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Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 B-5877/2011

16. Februar 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,081 Wörter·~10 min·3

Zusammenfassung

Finanzmarktaufsicht (Übriges) | Verfahrenseinstellung betreffend die A._______ & Co. VIII Sachwertbeteiligung Kommanditgesellschaft und die A._______ & Co. IX Sachwertbeteiligung Kommanditgesell-schaf

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung II B­5877/2011 Urteil   v om   1 6 .   Februar   2012   Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Ronald Flury, Richter Frank Seethaler,    Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien A._______, vertreten durch lic. iur. Gregor Marcolli,  Fürsprecher, 3001 Bern, Beschwerdeführer,  gegen A._______ & Co. VIII Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft,  vertreten durch Dr. iur. Patrick M. Hoch,  Rechtsanwalt, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerin,  Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,  Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Verfahrenseinstellung betreffend die A._______ & Co. VIII  Sachwertbeteiligung Kommanditgesellschaft und die  A._______ & Co. IX Sachwertbeteiligung  Kommanditgesellschaft.

B­5877/2011 Sachverhalt: A.  A.a  A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  gründete  durch  seine  A._______  AG  in  den  Jahren  1998  bis  2006  diverse  Kommanditgesellschaften,  darunter  auch  die  A._______  &  Co  VIII  Sachwert­Beteiligung Kommanditgesellschaft und die A._______ & Co IX  Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft  (im  Folgenden:  Kommanditgesellschaften  bzw.  KG  VIII  und  KG  IX).  Diese  Kommanditgesellschaften  sollten  Anlegern  die  Möglichkeit  bieten,  über  eine Beteiligung als Kommanditäre  in  Immobilien zu  investieren, welche  von  den  Kommanditgesellschaften  erworben,  erstellt  und  vermietet  wurden. Die Anleger konnten entweder direkt (als "Direktkommanditäre")  oder  indirekt  (als  "Treugeberkommanditäre"  über  "Treuhandkommanditäre")  einen  Anteil  erwerben.  Die  Treuhandkommanditäre hielten  in eigenem Namen, aber  treuhänderisch  und  auf  Rechnung  der  Anleger  die  von  diesen  eingebrachten  Kommanditeinlagen.  Die  einbezahlten  Kommanditeinlagen  (abzüglich  Agio)  bildeten  das  Gesellschaftskapital;  je  ein  bestimmter  Anteil  am  Gesellschaftskapital  ergab  ein  Stimmrecht  an  der  Gesellschafterversammlung.  Der  Beschwerdeführer  war  ursprünglich  einziger  unbeschränkt  haftender  Gesellschafter  (Komplementär)  und  einzelzeichnungsberechtigter  Geschäftsführer  aller  Kommanditgesellschaften. Er hatte keinen Anteil am Gesellschaftskapital,  verfügte aber über eine vergleichsweise geringe Anzahl Stimmen  in der  Gesellschafterversammlung. Die  KG  VIII  ist  Eigentümerin  des  Hotels  (…)  in  L._______.  Das  eigentliche  Management  des  Hotels  obliegt  der  R._______  AG  (nachfolgend:  R._______).  Die  KG  VIII  ist  auch  einzige  Kommanditärin  der  KG  IX,  die  ihrerseits  Eigentümerin  einer  ebenfalls  durch  das  Hotel  (…)  genutzten  Liegenschaft  ist.  Fast  alle  Kommanditäre  der  KG VIII  waren  sogenannte  Treugeberkommanditäre,  d.h.  die  betreffenden  Anleger  beteiligten  sich  auf  indirektem  Weg  über  zwei  Treuhandgesellschaften  (Y._______  AG  und  W._______  GmbH).  Auf  Antrag  dieser  Treuhandgesellschaften,  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Hoch,  entzog der Kantonsgerichtspräsident K._______ mit  vorsorglicher  Massnahme  vom  30.  Mai  2007  dem  Beschwerdeführer  die  Zeichnungsberechtigung  für  die  KG  VIII.  In  der  Folge  bestimmte  die  Vormundschaftsbehörde  (…)  am  31.  August  2007  B._______  zur 

B­5877/2011 Beiständin  der  KG  VIII.  Auf  Einsprache  des  Beschwerdeführers  hin  ernannte  die  Vormundschaftsbehörde  am  27.  November  2007  eine  Mehrfachbeistandsschaft mit gemeinsamer Amtsführung. A.b Per  1.  Januar  2007,  mit  einer  Übergangsfrist  für  Anpassungen  bis  Ende  2007,  trat  das  neue  Kollektivanlagengesetz  vom  23. Juni  2006  in  Kraft. Mit superprovisorischer Verfügung vom 11. Januar 2008 eröffnete  die  Eidgenössische  Bankenkommission  (EBK;  heute:  Eidgenössische  Finanzmarktaufsicht  FINMA,  nachfolgend:  FINMA  oder  Vorinstanz)  bei  der  "A._______­Gruppe",  bestehend  aus  der  A._______  AG  sowie  verschiedenen Kommanditgesellschaften, darunter auch den KG VIII und  IX,  eine Untersuchung wegen Verdachts  auf  einen Verstoss  gegen  das  Kollektivanlagengesetz  und  setzte  die  X._______  AG  als  Untersuchungsbeauftragte ein. Die alleinige Zeichnungsberechtigung  für  alle  untersuchten Gesellschaften wurde mit  der  gleichen Verfügung  der  Untersuchungsbeauftragten  übertragen  und  entsprechend  ins  Handelsregister eingetragen. Mit  Verfügung  vom  20. Mai  2008  stellte  die  EBK  fest,  die  "A._______­ Gruppe"  verstosse  gegen  das  Kollektivanlagengesetz  und  das  Bankengesetz und verfügte die Konkurseröffnung über die A._______ AG  und die Liquidation der diversen Kommanditgesellschaften.  Gegen  diese Verfügung  erhob  u.a. Rechtsanwalt  Hoch  namens  und  im  Auftrag  der  KG  VIII  und  der  KG IX  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht,  gestützt  auf  eine  durch  B._______  unterzeichnete  Vollmacht.  Das  Bundesverwaltungsgericht  trat  auf  die  Beschwerde  der  KG  IX  nicht  ein  (Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008 vom 31. Juli 2009). Die Beschwerde der KG VIII hiess das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  31.  Juli  2009  gut,  soweit  es  darauf  eintrat  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008  vom  31. Juli 2009).  Gegen  dieses  letztere  Urteil  erhob  die  FINMA  Beschwerde  an  das  Bundesgericht.  Während des laufenden Beschwerdeverfahrens vereinbarte Rechtsanwalt  Hoch  namens  der KG VIII mit  der  FINMA,  dass mit  der  Liquidation  der  KG IX zugewartet werde bis zum Urteil des Bundesgerichts. A.c  Das  Bundesgericht  hiess  die  Beschwerde  mit  Urteil  2C_571/2009  vom  5.  November  2010  teilweise  gut  und  wies  die  Sache  zu  neuem 

B­5877/2011 Entscheid  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  FINMA  zurück.  Aus  der  Begründung  des  Urteils  geht  hervor,  dass  das  Bundesgericht  die  Unterstellung  unter  das  Kollektivanlagengesetz  bejahte,  die  aufsichtsrechtliche Liquidation aber als zu streng beurteilte.  A.d  Nach  der  Zustellung  des  begründeten  Bundesgerichtsurteils  gelangten Rechtsanwalt Hoch als Rechtsvertreter der KG VIII sowie der  Beschwerdeführer mit  Eingaben  vom  19.  Januar  2011  bzw.  26.  Januar  2011  an  die  FINMA.  Rechtsanwalt  Hoch  beantragte  der  Vorinstanz,  B._______  sei  als  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  ins  Handelsregister  einzutragen. Der Beschwerdeführer schlug vor, es sei zu versuchen, das  Hotel  zu  verkaufen,  und  nur,  wenn  das  scheitern  sollte,  sei  über  eine  allfällige Liquidation zu entscheiden.  In der Folge behandelte die Vorinstanz lediglich Rechtsanwalt Hoch und  B._______  als  Vertreter  der  KG  VIII  (in  diesem  Sinn  nachfolgend:  Beschwerdegegnerin)  oder  der  KG  IX.  Am  1.  März  2011  fand  eine  Besprechung  der  Vorinstanz  mit  Vertretern  der  Beschwerdegegnerin  statt.  Im  Anschluss  daran  forderte  die  Vorinstanz  die  Beschwerdegegnerin  auf,  bis  29. April  2011  Alternativen  zu  einer  Liquidation der KG VIII und KG IX aufzuzeigen.  Mit Schreiben  vom 22. März  2011 bestätigte  die Vorinstanz  zu Handen  der  Beschwerdegegnerin,  dass  sie  die  Eintragung  von  B._______  ins  Handelsregister  als  vorerst  nicht  zeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  unterstütze  und  mit  der  Sitzverlegung  der  KG  VIII  in  den  Kanton  N._______  als  zukünftigen  Wohnsitzkanton  von  B._______  einverstanden  sei.  Die  Untersuchungsbeauftragte  vollzog  diese  Einträge  mit  Wirkung  per  28.  April 2011. Mit  Stellungnahme  vom  11.  Mai  2011  beantragte  die  Beschwerdegegnerin die Entlassung der KG VIII und der KG IX aus der  Aufsicht  der  Vorinstanz.  Zur  Begründung  legte  sie  dar,  ihre  Aktivitäten  fielen  nicht  unter  das  Kollektivanlagengesetz;  die  Auffassung  des  Bundesgerichts  sei  diesbezüglich  falsch.  Die  finanzielle  Situation  sei  besser als von der Untersuchungsbeauftragten dargestellt. Nachdem die  Vorinstanz  die  beiden Gesellschaften  aus  der Aufsicht  entlassen  haben  werde, werde vorab eine Gesellschafterversammlung einzuberufen sein,  wo  B._______  als  Komplementärin  vorzuschlagen  sein  werde.  Eine 

B­5877/2011 Überführung in eine juristische Person sei aus steuerlichen Gründen nicht  sinnvoll.  Mit  Verfügung  vom  30.  Mai  2011  wies  die  Vorinstanz  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  N._______  an,  die  Eintragung  der  X._______ AG als Untersuchungsbeauftragte der KG VIII zu löschen und  B._______ als Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift einzutragen.  Mit  Verfügung  vom  gleichen  Tag  wies  die  Vorinstanz  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  K._______  an,  die  Eintragung  der  X._______ AG als Liquidatorin der KG IX zu löschen und B._______ als  Geschäftsführerin der KG IX mit Einzelunterschrift einzutragen.  A.e Mit Schreiben  vom 30. Mai  2011  (nicht  als Verfügung ausgestaltet)  teilte  die  Vorinstanz  der  Beschwerdegegnerin  mit,  dass  sie  die  KG VIII  und  die  KG  IX  nunmehr  als  operativ  und  daher  nicht  mehr  unter  das  Kollektivanlagengesetz  fallend  einstufe,  dass  sie  daher  das  Verfahren  einstelle  und  das  Mandat  der  Untersuchungsbeauftragten  beende.  Zur  Begründung führte sie aus, es bestünden keine Hinweise mehr, dass der  Fortbestand der KG VIII und der KG IX in der jetzigen Form nicht möglich  wäre  oder  dass  die  Gesellschaften  künftig  einer  Tätigkeit  im  Sinne  der  Finanzmarktgesetze,  insbesondere  des  Kollektivanlagengesetzes,  nachgehen würden.  A.f  Am  14.  Juli  2011  erhoben  der  Beschwerdeführer  sowie  die  I._______ S.A.  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die  an  die  Handelsregisterämter  N._______  und  K._______  gerichteten  Verfügungen vom 30. Mai 2011 und vom 22. März 2011 und beantragten,  diese  Verfügungen  seien  aufzuheben,  und  die  gestützt  auf  diese  Verfügungen  vorgenommenen  Eintragungen  seien  rückgängig  zu  machen.  Im  Kontext  jenes  Beschwerdeverfahrens  (B­3987/2011)  konsultierte der Beschwerdeführer am 23. September 2011 am Sitz des  Bundesverwaltungsgerichts  die  von  der  Vorinstanz  eingereichten  Vorakten.   B.  Am  24.  Oktober  2011  erhebt  der  Beschwerdeführer  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  das  an  die  Beschwerdegegnerin  adressierte  Schreiben  vom  30.  Mai  2011  und  beantragt  die  Aufhebung  dieser  Verfügung.  In  prozessualer  Hinsicht  beantragt  er  die  Sistierung  des Verfahrens bis auf Weiteres. 

B­5877/2011 Zur  Begründung  macht  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  als  unbeschränkt  haftender  Komplementär  der  betroffenen  Kommanditgesellschaften  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Aufhebung der angefochtenen Verfügung und sei daher zur Beschwerde  legitimiert.  Er  sei  erst  durch  die  Einsichtnahme  in  die  amtlichen  Akten  vom 23. September 2011 auf das Schreiben der Vorinstanz vom 30. Mai  2011  aufmerksam  geworden.  Die  Beschwerdefrist  habe  daher  erst  am  23. September  2011  zu  laufen  begonnen  und  sei  mit  der  Beschwerdeeingabe  vom  24.  Oktober  2011  eingehalten.  In  materieller  Hinsicht  rügt  er,  die  Vorinstanz  habe mit  der  angefochtenen  Verfügung  das  Verfahren  abgeschlossen,  ohne  die  vom  Bundesgericht  verlangte  Umstrukturierung  vorzunehmen,  was  im  Widerspruch  zum  Urteil  des  Bundesgerichts 2C_571/2009 vom 5. November 2010 stehe. Auch habe  die  Vorinstanz,  indem  sie  die  Einsetzung  von  B._______  als  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  angeordnet  habe,  eine  rechtswidrige  Anordnung  erteilt.  Sodann  hätte  gemäss  dem  rechtskräftig  gewordenen  Liquidationsbeschluss der EBK vom 20. Mai 2008 die Vorinstanz die KG  IX liquidieren müssen. Offenbar habe die Vorinstanz die KG IX aber nicht  liquidiert, sondern B._______ auch mit Bezug auf diese Gesellschaft als  Geschäftsführerin  eingesetzt.  Damit  habe  die  Vorinstanz  ihre  eigene  Verfügung  im  Ergebnis  in  Wiedererwägung  gezogen,  ohne  ein  entsprechendes  Wiedererwägungsverfahren  durchzuführen.  Auch  dies  verletze Bundesrecht.  C.  Mit Eingabe vom 24. November 2011 macht Rechtsanwalt Hoch geltend,  dass er sowohl die KG VIII als auch die KG IX im vorliegenden Verfahren  vertrete,  und  legt  zwei  von  B._______  namens  der  KG  VIII  bzw.  der  KG IX am 27. Juli 2011 unterzeichnete Vollmachten ins Recht.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  von  Amtes  wegen  und  mit  voller  Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen gegeben sind. 1.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  Beschwerden  gegen  Verfügungen  der  Vorinstanz  (vgl.  Art.  54  Abs.  1  des  Finanzmarktaufsichtsgesetzes  vom  22.  Juni  2007  [FINMAG,  SR  956.1]  i.V.m.  Art.  31  und  33  Bst. e  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  17. Juni  2005  [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). 

B­5877/2011 Als Verfügung gilt die Anordnung einer Behörde, mit der im Einzelfall ein  Rechtsverhältnis  in  einseitiger  und  verbindlicher  Weise  gestützt  auf  öffentliches  Recht  geregelt  wird  (vgl.  Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021]). Die  ausdrückliche Bezeichnung  als Verfügung  ist  dabei  nicht  erforderlich  (vgl.  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI/MARKUS  MÜLLER,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3.  Aufl.,  Bern  2009,  §  28  Rz.  16  ff.;  ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/ Basel/Genf 2010, Rz. 884). Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden Verfahrens  ist  das Schreiben  der  Vorinstanz  vom  30.  Mai  2011,  mit  welchem  diese  dem  Rechtsvertreter der KG VIII mitteilte, dass sie die KG VIII und die KG IX  nunmehr  als  operativ  und  daher  nicht  mehr  unter  das  Kollektivanlagengesetz fallend einstufe und daher das aufsichtsrechtliche  Verfahren gegen die KG VIII und die KG IX per 31. Mai 2011 einstelle.  Das Schreiben  ist weder als Verfügung bezeichnet noch enthält es eine  Rechtsmittelbelehrung.  Indessen  weist  das  Schreiben  die  Definitionsmerkmale einer Verfügung auf. So bezieht sich die Vorinstanz  darin  auf  das Gesuch  der  Beschwerdegegnerin  vom  11. Mai  2011  und  entspricht  diesem  Gesuch.  In  Erwägung  3  "Verfahrensabschluss"  des  Schreibens  legt  die Vorinstanz  fest,  dass das Verfahren der FINMA mit  Bezug auf die KG VIII und KG IX per Dienstag, 31. Mai 2011, eingestellt  und  das  Mandat  der  Untersuchungsbeauftragten  der  KG  VIII  bzw.  der  Liquidatorin  der  KG  IX,  der  X._______  AG,  auf  diesen  Zeitpunkt  hin  beendigt  werde.  Die  Vorinstanz  nimmt  insofern  eine  verbindliche  Anordnung vor.  Demnach  ist mit  Bezug  auf  das Schreiben  der Vorinstanz  vom 30. Mai  2011 von einer Verfügung  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG und damit  von  einem  zulässigen  Anfechtungsobjekt  auszugehen.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zur  Behandlung  der  vorliegenden  Beschwerde zuständig. 1.2. Zur Beschwerde ist legitimiert, wer am Verfahren vor der Vorinstanz  teilgenommen oder keine Möglichkeit  zur Teilnahme erhalten hat, durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art.  48 Abs. 1 VwVG). 

B­5877/2011 1.2.1. Der Beschwerdeführer  ist nicht Verfügungsadressat und nahm am  vorinstanzlichen Verfahren nicht  teil. Es  ist  jedoch aktenkundig,  dass er  sowohl  schriftlich  wie  auch  mündlich  versuchte,  sich  in  das  vorinstanzliche Verfahren einzubringen, dass die Vorinstanz ihm aber vor  Erlass  der  angefochtenen Verfügung  keinerlei  Auskunft  über  den Stand  des  Verfahrens  und  keine  Möglichkeit  gab,  sich  am  Verfahren  zu  beteiligen. Er ist daher offensichtlich formell beschwert. 1.2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorliegend angefochtene  Verfügung  würde  den  beiden  Kommanditgesellschaften  gestatten,  auf  unbestimmte Zeit weiter einen Hotelbetrieb zu führen, was die Möglichkeit  beinhalte, dass diese Tätigkeit in einem Konkurs enden könnte, der seine  Haftung  auslösen  würde.  Würden  sie  dagegen  im  gegenwärtigen  Zeitpunkt  liquidiert  oder  in  eine  andere  Rechtsform  überführt,  so  wäre  seine  Haftbarkeit  ausgeschlossen,  weil  sie  zur  Zeit  noch  nicht  überschuldet seien.  Als unbeschränkt haftender Komplementär der KG VIII und der KG IX ist  der  Beschwerdeführer  grundsätzlich  durch  alle  Verfügungen  betroffen,  welche  zu  einer Überschuldung  dieser  Kommanditgesellschaften  führen  könnten  (vgl.  dazu  auch  den  Zwischenentscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts B­3987/2011 vom 5. Oktober 2011 E. 3). Ob  diesbezüglich  ein  genügend  enger  kausaler  Zusammenhang  zwischen  der  vorliegenden  Verfügung,  mit  der  das  aufsichtsrechtliche  Verfahren  gegenüber den beiden Kommanditgesellschaften eingestellt wird, und der  Wahrscheinlichkeit  einer  Überschuldung  der  beiden  Gesellschaften  vorliegt, ist zumindest bezüglich der KG IX fraglich.  Die Frage kann indessen letztlich offen bleiben.  1.3.  Die  Beschwerde  ist  innerhalb  von  30  Tagen  nach  Eröffnung  der  Verfügung  einzureichen  (Art.  50  Abs.  1  VwVG).  Der  Beschwerdeführer  hat  dabei  den  Beweis  zu  erbringen,  dass  er  die  Rechtsmittelfrist  eingehalten hat, während den Behörden die objektive Beweislast  für die  Tatsache sowie den Zeitpunkt der Zustellung der Verfügung obliegt (BGE  124  V  402  E.  2a  m.w.H.;  vgl.  STEFAN VOGEL,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.], Kommentar  zum Bundesgesetz  über  das Verwaltungsverfahren,  Zürich/St. Gallen 2008, N. 8 zu Art. 50 VwVG). 1.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die Verfügung vom  30.  Mai  2011  erstmals  am  23.  September  2011,  anlässlich  der  http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-400%3Ade&number_of_ranks=0#page402

B­5877/2011 Akteneinsicht  im  Verfahren  B­3987/2011  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  zu Gesicht  bekommen. Er  habe  zwar  bereits  am  15.  Juni  2011  bei  der  Vorinstanz  ein  Gesuch  um  Akteneinsicht  gestellt,  auf  das  die  Vorinstanz  aber  nicht  reagiert  habe.  In  der  Folge  habe  er  zwar  durch  das  Handelsregisteramt  N._______  Akteneinsicht  erhalten  und  dabei  Kenntnis  erhalten  davon,  dass  die  Vorinstanz  eine  neue Geschäftsführerin  für  die KG VIII  und  die KG  IX  eingesetzt  habe.  Auch  nachdem  er  die  beiden  diesbezüglichen  Verfügungen  der  Vorinstanz  am  14.  Juli  2011  mit  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  habe,  sei  er  von  der  Vorinstanz  über  das Schreiben  vom 30. Mai  2011  nicht  orientiert worden.  In  deren  Vernehmlassung sei es nicht erwähnt worden. Durch die blosse Kenntnis  der  möglichen  Existenz  einer  Verfügung  könne  keine  Frist  ausgelöst  werden. Die Frist werde erst ausgelöst, wenn der Betroffene vom  Inhalt  der  Verfügung  Kenntnis  habe.  Dies  sei  aber  im  vorliegenden  Fall  erst  anlässlich  der  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  B­3987/2011  vorgenommenen  Akteneinsichtnahme  vom  23. September  2011  geschehen. Die dreissigtägige Beschwerdefrist sei daher gewahrt. 1.3.2.  Aus einer mangelhaften bzw. fehlenden Eröffnung einer Verfügung  darf der betroffenen Partei kein Nachteil erwachsen (Art. 38 VwVG). Wird  die  Verfügung  nicht  allen  Parteien  eröffnet,  so  vermag  sie  ihre  Rechtswirkungen  zumindest  vorläufig  nicht  voll  zu  entfalten,  denn  der  Eröffnungsmangel darf die Beschwerdemöglichkeiten des übergangenen  Adressaten nicht beeinträchtigen. Ein Rechtsmittel  ist daher  immer noch  innerhalb  der  ordentlichen  Frist  seit  dem  Zeitpunkt,  in  dem  von  der  Verfügung Kenntnis genommen werden kann, möglich. Eine mangelhaft  eröffnete  Verfügung  wird  nach  dem  Vertrauensgrundsatz  erst  dann  unanfechtbar, wenn dem übergangenen Verfügungsadressaten nach den  gesamten Umständen übermässig  langes Zuwarten zur Last  fällt. Es  ist  ihm  zuzumuten,  dafür  besorgt  zu  sein,  den  Inhalt  der  Verfügung  in  Erfahrung  zu  bringen,  wenn  er  einmal  von  der  ihn  berührenden  Verfügung Kenntnis erhalten hat (BGE 107 Ia 76 E. 4a). Er darf nach dem  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  den  Zeitpunkt  des  Beginns  des  Fristenlaufs  nicht  beliebig  hinauszögern,  wenn  er  einmal  von  der  ihn  betreffenden Verfügung Kenntnis erhalten hat, sondern er hat sich nach  dem  Inhalt  der  entsprechenden  Verfügung  zu  erkundigen,  sobald  "Anzeichen" für den Erlass einer Verfügung vorliegen (vgl. BGE 107 Ia 72  E. 4a; Urteil des Bundesgerichts 1P.763/2006 vom 26. März 2007 E. 3.3  m.w.H).  http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22fehlerhafte+Er%F6ffnung%22+beschwerdefrist&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-IA-72%3Ade&number_of_ranks=0#page76

B­5877/2011 1.3.3. Aus dem Eintrag im Handelsregister des Kantons K._______ geht  ausdrücklich hervor,  dass die KG  IX seit  dem 27.  Juni 2011 nicht mehr  als  "Kommanditgesellschaft  in  Liquidation",  sondern  wieder  als  "Kommanditgesellschaft"   eingetragen war,  dass  die  X._______  AG  als  Liquidatorin gelöscht war und dass seit diesem Datum auch keine andere  Beauftragte  der  FINMA mehr  eingetragen war.  Dieser  Eintrag war  dem  Beschwerdeführer  nachweislich  bekannt,  hat  er  den  entsprechenden  Auszug  doch  am  12.  Juli  2011  ausgedruckt  und  als  Beilage mit  seiner  Beschwerde vom 14. Juli 2011 im Verfahren B­3987/2011 eingereicht.  In dieser Beschwerde führt der Beschwerdeführer auch wörtlich aus:  "Offenbar hat die FINMA die KG IX aber nicht liquidiert, sondern B._______  auch mit Bezug auf diese Gesellschaft als Geschäftsführerin eingesetzt (…).  Damit hat die FINMA ihre eigene Verfügung im Ergebnis in Wiedererwägung  gezogen,  ohne  aber  ein  entsprechendes  förmliches  Verfahren  (ein  Wiedererwägungsverfahren)  durchzuführen."  (Beschwerde  vom  14.  Juli  2011, Ziff. IV.5.c, S. 28).  Diese  Formulierung  zeigt,  dass  der  Beschwerdeführer  bereits Mitte  Juli  2011 aufgrund des Handelsregistereintrags realisiert hatte, dass die von  ihm im vorliegenden Verfahren angefochtene Verfügung in Bezug auf die  KG  IX  in  der  Zwischenzeit  und  ohne  rechtliches Gehör  ihm  gegenüber  oder Eröffnung an ihn faktisch erfolgt sein musste.  1.3.4.  Auch  in  Bezug  auf  die  KG  VIII  konnte  dem  Eintrag  im  Handelsregister  des  Kantons  N._______  die  wesentliche  Information  entnommen  werden,  dass  die  X._______  AG  als  allein  zeichnungsberechtigte  Untersuchungsbeauftragte  am  31.  Mai  2011  gelöscht  worden  war  und  stattdessen  B._______  als  einzelzeichnungsberechtige  Geschäftsführerin  eingetragen  worden  war.  Auch  diesen  Auszug  reichte  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Beschwerde  vom  14.  Juli  2011  im  Verfahren  B­3987/2011 ein.  In dieser Beschwerde rügte er, die entsprechende Verfügung gegenüber  dem Handelsregisteramt verstosse gegen das Urteil des Bundesgerichts,  weil  die Vorinstanz es unterlassen habe, die KG VIII  umzustrukturieren,  wie  sie  dies  gemäss  jenem Urteil  hätte  tun müssen  ("Widerspruch  zum  Urteil  des  Bundesgerichts;  unterlassene  Umstrukturierung",  vgl.  Beschwerde Ziff. 1 und 4). 

B­5877/2011 Diese  Rügen  zeigen,  dass  der  Beschwerdeführer  bereits  in  jenem  Zeitpunkt  konkret  realisiert  hatte,  dass  dieser  Handelsregistereintrag  keinen  Zwischenschritt  im  Kontext  eines  noch  hängigen  Aufsichtsverfahrens  darstellte,  sondern  dass  die  Vorinstanz  damit  das  aufsichtsrechtliche  Verfahren  abgeschlossen  hatte,  ohne  dass  die  Umstrukturierung, die der Beschwerdeführer aufgrund der Weisungen im  Urteil des Bundesgerichts erwartet hatte, vorgenommen worden wäre.  1.3.5.  Hinzu  kommt,  dass  dem  Beschwerdeführer  mit  der  Zwischenverfügung vom 23. August 2011 das  Inhaltsverzeichnis zu den  von der Vorinstanz am 19. August 2011 beim Bundesverwaltungsgericht  eingereichten  Verfahrensakten  zugestellt  wurde.  Dieses  Inhaltsverzeichnis listet insgesamt 502 Seiten Verfahrensakten betreffend  die  KG  VIII  auf,  darunter  ein  "Schreiben  an  die  UB  [Untersuchungsbeauftragte]  i.S. Mandatsbeendigung" vom 30. Mai 2011  und ein  "Abschlussschreiben an RA Hoch  i.S. KG VIII  und KG  IX"  vom  30.  Mai  2011.  Insbesondere  die  von  der  Vorinstanz  verwendete  Bezeichnung "Abschlussschreiben (…) i.S. KG VIII und KG IX"   stellte in  diesem Zusammenhang ein eindeutiges Indiz dar dafür, dass es sich um  die vorliegend angefochtene Verfügung handeln könnte.  1.3.6.  Der  Beschwerdeführer  verfügte  somit  spätestens  nach  Erhalt  dieses Inhaltsverzeichnisses über genügend konkrete "Anzeichen" dafür,  dass die vorliegend angefochtene Verfügung in der Form eines einfachen  Schreibens erlassen worden war. Er wäre daher nach Treu und Glauben  verpflichtet gewesen, sich umgehend um Einsicht  in diese Verfügung zu  bemühen.  Selbst  wenn  die  Vorinstanz  seinem  früheren  Gesuch  um  Akteneinsicht  nicht  nachgekommen  war,  hatte  er  keinerlei  Anlass  zur  Annahme,  dass  auch  das  Bundesverwaltungsgericht,  bei  dem  die  Vorakten  sich  seit  dem 19. August  2011  befanden,  ein  entsprechendes  Gesuch abschlägig beantworten würde.  1.3.7. Aus  dem Grundsatz  von  Treu  und Glauben  ergibt  sich,  dass  ein  potentieller  Beschwerdeführer  den  Zeitpunkt  des  Beginns  des  Fristenlaufs nicht beliebig hinauszögern darf, nachdem er einmal von der  ihn  betreffenden  Verfügung  Kenntnis  erhalten  hat  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 1P.763/2006 vom 26. März 2007 E. 3.3 m.w.H.; BGE 107  Ia 72 E. 4a). Massgeblich für den Beginn der dreissigtägigen Beschwerdefrist ist daher  nicht  der  23.  September  2011,  an  dem  der  Beschwerdeführer  effektiv 

B­5877/2011 erstmals  Einsicht  in  die  angefochtene  Verfügung  hatte,  sondern  der  Zeitpunkt, von dem an er Kenntnis von der Existenz der Verfügung hatte  und  über  die Möglichkeit  zur  Einsicht  verfügte.  Diese  Voraussetzungen  aber  waren  bereits  seit  dem  Erhalt  der  Zwischenverfügung  vom  23.  August 2011 gegeben. 1.3.8. Die  erst  am  24.  Oktober  2011  eingereichte  Beschwerde  erweist  sich somit als verspätet.  1.4.  Auf  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  ist  demnach  nicht  einzutreten.  2.  Mit Eingabe vom 24. November 2011 macht Rechtsanwalt Hoch geltend,  dass er sowohl die KG VIII als auch die KG IX im vorliegenden Verfahren  vertrete, und legt zwei von B._______ namens der KG VIII bzw. der KG  IX am 27. Juli 2011 unterzeichnete Vollmachten ins Recht. B._______  wurde  zwar  aufgrund  der  Verfügungen  der  Vorinstanz  vom  30. Mai 2011 als Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift der KG IX und  der  KG  VIII  ins  Handelsregister  eingetragen.  Wie  das  Bundesverwaltungsgericht indessen bereits in seinem Urteil B­3987/2011  vom 7. Dezember 2011 ausgeführt hat, entsprechen diese Einträge nicht  den  effektiven  Vertretungsverhältnissen  innerhalb  der  beiden  Kommanditgesellschaften,  weshalb  B._______  nicht  befugt  war,  diese  Vollmachten namens der KG VIII oder der KG IX zu unterzeichnen.  Aus  den  Urteilen  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  des  Bundesgerichts  zur  Unterstellungsfrage  (Urteile  des  Bundesgerichts  2C_571/2009  vom  5.  November  2010  und  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008 vom 31. Juli 2009) ergibt sich indessen, dass Rechtsanwalt  Hoch  befugt  war,  gestützt  auf  die  2007  von  der  damaligen  Beiständin  unterzeichnete Anwaltsvollmacht  die KG VIII  im Unterstellungsverfahren  vor der Vorinstanz und den Rechtsmittelinstanzen zu vertreten,  solange  diese  Vollmacht  nicht  widerrufen  wurde.  Da  dies  bisher  offenbar  nicht  geschah,  war  er  auch  befugt,  im  Kontext  der  Fortführung  dieses  Unterstellungsverfahrens vor der Vorinstanz namens der KG VIII Anträge  zu  stellen,  und  ist  nach  wie  vor  als  befugt  anzusehen,  die  KG  VIII  im  vorliegenden  Verfahren,  in  dem  sie  aufgrund  der  Gutheissung  jener 

B­5877/2011 Anträge automatisch als Beschwerdegegnerin anzusehen ist, rechtlich zu  vertreten.  Was  dagegen  die  KG  IX  betrifft,  hatte  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  in  seinem  –  diesbezüglich  in  Rechtskraft  erwachsenen  –  Urteil  festgehalten, dass nur der Beschwerdeführer, nicht aber die KG VIII als  Kommanditärin  der  KG  IX  befugt  gewesen  wäre,  namens  der  KG  IX  Beschwerde  zu  erheben  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008  vom  31.  Juli  2009  E.  1.6.3).  Rechtsanwalt  Hoch  verfügte  daher  über  keine  rechtsgültige  Vollmacht,  um  im  Verfahren  vor  der  Vorinstanz namens der KG IX Anträge zu stellen.  Aus  diesem  Grund  ist  lediglich  die  KG  VIII,  nicht  aber  die  KG  IX  im  vorliegenden Verfahren als Beschwerdegegnerin anzusehen. 3.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  hat  der  Beschwerdeführer  die  Verfahrenskosten  zu  tragen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Spruchgebühr  richtet  sich  nach  Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der  Prozessführung  und  finanzieller  Lage  der  Parteien  (Art.  63  Abs.  4bis  VwVG und Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die  Gerichtsgebühr  ist  für  Nichteintretensentscheide  praxisgemäss wesentlich niedriger  anzusetzen als  die Gebühr  für  einen  materiellen  Entscheid.  Die  Gerichtsgebühr  ist  daher  vorliegend  auf  Fr.  1'000.−  festzulegen  und  mit  dem  vom  Beschwerdeführer  geleisteten  Kostenvorschuss zu verrechnen. 4.  Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei  von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Parteientschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe Kosten  zusprechen  (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE).  Da im vorliegenden Verfahren keine Beschwerdeantwort eingeholt wurde,  sind  der  Beschwerdegegnerin  auch  keine  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten  im  Sinn  von  Art.  64  Abs.  1  VwVG  entstanden,  welche  die  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  rechtfertigen würden.

B­5877/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2.  Dem  Beschwerdeführer  werden  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'000.−  auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden Urteils mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.−  verrechnet  und  dem Beschwerdeführer  wird  der  Betrag  von  Fr.  4'000.−  zurückerstattet.  3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  4.  Dieses Urteil geht an: – den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Rückerstattungsformular) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann

B­5877/2011 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 17. Februar 2012

B-5877/2011 — Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 B-5877/2011 — Swissrulings