen  Vorsorge  keine  Ermessensausübung  vorliege,  und  macht  die  Beschwerdegegnerin  geltend,  dass  die  vom  Stiftungsrat  beschlossene  Übertragung  der  Versichertenbestände auf zwei Vorsorgeeinrichtungen  im Lichte von Art.  53e  Abs.  5  bis  7 BVG  zulässig  sei  und  vom Beschwerdeführer  nicht  in  Frage  gestellt  werden  könne,  da  seine  wohlerworbenen  Ansprüche  gewahrt worden seien. Nach dieser Bestimmung haben sich nämlich die  bisherige  und  die  neue  Vorsorgeeinrichtung  über  den  Verbleib  der  Rentenbezüger  bei  der  bisherigen  oder  den  Wechsel  zur  neuen  Vorsorgeeinrichtung  zu  einigen,  falls  die  Vorsorgeeinrichtung  den  Anschlussvertrag  mit  dem  Arbeitgeber  auflöst.  Kommt  keine  Vereinbarung  zustande,  so  verbleiben  die  Rentenbezüger  bei  der  bisherigen  Vorsorgeeinrichtung  (Abs.  5  der  genannten  Bestimmung).  Verbleiben die Rentenbezüger bei der bisherigen Vorsorgeeinrichtung, so  bleibt  der  Anschlussvertrag  mit  Bezug  auf  die  Rentenbezüger  weiter  bestehen  (Abs.  6).  Für  den  Beschwerdeführer  sei  allerdings  diese  Bestimmung  nicht  anwendbar,  da  kein  Anschlussvertrag  aufgelöst  worden sei; falls dies dennoch der Fall gewesen wäre, hätte das Personal  angehört werden müssen.  5.2.   5.2.1.  Die  Aufsichtsbehörde  hat  über  die  Einhaltung  der  gesetzlichen,  statutarischen  und  reglementarischen  Vorschriften  durch  die  Vorsorgeeinrichtungen  sowie  die  Einrichtungen,  die  nach  ihrem  Zweck  der beruflichen Vorsorge dienen, zu wachen (Art. 62 Abs. 1 BVG), indem  sie  insbesondere  die  Übereinstimmung  der  reglementarischen  Bestimmungen  mit  den  gesetzlichen  Vorschriften  prüft  (lit.  a),  von  den  Vorsorgeeinrichtungen und den Einrichtungen, die nach ihrem Zweck der  beruflichen  Vorsorge  dienen,  periodisch  Berichterstattung  fordert,  namentlich über die Geschäftstätigkeit (lit. b), Einsicht in die Berichte der  Kontrollstelle  und  des  Experten  für  berufliche  Vorsorge  nimmt  (lit.  c)  sowie  die  Massnahmen  zur  Behebung  von  Mängeln  trifft  (lit.  d)  und  Streitigkeiten  betreffend  das  Recht  der  versicherten  Person  auf  Information  beurteilt  (lit.  e).  Im Rahmen  einer Gesamtliquidation  hat  sie  wie  bereits  dargelegt  die  Voraussetzungen,  das  Verfahren  und  den  Verteilungsplan zu prüfen und diesen zu genehmigen (Art. 53c BVG). 5.2.2. Gemäss Art. 62 Abs. 1 Bst. d BVG  trifft  die Aufsichtsbehörde die  Massnahmen  zur Behebung  von Mängeln. Hierzu  stehen  ihr  präventive 

C­5003/2010 und  repressive  Aufsichtsmittel  zur  Verfügung.  Mittels  des  repressiven  Handelns  soll  der  rechtmässige  Zustand  wieder  hergestellt  werden,  während  die  präventiven  Mittel  darauf  ausgelegt  sind,  gesetzes­  und  statutenwidriges  Verhalten  der  Vorsorgeeinrichtung  durch  eine  laufende  Kontrolle ihrer Geschäftstätigkeit zu verhindern. Als repressive Aufsichts­ mittel  kommen  unter  anderem  die Mahnung  pflichtvergessener Organe,  das Erteilen von Weisungen oder Auflagen in Frage, soweit die Vorsorge­ einrichtung  keinen  Ermessensspielraum  hat;  sie  kann  auch  Entscheide  oder  Erlasse  der  Stiftungsorgane  aufheben  oder  ändern,  wenn  und  soweit  diese  gesetzes­  oder  urkundenwidrig  sind,  Stiftungsorgane  und  Liquidatoren  abberufen  und  einsetzen,  oder  die  Ersatzvornahme  durch  Dritte auf Kosten der Stiftung oder die Einsetzung eines Beistandes oder  eines  interimistischen  Stiftungsrates  unter  gleichzeitiger  Enthebung  des  ordentlichen  Stiftungsrates  anordnen.  Diese  Aufzählung  ist  nicht  abschliessend.  Auf  Grund  der  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  fest,  dass  die  Aufsichtsbehörde  bloss  dann  mittels  Massnahmen  repressiv  eingreifen  kann,  falls  sie  im  Handeln  der  Vorsorgeeinrichtung  einen  Verstoss  gegen gesetzliche  oder  statutarische Vorschriften  erkennt. Die  Aufsichtstätigkeit  ist  mithin  als  eine  Rechtskontrolle  ausgestaltet  (Urteil  des BVGer C­5462/2008 ­ C­2795/2009 vom 11. April 2011 E. 4; ISABELLE  VETTER­SCHREIBER,  Staatliche  Haftung  bei  mangelhafter  BVG­ Aufsichtstätigkeit, Zürich 1996, S. 61 ff.; HANS MICHAEL RIEMER / GABRIELA  RIEMER­KAFKA,  Das  Recht  der  beruflichen  Vorsorge  in  der  Schweiz,  2.  Auflage, Bern 2006, S. 65 f., CARL HELBLING, Personalvorsorge und BVG,  8. Auflage, Bern 2006, S. 667). Damit  liegt nicht schon dann ein Mangel  vor, wenn die Aufsichtsbehörde in einer Sache anders entschieden hätte  als  die  Vorsorgeeinrichtung.  Demgemäss  hat  die  Aufsichtsbehörde  zu  beachten, dass der Vorsorgeeinrichtung ein Ermessen zusteht. Dabei  ist  Letztere  an  den  vorgegebenen  rechtlichen  Rahmen  gebunden  und  sie  muss  die  allgemeinen  Rechtsprinzipien  wie  etwa  das  Gleichbehandlungsgebot  beachten.  Im Weiteren muss sie  ihr Ermessen  gestützt auf die sachlich nahe liegenden Kriterien und den Verhältnissen  des  Einzelfalls  angemessen  und  damit  zweckmässig  ausüben  (MERKLI/AESCHLI­MANN/HERZOG, Kommentar zum bernischen VRPG, Bern  1997, N 24, 26 zu Art. 66 Abs. 1 VRPG). 5.3.  Übereinstimmend  mit  der  Beschwerdegegnerin  kann  vorliegend  festgehalten  werden,  dass  das  Gesetz  eine  versicherungsmässige  Trennung von Rentenbezügern und Aktiven desselben Arbeitgebers nicht  verbietet,  was mindestens  indirekt  aus  Art.  53e  BVG  abgeleitet  werden  kann. Auch kann sich ein einzelner Destinatär nicht grundsätzlich einem 

C­5003/2010 derartigen  "Trennungsbeschluss"  widersetzen.  Das  vom  Beschwerdeführer  angerufene  Gleichbehandlungsgebot  geht  nicht  so  weit, dass daraus abgeleitet werden könnte, die Aktiven und die Rentner  müssten  gemeinsam  in  dieselbe  Vorsorgeeinrichtung  überführt  werden.  Die Situation dieser beiden Versichertengruppen sind unterschiedlich, so  dass  ihnen  nicht  notwendigerweise  dasselbe  Schicksal  ereilen  muss.  Auch  ist  die  Berufung  des  Beschwerdeführers  auf  Art.  11  BVG  unbehelflich. Diese Bestimmung betrifft die Mitwirkung der Arbeitnehmer  im  obligatorischen  Bereich  und  nicht  der  Rentenbezüger,  die  übrigens  auch  nicht  im  Stiftungsrat  vertreten  werden  müssen,  wie  der  Beschwerdeführer  in  diesem  Zusammenhang  ebenfalls  zu  Unrecht  beanstandet. Das gesetzliche Erfordernis einer paritätischen Verwaltung,  wonach  diese  aus  der  gleichen  Anzahl  von  Arbeitnehmer­  und  Arbeitgebervertretern  bestehen  muss  (vgl.  Art.  51  Abs.  1  BVG),  betrifft  nicht die Rentenbezüger. 5.4.  Aus  diesen  Erwägungen  folgt,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  Neuordnung der Beschwerdegegnerin in der einen oder anderen Art oder  die  Zusammenführung  von  Aktiven  und  Alters­  und  Hinterbliebenenrentnern  in  derselben  Vorsorgeeinrichtung  verlangen  kann,  und  dass  die  Vorinstanz  diesbezüglich  im  Rahmen  ihrer  Rechtskontrolle  mangels  Gesetzes­  oder  Reglementsverletzung  nicht  einschreiten  müsste.  Die  Beschwerde  ist  demzufolge  in  diesem  Punkt  abzuweisen. 6.  6.1.  6.1.1.  Der  Beschwerdeführer  beantragt  des  Weiteren,  dass  bei  der  Verteilung  der  freien  Stiftungsmittel  eine  Rückstellung  zu  bilden  sei,  welche die Anpassung der Altersrenten an die Preisentwicklung auch  in  Zukunft  sicherstelle.  Der  Gleichbehandlungsgrundsatz  sei  seiner  Auffassung  nach  dadurch  verletzt  worden,  dass  zu  Lasten  der  Altersrentner  eine  Rückstellung  von  Fr.  961'049.­­  für  den  Einkauf  der  aktiven  und  invaliden  Versicherten  vorgenommen  worden  sei  und  die  Verteilung der freien Mittel von Fr. 524'818.­­ für die Kollektivaustritte seit  2007 reglementswidrig sei. Es sei  im Zusammenhang mit der Verteilung  freier Mittel  zu Unrecht  eine  technische Rückstellung  aufgelöst  worden.  Sofern sich die Rückstellungen auf die Vergangenheit beziehen würden,  seien sie gebunden. Ein Teuerungsausgleich sei gemäss Art. 36 Abs. 2 

C­5003/2010 BVG  entsprechend  den  finanziellen  Möglichkeiten  der  Vorsorgeeinrichtung vorzunehmen.  6.1.2. Demgegenüber führt die Vorinstanz im Wesentlichen aus, dass sie  in  der  strittigen,  unter  Beizug  der  BVG­Expertin  detailliert  gestaltete  Neuordnung  der  beruflichen  Vorsorge  weder  eine  Ermessensüberschreitung  noch  einen  Ermessensmissbrauch  erkannt  habe, so dass sie keinen Anlass gesehen habe, sie nicht zu genehmigen.  Seinerseits  macht  die  Beschwerdegegnerin  geltend,  dass  die  Verteilkriterien  nachvollziehbar  und  fachlich  anerkannt  seien.  Die  freien  Mittel seien erst nach Übertragung der notwendigen Deckungskapitalien  zu verteilen gewesen, und zwar nach dem vorgesehenen Schlüssel unter  Berücksichtigung aller Versicherten. Deshalb hätten die Aktiven und die  Invalidenrentner  eingekauft  werden  müssen  (Fr.  961'049.­­)  und  seien  den  Kollektivaustritten  gemäss  Art.  53d  Abs.  1  BVG  in  Verbindung mit  Art.  27h  BVV2  Rückstellungen  und  Schwankungsreserven  mitzugeben  gewesen  (Fr.  524'818.­­).  Mit  Fr.  288'429.­­  seien  ein  Drittel  der  dann  noch  verbliebenen  freien  Mittel  (Fr.  886'494.­­)  für  die  an  die  BVG­ Sammelstiftung  übertragenen  Personengruppe  verwendet  worden.  Die  Rückstellung  sei  im  Hinblick  auf  den  Einkauf  einer  bereits  früher  ausgerichteten  Teuerungszulage  für  die  laufenden  Renten  der  Beschwerdegegnerin  gebildet  worden.  Aus  dieser  branchenüblichen  Einmaleinlage,  zur Rentenerhöhung,  habe eine einmalige Erhöhung der  laufenden Renten  für diejenigen Rentenbezüger resultiert, denen bereits  früher  eine  solche  Teuerungszulage  ausgerichtet  worden  sei.  Eine  Rückstellung für zukünftige Rentenerhöhungen für alle sei nicht geleistet  worden (vgl. Duplik, act. 28 Ziff. 13). 6.2.  Als  Kriterien  für  die  Genehmigung  des  Verteilungsplanes  können  diejenigen herangezogen werden, die in Art. 53d BVG festgehalten sind,  insbesondere  der  Grundsatz,  wonach  das  Vermögen  dem  Personal  zu  folgen  hat,  und  der  Grundsatz  der  Gleichbehandlung  (UELI  KIESER,   a.a.O.,  Art.  53c,  N  18).  Dem  Stiftungsrat  steht  bei  der  Festlegung  der  objektiven  Kriterien  unter  Berücksichtigung  des  Stiftungszwecks,  der  Grundsätze  der  Verhältnismässigkeit,  der  Gleichbehandlung  und  des  guten Glaubens  (vgl.  bereits  nach  dem Recht  vor  der  1.  BVG­Revision  BGE  119  Ib  46  E.  4,  KURT  SCHWEIZER,  Rechtliche  Grundlagen  der  Anwartschaft  auf  eine  Stiftungsleistung  in  der  beruflichen  Vorsorge,  Zürich  1985,  S.  106­120;  RUGGLI/STOHLER,  Umstrukturierung  in  der  Wirtschaft und ihre Auswirkungen auf die berufliche Vorsorge, BJM 2000  S.  124  ff.;  JACQUES­ANDRÉ  SCHNEIDER,  Fonds  libres  et  liquidations  de 

C­5003/2010 caisses  de  pensions,  SZS  2001  S.  471  f.)  ein  grosser  Ermessensspielraum zu, in welchen die Aufsichtsbehörde nicht eingreifen  kann. Der ab dem 1. Januar 2005 geltende Art. 53d Abs. 1 BVG, wonach  die  Liquidation  der  Vorsorgeeinrichtung  unter  Berücksichtigung  des  Gleichbehandlungsgrundsatzes  und  nach  fachlich  anerkannten  Grundsätzen durchgeführt werden muss, bekräftigt diese bisherige Praxis  und  Rechtsprechung.  Danach  hat  die  Aufsichtsbehörde  den  Verteilungsplan auf diese Kriterien hin zu überprüfen und zu genehmigen  und  darf  nicht  ihr  eigenes  Ermessen  anstelle  desjenigen  des  Stiftungsrates setzen. Sie kann nur einschreiten, wenn der Entscheid des  Stiftungsrates unhaltbar ist, weil er auf sachfremden Kriterien beruht oder  einschlägige Kriterien ausser Acht  lässt  (vgl. BGE 131  II 514 E. 5, BGE  128 II 394 E. 3.3, BGE 108 II 497 E. 5, 101Ib 235 E. 2; SVR 2001, BVG  Nr.  14;  ISABELLE  VETTER­SCHREIBER,  Berufliche  Vorsorge,  Kommentar,  Zürich 2009, BVG 53b N 21).  6.3.  6.3.1. In der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz hinsichtlich der  Verteilung  der  freien  Stiftungsmittel  gestützt  auf  die  detaillierte  Berechnung und den Bericht der BVG­Expertin vom 9. Februar 2010, der  L._______AG,  Ziffer  5  S.  10  ff.  (vgl.  vorinstanzliche  Akten)  nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, weshalb sie den Verteilplan  genehmigte.  Die  ausgehend  vom  Verteilsubstrat  am  Bilanzstichtag  von  Fr. 2'341'979.­­ abgezogenen Rückstellungen einerseits von Fr. 961'049.­ ­  für den notwendigen Einkauf der aktiven und  invaliden Versicherten  in  die  Rückstellungen  der  übernehmenden  Vorsorgeeinrichtung  und  andererseits,  gestützt  auf  Art.  27h  BVV2,  von  Fr.  524'818.­­  für  die  Kollektivaustritte  in der Zeit vom 30. September 2007 bis 31. Dezember  2008 sind von der BVG­Expertin schlüssig begründet worden und stellen  in  keiner Weise  eine  Verletzung  des Gleichbehandlungsgrundsatzes  zu  Lasten  der  Altersrentner  dar.  Nach  Abzug  dieser  beiden  korrekten  Rückstellungen verblieben freie Mittel von Fr. 886'494.­­ zur Verteilung an  die  Destinatäre,  wovon  die  Alters­,  Hinterlassenen­  und  Waisenrentner  Fr.  288'429.­­erhalten.  Auch  in  dieser  Verteilung  gemäss  den  Verteilkriterien  und  den  Berechnungen  der  BVG­Expertin  kann  das  Gericht  keine Verletzung  des Gleichbehandlungsgrundsatzes  respektive  eine  Übervorteilung  der  Aktiven  und  der  Invalidenrentner  erblicken.  Es  kann  hier  im  Übrigen  auf  den  angefochtenen  Entscheid  verwiesen  werden.

C­5003/2010 6.3.2.  Was  die  Sicherstellung  eines  zukünftigen  Teuerungsausgleichs  anbelangt, kann der Beschwerdeführer aus Art. 36 Abs. 2 BVG nichts für  sich  ableiten.  Nach  dieser  Bestimmung  werden  die  Alters­  und  Hinterlassenenrenten  entsprechend  den  finanziellen  Möglichkeiten  der  Vorsorgeeinrichtung  der  Preisentwicklung  angepasst  gestützt  auf  jährliche  Beschlüsse  des  Stiftungsrates.  Ein  weitergehender  Anspruch  besteht nicht.  6.3.3. Damit  ist die angefochtene Verfügung  in diesem Punkte ebenfalls  zu schützen. 7.  7.1. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde vollumfänglich  abzuweisen ist.  7.2.  Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  wird  der  Beschwerdeführer  gemäss  Art.  63  Abs.  1  VwVG  kostenpflichtig.  Die  Verfahrenskosten  sind  gemäss  dem  Reglement  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  zu  bestimmen.  Sie  werden auf Fr. 1'500.­­ festgelegt. 7.3. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz  oder  teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  Kosten  zusprechen.  Allerdings  steht  der  obsiegenden  Vorinstanz  gemäss  Art.  7  Abs.  3  VGKE  keine  Parteientschädigung zu. Dasselbe gilt für die Beschwerdegegnerin; denn  das  Eidgenössisches  Versicherungsgericht  hat  mit  Urteil  vom  3.  April  2000  erwogen,  dass  Trägerinnen  oder  Versicherer  der  beruflichen  Vorsorge grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben  (BGE  126  V  149  E.  4),  eine  Praxis,  welche  das  Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung auch im Rahmen  von  Aufsichtsstreitigkeiten  analog  angewandt  hat  (Urteile  C­3268/2009  vom 29. September 2011 E. 8.2; C­5462/2008 und C­2795/2009 vom 11.  April 2011 E. 8.2).

C­5003/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'500.­­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher  Höhe  verrechnet. 3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 200039; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen – die Oberaufsichtskommission BVG Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Philippe Weissenberger Jean­Marc Wichser

C­5003/2010 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat  die  Begehren,  deren  Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-5003/2010 — Bundesverwaltungsgericht 08.02.2012 C-5003/2010 — Swissrulings