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Bundesverwaltungsgericht 06.09.2011 A-8057/2010

6. September 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·3,125 Wörter·~16 min·1

Zusammenfassung

Schwerverkehrsabgabe | LSVA; Solidarhaft

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung I A­8057/2010 Urteil   v om   6 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Markus Metz, Richterin Salome Zimmermann,    Gerichtsschreiberin Claudia Zulauf. Parteien X._______ GmbH, …,   vertreten durch _______, Beschwerdeführerin,  gegen Oberzolldirektion (OZD),  Abteilung LSVA, Monbijoustrasse 91, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand LSVA; Solidarhaftung.

A­8057/2010 Sachverhalt: A.  Die X._______ GmbH mit Hauptsitz in A._______ bezweckt gemäss dem  Handelsregistereintrag  des  Kantons  B._______  (Ort  einer  Zweigniederlassung  in  der  Schweiz)  im  Wesentlichen  den  Handel  mit  Kraftfahrzeugzubehör  für  Motorwagen  und  Anhänger,  mit  Anhängern,  Tanks und Behältern etc. sowie das Handwerk des Karosseriebaues.  B.  Am 12. August 2009 schlossen die X._______ GmbH und die Y._______  GmbH, (heute: Y._______ GmbH in Liquidation), eine "Mietvereinbarung"  ab,  gemäss  welcher  die  Y._______  GmbH  das  Fahrzeug  "3­Achs­ Schiebeplanenauflieger  mit  Coilmulde"  (nachfolgend  Auflieger  oder  Anhänger) gegen eine "Leihgebühr" von EUR 750.– pro Monat, zuzüglich  Mehrwertsteuer, und unter teilweiser Anrechnung dieser "Gebühr" für den  Fall des Ankaufs des Fahrzeuges zum Gebrauch übernahm. C.  Mit  Verfügung  vom  14.  Oktober  2010  erklärte  die  Eidgenössische  Oberzolldirektion (OZD) die X._______ GmbH als Leasinggeberin für den  obgenannten,  von  der  Firma  Y._______  GmbH  verwendeten  Anhänger  mit  dem  Kennzeichen  1_______  (Stammnummer  2_______)  für  solidarisch  haftbar,  da  die  Y._______  GmbH  die  Rechnungen  für  die  Schwerverkehrsabgabe  (LSVA)  seit  der  Abgabeperiode Oktober  2009 –  trotz  entsprechenden  Mahnungen  –  nicht  mehr  bezahlt  habe.  Die  diesbezüglich  von  der  X._______  GmbH  anteilsmässig  geschuldete  LSVA betrage insgesamt Fr. 44'388.–.  D.  Mit  Eingabe  vom  17. November  2010  erhebt  die  X._______  GmbH  (nachfolgend  Beschwerdeführerin)  gegen  die  Verfügung  der  OZD  vom  14.  Oktober  2010  Beschwerde  ans  Bundesverwaltungsgericht  und  verlangt  unter  Kosten­  und  Entschädigungsfolge  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung.  Zur  Begründung  führt  sie  insbesondere  aus,  die  Voraussetzungen  für  die  geltend  gemachte  solidarische  Haftung  gemäss  Art.  36  Abs.  1bis  der  Verordnung  vom  6.  März  2000  über  eine  leistungsabhängige  Schwerverkehrsabgabe  (Schwerverkehrsabgabeverordnung,  SVAV,  SR  641.811)  seien  nicht  erfüllt. So seien zum einen die vorausgesetzten erfolglosen Mahnungen  bzw.  die  Zahlungsunfähigkeit  der  Y._______ GmbH nicht  verifiziert  und  dadurch  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  unvollständig  festgestellt 

A­8057/2010 worden. Zum anderen habe es die OZD unterlassen, ihr die Unterstellung  unter  die  Solidarhaftung  nach  Massgabe  von  Art.  36b  SVAV  schriftlich  mitzuteilen.  Überdies  werde  sie  zu  Unrecht  für  zurückliegende,  anstatt  lediglich für künftige Abgaben in Anspruch genommen.  E.  In  der  Vernehmlassung  vom  30. Dezember  2010  stellt  die  OZD  den  Antrag,  die  Beschwerde  sei  unter  Kostenfolge  abzuweisen.  Zur  Begründung  führt  sie  im  Wesentlichen  aus,  seit  der  Abgabeperiode  Oktober  2009  seien  die  Abgaben  für  den  Sattelschlepper  mit  der  Stammnummer 3_______ und mit dem Kennzeichen 4_______ durch die  Halterin  Y._______  GmbH  nicht  mehr  bezahlt  worden.  Deswegen  und  aufgrund  einer  bereits  bestehenden  Verfügung  betreffend  Kontrollschildentzug  sei  dem  betreffenden  Sattelschlepper  mit  der  Stammnummer  3_______  (inkl.  dem  angekoppelten  Auflieger  mit  der  Stammnummer  2_______)  anlässlich  einer  Registrierung  bei  der  Zollstelle Diepoldsau am 27. Mai 2010 die Weiterfahrt verweigert worden.  Die  folgende  Auswertung  der  aufgezeichneten  Daten  des  LSVA­ Erfassungsgerätes  habe  gezeigt,  dass  seit  der  Inverkehrsetzung  des  Sattelschleppers  mit  der  Stammnummer  3_______  am  6. August  2009  ausschliesslich  der  Auflieger  mit  der  Stammnummer  2_______  angekoppelt gewesen sei und die offenen Abgaben  für diesen Auflieger  Fr.  44'388.–  betragen  würden.  Nachdem  der  Beschwerdeführerin  als  Solidarhaftende  im Rahmen der Gewährung des  rechtlichen Gehörs die  Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt worden sei, diese jedoch auf  eine  schriftliche  Antwort  verzichtet  habe,  sei  am  14. Oktober  2010  die  angefochtene Verfügung erlassen worden.  Betreffend  die  gemäss  der  Beschwerdeführerin  nicht  verifizierten  Mahnungen  führt die OZD aus, sie habe  jener mit den am 2. November  2010  gelieferten  Unterlagen  "alle  notwendigen  Akten  in  Form  eines  Zusammenzugs" zur Verfügung gestellt. Der Vollständigkeit halber habe  sie  nun  jedoch  noch  sämtliche  Mahnungen  der  Vernehmlassung  beigelegt. Der Beschwerdeführerin sei indes auch ohne Einsicht in diese  Mahnungen  genau  bekannt  gewesen,  dass  die  Y._______  GmbH  die  LSVA­Rechnungen seit längerem nicht mehr bezahlt habe. Entgegen der  Ansicht  der  Beschwerdeführerin  habe  sie  zudem  vorliegend  weder  das  Recht  noch  die  Pflicht  gehabt,  die  Leasinggeberin  über  die  Zahlungsschwierigkeiten  der  Leasingnehmerin  zu  informieren.  Eine  solche  Pflicht  hätte  nur  bestanden,  wenn  die  Beschwerdeführerin  vor  Vertragsabschluss  mit  der  Leasingnehmerin  bei  der  OZD  eine  Anfrage 

A­8057/2010 getätigt  hätte,  ob  die  Vertragspartei  bzw.  die  Fahrzeughalterin  zahlungsunfähig oder erfolglos gemahnt worden sei.  F.  Mit  Schreiben  vom  10. Januar  2011  macht  die  Beschwerdeführerin  geltend,  die Vorinstanz  habe  dem Bundesverwaltungsgericht wesentlich  umfangreichere  Akten  eingereicht,  als  jene welche  ihr  am  2. November  2010  von  der  OZD  zugestellt  worden  seien.  Sie  ersuche  deshalb  um  vollständige Akteneinsicht und um Gelegenheit, sich dazu zu äussern.  G.  Nachdem der Beschwerdeführerin Einsicht in die Vernehmlassungsakten  gewährt wurde,  repliziert sie mit Schreiben vom 17. März 2011. Sie hält  darin  an  ihren  Anträgen  und  Ausführungen  gemäss  Beschwerde  vom  17. November  2010  fest  und  macht  überdies  Folgendes  geltend:  Aufgrund  des  Umstandes,  dass  in  diversen  Unterlagen  und  in  widersprüchlicher Weise teils die Stammnummer 3_______ und teils die  Stammnummer  2_______  erwähnt  würden,  sei  es  ihr  überhaupt  nicht  möglich, den konkreten Sachverhalt nachzuvollziehen. Aus den Akten sei  sodann  nicht  ersichtlich,  dass  seit  der  Inverkehrsetzung  des  Sattelschleppers  mit  der  Stammnummer  3_______  ausschliesslich  der  Auflieger  mit  der  Stammnummer  2_______  angekoppelt  gewesen  sei.  Aus den Vernehmlassungsbeilagen ergebe sich zudem keineswegs, dass  ihr die unbezahlten Rechnungen der Y._______ GmbH und Mahnungen  an dieselbe tatsächlich bekannt gewesen seien.  H.  Mit  Schreiben  vom  30. März  2011  reicht  die  OZD  eine  weitere  Stellungnahme  ein.  Bezüglich  des  Vorwurfs,  sie  habe  der  Beschwerdeführerin  nicht  sämtliche  Akten  zur  Verfügung  gestellt,  führt  sie aus, es sei  ihr aufgrund der seitens der Beschwerdeführerin geltend  gemachten  zeitlichen  Dringlichkeit  nicht  möglich  gewesen,  innert  nützlicher Frist sämtliche Akten zusammenzustellen. So habe sie sich bei  der  Zusammenstellung  der  Akten  auf  die  der  Beschwerdeführerin  noch  unbekannten  Tatsachen  beschränkt.  Aufgrund  der  Blockierung  des  Sattelschleppers  und  des Aufliegers  sei  der  Beschwerdeführerin  jedoch  auch  ohne  Einsicht  in  die  an  die  Y._______  GmbH  gerichteten  Mahnungen  bekannt  gewesen,  dass  die  Abgaben  für  den  fraglichen  Sattelzug  nicht  mehr  bezahlt  worden  seien.  In  Bezug  auf  die  verschiedenen Stammnummern erklärt  sie,  dass die  LSVA­Rechnungen  bzw.  Veranlagungen  immer  auf  das  Zugfahrzeug  lauten  und  der 

A­8057/2010 mitgeführte  Anhänger  nicht  separat  ausgewiesen  würde.  Die  An­  und  Abdeklarationen  des  Aufliegers  mit  den  entsprechenden  Kilometerständen  seien  zudem  der  dem  Schreiben  vom  9.  Juli  2010  beigefügten Liste zu entnehmen. Sie habe die Stammnummern  lediglich  im  Schreiben  vom  9.  Juli  2010  vertauscht,  habe  diesen  Irrtum  im  nächsten Schreiben vom 10. August 2010 jedoch sogleich rektifiziert.  I.   Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit entscheidrelevant,  in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Einspracheentscheide der OZD betreffend die LSVA können gemäss  Art. 23  Abs.  4  des  Schwerverkehrsabgabegesetzes  vom  19.  Dezember  1997  (SVAG,  SR  641.81)  i.V.m.  Art.  31  ff.  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten werden. Soweit  das VGG nichts  anderes  bestimmt,  richtet  sich  gemäss  dessen  Art.  37  das  Verfahren  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, SR 172.021). Die Beschwerdeführerin  ist  durch  den  angefochtenen  Entscheid  beschwert  und  zur  Anfechtung  berechtigt  (Art.  48  VwVG).  Auf  die  form­  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde ist einzutreten.  1.2. Das  Bundesverwaltungsgericht  kann  den  angefochtenen  Entscheid  grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann  neben  der  Verletzung  von  Bundesrecht  (Art.  49  Bst.  a  VwVG)  und  der  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  (Art.  49  Bst.  b  VwVG)  auch  die  Rüge  der  Unangemessenheit  erheben  (Art.  49  Bst.  c  VwVG;  vgl.  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008,  Rz.  2.149;  ULRICH  HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1758 ff.). 1.3.  1.3.1. Aus dem verfassungsrechtlichen Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

A­8057/2010 1999  [BV,  SR  101])  folgt,  dass  Abgaben  in  rechtssatzmässiger  Form  festgelegt sein müssen, so dass den rechtsanwendenden Behörden kein  übermässiger  Spielraum  verbleibt  und  die  möglichen  Abgabepflichten  voraussehbar  und  rechtsgleich  sind  (vgl.  Art.  164  Abs.  1  Bst.  d  und  Art. 127 Abs. 1 BV; BGE 131 II 735 E. 3.2, mit Hinweisen). Delegiert das  Gesetz die Kompetenz zur rechtssatzmässigen Festlegung einer Abgabe  an  den  Verordnungsgeber,  so  muss  es  zumindest  den  Kreis  der  Abgabepflichtigen,  den  Gegenstand  und  die  Bemessungsgrundlagen  selbst festlegen (BGE 132 II 371 E. 2.1, BGE 131 II 735 E. 3.2; Urteil des  Bundesgerichts 2C_123/2009 vom 1. Oktober 2009 E. 5.1). 1.3.2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  kann  auf  Beschwerde  hin  vorfrageweise  Verordnungen  des  Bundesrates  auf  ihre  Gesetz­  und  Verfassungsmässigkeit  prüfen  (konkrete  Normenkontrolle).  Bei  unselbständigen Verordnungen, die sich auf eine gesetzliche Delegation  stützen,  prüft  es,  ob  sich  der  Bundesrat  an  die  Grenzen  der  ihm  im  Gesetz  eingeräumten  Befugnisse  gehalten  hat.  Soweit  das Gesetz  den  Bundesrat  nicht  ermächtigt,  von  der  Verfassung  abzuweichen,  befindet  das  Gericht  auch  über  die  Verfassungsmässigkeit  der  unselbständigen  Verordnung. Wird  dem  Bundesrat  durch  die  gesetzliche  Delegation  ein  sehr weiter Ermessensspielraum  für die Regelung auf Verordnungsstufe  eingeräumt,  so  ist  dieser  Spielraum  nach  Art.  190  BV  für  das  Bundesverwaltungsgericht  verbindlich;  es  darf  in  diesem  Falle  bei  der  Überprüfung der Verordnung nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle  desjenigen des Bundesrates setzen, sondern es beschränkt sich auf die  Prüfung, ob die Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat  im Gesetz  delegierten  Kompetenzen  offensichtlich  sprengt  oder  aus  anderen  Gründen gesetzes­ oder verfassungswidrig ist. Es kann dabei namentlich  prüfen,  ob  sich  eine  Verordnungsbestimmung  auf  ernsthafte  Gründe  stützen lässt, ob sie Art. 9 BV widerspricht, weil sie sinn­ und zwecklos ist  oder  ob  sie  gegen  den  Rechtsgleichheitsgrundsatz  (vgl.  dazu  E. 1.4)  verstösst.  Für  die Zweckmässigkeit  der  angeordneten Massnahme  trägt  der  Bundesrat  die  Verantwortung;  es  ist  nicht  Aufgabe  des  Bundesverwaltungsgerichts,  sich  zu  deren  wirtschaftlichen  oder  politischen Sachgerechtigkeit zu äussern (vgl. BGE 136 II 337 E. 5.1, mit  zahlreichen  weiteren  Hinweisen;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­5906/2008 vom 19. Juli 2010 E. 1.4). 1.4. Der Rechtsgleichheitsgrundsatz  gemäss Art.  8  Abs.  1 BV  verlangt,  dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches  nach  Massgabe  seiner  Ungleichheit  ungleich  behandelt  wird.  Der  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A­8057/2010 Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung wird insbesondere verletzt, wenn  hinsichtlich  einer  entscheidwesentlichen  Tatsache  rechtliche  Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den  zu  regelnden  Verhältnissen  nicht  ersichtlich  ist,  oder  wenn  Unterscheidungen  unterlassen  werden,  die  aufgrund  der  Verhältnisse  hätten getroffen werden müssen (vgl. BGE 135 V 361 E. 5.4.1, BGE 134 I  23 E. 9.1, mit Hinweisen). 1.5.  Um  den  Sinngehalt  einer  Bestimmung  zu  ermitteln,  ist  diese  auszulegen.  Ausgangspunkt  jeder  Auslegung  bildet  der  Wortlaut  der  Bestimmung.  Ist  der  Text  nicht  klar  und  sind  verschiedene  Interpretationen möglich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht  werden  unter  Berücksichtigung  aller  Auslegungselemente,  namentlich  des  Zwecks,  des  Sinnes  und  der  dem  Text  zu  Grunde  liegenden  Wertungen.  Wichtig  ist  ebenfalls  der  Sinn,  der  einer  Norm  im  Kontext  zukommt.  Vom  klaren,  d.h.  eindeutigen  und  unmissverständlichen  Wortlaut  darf  nur  abgewichen  werden,  wenn  triftige  Gründe  dafür  vorliegen,  dass  der  Wortlaut  nicht  den  wahren  Sinn  der  Bestimmung  wiedergibt.  Solche Gründe  können  sich  aus  der  Entstehungsgeschichte  der  Bestimmung,  aus  ihrem  Grund  und  Zweck  oder  aus  dem  Zusammenhang  mit  anderen  Vorschriften  ergeben  (BGE  136  III  373  E. 2.3,  BGE  135  III  640  E.  2.3.1,  BGE  135  V  249  E.  4.1;  Urteil  des  Bundesgerichts 1C_134/2008 vom 22. Oktober 2008 E. 6). 1.6. Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid darüber,  ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht.  Der  Beweis  ist  geleistet,  wenn  das  Gericht  gestützt  auf  die  freie  Beweiswürdigung  zur  Überzeugung  gelangt  ist,  dass  sich  der  rechtserhebliche  Sachumstand  verwirklicht  hat  (vgl.  BGE  130  III  321  E. 3.2; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­855/2008 vom 20. April  2010  E.  2.6,  A­1604/2006  vom  4.  März  2010  E. 3.5;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.141).  Gelangt  das  Gericht  nicht zu diesem Ergebnis, kommen die Beweislastregeln zur Anwendung;  es ist zu Ungunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt. Die  Abgabehörde  trägt  die  Beweislast  für  Tatsachen,  welche  die  Abgabepflicht als solche begründen oder die Abgabeforderung erhöhen,  das  heisst  für  die  abgabebegründenden  und  ­mehrenden  Tatsachen.  Demgegenüber ist der Abgabepflichtige für die abgabeaufhebenden und ­ mindernden Tatsachen beweisbelastet, das heisst  für solche Tatsachen,  welche  Abgabebefreiung  oder  Abgabebegünstigung  bewirken  (statt  vieler:  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.642/2004  vom  14.  Juli  2005,  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A­8057/2010 veröffentlicht in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 75 S. 501  E. 5.4; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­5460/2008 vom 12. Mai  2010 E. 1.3, A­855/2008 vom 20. April 2010 E. 2.6, A­1960/2007 vom 1.  Februar 2010 E. 1.4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.149 ff.). 1.7.  1.7.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör, welcher  in Art. 29 Abs. 2 BV  festgeschrieben ist, vermittelt den Parteien das Recht, in einem vor einer  Verwaltungs­ oder Justizbehörde geführten Verfahren mit ihren Begehren  angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die  Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung zu nehmen (BGE 132 II 485  E. 3.2, BGE 129 I 232 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 1P.26/2007 vom  4.  Juli  2007  E.  3.1;  BVGE  2009/36  E.  7.1;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­4034/2010  vom  11.  Oktober  2010,  A­4936/2010 vom 21. September 2010 E. 4.2, A­3786/2010 vom 15. Juli  2010, A­3123/2008 vom 27. April 2010 E. 2.2). 1.7.2.  Das  Akteneinsichtsrecht  wird  für  das  Verwaltungs­  und  Verwaltungsbeschwerdeverfahren  speziell  in  den  Art.  26  bis  28  VwVG  geregelt. Die Parteien haben Anspruch darauf,  in ihrer Sache Einsicht  in  die Eingaben von Parteien und Vernehmlassungen von Behörden, in alle  als  Beweismittel  dienenden  Akten  sowie  in  Niederschriften  eröffneter  Verfügungen  zu  nehmen  (Art.  26  Abs.  1  VwVG).  Die  Einsicht  darf  nur  verweigert werden, wenn wesentliche öffentliche oder private  Interessen  oder  das  Interesse  einer  noch  nicht  abgeschlossenen  amtlichen  Untersuchung es erfordern  (Art. 27 Abs. 1 VwVG). Wird einer Partei die  Einsichtnahme  in  ein  Aktenstück  verweigert,  so  darf  auf  dieses  zum  Nachteil  der  Partei  nur  abgestellt  werden,  wenn  ihr  die  Behörde  von  seinem für die Sache wesentlichen Inhalt Kenntnis gegeben hat und sich  die Partei dazu äussern und Gegenbeweismittel bezeichnen konnte (Art.  28 VwVG). 1.7.3.  Der  Gehörsanspruch  ist  gemäss  ständiger  Rechtsprechung  formeller  Natur,  mit  der  Folge,  dass  seine  Verletzung  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit  dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids führt. Eine Verletzung des  Gehörsanspruchs  kann  allerdings  als  geheilt  gelten,  wenn  die  unterbliebene  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  (also  etwa  die  unterlassene  Anhörung,  Akteneinsicht,  Begründung)  in  einem  Rechtsmittelverfahren  nachgeholt  wird,  in  dem  die  Beschwerdeinstanz  mit der gleichen Prüfungsbefugnis entscheidet wie die untere Instanz. Die 

A­8057/2010 Heilung  ist  jedoch  ausgeschlossen,  wenn  es  sich  um  eine  besonders  schwerwiegende  Verletzung  der  Parteirechte  handelt;  die  Heilung  des  Mangels soll die Ausnahme bleiben  (BGE 133  I 201 E. 2.2, BGE 126 V  130  E.  2b;  Urteil  des  Bundesgerichts  1C_148/2010  vom  6.  September  2010  E. 4.3;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­3123/2008  vom  27. April  2010  E. 2.2.3,  A­1681/2006  vom  13. März  2008  E.  2.4;  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1709 ff.). 2.  2.1. Nach Art. 1 des Schwerverkehrsabgabegesetzes vom 19. Dezember  1997  (SVAG, SR 641.81)  bezweckt  die  LSVA,  dass der Schwerverkehr  die  ihm  zurechenbaren  Wegekosten  und  Kosten  zulasten  der  Allgemeinheit  langfristig  deckt,  soweit  er  für  diese  nicht  bereits  durch  andere  Leistungen  oder  Abgaben  aufkommt  (Abs.  1);  zudem  soll  die  Abgabe  einen  Beitrag  dazu  leisten,  dass  die  Rahmenbedingungen  der  Schiene  im  Transportmarkt  verbessert  und  die  Güter  vermehrt  mit  der  Bahn  befördert  werden  (Abs.  2).  Abgabeobjekt  ist  die  Benützung  der  öffentlichen  Strassen  durch  die  in­  und  ausländischen  schweren  Motorfahrzeuge und Anhänger für den Güter­ und Personentransport (vgl.  Art.  2  und  3  SVAG).  Die  Abgabe  bemisst  sich  grundsätzlich  nach  dem  höchstzulässigen  Gesamtgewicht  des  Fahrzeuges  und  den  gefahrenen  Kilometern,  wobei  sie  zusätzlich  emissions­  oder  verbrauchsabhängig  erhoben  werden  kann  (Art.  6  Abs.  1  und  3  SVAG).  Abgabepflichtig  ist  nach Art. 5 Abs. 1 SVAG die Halterin oder der Halter, bei ausländischen  Fahrzeugen zusätzlich die Fahrzeugführerin oder der Fahrzeugführer.  2.2.  2.2.1.  Ermittelt  wird  die  Abgabe  mit  einem  von  der  Zollverwaltung  zugelassenen  elektronischen  Messgerät.  Dieses  besteht  aus  dem  im  Fahrzeug  eingebauten  Fahrtschreiber  bzw. Wegimpulsaufnehmer  sowie  einem  Erfassungsgerät  ("Tripon"),  das  die  massgebende  Fahrleistung  ermittelt und registriert (Art. 15 Abs. 1 SVAV). Die Halterin oder der Halter  muss dafür sorgen, dass das Messgerät dauernd funktionstüchtig ist. Bei  einem  Defekt  oder  Ausfall  ist  das  Gerät  unverzüglich  von  einer  Abnahmestelle  reparieren  oder  ersetzen,  bzw.  bei  Verdacht  auf  Gerätefehler auf dessen Funktionstüchtigkeit kontrollieren zu lassen. Die  Zollverwaltung  haftet  nicht  für  Auswirkungen  technischer  Störungen  der  elektronischen  Hilfsmittel  (Art. 18  SVAV).  Nebst  dem  Erfassungsgerät  muss  die  Fahrzeugführerin  oder  der  Fahrzeugführer  stets  ein  Aufzeichnungsformular mitführen, das bei Ausfall oder bei Fehlfunktionen  bzw. Fehlermeldungen des Messgeräts zu verwenden  ist  (Art. 19 Abs. 1 

A­8057/2010 SVAV).  Die  Veranlagung  der  Abgabe  erfolgt  auf  Grund  der  von  der  abgabepflichtigen Person eingereichten elektronischen oder schriftlichen  Deklaration (Art. 23 Abs. 1 SVAV). Massgebend für die Berechnung sind  die  durch  das  Erfassungsgerät  ermittelten  Kilometer.  Sind  Fehlermeldungen  aufgetreten  oder  sind  nach  Auffassung  der  abgabepflichtigen Person die Daten des Erfassungsgerätes aus anderen  Gründen falsch, so muss sie dies mit der Deklaration schriftlich mitteilen  und begründen  (Art. 22 Abs.  2 SVAV). Daraus ergibt  sich,  dass die mit  dem  vorgeschriebenen  Gerät  erfassten  Daten  grundsätzlich  verbindlich  sind  und  dass  der  abgabepflichtigen  Person  bei  behaupteter  Fehlerhaftigkeit  der  durch  das  Erfassungsgerät  aufgezeichneten  Daten  gleichsam  die  Beweisführungslast  aufzuerlegen  ist  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts A­1708/2006 vom 28. Oktober 2008 E. 2.1.3,  A­1717/2006  vom  28.  Februar  2007  E.  2.2;  Entscheide  der  Eidgenössischen  Zollrekurskommission  [ZRK]  vom  5.  Juli  2004  [ZRK  2003­035]  E. 2c,  vom  29.  April  2002  [ZRK  2001­048],  veröffentlicht  in  Verwaltungspraxis  der  Bundesbehörden  [VPB]  66.92  und  in  ASA  72 S.  496 E. 2b; vgl. auch E. 1.6). Die abgabepflichtige Person unterliegt somit  dem Selbstdeklarationsprinzip;  dies  bedeutet,  dass  das Gesetz  ihm  die  volle  Verantwortung  für  die  korrekte  Deklaration  überbindet  und  hohe  Anforderungen  an  seine  Sorgfaltspflicht  stellt  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­3216/2008  vom  31. August  2010  E. 2.2,  A­4811/2007 vom 20. Juli 2009 E. 2.2, A­931/2008 vom 25. Juni 2008 E.  2.2, A­1708/2006 vom 28. Oktober 2008 E. 2.1.3). 2.2.2.  Führt  das  Motorfahrzeug  einen  Anhänger  mit,  so  muss  gemäss  Art. 17 Abs.  1 SVAV die Fahrzeugführerin  oder  der Fahrzeugführer  alle  erforderlichen Angaben am Erfassungsgerät deklarieren. Die Abgabe für  mitgeführte  Anhänger  ist  sodann  von  der  Halterin  oder  vom Halter  des  Zugfahrzeugs  zu  deklarieren  und  zu  bezahlen  (Art.  17  Abs.  3  SVAV).  Subjektiv  abgabepflichtig  (wenn  auch  gemäss  der  vorstehenden  Bestimmung nicht deklarations­ und [primär] zahlungspflichtig) betreffend  die auf den Anhänger entfallende Abgabe bleibt jedoch die Halterin bzw.  der Halter des Anhängers (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­ 3868/2007  vom  28.  September  2007  E. 2.1,  A­1749/2006  vom  11.  Mai  2007 E. 2.1).  2.3.  2.3.1. Gemäss Art. 5 Abs. 2 SVAG kann der Bundesrat weitere Personen  als solidarisch haftbar erklären. Von dieser Kompetenz hat er in Art. 36 ff.  SVAV Gebrauch gemacht. So sind nach Art. 36 Abs. 1bis Bst. b neben der 

A­8057/2010 Halterin  oder  dem  Halter  eines  Anhängers  für  die  Abgabe  sowie  für  allfällige Zinsen  und Gebühren  unter Vorbehalt  der Artikel  36a  und  36b  SVAV  die  Eigentümerin  oder  der  Eigentümer,  die  Vermieterin  oder  der  Vermieter,  die  Leasinggeberin  oder  der  Leasinggeber  im  Umfang  des  Gesamtgewichts  des  Anhängers  für  die  mit  diesem  zurückgelegten  Kilometer  solidarisch  haftbar,  wenn  dessen  Halterin  oder  Halter  zahlungsunfähig ist oder erfolglos gemahnt wurde. 2.3.2. Art. 36a SVAV hält Folgendes fest: Die nach Art. 36 Abs. 1bis SVAV  solidarisch  haftbare  Person,  die  einer Drittperson  ein  Zugfahrzeug  oder  einen Anhänger zum Gebrauch überlassen will, kann bei Vertragsschluss  bei der OZD anfragen, ob die Drittperon (Vertragspartei) oder die Halterin  oder  der  Halter  des  Fahrzeugs  (falls  es  sich  nicht  um  dieselbe  Person  handelt)  zahlungsunfähig  ist  oder  erfolglos  gemahnt  wurde  (Abs.  1).  In  Abs. 2 wird  festgelegt, welche Angaben die Anfrage enthalten muss, so  insbesondere  die  Personalien  und  die  Adresse  der  Vertragspartei  bzw.  der Halterin oder des Halters (Bst. b), die Fahrzeugangaben (Bst. a) und  die schriftliche Einwilligung der Vertragspartei bzw. der Halterin oder des  Halters  in  die  Auskunftserteilung  (Bst.  c).  Ist  die  Vertragspartei  (oder  gegebenenfalls die Halterin oder der Halter) zahlungsunfähig oder wurde  sie  bereits  erfolglos  gemahnt,  weist  die OZD  die  anfragende  Person  in  ihrer  Antwort  darauf  hin,  dass  sie  mit  Vertragsabschluss  für  die  von  diesem Zeitpunkt an  für das Fahrzeug geschuldeten Abgaben sowie  für  allfällige  Zinsen  und  Gebühren  solidarisch  haftbar  werde  (Abs.  3).  Der  Wortlaut von Art. 36b SVAV ist in E. 3.2.2 hiernach wiedergegeben.  3.  3.1.  Die  Gesetzes­  und  Verfassungsmässigkeit  des  von  der  OZD  vorliegend angewendeten Art. 36 Abs. 1bis SVAV (im Zusammenhang mit  Art. 36a  und  Art. 36b  SVAV)  werden  von  der  Beschwerdeführerin  nicht  bestritten.  Aufgrund  der  Tragweite  der  genannten  Bestimmung  ist  es  vorliegend  jedoch  angezeigt,  diese  vorfrageweise  einer  konkreten  Normenkontrolle zu unterziehen (vgl. E. 1.3.2).  Art. 36  Abs.  1bis  SVAV  beinhaltet  in  erster  Linie  eine  Ausdehnung  der  Solidarhaftung  auf  die  Eigentümerin  oder  den  Eigentümer,  die  Vermieterin  oder  den  Vermieter  und  die  Leasinggeberin  oder  den  Leasinggeber  eines  Zugfahrzeugs  oder  Anhängers.  Mit  dieser  Ausweitung  der  Haftung  hält  sich  der  Bundesrat  klarerweise  an  die  Grenzen der ihm auf Gesetzesstufe eingeräumten Befugnisse: Art. 5 Abs.  2 SVAG ermächtigt ihn ausdrücklich, neben einer primär als Halterin oder 

A­8057/2010 Halter  ins  Recht  gefassten  Person  auch  noch  andere  Personen  solidarisch  haftbar  zu  erklären  (vgl.  E.  2.3.1).  Durch  diese  gesetzliche  Delegation wird dem Bundesrat ein sehr weiter Ermessensspielraum  für  die  Regelung  der  Solidarhaftung  eingeräumt.  Die  Rechtmässigkeit  der  vom  Bundesrat  ausgedehnten  solidarischen  Haftbarkeit  auf  den  Halter  eines  Anhängers,  wenn  der  Halter  des  Zugfahrzeuges  zahlungsunfähig  ist (Art. 36 Abs. 1 Bst. b SVAV), wurde vom Bundesgericht unter diesem  Blickwinkel  denn  auch  bestätigt  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_641/2007 vom 25. April 2008 E. 3.3). Art. 36 Abs. 1bis SVAV bezweckt  nunmehr  zu  verhindern,  dass  sich  inländische  Transportunternehmen  (insbesondere  durch Neugründungen  von Unternehmen oder  durch das  Vorschieben  anderer  Personen  als  neue  Fahrzeughalter)  der  Leistung  von LSVA­Abgaben  entziehen  können, was  zu Einnahmeausfällen  bzw.  Mindereinnahmen  beim  Bund  und  zu  nicht  tolerierbaren  Wettbewerbsverzerrungen  führt.  Konkret  sollen  Fahrzeugeigentümer,  Vermieter  und  Leasinggeber  in  die  entsprechende  Verantwortung  genommen  und  durch  die  drohende  Solidarhaftung  dazu  veranlasst  werden,  genauer  zu  prüfen,  wem  sie  ein  Fahrzeug  überlassen  (vgl.  Änderung  der  Schwerverkehrsabgabeverordnung;  [SVAV],  Erläuternder  Bericht,  Bern,  im  Juli  2006).  Damit  stützt  sich  die  Ausdehnung  der  Solidarhaftung gemäss Art. 36 Abs. 1bis SVAV auf ernsthafte Gründe und  ist weder sachwidrig noch willkürlich (vgl. E. 1.3.2).  Nebst  der  Ausweitung  der Solidarhaftung  auf weitere Personen wurden  mit  der  auf  den  1.  April  2008  in  Kraft  getretenen  Revision  der  SVAV  ebenfalls die Voraussetzungen für den Eintritt des Haftungsfalls geändert.  Während  früher  für  die  Inanspruchnahme  einer  solidarisch  haftbaren  Person  der  Nachweis  der  Zahlungsunfähigkeit  der  Halterin  oder  des  Halters erforderlich war, welche oft erst mit deren Konkurs vorlag,  kann  die  OZD  heute  bereits  nach  erfolgloser  Mahnung  und  damit  schneller  reagieren. Diese Voraussetzungserleichterung der Solidarhaftung erfolgt  aber  auch  zu Gunsten  der  solidarisch  haftbaren Person. Eine  relevante  Zahlungsschwierigkeit  der  Halterin  oder  des  Halters  kann  so  frühzeitig  erkannt  und  ein  Anwachsen  des  Schadens  auf  Seiten  der  solidarisch  haftbaren  Person  verhindert  werden.  Wie  die  Ausdehnung  der  Solidarhaftung  stützt  sich  damit  auch  diese  Voraussetzung  auf  sachgerechte und ernsthafte Gründe.  Überdies  ist  zu  berücksichtigen,  dass  Art.  36a  und  Art.  36b  SVAV  den  solidarisch  haftbaren  Personen  die  Möglichkeit  einräumen,  sich  durch  eine  vorgängige  Anfrage  bei  der  OZD  von  Beginn  weg  von  der 

A­8057/2010 Solidarhaftung zu befreien (vgl. E. 2.3.2 f. und E. 3.2 hiernach). Dadurch  wird  die  auf  den  ersten  Blick  weitreichend  und  streng  erscheinende  Haftungsbestimmung  von  Art.  36  Abs.  1bis  SVAV  erheblich  abgeschwächt.  Insgesamt  ist  nicht  ersichtlich,  inwiefern  der  Bundesrat  durch  die  genannten  Bestimmungen  den  Rahmen  der  ihm  im  Gesetz  delegierten  Kompetenzen  offensichtlich  sprengt  oder  die  Verordnungsbestimmungen  aus  anderen  Gründen  gesetzes­  oder  verfassungswidrig wären;  ein  Verstoss  gegen  das  Legalitätsprinzip  liegt  nicht vor (vgl. E. 1.3). 3.2.  3.2.1. Vorliegend macht  die  Beschwerdeführerin  in  erster  Linie  geltend,  die OZD, welcher bekannt gewesen sei, dass es sich beim Auflieger um  ein  Leasingobjekt  gehandelt  habe,  sei  gemäss  Art.  36b  SVAV  bzw.  zumindest  aus  Gründen  der  Rechtsgleichheit  verpflichtet  gewesen,  sie  auf die Zahlungsrückstände der Y._______ GmbH hinzuweisen.  3.2.2. Art. 36b SVAV lautet wie folgt:  "Stellt  die  Oberzolldirektion  nach  Inverkehrsetzung  des  Fahrzeugs  nach  Artikel  36a  Absatz  2  Buchstabe  b  fest,  dass  die  Halterin  oder  der  Halter  zahlungsunfähig ist oder erfolglos gemahnt wurde, und erwägt sie, die nach  Artikel  36  Absatz  1bis  solidarisch  haftbare  Person  der  Solidarhaftung  zu  unterstellen,  so  teilt  sie  dieser  Person  schriftlich  mit,  dass  sie  für  künftige  Abgaben  sowie  für  allfällige  Zinsen  und  Gebühren  für  das  Fahrzeug  solidarisch haftet, wenn: a. sie den Vertrag nicht innerhalb von 60 Tagen kündigt; oder  b.  alle  ausstehenden Abgaben  und  allfällige  Zinsen  und Gebühren  für  das  Fahrzeug nicht innerhalb von 60 Tagen vollständig bezahlt werden." 3.2.3.  Art.  36b  SVAV  verweist  im  ersten  Satzteil  ausdrücklich  auf  die  vorangehende Bestimmung und hält fest, dass eine schriftliche Mitteilung  durch  die  OZD  über  die  mögliche  künftige  Solidarhaftung  an  die  solidarisch haftbare Person lediglich dann erfolgt, wenn die Halterin oder  der  Halter  eines  Fahrzeugs  nach  Artikel  36a  Absatz  2  Buchstabe  b  zahlungsunfähig  ist  oder  erfolglos  gemahnt  wurde.  Daraus  ergibt  sich  ohne  jeden  Zweifel,  dass  die  Mitteilung  gemäss  Art. 36b  SVAV  voraussetzt,  dass  das  betreffende  Fahrzeug  zuvor  Gegenstand  einer  Anfrage der  solidarisch haftbaren Person bei der OZD gemäss Art.  36a  SVAV war.  3.2.4. Demzufolge unterscheiden Art. 36a und Art. 36b SVAV unter dem  hier fraglichen Gesichtswinkel grundsätzlich zwei Konstellationen:

A­8057/2010 – Tätigt  die  solidarisch  haftbare  Person  vor  Abschluss  des  Vertrages  über  die  Gebrauchsüberlassung  des  Fahrzeugs  bei  der  OZD  eine  Anfrage  über  die  Zahlungsfähigkeit  der  Vertragspartei  (bzw.  der  Halterin  oder  des  Halters  des  Fahrzeugs)  und  verneint  die  OZD  in  ihrer  Antwort  das  Bestehen  von  Zahlungsschwierigkeiten,  ist  die  anfragende  Person  (vorläufig)  von  ihrer  Solidarhaftung  befreit. Wird  die  Halterin  oder  der  Halter  des  Fahrzeugs  später  zahlungsunfähig  oder erfolglos gemahnt, teilt dies die OZD von sich aus der solidarisch  haftbaren  Person  mit.  Wenn  diese  in  der  Folge  den  Vertrag  nicht  innert  60  Tagen  kündigt  oder  die  ausstehenden  Abgaben,  inkl.  allfälliger  Zinsen  und  Gebühren,  innert  gleicher  Frist  vollständig  bezahlt,  haftet  sie  für  die  künftigen  das  Fahrzeug  betreffende  Abgaben.  – Tätigt die solidarisch haftbare Person jedoch keine solche vorgängige  Anfrage,  scheidet  die  Möglichkeit  einer  späteren  Benachrichtigung  durch  die  OZD  über  allfällige  Zahlungsschwierigkeiten  der  Halterin  oder des Halters demgegenüber von vornherein aus. Die solidarisch  haftbare Person  haftet  diesfalls  für  sämtliche  seit  Vertragsabschluss  für  das Fahrzeug geschuldeten Abgaben sowie allfällige Zinsen und  Gebühren. Die  Unterscheidung  bezüglich  der  allfälligen  späteren  Benachrichtigung  durch  die  OZD  basiert  –  wie  die  OZD  in  ihrer  Vernehmlassung  zutreffenderweise  ausführt  –  auch  auf  Datenschutzüberlegungen.  Eine  Anfrage  bei  der OZD muss  gemäss Art.  36a  Abs.  2  Bst.  c  SVAV  stets  eine  schriftliche Einwilligung der Vertragspartei  (und gegebenenfalls  der  Halterin oder des Halters) in die Auskunftserteilung enthalten. Wurde nun  keine  solche  Anfrage  getätigt  und  liegt  demgemäss  auch  keine  Einwilligung der Vertragspartei (und gegebenenfalls der Halterin oder des  Halters)  vor,  würde  eine  spätere  Mitteilung  der  OZD  an  die  solidarisch  haftbare  Person  gegen  die  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom  19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1; vgl. v.a. Art. 16 ff.  i.V.m. Art. 1) verstossen. 3.2.5.  Da  vorliegend  eine  vorgängige  Anfrage  bei  der  OZD  gemäss  Art. 36a  SVAV  seitens  der  Beschwerdeführerin  unbestrittenermassen  ausblieb, war die OZD gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 36b SVAV  sowie  aufgrund  seines  Zusammenhangs mit  Art.  36a  SVAV  (aber  auch  mit  dem  Datenschutzgesetz)  und  gemäss  des  Sinn  und  Zweckes  der  Bestimmungen  nicht  verpflichtet,  die  Beschwerdeführerin  auf  die 

A­8057/2010 erfolglosen  Mahnungen  der  Y._______  GmbH  aufmerksam  zu  machen  (vgl. E. 1.5 und oben E. 3.2.4). Inwiefern andere Auslegungselemente zu  einem  anderen  Ergebnis  führen  sollten,  ist  weder  ersichtlich  noch  dargetan. Vielmehr war es der OZD sogar untersagt, so zu handeln.  Selbst  wenn  der  OZD  die  Eigentumsverhältnisse  der  Fahrzeuge  auf  andere Weise bekannt gewesen wären – was bestritten wird – wäre sie  ohne eine entsprechende vorgängige Anfrage nach dem Gesagten weder  verpflichtet  noch  berechtigt,  die  Leasinggeberin  auf  die  Zahlungsrückstände  der  Halterin  hinzuweisen.  Die  Beschwerdeführerin  kann  sich  in  diesem Zusammenhang auch nicht  auf  den Grundsatz  der  Gleichbehandlung berufen, wenn die Zahlungsunfähigkeit bzw. erfolglose  Mahnung  der  Halterin  oder  des  Halters  lediglich  jenen  mitgeteilt  wird,  welche  zuvor  eine  Anfrage  bei  der  OZD  getätigt  haben.  Die  unterschiedliche  Regelung  der  Haftung  und  die  entsprechende  Handhabung durch die OZD – je nachdem ob eine Anfrage erfolgte oder  nicht  –  beruht,  wie  soeben  aufgezeigt,  auf  sachlichen  und  vernünftigen  Gründen  (vgl.  E. 1.4  und  E. 3.2.4).  Eine  unrechtmässige  Ungleichbehandlung  läge  viel  eher  dann  vor, wenn die OZD einem Teil  der  Leasinggeber,  welche  vor  Vertragsabschluss  keine  Auskunft  eingeholt  hatten,  eine  Mitteilung  über  vorhandene  Zahlungsschwierigkeiten  machen  würde  (nämlich  dann,  wenn  sie  per  Zufall  vom  Leasingtatbestand  Kenntnis  erhielt)  und  dem  anderen  Teil  dieser  Leasinggeber  –  mangels  zufälliger  Kenntnis  solcher  Schwierigkeiten –  eben gerade nicht.  Gemäss den unwiderlegt gebliebenen Ausführungen der OZD sind ihr die  Eigentumsverhältnisse  betreffend  den  Auflieger  zudem  erst  bekannt  geworden,  nachdem  sich  die  Beschwerdeführerin  infolge  des  Kontrollschildentzugs  am  22. Mai  2010  über  das  weitere  Vorgehen  erkundigt  hatte  (vgl.  Bst. E).  Wann  genau  die  OZD  von  der  "Mietvereinbarung" erfuhr bzw. ab wann die Beschwerdeführerin von den  Zahlungsschwierigkeiten  der  Y._______  GmbH  wusste,  spielt  für  die  Beurteilung  des  vorliegenden  Falles  gemäss  den  obigen  Ausführungen  jedoch ohnehin keine Rolle.  3.3. Es bleibt zu prüfen, ob vorliegend sämtliche Voraussetzungen für die  Inanspruchnahme  der  Beschwerdeführerin  gemäss   Art.  36  Abs.  1bis  Bst. b SVAV erfüllt sind (vgl. E. 2.3.1 und E. 3.2.4): 

A­8057/2010 3.3.1. Unbestrittenermassen  bestand  zwischen  der  Beschwerdeführerin  als  Eigentümerin  des  Anhängers  und  der  Y._______  GmbH  eine  "Mietvereinbarung"  (vgl.  Bst. B).  Ob  es  sich  bei  der  betreffenden  Vereinbarung  tatsächlich  um  einen  Mietvertrag  oder,  aufgrund  der  teilweisen Anrechnung der Gebühr  für den Fall  des Ankaufs,  nicht  eher  um  einen  Leasingvertrag  handelt,  bleibt  für  die  Beurteilung  des  vorliegenden  Falls  unbeachtlich,  da  für  Eigentümer,  Vermieter  und  Leasinggeber  die  zur  Diskussion  stehenden  Haftungsbestimmungen  gleichermassen gelten. 3.3.2.  3.3.2.1 Ebenfalls gegeben ist das Kriterium der Zahlungsunfähigkeit bzw.  der erfolglosen Mahnung der Halterin. In den Akten befinden sich sowohl  die  bezüglich  der  ausstehenden  Abgaben  ergangenen  Rechnungen  als  auch die entsprechenden Mahnungen. Unbestritten  ist sodann, dass die  zur  Diskussion  stehenden  Abgaben  auch  nach  Erlass  der  Mahnungen  nicht bezahlt wurden; die Mahnungen mithin erfolglos blieben.  3.3.2.2  Die  Beschwerdeführerin  beanstandet  in  Bezug  auf  die  Mahnungen  lediglich,  ihr  seien  von  der  Vorinstanz  –  ohne  entsprechenden Hinweis – erheblich unvollständige Akten zur Verfügung  gestellt  worden  und  macht  damit  sinngemäss  eine  Verletzung  ihres  rechtlichen  Gehörs  geltend.  Insbesondere  seien  die  erfolglosen  Mahnungen  der  fraglichen  LSVA­Rechnungen  erst  mit  der  Einreichung  der Vernehmlassungsbeilagen "verifiziert" worden.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entsprach  dem  Gesuch  der  Beschwerdeführerin  um  vollständige  Akteneinsicht  am  13. Januar  2011  und  liess  ihr  in  der  Folge  sämtliche  Vernehmlassungsbeilagen  zukommen.  Mit  Verfügung  vom  16. Februar  2011  erhielt  die  Beschwerdeführerin sodann ausdrücklich die Möglichkeit zur Einreichung  einer  freigestellten  Stellungnahme,  von  welcher  sie  mit  Schreiben  vom  17.  März  2011  Gebrauch  machte  (vgl.  Bst. G).  Durch  die  nachgeholte  Akteneinsicht und die erfolgte Stellungnahme der Beschwerdeführerin ist  eine  allfällige  Verletzung  ihres  rechtlichen  Gehörs  ohne  weiteres  als  geheilt  zu  betrachten  (vgl.  E. 1.7.3).  Es  bleibt  damit  unklar,  was  die  Beschwerdeführerin  durch  das  Festhalten  an  dieser  Rüge  zu  ihren  Gunsten ableiten will.  3.3.2.3  In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdeführerin  ferner  die  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

A­8057/2010 geltend. In den von der Vorinstanz zur Verfügung gestellten Akten seien  die angeblich erfolgten Mahnungen nicht enthalten gewesen. Damit seien  rechtserhebliche  und  entscheidrelevante  Umstände  nicht  nachgewiesen  worden.  Die  Beschwerdeführerin  verkennt  mit  ihrer  Rüge,  dass  zwischen  der  Feststelllung  des  Sachverhalts  und  der  Einsicht  in  die  diesbezüglichen  Akten unterschieden werden muss (vgl. E. 1.2 und E. 1.7.2). Obwohl der  Beschwerdeführerin vorliegend bei ihrer Akteneinsicht bei der Vorinstanz  – offenbar  aufgrund  zeitlicher  Dringlichkeit  –  nicht  sämtliche  Akten  zur  Verfügung gestellt wurden, ändert dies nichts daran, dass die OZD den  Sachverhalt vollständig und richtig festgestellt hat.  3.4.  Insgesamt  sind alle Voraussetzungen  für  die  Inanspruchnahme der  Beschwerdeführerin  gemäss  Art.  36  Abs.  1bis  Bst. b  SVAV  erfüllt.  Demgemäss  haftet  sie  für  sämtliche  seit  Abschluss  des  fraglichen  Vertrags  mit  der  Y._______  GmbH  durch  Letztere  für  den  in  Rede  stehenden  Anhänger  geschuldeten  Abgaben  (inkl.  Zinsen  und  Gebühren). Mangels vorgängiger Anfrage bei der OZD und entgegen der  Ansicht der Beschwerdeführerin kommt in der vorliegenden Konstellation  eine  Haftung  lediglich  für  künftige  Abgaben  nicht  in  Betracht  (vgl. E. 3.2.4). 4.  Es  bleibt  auf  die  weiteren  Einwände  und  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  (soweit  nicht  schon  vorn  explizit  oder  implizit  behandelt) einzugehen: 4.1.  Die  Rüge  der  Beschwerdeführerin,  es  sei  aufgrund  der  mehrfach  widersprüchlichen Dokumente nicht möglich, den konkreten Sachverhalt  nachzuvollziehen,  ist  nicht  stichhaltig:  Einzig  im  an  die  Beschwerdeführerin gerichteten Schreiben der OZD vom 9. Juli 2010, mit  welchem  der  Beschwerdeführerin  die  Möglichkeit  einer  vorgängigen  Stellungnahme  gewährt  wurde,  war  fälschlicherweise  von  der  Stammnummer  "3_______"  –  jedoch  unter  Angabe  der  korrekten  Kontrollschildnummer "1_______" – die Rede. Die OZD korrigierte dieses  Versehen von sich aus im Schreiben vom 10. August 2010 und gewährte  der Beschwerdeführerin erneut die Möglichkeit, sich zum Sachverhalt zu  äussern.  In  der  angefochtenen  Verfügung  vom  14.  Oktober  2010  ist  sodann  korrekterweise  vom  "3­Achs­Schiebeplanenauflieger  mit  Coilmulde, Stammnummer 2_______, Kontrollschild 1_______" die Rede. 

A­8057/2010 Dass die der angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2010 beigelegte  Abrechnung,  sowie  die  an  die  Y._______  GmbH  gerichtete  "Veranlagungsverfügung LSVA" und die Rechnung vom 9. Februar 2010  auf  die  Stammnummer  "3_______"  und  die  Kontrollschildnummer  "1_______"  lautet,  ist  sodann  –  entgegen  den  Behauptungen  der  Beschwerdeführerin  –  korrekt;  ist  doch  in  erster  Linie  die  Halterin  bzw.  der  Halter  des  Zugfahrzeugs  deklarations­  und  zahlungspflichtig  (vgl. E. 2.2.2),  weswegen  richtigerweise  sämtliche  Rechnungen  und  Veranlagungen auf die Stammnummer dieses Fahrzeugs lauten.  4.2. Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, die Auswertung der  aufgezeichneten  Daten  des  LSVA­Erfassungsgerätes  zeigten  gerade  nicht,  dass  seit  der  Inverkehrsetzung  des  Sattelschleppers  mit  der  Stammnummer  3_______  ausschliesslich  der  Auflieger  mit  der  Stammnummer 2_______ angekoppelt gewesen sei.  Führt  das  Motorfahrzeug  einen  Anhänger  mit,  so  muss  die  Fahrzeugführerin  oder  der  Fahrzeugführer  alle  erforderlichen  Angaben  am Erfassungsgerät  deklarieren  (vgl.  E. 2.2.2). Dies  ist  im  vorliegenden  Fall offensichtlich geschehen. Auf der der angefochtenen Verfügung vom  14. Oktober  2010  sowie  auch  bereits  auf  der  dem  vorinstanzlichen  Schreiben vom 9. Juli 2010 beigefügten Detailabrechnung sind sämtliche  An­  und  Abdeklarationen  des  Aufliegers  mit  den  entsprechenden  Kilometerständen  und  gefahrenen  Inlandkilometern  aufgeführt.  Es  ist  nicht ersichtlich,  inwiefern die Deklarationen der Y._______ GmbH bzw.  die durch das Erfassungsgerät aufgezeichneten Daten falsch sein sollten.  Die  Fehlerhaftigkeit  wurde  denn  auch  weder  substantiiert  behauptet,  geschweige  denn  belegt,  noch  bestehen  irgendwelche  Anhaltspunkte  hierzu.  Auf  diese  Rüge  ist  daher  nicht  weiter  einzugehen  (vgl. dazu  E. 2.2.1,  ferner auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­1749/2006  vom 11. Mai 2007 E. 2.3). 4.3.  Unerfindlich  bleibt  sodann,  was  die  Beschwerdeführerin  mit  ihrem  Einwand,  ihr  seien  "die  Abläufe  betreffend  die  Solidarhaftung  und  die  Beispieldokumente"  erst mit  E­Mail  vom  17.  September  2010  zugestellt  worden, zu ihren Gunsten ableiten will. Die OZD war in der vorliegenden  Konstellation  unter  keinem  Titel  gehalten,  der  Beschwerdeführerin  von  sich  aus  vorgängig  die  Solidarhaftung  zu  erklären.  Vielmehr  obliegt  es  grundsätzlich  der  Beschwerdeführerin,  sich  über  die  bestehenden  Vorschriften zu informieren. 

A­8057/2010 4.4.  Gegen  die  Berechnung  der  geschuldeten  Abgaben  erhebt  die  Beschwerdeführerin zu Recht keine Einwände. 5.  Ausgangsgemäss ist die Beschwerde abzuweisen. Die Verfahrenskosten  im Betrag von Fr. 3'500.– sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und  mit  dem  von  ihr  geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher  Höhe  zu  verrechnen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Eine  Parteientschädigung  an  die  Beschwerdeführerin  ist  nicht  zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  a  contrario).

A­8057/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  3'500.–  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr. 3'500.– verrechnet. 3.  Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. _______; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Riedo Claudia Zulauf Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-8057/2010 — Bundesverwaltungsgericht 06.09.2011 A-8057/2010 — Swissrulings