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Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 C-1171/2009

17. November 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,137 Wörter·~11 min·1

Zusammenfassung

Normenkontrolle | Genehmigung Anlage-, Organisations- und Teilliquidationsreglement

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung III C­1171/2009 Urteil   v om   1 7 .   No v embe r   2011 Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richterin Elena Avenati­Carpani,    Gerichtsschreiber Jean­Marc Wichser. Parteien X._______,   vertreten durch Dr. iur. Peter Sutter, Rechtsanwalt,  Paradiesweg 2, Haus Eden, Postfach, 9410 Heiden, Beschwerdeführerin,  gegen Ostschweizer BVG­ und Stiftungsaufsicht,  Poststrasse 28, Postfach 1542, 9001 St. Gallen,    Vorinstanz.  Gegenstand Genehmigung Anlage­, Organisations­ und  Teilliquidationsreglement.

C­1171/2009 Sachverhalt: A.  Mit  Verfügung  vom   21.  Januar  2009  hat  die  Ostschweizer  BVG­  und  Stiftungsaufsicht (nachfolgend die Vorinstanz) den Antrag der X._______  vom  25.  November  2008  zur  Genehmigung  der  Art.  12  und  13  ihres  Anlage­, Organisations­ und Teilliquidationsreglements vom 21. Oktober  2008  abgewiesen.  Gleichzeitig  wurde  der  Stiftungsrat  der  Beschwerdeführerin  angewiesen,  spätestens  3 Monate  nach Eintritt  der  Rechtskraft  der  Verfügung  einen  rechtskonformen  Reglementstext  einzureichen. Dabei  führte die Vorinstanz  im Wesentlichen aus,  dass  in  Art.  12  des  vorgelegten Reglements  lediglich  der Wortlaut  von Art.  53b  Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters­ , Hinterlassenen­ und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) übernommen  worden  sei,  ohne  die  erwähnte  gesetzliche  Bestimmung  weiter  zu  konkretisieren. Dabei habe die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zuvor  darauf  aufmerksam  gemacht  und  zur  konkretisierenden  Ergänzung  der  Bestimmung aufgefordert. Sie wies des Weiteren auf die bundesrätliche  Botschaft vom 16. Mai 2000 hin, wonach die Vorsorgeeinrichtungen – zu  welchen  auch  die  patronalen  Wohlfahrtsfonds  zählen  –  die  Voraussetzungen  für  eine  Teilliquidation  bei  den  drei  gesetzlich  abschliessend aufgeführten Fällen festlegen müssten, um dem Ermessen  des paritätischen Organs gewisse Leitplanken zu geben. Das Bundesamt  für  Sozialversicherungen  (BSV)  habe  in  der  BSV­Mitteilung Nr.  100  die  Mindestanforderungen  für  Teilliquidationsreglemente  präzisiert  und  darauf  hingewiesen,  dass  es  nicht  genüge,  Art.  53b  Abs.  1  BVG  abzuschreiben. Die Vorsorgeeinrichtungen seien vielmehr verpflichtet, die  Voraussetzungen für eine Teilliquidation auf  ihre Verhältnisse angepasst  zu regeln. Nur so sei der einzelne Destinatär in der Lage, einen ihm vom  Stiftungsrat  zugewiesenen  Anspruch  im  Lichte  der  Jahresrechnung  nachvollziehen  zu  können.  Im  Übrigen  seien  die  Grundsätze  der  Konkretisierungspflicht  auch  seitens  des  Bundesverwaltungsgerichts  im  Urteil C­3896/2007 vom 22. August 2008 bestätigt worden (act. 1/1). B.  Mit Eingabe vom 23. Februar 2009 erhob die X._______ (nachfolgend die  Beschwerdeführerin) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen  die  vorinstanzliche Verfügung  vom 21.  Januar  2009  und  beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  sowie  die  Genehmigung  von  Art.  12  und  13  ihres  Anlage­,  Organisations­  und  Teilliquidationsreglements  vom  21.  Oktober  2008,  eventualiter  die 

C­1171/2009 Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz.  Dabei  machte  sie  im  Wesentlichen  geltend,  dass  ein  Konkretisierungsgebot  weder  aus  dem  Gesetzeswortlaut  von  Art.  53b  Abs.  1  BVG  selbst  noch  aus  der  bundesrätlichen  Botschaft  entnommen  werden  könne.  Der  Verweis  auf  eine Mitteilung  des  BSV  genüge  ebenfalls  nicht,  zumal Weisungen  der  Verwaltung  für die Rechtsprechung nicht  verbindlich seien. Selbst wenn  aber  ein  solches  Gebot  bestehen  würde,  habe  die  Beschwerdeführerin  bei  genauer  Betrachtung  mit  Art.  12  ihres  Reglements  in  zweierlei  Hinsicht  eine  Konkretisierung  vorgenommen.  Einerseits  schliesse  die  Beschwerdeführerin den Gegenbeweis zur Umstossung der gesetzlichen  Vermutung  aus,  indem  sie  beim  Vorliegen  eines  der  drei  gesetzlichen  Tatbestände  ohne  Weiteres  die  Voraussetzung  für  eine  Teilliquidation  annehme.  Andererseits  verzichte  die  Beschwerdeführerin,  weitere  Tatbestände zu erwähnen. Da der Gesetzgeber der Vorsorgeeinrichtung  einen grossen Ermessensspielraum erteile, um die Voraussetzung einer  Teilliquidation  zu  umschreiben,  sei  nicht  ersichtlich,  wieso  die  Vorsorgeeinrichtung  ihren Ermessensspielraum nicht  auch  dahingehend  nutzen  könne,  die  gesetzlichen  Vorgaben  uneingeschränkt  zu  übernehmen  und  das  unternehmerische  Gewicht  des  Stiftungsrates  zu  stärken,  um  flexibel  auf  veränderte  Verhältnisse  zu  reagieren.  Die  Nichtgenehmigung von Art. 13 des Reglements der Beschwerdeführerin  habe  die  Vorinstanz  demgegenüber  nicht  begründet.  Insoweit  habe  die  Vorinstanz der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör verweigert (act.  1). C.  Mit  Eingabe  vom  17.  März  2009  teilte  die  Vorinstanz  dem  Bundesverwaltungsgericht  mit,  dass  sie  auf  eine  Vernehmlassung  zur  Beschwerde vom 23. Februar 2009 verzichte (act. 6). D.  Den  vom  Gericht  mit  Zwischenverfügung  vom  26.  Februar  2009  einverlangten  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  3'500.­­  hat  die  Beschwerdeführerin am 6. März 2009 überwiesen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

C­1171/2009 1.  Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine  Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu gehören die Verfügungen der  Aufsichtsbehörden  im  Bereiche  der  beruflichen  Vorsorge  nach  Art.  74  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  25.  Juni  1982  über  die  berufliche  Al­ ters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  (BVG,  SR  831.40),  dies  in  Verbindung mit Art. 33  lit.  i VGG. Eine Ausnahme  im Sinne von Art. 32  VGG liegt in casu nicht vor. 2.  Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  die  Verfügung  der  Ostschweizer  BVG­  und  Stiftungsaufsicht  vom  21.  Januar  2009,  welche ohne Zweifel eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG darstellt.  Die  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  ist  frist­  und  formgerecht  eingegangen  (Art.  50  und  52  VwVG).  Durch  die  Verfügung  ist  die  Beschwerdeführerin  als  betroffene  Stiftung,  deren  Teilliquidationsreglement  mit  der  angefochtenen  Verfügung  in  gewissen  Punkten  zurückgewiesen  worden  ist,  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Änderung  oder  Aufhebung  der  angefochtenen Verfügung (Art. 48 Abs. 1 lit. b und c VwVG), so dass sie  zur  Beschwerde  legitimiert  ist.  Nachdem  auch  der  eingeforderte  Kostenvorschuss  in  der  gesetzten  Frist  geleistet  wurde,  ist  auf  das  ergriffene Rechtsmittel einzutreten. 3.  Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit,  wenn  nicht  eine  kantonale  Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 4.  4.1.  4.1.1.  Die  Aufsichtsbehörde  hat  über  die  Einhaltung  der  gesetzlichen,  statutarischen  und  reglementarischen  Vorschriften  durch  die  Vorsorgeeinrichtungen  sowie  die  Einrichtungen,  die  nach  ihrem  Zweck 

C­1171/2009 der beruflichen Vorsorge dienen, zu wachen (Art. 62 Abs. 1 BVG), indem  sie  insbesondere  die  Übereinstimmung  der  reglementarischen  Bestimmungen  mit  den  gesetzlichen  Vorschriften  prüft  (lit.  a),  von  den  Vorsorgeeinrichtungen und den Einrichtungen, die nach ihrem Zweck der  beruflichen  Vorsorge  dienen,  periodisch  Berichterstattung  fordert,  namentlich über die Geschäftstätigkeit (lit. b), Einsicht in die Berichte der  Kontrollstelle  und  des  Experten  für  berufliche  Vorsorge  nimmt  (lit.  c)  sowie  die  Massnahmen  zur  Behebung  von  Mängeln  trifft  (lit.  d)  und  Streitigkeiten  betreffend  das  Recht  der  versicherten  Person  auf  Information  beurteilt  (lit.  e).  Im  Rahmen  ihrer  Aufsichtstätigkeit  hat  sich  die  Aufsichtsbehörde  auch  mit  der  Teilliquidation  von  Vorsorgeeinrichtungen  zu  befassen,  und  zwar  indem  sie  die  reglementarischen  Vorschriften  über  die  Voraussetzungen  und  das  Verfahren  zur  Teilliquidation  genehmigt  (Art.  53b  Abs.  2  BVG).  Der  entsprechenden Genehmigung kommt dabei, wie die Vorinstanz  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  festhält,  ein  konstitutiver  Charakter  zu  (Ueli  Kieser  in:  JACQUES­ANDRÉ  SCHNEIDER/THOMAS  GEISER/THOMAS  GÄCHTER  (Hrsg.),  Handkommentar  zum BVG  und  FZG,  Art.  53b,  N  34,  mit  Hinweis  auf  die  bundesrätliche  Botschaft  vom  1.  März  2000  zur  1.  BVG­Revision, BBl 2000 2697).  4.1.2. Bei Stiftungen übernimmt die Aufsichtsbehörde auch die Aufgaben  nach den Artikeln 84 Absatz 2, 85 und 86 des Zivilgesetzbuches (Art. 62  Abs. 2 BVG). Diese Zuständigkeiten für Aufsicht und Rechtspflege gelten  ebenso  für  nicht  registrierte  Personalfürsorgestiftungen,  die  ausserobligatorisch  auf  dem  Gebiet  der  Alters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  tätig  sind  (Art.  89bis  Abs.  6  ZGB;  Urteil  des  BGer  9C_954/2010  vom  16.  Mai  2011  E.  5.1  mit  Hinweisen),  aber  auch  für  patronal  finanzierte  Vorsorgestiftungen  oder  Wohlfahrtsfonds,  da  diese  als  urtümliche  Einrichtungen  der  beruflichen  Vorsorge  nach  ihrer  Zwecksetzung und dem Destinatärkreis ­ auch nach der 1. BVG­Revision  ­  immer  noch  einen  Bezug  zur  beruflichen  Vorsorge  haben,  weshalb  diese einer Personalvorsorgestiftung  im Sinne von Art. 89bis Abs. 6 ZGB  näher als einer klassischen Stiftung stehen. Daher ist die diesbezügliche  bisherige  Praxis  zur  Aufsicht  und  zur  Rechtspflege  zu  bestätigen  (vgl.  Urteil des BVGer C­5780/2008 vom 25. Oktober 2011 E. 2). Gemäss Art. 84 Abs. 2 ZGB hat die Aufsichtsbehörde allgemein dafür zu  sorgen, dass das Stiftungsvermögen seinen Zwecken gemäss verwendet  wird.  Sie  hat  darüber  zu  wachen,  dass  die  Organe  der  Stiftung  keine  Verfügungen treffen, die der Stiftungsurkunde oder dem Reglement bzw. 

C­1171/2009 dem  Gesetz  widersprechen  oder  unsittlich  sind.  Die  Aufsicht  erstreckt  sich  aber  nicht  nur  auf  die  Anlage  und  Verwendung  des  Stiftungsvermögens  im  engeren Sinne,  sondern  in  dieser Hinsicht  auch  auf die generellen Anordnungen der Stiftungsorgane wie den Erlass von  Reglementen  und  Statuten  und  auf  die  Verwaltung  im  Allgemeinen.  In  reinen Ermessensfragen hat  sich die Aufsichtsbehörde  indessen grosse  Zurückhaltung  aufzuerlegen.  Sie  hat  nur  dann  einzugreifen,  wenn  die  Stiftungsorgane  bei  der  Ausführung  des  Stifterwillens  das  ihnen  zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht haben, mit andern  Worten,  wenn  ein  Entscheid  unhaltbar  ist,  weil  er  auf  sachfremden  Kriterien  beruht  oder  einschlägige Kriterien  ausser Acht  lässt. Greift  die  Aufsichtsbehörde  ohne  gesetzliche Grundlage  in  den Autonomiebereich  der  Stiftungsorgane  ein,  so  verletzt  sie  Bundesrecht  (Urteil  des  BGer  9C_954/2010 vom 16. Mai 2011 E. 5.1.1, BGE 111 II 97 E. 3). 4.2.  4.2.1.  Die  Beschwerdeführerin  ist  am  21.  Dezember  1949  unter  dem  Namen "Pensionskasse der Y._______" als Stiftung im Sinne der Art. 80  ff.  ZGB  errichtet  worden.  Am  21.  März  2001  revidierte  sie  ihre  Stiftungsurkunde  (StU)  und  passte  ihren  Namen  den  tatsächlichen  Verhältnissen  an,  indem  sie  ihn  in  "X._______"  änderte.  Dabei  bezeichnete sie sich als Stiftung  im Sinne von Art. 331 OR (vgl. Art. 1.1  StU,  act.  10). Gemäss Art.  2 StU  bezweckt  die Beschwerdeführerin  die  freiwillige  Vorsorge  zugunsten  der  Arbeitnehmer  der  Stifterfirma  sowie  ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen  in Ergänzung zu den Leistungen  der  AHV/IV  und  der  obligatorischen  beruflichen  Vorsorge  gegen  die  wirtschaftlichen Folgen  von Alter,  Invalidität,  Tod  sowie  in Notlagen wie  bei  Krankheit,  Unfall  oder  Arbeitslosigkeit.  Die  Stiftung  kann  überdies  Beiträge,  Leistungen  und  Versicherungsprämien  auch  an  andere  steuerbefreite Versicherungseinrichtungen erbringen, die einen analogen  Zweck verfolgen. Gemäss Art. 4.2 StU wird das Stiftungsvermögen unter  anderem  durch  freiwillige  Arbeitgeber­  und  Arbeitnehmerbeiträge  geäufnet.  Im  Übrigen  dürfen  aus  dem  Stiftungsvermögen  ausser  zu  Vorsorgezwecken  keine  Leistungen  entrichtet  werden,  zu  denen  die  Stifterfirma  rechtlich  verpflichtet  ist,  sind  bei  der  Vermögensverwaltung  die  bundesrechtlichen  Anlagevorschriften  zu  beachten  und  können  Arbeitgeberbeitragsreserven gebildet werden (Art. 4.3 bis 4.5 StU). 4.2.2. Mit Beschluss vom 26. März 2001 hat die Vorinstanz die vollständig  revidierte  Stiftungsurkunde  der  Beschwerdeführerin  genehmigt  und 

C­1171/2009 vermerkte dabei unter anderem, dass der neue Name den tatsächlichen  Verhältnissen besser entspreche, da er nicht mehr auf eine planmässige  Vorsorge schliessen lasse.  4.3.  4.3.1.  Auf  die  ausserhalb  des  BVG­Obligatoriums  tätigen  Vorsorgeeinrichtungen  –  und  um  eine  solche  handelt  es  sich  bei  der  Beschwerdeführerin offensichtlich – ist Art. 89bis ZGB ganz oder teilweise  anwendbar. Handelt es sich um eine Personalfürsorgeeinrichtung, die wie  vorliegend gemäss Art. 331 OR in Form der Stiftung errichtet worden ist,  sind nach Art. 89bis Abs. 1 ZGB jedenfalls die Absätze 2, 3 und 5 dieser  Bestimmung  anwendbar.  Zu  diesen  Personalfürsorgeeinrichtungen  gehören  unter  anderem  die  patronal  finanzierten  Wohlfahrtsfonds.  Für  Personalfürsorgestiftungen, die – ausserobligatorisch – insbesondere auf  dem Gebiet der AHV/IV­Vorsorge tätig sind, gelten überdies gemäss Abs.  6  von  Art.  89bis  ZGB  verschiedene  Bestimmungen  der  obligatorischen  beruflichen  Vorsorge.  Wollte  man  die  Beschwerdeführerin  anhand  der  neuen Statuten, des neuen Namens und der Tatsache qualifizieren, dass  sie  keine  planmässige  Vorsorge  betreibt,  sondern  lediglich  freiwillige,  seitens  der  Destinatäre  nicht  direkt  einklagbare  Ermessensleistungen  erbringt,  ist  vermutungsweise davon auszugehen, dass Art.  89bis Abs. 6  ZGB  nicht  unmittelbar  auf  sie  anwendbar  ist,  wie  es  die  Vorinstanz  anzunehmen  scheint. Die Frage  ist  in  der  Lehre  zwar  umstritten  (dafür:  HANS­ULRICH  STAUFFER,  Berufliche  Vorsorge,  Zürich  2005,  N.  401;  dagegen: HANS­MICHAEL RIEMER/GABRIELA RIEMER­KAFKA, Das Recht der  beruflichen Vorsorge in der Schweiz, Bern 2006, 2. Aufl., N. 26; Jacques­ André  Schneider  in:  SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER,  [Hrsg.],  Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010, Einleitung N. 217), aber  die Rechtsprechung geht grundsätzlich von dieser Unterscheidung in der  Anwendung von Art. 89bis Abs. 6 ZGB aus (Urteil des BGer 9C_193/2008  vom 2. Juli 2008 E. 3.3, Urteil des BVGer C­5780/2008 vom 25. Oktober  2011  E.  2):  das  Wesensmerkmal,  welches  eine  nicht  registrierte  Personalfürsorgestiftung  im Sinne  von Art.  89bis  Abs.  6 ZGB  von  einem  sogenannten  patronalen  Wohlfahrtsfonds  unterscheidet,  sind  die  Rechtsansprüche der Destinatäre, was sich aus den Statuten ergibt.  4.3.2. Damit  ist  aber  nicht  auszuschliessen,  dass Art.  89bis  Abs.  6  ZGB  bei  patronalen  Wohlfahrtsfonds  oder  Wohlfahrtsstiftungen  in  einzelnen  Fragen  resp.  hinsichtlich  einzelnen  BVG­Bestimmungen  mindestens  analog oder sinngemäss herangezogen werden kann, so etwa Ziffer 9 im 

C­1171/2009 Zusammenhang  mit  der  Teil­  oder  Gesamtliquidation  einer  solchen  Stiftung (vgl. hierzu CHRISTINA RUGGLI­WÜEST, Wohlfahrtsfonds heute: Ein  Auslaufmodell,  oder  …?,  in:  BVG­Tagung  2009,  Aktuelle  Fragen  der  beruflichen Vorsorge  [René Schaffhauser  / Hans­Ulrich Stauffer,  Hrsg.],  S.  163; FRANZISKA BUR BÜRGIN, Wohlfahrtsfonds, Vorsorgeeinrichtungen  im luftleeren Raum? in: Festschrift "25 Jahre BVG", Hans­Ulrich Stauffer  [Hrsg.],  S.  64;  gegenteiliger  Ansicht:  HANS  MICHAEL  RIEMER,  Die  patronalen Wohlfahrtsfonds nach der 1. BVG­Revision, SZS 2007 S. 550  Ziff.  II).  Dass  die  patronalen  Stiftungen  ein  Teilliquidationsreglement  zu  erstellen  haben,  wird  in  der  Lehre  denn  auch  eher  befürwortet  (UELI  KIESER  in:  SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER  [Hrsg.],  Art.  53b,  N.  6),  in  der  Praxis  seit  der  BVG­Revision  –  wie  auch  im  vorliegenden  Fall  –  so  umgesetzt (vgl. das Merkblatt vom 6. September 2005 der Konferenz der  kantonalen BVG­ und Stiftungsaufsichtsbehörden über die Teilliquidation  von  Personalfürsorgestiftungen  ohne  reglementarische  Leistungen  [Wohlfahrtsfonds],  abgedruckt  in  SZS  2005  561  ff.,  das  im  November  2010  angesichts  der  Anpassungen  von  Art.  27g  und  27h  BVV  2  leicht  überarbeitet  worden  ist  [http://www.zbsa.ch/teilliquidationen_wohlfahrtsfonds_20101130.pdf]),  und ist vom Bundesverwaltungsgericht bislang  und vor kurzem nochmals  ausdrücklich  und  grundsätzlich  geschützt  worden  (Urteile  C­5780/2008  vom 25. Oktober 2011 E. 2, C­2202/2009 vom 29. September 2010 E. 5,  C­2365/2006 E. 3 vom 19. Februar 2008, C­2354/2006 E. 4 vom 27. April  2007).   5.  5.1. Gemäss  Art.  53b  Abs.  1  BVG  regeln  die  Vorsorgeeinrichtungen –  und  nach  der  hier  vertretenen  Auffassung  sinngemäss  auch  die  patronalen Stiftungen –  in  ihren Reglementen die Voraussetzungen und  das  Verfahren  zur  Teilliquidation,  wobei  diese  Voraussetzungen  vermutungsweise  erfüllt  sind,  wenn  eine  erhebliche  Verminderung  der  Belegschaft  erfolgt,  eine  Unternehmung  restrukturiert  oder  der  Anschlussvertrag aufgelöst wird. 5.2. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin im umstrittenen Art.  12  ihres  Reglements  festgelegt,  dass  sie  eine  Teilliquidation  durchzuführen hat, wenn folgende Voraussetzungen gegeben seien: ­ a) erhebliche Verminderung der Belegschaft,

C­1171/2009 ­ b) Neustrukturierung der Unternehmung, ­ c) Auflösung des Anschlussvertrages. Die  Vorinstanz  hat  diese  Reglementsbestimmung  zurückgewiesen,  weil  mit  ihr  einfach  das  Gesetz  abgeschrieben  worden  sei,  ohne  es  zu  konkretisieren.  Für  die  Beschwerdeführerin  könne  jedoch  aus  dem  Gesetzestext  kein  Konkretisierungsgebot  abgeleitet  werden.  Und  wenn  dies  so  wäre,  habe  sie  ihn  konkretisiert,  indem  sie  einerseits  den  Gegenbeweis  zur  Umstossung  der  gesetzlich  vorgesehenen  Vermutungen  ausgeschlossen  und  andererseits  keine  weitere  Voraussetzung  vorgesehen  habe. Wie  es  sich  damit  verhält,  ist  nun  zu  prüfen. 5.3.  5.3.1. Ausgangspunkt  jeder  Auslegung  eines  Gesetzestextes  bildet  der  Wortlaut  der  Bestimmung.  Ist  der  Text  nicht  ganz  klar  und  sind  verschiedene  Interpretationen  möglich,  so  muss  nach  seiner  wahren  Tragweite  gesucht  werden  unter  Berücksichtigung  aller  Auslegungselemente;  dabei  kommt  es  namentlich  auf  den  Zweck  der  Regelung,  die  dem Text  zu Grunde  liegende Wertungen  sowie  auf  den  Sinnzusammenhang an, in dem die Norm steht. Die Gesetzesmaterialien  sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, den  Sinn  der  Norm  zu  erkennen.  Das  Bundesgericht  lässt  sich  bei  der  Auslegung jeweils von einem Methodenpluralismus leiten (BGE 133 V 83  E. 3.4 mit Hinweisen). 5.3.2.  Die  Vorschriften  über  Gesamt­  und  Teilliquidationen  von  Vorsorgeeinrichtungen  war  bis  zur  1.  BVG­Revision  in  Art.  23  des  Bundesgesetzes  über  die  Freizügigkeit  in  der  beruflichen  Alters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  (FZG,  SR  831.42)  integriert.  Die  (gesetzliche)  Vermutung,  wonach  die  Voraussetzungen  einer  Teilliquidation  in  drei  vom  Gesetz  umschriebenen  Fällen  erfüllt  seien,  wollte der Gesetzgeber weiter gelten lassen. Einzig das Verfahren war zu  modifizieren,  indem  die  Aufsichtsbehörden  von  der  Prüfung  dieser  Voraussetzungen entlastet werden sollten (vgl. FRITZ STEIGER, in: Aktuelle  Juristische  Praxis  [AJP]  3/2008,  Entscheidungen,  S.  364).  Neu  ist  es  Aufgabe  der  Vorsorgeeinrichtungen,  in  ihrem  Reglement  selber  festzulegen, wann die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen  sollten  möglichst  objektiv  und  abschliessend  sein  (Bundesrätliche 

C­1171/2009 Botschaft  in  BBl  2000  2696).  Auch  wenn  dem  Reglement  bei  der  Ordnung  der  Voraussetzungen  der  Teilliquidation  kein  besonderer  Gestaltungsraum mehr  verbleibt,  geht  auch  die  Lehre  davon  aus,  dass  sie  im  Reglement  präventiv  zu  spezifizieren  und  zu  konkretisieren  sind  (Kieser  in:  SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER  (Hrsg.),  Art.  53b,  N.  26  ff.).  Ebenso  stützt  sich  die  Praxis  auf  den  Befund,  dass  die  Vorsorgeeinrichtungen  verpflichtet  sind,  die  Voraussetzungen  für  eine  Teilliquidation  konkret  auf  ihre  Verhältnisse  angepasst  zu  regeln  (vgl.  Mitteilungen  des Bundesamtes  für  Sozialversicherungen  [BSV]  über  die  berufliche Vorsorge Nr. 100, N.590, greifbar über www.bsv.admin.ch, und  das  bereits  genannte Merkblatt  vom  6.  September  2005  der  Konferenz  der  kantonalen  BVG­  und  Stiftungsaufsichtsbehörden  über  die  Teilliquidation von Wohlfahrtsfonds, vgl. E. 4.3.2). 5.3.3. An dieser Stelle bleibt nachzutragen, dass Verwaltungsweisungen,  wie  es  die Mitteilungen  des BSV oder  das Merkblatt  der Konferenz  der  kantonalen BVG­ und Stiftungsaufsichtsbehörden darstellen,  sich an die  Durchführungsstellen richten und für das Sozialversicherungsgericht nicht  verbindlich  sind.  Solche  soll  es  bei  seiner  Entscheidung  aber  berücksichtigen,  sofern  sie  eine  dem Einzelfall  angepasste  und  gerecht  werdende  Auslegung  der  anwendbaren  gesetzlichen  Bestimmungen  zulassen.  Das  Gericht  weicht  also  nicht  ohne  trifftigen  Grund  von  Verwaltungsweisungen  ab,  wenn  diese  eine  überzeugende  Konkretisierung  der  rechtlichen  Vorgaben  darstellen.  Insofern  ist  dem  Bestreben  der  Verwaltung,  durch  interne Weisungen  eine  rechtsgleiche  Gesetzesanwendung  zu  gewährleisten,  Rechnung  zu  tragen  (Urteil  des  BGer 8C_713/2010 vom 23. März 2011 E. 3, BGE 133 V 587 E. 6.1, BGE  133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen). 5.3.4. Wollte man davon ausgehen, dass der Wortlaut von Art. 53b Abs. 1  BVG  –  wonach  die  Vorsorgeeinrichtungen  in  ihren  Reglementen  die  Voraussetzungen … zur Teilliquidation  regeln  und die Voraussetzungen  bei gegebenem Tatbestand vermutungsweise erfüllt sind, – noch nicht in  dem  Sinne  selbstredend  wäre,  dass  die  reglementarischen  Bestimmungen  die  Voraussetzungen  über  die  sehr  generellen  gesetzgeberischen  Tatbestände  hinaus  konkretisieren  müssen,  ergibt  sich  dies  jedenfalls  klar  aus  Art.  53b  Abs.  2  BVG;  denn  eine  aufsichtsrechtliche Genehmigung einer  reglementarischen Vorschrift, die  im  Wesentlichen  nur  den  Gesetzestext  wiedergibt,  würde  keinen  Sinn  machen.  Diese  Interpretation  steht  in  Übereinstimmung  mit  den  Gesetzesmaterialien,  der  Lehre  und  der  Praxis,  welche  davon  http://www.bsv.admin.ch

C­1171/2009 auszugehen,  dass  der  ratio  legis  nach  ein  Konkretisierungsgebot  für  Vorsorgeeinrichtungen besteht. 5.4.  Damit  ist  noch  nicht  gesagt,  ob  auch  die  patronalen  Stiftungen,  welche nach der hier vertretenen Auffassung Art. 53b BVG sinngemäss  anwenden sollen, auch ein Konkretisierungsgebot zu beachten haben. Gemäss des erwähnten Merkblatts  der Konferenz der  kantonalen BVG­  und  Stiftungsaufsichten  gilt  allerdings,  dass  bei  Wohlfahrtsfonds  der  Tatbestand  der  Teilliquidation  vermutungsweise  als  erfüllt  gilt,  wenn  dieser  auch  bei  der  Vorsorgeeinrichtung  (mit  Leistungsansprüchen)  der  gemeinsamen  Stifter­/Arbeitgeberfirma  erfüllt  ist.  Es  macht  tatsächlich  durchaus Sinn, dass auch patronale Stiftungen – welche den allgemeinen  Grundsatz  beachten  müssen,  wonach  das  Vorsorgevermögen  dem  Personal  zu  folgen  hat  (vgl.  Kieser  in:  SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER  (Hrsg.), Art. 53b, N. 6) – in ihren Teilliquidationsreglementen nicht derart  allgemeine  Bestimmungen  vorsehen,  dass  sie  nur  einfach  das  Gesetz  abschreiben. Allerdings gilt es auf der anderen Seite nicht aus den Augen  zu  verlieren,  dass  solche  Stiftungen  bei  der  Durchführung  der  Teilliquidation ein grösseres Ermessen haben als Vorsorgeeinrichtungen  mit Leistungsansprüchen. Insofern dürften sie je nach Sachlage durchaus  einen grösseren Spielraum beanspruchen  (zu denken wäre etwa an die  Umschreibung einer Bandbreite  statt  der Festlegung eines Grenzwertes  für die Verminderung der Belegschaft, oder Ähnliches).  5.5.  Im  vorliegenden  Fall  hat  die  Beschwerdeführerin  die  drei  gesetzlichen Voraussetzungen  für die Teilliquidation  in  ihrem Reglement  praktisch  wörtlich  übernommen.  Insofern  hat  sie  keine  Konkretisierung  vorgenommen.  Sie  behauptet  aber,  in  anderer  Weise  die  gesetzlichen  Vorgaben näher umschreiben zu haben, was nun zu prüfen ist. 5.5.1.  Einerseits  hat  die  Beschwerdeführerin  die  gesetzlichen  Voraussetzungen  nicht  als  Vermutungen  konzipiert,  welche  gegebenenfalls  umgestossen  werden  könnten,  und  meint,  dass  sie  dadurch  das  Gesetz  konkretisiert  habe.  Dies  trifft  nicht  zu.  Wie  die   Vorinstanz  u.a.  unter  Hinweis  auf  die  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts (C­3896/2007 E.4.2) zu Recht ausführt, kann  ein Reglement das Gesetz weder eingrenzen noch umstossen. Mit ihrem  Vorgehen,  gleichzeitig  mit  der  einfachen  Übernahme  der  drei  Voraussetzungen  die  gesetzlich  vorgesehene  Möglichkeit  zu  streichen,  die  Vermutungen  zu  widerlegen,  hat  die  Beschwerdeführerin  die 

C­1171/2009 gesetzliche  Ordnung  in  unzulässiger  Weise  eingegrenzt  und  nicht  konkretisiert. Ob diese Streichung zulässig ist, wenn die drei gesetzlichen  Voraussetzungen  für  die  Teilliquidation  tatsächlich  konkretisiert  werden,  wie  im Reglementsmuster  der Vorinstanz  vorgegeben  (vgl.  act  6),  kann  hier offengelassen werden.  5.5.2.  Andererseits  behauptet  die  Beschwerdeführerin,  das  Gesetz  konkretisiert  zu  haben,  indem  sie  darauf  verzichtet  hat,  neben  den  drei  erwähnten  weitere  Tatbestände  zu  nennen,  welche  zu  einer  Teilliquidation  führen  müssten.  Ob  die  gesetzliche  Auflistung  abschliessend  ist  oder  in  den  Reglementen  weitere  Tatbestände  vorgesehen werden können,  ist umstritten.  In der Lehre stützen sich die  einen u.a. auf die bundesrätliche Botschaft, um diese Frage zu verwerfen  (vgl.  RIEMER/RIEMER­KAFKA,  Das  Recht  der  beruflichen  Vorsorge  in  der  Schweiz,  Bern  2006,  N.  115  ad  &2,  S.  67,  Kieser  in:  SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER  (Hrsg.), Art.  53b, N.  9,  26 und 28)  und die  andern  u.a.  auf  die  parlamentarische  Beratung,  um  diese  Frage  zu  bejahen  (vgl.  FRITZ  STEIGER,  Die  Teilliquidation  nach  Artikel  53b  BVG,  AJP 2007 1051 ff.; in diese Richtung auch das BVGer in C­3896/2007 E.  6.2.2).  In  der  Praxis  wird  die  Frage  in  der  Regel  zum  Teil  dezidiert  verneint (vgl. Mitteilungen des BSV über die berufliche Vorsorge Nr. 100,  N.  590).  Auch  wenn  man  annimmt,  dass  weitere  Tatbestände  im  Reglement aufgelistet werden könnten, die eine Teilliquidation auslösen,  kann  der  Verzicht  darauf  jedenfalls  nicht  als  Konkretisierung  des  Gesetzes  gedeutet  werden.  Was  im  Reglement  auf  die  Situation  der  Vorsorgeeinrichtung  abgestimmt  werden  muss,  sind  zumindest  die  drei  gesetzlichen genannten Voraussetzungen. 5.6. Aus diesen Erwägungen  folgt, dass die Beschwerdeführerin mit der  Formulierung von Art.  12  ihres Reglements auch nicht ansatzweise das  Konkretisierungsgebot  beachtet  hat  und  die  Vorinstanz  diese  Reglementsbestimmung zu Recht  zurückgewiesen hat. Die Beschwerde  ist  in  diesem  Punkt  abzuweisen  und  die  Verfügung  dahingehend  zu  schützen. 6.  Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass die Vorinstanz auch  Art. 13 ihres Reglements zurückgewiesen, aber für die Nichtgenehmigung  keine Begründung geliefert habe. Dadurch habe sie das rechtliche Gehör  der Erstgenannten verletzt. Art. 13 des Reglements betrifft das Verfahren  der  Teilliquidation.  In  dieser  Bestimmung  umschreibt  die 

C­1171/2009 Beschwerdeführerin  im  Wesentlichen  die  Zuständigkeiten  des  Stiftungsrates,  die  Bilanzierung  der  Aktiven,  die  Behandlung  der  Wertschwankungsreserven,  die  Berechnung  des  Verteilsubstrates,  der  Auszahlungsmodus an die Destinatäre und deren Information. An dieser  Reglementsbestimmung  hat  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  nichts Konkretes  ausgesetzt.  Es  ist  deshalb  nicht  ersichtlich,  aus welchem Grund sie neben Art. 12 auch Art. 13 des Reglements nicht  genehmigt hat. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen. 7.  Zusammenfassend  ist  die  Beschwerde  abzuweisen,  soweit  es  die  Nichtgenehmigung von Art. 12 des Reglements der Beschwerdeführerin  betrifft,  und  gutzuheissen,  soweit  es  die  Nichtgenehmigung  von  Art.  13  desselben  Reglements  anbelangt.  Die  Sache  wird  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen,  damit  diese  sich  zur  Genehmigung  oder  Nichtgenehmigung  von  Art.  13  des  Reglements  äussert  und  im  Falle  einer erneuten Nichtgenehmigung ihren Entscheid begründet. 8.  8.1. Dieser Ausgang des Verfahrens  hat  nach Art.  63 Abs.  1 VwVG zu  Folge,  dass  die  teilweise  unterliegende  Beschwerdeführerin  kostenpflichtig wird. Der in einem Punkt unterliegende Vorinstanz können  demgegenüber keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2  VwVG).  Gestützt  auf  das  Reglement  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE,  SR 173.320.2) werden die  reduzierten Verfahrenskosten auf Fr. 2'500.­­  festgelegt  und  mit  dem  von  der  Beschwerdeführerin  geleisteten  Kostenvorschuss verrechnet. 8.2. Die anwaltlich  vertretene,  teilweise obsiegende Beschwerdeführerin  hat laut Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 VGKE Anspruch auf  eine Parteientschädigung. Wird  keine Kostennote  eingereicht,  setzt  das  Gericht  die  Entschädigung  auf  Grund  der  Akten  fest  (Art.  14  Abs.  2  VGKE).  Vorliegend  erweist  sich  eine  (reduzierte)  Parteientschädigung  von Fr. 1'000.­­ inkl. Mehrwertsteuer (MWSt) zu Lasten der Vorinstanz als  angemessen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

C­1171/2009 1.  Die  Beschwerde  wird  ­  hinsichtlich  der  Genehmigung  von  Art.  13  des  Reglements  der  Beschwerdeführerin  ­  teilweise  gutgeheissen  und  im  Übrigen abgewiesen. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen,  damit  sich  diese  erneut  mit  der  Genehmigung  von  Art.  13  des  Reglements befasst. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  2'500.­­  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt  und  mit  dem  von  dieser  geleisteten  Kostenvorschuss  verrechnet. Das Restsaldo von Fr. 1'000.­­ wird ihr zurückerstattet. 3.  Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine  (reduzierte)  Parteientschädigung von Fr. 1'000.­­ inkl. MWSt zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Philippe Weissenberger Jean­Marc Wichser Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat  die  Begehren,  deren  Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 

C­1171/2009 Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-1171/2009 — Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 C-1171/2009 — Swissrulings