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Bundesverwaltungsgericht 27.07.2011 B-3486/2011

27. Juli 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·981 Wörter·~5 min·1

Zusammenfassung

Arbeitsleistung im öffentlichen Interesse (Zivildienst) | Aufgebot von Amtes wegen zum Zivildiensteinsatz / Dienstverschiebung

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung II B­3486/2011 Urteil   v om   2 8 .   Juli   2011 Besetzung Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), Richter Philippe Weissenberger und Stephan Breitenmoser; Gerichtsschreiber Said Huber. Parteien B._______,  Beschwerdeführer,  gegen Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI  Regionalzentrum X._______,  Vorinstanz; Gegenstand Aufgebot von Amtes wegen zum  Zivildiensteinsatz/Dienstverschiebung.

B­3486/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. Mai 2009 zum Zivildienst  zugelassen und zur Leistung von 203 Diensttagen verpflichtet wurde;  dass der Beschwerdeführer bis zum Ende des Jahres, in welchem er das  27. Altersjahr vollenden wird, insgesamt 26 Diensttage zu leisten hat und  voraussichtlich am Ende des Jahres 2018 aus dem Zivildienst entlassen  wird, sofern er bis dahin alle verfügten Diensttage geleistet hat; dass  der  Beschwerdeführer  gleichzeitig  mit  seiner  Zulassung  zum  Zivildienst verpflichtet worden war, sich bis am 15. Januar 2010 um eine  Einsatzvereinbarung  zu  bemühen  und  den  ersten  Zivildiensteinsatz  von  mindestens 26 Tagen spätestens im Laufe des Jahres 2010 zu beginnen; dass der Beschwerdeführer in der Folge keinen Einsatz vereinbarte, was  die  Vorinstanz  veranlasste,  ihn  zweifach  zu  mahnen  (jeweils  am  19.  Januar 2010 und am 19. Oktober 2010), eine solche Einsatzvereinbarung  einzureichen; dass  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  am  17.  November  2010  mitteilte,  sie  habe  vor,  den Zivildiensteinsatz  selbst  festzulegen  und  ihn  einlud,  dazu  vorgängig  Stellung  zu  nehmen  und  begründete  allfällige  Einwände dagegen darzulegen;  dass  der  Beschwerdeführer  auf  dieses  Schreiben  der  Vorinstanz  vom  17. November 2011 nicht reagierte; dass die Vorinstanz am 14. Dezember 2010 ein Aufgebot zum Zivildienst  von Amtes wegen gemäss Art. 22 des Zivildienstgesetzes vom 6. Oktober  1995  (ZDG,  SR  824.0)  sowie  Art.  31a  der  Zivildienstverordnung  vom  11. September 1996 (ZDV, SR 824.01) verfügte, wobei dieser Einsatz in  der  Folge  im  Einvernehmen  zwischen  dem  Beschwerdeführer,  der  Vorinstanz und dem geplanten Einsatzbetrieb widerrufen wurde; dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 23. März  2011 erneut  zur Einreichung einer Einsatzvereinbarung bis  zum 6. April  2011 aufforderte; dass der Beschwerdeführer  dieser Aufforderung nicht  nachkam und am  21.  April  2011  von  der  Vorinstanz  gemahnt  wurde,  sich  um  eine 

B­3486/2011 Einsatzvereinbarung  bis  zum  14.  Mai  2011  zu  kümmern,  ansonsten  abermals von Amtes wegen ein Aufgebot zum Zivildienst erlassen würde; dass der Beschwerdeführer auch diese Frist ungenutzt verstreichen liess,  was die Vorinstanz veranlasste, den Beschwerdeführer am 18. Mai 2011  von Amtes wegen zu einem Zivildiensteinsatz im Sinne von Art. 22 ZDG  und Art. 31a ZDV aufzubieten;  dass  dieser  Einsatz  vom  20.  Juni  2011  bis  15.  Juli  2011  beim  Einsatzbetrieb Y._______, W._______, hätte geleistet werden sollen; dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Mai 2011 (eingegangen  bei  der  Vorinstanz  am  6.  Juni  2011)  diese  um  Verschiebung  seines  Pflichteinsatzes ersuchte, mit  der Begründung,  seine berufliche Position  erlaube  es  ihm  nicht,  so  kurzfristig  für  einen  Monat  von  seiner  Stelle  fernzubleiben,  weil  sein  Arbeitgeber  ohne  seine  Anwesenheit  wegen  Personalmangels  in  eine  Notsituation  käme  und  er  in  dieser  Zeit  auch  private Termine wahrzunehmen habe;  dass  der  Beschwerdeführer  sich  auch  bereit  erklärte,  sich  um  einen  Einsatz für die Monate November und Dezember 2011 zu bemühen, bzw.  auch  gewillt  sei,  im  Jahr  2012  für  zwei  bis  drei  Monate  Zivildienst  zu  leisten; dass  die  Vorinstanz  nach  entsprechender  Instruktion  das  Gesuch  um  Dienstverschiebung  mit  Verfügung  vom  15.  Juni  2011  mit  der  Begründung  ablehnte,  beim  besagtem  Aufgebot  handle  es  sich  bereits  um das zweite Zwangsaufgebot  für den Ersteinsatz, der bereits  im Jahr  2010 hätte geleistet werden müssen, wobei der Beschwerdeführer auch  auf  mehrmalige  Aufforderungen  zur  Einreichung  einer  eigenen  Einsatzvereinbarung  nicht  reagiert  habe,  obwohl  ihm  so  die Möglichkeit  gegeben worden sei, die Dienstpflicht mit dem Arbeitgeber abzusprechen  und die privaten Termine zu koordinieren; dass die Vorinstanz zudem zum Schluss gelangte, dass bei Leistung des  Pflichteinsatzes  des  Beschwerdeführers  vom  20.  Juni  2011  bis  15.  Juli  2011  für  dessen  Arbeitgeber  zwar  eine  ungünstige  Situation  entstehe,  dies aber keine ausserordentliche Härte darstellen würde; dass sich die Vorinstanz nach einem Telefonat mit dem Arbeitgeber des  Beschwerdeführers am 16. Juni 2011 bereit erklärte, bei entsprechendem 

B­3486/2011 Gesuch  dem  Beschwerdeführer  drei  Urlaubstage  während  der  Zeit  des  Diensteinsatzes zu gewähren; dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Juni 2011 (Poststempel:  20.  Juni  2011)  gegen  die  Verfügung  vom  15.  Juni  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  darin  sinngemäss  beantragt,  die  Verfügung  sei  aufzuheben  und  es  sei  ihm  eine  Verschiebung des Aufgebots zu gewähren; dass  der  Beschwerdeführer  geltend  macht,  bei  Leistung  des  strittigen  Einsatzes entstehe eine Notsituation für seinen Arbeitgeber, da bei seiner  Abwesenheit  mehrere  Projekte,  welche  weder  Verzögerungen  noch  Aushilfen zuliessen, nicht durchgeführt werden könnten und er  in seiner  Anstellung  im  technischen  Labor  seines  Arbeitgebers  grosse  Verantwortung wahrzunehmen  habe,  und  ferner  ein weiterer Mitarbeiter  in der Zeit des verfügten Einsatzes Ferien habe und somit das technische  Labor bei seiner Abwesenheit dann unbesetzt sei; dass  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  28.  Juni  2011  die  Abweisung  der  Beschwerde  beantragt  und  vorbringt,  dass  sich  das  Problem der Abwesenheit des Beschwerdeführers gemäss den Angaben  des  Arbeitgebers  durch  die  Gewährung  von  Urlaubstagen  entschärfen  liesse  und  bei  Bedarf  noch  zusätzliche  Urlaubstage  beantragt  werden  könnten,  und  es  sich  im  Übrigen  effektiv  lediglich  um  zwei  Wochen  handeln würde, während denen ein personeller Engpass  im technischen  Labor des Arbeitgebers überbrückt werden müsste; dass  der  Beschwerdeführer  laut  Angaben  der  Vorinstanz  in  der  Folge  jedoch  auf  die  Einreichung  eines  entsprechenden  Urlaubsgesuchs  verzichtete und sich auf den Standpunkt stellte, auch bei Gewährung von  Urlaubstagen  entstehe  für  seinen  Arbeitgeber  eine  Notsituation,  was  letzterer in der Beschwerdeschrift unterschriftlich bestätigt habe; dass  sich  die  vom  Arbeitgeber  zunächst  vorgeschlagenen  Urlaubstage  laut Vorinstanz mit den privaten Terminen des Beschwerdeführers (Open­ Air  am  24.  Juni  2011,  Comedy­Programm  von  Z._______  am  28. Juni  2011) überschneiden würden, was den Eindruck vermittle, es gehe dem  Beschwerdeführer  in  Tat  und  Wahrheit  darum,  jene  private  Termine  wahrnehmen zu können; dass die Abwesenheit des Beschwerdeführers vom Arbeitsplatz während  26 Tage nach Ansicht der Vorinstanz keine übermässige Härte darstelle, 

B­3486/2011 was insbesondere unter Berücksichtigung des Umstandes gelten müsse,  dass  der  Beschwerdeführer  –  im  Gegensatz  zu  einem  Militärdienstpflichtigen – seinen Zivildiensteinsatz selber organisieren und  damit den für ihn günstigsten Zeitpunkt hätte auswählen können;  und zieht in Erwägung, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Streitsache  zuständig  ist  (Art.  63  Abs.  1  ZDG  i.V.m.  Art.  31  und  Art.  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]); dass zur Beschwerde berechtigt ist, wer vor der Vorinstanz am Verfahren  teilgenommen  hat  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art.  48 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968  [VwVG, SR 172.021]); dass  der  Beschwerdeführer  als  Adressat  der  angefochtenen  Verfügung  durch diese beschwert ist;  dass ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der  angefochtenen  Verfügung  grundsätzlich  nur  dann  besteht,  wenn  es  im  Zeitpunkt  des  Urteils  noch  aktuell  und  praktisch  ist,  weil  der  mit  der  angefochtenen Verfügung verbundene  strittige Nachteil  noch  vorhanden  ist  (vgl.  VERA  MARANTELLI­SONANINI/SAID  HUBER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar  zum Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich  2009,  N.  15  zu  Art  48,  mit  weiteren Hinweisen); dass  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  beantragt,  der  vom  20.  Juni  2011 bis am 15.  Juli  2011 von Amtes wegen verfügte Zivildiensteinsatz  sei zu verschieben; dass  zwar  dieser  Zivildiensteinsatz  im  jetzigen  Zeitpunkt  in  der  Vergangenheit  liegt  und  daher  nicht  mehr  aufgebotsgemäss  geleistet  werden kann; dass  jedoch,  wer  ohne  Rechtfertigungsgrund  einen  Zivildiensteinsatz  versäumt, strafrechtlich oder disziplinarisch sanktioniert werden kann (Art.  73 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 67 ZDG);

B­3486/2011 dass  vorliegend  eine  allfällige  Gutheissung  der  Beschwerde  und  damit  die Aufhebung der verfügten Dienstpflicht unter gleichzeitiger Bewilligung  der  Dienstverschiebung  ein  Rechtfertigungsgrund  für  das  Nichtantreten  des strittigen Zivildiensteinsatzes bilden könnte;  dass  der  Beschwerdeführer  daher  trotz  des  Umstandes,  dass  das  verfügte Aufgebot für die Zeit vom 20. Juni 2011 bis am 15. Juli 2011 im  Zeitpunkt des Urteils hinfällig geworden ist, ein schutzwürdiges, aktuelles  und praktisches Interesse an der Beurteilung der rechtlichen Zulässigkeit  der angefochtenen Abweisung seines Dienstverschiebungsgesuches hat  und  somit  zur  Beschwerdeführung  legitimiert  ist  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts B­2127/2006 vom 16. Juli 2007, E. 1);  dass  die  Eingabefrist  sowie  die  Anforderungen  an  Form  und  Inhalt  der  Beschwerdeschrift gewahrt sind (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG) und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  vorliegen  (Art.  44  ff.  VwVG),  weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist; dass  die  Zivildienstpflicht  gemäss  Art.  9  Bst.  d  ZDG  die  Pflicht  zur  Erbringung  ordentlicher  Zivildienstleistungen  umfasst,  bis  die  Gesamtdauer nach Art. 8 ZDG erreicht ist; dass,  soweit  ein  Aufgebot  wegen  Ergebnislosigkeit  der  Suche  nach  einem Zivildiensteinsatz nicht erlassen werden kann, die Vollzugsstelle in  einem Aufgebot  selbst  festlegt,  wann  und wo  ein Einsatz  zu  leisten  ist,  wobei  die  Eignung  der  zivildienstpflichtigen  Person  und  die  Interessen  eines geordneten Vollzugs zu berücksichtigen sind (Art. 31a Abs. 4 ZDV); dass  die  bei  einem  Aufgebot  zu  einem  Einsatz  von  Amtes  wegen  (Art. 31a  Abs.  4  ZDV)  geltende  Aufgebotsfrist  von  30  Tagen  (Art.  40  Abs. 3bis  ZDV)  vorliegend  von  der Vorinstanz  entgegen  der Ansicht  des  Beschwerdeführers eingehalten wurde; dass  nach  Art.  44  Abs.  1  ZDV  ein  Gesuch  um  Dienstverschiebung  einzureichen  ist, wenn eine gesetzliche Verpflichtung oder  ein Aufgebot  nicht befolgt werden kann; dass die Vollzugsstelle das Gesuch einer zivildienstpflichtigen Person um  Dienstverschiebung  insbesondere nach Art.  46 Abs. 3 Bst.  e ZDV dann  gutheissen  kann,  wenn  die  zivildienstpflichtige  Person  glaubwürdig  darlegt, dass die Ablehnung für sie, ihre engsten Angehörigen oder ihren  Arbeitgeber eine ausserordentliche Härte bedeuten würde; 

B­3486/2011 dass die Vollzugsstelle Gesuche nach Art.  46 Abs. 4 Bst. a und b ZDV  ablehnt,  wenn  keine Gründe  nach  Art.  46  Abs.  2  und  3  ZDV  vorliegen  oder den Anliegen des Gesuchstellers durch die Gewährung von Urlaub  weitgehend entsprochen werden kann; dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Dienstverschiebungsgesuches geltend macht, bei seinem Fernbleiben  in  einer  für den Betrieb hektischen Zeit mit vielen  laufenden Projekten, die  keinen Aufschub  zuliessen  und wegen  der  zusätzlichen  ferienbedingten  Abwesenheit eines zweiten Mitarbeiters entstünde für seinen Arbeitgeber  eine ausserordentliche Härte; dass  nach  ständiger  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  eine ausserordentliche Härte im Sinne von Art. 46 Abs. 3 Bst. e ZDV nur  dann  anerkannt  werden  kann,  wenn  eine  eigentliche  Notsituation  beim  Zivildienstpflichtigen oder bei seinem Arbeitgeber vorliegt (vgl. Urteil des  Bundesverwaltungsgerichts B­6116/2007 vom 11. Oktober 2007, E. 3.2.1,  mit Hinweisen); dass  der  Arbeitgeber  gegenüber  der  Vorinstanz  erläuterte,  mit  der  Gewährung von Urlaubstagen könnte die "Situation entschärft" werden;  dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  auf  die  Einreichung  eines  Urlaubsgesuchs  verzichtete  und  in  der  Beschwerde  weiterhin  darauf  abstellt,  es entstehe eine eigentliche Notsituation, wenn er während der  Zeit seines Zivildiensteinsatzes abwesend wäre; dass  sich  der  Arbeitgeber  widersprüchlich  verhält,  wenn  er  zunächst  angibt,  mit  Urlaubstagen  könne  die  betriebliche  Situation  gemildert  werden,  ohne  dann  um  die  Gewährung  solcher  Urlaubstage  nachzusuchen und in der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  trotzdem eine Notsituation geltend macht; dass somit davon ausgegangen werden kann, dass die Beantragung von  Urlaubstagen  –  welche  gemäss  Angaben  der  Vorinstanz  auch  gewährt  worden  wären  –  a  priori  gereicht  hätte,  um  die  ungünstige  betriebliche  Situation, die bei Abwesenheit des Beschwerdeführers entstanden wäre,  zu entschärfen; dass  der  Beschwerdeführer  damit  nicht  glaubwürdig  darlegen  konnte,  inwiefern die Ablehnung seines Gesuchs für ihn oder seinen Arbeitgeber 

B­3486/2011 eine  ausserordentliche  Härte  im  Sinne  von  Art.  46  Abs.  3  Bst.  e  ZDV  bedeutet hätte;  dass insofern kein Dienstverschiebungsgrund gegeben ist; dass  vom  Beschwerdeführer  insbesondere  nicht  geltend  gemacht  wird,  die Leistung des Zivildiensteinsatzes hätte unter Umständen den Verlust  seiner Arbeitsstelle zur Folge haben können;  dass  es  im Sinne  der  Erwägung  der  Vorinstanz  nicht  von  der Hand  zu  weisen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  vermutlich  auch  seine  persönlichen  Termine  wahrnehmen  wollte,  was  sich  aus  der  Tatsache  ergibt,  dass  mindestens  einer  der  vom  Arbeitgeber  vorgeschlagenen  Urlaubstage mit diesen privaten Veranstaltungen des Beschwerdeführers  übereinstimmt; dass  die  Vorinstanz  somit  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  Dienstverschiebung vom 29. Mai 2011 (eingegangen bei der Vorinstanz:  am 6. Juni 2011) in Anwendung von Art. 46 Abs. 4 Bst. b ZDV zu Recht  abgelehnt hat; dass  im  Übrigen  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  bezüglich  der  Suche  nach  einem  Zivildiensteinsatz  angesichts  der  Vielzahl  von  Mahnungen der Vorinstanz geradezu trölerisch erscheint; dass  sich  der  Beschwerdeführer  aber  immerhin  bereit  erklärt  hat,  sich  noch  für das Jahr 2011 um einen Zivildiensteinsatz zu bemühen und er  bei dieser Bereitschaft zu behaften ist; dass  es  der  Vorinstanz  unbenommen  ist,  dem  Beschwerdeführer  eine  Frist  anzusetzen,  ihr  eine  präzise  Einsatzplanung  zur  Leistung  der  ausstehenden Diensttage im Jahre 2011 einzureichen; dass sich die Beschwerde damit  insgesamt als unbegründet erweist und  abzuweisen ist; dass  im  vorliegenden  Fall  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art. 65 Abs. 1 ZDG); dass  Entscheide  auf  dem  Gebiet  des  Zivildienstes  nicht  beim  Bundesgericht  angefochten  werden  können  und  das  vorliegende  Urteil 

B­3486/2011 daher  endgültig  ist  (Art.  83  Bst.  i  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück); – die Vorinstanz (Ref­Nr. 8.425.36871.0; Einschreiben; Vorakten zurück); – die Zentralstelle Thun (Einschreiben). Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber Maria Amgwerd Said Huber Versand: 29. Juli 2011

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